Digitaler Softwarevertrieb für Mobile Endgeräte Fachhochschule Düsseldorf Christoph Schmidt 12. Juni 2009
Abbildungsverzeichnis
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Digitaler Softwarevertrieb für Mobile Endgeräte Fachhochschule Düsseldorf Christoph Schmidt
12. Juni 2009
1. Einleitung
Der fortschreitende Wechsel von herkömmlichen Vertriebsmethoden hin zum Vertrieb über digitale Netze (vgl. BITKOM 2009a) erscheint gerade bei digitalen Software-Produkten und unter Berücksichtigung einer Breitband-Internet Verbreitung von 75% in Deutschland (vgl. BITKOM 2009b) als Fortschrittsorientiert und Konsequent. Antriebsmo-toren dieses Wechsels sind vorhandene Einsparungspotentiale bei Produktions-, Verpackungs- und Logistikkosten, sowie die durch den Direktvertrieb und das Wegfallen von Absatzmittlern entstehende Nähe zum Endkunden.
Auch mobile Endgeräte unterliegen mit 27,7 Millionen verkauften Mobiltelefonen in 2008 einer starken Nachfrage, die sich trotz negativer Absatzprognosen für 2009 nach Einschätzung von Bitkom in 2010 wieder erholen wird (vgl. BITKOM 2009c). Betrachtet man weiterhin die Verbreitung von Mobilfunkverträgen, so konnten schon in 2006 104 Mobilfunkanschlüsse pro 100 Einwohner in Deutschland gezählt werden (vgl. BITKOM 2009d). 1.1. Problemstellung
Aufgrund der o.g. Entwicklungen bietet das Implementieren digitaler Vertriebsmöglichkeiten in das Leistungsspektrum mobiler Endgeräte vielseitige Perspektiven für Unternehmen. Unter anderem wird diese Möglichkeit von Nokia mit OVI, RIM mit der BlackBerry App World und Apple mit dem in iTunes und das iPhone integrierten App Store bereits genutzt. Die Einbindung findet in Form von E-Shops statt, deren Konzeption auch die speziellen Anforderungen mobiler Endgeräte berücksichtigen muss. Ziel dieser Hausarbeit ist es herauszufinden, ob der Apple App Store den im Folgenden erarbeiteten theoretischen Kon-zeptionsvorgaben entspricht.
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1.2. Gang der Arbeit
Im Folgenden werden die Systemanforderungen, Funktionen, Prozesse und Reputationssysteme des E-Shop genauer betrachtet und im Anschluss in einer Fallstudie am Beispiel des Apple App Store verdeutlicht. Hierbei soll festgestellt werden, in wie weit der App Store den Systemanforderungen des E-Shop entspricht, welche Funktionen geboten werden und wie die Prozesse und Reputationssysteme implementiert wurden.
2. E-Shop
Herkömmliche Vertriebsmethoden im realen Verkauf zeigen verschiedene Probleme für Anbieter und Nachfrager auf. Durch Kapazitätsbegrenzungen, mehrstufige Handelsstrukturen, Marktanonymität und Intransparenz im Verkauf wird die Möglichkeit einen erfolgreichen Geschäftsabschluss zu erreichen erschwert (vgl. Kollmann 2009, S.194). Der E-Shop (vgl. Choi et al. 1997, S 16ff.; s. Abb. 1) hingegen bietet Anbieter und Nachfrager die Möglichkeit, im virtuellen Raum und unter Einfluss der Rahmenbedingungen des elektronischen Informationsaustausches, Beziehungs- und Verkaufsrelevante Abläufe über ein mit dem Internet verbundenes Endgerät abzuwickeln (vgl. Kollmann 2009, S.193). Eine weitere Definition beschreibt den E-Shop als „eigenständiges System aus Hard- und Software, das einem Händler erlaubt, seine Wirtschaftsgüter über Rechnernetze anzubieten, zu verkaufen und gegebenenfalls zu vertreiben“ (Zwißler 2005, S.32). Um dem Kunden die Einkaufsentscheidung zu erleichtern, muss der Anbieter seinen Produktkatalog in digitaler Form und Optimalerweise mit multimedialen Darstellungen seiner Produkte versehen. Die hierzu notwendige Systemarchitektur, welche sich aus komplexen Hard- und Softwarekomponenten zusammensetzt, gilt es bereitzustellen und in bestehende Informationssysteme zu integrieren (vgl. Kollmann 2009, S.195).
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Abbildung 1: Die Grundidee beim E-Shop Quelle: Choi et al. 1997, S. 16ff
2.1. Systemanforderungen
Die Anforderungen an diese Systeme decken sich mit den allgemeinen Qualitätskriterien internetbasierter Software (vgl. Kollmann 2006a S. 175ff) und können als Benutzbarkeit, Barrierefreiheit, Skalierbarkeit, Erwieterbarkeit/Änderbarkeit, Internationalisierbarkeit und Sicherheit identifiziert werden. 2.1.1. Benutzbarkeit
Die Benutzbarkeit beschreibt die Qualität aus den Augen des Nutzers und wird mit Bezug auf unterschiedliche Kriterien wie Fehlertoleranz, Lernförderlichkeit, Aufgabenangemessenheit, Erwartungskonformität, Individualisierbarkeit, Selbstbeschreibungsfähigkeit und Steuerbarkeit bewertet (vgl. Kollmann 2009, S.196). 2.1.2. Barrierefreiheit
Die Barrierefreiheit soll Unabhängigkeit von körperlichen oder technischen Vorraussetzungen sicherstellen und nach dem Grundsatz ausgelegt sein, dass „ein E-Shop dem Kunden nicht die Pflicht auferlegen" soll, „eine spezielle Hard- und Softwarekonfiguration zu verwenden" (Kollmann 2009, S.196).
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2.1.3. Skalierbarkeit
Die Skalierbarkeit zielt auf das „Verhalten des Shop-Systems bezüglich seines Ressourcenbedarfs bei einer wachsenden Anzahl von Nutzern bzw. gleichzeitigen Verbindungen" (Kollmann 2009, S.196) ab. Geht man vom Fall aus, dass sich die Anzahl der Nutzer um einen gegebenen Faktor erhöht, so muss der Einsatz von um den selben Faktor gesteigerten Ressourcen die Stabilität der Systemarchitektur sicherstellen, damit eine den Anforderungen entsprechende Systemarchitektur attestiert werden kann. Besteht der Bedarf bestehende Systembausteine des E-Shop anzupassen oder neue hinzuzufügen, sollte die Systemarchitektur diese Möglichkeit bereitstellen und dabei Optimalerweise den Einsatz von IT-Fachpersonal vermeiden. Als Beispiel kann hier die Änderung des Corporate-Design, eines Shop Betreibers genannt werden, die bei einem den Anforderungen entsprechenden Systemen durch den simplen Austausch von Systembausteinen realisiert werden kann. 2.1.4. Internationalisierbarkeit
Die Möglichkeit über das Internet weltweit zu Agieren, stellt die Anforderung auf sich in internationalen Märkten kundengerecht zu präsentieren. Die Möglichkeit den E-Shop mehrsprachig und unter Berücksichtigung länderspezifischer Währungen, Steuersätze und Lieferbedingungen aufzusetzen sollte hiernach gegeben sein (Kollmann 2009, S.196). 2.1.5. Sicherheit
Als eine der bedeutendsten Anforderungen, die vor allem im Hinblick auf die im E-Shop stattfindenden Transaktionsprozesse in den Vordergrund tritt, kann die Sicherheit des Systems genannt werden. Schutz, Integrität und Verfügbarkeit von sensiblen Daten sind hier die Voraussetzung für des Vertrauen des Kunden (Kollmann 2009, S.196).
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Arbeit zitieren:
Christoph Schmidt, 2009, Digitaler Softwarevertrieb für mobile Endgeräte am Beispiel des Apple-App-Store, München, GRIN Verlag GmbH
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