Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG 3
2 DEFINITIONEN 3
2.1 LERNEN 3
2.2 WISSENSMANAGEMENT 5
2.3 MITTELSTAND 6
2.3.1 Definition 6
2.3.2 Bedeutung des Mittelstandes in Deutschland 6
3 ORGANISATIONALES LERNEN 7
3.1 DEFINITION VON LERNENDEN ORGANISATIONEN 7
3.2 ORGANISATIONALES LERNEN NACH ARGYRIS SCHÖN 8
3.3 VIER PHASEN IM PROZESS DES ORGANISATIONALEN LERNEN: DER LERNKREISLAUF 10
3.4 FÜNF DISZIPLINEN DER LERNENDEN ORGANISATION 12
3.4.1 Das Zusammenspiel 12
3.4.2 Personal Mastery 12
3.4.3 Mentale Modelle 13
3.4.4 Entwicklung einer gemeinsamen Vision 13
3.4.5 Team-Lernen 13
3.4.6 Systemdenken 14
3.5 VORAUSSETZUNGEN DER LERNENDEN ORGANISATION 14
3.6 ANWENDBARKEIT IM MITTELSTAND 16
4 CHANCEN UND GRENZEN 17
5 QUELLENVERZEICHNIS 20
2
1 Einleitung
Die Bedeutung der Ressource Wissen wird in Unternehmen immer wichtiger, denn wir befinden uns in einer Phase des ständigen Wandels und auf dem Weg in eine Wissensgesellschaft. Um den neuen Anforderungen des Wissenszeitalters gerecht zu werden, müssen Unternehmen strukturell flexibel sein und die entscheidenden Informationen zur richtigen Zeit finden. Professionelles Wissensmanagement soll bei der Identifikation, Entwicklung und Anwendbarkeit von erfolgsrelevantem Wissen beitragen. Ebenso ist es für Unternehmen von hoher Bedeutung, um überleben zu können, sich an das stetig veränderte Arbeitsumfeld anzupassen. Durch Organisatorischen Lernen ist es Systemen, also Organisationen bzw. Unternehmen, möglich relevante Veränderungen ihres Umfelds umzusetzen. 1 Somit können Unternehmen auch nie „fertige“ Organisationen werden und organisationales Lernen ist Bestandteil des alltäglichen Arbeitsablaufs in Organisationen. Auch für mittelständische Unternehmen muss es also möglich sein sich an die Veränderungen der Umwelt anzupassen. In der folgenden Arbeit stellt sich die Frage, ob organisationales Lernen auch auf den Mittelstand anwendbar ist.
In der nachfolgenden Ausarbeitung werden die Hauptaspekte und die Problemfelder einer lernenden Organisation aufgezeigt. Zuerst werden Grundlagen und verschiedenen Definitionen dargestellt. Anschließend wird der Ablauf von organisationalen Lernen, wie auch die Voraussetzungen, aufgezeigt. Zuletzt wird die Anwendbarkeit auf den Mittelstand überprüft und die Chancen und Grenzen aufgewiesen.
2 Definitionen
Im nachfolgenden Kapitel werden verschiedene Begriffe definiert, um eine gemeinsame Wissensbasis zu schaffen. Diese soll dazu beitragen, den Einstieg in die Thematik zu erleichtern.
2.1 Lernen
Unter dem Begriff Lernen versteht Bertels die Fähigkeit zu haben, bestehende Handlungsmuster zu revidieren, neue Muster anzunehmen und sich an Veränderungen
1 Vgl. Bertels (2008), S. 54
3
anzupassen. 2 Mudra hingegen bezeichnet Lernen als eine absichtliche, mit Anstrengung verbundene Aneignung von Wissen, die zu einer Leistungssteigerung des Lernenden führt. Wobei in der Lernpsychologie unter dem Begriff Lernen, jede relativ überdauernde Verhaltensänderung, die aufgrund der Auseinandersetzung mit der Umwelt, also durch Übung und Beobachtung entstanden oder ermöglicht ist. Somit sind Verhaltensänderungen auf Erfahrungen zurückzuführen und nicht auf angeborene Reaktionsweisen, Reifungsprozesse oder vorübergehende Zustände. 3 Um Lern- und Veränderungsprozesse erfolgreich zu gestalten, ist es erforderlich, verschiedene Entscheidungsformen des Lernens zu unterscheiden. Denn lernen ist nicht immer mit einer positiv zu wertende Anpassung an Veränderungen gleichzustellen, sondern sollte wertfrei betrachtet werden, da Lernprozesse sowohl positive als auch negative Effekte haben können. Ein erheblicher Teil unterschiedlicher Ent-scheidungsformen des Lernens, läuft automatisch ohne konkrete Ausrichtung auf ein Ziel ab und ist dem Lernenden völlig unbewusst. Somit geht Lernen weit über das Erfassen rational nachvollziehbarer Daten und Zusammenhänge hinaus, es umfasst ebenso eine Vielzahl emotionaler Komponenten, die entscheidend mitbestimmen, ob ein bestimmtes Verhalten wirklich handlungsrelevant wird. Das heißt also, dass das Lernen nebenbei und meist ohne es wirklich zu bemerken, nahezu pausenlos und unvermeidbar, abläuft. Die meisten Verhaltensmuster sind in der nicht sichtbaren Tiefenstruktur, der unbewussten Basis von Werten, Einstellungen und stillschweigenden Annahmen, verankert. Über diese Tiefenstruktur verfügen nicht nur Individuen, sondern auch Organisationen. 4 (siehe Abbildung 1)
3 Vgl. Mudra (2004), S. 29
4 Vgl. Bertels (2008), S. 51 f.
4
Abbildung 1: Das Eisbergmodell (Quelle: Bertels (2008), S. 53)
2.2 Wissensmanagement
Unter dem Begriff Wissensmanagement kann ein komplexes Unterführungskonzept verstanden werden, dass das erfolgskritische Wissen der Mitarbeiter und der Organisation gezielt, systematisch und ganzheitlich, zum Zweck einer nachhaltigen Verbesserung von Geschäftsprozessen und -ergebnissen, generiert, gestaltet und nutzbar macht. Beim Wissensmanagement geht es zum einen darum, Lernprozesse zu fördern und zum anderen die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Wissensprozesse im Unternehmen kontinuierlich und zielorientiert durchgeführt werden können. 5 Um dies zu erreichen, ist es wichtig, dass alle relevanten Unternehmensfelder einbezogen werden, die Aktivitäten des Managens von Wissen aufeinander abgestimmt und miteinander verknüpft sind, sowie Wechselwirkungen berücksichtigt werden. Folglich setzt Wissensmanagement ein ganzheitliches und integratives Konzept voraus. Wissensmanagement ist kein Selbstzweck, sondern ein systematischer Weg, um das Wissen der Mitarbeiter für die Umsetzung der Unternehmensvision sowie der Unternehmensziele und - strategien zu nutzen. Wissensmanagementziele orientieren sich an den Unternehmensziele und sind Grundlage der
5 Vgl. Rump / Lau-Villinger (2001), S. 14f.
5
Wissensmanagementstrategien, welche den Aktivitäten des Wissensmanagement eine Richtung und einen Rahmen geben. 6
2.3 Mittelstand
2.3.1 Definition
Bisher gibt es keine eindeutige Definition für den Mittelstand in Deutschland. Die unterschiedlichen Definitionen versuchen durch eine Aufteilung in quantitative und qualitative Kennzahlen eine Gliederung herzustellen. Die Gliederung nach qualitativen Merkmalen erfolgt nach Bilanzsumme, Umsatz und Beschäftigtenzahl. Die qualitativen Merkmale sind Ausprägungen, welche von der Bedeutung her den „Familienunternehmen“ sehr nahe kommen. Inhalt dieser Aspekte ist die Leitungs- und Organisationskultur. Geprägt sind diese besonders durch den Eigentümer und seine Ziele der Sicherung sowie Erweiterung des Geschäftes. In Deutschland gibt das Institut für Mittelstandforschung (IfM) eine Definition heraus, in welcher der Mittelstand durch die Beschäftigtenzahl zwischen 10 - 499 Mitarbeitern eingegrenzt wird. 7 Der Indikator Umsatz kann ebenso betrachtet werden, jedoch ist dann die Branche zu betrachten. Dies ist notwendig, da die Branchen mit unterschiedlichen Margen umzugehen haben. So gibt des IfM folgende Gliederung zwischen den Branchen heraus. Unternehmen aus den Branchen Energie, Wasserversorgung, Bergbau, Baugewerbe und Großhandel sowie verarbeitendes Gewerbe werden als Mittelstand definiert bei einem Jahresumsatz von 50 Mio. Euro. Die Obergrenze von 12,5 Mio. Euro gilt für die Bereiche Einzelhandel, Dienstleistungen und Verkehr. 8 Weiterhin gibt die EU eine Gliederung heraus, diese definiert die den Mittelstand bei Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern und einen Umsatz pro Jahr von bis zu 50 Mio. Euro. 9
2.3.2 Bedeutung des Mittelstandes in Deutschland
Für die Wirtschaft in Deutschland ist der Mittelstand das Fundament. In der Zeit der Globalisierung sowie der stetig steigender Anzahl von weltweit agierenden Konzernen ist der Unternehmer im Mittelstand ein „Allrounder“. Auf der einen Seite bildet er einen festen Anker und ist dennoch flexibel um auf veränderte Rahmenbedingungen
6 Vgl. Rump (a), (o.J.), S. 70f.
7 Vgl. Kirn (2002), S. 19f.
8 Vgl. Kirn (2002), S. 20f.
9 Vgl. Kirn (2002), S. 19f.
6
Arbeit zitieren:
2009, Lernende Organisation im Mittelstand, München, GRIN Verlag GmbH
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