II
Inhaltsverzeichnis Seite
Abk ürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis VI
1 Einleitung 7
1.1 Problemstellung 7
1.2 Ziel der Arbeit 8
2 CSR - Grundlagen 8
2.1 Definition 8
2.2 Historische Entwicklung 12
2.3 Abgrenzung zu anderen Programmen 14
2.3.1 Corporate Governance 15
2.3.2 Corporate Citizenship 15
2.3.3 Corporate Sustainability 16
2.3.4 Bewertung der Konzepte 17
2.4 Initiativen und internationale CSR-Standards 17
2.4.1 International Labour Organization 18
2.4.2 International Organization for Standardization 19
2.4.3 United Nations Global Compact 20
2.4.4 Leitlinien der OECD 20
2.4.5 Bewertung der Initiativen 21
2.5 CSR-Kommunikation 22
2.6 KMU - Definition und Bedeutung 25
3 CSR in KMU 26
3.1 Relevanz von CSR bei KMU und deren Stakeholdern 26
3.2 CSR für KMU anwendbar machen - Schritte zur Umsetzung 27
3.3 Die Rolle von CSR im internationalen Kontext 29
[III]
3.5 Bedeutung von CSR für KMU bei Auslandsaktivitäten 42
3.7 CSR im Mittelstand - eine aktuelle Bestandsaufnahme 47
4 Fazit und Ausblick 51
Anhang 53
Quellenverzeichnis 71
[IV]
Abkürzungsv erzeichnis
Abb. Abbildung
BDI Bundesverband der deutschen Industrie
BMZ Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit
ca. zirka
CC Corporate Citizenship
CG Corporate Governance
CRM Cause-Related-Marketing
CS Corporate Sustainability
CSR Corporate Social Responsibility
CV Corporate Volunteering
DEG Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft
EU Europäische Union
FLO Fairtrade Labelling Organizations International
FLP Flower-Label-Programm
GE General Electric
GTZ Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit
Hrsg Herausgeber
i.A. im Auftrag
i.H.v. in Höhe von
i.d.R. in der Regel
ILO International Labour Organization
ISO International Organization for Standardization
KMU kleine und mittelständische Unternehmen
KFW Kreditanstalt für Wiederaufbau
NGO nichtstaatliche Organisation
OECD Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
PPP Public Private Partnership
[V]
sog. so gennante
SR Social Responsibility
u.a. unter anderem
UN United Nations
UNODC United Nations Office on Drugs and Crime
v.a. vor allem
z.B. zum Beispiel
z.T. zum Teil
[VI]
Abbildungsverzeichnis Seite
Abb. 1: Carroll’s Four-part Model of CSR 10
Abb. 2: Historische Entwicklung von CSR 13
Abb. 3: Faktoren, die einem Einsatz von CSR im Wege stehen 50
[7]
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
In Zeiten zahlreicher Unternehmensskandale wie Bilanzmanipulationen, Kinderarbeit, überzogenen Managementvergütungen oder Umweltschutzverletzungen hat die Diskussion über verantwortungsvolles und nachhaltiges unternehmerisches Handeln an Bedeutung gewonnen. Parteien, Gewerkschaften, nichtstaatliche Organisationen (NGO), etc. fordern eine soziale, nachhaltige und verantwortungsbewusste Unternehmensführung statt weitgehend im Sinne des Shareholder-Value zu operieren. Um den Ansprüchen dieser Gruppen und verschiedener Stakeholdern in Zukunft zu genügen und auch nachhaltig den Unternehmenserfolg zu sichern, implementieren Unternehmen das sog. Corporate Social Responsibility (CSR). CSR umschreibt den freiwilligen Beitrag der Wirtschaft zu einer nachhaltigen Entwicklung im Hinblick auf Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft, der über gesetzliche Regelungen hinausgeht. 1 Nachdem das Konzept CSR bisher vorwiegend bei Großunternehmen verankert ist, entdecken immer mehr kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) dieses Konzept für sich, um damit ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen nachzukommen und ihre Wettbewerbsfähigkeit auszubauen.
CSR als ein Konzept der verantwortlichen Unternehmensführung befindet sich bei vielen KMU allerdings noch überwiegend in der Entwicklungsphase. Gleichwohl haben auch sie den Wert von CSR als wichtigen Bestandteil der zukünftigen Unternehmenspolitik erkannt. 2 , 3
Es gibt unterschiedliche Instrumente und Maßnahmen um CSR in einem Unternehmen umzusetzen. Gleichwohl können diese Instrumente nicht standardisiert auf jedes Unternehmen übertragen, sondern müssen mit Rücksicht auf individuelle Gegebenheiten an das Unternehmen angepasst werden. Dabei verfügen KMU,
1 Vgl.http://www.csr-in-deutschland.de/portal/generator/3632/was__ist__csr.html
2 Vgl. http://www.dnwe.de/termine/events/csr-fuer-kmu-etablieren-eines-erfolgreichen-csr-engagements-
im-eigenen-unternehmen.html
3 Nach der Studie “Gesellschaftliches Engagement in KMU in Deutschland” (2007)im Auftrag der EU-
Kommission hatten 48% der befragten KMU vor dieser Studie noch nie von CSR gehört, 72% der
Unternehmen hatten sich mit dem Thema noch nie auseinandergesetzt
[8]
aufgrund limitierter finanzieller und personeller Ressourcen, nicht über die gleichen Möglichkeiten bei der Umsetzung wie Großunternehmen.
1.2 Ziel der Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist es, zunächst das Thema CSR theoretisch zu erörtern und auf dieser Basis, die Bedeutung und den Nutzen sowie die Schwierigkeiten von CSR für KMU im Rahmen von Auslandsgeschäften zu analysieren.
Darüber hinaus werden erfolgreiche CSR-Projekte von KMU dargestellt. Abschließend werden die Stärken und Schwächen des Konzeptes CSR erörtert und die Schwierigkeiten bei der Umsetzung eruiert.
Im Fokus dieser Arbeit steht das Thema CSR bei Auslandsaktivitäten deutscher KMU in Entwicklungs- und Schwellenländern u.a., weil dort Arbeitskräfte häufig zu schlechteren Bedingungen (z.B. zu niedrige Löhne) arbeiten sowie geltende Umwelt-und Sozialstandards entweder nicht bestehen oder aufgrund fehlender Kontrollen oft nicht eingehalten werden. Diese Situation und die Tatsache, dass das Thema CSR bei KMU besonders im Hinblick auf Auslandsgeschäfte noch wenig Einzug in wissenschaftliche Untersuchungen erhalten hat, geben den Anlass für das Thema dieser Arbeit.
2 CSR - Grundlagen
In diesem Kapitel werden die Grundlagen zu CSR erörtert. Zunächst wird einleitend das Konzept CSR ausführlich definiert sowie die historische Entwicklung bis zum heutigen Verständnis dargestellt. Daneben wird CSR zu verwandten Programmen wie Corporate Citizenship (CC) abgegrenzt sowie internationale CSR-Standards und -Normen z.B. der United Nations (UN) erläutert.
2.1 Definition
Obwohl der Begriff CSR in der öffentlichen Diskussion immer mehr an Bedeutung gewinnt und Eingang in die tägliche Diskussion in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gefunden hat, gibt es keine allgemeingültige Definition. Dies hat zur Folge, dass z.T. noch Unklarheiten über die exakte Bedeutung existieren.
Allen Auffassungen gemein ist jedoch, dass der Fokus primär auf der freiwilligen
[9]
gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen beruht, wobei diese freiwilligen Verpflichtungen über gesetzliche und vertragliche Mindeststandards hinaus gehen.
Der Begriff Corporate Social Responsibility stammt aus dem angloamerikanischen und ist innerhalb der Unternehmensethik, einem Teilbereich der angewandten Ethik, einzuordnen, welcher sich mit Fragen einer moralischen Unternehmensführung befasst. 4
Der in dieser Arbeit verwendete Begriff CSR orientiert sich daher an mehreren Definitionen:
- Auszug aus der Definition der Initiative www.csrgermany.de „Über CSR“:
„Corporate Social Responsibility (CSR) ist ein Bestandteil der
Nachhaltigkeitsdiskussion. Es ist ein Konzept unternehmerischer Verantwortung, das die Idee der Nachhaltigkeit aufnimmt und die drei Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales mit konkretem unternehmerischem Handeln verbindet. Entsprechend umfasst CSR die unterschiedlichsten Aktivitäten der Unternehmen in den Feldern der sozialen, ethischen und ökologischen Verantwortung, mit denen nachhaltige Entwicklung im unternehmerischen Alltag umgesetzt wird. CSR-Aktivitäten gehen über gesetzliche Verpflichtungen hinaus, d. h. sie sind freiwillig und das Ergebnis von Eigeninitiative und Eigenverantwortung der Unternehmen. …“ 5
- Welche Punkte CSR im einzelnen thematisiert, kann anhand der CSR-Kernthemen auf Basis von ISO 26000 verdeutlich werden (Details zu ISO siehe 2.4.2):
1. Transparente Unternehmensverfassung
2. Beachtung der Menschenrechte
3. Gute Arbeitsbedingungen
4. Umweltschutz
5. Fairer Wettbewerb und Kampf gegen Korruption
6. Faire Kundenbeziehungen
4 Vgl. Pieper, A. (2003), S. 98f.
5 Vgl. http://www.csrgermany.de/www/csrcms.nsf/id/66DF9DF1BB26274DC1256F00002D8E4C
[10]
7. Engagement für Gesellschaft/Kommunen 6
Eine ausführliche Erläuterung zu den Themen befindet sich im Anhang Seite 57.
- Die gesellschaftliche und unternehmerische Einordnung von CSR definiert Archie B. Carroll anhand eines Stufenmodells. Mit seinem „Carroll’s Four-part Model of CSR“ will er demonstrieren, wie sich öffentliche Wohlfahrt und Profitstreben in Einklang bringen lassen können:
Abb. 1: Carroll’s Four-part Model of CSR 7
- Economic Responsibilities: Hierbei handelt es sich um die grundlegende Funktion der Wirtschaft. Das Unternehmen muss profitabel sein, um schließlich auch gesellschaftlich verantwortungsvoll handeln zu können,
- Legal Responsibilities: Unternehmen müssen die die gesetzlichen Rahmenbedingen respektieren, die ihnen auferlegt werden,
6 Vgl. Verantwortliches Handeln - warum sich CSR lohnt, S. 9
7 Vgl. http://www.csrquest.net/default.aspx?articleID=12770&heading=
[11]
- Ethical Responsibilities: Hierbei handelt es um die moralischen Rahmenbedingen, die ein Unternehmen einhält. So kann ein Unternehmen zwar einerseits rechtlich einwandfrei agieren, aber andererseits nicht den gesellschaftlichen Vorstellungen von Moral entsprechen,
- Philantrophic Responsibilities: Die letzte Stufe beschreibt das soziale Handeln von Unternehmen, welches sich auf Tätigkeiten bezieht, die zur Gemeinwohlförderung beitragen. Diese Stufe kann nur erreicht werden, wenn auch die anderen Stufen erfüllt sind. 8
Das Konzept CSR hat aber nicht nur positive Effekte auf Gesellschaft und Umwelt, sondern auch auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Folgende positive Wettbewerbseffekte können sich mittelfristig durch CSR erzielen lassen:
- Bessere Wahrnehmung durch und intensivere Bindung von Kunden,
- Anstöße zu Produkt- und Prozessverbesserungen resultierend aus guten Kundenbeziehungen,
- Erhöhte Loyalität und Motivation der Mitarbeiter, welche zu mehr Einsatzzeit und Produktivität führt,
- Kosteneinsparungen und Produktivitätsgewinne durch effizienteren Einsatz betrieblicher Ressourcen,
- Realisierung von Innovationen durch die Auseinandersetzung mit umweltschonenden Produktionsprozessen oder verstärkte Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Einrichtungen,
- Besserer Zugang zum Arbeitsmarkt und Stärkung der Markt- und Netzwerkbeziehungen,
8 Vgl. http://www.geser.net/gesleh/PS_07/Handout_Giannini.pdf, S. 2
[12]
- Umsatzsteigerungen, bedingt durch vorab aufgeführte Faktoren. 9 , 10 Wie die historische Entwicklung im nächsten Abschnitt zeigt, hat CSR im Laufe des letzten Jahrhunderts schrittweisen Einzug in die Unternehmenspolitik erhalten. Die Ursachen und Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig. 2.2 Historische Entwicklung von CSR
In den USA beschäftigt man sich mit dem Konzept einer an bestimmte Verhaltensnormen angepassten Unternehmensführung spätestens seit der Veröffentlichung von „Social Responsibilities of the Businessman“ von Howard R. Bowen (1953). Bowen vertrat die Ansicht, dass sich die soziale Verantwortung von Unternehmen an gesellschaftlichen Werten und Erwartungen zu richten habe. 11 In den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde zunächst die Forderung nach einer aktiveren Rolle der Unternehmen im gesellschaftlichen Kontext lauter. 12 Parallel entwickelte sich seit den 80er Jahren der Umweltschutzgedanke, aus dem die Idee der Nachhaltigkeit entstand. Die Konzepte CSR und Umweltschutz verschmolzen zunehmend im Laufe der weiteren Entwicklung. 13
In Europa begann die Diskussion über CSR erst später. Seit Beginn der 90er-Jahre und im Zuge der Globalisierung sind sich jedoch Unternehmen ihrer Verantwortung gegenüber Gesellschaft und Umwelt zunehmend bewusster geworden. 14 Im Jahre 2001 erschien erstmals das „Grünbuch Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung von Unternehmen“ der EU, in dem man sich in Europa erstmals auch auf politischer Ebene mit dem Thema CSR auseinandersetzte. 15
9 Vgl. http://www.csr-in-smes.eu/downloads/brochure_german.pdf
10 Vgl. http://portal.wko.at/wk/format_detail.wk?AngID=1&StID=433924&DstID=8683
11 Vgl. http://www.gruner-druck.de/hampp-verlag-services/get?file=/frei/zfwu_2_2005_231-236
12 Vgl. http://www.iv-mitgliederservice.at/iv-all/dokumente/doc_2596.pdf, S. 1
13 Vgl. http://www.future-ev.de/uploads/media/CSR-Studie_Langfassung_BMU.pdf, S. 74
14 Vgl. CSR - Eine Orientierung aus Umweltsicht (2008), S. 5
15 Vgl. http://www.nachhaltigkeit.steiermark.at/cms/beitrag/10930103/30205853/
[13]
In Deutschland gibt es verschiedene Akteure, die sich aktiv für das soziale und ökologische Engagement von Unternehmen einsetzen. Dies sind u.a. das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die bereits oben erwähnte Initiative CSR-Germany, die Initiative „UnternehmensWerte -CSR in Deutschland“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales sowie die Bertelsmann-Stiftung. Abb. 2: Historische Entwicklung von CSR 16
Als Ursachen, die zum heutigen Verständnis von CSR und zur Entwicklung der diesbezüglich existierenden Ideen und Konzepte in den 90er Jahren geführt haben, gelten u.a.:
- Globalisierung: durch den globalen Austausch von Waren, Gütern und Dienstleistungen bemühen sich multinationale Unternehmen um eine Standardisierung der Prozesse in ihren Tätigkeitsgebieten,
16 Vgl. Münstermann, M. (2007), S. 9
[14]
- Rücksichtnahme auf regionale Anforderungen: im Zuge der Globalisierung und den damit verbunden Tätigkeiten von Unternehmen in verschiedenen Ländern, verlieren nationale Anforderungen an Bedeutung, v.a. in weniger entwickelten Ländern. Verantwortliches Handeln muss daher den Globalisierungsprozess begleiten und die in diesem Rahmen aufkeimenden Probleme ansprechen, um die Stabilität des internationalen Handelssystems zu gewährleisten,
- Streben nach einer nachhaltigen Entwicklung: Unternehmen haben erkannt, dass in der heutigen Zeit eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung einen Wettbewerbsvorteil darstellt. Handeln im Sinne einer ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit führt in Zeiten zunehmender Umweltzerstörung und drohendem Stellenabbau zu Reputationsgewinnen bei Stakeholdern. 17 Im Laufe der Entwicklung hat eine Vielzahl deutscher Großunternehmen das Konzept ethischen Handelns in ihre Unternehmenspolitik implementiert. Dabei verwenden die Unternehmen häufig verschiedene Begriffe für ihr Ethikmanagement. In der Praxis meinen alle Bezeichnungen dasselbe, die freiwillige soziale Verantwortung des Unternehmens gegenüber Umwelt und Gesellschaft. In der Theorie weisen sie jedoch Unterschiede auf.
2.3 Abgrenzung zu anderen Programmen
Die Abgrenzung von CSR zu verwandten Programmen wie Corporate Sustainability, Corporate Citizenship und Corporate Governance ist nicht ganz eindeutig. In Wissenschaft und Praxis werden diese Begriffe häufig synonym verwendet. Was alle Konzepte jedoch vereint ist der Gedanke einer verantwortlichen und nachhaltigen Unternehmensführung, die über das ausschließliche renditeorientierte Wirtschaften hinausgeht.
Im Folgenden werden die Konzepte dargestellt sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit CSR erörtert.
17 Vgl. http://www.oekomanagement-club.at/newsletter8/ISO-CSR.pdf, S. 2
[15]
2.3.1 Corporate Governance
Im Zusammenhang mit Corporate Governance (CG) spricht man meist von „guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung“. Auch als „Unternehmensverfassung“ bezeichnet, umfasst CG Entscheidungsmaßstäbe und Verhaltenspflichten für Unternehmensorgane sowie deren Implementierung in bestehende Strukturen und die Beziehung der Unternehmen zu ihren Aktionäre und Stakeholdern. 18 Eine „gute Unternehmensführung“ soll die langfristige Wertschöpfung sichern und das Vertrauen von Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern verbessern. CSR und CG sind sich gleich in der Ausrichtung ihrer Ziele. Beide Konzepte versuchen durch verschiedene Maßnahmen und Instrumente für eine faire und soziale Unternehmensführung zu sorgen. Kennzeichnend für das Konzept CSR ist, dass es auf freiwilliger Basis beruht. CG Maßnahmen hingegen sind i.d.R. gesetzlich reguliert und somit verpflichtend.
2.3.2 Corporate Citizenship
Der Begriff Corporate Citizenship (CC) wird häufig mit „gesellschaftliches oder bürgerliches Engagement von Unternehmen“ übersetzt. Ungeachtet der intensiven wissenschaftlichen und praktischen Auseinandersetzung mit dem Thema, gibt es jedoch auch hier keine einheitliche Definition. 19
Existierende Definitionen unterscheiden sich dadurch, dass CC zum einen als diverse Form wohltätiger Maßnahmen des Unternehmens verstanden wird, wonach CC auch mit Philantropie gleichgesetzt werden kann. Demnach kann CC als ein Teilbereich von CSR betrachtet werden. Zum anderen werden CC und CSR als Synonyme angesehen, was sie defacto nicht sind.
Einig sind sich die Interpretationen jedoch darin, dass sie CC als freiwilliges Konzept betrachten, welches über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinausgeht.
18 Vgl. http://www.csr-in-deutschland.de/portal/generator/6184/__a-c.html
19 Vgl. http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Mittelstand/corporate-citizenship.html
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Sebastian Hebgen, 2009, Die Bedeutung von Corporate Social Responsibility für kleine und mittelständische Unternehmen im Rahmen von Auslandsgeschäften, München, GRIN Verlag GmbH
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