Inhaltsverzeichnis
Einleitung Seite 3
1. Definitionen „Integration“ Seite 3
1.1 Integration nach Esser Seite 3
1.2 Integration nach Elwert Seite 4
2. Definitionen „Assimilation“ und „Binnenintegration“ Seite 5
2.1 Assimilation nach Esser Seite 5
2.2 Binnenintegration nach Elwert Seite 6
3. Wege und Ziele der beiden Ansätze Seite 6
3.1 Binnenintegration Seite 6
3.2 Assimilation Seite 8
4. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Theorien. Seite 9
5. Bewertung der Ansätze: Chancen und Probleme Seite 12
Literaturverzeichnis. Seite 17
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Einleitung
Die Integration von Migranten ist notwendig. In dieser Aussage stimmen die Ansätze von Hartmut Esser und Georg Elwert überein. Doch wie wird Integration definiert? Auf welchem Weg soll sie erreicht werden? Was soll sie bewirken? Diese Fragen offenbaren deutliche Unterschiede zwischen Esser einerseits und Elwert andererseits: Während Esser die Assimilationstheorie vertritt, befürwortet Elwert die Integration durch Binnenintegration.
In der vorliegenden Hausarbeit sollen die beiden Ansätzehauptsächlich anhand der Veröffentlichungen der genannten Wissenschaftler - miteinander verglichen werden. Die Vergleichbarkeit ist dabei aufgrund der Gemeinsamkeit, dass beide Autoren die Integration per se als notwendig und wünschenswert erachten, gegeben. Zunächst soll daher auf die jeweilige Definition von Integration eingegangen werden. Im Hauptteil dieser Arbeit sollen die Ansätze, die Wege zur und die Formen der Integration sowie die Ziele, die mit ihr verfolgt werden, gegenübergestellt werden. Nach Feststellung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten soll eine Bewertung der Ansätze folgen: Wo liegen jeweils die Chancen und Probleme dieser sozialwissenschaftlichen Integrationstheorien?
1. Definitionen „Integration“
1.1 Integration nach Esser
Integration definiert Esser zunächst allgemein als „Zusammenhalt von Teilen in einem „systemischen“ Ganzen“ (Esser 2001: 1). Die Grundvoraussetzung jeder Integration ist demnach die Interdependenz der einzelnen Teile. Esser unterscheidet zwischen zwei Perspektiven, der Systemintegration und der Sozialintegration:
„Die Systemintegration bezieht sich [.] auf die Integration des Systems einer
Gesellschaft als Ganzheit, die Sozialintegration dagegen auf die der
Akteure (bzw. der von ihnen gebildeten Gruppen) „in“ das System hinein.“
(Esser 2001: 3).
Für die Thematik der Integration von Zuwanderern ist demnach vor allem die Sozialintegration von Bedeutung. Untersucht wird die Integration
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einzelner Akteure resp. einer Gruppe von Akteuren, den Zuwanderern. Diese kann laut Esser zwar Auswirkungen auf die Systemintegration haben, jedoch seien Sozial- und Systemintegration logisch und empirisch voneinander unabhängig (vgl. Esser 2001: 5f.). Die Integration des gesellschaftlichen Systems der Bundesrepublik Deutschland wird jedoch nicht hinterfragt, sodass an dieser Stelle lediglich die Sozialintegration genauer definiert werden soll.
Esser unterscheidet vier Dimensionen der Sozialintegration: (1) Kulturation als Erwerb von Wissen und kulturellen Fertigkeiten, v.a. der Sprache des aufnehmenden Landes,
(2) Platzierung als Besetzung von beruflichen und gesellschaftlichen Positionen sowie als Verleihung von Rechten (beispielsweise Staatsbürgerschaftsrecht),
(3) Interaktion als Aufbau und Erhalt von sozialen Beziehungen im Alltag sowie
(4) Identifikation als emotionale Zuwendung, Unterstützung oder Hinnahme des sozialen Systems der Aufnahmegesellschaft (vgl. Esser 2001: 8-14).
Zwischen diesen Dimensionen konstatiert Esser einen kausalen Zusammenhang. So bedinge eine erfolgreiche Platzierung
beispielsweise eine Form der Kulturation, v.a. den Spracherwerb. Die Platzierung ermögliche wiederum die Aufnahme sozialer Beziehungen, die Identifikation folge schließlich meist zuletzt (vgl. u.a. Esser 2001: 73).
1.2 Integration nach Elwert
Während Esser in seiner Begriffsdefinition explizit auf die Dimension der kulturellen Kompetenzen verweist, favorisiert Elwert die Variante eines „weitgehend kulturfreien Konzepts, das eher sozialstrukturell orientiert ist“ (Elwert 1982: 719). Integration sei demnach die „Teilhabe an den gesellschaftlichen Gütern“ (Elwert 1982: 719). Gesellschaftliche Güter können dabei die Chance zur beruflichen Mobilität sein, allerdings auch beispielsweise die Garantie gewaltfreier Räume. Elwert betont außerdem konkret, dass nach seiner Definition die Integration keine Anpassung der Muttersprache oder der Religion erfordere (vgl. Elwert 1982: 720).
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Notwendig sei hingegen der „Zutritt zu den „Statuslinien der aufnehmenden Gesellschaft““ (Elwert 1982: 720) 1 .
2. Definitionen „Assimilation“ und „Binnenintegration“
Als weitere Grundlage für die folgende Betrachtung der von den beiden Soziologen jeweils favorisierten Theorien sollen die jeweiligen Definitionen dienen.
2.1 Assimilation nach Esser
Im Allgemeinen beschreibt Esser Assimilation als „die „Angleichung“ der verschiedenen Gruppen in bestimmten Eigenschaften“ (Esser 2001: 21). Angestrebt werde dabei aber nicht die Gleichheit aller Akteure, sondern „die Angleichung in gewissen Verteilungen der verschiedenen Gruppen“ (Esser 2001: 21). Assimilation beschriebe folglich den Zustand, in dem es zwischen Migranten und Einheimischen keine systematischen Unterschiede auf Gruppenebene gibt.
In Anlehnung an die vier Dimensionen der Sozialintegration (vgl. 1.1) unterscheidet Esser zwischen kultureller, struktureller, sozialer und emotionaler resp. identifikativer Assimilation (vgl. u.a. Esser 2001: 22). Zwischen den vier Dimensionen existieren kausale Beziehungen (vgl. auch 3.2).
2.2 Binnenintegration nach Elwert
Elwert definiert Binnenintegration als den „Zustand, in dem für das Glied einer durch emische (kulturimmanente) Grenzen definierten Subkultur der Zugang zu einem Teil der gesellschaftlichen Güter […] über soziale Beziehungen zu anderen Gliedern dieser Subkultur vermittelt ist“ (Elwert 1982: 720). Zu den gesellschaftlichen Gütern, die über die Integration in die eigene ethnische Gemeinde erlangt werden, zählt Elwert explizit auch Gebrauchswerte wie Hilfe, Vertrauen und Solidarität. Außerdem wird hervorgehoben, dass die Grundlage der Binnenintegration die
Elwert bezieht sich an dieser Stelle auf Hoffmann-Nowotny, Hans-Joachim (1973): 1
Soziologie des Fremdarbeiterproblems. Stuttgart.
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Arbeit zitieren:
Magistra Artium Maike Falkenberg, 2007, Integration, aber wie?, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Rezension zum Text: Pierre Bourdieu „Ökonomische Kapital, kulturelles ...
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