Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Drei-Ebenen Modell nach Schein
Abbildung 2: Künste nach Konfuzius.
Abbildung 3: Tugenden nach Konfuzius
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Chinesische Feiertage
I
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis I
Tabellenverzeichnis I
Inhaltsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Das Kulturebenen-Modell 2
3 Dritte Ebene: Grundannahmen 4
3.4 Zen-Buddhismus: 4
3.1 Ying und Yang 4
3.2 Konfuzianismus 5
3.3 Daoismus 5
4 Zweite Ebene: Das Gefühl, wie die Dinge sein sollen 6
4.1 Höflichkeit und Freundlichkeit und die Wahrung des Gesichtes 6
4.2 Harmonie und Kritik 7
4.3 Kontakte und Beziehungen und Guanxi 7
4.4 Zeitverständnis 8
4.5 Werte und Einstellung zum Unternehmen 8
4.6 Geld und Gehalt 9
5 Erste Ebene: Sichtbare Verhaltensweisen, Artefakte und Leitbild 10
5.1 Hierarchie 10
5.1 Darstellung des Unternehmens 11
5.2 Fleiß und Arbeitszeiten 11
5.3 Vorstellung und Umgang mit Besuchern 11
5.4 Dresscode 12
5.5 Sprache und Kommunikation im Unternehmen. 12
5.6 Verhandlungen und Verträge 13
5.7 Arbeitsweisen und Problemlösungen 14
5.8 Geschäftsessen, Einladungen und Geschenke 15
5.9 Chinesische Feiertage: 16
6 Schlussbetrachtung 18
Literaturverzeichnis III
Internetquellenverzeichnis IV
II
1 Einleitung
China (chinesisch: Zhonguo), das Reich der Mitte, wandelt sich immer stärker zu einem internationalen Global Player mit einem großem Einfluss auf die Weltwirtschaft. 1 Der Beitritt des Landes zur Welthandelsorganisation (WTO) Ende 2001 stellte ein klares Zeichen für die Eingliederung in die globale Wirtschaft. 2 Die kommunistische Partei spricht sogar davon mit einem jungen Führungsduo bestehend aus Staatspräsident Hi Jintao und Ministerpräsident Wen Jiabao, China bis 2020 zur größten Wirtschaftsmacht zu entwickeln. 3
Der rasante Wandel von einem Entwicklungsland hin zu einer Weltwirtschaft innerhalb von nur 30 Jahren lässt erahnen mit welcher Kraft und Ernsthaftigkeit 1,3 Milliarden Chinesen das Ziel von einem besseren Lebensstandard verfolgten. 4
So eine wachsende Wirtschaft lässt aber auch viele neue geschäftliche Beziehungen entstehen. Die günstigen Bedingungen im Lohnkostenbereich locken viele Unternehmer an in China eine zweite Produktionsstätte zu errichten. Das Land wird deshalb oft als ‚verlängerte Werkbank der westlichen Welt‘ bezeichnet. 5
Allerdings sind die Kulturunterschiede zwischen den westlichen Ländern und China sehr groß. Ein Zeichen dafür sind ständig neue Ratgeber, die den Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern erläutern. In diesen finden sich zahlreiche Checklisten, Aufzählungen und Verhaltensrichtlinien wieder. Es ist zu sagen, dass solche How-to-do Bücher aber nur bedingt fähig sind den richtigen Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern zu vermitteln. Sie vermitteln nicht die Kultur, Denkweise und Mentalität, der für uns so fremden Kultur. Man stellt sich zu Recht die Frage worin die Verhaltensweisen der anderen Geschäftskultur eigentlich begründet sind.
Diese Hausarbeit befasst sich mit den Grundlagen der chinesischen Kultur. Sie werden mit Hilfe des Kultur-Konzeptes nach Edgar Schein entwickelt und dargestellt. Darüber hinaus sollen Verhaltensweisen, Werte und Grundannahmen erklärt werden, welche zu einem erfolgreichen Umgang mit chinesischen Geschäftskunden führen. Ziel ist es, ein Verständnis für die andere Kultur zu entwickeln sowie Missverständnisse und Probleme zwischen westlichen und fernöstlichen Geschäftspartnern zu mindern.
1 Vgl. Shenkar (2007), S. 55.
2 Vgl. Nippa (2004), S. 3., Vgl. Kuhn, D., Ning, A.; Hongxia, S. (2001), S. 69. 3 Vgl. Reisach; Tauber; Yuan (2007), S. 19. 4 Vgl. Holtbrügge; Puck (2008), S. 20., Hirn, W. (2006), S. 30f. 5 Vgl. Shenkar (2007), S. 14; 35f., Vgl. Nippa (2004), S. 6ff., Vgl. Hirn (2006), S. 68.
1
2 Das Kulturebenen-Modell
Das Kulturebenen-Modell des US-amerikanischen Organisationspsychologen Edgar Schein ist ein Modell zur Beschreibung der Organisationskultur. Schein unterscheidet in diesem Modell drei Ebenen der Unternehmenskultur, die er nach ihrer äußerlichen Sichtbarkeit und ihren Beziehungen zueinander einordnet. 6 Um die chinesischen Umgangsformen im Geschäftsleben zu strukturieren wurde dieses Modell gewählt, da es die Kultur als ein komplexes Phänomen darstellt und alle Ebenen miteinbezieht. 7 Es dient dem tieferen Verständnis von Verhaltensweisen, Mentalität, Werten und Grundannahmen. 8 Wer das chinesische Muster der Unternehmenskultur kennt, dem wird aufgrund bekannter Strukturen der Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern leichter fallen. Alle Beschreibungen der chinesischen Kultur erfolgen anhand der Han-Nationalität, die die Mehrheit der Bevölkerung Chinas darstellt. 9
6 Vgl. Schmidt, M. (2005), S. 3.
7 Vgl. Schmidt, M. (2005), S. 4f. 8 Vgl. Steinmann; Schreyögg (1997), S. 624ff. 9 Vgl. Zinzius (2007), S. 14.
2
Abbildung 1: Drei-Ebenen Modell nach Schein 10
Die Herangehensweise anhand des Modells gliedert sich folgendermaßen:
Beginnend mit der dritten, der tiefsten Ebene, werden zunächst die Grundannahmen der chinesischen Kultur erläutert. Diese sind oft so tief im Denken verwurzelt, dass sie von Mitgliedern des Unternehmens nicht bewusst wahrgenommen werden und äußerlich nicht sichtbar sind. Hierzu zählen Einstellungen zu Zeit, Wahrheit oder Art und Weise, wie man auf die Umwelt reagiert. Die Grundannahmen haben den größten Einfluss auf die nachfolgenden Ebenen. 11
In der zweiten Ebene wird das Gefühl der Chinesen für die Unternehmenskultur erläutert. Genannt werden gemeinsame Werte und Normen, die in der ersten Ebene verankert sind. Sie sind nach Außen hin nicht immer sichtbar. 12 Hierzu zählen auch die Einstellungen, die das Verhalten von Mitarbeitern bestimmen. Beispiele finden sich in den kollektiven Werten wie Ehrlichkeit, Freundlichkeit und Gesten.
In der ersten Ebene werden Verhaltensweisen und andere physische Manifestationen der Artefakte der Chinesen beschrieben. Diese Ebene ist vollständig sichtbar, ihre Bedeutung hingegen aber für fremde Kulturen schwer zu entschlüsseln. 13 Als Beispiele sind Kommunikationsverhalten, Dresscode, Außendarstellung aber auch Einladungen zu Geschäftsessen und Feiertage zu nennen. 14
10 Vgl. Schmidt, M. (2005), S. 4ff. 11 Vgl. Schmidt (2005), S. 4f. 12 Vgl. Schmidt(2005), S. 4. 13 Vgl. Schmidt (2005), S. 4f. 14 Vgl. Steinmann; Schreyögg (1997), S. 641f.
3
Arbeit zitieren:
Laura Koechling, 2009, Interkulturelle Kompetenz: Der Umgang mit chinesischen Geschäftspartnern, München, GRIN Verlag GmbH
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