Hausarbeit im Seminar „Heterogenität und interkulturelle Pädagogik“
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
1.1 Thema Aufbau der Arbeit 3
1.2 Forschungsüberblick. 4
1.2 4
2 Hauptteil 4
2.1 Begriffliche Voraussetzungen: Definition Heterogenität. 5
2.2 Erfahrungsbericht: Heterogenität in der Klasse 3b der Brüder-Grimm-Schule
Ingelheim................................................................................................................... 6
2.3 Durch Heterogenität entstehende Anforderungen in der Schulanfangsphase 11
2.3.1 Anforderungen an Kinder in der Schulanfangsphase 12
2.3.2 Anforderungen an Lehrer in der Schulanfangsphase. 13
2.3.3 Anforderungen an Eltern in der Schulanfangsphase 14
2.3.4 Elterngespräche und Beratung. 15
2.4 Testverfahren zur Feststellung von Lernstand und Lernfähigkeiten der
Sch ülerinnen und Schüler 18
2.4.1 Allgemeine Bedingungen für die Durchführung von
entwicklungsdiagnostischen Tests. 19
2.4.2 Ziele der Testverfahren und Auswertung der Testergebnisse 20
2.5 Heterogenität in Grundschulklassen 22
2.5.1 Interkulturelle Pädagogik und Heterogenität durch die Integration ausländischer
Sch üler 23
2.5.2 Beispiele für den Umgang mit Heterogenität in Grundschulklassen. 24
2.5.2 24
3 Schluss 26
3.1 Zusammenfassung der Ergebnisse. 26
3.2 Forschungsausblick 26
3.3 Fazit 27
3.3 27
Literaturliste 28
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Hausarbeit im Seminar „Heterogenität und interkulturelle Pädagogik“
Thema: Durch Heterogenität in der Grundschule entstehende Anforderungen/Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten
1 Einleitung
Das Thema Heterogenität, besonders in Grundschulklassen, hat mich bereits im Herbst 2008 nachdem ich ein Praktikum an einer Grundschule absolviert hatte, sehr interessiert. Man kann davon ausgehen, dass sich Heterogenität in Schulklassen durch die Entwicklung der Gesellschaft, weiter verbreitet. Als angehender Lehrer werde ich daher später viel mit heterogenen Klassen zu tun haben. Das Hausarbeitsthema gab mir zusätzlich die Möglichkeit, eigene Erfahrungen, die ich in meinem Schulpraktikum gemacht habe zu reflektieren und mich mit dem Thema zu beschäftigen. So konnte ich mir eine gewisse Vorstellung davon machen, was später im Beruf, oder auch in anderen Praktika, womöglich auf mich zukommen wird und mich somit darauf vorbereiten.
1.1 Thema & Aufbau der Arbeit
In meiner Hausarbeit widme ich mich allgemein dem Thema Heterogenität in Grundschulklassen, um dann genauer auf durch Heterogenität entstehende Anforderungen, beziehungsweise Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten einzugehen. Zunächst biete ich einen Forschungsüberblick, um die aktuelle Forschungssituation darzulegen. Im Hauptteil werde ich den Begriff Heterogenität erläuterten, da dieser in meiner Arbeit von elementarer Bedeutung ist. Es folgt ein Erfahrungsbericht über den Umgang mit Heterogenität in einer meiner Praktikumsklassen. Dieser Bericht ist sehr umfangreich, da er mich persönlich im Bezug auf Heterogenität zu neuen Erkenntnissen gebracht hat. Des Weiteren beschreibe ich die Anforderungen, die durch Heterogenität in der Schulanfangsphase entstehen. Diese sind noch einmal untergliedert in Anforderungen an Kinder, Lehrer und Eltern, da an diese drei Gruppen die größten Anforderungen gestellt werden. Unter dem Aspekt Anforderungen an Eltern, spielen Elterngespräche und Beratung eine besondere Rolle. Diese werden darüber hinaus an einem Beispiel einer Dortmunder Grundschule erläutert. Außerdem gehe ich auf Testverfahren zur Feststellung von Lernstand und Lernfähigkeiten von Schülerinnen und Schülern ein. Diese werde ich zum einen allgemein erläutern und auf die Bedingungen zur Durchführung entwicklungsdiagnostischer Tests genauer eingehen. Weiter beschreibe ich die Ziele der Testverfahren und Auswertung von Testergebnissen. Ein zusätzlicher Aspekt meiner Arbeit ist das Oberthema Heterogenität in Grundschulklassen. Hierbei geht es genauer um Heterogenität durch die Integration ausländischer Schüler. Dieses Thema schließt mit
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Beispielen und Ideen für den Umgang mit Heterogenität in Grundschulklassen. Das Ende der Arbeit bilden eine Zusammenfassung der Ergebnisse, ein Forschungsausblick und ein Fazit. Auch die Integration körperlich- oder geistig Behinderter spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle, ich werde aber aufgrund der Komplexität dieses Themas nicht weiter darauf eingehen.
1.2 Forschungsüberblick
Es gibt zahlreiche Literatur, die sich mit dem Thema Heterogenität in Schulen auseinandersetzt. „Grundschule ist seit ihrer Entstehung 1920 als gemeinsame Schule für alle Kinder konzipiert“ (VBE Heft 59, August 2008, S. 142.). Somit ist Heterogenität als Bestimmungsmerkmal von Grundschulen bereits historisch begründet. Wobei dieser Ansatz in der Realität nicht immer umgesetzt wird. Maßnahmen struktureller Homogenisierung wie beispielsweise das Wiederholen einer Klasse, die Überweisung auf eine Förderschule, als auch das dreigliedrige Schulsystem, welches versucht homogene Gruppen zu bilden, widersprechen dieser Ansicht von Schule (Vgl. VBE Heft 59, August 2008, S. 142.). Dass Heterogenität in Schulen existiert ist ein Fakt. Über die Frage wie damit umzugehen ist gibt es hingegen unterschiedliche Ansichten. Zum einen gibt es die Befürworter von offenem Unterricht, die versuchen individuell mit jedem einzelnen Schüler und seinen Bedürfnissen umzugehen. Und zum anderen gibt es die Gegner des offenen Unterrichts, die auf klare Unterrichtsstrukturen und -inhalte beharren, sodass Bildung vergleichbar bleibt. Die Literatur beschäftigt sich mit Heterogenität im Speziellen, beispielsweise Heterogenität durch die Integration behinderter oder ausländischer Schüler. Darüber hinaus gibt es aber auch Werke die sich mit Heterogenität im Allgemeinen beschäftigen und zunächst einmal definieren was Heterogenität ausmacht und wie man diese erkennt. Für Lehrer gibt es ebenso jede Menge Ratgeber für den Umgang mit Heterogenität.
2 Hauptteil
Die Förderung des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Herkunft, besonders auch der Umgang mit Fremdheit und neuen Situationen, ist für Pädagogen und Lehrer eine unablässige Herausforderung. Ziel ist es, einen Lernprozess bei allen Beteiligten auszulösen. Durch das Erkennen von Unterschieden und Gemeinsamkeiten können eigene, bis dahin nicht hinterfragte, Positionen überdacht werden und gegebenenfalls neue Lösungsstrategien erkannt werden. In vielen schulischen und pädagogischen Einrichtungen in Deutschland, wie auch in anderen Ländern, gibt es zu einem vermehrt lernbehinderte Kinder oder Kinder mit
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Einschränkungen, aber auch Jugendliche aus verschiedenen Ländern und Kulturen, insbesondere solche mit Migrationshintergrund.
Hierbei werden das Wissen und die Kenntnis über Heterogenität und Migration besonders gefordert und eingesetzt. Es ist notwendig, den Hintergrund der einzelnen Kinder zu kennen, damit man auf bestimmte Situationen fachspezifisch und vor allem individuell agieren und reagieren kann. Wichtig ist es, zwischen den Schülerinnen und Schülern differenzieren zu können, um verschiedene Ansätze und Praxen mit den Kindern und Jugendlichen personengerecht anzuwenden. Aus den so eben genannten Gründen müssen Kinder auf den wechselseitigen Kontakt und die verschiedenen Lernweisen vorbereitet werden, um Konflikte und Auseinandersetzungen zu vermeiden und effektiv lernen zu können.
2.1 Begriffliche Voraussetzungen: Definition Heterogenität
Da der Begriff Heterogenität eine wesentliche Grundlage in meiner Arbeit darstellt, werde ich diesen zum besseren Verständnis zunächst einmal erläutern. Allgemein beschreibt Heterogenität eine Ungleichheit einer bestimmten oder unbestimmten Menge hinsichtlich eines oder mehrerer Merkmale. Dasselbe meint auch der Begriff Inhomogenität. Heterogenität findet Anwendung in vielen Bereichen, zum Beispiel in der Genetik, Informatik, Mathematik, Naturwissenschaft und Pädagogik. In dem für die Pädagogik wichtigen Aspekt beschreibt Heterogenität die Ungleichheit beziehungsweise Differenzen zwischen einzelnen Individuen einer Gruppe oder einer Schulklasse hinsichtlich verschiedener Merkmale und Faktoren wie beispielsweise dem Lernstand, Alter, Herkunft und Fähigkeiten der einzelnen Teilnehmer. Um dies genauer zu definieren, bietet die exemplarische Unterscheidung von Martin Wellenreuther eine durchdachte Einteilung von Heterogenität. Er unterscheidet hierbei zwischen vier Merkmalen, unter denen sich Heterogenität manifestieren kann. Zum einem die Wissensbasis, die besagt, dass jeder Schüler und jede Schülerin einer Klasse in den verschiedenen Wissensbereichen über unterschiedliche Kenntnisse verfügen. Daraus folgt, dass die zu lernende Informationsmenge für den jeweiligen Lernenden differenziert ist. Des Weiteren unterscheiden sich Schülerinnen und Schüler darin, wie schnell sie Informationen aufnehmen, wie viele Informationen sie im Arbeitsgedächtnis speichern und wie effizient sie Informationen in ihr Langzeitgedächtnis integrieren können. Weiterhin gibt es Unterschiede der Schüler in ihrer Lernlust, ihren Ängsten und ihrem Maß an Motivation. Dies bezieht sich auf alle motivationsbedingenden Faktoren, unter anderem auch auf Schul- oder Prüfungsängste. Der letzte Aspekt Wellenreuthers ist die verschieden ausgeprägte Kenntnis und Anwendung von Lernstrategien und Verfahrensweisen bei der Problembearbeitung,
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sowie die Ausprägung der Fähigkeit, die eigenen Problemlösungen kritisch zu beurteilen ( Vgl. Roßbach, H.-G., Wellenreuther, M., 2002, S. 44-57.).
Jedoch bleibt Heterogenität auch immer ein relativer Begriff, welcher vom Maßstab abhängt und nur zusammen mit Homogenität, der Gleichheit einer Eigenschaft über die gesamte Ausdehnung eines Systems oder einer Gruppe, zu betrachten ist. So ist Heterogenität ein Begriff, dessen Definition von Subjektivität des jeweiligen Betrachters, beeinflusst wird (Vgl. Wenning, N., 2007, S. 24.).
2.2 Erfahrungsbericht:
Heterogenität in der Klasse 3b der Brüder-Grimm-Schule Ingelheim Die Brüder-Grimm-Schule Ingelheim ist eine von vier Grundschulen in Ingelheim. Seit dem Jahre 2001 zählt die Schule zu einer der ersten Schwerpunktschulen in Rheinland-Pfalz und unterscheidet sich somit von anderen Schulen. In Schwerpunktschulen werden beeinträchtigte Kinder, die bisher Förderschulen besuchten, in die Klassen von Regelschulen integriert. Die Beeinträchtigungen der Schülerinnen und Schülern reichen dabei von Lern-, Sprach- und Körperbeeinträchtigung, über die geistige Beeinträchtigung bis hin zu sozialemotionalen und einer Vielzahl an unterschiedlichen Beeinträchtigungen, die sich teilweise mit den bereits genannten überschneiden und durch Migration ausgelöst werden. Zurzeit besuchen 261 Schülerinnen und Schüler elf Klassen der dreizügigen Grundschule. Davon sind 33 Kinder in irgendeiner Form beeinträchtigt. 22 Lehrkräfte sind für die pädagogischen Aufgaben zuständig. Unterstützt werden sie von sieben Integrationshelfern, dem Förderverein sowie dem Schulelternbeirat. Das Konzept dieses integrativen Unterrichts sieht keine reinen Integrationsklassen vor. Die Schule als Ganzes sieht sich als Integrationsort. Das pädagogische Angebot der Schule wird ergänzt durch eine Hausaufgabenbetreuung an drei Nachmittagen und durch verschiedene Kooperationen mit Vereinen und zusätzlichen Arbeitsgemeinschaften. Gefördert und differenziert wird meist individuell innerhalb der Klassen. Der Unterricht wird zu circa einem Drittel der Zeit von zwei gleichberechtigten Lehrkräften, einem Förderlehrer und einem Grundschullehrer, betreut. Darüber hinaus gibt es weitere Fördermöglichkeiten für Kleingruppen. Hierzu zählen die Förderung der Psychomotorik, der Fähigkeiten in Mathematik und Deutsch, Deutsch als Zweitsprache sowie Sport- und Motorik-Förderung. Selbstständiges Lernen wird an dieser Schule groß geschrieben. Dieses äußert sich beispielsweise in Themenarbeit, Wochenplanarbeit oder Atelierarbeit, von denen die letzten Beiden im Anschluss noch erläutert werden. Die Vorteile dieser Unterrichtsformen liegen in der individuellen Förderung jedes einzelnen Schülers. Die
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Schule wird zu einem „Ort des Lernens“, in dem die Lehrkraft die Aufgabe des Mittlers und Beraters übernimmt. Ziel ist nicht die Anhäufung von Wissen, sondern die Aneignung elementarer Kompetenzen. Zur Dokumentation und Reflexion des Lernerfolgs wird für jedes Kind ein individueller Förderplan entwickelt. Dieser enthält eine Bestandsaufnahme des aktuellen Lernstandes sowie die angestrebten Lernziele für einen überschaubaren Zeitraum. Darüber hinaus zählt die Brüder-Grimm-Schule zu einer der acht in Rheinland-Pfalz ausgewählten selbstverantwortlichen Schulen. Im Februar 2005 initiierte das rheinlandpfälzische Bildungsministerium das Schulentwicklungsprojekt
„Selbstverantwortliche Schule“. Dieses Projekt ermöglicht es den Schulen, neue Wege der Förderung aller Schülerinnen und Schüler selbstverantwortlich zu verwirklichen (Vgl. http://www.bgs.bildung-rp.de/, Zugriff am 30.07.2009.).
Wie bereits erwähnt, unterscheidet sich die Brüder-Grimm-Schule von anderen Grundschulen durch ihren Schwerpunkt des integrativen Unterrichts und durch das Projekt der selbstverantwortlichen Schule. Sicherlich arbeiten auch andere Grundschulen mit Formen des offenen Unterrichts, doch meist geschieht das erfahrungsgemäß in ganz anderem Umfang und unter anderen Vorgaben. Häufig ist an anderen Grundschulen eine Mischung aus offenem Unterricht und Frontalunterricht zu beobachten.
Während eines Praktikums in einer dritten Klasse der Brüder-Grimm-Schule konnte ich einen durch verschiedene Methoden abwechslungsreich gestalteten Unterricht beobachten. Jeden Morgen wurde, nach der Begrüßung, der Schultag mit einer sogenannten Lerngymnastik begonnen, bei der alle zusammen gemeinsam Sport machten, um Kopf und Körper zu aktivieren. Anschließend tanzten die Schülerinnen und Schüler einfache, teils selbst ausgedachte Bewegungen auf Musik. Hierbei wurden die jungen Sportler darauf hingewiesen, dass diese Übung dazu diene, die Zusammenarbeit der linken und rechten Gehirnhälfte zu fördern. Die Bewegungsübungen dienten den Schülern zum einen dazu, wach zu werden und den Kopf frei zu bekommen, zum anderen förderten sie aber motorische Fähigkeiten und die Kreativität. An dieser Stelle ist allerdings kritisch anzumerken, dass die Schülerinnen und Schüler die Erklärungen zu den Übungen aufwendig aufsagten und unklar ist, ob sie diese Begründung wirklich verstanden haben.
Im Stundenplan der dritten Klasse ist täglich mindestens eine Stunde Atelierarbeit vorgesehen. Mittwochs ist Ateliertag. Darüber hinaus gibt es Zeit für die Bearbeitung des Wochenplans sowie gemeinsame Lernzeit. Sport- und Religionsunterricht tauchen im
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Stundenplan gesondert auf, da diese beiden Fächer von anderen Lehrkräften unterrichtet werden. Die gemeinsame Lernzeit kann vom Lehrer flexibel gehandhabt werden. Wenn etwas Wichtiges ansteht, äußert sie sich beispielsweise in kurzen, frontalen Phasen. In dieser Zeit können auch Referate oder Präsentationen von Schülerinnen und Schülern gehalten werden. Sofern Bedarf besteht, kann in der gemeinsamen Lernzeit auch der Wochenplan weiter bearbeitet werden.
Im Folgenden werde ich die Wochenplanarbeit genauer erläutern. Jede Woche gibt es einen neuen Wochenplan, der Aufgaben der Fächer Deutsch, Mathematik, Sachkunde und Englisch enthält. Die Aufgabe besteht darin, diesen Wochenplan innerhalb einer Woche vollständig zu erledigen. Die Reihenfolge der zu bearbeitenden Aufgaben ist dabei beliebig wählbar und kann, je nach Aufgabe, selbstständig in Einzel- oder Partner- sowie Gruppenarbeit erstellt werden. Bei den Wochenplänen der dritten Klasse handelt es sich somit um organisatorisch offene, sowie teilweise auch inhaltlich offene Wochenpläne. So ist beispielsweise die Mathematikaufgabe „Bearbeite zwei Seiten im Einstern Themenheft und die dazugehörigen Seiten im Arbeitsheft“ eine Aufgabe, die sich individuell auf den Lernstand jedes einzelnen Kindes bezieht. Nach der Bearbeitung einer Aufgabe wird diese auf dem Wochenplan als erledigt gekennzeichnet, vom Lehrer kontrolliert und abgezeichnet. Es gibt darüber hinaus ein Feld auf dem Wochenplan, welches dazu dient, Erziehungsberechtigten Mitteilungen zu machen. In einem weiteren Feld wird die Wochenplanarbeit der Kinder mit Smileys für jeden Tag bewertet, sodass Eltern einen Überblick darüber haben, wie ihre Kinder arbeiten. Der Wochenplan ermöglicht den Schülern, selbstständig und selbsttätig zu arbeiten. Lehrern ermöglicht er, das Lernangebot auf deren Lerngruppe abzustimmen und somit differenziert zu unterrichten. Zu ein und demselben Lerninhalt können den Kindern unterschiedliche Angebote gestellt werden, je nach Können und Lernfortschritt. Der Lehrer wird in dieser Unterrichtsform zu einem Lernbegleiter für den selbstständigen Lernprozess des Kindes, so kann er sich intensiver den einzelnen Kindern zuwenden.
Grundsätzlich haben die Schülerinnen und Schüler gerne mit dem Wochenplan gearbeitet. Teilweise sind sie allerdings nicht ganz konzentriert an die Sache herangegangen, sondern strebten das Ziel an, so schnell wie möglich damit fertig zu werden, in dem Bewusstsein, dass auf das Erfüllen aller Aufgaben im Wochenplan frei zur Verfügung stehende Lernzeit folgte. Dadurch kam es hin und wieder auch dazu, das Aufgaben voneinander abgeschrieben wurden. Besonders schwächere Schüler fühlten sich durch den Wochenplan unter Druck gesetzt. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass nicht konsequent mit unerledigten Aufgaben im Wochenplan
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Arbeit zitieren:
Nikolas Kaselow, 2009, Heterogenität und Interkulturelle Pädagogik, München, GRIN Verlag GmbH
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