Gliederung
Seiten
1. Einleitung 3 - 4
2. Begriffsklärung 4
2.1 Öffentlichkeit 4
2.2 Stadt 4
2.3 Jugendlicher 4
2.4 Lebenswelt 5
2.5 Sozialraum 5
3. Typen (öffentlicher) Räume 5
3.1 Raumtyp 1: Räume im Wohnumfeld 5 - 6
3.2 Raumtyp 2: Grünbestimmer Freiraum 6
3.3 Raumtyp 3: Infrastruktureinrichtungen für Jugendliche 7
3.4 Raumtyp 4: (Fußgänger)Strasse 7
3.5 Raumtyp 5: Zentrale Stadtplätze 7
3.6 Raumtyp 6: Brachen 7
4. Freizeitverhalten 8
4.1 Freizeitverhalten im privaten Wohnbereich 8
4.2 Freizeitverhalten außerhalb der Stadt 9
4.3 Freizeitverhalten in (öffentlichen) Räumen der Stadt 9
5. Aneignung von (öffentlichen) Stadträumen durch Jugendliche 10 - 11
6. Fazit 12 - 13
7. Literaturverzeichnis 14 - 15
8. Anhang 16 - 18
2
1. Einleitung
Die Nutzung des öffentlichen Raums, im Sinne der Stadt, verliert scheinbar gerade bei Jugendlichen immer mehr an Bedeutung. Im Zeitalter von Internet und Computerspielen, die als neue Medien verstanden werden können, weckt die Option etwas außerhalb der eigenen Wohnung zu unternehmen, was nicht in Verbindung mit Technik steht und nichts mit Technik zu tun hat, nicht immer das Interesse der Jugendlichen.
Aus diesem Grund soll in der folgenden Arbeit eine Auseinandersetzung mit diesem Thema erfolgen, da gerade außerhalb des privaten Bereiches soziale Kontakte zu anderen Personen und vor allem Personengruppen geknüpft werden können. Würde sich die allgemeine Aussage bestätigen, dass sich die Jugendlichen zunehmend aus der realen Welt in eine unreale Welt zurückziehen, könnte dies weit reichende Folgen haben. Sie würden immer weniger soziale Kontakte außerhalb des Cyberspace knüpfen. (Vgl. Solms-Laubach 2007)
Die folgende Arbeit wird sich mit der Frage: Welche Funktion und Bedeutung übernehmen die (öffentlichen) Räume in der Lebenswelt der Jugendlichen und wie nutzen sie die ihnen zur Verfügung stehenden räumlichen Gelegenheiten aus?, auseinandersetzen.
Diese zentrale Fragestellung wurde so gewählt, um einen Eindruck dafür zu vermittelt, welche räumlichen Möglichkeiten den Jugendlichen zur Verfügung stehen und wie sie diese für ihre persönliche Entwicklung nutzen können.
Damit dieser Eindruck innerhalb dieser Arbeit vermittelt werden kann, wird folgende Gliederung verfolgt.
Am Anfang steht die Klärung von zentralen Begriffen die im Verlauf der Arbeit gehäuft auftreten. Zu diesen Begriffen gehörten der (öffentliche) Raum, die Stadt, die Jugendlichen, die Lebenswelt und der Sozialraum. Damit soll von Anfang an ein Grundverständnis gegeben werden, wie die Begriffe im Kontext der Arbeit zu verstehen sind.
Im zweiten Punkt werden die (öffentlichen) Räume, zu diesen zählen: Räume im Wohnumfeld; Grünbestimmter Freiraum; Infrastruktur für Jugendliche;
(Fußgänger)strasse; Zentrale Stadtplätze; Brachen, beschrieben. Hierbei geht es darum, einen Einblick zu erhalten, wie die Räume, als Nutzungsraum für alle Mitglieder einer Gesellschaft (in diesem Fall sind vor allem die Jugendlichen gemeint) untergliedert und wie diese Bereiche von den Individuen genutzt werden können. Im Anschluss daran wird direkt auf das Freizeitverhalten der Jugendlichen in den drei Bereichen, die wie folgt untergliedert sind: im privaten Wohnbereich; außerhalb der Stadt; im öffentlichen Raum der Stadt, eingegangen. Insgesamt soll dieser Aufbau der Arbeit dazu dienen, einen Überblick über das Thema Jugendliche im (öffentlichen) Raum der Stadt und im privaten Bereich zu bekommen.
In dem letzten Abschnitt der Arbeit wird die Aneignung von (öffentlichen) Räumen thematisiert. Dabei geht es darum zu verdeutlichen, dass die Jugendlichen sich Räume aneignen, um in diesen zu agieren. Zu Beginn wird der Begriff der Aneignung beschrieben und welche Auswirkungen diese Aneignung für die Jugendlichen haben.
Im Fazit wird erneut die zu Beginn gestellte Fragestellung aufgegriffen und dabei versucht, die wesentlichen Aussagen der Arbeit zusammenzufassen, um einen Ausblick für die Zukunft zu erstellen.
2. Begriffsklärung
Im nachfolgenden Abschnitt werden zunächst vier zentrale Begriffe (Öffentlichkeit, Stadt, Jugendlicher, Lebenswelt, Sozialraum) erklärt, die häufig auftreten. Damit soll die Möglichkeit gegeben werden, einen besseren Überblick zu erhalten, in welchen Kontexten die Begrifflichkeiten gebraucht werden.
2.1 Öffentlichkeit
ÄgIIHQWOLFKNHLW VWHOOW GHQ /HEHQVQHUY GHU YHUVWlGWHUWHQ EUJHUOLFKHQ *HVHOOVFKDIW GDU insofern, als die freie Zugänglichkeit zu Informationen eine notwendige Vorrausetzung von Demokratie darstellt (Herlyn 2003, S. 15).³
2.2 Stadt
ÄStadt ist ein Siedlungsgebilde, das erstmalig in der Jungsteinzeit (Neolitikum) vor ca. sechs- bis achttausend Jahren auftaucht und gegenüber bisherigen Siedlungsformen, zumal dem Dorf in seinen vielfältigen Ausprägungen, völlig neue Charakteristika aufweist:
Relativ dichte Bebauung und höhere Gebäude als im Umland führen zu höherer Bevölkerungsdichte als bei bisherigen Siedlungen; Die Bebauung ist durch spezifische Gebäude und Plätze charakterisiert, die die Stadt zum religiösen, militärisch-herrschaftlichen, kulturellen und ökonomischen Zentrum, auch für ein weiteres Umland, machen; In der Stadt finden und entwickeln sich die für die jeweilige Gesellschaft differenziertesten Formen der Arbeitsteilung und des Güteraustausches über einen oder mehrere Märkte³ (Schäfers 2006, S. 14)
2.3 Jugendlicher
Ä-XJHQGLVWHLQHJHVHOOVFKDIWOLFKLQVWLWXWLRQDOLVLHUWHLQWHUQGLIIHUHQ]LHUWH/HEHQVSKDVH deren Verlauf, Ausdehnung und Ausprägungen wesentlich durch soziale Bindungen und Einflüsse (sozioökonomische Lebensbedingungen, Strukturen des
Bildungssystems, rechtliche Vorgaben, Normen und Erwartungen) bestimmt sind. Jugend ist keine homogene Sozialgruppe, sondern umfasst unterschiedliche Jugenden³ (Schäfers 2005, S. 23)
2.4 Lebenswelt
Ä'LH/HEHQVZHOWOlVVWVLFK]XQlFKVWSrimär als eine individuelle verstehen: Gefragt ist die Lebenswelt des Einzelnen, analysiert werden seine räumlichen und sozialen Bezüge. Lebenswelt ist dadurch eine psychosoziale Kategorie, die die Lebendbezüge des Individuums in den Blick nimmt. Angesichts der Individualität von Lebenswelten sind diese auch räumlich flexibel zu fassen. Die individuelle Lebenswelt kann sich räumlich ausdifferenzieren in unterschiedliche Regionen, je nach Mobilität eines Individuums. Die Wohnregion kann dabei lediglich zeitlich und sozial geringen Anteil an der Lebenswelt eines Individuums einnehmen. Bei geringer Mobilität können Lebenswelten und Sozialraum tendenziell LQhEHUHLQVWLPPXQJVWHKHQ³ (Merchel 2001, S. 373)
2.5 Sozialraum
ÄDer Begriff Sozialraum bezieht sich zunächst auf einen sozialgeographisch abgrenzbaren Lebensraum ± ein Stadtteil, ein Viertel, ein Dorf ±, einen Lebensraum YRQ0HQVFKHQGHUGXUFKVWUXNWXUHOOHRGHUVR]LDOH0HUNPDOHDEJUHQ]EDULVW³ (Deinet/ Krisch 2006, S. 31)
3. Typen (öffentlicher) Räume
Zunächst gilt die Stadt für ihre EinwohnerInnen sowie für Fremde als ein (öffentlicher) Raum. Dieser Raum besitzt vor allem einen höheren Stellenwert, da er für die einzelnen Individuen, die in ihm interagieren, sich durch diesen identifizieren können. Die unverwechselbaren Orte der Stadt und deren symbolischer Werte ist ein äußerst wichtiger Baustein der Identifikation der Personen (Vgl.: Lynch 2001, S.35). Dabei können die Stadträume in verschiedene Bereiche gegliedert werden. Dies spielt für die Arbeit insofern eine Rolle, da hier verdeutlicht werden soll, in welche verschiedenen Kategorien die Stadt als Lebenswelt und Sozialraum strukturiert werden kann und wie die Individuen diesen für sich nutzen. Bereits hier soll bei der Beschreibung die Rolle der Jugendlichen in den jeweiligen Räumen näher betrachtet werden. Dabei werden auch Konflikte aufgezeigt, die zwischen der Erwachsenengruppe und Jugendlichengruppe auftreten können.
3.1 Raumtyp 1: Räume im Wohnumfeld
Unter dem ersten Raumtyp der Stadt als Lebensraum ist zu verstehen, dass hier Menschen in einem stark abgrenzbaren Raum leben. Dieser Bereich umfasst die private Wohnung und das nahe Wohnumfeld, welches sich unmittelbar anschließt. Unter dem äußeren Wohnumfeld ist Folgendes zu verstehen: die Spielplätze die zur Wohneinheit gehören und/oder Grünflächen vor der Wohnung. (Vgl. Herlyn 2003, S. 22)
In diesem Bereich ist es häufig so, dass zwischen den einzelnen Mitbewohnern ein hohes Kollektivbewusstsein besteht. Dieser Geist hat zur Folge, dass ein so genannter
Arbeit zitieren:
Sandra Rust, 2010, Funktion und Bedeutung (öffentlicher) Räume in der Lebenswelt von Jugendlichen, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Wie Kinder den Tod verstehen und ihn bewältigen
Sozialpädagogik / Sozialarbeit
Vordiplomarbeit, 28 Seiten
Vergleiche der wichtigsten Sozialisationsinstanzen im Jugendalter
Pädagogik - Pädagogische Soziologie
Hausarbeit, 29 Seiten
Welche Auswirkungen haben Familie und Freizeit auf die Geschlechtersoz...
Soziologie - Kinder und Jugend
Seminararbeit, 11 Seiten
Über den Zusammenhang von Verantwortung und Wahrheit
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Hausarbeit, 24 Seiten
Anorexia nervosa - Die Krankheit junger Frauen
Soziologie - Kinder und Jugend
Zwischenprüfungsarbeit, 40 Seiten
Du sollst nicht lügen - Eine empirische Studie zum Umgang mit Geheimni...
Examensarbeit, 170 Seiten
Exegese der Bibelstelle Lukas 2, 1-21
Theologie - Biblische Theologie
Hausarbeit (Hauptseminar), 23 Seiten
Hartmut von Hentig - Ach, die Werte!
Über eine Erziehung für das 21...
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Rezension / Literaturbericht, 6 Seiten
Tod und Sterben in der Grundschule
Theologie - Didaktik, Religionspädagogik
Hausarbeit (Hauptseminar), 19 Seiten
"Leb wohl lieber Dachs" von Susan Varley - eine Analyse und ...
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 29 Seiten
Soziologie - Kinder und Jugend: Funktion und Bedeutung (öffentlicher) Räume in der Lebenswelt von Jugendlichen ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Soziologie - Kinder und Jugend: neuer Titel erschienen: Funktion und Bedeutung (öffentlicher) Räume in der Lebenswelt von Jugendlichen
Soziologie - Kinder und Jugend: neuer Titel erschienen: Funktion und Bedeutung (öffentlicher) Räume in der Lebenswelt von Jugendlichen
Lebenswelten Jugendlicher und Globalisierung
Unterrichtsmaterial zum Lernbe...
Hans-Martin Große-Oetringhaus
Die öffentliche Apotheke - ihre Funktion, ihre Bedeutung
Eine Studie zur Arzneimittelve...
Andreas Kaapke, Markus Preißner, Sabrina Heckmann
Transnational Spaces / Transnationale Räume
Regina Bittner, Wilfried Hackenbroich, Kai Vöckler
Gesundheit, Ungleichheit und jugendliche Lebenswelten
Ergebnisse der zweiten interna...
Matthias Richter, Klaus Hurrelmann, Andreas Klocke, Wolfgang Melzer, Ulrike Ravens-Sieberer
Jugendliche in gewaltsamen Lebenswelten
Wege aus den Kreisläufen der G...
Sabine Kurtenbach, Rüdiger Blumör, Sebastian Huhn
0 Kommentare