Aufführungsrekonstruktion am Beispiel der Rekonstruktion
der Bühne und des Zuschauerraums der
„Tragedj des hüernen Swefried“
von Hans Sachs durch Max Herrmann
Verfasser: Oliver Schill
Inhaltsverzeichnis:
1. Rekonstruktionsansätze nach Max Herrmann S. 2
1.1 Biographie Herrmanns S. 2
1.2 Theaterwissenschaftliche Aufführungskonstruktion nach Max Herrmann S. 3
2. Rekonstruktionsansätze nach Dietrich Steinbeck Quellenfrage und Rekonstruktion S. 3
3. Aufführungsrekonstruktion am Beispiel des Filmes „Die Freudlose Gasse“ S. 5
4. Max Herrmanns Werk „Forschungen zur Deutschen Theatergeschichte“ - Das Theater der Meistersinger von Nürnberg - S. 7
4.1 Allgemeines S. 7
4.2 Vorstellung des Meistersingers Hans Sachs S. 7
4.3 Rekonstruktion der „Tragedj des hüernen Sewfried“ S. 8
4.4 Zuschauerraum und Bühne S. 8
Bibliographie S. 14
Abbildungsverzeichnis S. 14
1. Rekonstruktionsansätze nach Max Herrmann
1.1 Biographie Herrmanns
Max Herrmann wurde am 14. Mai 1865 in Berlin geboren. Nach dem Abitur 1884 studierte er Germanische Philologie und Geschichte in Freiburg, Göttingen und Berlin, bevor er 1891 Privatdozent für Germanische Philologie an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin wurde. Herrmann interessierte sich schon in dieser Zeit für das Theaterleben und begann schon im Rahmen des Akademischen Vereins für Kunst und Literatur, einer studentischen Vereinigung der Jahrhundertwende, mit ersten Versuchen der Aufführungsrekonstruktion. 1898 heiratete Herrmann Helene Schlesinger, die 1904 als erste verheiratete Frau Berlins zum Dr. Phil. promovierte. Im Jahr 1900 hielt Max Herrmann erstmalig eine Vorlesung über die Geschichte des deutschen Theaters, es sollte allerdings noch bis 1920 dauern, bis die Bezeichnung Theaterwissenschaft im Berliner Vorlesungsverzeichnung zu finden sein würde. Trotzdem wurde dieses Jahr als die Geburtsstunde des deutschen Theaters bezeichnet. Nach seiner Ernennung zum Professor im Jahr 1903 arbeitete er auch als freiberuflicher Dozent und engagierte sich in zahlreichen Gesellschaften wie z. B. in der Gesellschaft für Theatergeschichte. 1914 erschien Herrmanns theaterwissenschaftliches Hauptwerk, die Forschung zur deutschen Theatergeschichte des Mittelalters und der Renaissance, indem er sich unter anderem der Rekonstruktion des Nibelungendramas „Tragedj des hüernen Sewfried“ des Meistersingertheaters von Hans Sachs widmet. Schon im Vorwort wird Herrmanns Anspruch auf vollständige Aufführungsrekonstruktion deutlich: “Wir stellen uns die Aufgabe, eine theatralische Aufführung der Vergangenheit bis ins Kleinste dermaßen wieder lebendig werden zu lassen, dass man sie, wenn nur die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, ohne Furcht vor bedenklichen Verstößen tatsächlich einem modernen Publikum vor Augen bringen könnte.”1
Am 10. November 1923 wurde auf Initiative Herrmanns das Institut für Theaterwissenschaft an der Universität Berlin eröffnet und war damit das weltweit erste eigenständige theaterwissenschaftliche Institut. Nach der Machtübernahme Hitlers am 30. Januar 1933 wurde das Wirken des Juden Herrmanns zunehmend behindert. Er wurde am 16. September 1933 in den Zwangsruhestand versetzt und der Gesellschaft für Theaterwissenschaft verwiesen, dessen langjähriger Vorsitzender er gewesen war.
Am 8. September 1942 wurde das Ehepaar Herrmann in ein Durchgangslager gebrach und am 10. September in das KZ Theresienstadt deportiert. Dort starb Max Herrmann kurze Zeit später in der Nacht vom 16. Auf den 17. November 1942 im Alter von 77 Jahren.
1.2 Theaterwissenschaftliche Aufführungskonstruktion nach Max Herrmann
[...]
1 Herrmann, Max: Forschungen zur deutschen Theatergeschichte des Mittelalters und der Rennaissance. Berlin:Weidmannsche Buchhandlung 1914
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Oliver Schill, 2002, Aufführungsrekonstruktion am Beispiel der Rekonstruktion der Bühne und des Zuschauerraums der Tragedj des hüernen Swefried von Hans Sachs durch Max Herrmann, Munich, GRIN Publishing GmbH
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