Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Maßnahmen der äußeren Differenzierung 2
3. Vor- und Nachteile von Maßnahmen zur äußeren Differenzierung 4
4. Maßnahmen der inneren Differenzierung 5
5. Vor- und Nachteile der Maßnahmen zur inneren Differenzierung 6
6. Flexible Schullaufbahngestaltung (Akzeleration) S.7
7. Zusatzangebote (Enrichment) S.8
8. Maßnahmen zur Weiterbildung von Lehrern und Lehramtsanwärtern S.9
9. Bibliografie S 10
1. Einleitung
In der folgenden Arbeit werde ich die Möglichkeiten der Förderung Hochbegabter in der Schule erörtern. Hierbei werde ich auf die Maßnahmen der inneren Differenzierung sowie auf die der äußeren Differenzierung eingehen sowie deren jeweilige Vor- und Nachteile besprechen. Daraufhin werde ich kurz die Möglichkeiten der flexiblen Schullaufbahngestaltung (Akzeleration) darstellen und aufzeigen, welche zusätzlichen Enrichmentangebote es gibt. Zum Abschluss werde ich darauf eingehen, welche Maßnahmen zur Weiterbildung von Lehrern und Studenten hinsichtlich dieses Themas sinnvoll erscheinen.
2. Maßnahmen der äußeren Differenzierung
Bei Maßnahmen der äußeren Differenzierung geht es nicht darum, wie man Hochbegabte in einer leistungsheterogenen Klassengemeinschaft fördern kann, sondern vielmehr darum, wie man sie gezielt unter ihresgleichen fördern kann, d.h. gesondert in z.b. speziellen Schulen für Hochbegabte oder besonderen Klassen. Zeitlich paralleler Fachunterricht:
Diese Form der äußeren Differenzierung kann in jeder normalen Schule umgesetzt werden. Hierbei werden die Klassen in leistungsstärkere und leistungsschwächere Schüler geteilt und zur selben Zeit von unterschiedlichen Fachlehrkräften unterrichtet. In diesem Fall werden die Begabteren nicht durchgängig gesondert unterrichtet, sodass sie nicht vollständig von den anderen Schülern abgekapselt werden und eine solide Klassengemeinschaft trotzdem entstehen kann.
Zusammenfassen von Hochbegabten in Regelklassen:
Bei dieser Maßnahme zur äußeren Differenzierung werden die als hochbegabt eingeschätzten Schüler einer jeden Klasse in einer Regelklasse zusammengefasst. Dadurch entsteht eine leistungsstarke Kleinklasse. Die Schüler müssen somit nicht die Schule wechseln um gezielt gefördert zu werden. Diese Vorgehensweise entlastet zusätzlich die Lehrkräfte, da sich so einige Lehrer gezielt auf die Arbeit mit nur sehr leistungsstarken Schülern vorbereiten können während sich andere Lehrkräfte auf den Umgang mit anderen Schülergruppen spezialisieren können. Der Aufwand zur inneren Differenzierung für den Lehrer entfällt. Schulen mit besonderem Profil:
Diese Schulen sind auf spezielle Begabungen spezialisiert, z.b. Schulen mit Schwerpunkten im Bereich Kunst, Musik oder Sport.
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Achtjähriges Gymnasium, D-Zug-Klassen, Expressabitur, BEGYS-Klassen ( Verkürzung der Schulzeit):
Die genannten Namen sind alle verschiedene Namen für das Überspringen einer Klasse, sodass das Abitur nach zwölf anstatt nach 13 Jahren abgelegt wird. Die D-Zug-Klassen werden entweder zu Beginn der 5. oder zu Beginn der 7. Klassen eingerichtet. Spätestens zu Beginn der Oberstufe werden alle Schüler wieder gemeinsam unterrichtet, wobei die Schüler der Expressklassen jedoch ein Jahr eingespart haben und dementsprechend ein Jahr jünger sind als ihre Klassenkameraden. Diese Form der Differenzierung bezieht sich nicht nur auf Hochbegabte, sondern fördert gezielt alle leistungsstarken Schüler.
Der Inhalt des Unterrichts wird hierbei nicht verändert, vielmehr wird er in kürzerer Zeit vermittelt.
Solche D-Zug-Klassen einzurichten stellt sich als weniger schwierig heraus als reelle Hochbegabtenklassen, da für diesen Schnelldurchlauf eine Hochbegabung nicht zwingend erforderlich ist. Integrative Hochbegabtenklassen:
Hierbei werden Hochbegabte Schüler mit besonders leistungsfähigen Gymnasiasten ab Klassenstufe 5 gemeinsam unterrichtet.
Es werden sowohl Maßnahmen der Inneren als auch der äußeren Differenzierung angewendet, d.h., dass die Schüler sowohl getrennt als auch zusammen unterrichtet werden, wobei beim Zweitgenannten eine innere Differenzierung durch den Lehrer erfolgt. Spezialklassen an Gymnasien ab Klasse 9:
In diesem Fall geht es darum, die Schüler in ihren besonderen Begabungen zu fördern, indem an verschiedenen Schule verschiedene inhaltliche Schwerpunkte angeboten werden. Die Allgemeinbildung wird hierbei jedoch nicht außer Acht gelassen. Dementsprechend haben die Schüler ein sehr hohes Arbeitspensum zu bewältigen, da sie über den üblichen Lernstoff hinaus noch ihren inhaltlichen Schwerpunkt haben. Der inhaltliche Schwerpunkt umfasst die meisten Wochenstunden. Zusätzlich werden obligatorische Wahlkurse sowie Arbeitsgemeinschaften zur gezielten Förderung angeboten.
Um diese Schulen besuchen zu dürfen muss ein Eignungstest abgelegt werden, der ihren inhaltlichen Schwerpunkt abprüft.
Darüber hinaus gibt es eine Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wie Universitäten und Firmen, um praxisbezogene unterrichtsbegleitende Aufgaben zu stellen. Spezialschulen für Hochbegabte:
An diesen Schulen werden nur hochbegabte Schüler unterrichtet. Meist sind die Schulen mit einem Internat (manchmal Tagesinternat) verbunden. Die Schüler sollen jedoch nicht zu egozentrischen Eliteschülern erzogen werden, sondern auch ihre soziale Verantwortung soll geschult werden.
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Arbeit zitieren:
Christina Guggi, 2007, Förderungsmöglichkeiten für hochbegabte Schüler in der Schule, München, GRIN Verlag GmbH
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