Inhaltsverzeichnis:
1 Einleitung S.3
2 Die Forschungsperspektive Flächenkreislaufwirtschaft - Theoretische Grundlagen S.5
3 Bestehende Instrumente der Forschungsperspektive Flächenkreislaufwirtschaft S.6
4 Neue Instrumente der Forschungsperspektive Flächenkreislaufwirtschaft S.8
5 F a z i t S 9
6 Quellen- und Literaturverzeichnis S.11
7 Anhang S.12
2
1 Einleitung
Trotz stagnierender Gesamtbevölkerungszahl und einer verhaltenen Baukonjunktur ist keine Sättigung der Neuinanspruchnahme von Flächen zu erkennen. 1 Gefragt sind vor allem Flächen für die individuelle Freizeitgestaltung und den Ausbau der Infrastruktur. Neben der individuellen Inanspruchnahme von Flächen rücken zunehmend auch wirtschaftliche Interessen der Flächeninanspruchnahme in den Vordergrund. Verschiedene Akteure mit unterschiedlichen Nutzungsansprüchen konkurrieren um die begrenzte Ressource „Fläche“. Zum Einen sind hierbei die Kommunen zu nennen, welche um die Ausweisung von neuem Bauland wetteifern, da mit einer größeren Bevölkerung höhere Steuereinnahmen und Zuweisungen verbunden sind. Zum Anderen hat die Industrie ein Interesse an der Ausweisung von Neuflächen, denn mit dem Bau von Industrieanlagen außerhalb der Agglomerationen kann „Nachbarschaftsproblemen“ aus dem Weg gegangen werden und eine Erweiterung scheint problemlos möglich. Ein weiterer Vorteil ist die gute Anbindung an Bundesstraßen und Autobahnen. Auch Dienstleistungsunternehmen, vor allem der Einzelhandel, verzeichnen einen erhöhten Flächenbedarf. So werden kundenunabhängige Bereiche ins günstigere Umland verlagert. Aber auch der Bau von Supermärkten und anderen Einkaufzentren wird zunehmend auf die „Grüne Wiese“ umgesiedelt, da dort einerseits mehr Flächenkapazitäten zur Verfügung stehen und andererseits die Kostenvorteile überwiegen. Dadurch kommt es zu einer „Gefährdung für integrierte Handelstandorte“ 2 . Ein weiterer Aspekt der Neuflächeninanspruchnahme ist der individuelle Wunsch nach mehr Wohnfläche.
Seit Jahrzehnten sind Suburbanisierungstendenzen festzustellen. Problematisch bei der Abwanderung ins Umland sind die sinkenden Siedlungsdichten, mit denen ein Steuerverlust in den Städten einhergeht. Zudem führt eine geringe Auslastung der Infrastruktur zu hohen Kosten. Ebenfalls kommt es zum Brachfallen von Flächen in der Stadt. Aus ökologischer Sicht ist außerdem die erhöhte Versiegelung problematisch. Der wirtschaftliche und demographische Wandel erfordert ein Umdenken „weg von der Siedlungsexpansion, hin zur Bestandserneuerung“ 3 .
Auf diesem Hintergrund entstand die Forschungsperspektive „Flächenkreislaufwirtschaft“, welche Teil des Forschungsprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ ist. Der Experimentelle Wohnungs- und Städtebau ist ein Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und wird vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung betreut.
1 Vgl. Perspektive Flächenkreislaufwirtschaft - Band 1; S11
2 Priebs, Axel: Raumordnung und Raumentwicklung als Zukunftsaufgabe; S.5
3 Perspektive Flächenkreislaufwirtschaft - Band 1; S.11
3
In der folgenden Ausarbeitung möchte ich zuerst auf die Forschungsperspektive Flächenkreislaufwirtschaft eingehen. Im zweiten Abschnitt werde ich die bestehenden Instrumente in der Flächenkreislaufwirtschaft zur Erreichung der flächenpolitischen Ziele thematisieren. Da diese Instrumente aus verschiedenen Gründen nicht ausreichen, soll im dritten Punkt auf die neuen Instrumente der Flächenkreislaufwirtschaft eingegangen werden. Abschließend werde ich in einem kurzen Fazit die zentralen Inhalte zusammenfassen, kritisch beleuchten und einen kurzen Ausblick geben.
In meiner Ausarbeitung stütze ich mich im Wesentlichen auf die Ausführungen des Abschlussberichtes des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung zur Flächenkreislaufwirtschaft.
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Arbeit zitieren:
Kathleen Strecker, 2009, Das ExWoSt-Forschungsfeld "Perspektive Flächenkreislaufwirtschaft" des BMVBW und des BBR, München, GRIN Verlag GmbH
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