Inhaltsverzeichnis
Vorwort…………………………………………… Seite 3
1. Einführung Seite 4
2. Begriffsbestimmung Wellness Seite 5-7
2.1 Das Europäische Wellness Modell Seite 7-8
2.2 Abgrenzung des Wellness-Tourismusaus aus Seite 9-10
Angebots - und Nachfragesicht
2.3 Zielgruppen Seite 10
2.4 Wellness-Angebote im Tourismus Seite 10-13
2.5 Gütesiegel und Zertifikate im Wellness-Tourismus Seite 14-16
3. Gesundheits- und Wellness-Tourismus ein expandierendes
Marktsegment im Tourismus Seite 16-17
3.1 Zielgruppenmarketing Seite 17-18
3.2 Kooperationen Seite 18-19
3.3 Kooperation im touristischen Bereich Seite 19-20
3.4 Kooperationsmöglichkeiten für Wellness-Anbieter Seite 21-26
im Tourismus - Praktische Beispiele
1
4. Trends im Tourismus und Wachstumspotentiale für den Seite 27-29 Gesundheits- und Wellness-Tourismus 5. Trends und neue Leistungsbündel im Segment Wellness Seite 29-35
Anhang:
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis Literaturverzeichnis
Vorwort
In diesem Projekt wurde die Thematik der unterschiedlichen Wellness-Angebote in der touristischen Praxis bearbeitet:
Welche Wellness Angebote lassen sich identifizieren und durch welche Koope-rationsformen werden Wellnsssangebote marktfähig realisiert?
Da eine Vielfalt von “Wellnessangeboten“ im Tourismus existieren, wird in dieser Arbeit zunächst mit einer Einführung in das Thema begonnen und eine Begriffsbestimmung von Wellness durchgeführt und es wird auf das europäische Wellnessmodell näher eingegangen.
Es folgt eine Abgrenzung des Wellness-Tourismus aus Angebots- und Nachfragesicht. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit zur Zielgruppenbestimmung. Im weiteren Verlauf wird auf die Wellness-Angebote im Tourismus näher eingegangen und es werden Gütesiegel und Zertifikate im Wellnesstourismus genannt und erklärt.
Es wird auf diverse marktfähige Kooperationsformen eingegangen und die Umsetzung an Beispielen beschrieben.
Die Hausarbeit wird erweitert und mit konkreten Beispielen anhand von TUI VITAL verdeutlicht.
Die Hausarbeit wird fortgesetzt mit einem Beispiel der möglichen Etablierung innovativer und präventiver Leistungsbündel in der Wellnessindustrie und schließt mit einem zusammenfassenden Ausblick ab.
1. Einführung
Der Begriff Gesundheitstourismus wurde von der WTO (Welt Tourismus Organisation) als eigenständiger Begriff anerkannt. Der Aspekt Gesundheit steht in dieser Tourismusform im Vordergrund. Motive zur Reiseentscheidung der Gesundheitstouristen sind die Erhaltung (Prävention, Kurbehandlungen), oder Wiederherstellung (Rehabilitation) der persönlichen Gesundheit, beeinflusst durch notwendige Rehabilitation, Krankheit oder durch die Empfehlung des behandelnden Arztes. Seit ca. 1961wurde das Bewusstsein für “hohes menschliches Wohlbefinden“ durch den Begriff Wellness geschärft und in das allgemeine Vokabular des Gesundheitstourismus aufgenommen. “Wesensbestimmende Elemente von Wellness für einen Gesundheitszustand der Harmonie von Körper, Geist und Seele sind Selbstverantwortung, körperliche Fitness, gesunde Ernährung, geistige Aktivität und Umweltsensibilität“. 1 Die folgende Darstellung nach Lanz Kaufmann verdeutlicht die Inhalte von Wellness.
Abbildung 1: Inhalte von Wellness. Eigene Darstellung, in Anlehnung an Kaufmann, E. L. 1999:37.
Der Trend, Angebote aus dem Gesundheitstourismus zu nutzen, erfasst die gesamte Bevölkerung. Gründe sind in den veränderten Umweltbedingungen zu suchen. Die Anforderungen der Arbeitswelt haben sich verändert. Die psychi-
1 LanzKaufmann, 2002:3.
schen Belastungen sind enorm hoch, während die physischen Belastungen geringer einzustufen sind.
Die umfassendste Definition in Abwandlung zum Tourismusbegriff liefert KASPAR (1996) zum Gesundheitstourismus als „Gesamtheit der Beziehungen und Erscheinungen, die sich aus der Ortsveränderung und dem Aufenthalt von Personen zur Förderung, Stabilisierung und gegebenenfalls Wiederherstellung des körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens unter der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen ergeben, für die der Aufenthaltsort weder
hauptsächlicher noch dauernder Wohn- und Arbeitsort ist“. 2
2. Begriffsbestimmung Wellness
Der Begriff „Wellness“ ist eine Neubildung aus „Wellbeing“ und „Fitness“ und stammt aus dem Jahre 1961, definiert von DUNN. Er propagierte, dass der Mensch nicht abhängig ist von ärztlichen Entscheidungen, sondern eigenver-antwortlich handeln muss, um selbst über sein Schicksal zu bestimmen. Dunn nannte diese Gesundheitsphilosophie “High Level Wellness“ (hohes menschliches Wohlbefinden).
Tabelle 1: Wellness“ als Neubildung aus „Wellbeing“ und „Fitness“
Selbst dargestellte Tabelle nach Nahrstedt 2002
Ardell modifizierte das Modell von Dunn. Bestandteile seines Modells des „high level wellness“ sind Selbstverantwortung, Ernährungsbewusstsein, kör-
perliche Fitness, Stressmanagement und Umweltsensibilität. 3
2 Vgl. KASPAR 1996:56.
3 Vgl. http://www.wellnessverband.de/infodienste/beitraege/070225_medwellness.php.
5
Nach dem Verständnis von HAUG (deutscher Gesundheitspädagoge) bezeichnet Wellness (1991) die Lebensqualität, die den Einzelnen in den Mittelpunkt stellt.
Die WHO definiert “Wellness als Zustand vollkommenen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur in Abwesenheit von Krank-
heit und Gebrechlichkeit“. 4 2002 definiert die WHO Gesundheit als: “Health is a disease of complete physical, mental and social well-being and not merely
the absence of infirmity.” 5 Diese Definition war die Basis für die Entwicklung des Wellnesstourismus/ Gesundheitstourismus (vgl. Rulle 2004: 27).Wellness/ Gesundheit bedeutet demnach:
“Störungsfreiheit, Leistungsfähigkeit, Rollenerfüllung im privaten, beruflichen und sozialem Umfeld, Gleichgewichtszustand mit dem Umfeld und der Um-
welt, Flexibilität, Anpassung und Wohlbefinden.“ 6
Opaschowski beschreibt Wellness als “körperliche Aktivierung in Verbindung
mit seelischer Entspannung und geistiger Anstrengung.“ 7
Das Zukunftsinstitut teilt Wellness in zwei Stufen auf. Seitens des Zukunftsinstituts wird Wellness als “Utopie der Erlebnisoptimierung in einer individuali-sierten Wissensgesesellschaft“ 8 definiert. Der Einzelne stellt sich somit selbst in den Mittelpunkt und versucht durch Wellness seine persönliche körperliche und sinnliche Lebensqualität zu verbessern; (Wellness als Konsum eines Verwöhnprogramms).
4 Vgl. WHO 2002.
5 Vgl. WHO 1948 in: Lanz Kaufmann 2002:15.
6 Vgl. Berg, Waldemar 2008: Gesundheitstourismus und Wellnesstourismus, Oldenbourg Wissenschafts verlag GmbH, München: 11.
7 Vgl. Opaschowski 1987:34.
8 Vgl. Horx, M./Horx-Strathern,O./Caspar, C. 2003: Was ist Wellness? Anatomie und Zu kunftsperspektiven des Wohlfühltrends: das Zukunftsinstitut (Hg) - Trend Dossier: Eine
Publikation des Zukunftsinstitutes von Matthias Horx in Zusammenarbeit mit der GfK
Marktforschung.
Erst im zweiten Schritt tritt der Wellnessnachfrager in die “aktive Selbstkompetenz“ ein.
Tabelle 2: Wellnessstufen, selbstdargestellte Tabelle nach Berg, W. 2008
2.1 Das Europäische Wellness Modell
Die amerikanische Wellnessbewegung zielt unter dem Aspekt der ganzheitlichen Betrachtungsweise auf einen gesunden Lebensstil und individuelle gesundheitsförderliche Potenziale ab. Im europäischen und auch deutschen Wellnessverständnis wird dagegen hauptsächlich von konsumorientierten und passiven Verhaltensweisen und Angeboten ausgegangen, die mit Schönheitspflege und Wohlfühlen verbunden sind. Eine Marktsättigung der rein passiven Wellness-Angebote ist in den letzten Jahren zu beobachten. Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen passiver Entspannung und Erholung haben die Wachstumsgrenze bald erreicht. Wie die Trendforschung zeigt, steigt die Nachfrage nach Leistungen, die medizinische Aspekte beinhalten und der Gesundheitsförderung dienen. Aufgrund der wachsenden Übernahme zur Ei-genverantwortung für die Gesundheit herrscht ein zunehmendes Interesse an Prävention und fundierten Programmen in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und Sport sowie Entspannung. Entsprechend dieser Tendenz haben sich im Bereich Wellness neue Sparten gebildet. Eine dieser Sparten ist “medical wellness“. Unter “medical wellness“ ist eine Verknüpfung von touristischen und medizinisch-therapeutischen Wellness-Leistungen zu verstehen. Die bestehenden Wellness-Angebote werden ergänzt durch medizinische Leistungen, oder auch anders herum. “Medical Wellness“ findet in Kooperation von Medizin und Wellness statt, mit dem Ziel die Lebensqualität des Individuums zu verbessern, Gesundheit zu stärken und zu einem gesunden Lebensstil zu finden.
Arbeit zitieren:
Annika Franke, 2010, Kompetenzprofile im Gesundheitstourismus, München, GRIN Verlag GmbH
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