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Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis (S.3.)
1. Vorwort (S.4.)
2. Der ländliche Raum in Europa (S.6.)
2.1. Charakterisierung der ländlichen Räume in Mitteleuropa (S.6.)
2.2. Definitionsansätze zu den ländlichen Räumen der EU (S.7.)
2.2.1. Die strukturell analytische Definition (S.8.)
2.2.2. Die Funktional analytische Definition (S.10.)
2.3. Die ländliche Raumentwicklung in Europa (S.12.)
3. Die Landwirtschaft innerhalb der Europäischen Union (S.14.)
3.1. Die historische Entwicklung der Landwirtschaft (S.14.)
3.2. Die Geschichte der Europäischen Union (S.16.)
3.3. Die aktuellen landwirtschaftlichen und strukturellen Entwicklungen (S.18.)
3.3.1. Bedeutung der Landwirtschaft in den EU Staaten (S.21.)
3.3.2. Betriebe und unterschiedliche Flächengrößen (S.23)
3.3.3. Produktspezialisierungen der EU Staaten (S.24.)
4. Agrarpolitische Entwicklungen innerhalb der EU und deren Rolle auf den
Weltagrarm ärkten (S.26)
4.1. Die EU Marktordnungen (S.26.)
4.2. Die Beschlüsse der Welthandelsorganisation (WTO) und die damit
verbundenen Auswirkungen auf die EU (S.29)
4.3. Die Zukunft der europäischen Landwirtschaft auf den globalen Märkten
(S.30.)
5. Nachwort (S.32.)
6. Literaturverzeichnis (S 34 )
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Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1.: Ländliche Räume in der EU nach OECD ± Klassifikationen (verändert vom Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Gemeinschaft 2004); S.9.
Abbildung 2.: 6 regionale Typen von Stadt ± Land - Raumstrukturen (verändert nach Europäischer Kommission 2001); S.11.
Abbildung 3.: Einflussfaktoren in der Entwicklung ländlicher Räume, dargestellt in Form von Problemkreisen; S.13.
Abbildung 4.: Zusammenschlüsse und Bündnisse innerhalb Europas nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs; S.17.
Abbildung 5.: Expansion der Europäischen Union; S. 18.
Abbildung 6.: Auszug aus dem EWG ± Vertrag von 1958; S. 19.
Abbildung 7.: Die Bedeutung der Landwirtschaft in den Ländern der EU ± 27 (2004); S.22.
Abbildung 8.: Das dominierende Agrarprodukt in den Staaten der EU ±27; S.25.
Abbildung 9.: Wichtigste landwirtschaftliche Erzeugnisse nach ihrem Verkaufswert innerhalb der EU (2007); S.25.
Abbildung 10.: Erzeugung und Verbrauch von ausgewählten Milchprodukten in der EU (2007), Angaben in 1000t; S.27.
Abbildung 11.: Entwicklung und Umschichtung der EU ± Agrarausgaben (1991 ± 2013); S.29.
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1. Vorwort
In Zeiten der Globalisierung veränderten sich nicht nur die Gesellschaften einzelner Staaten, sowie der Lebensalltag der Menschen, sondern in erster Linie die gesamte Wirtschaft. Stellvertretend für diesen Bereich erhebt die folgende wissenschaftliche Arbeit den Anspruch, dem Leser einen tieferen Einblick in die Strukturen und Entwicklungen des primären Sektors zu gewähren.
Es würde hierbei zu weit führen sich mit der kompletten agrarpolitischen Entwicklung, die sich weltweit vollzieht, zu beschäftigen. Deshalb sollen stellvertretend die landwirtschaftlichen Prozesse innerhalb der Europäischen Union (EU) in den Vordergrund gerückt werden, ohne jedoch deren globale Position, sowie die Abhängigkeit zu den Weltmärkten, vernachlässigen zu wollen. Zudem soll sich die Betrachtung des primären Sektors rein auf den agrarwirtschaftlichen Bereich beziehen. Die ebenfalls zugehörigen Prozesse, die innerhalb der Forstwirtschaft sowie der Fischerei ablaufen, werden hierbei keine intensivere Untersuchung erfahren. Aufgrund des, an Mitgliedsstaaten und Flächenanteil, immer größer werdenden europäischen Staatenbündnisses und den gemeinsam erstellten und gültigen Verordnungen bezüglich landwirtschaftlicher Aktivitäten, würde es sich als wenig sinnvoll gestalten, die deutsche Landwirtschaft separat zu betrachten. Deshalb soll im weiteren Verlauf der Ausarbeitung der gesamte europäische Markt, mit seinen Veränderungen, den entstehenden Vor - und Nachteilen, sowie den zu erwartenden Entwicklungen, im Gesamtkontext erläutert werden. Zunächst widmen wir uns dem ländlichen europäischen Raum, mit dessen Ausprägungen, seinen Charakteristiken, sowie den zugehörigen Definitionsansätzen.
Danach geht der Text auf die historische Entwicklung der Landwirtschaft innerhalb der Europäischen Union ein, beschäftigt sich mit der aktuellen Bedeutung des primären Sektors und gibt zudem Aufschluss über die Produktspezialisierungen der einzelnen Mitgliedsstaaten. In Kapitel 4 werden einige Marktordnungen der EU, sowie deren Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Betriebe dargestellt und zudem einige Gedanken und Erkenntnisse bezüglich der Zukunft der europäischen Landwirtschaft, im Kontext zu den Weltmärkten, dargelegt. Zudem könnte man sich, provokant ausgedrückt, die Frage stellen, ob die Bedeutung des primären Sektors überhaupt noch für unsere westlichen Gesellschaften relevant sei. Fest steht, dass die Landwirtschaft innerhalb der EU insgesamt nur noch für
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1,8% der gesamten Bruttowertschöpfung verantwortlich ist und innerhalb der Industrienationen, wie Deutschland, Frankreich oder Großbritannien, weniger als 4% der Menschen im landwirtschaftlichen Bereich beschäftigt 1 . Sollten sich somit die Staaten nicht mit anderen wirtschaftlichen Bereichen intensiver auseinandersetzen und die landwirtschaftliche Produktion ihrerseits zurückschrauben? Müsste der Sektor nicht den Entwicklungs- und Schwellenländern überlassen werden, deren Produkte in der Regel sowieso ein niedrigeres Preisniveau aufweisen und könnte eine führende Technologienation wie Deutschland ihre agrarwirtschaftlichen Subventionszahlungen nicht auf andere Bereiche umleiten und sich bemühen in expandierenden Branchen Arbeitsplätze zu schaffen?
Die folgenden Abschnitte sollten dem Leser bei individueller Klärung dieser Fragen als Hilfsmittel dienen, wobei die Problematik innerhalb des Schlusskapitels noch einmal erneut aufgegriffen wird.
1 Klohn 2007, S.5.
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2. Der ländliche Raum in Europa
Innerhalb der Verdichtungsräume sowie der Megastädte dieser Welt scheinen sich die Lebensbedingungen der Menschen immer mehr anzugleichen. Lebensstile, Konsumverhalten, oder der Anspruch an den eigenen Lebensstandard variieren eher minimal zwischen Bevölkerungsgruppen einer Metropolregion, unabhängig von deren geographischem Standort. Werden jedoch ländliche Regionen einer intensiveren Betrachtung unterzogen, so ist festzustellen, dass sich diese in Bezug auf die Lebensbedingungen der Menschen stark von einander unterscheiden können. Seit jeher sind ländliche Räume extrem abhängig von den natürlich vorhandenen Ressourcen, wie Bodenbeschaffenheit, Niederschlagsverteilung oder den dort herrschenden Temperaturen, ebenso von der jeweiligen Gesellschaftsstruktur und deren technologischem Potenzial. Angesichts dieser Umstände ist es wohl kaum verwunderlich, dass sich die ländlichen Regionen der westlichen Welt von den entsprechenden Gebieten der Erde, beispielsweise denen der Tropen, oder der Trockengebiete, grundlegend unterscheiden. Am Beispiel Europas wird deutlich, dass das äußere Erscheinungsbild der Landschaft immer noch von landwirtschaftlicher Nutzung stark geprägt ist, diese den Menschen jedoch vergleichsweise weitaus weniger Arbeitsplätze bietet, als es in Entwicklungsländern mit äquatorialer Nähe der Fall ist 2 . Obwohl die Industrialisierung auch in den meisten tropischen Staaten rasch voranschreitet und der Dienstleistungssektor expandiert, ist der Großteil der ansässigen Bevölkerungsgruppen innerhalb der Landwirtschaft tätig 3 . Es ist deshalb hervorzuheben, dass sich die weitere Untersuchung sowie die Definition des ländlichen Raumes lediglich auf die Regionen innerhalb der Europäischen Union beschränkt.
2.1. Charakterisierung der ländlichen Räume in Mitteleuropa
Innerhalb der ländlichen Regionen der Europäischen Union findet ein Wechselspiel zwischen Urbanisierung und städtischen Abwanderungsbewegungen statt. Einige Regionen, zum Beispiel großflächige Gebiete in Ostdeutschland, entleeren sich der jungen, oftmals arbeitssuchenden Bevölkerung, während sich an weiteren
2 Gebhardt 2007, S.601.
3 Scholz 2007, S.615.
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Standorten Zuwanderungsbewegungen aufgrund unterschiedlichster Motive, wie dem Wunsch nach Natur, ruhigerem stressbefreitem Alltagsleben, oder besserer Wohnqualität, vollziehen 4 .
Ohne bereits Im Vorfeld die Gründe zu benennen, so fällt dennoch auf, dass der primäre Sektor trotz seiner allgegenwärtigen Präsenz, den Menschen weit weniger Arbeitsplätze bietet, als es in früheren Zeiten der Fall war. Die traditionellen Vorstellungen und Charakterisierungen des ländlichen Raums und dem daran gekoppelten Lebensstil, treten immer weiter in den Hintergrund. War der Begriff der Ländlichkeit lange Zeit ein Synonym für abgeschottetes, stadtfernes, konservatives und eher rückschrittliches Leben, so vermitteln dieselben Standorte zum Teil nun bewusst Botschaften wie Lifestyle, verbesserte Lebensqualitäten, sowie Freiheit und Romantik, mit dem hintergründigen Ziel, Bevölkerungsgruppen in ihre Regionen zu locken. Auch ist das Landschaftsbild nicht mehr ausschließlich von Agrarnutzung geprägt, sondern enthält ebenso Freizeit - und Erlebnismöglichkeiten, die an Touristen gerichtet sind, die den zumeist als Erholungsgebiet angepriesenen Raum als persönliches Reiseziel wählen 5 .
Auch die erwähnte Abschottung der ländlichen Räume von der modernen Welt gehört größtenteils der Vergangenheit an. Zunehmende Mobilität, gewachsene Infrastrukturen und modernste Kommunikationstechniken sorgen dafür, dass Bevölkerungsgruppen dieser Gebiete den Anschluss an Verdichtungsräume erhalten, deren Potenziale ausschöpfen, sowie den eigenen Lebensstil an die globalen, vernetzten Verhältnisse anpassen.
Dadurch treten ländliche Regionen, wie wir sie nach traditionellem Verständnis charakterisiert hätten, immer mehr in den Hintergrund und zudem, zumindest in Bezug auf die westlichen Industrienationen Europas, nur noch vereinzelt auf. Wie bereits dargestellt, erfahren jene Regionen große Abwanderungsströme und werden wohl in näherer Zukunft letztendlich aufgegeben.
2.2. Definitionsansätze zu den ländlichen Räumen der EU
Würde man entlang einer vertikalen Route, ausgehend vom südlichen Teil Spaniens und endend in Skandinavien, die ländlichen Räume Europas betrachten, so würde einem deren Vielfalt und die damit verbundenen unterschiedlichen Ausprägungen
4 Grabski - Kieron 2007, S.602.
5 Grabski - Kieron 2007, S.602ff.
Arbeit zitieren:
Julian Hofmann, 2010, Der ländliche Raum in Europa - Entwicklungen und Trends im primären Sektor, München, GRIN Verlag GmbH
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