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Eine Bearbeitung über den Masochismus in der Literatur

Anhand zweierlei Beispiele Klaus Manns „Mephisto. Roman einer Karriere“ und „Venus im Pelz“ von Leopold von Sacher-Masoch

Titre: Eine Bearbeitung über den Masochismus in der Literatur

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 20 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Caroline Weißert (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Comparée
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Diese Arbeit wird sich kritisch mit dem Masochismus in der Literatur auseinandersetzen. Sie soll aufdecken, dass das allgemeine, teils laienhafte Verständnis von Masochismus nicht ausreicht, um diesen in seiner vollen Ausprägung zu verstehen. Dabei werden die Romane „Mephisto. Roman einer Karriere“ von Klaus Mann, sowie „Venus im Pelz“ von Leopold von Sacher-Masoch im Hinblick auf die literarische Verarbeitung des Masochismus miteinander verglichen.
Während Leopold von Sacher-Masoch, durch die Inhalte seiner Romane zum Namensgeber des Masochismus avancierte halten eine Vielzahl von Literaturwissenschaftlern das in Klaus Manns Roman beschriebene masochistische Verhältnis zwischen Hendrik Höfgen und Juliette Martens nicht einmal für erwähnenswert. Bezeichnend ist hierbei, dass nahezu die gesamte Sekundärliteratur, die „Mephisto. Roman einer Karriere“ als Schlüsselroman und den Protagonisten als Schlüsselfigur ausmachen will, davon auszugehen scheint, dass der Masochismus nur stellvertretend für die Homosexualität Gustav Gründgens steht. Die folgende Arbeit wird sich jedoch von der Schlüsselromanproblematik lösen. Dabei soll davon ausgegangen werden, dass beide Autoren gezielt den Masochismus eingesetzt haben um den Inhalt ihres Werkes hervorzuheben. Während der Roman Masochs auf autobiographischen Erlebnissen basiert und unverhüllt aber diskret die Form eines masochistisches Verhältnisses dem Leser näher zu bringen versucht, nutzt Klaus Mann dieses Verhältnis, um dem Charakter seines Protagonisten eine besondere Note zu verleihen und seinem Handeln eine mögliche Erklärung beizufügen.
Des weiteren wird sich diese Arbeit mit der Frage beschäftigen, ob davon auszugehen ist, dass Klaus Mann Kenntnis über den Roman Masochs besaß und die masochistischen Szenen in der „Venus im Pelz“ als Vorlage für die Beziehung zwischen Hendrik Höfgen und Juliette Martens diente. Im Klartext soll also geklärt werden, ob Parallelen zwischen den beiden Romanen zu finden sind.
Zum Thema hinführend folgt zunächst eine Beschreibung der Physiognomie der Despotinen beider Romane Juliette Martens als Schwarze Venus und Wanda von Dunajew als Venus im Pelz. An dieser Stelle wird absichtlich auf die Beschreibung der Physiognomie der Protagonisten Hendrik Höfgen und Severin von Kusiemski verzichtet, da diese für die Auseinandersetzung mit dem Masochismus unerheblich ist. [...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HAUPTTEIL

2.1. PHYSIOGNOMIE

2.1.1. Juliette Martens, die Schwarze Venus

2.1.2. Wanda von Dunajew, die Venus im Pelz

2.2. DIE LITERARISCHE VERARBEITUNG DES MASOCHISMUS

3. FAZIT

4. QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS

4.1. QUELLENVERZEICHNIS

4.2. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Masochismus in der Literatur durch einen vergleichenden Blick auf Klaus Manns „Mephisto. Roman einer Karriere“ und Leopold von Sacher-Masochs „Venus im Pelz“. Ziel ist es, den Masochismus jenseits vereinfachter Klischees als gezieltes literarisches Gestaltungsmittel zu entschlüsseln und mögliche Parallelen in der Rollenkonstellation der Charaktere aufzuzeigen.

  • Kritische Auseinandersetzung mit dem literaturwissenschaftlichen Verständnis von Masochismus
  • Physiognomie und symbolische Bedeutung der weiblichen „Despotinen“
  • Analyse der masochistischen Rollenkonstellationen (Sklave und Herrin)
  • Bedeutung des masochistischen Vertrags und des Fetischismus
  • Abgrenzung der masochistischen Grundperversion gegenüber dem Sadismus

Auszug aus dem Buch

2.2. Die literarische Verarbeitung des Masochismus

Wie einleitend bereits erwähnt, stützt sich eine Vielzahl von Literaturwissenschaftlern auf die These, dass der von Klaus Mann skizzierte Masochismus tatsächlich als Ersatz für die Homosexualität Gustav Gründgens dienen soll. Diese These lässt sich aber nur dann verfolgen, wenn der entsprechende Verfasser auch davon ausgeht, dass es sich bei Manns Roman tatsächlich um einen Schlüsselroman handelt. Diese Arbeit soll sich jedoch von der Schlüsselromanproblematik lösen und davon ausgehen, dass Klaus Mann seinem Protagonisten gezielt ein masochistisches Verhalten zugeteilt hat. Im Folgenden werden die signifikanten Merkmale des Masochismus vergleichend, anhand der zwei ausgewählten Romane „Mephisto. Roman einer Karriere“ von Klaus Mann und „Venus im Pelz“ von Leopold von Sacher-Masoch, verdeutlicht. Da es sich bei dem Autor des Romans „Venus im Pelz“ um den Namensgeber des Masochismus handelt, sollen zunächst einige einleitende Worte zu ihm zum Thema hinführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit stellt die kritische Auseinandersetzung mit dem literarischen Masochismus vor und formuliert das Ziel, die Schlüsselromanproblematik zugunsten einer motivischen Analyse der beiden Werke zu überwinden.

2. HAUPTTEIL: Dieser Abschnitt untersucht zunächst die Physiognomie der weiblichen Hauptfiguren, erläutert die Bedeutung von Fetischismus und masochistischen Verträgen und vergleicht die Beziehungsdynamiken zwischen den Protagonisten in beiden Romanen.

3. FAZIT: Die Schlussbetrachtung resümiert die Notwendigkeit einer differenzierten psychologischen Betrachtung des Masochismus und bestätigt die literarische Bedeutung der untersuchten Parallelen zwischen den beiden Romanen.

4. QUELLEN- UND LITERATURVERZEICHNIS: Dieses Kapitel listet alle verwendeten Primär- und Sekundärquellen auf, die für die Analyse herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Masochismus, Literatur, Mephisto, Venus im Pelz, Klaus Mann, Leopold von Sacher-Masoch, Fetischismus, Sadomasochismus, Rollenkonstellation, literarische Analyse, Physiognomie, masochistischer Vertrag, Despotin, Sklave, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Darstellung des Masochismus in den Werken von Klaus Mann und Leopold von Sacher-Masoch.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Rollenkonstellationen von Herrin und Sklave, die Bedeutung von Fetischen sowie der masochistische Vertrag als strukturelles Element.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass beide Autoren den Masochismus gezielt einsetzen, um ihre Charaktere zu definieren, anstatt ihn nur als Ersatz für andere Themen (wie Homosexualität) zu verwenden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine vergleichende literaturwissenschaftliche Analyse, die Textstellen beider Romane mit fachspezifischer Sekundärliteratur in Bezug setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die äußere Erscheinung der weiblichen Figuren, die Rolle von Fetischen (wie Pelz und Stiefel) und die Dynamik der Beziehungsgestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Masochismus, Fetischismus, Herrin-Sklave-Konstellation, Romananalyse und literarische Charaktergestaltung.

Welche Bedeutung kommt dem „masochistischen Vertrag“ in den Romanen zu?

Der Vertrag dient dazu, Bedingungen und Rollen festzulegen, die für die Auslebung der masochistischen Phantasien innerhalb der fiktiven Beziehung notwendig sind.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Sadismus und Masochismus?

Die Autorin betont, dass der Masochist sich als Opfer definiert und einen „Henker“ sucht, während der Sadist Verträge und Strukturen dieser Art in der Regel ablehnt.

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Titre
Eine Bearbeitung über den Masochismus in der Literatur
Sous-titre
Anhand zweierlei Beispiele Klaus Manns „Mephisto. Roman einer Karriere“ und „Venus im Pelz“ von Leopold von Sacher-Masoch
Université
University of Rostock  (Philosophische Fakultät, Institut für Germanistik)
Cours
Klaus Mann „Mephisto“- Karriere eines Romans
Note
1,7
Auteur
Caroline Weißert (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
20
N° de catalogue
V148567
ISBN (ebook)
9783640592579
ISBN (Livre)
9783640592111
Langue
allemand
mots-clé
Eine Bearbeitung Masochismus Literatur Anhand Beispiele Klaus Manns Roman Karriere“ Pelz“ Leopold Sacher-Masoch
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Caroline Weißert (Auteur), 2008, Eine Bearbeitung über den Masochismus in der Literatur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148567
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Extrait de  20  pages
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