Autour de Dionysos: le jeu du satyre ± Dominique Oppler, 2009
1. Mythologische Geschichte
1.1. Dionysos
Dionysos û)#1 "ODWDionysus) ist in der griechischen Götterwelt ein Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit und der Ekstase. Er wurde von den Griechen und 5|PHUQZHJHQGHV/lUPHVGHQVHLQ*HIROJHYHUDQVWDOWHWHDXFKQRFK%URPLRVÄ/lUPHU³ Bakchos oder Bacchus Ä5XIHU³JHQDQQW$OVÄ/|VHU³/\VLRV/\DLRVHQWIHVVHOWHUGLH0Hn- schen,befreit sie von Sorgen und lässt Mauern einstürzen. Oft wird er dem in den Eleusinischen Mysterien JHUXIHQHQ,DNFKRVJOHLFKJHVWHOOWGHPÄJ|WWOLFKHQ.LQG³ Während der winterlichen Abwesenheit des Apollon überwachte Dionysos das Orakel von Delphi.
Später wurden in Rom die Dionysien als die Bacchanalien gefeiert, da Dionysos bei dem Römern dem Bacchus entspricht.
1.2. Geschichten über Dionysos' Geburt und Kindheit
Über die Abstammung des Dionysos gibt es viele Quellen. Als Mutter werden Demeter, Io (beide Korngöttinnen), Persephone (die Todesgöttin) sowie Lethe Ä9HUJHVVHQ³HLQ)OXVVLP Hades, der Unterwelt) und eine Sterbliche namens Semele genannt. Als sicher gilt hingegen, dass Zeus der Vater ist.
Nach der bekanntesten Geschichte ist Dionysos der Sohn des Zeus und der Semele. In menschlicher Gestalt hatte Zeus eine geheime Liebschaft mit Semele, der Tochter des Königs Kadmos von Theben. Es heißt, die eifersüchtige Hera habe Semele in einer Verkleidung überredet, sie möge sich von Zeus als Liebesbeweis erbitten, sich ihr in seiner wahren Gestalt zu zeigen. Zeus habe sich ihr daraufhin als Blitz gezeigt und sie verbrannt. Da sie bereits mit Dionysos schwanger gewesen sei, habe Zeus ihr Kind zu sich genommen. Er brachte sich eine
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tiefe Wunde bei und nähte sich die unreife Leibesfrucht in seinen eigenen Schenkel. Nach drei Monaten öffnete er ihn wieder und brachte Dionysos hervor. Dionysos wird deshalb der zweimal Geborene genannt. Mit dieser zweiten Geburt durch Zeus wird seine Göttlichkeit und Unsterblichkeit begründet.
1.3. Dionysos als Wiedergeburt des Zagreus
Zeus näherte sich in einer Höhle seiner Tochter, der Unterweltsgöttin Persephone, als Schlange. Ihr Kind war als Zagreus EHNDQQWGHUÄJURH-lJHU³ZHOFKHQ%HLQDPHQDXFK=HXVVHOEVW als Unterweltgott trägt, besonders auf Kreta. Jedoch auch Hades, Persephones Gatte, wurde DOV9DWHUJHQDQQWGHUDXFKGHU.DWDFKWRQLRVJHQDQQWZXUGHÄXQWHULUGLVFKHU=HXV³'LRQ\VRV ZXUGHDOV6RKQGHU3HUVHSKRQHDXFK&KWRQLRVÄ8QWHULUGLVFKHU³JHQDQQW
Zeus liebte seinen Sohn, was die Eifersucht der Hera heraufbeschwor. Sie trieb die Titanen an, Zagreus zu töten. Er wurde beim Spielen überrascht und von den Titanen in sieben Teile zerrissen, in einem Kessel, der auf einem Dreifuß stand gekocht, über dem Feuer gebraten und verschlungen. Doch die Hörner des gebratenen Kindes erinnern daran, dass es sich um ein geopfertes Zicklein oder Kälbchen handelt, dessen Leiden denen des Gottes genau entsprachen.
Zeus strafte diese Tat, indem er die Titanen mit einem Blitz vernichtete. Aus der Vermischung der Asche des Zagreus und der der Titanen soll das Menschengeschlecht entsprungen sein. Der Mensch enthielt göttliche und titanische Elemente. Nach Meinung der Orphiker konnte man durch Reinigung und Initiationen das titanische Element verlieren und ein Backchos werden.
Es gibt neben dieser orphischen verschiedene andere Fortsetzungen der Geschichte der Tötung des Dionysos durch die Titanen:
Zeus habe die Glieder gesammelt und sie Apollon übergeben, der sie in Delphi bestattete. 'RUWZXUGHMlKUOLFKLQGHUZLQWHUOLFKHQ$EZHVHQKHLWGHV$SROORQVHLQHÄ$XIHUVWHKXQJ³Je- feiert.
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Autour de Dionysos: le jeu du satyre ± Dominique Oppler, 2009 1DFKHLQHUDQGHUHQ*HVFKLFKWHHQWVWDQGGHUÄHUVWH:HLQVWRFN³aus der Asche der verbrannten Glieder des Zagreus.
Es wurde auch berichtet, Rhea habe die im Kessel gekochten Glieder gesammelt und wieder zusammengefügt. Zagreus sei als Dionysos ins Leben zurückgekehrt und wurde Persephone zurückgegeben. Der Unterschied zwischen diesen beiden Geschichten ist gering. Nur das Herz des Dionysos habe Athene beiseite getan, so wurde erzählt. Dieses Herz gab Zeus der Semele zu essen oder in einem Trank, so dass er erneut empfangen wurde. In Wahrheit war es ein anderes Körperteil, das eine Göttin in einem zugedeckten Korb versteckte, der Phallos.
Geboren wurde er möglicherweise auf dem Berg Nysa. Seine Amme war zunächst Ino, die Schwester der Semele. Er wurde als Mädchen verkleidet.
Als einmal in seiner Kindheit die durch Hera drohende Gefahr besonders groß war, verwandelte Zeus den Dionysos in ein Zicklein und übergab ihn den Nymphen des Berges Nysa, die das Kind in einer Höhle pflegten und mit Honig fütterten. Erzogen wurde er von Silenos. An der Stelle, wo Semele starb, habe später ein Weinstock gestanden, wird berichtet.
1.4. Ikonopgraphie des Dionysos
Meist wird Dionysos mit Efeu- bzw. Weinranken und Weintrauben dargestellt. Seine Attribute sind der mit Efeu und Reben umkränzte Thyrsosstab und der Kantharos (Trinkgefäß für Wein). Dionysos Wirken im Pflanzenleben kommt weiter dadurch zum Ausdruck, dass Gottheiten der Vegetation wie Eirene, Opora und Hebe bisweilen ihre Selbständigkeit aufgeben und ihm als Nymphe folgen.
Seine Tiergestalt war der Stier, was ihn mit seinem Vater Zeus verbindet. In menschlicher Form wurde Dionysos rituell als bärtige Maske dargestellt. Seine Maske hängt an einem Pfahl oder einer Säule, darunter ein langes Gewand.
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2. Das Gefolge von Dionysos
Gewöhnlich war Dionysos in triumphaler Begleitung der Silene und Satyrn, die die Fruchtbarkeit der ungebändigten Natur verkörpern. Dionysos wurde vor allem von Frauen verehrt, den Mänaden. Sie waren bekränzt mit Efeu, hüllten sich in Hirsch, Reh- oder Fuchsfelle und trugen Fackeln und Thyrsoi. Von GHQ)XFKVIHOOHQUKUWGLH%H]HLFKQXQJÄ%DVVDULGHQ³ her (alternativ zu Mänaden), denn bassaros KHLWÄ)XFKV³. Andere auf den Fuchs bezogene Ei- JHQQDPHQVLQG'LRQ\VRV%DVVDURVÄIXFKVKDIWHU'LRQ\VRV³RGHU%DVVDUHXVÄGHU)XFKVJRWW³ ein thrakisches Allonym und Epitheton für Dionysos, zugleich der Name, unter dem er in Lydien verehrt wurde. Bei ihren orgiastischen Riten wurden wilde Tiere zerrissen und gegessen XQGÄIUHLH/LHEH³]ZLVFKHQGHQ*HVchlechtern genossen. Sie tanzten begleitet von Flöten, Pauken und Tamburinen. Die frühesten Mänaden trugen zahme Schlangen um den Arm ge-wunden und der Gott erschien ihnen als Stier. In seiner Eigenschaft als Gott der Freude, wurde in Athen durch die Dionysien das Theater erfunden und der Prototyp des Theaters gebaut, das Dionysostheater in Athen.
3. Der Dionysiskult
Kulte haben keine Stifter, es gibt keinen Punkt, von dem aus sie sich durch Raum und Zeit ausbreiten würden. Sie entstehen als Variante irgendeines Kultes und gehen früher oder später in einer anderen Variante auf. Es scheint, dass ursprünglich selbständige Götter an verschiedenen Orten Griechenlands, z. B. in Theben, Athen und auf Kreta, im Laufe der Zeit den Namen des Dionysos annehmen konnten, weil sie mit dem Wesen des Fruchtbarkeitsgottes vereinbar waren.
So war es auch, dass Satyren und Silenen vor dem Aufkommen des neuen dionysischen Kultes unabhängig unterwegs waren, und die rituellen Tänze, welche sie früher für Cybele tanzten, nun auch bei Dionysios aufnahmen (Wilamowitz). Die Tänze führten zu extatischen Zuständen, welche den Menschen die Illusion gaben, von der Gottheit besetzt zu werden, und liess sie die Metamorphose in heilige, gehörnte Tiere (Widder) oder Pferde erleben (Satyre).
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Arbeit zitieren:
Dominique Oppler, 2009, Das Spiel des Satyrs bei Dionysos, München, GRIN Verlag GmbH
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Vom Herdraum zum Tempel - Funktionen und Aussehen früher Kultbauten in...
Hausarbeit (Hauptseminar), 49 Seiten
Mysterien des Dionysos und die Orphik bei Walter Burkert
Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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