1) Grundform des Völkerballspiels
Dieses Spiel bezeichnet man auch als Zweifelderball. Das Ziel des Völkerballspiels ist die Schulung der Orientierungsfähigkeit, der Schnelligkeit, der Gewandtheit, der Reaktionsschnelligkeit, der Wurfkraft und des Zielwurfes.
Der Leistungsstand der Spieler reicht von weniger trainiert bis sportlich, sowie das Spielalter von der Grundschule bis beliebig reicht. Die Spielerzahl kann zwischen 10 bis 30 Personen liegen. Die zwei Mannschaften verteilen sich in zwei rechteckige gleichgroße Spielhälften, die durch die Mittellinie getrennt werden. Nun wählt jede Mannschaft einen Spion beziehungsweise einen König beziehungsweise einen Strohmann. Diese beiden Spieler stehen außerhalb des Spielfeldes hinter der Grundlinie der gegnerischen Mannschaften. Erst der erste abgeworfene Spieler der eigenen Mannschaft gibt dem Spion Abwurfrecht. Die abgeworfenen Spieler müssen zu ihrem Spion hinter die Grundlinie der Gegnermannschaft. Dort dürfen sie die gegnerischen Spieler auch abwerfen. Befindet sich kein Spieler einer Mannschaft in dem Spielfeld mehr, kommt der Spion ins Spiel. Er besitzt drei Leben und erst wenn diese vorbei sind, ist das Spiel zu Ende. Die Spieldauer ist variabel von den Mannschaften abhängig. Das Ziel ist es den Gegner abzuwerfen. Der Hohlball dient als Spielgerät. Die folgenden Spielregeln gelten: nur direkte Treffer zählen, nur der zuerst Abgeworfene zählt, Überschreitung der Spielfeldbegrenzung wegen versuchten Abwurf gilt als abgeworfen, Abgabe des Balles an den Gegner bei Überschreiten der Spielfeldlinie durch den ballbesitzenden Spieler, der Ball kann nicht aus dem gegnerischen Feld geholt werden, die letzte Berührung entscheidend über Ballvergabe beim Ballverlust durch die Seitenlinie. Berührt der Ball den Boden und anschließend erst den gegnerischen Spieler, gilt dies nicht als Treffer. 2) Variationen 2.1 Variante mit zwei Kasten
Bei dem Zweifelderball mit Hindernis wird in jede Spielhälfte ein Kasten eingebaut hinter dem sich die Spieler verstecken können. Diese Form schult besonders die Gewandtheit. 2.2 Variante mit zwei Matten
Bei dem Zweifelderball mit Hindernis wird in jede Spielhälfte eine Matte eingebaut hinter dem sich die Spieler verstecken können. Die Matte muss aufrecht gehalten werden.
Arbeit zitieren:
Florian Schwarze, 2007, Völkerball mit Variationen im Sportunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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