Universalgrammatik - Hilfsmittel beim Erlernen einer Zweitsprache?
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 3
I.1 Problemstellung. 3
I.2 Vorüberlegungen. 3
II. Universalgrammatik - was ist das? 4
II.1 Universalien 4
II.2 Parameter. 5
III. Universalgrammatik im Spracherwerb 6
III.1 UG im L1 - Erwerb 6
III.2 UG im L2 - Erwerb 6
IV. Studie. 7
IV.1 Ziel (S. 76) 7
IV.2 Ergebnisse (S. 161) 7
IV.2.1 UG - Prinzipien (S. 161 f.) 7
IV.2.2 Parameter (S. 163 f.) 8
IV.2.3 Zusammenfassung (S. 174, 177, 181 ff.) 8
V. Resümee 10
VI. Literaturverzeichnis. 11
Abk ürzungsverzeichnis
UG Universalgrammatik
L1 Erstspracherwerb
L2 Zweitspracherwerb
f. folgende Seite
ff. zwei folgende Seiten
Seite 2 von 11
I. Einleitung
Im Rahmen eines Referats zum Thema „Spracherwerbstheorien. Überblick“ ist der Terminus Universalgrammatik aufgetaucht. Auf der Suche nach einer Erklärung warfen der Kommentar „…spezielle hardware, die sich ausschließlich auf die Grammatik (…) bezieht, im engeren Sinne die Syntax“ von Theo Harden (Angewandte Linguistik und Fremdspachendidaktik. Tübingen 2006, S. 137) so wie die weiteren Erklärungen des gleichnamigen Buches noch mehr Fragen auf: Wie definiert man UG? Ist das eine angeborene biologisch definierbare Struktur im Gehirn oder bloß eine These von Vorgängen desselben. Nach einigen Anfangsrecherchen stellte sich heraus, dass selbst die Frage der Existenz einer UG umstritten ist und die Erklärungen einer solchen Grammatik different sind.
I.1 Problemstellung
Es ist müßig, sich in die bestehende Diskussion der Existenz einer UG einschalten und diese Frage erötern zu wollen. Vielmehr interessiert bei der Theorie der UG die Frage: Was ist der Sinn derselben? Ist die bloße Vorstellung der These einer UG und den entsprechenden mentalen Vorgängen im Gehirn förderlich bei dem Fremdspracherwerb? Können die daraus resultierenden Erkenntnisse Hilfestellung beim Erwerb einer Zweitsprache bieten?
I.2 Vorüberlegungen
Aus Beobachtungen von Kindern beim Erlernen einer Sprache geht hervor, dass sie über ein Bewertungsmodell verfügen müssen, nach welchem sie die Sprache filtern und erlernen können. Um diese Aussage zu untermauern, greift Kimball (1973, S. 61 f. in Helen Leuninger: „Reflexionen über die Universalgrammatik“, Frankfurt am Main 1979, S. 12) nach der so genannten Null-Hypothese. Danach wird angenommen, alle Sprachen benötigten ein regelmäßiges Übertragungsprinzip, um erlernt werden zu können. Somit müsste ein Kind beim Erlernen einer Sprache eine Struktur in derselben erkennen, also metasprachliche Fähigkeiten besitzen, um die Sprache reflektieren und grammatisch ordnen, aber auch einfache auf komplexere Strukturen übertragen zu können, z.B. vom einfachen Satzbau zur
Seite 3 von 11
komplexen Syntax. Dazu müsste es auch die Möglichkeit haben, grammatisch falsche Sätze und Wortbildungen und auch die verschiedenen möglichen komplizierten Sätze zu hören, d. h. negative Evidenz zu bekommen, um diese kategorisieren oder verwerfen zu können. Diese Annahme ist aber sehr unwahrscheinlich, wenn nicht sogar nicht realisierbar. Die Schlussfolgerung dieser von Chomsky erkannten Verständnissackgasse war die Hypothese, dass es eine universelle Grammatik - also eine linguistische theoretische Einordnungs- und Bewertungsskala, die die richtige Zuordnung und Bewertung ermöglicht - geben muss. Dafür sprechen auch zahlreiche andere Argumente, wie die Gleichförmigkeit beim Erwerb der Sprache, die Häufigkeit zurückgebildeter und falscher Sprache, mit der Kinder beim Spracherwerb konfrontiert werden und trotzdem den richtigen Umgang mit der Sprache lernen.
II. Universalgrammatik - was ist das?
Cook zitiert Chomskys Definition der Universalgrammatik (Norwich 1988, S. 1 nach Chomsky 1976, S. 29): Die UG ist „the system of principles, conditions, und rules that are elements or properties of all human languages ... the essence of human language“. Ludger Hoffmann gibt die Definition im Deutschen folgendermaßen wieder (Duisburg 2005, S. 1): „UG umfasst im allgemeinen Sinne das, was allen natürlichen Sprachen gemeinsam ist.“ Diese Erklärungsversuche klingen sehr allgemein, doch was kann man sich darunter vorstellen? Um dem auf den Grund zu gehen, muss man sich die Gemeinsamkeiten oder auch so genannten Universalien, um die es in der Definition geht, ansehen.
II.1 Universalien
Der Begriff „Universalien“ wird nach van den Boom (Tübingen 1980, S. 54) in der Sprachtheorie unterschiedlich gebraucht: Es gibt die „implikative Universalien“, auch „implikative Generalisierungen“ (Seiler 1978, S. 15ff.) genannt, und die „Universalien“ nach Hockett, die auch „linguistische Prädikate“ bezeichnen und aus der Universalienforschung stammen. Diese sollen in diesem Rahmen allerdings lediglich zur Abgrenzung des Wortgebrauchs erwähnt werden. “Wahre Universalien sind Universalien aus biologischer Notwendigkeit”, sagt Chomsky (1968 in Helen Leuninger: „Reflexionen über die
Seite 4 von 11
Arbeit zitieren:
Lilli Fröse, 2009, Universalgrammatik – Hilfsmittel zum Erlernen einer Zweitsprache?, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Motivation beim Fremdsprachenlernen
Deutsch - Pädagogik, Didaktik, Sprachwissenschaft
Hausarbeit, 17 Seiten
"So ist die Welt aus ihrer Bahn gewichen" - Zur Figur König ...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 16 Seiten
Familientragödie aus fürstlichem Hause
Bürgerliches Trauerspiel und H...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 20 Seiten
Zu "Don Carlos" von Friedrich Schiller
Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
Hausarbeit, 9 Seiten
Zur Funktion des Charakters Marquis Posa in Friedrich Schillers Don Ka...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 23 Seiten
Das Wasser in Friedrich de la Motte-Fouques Undine
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit (Hauptseminar), 22 Seiten
Friedrich de la Motte Fouqué - Undine - Das Verhältnis von Elementarge...
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Seminararbeit, 21 Seiten
Weiblichkeit, Natur und Geschichte in Fouques "Undine"
Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Hausarbeit, 15 Seiten
Lilli Fröse hat einen neuen Text hochgeladen
Monumenta Germaniae Historica. Hilfsmittel 21. Clavis Canonum
Selected Canon Law Collections...
Linda Fowler-Magerl
Ausbildung des Hörens - Erlernen des Sprechens
Frühe Hilfen für hörgeschädigt...
Annette Leonhardt
Hilfsmittel und Medizinprodukte für die Kitteltasche 1 / 2
Band 1: Zur Therapiebegleitung...
Constanze Schäfer, Ingo Doneth, Norbert Kamps
Hilfsmittel und Medizinprodukte für die Kitteltasche
Für die ambulante und stationä...
Constanze Schäfer, Ingo Doneth, Norbert Kamps
Hilfsmittel und Medizinprodukte für die Kitteltasche. Bd 1
Zur Therapiebegleitung
Constanze Schäfer, Ingo Doneth
Medizinprodukte als Hilfsmittel in der gesetzlichen Krankenversicherun...
Theresa Valeska Wabnitz
0 Kommentare