Inhaltsverzeichnis
Abbildungsnachweis 3
Abk ürzungsverzeichnis. 3
1. EINLEITUNG 4
2. THEORIE. 5
2.1 Feldtheorie von Kurt Lewin. 5
2.2 Zwei-Faktoren-Theorie von Frederick Herzberg 6
3. FRAGESTELLUNG / HYPOTHESE 7
3.1 Hypothese A. 7
3.2 Hypothese B. 7
3.3 Hypothese C. 8
3.4 Hypothese D. 8
4. METHODEN 8
4.1 Stichprobenbeschreibung 9
4.2 Ort und Zeitpunkt der Untersuchung 9
4.3 Messinstrumente 10
4.3.1 selbstentwickelter Fragebogen. 10
4.3.2 Vor- und Nachteile des selbstentwickelten Fragebogens. 10
4.3.3 Aufbau des Fragebogens 11
5. ERGEBNISSE 11
5.1 Deskriptive Ergebnisse 11
5.1.1 Verteilung der Befragten 11
5.1.2 Darstellung der Ergebnisse zu Hypothese A 12
5.1.3 Darstellung der Ergebnisse zu Hypothese B 13
5.1.4 Darstellung der Ergebnisse zu Hypothese C 15
5.1.5 Darstellung der Ergebnisse zu Hypothese D 16
5.2 Inferenzstatistische Ergebnisse 18
5.2.1 Signifikanztests zu den Items von Hypothese A 18
5.2.2 Signifikanztests zu den Items von Hypothese B 18
5.2.3 Signifikanztests zu den Items von Hypothese C 19
5.2.4 Signifikanztests zu den Items von Hypothese D 20
5.2.5 Abschluss des inferenzstatistischen Untersuchung 21
6. DISKUSSION/ZUSAMMENFASSUNG 22
6.1 Interpretation der Ergebnisse der Hypothese A 22
6.2 Interpretation der Ergebnisse der Hypothese B 22
6.3 Interpretation der Ergebnisse der Hypothese C 23
6.4 Interpretation der Ergebnisse der Hypothese D 23
6.5 Interpretation der Regressionsuntersuchung 24
7. ABSCHLUSSBEMERKUNG. 24
Anlagenverzeichnis 26
Literaturverzeichnis. 26
Internetrecherche 26
2
Abbildungsnachweis
Abbildung 1: DGB-Index Gute Arbeit 2009 ……….................................................................5 DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND, DGB-INDEX GUTE ARBEIT
Abbildung 2: Feldmodell Theorie von Lewin…………………………...............................….…6 In Anlehnung an FhaM, SCHMIDT: Kurs Motivation und Volition
Abbildung 3: Verteilung Dauer der Beschäftigung, …………………………….………….…..12 eigene Darstellung
Abbildung 4: Verteilung innerbetrieblicher Zufriedenheit ………………………...............…..14 eigene Darstellung
Abbildung 5: Verteilung der Zufriedenheit der einzelnen Gruppen, aktuell vs. 2008……….17 eigene Darstellung
Abbildung 6: Auswertung Signifikanz bei Hypothese B ……………………………...……….19 eigene Darstellung
Abbildung 7: Auswertung Signifikanz bei Hypothese D …………………………………..…..21
1. EINLEITUNG
Seit ca. einem Jahr beherrscht die aktuelle Wirtschaftskrise das Geschehen auf der ganzen Welt. Sie stellt wahrscheinlich die größte Rezession seit dem 2. Weltkrieg dar. Die Auswirkungen des Finanzcrashs in den USA und Asien haben sich auf den Bankenbereich in Deutschland ausgeweitet. Der weltweite Handel ist rückläufig und Deutschland hat als Exportmeister Schwierigkeiten, dieses zu kompensieren. Mittlerweile sind hiervon nicht nur große Unternehmen und Konzerne betroffen, sondern auch der Mittelstand und kleine Betriebe. Die Unternehmen erhalten nur noch unter erschwerten Bedingungen Kredite, um Entwicklungen und Investitionen durchführen zu können. Die massiven Veränderungen haben große Auswirkungen auf den Geschäftsalltag und die Mitarbeiter. Im Handelblatt veröffentlichte der Reporter Thorsten Giersch ein Interview mit dem Psychologen und Schriftsteller Manuel Tusch. In diesem Interview beschreibt Tusch die aktuelle Arbeitsunzufriedenheit der Arbeitnehmer, die bei ca. 90% liegen soll. Hierfür verantwortlich sind verschiedene Faktoren wie die Entlohnung, die Bedeutung der Arbeit, die Selbstverwirklichung und auch die Wirtschaftskrise. 1 Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) veröffentlicht seit drei Jahren die Arbeitszufriedenheit der deutschen Arbeitnehmer unter dem Namen „Gute Arbeit“. Auch dieses Jahr stellte er im Juni seine Zahlen vor, siehe Abb.1. Nach Untersuchungen des DGB liegt die Zufriedenheit der Arbeitnehmer bei 58 Indexpunkten, bei einer Skala von 100 Indexpunkten, also im Mittelfeld. Die Zukunftsaussichten und die Arbeitsplatzsicherheit werden mit 48 Indexpunkten bewertet und liegen nach DGB Angaben im Bereich der „schlechten Arbeit“, d.h. die Unzufriedenheit ist hoch. Der Vorsitzende des DGBs Michael Sommer macht allerdings klar, dass die Auswirkungen der Wirtschaftskrise noch nicht mit berücksichtigt werden konnten, da die Befragungen der Arbeitnehmer bereits im Januar und Februar stattfanden und die Folgen der Krise zum damaligen Zeitpunkt noch nicht voll absehbar waren. 2
Die nachfolgende Studienarbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung, wie sich die Wirtschaftskrise auf die Zufriedenheit der Arbeitnehmer in einem mittelständischen Unternehmen ausgewirkt hat und ob sich die oben beschriebenen Ausprägungen der Unzufriedenheit in diesem Unternehmen ebenso widerspiegeln. Hierzu wurde ein Fragebogen entwickelt, der im Unternehmen verteilt wurde. Nachfolgend werden die Theorien vorgestellt, die diese Untersuchung untermauern. Im Anschluss daran werden verschiedene Hypothesen abgeleitet. Der Abschnitt Methoden geht näher auf den Fragebogen, die Stichprobe sowie ___________________________________
1 Vgl. HANDELBLATT.COM. GIERSCH: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/strategie/90-prozent-sind-mit-ihrem-job-unzufrieden;2151287
2 Vgl. DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND, DGB-INDEX GUTE ARBEIT: http://www.dgb-index-gutearbeit.de/gute_arbeit/berichte_news/#veroeffentlichung_des_dgb- index_gute_arbeit_report_2009
4
die Messinstrumente ein, bevor im Teil Ergebnisse die Resultate der deskriptiven Statistik und der Inferenzstatistik vorgestellt werden. Abschließen wird die Arbeit mit einer Zusammenfassung und der Interpretation der gewonnenen Werte in Bezug auf die aufgestellten Hypothesen.
2. THEORIE
Es gibt mehrere Möglichkeiten eine Verbindung zwischen den Untersuchungsergebnissen von Tusch und dem DGB herzustellen. Maslow, Atkinson, Herzberg, Lewin u.w. haben sich mit der Arbeitszufriedenheit und den beeinflussenden Faktoren beschäftigt. In dieser Untersuchung soll exemplarisch auf die Feldtheorie von Kurt Lewin sowie auf die Zwei-Faktoren-Theorie von Frederick Herzberg eingegangen werden, die sich beide mit den Einflüssen auf das Verhalten beschäftigen.
2.1 Feldtheorie von Kurt Lewin
Die Feldtheorie von Kurt Lewin besagt, dass Verhalten aus einer Funktion zwischen Person und Umwelt entsteht. Das Verhalten, die Person und die Umwelt aber in Interaktion zueinander stehen, d.h. sie beeinflussen sich gegenseitig, siehe Abb. 2. ___________________________________
A DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND, DGB-INDEX GUTE ARBEIT: http://www.dgb-index-gutearbeit.de/gute_arbeit/berichte_news/#veroeffentlichung_des_dgb- index_gute_arbeit_report_2009
5
In Bezug auf die Untersuchungen bedeutet dies, dass die Umweltfaktoren: wirtschaftliche Situation, Arbeitsbedingungen, private sowie betriebliche Umfeld, eine Auswirkung auf das Verhalten und die Person haben. Die Zufriedenheit der Arbeitnehmer (Verhalten) wird durch äußere Faktoren (Umwelt) beeinflusst, aber auch durch die Person die in dieser Umwelt lebt. Dabei kann durch Verhaltensbeobachtungen der Kollegen und Mitarbeitern eine Anpassung oder Adaption des Verhaltens der beobachteten Person, aufgrund einer situativen Erwünschtheit, entstehen. Dieser Effekt wird Gruppendynamik genannt.
2.2 Zwei-Faktoren-Theorie von Frederick Herzberg
Herzberg untersucht in seiner Zwei-Faktoren-Theorie zwei Gruppen von Faktoren, die Auswirkungen auf die Arbeitszufriedenheit haben. Er unterscheidet dabei die „Motivationsfaktoren“, die die Zufriedenheit und die „Hygienefaktoren“ die die Unzufriedenheit beeinflussen. Er fand in seinen Befragungen heraus, dass der Mensch in seinem Arbeitsleben zufrieden ist, wenn er mit der Arbeit selbst zufrieden ist. Durch Motivationsfaktoren wie Arbeitsinhalt, Anerkennung, Verantwortung usw. kann die Zufriedenheit gesteigert werden. Die Unzufriedenheit der Arbeitnehmer ist dann gegeben, wenn die interpersonellen Bedingungen und die äußeren Rahmenbedingungen ungünstig für die Person sind. Hygienefaktoren sind nach Herzberg z.B. Personalpolitik, Sicherheit der Arbeitsstelle, Führungsstil und Gehalt.
___________________________________
B In Anlehnung an FhaM, SCHMIDT: Kurs Motivation und Volition, http://mdl-ed-01.fham.de/moodle/course/view.php?id=2989, SS 2009
6
Folgende Möglichkeiten der Einflussnahme der Faktoren bestehen:
• Hohe Motivation und hohe Hygienefaktoren bedeuten Idealzustand für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, da der Mitarbeiter eine optimale Leistung zeigt.
• Hohe Motivation und geringe Hygienefaktoren zeigen motivierte Mitarbeiter, allerdings sind häufig Beschwerden an der Tagesordnung, da das Umfeld nicht passt.
• Niedrige Motivation und hohe Hygienefaktoren führen zu weniger Beschwerden, allerdings ist die Motivation der Mitarbeiter sehr gering.
• Der schlechteste Fall besteht, wenn sowohl die Motivationsfaktoren als auch die Hygienefaktoren niedrig sind. Die Mitarbeiter sind unmotiviert und beschweren sich sehr häufig; schlechtes Betriebsklima, kaum Leistung und eine hohe Fluktuation sind häufig die Folgen. 3
Bezogen auf die aktuelle Situation, kann sich demnach die wirtschaftliche Lage und die damit verbundene Situation in den Unternehmen auf die Arbeitszufriedenheit auswirken. Im nächsten Abschnitt soll aus den beiden vorgestellten Theorien mögliche Hypothesen und Fragestellungen abgeleitet werden, die mit Hilfe des Fragebogens untersucht werden sollen.
3. FRAGESTELLUNG / HYPOTHESE
Aus oben beschriebenen Theorien lassen sich folgende Hypothesen (H N ) und Nullhypothesen (H 0 ) sowie Fragestellungen ableiten:
3.1 Hypothese A
H 1 : Die wirtschaftliche Krise wirkt sich nachteilig auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter aus. H 0 : Die Wirtschaftskrise hat keine Auswirkungen auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Die Hypothese soll klären, inwieweit die wirtschaftliche Situation als Umwelt- und Hygienefaktor Einfluss auf die Zufriedenheit der Arbeitnehmer nimmt. Sowohl der Psychologe Tusch als auch der DGB beschreiben einen Zusammenhang.
3.2 Hypothese B
H 1 : Das Betriebsklima ist durch das Führungsverhalten, das Klima in der Abteilung und durch die Einrichtung des Arbeitsplatzes gesunken.
H 0 : Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem Betriebsklima und den Umweltfaktoren Führungsverhalten, Abteilungsklima und Einrichtung Arbeitsplatz. Anhand dieser Hypothese soll die Auswirkung der Krise auf das Betriebsklima untersucht
___________________________________
3 Vgl. ULICH: Arbeitspsychologie, 2005, S. 203 ff
7
Arbeit zitieren:
Christian Wandtke, 2009, Methodische Darstellung einer Untersuchung mit Hilfe eines selbstentwickelten Fragebogens, München, GRIN Verlag GmbH
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