Inhaltsverzeichnis
Formalit äten 3
1. Einleitung 4
1.1 Hintergrund 4
1.2 Ziel 6
1.3 Vorgehensweise und Materialauswahl 7
2. Hintergründe für die Entstehung des „Train Man“ Medienmixes 9
2.1 Der mediale Hintergrund 9
2.2 Eine Welt namens 2Channel 13
2.3 Die Entstehung des Densha Otoko Phänomens 18
3. Vorstellung ausgewählter Bereiche des Otaku-Diskurses 27
3.1 Der Begriff Otaku im Wörterbuch 27
3.2 NAKAMORI Akio und „Manga Burikko“ - Stigmatisierung einer sozialen Gruppe
31
3.3 Die dunkle Seite des Diskurses - Der Fall MIYAZAKI und die Medienwirkung 37
3.4 Otaku - Spezialisten des Informationszeitalters? 43
3.5 Die Entdeckung einer neuen Konsumentenschicht 46
3.6 Moe - Die Eroberung einer neuen Welt 51
3.7 Auch Frauen sind Otakus oder etwa nicht? 54
3.8 Otaku als Objekt weiblicher Begierde 56
3.9 Zwischenfazit 59
4. Versuch einer Analyse des medialen Phänomens Densha Otoko 61
4.1 Die Buchfassung - eine genaue Textanalyse 61
4.2 „Train Man“ der Manga - Aussehen, Arbeit und Örtlichkeit 69
4.3 Der Kinofilm 86
4.4 Fernsehen in Japan - Entwicklungen und Eckdaten 94
4.5 Das Gerne Fernsehdrama und „Train Man“ 96
4.6 Inhaltsangaben der Fernsehserie „Densha Otoko“ 100
4.7 Wie könnte man „Train Man“ medienwissenschaftlich untersuchen? 109
4.8 Analyse des Fernsehdramas 113
4.8.1 Exposition 113
4.8.2 Die Kriterien Aussehen, Arbeit und Örtlichkeit 114
4.8.3 Weitere Aspekte des Otaku-Bildes 121
4.8.4 Faulstichs Kategorien von Heil, Horror und Exotik 125
5. Fazit und Ausblick 127
2
Formalitäten
Vorweg sind einige Formalitäten zu klären, die die folgende Arbeit betreffen. Japanische Namen werden in japanischer Schreibreihenfolge wiedergegeben, sprich der Nachname kommt vor dem Vornamen, wobei der Nachname durch Großschreibung hervorgehoben wird. Für die Verschriftlichung japanischer Worte wurde das Hepburn-System 1 herangezogen. Die dazugehörigen Transkriptionstafeln sind im Anhang zu finden. Japanische Begriffe werden des Weiteren beim ersten Vorkommen im Text durch Angaben der japanischen Schriftzeichen ergänzt. Begriffe, die in Umschrift verwendet werden, sind kursiv markiert - Namen und Ortsbezeichnungen ausgenommen. Im Falle von Nachschlagewerken wie Lexika und Wörterbüchern bzw. Quellen mit zu langen Bezeichnungen werden aus Gründen der Praktikabilität Abkürzungen verwendet, die im Literaturverzeichnis in umfassenden Klammern ( {} ) aufgeführt sind. Alle Übersetzungen sind, falls nicht anders angegeben, vom Verfasser dieser Arbeit - Marc Hansen - angefertigt. Bei Buch-, Film- und Fernsehtiteln wird auf eine dem Genre entsprechende Lokalisierung zu Gunsten einer aussagekräftigen, am Original orientierten Übertragung, verzichtet. Da Internetseiten in den wenigsten Fällen Seitenzahlen aufweisen, wird auf eine Angabe verzichtet. Bei anderen digitalen Dokumenten wie z.B. Dokumente im Pdf-Format, wird so weit vorhanden, auf die Seitenzahl, die auf der Dokumentenseite notiert ist, verwiesen. Außerdem werden Zitate in der vorgefunden Form übernommen, was bedeutet, dass Schreib- und Zeichensetzungsformen vorkommen können, die noch der alten deutschen Rechtschreibung entsprechen. Die Begrifflichkeiten „Train Man“ und „Densha Otoko“ sind vollwertig synonym und ihre abwechselnde Verwendung geschieht aus rein stilistischen Gründen. Die eckigen Klammern ( [ ] ) werden als Kommentierungsmittel eingesetzt. Die Begriffe Otaku, Anime und Manga sehe ich als eingedeutscht an und werde sie daher nicht speziell durch Kursivschrift markieren. Bildausschnitte wurden mit Hilfe des Programms VLC-Player erstellt und dienen ausschließlich zur Erforschung des zur behandelnden Thematik.
1 Siehe dazu Hadamitzky (2005c).
3
1. Einleitung
1.1 Hintergrund
Im Internet, das häufig als Auslöser von Mord und Selbstmord in der Kritik stand, avancierte ein Forumsbeitrag zum großen Gesprächsstoff des Frühlings 2004 2 (u.a. GYKC 2007: 1078; 2006: 1156, 1194, 1256 u. 1693). Dieser erlangte in kürzester Zeit eine dermaßen hohe Popularität, dass eigens eine Zusammenfassungsseite von Forennutzern erstellt wurde, da man leicht den Überblick verlieren konnte, wenn man sich der enormen Menge an Beiträgen stellte. Aus dem zweimonatigen Wortwechsel zwischen dem anonymen Train Man 3 und den Forennutzern entsprang eine Liebesgeschichte, die Japan über drei Jahre hinweg medial begeisterte. Die Geschichte beginnt mit einem jungen unglücklichen Otaku 4 , der auf dem Heimweg von Akihabara, dem Electric Town Japans, eine Frau im Zug vor einem Trunkenbold rettet und sich schließlich in sie verliebt. Der unerfahrene Otaku sucht Lebenshilfe in einem Forum für allein stehende Männer, die ihm 5 in Stilfragen als auch Herzensangelegenheiten beraten, ihm gar Freund sind und so die Geschichte zu einem Happyend führen. Der Name Train Man ist der Forennutzername der Hauptfigur bzw. des real existierenden Beitragschreibers. 6
Oktober 2004 erschien dann unter dem Label des japanischen Verlags Shinchôsha die Buchfassung „Train Man“ zu Deutsch „Zugmann“ oder „Bahnmann“ 7 , die auf der Zusammenfassungsseite basiert 8 . Obwohl „Train Man“ als Original-Forenprotokoll und in einer leichter
2 Zugmann:
Eine im Internet, das als Auslöser für Selbstmord und Mord in der Kritik stand, lebhaft fortgeführte Diskussion [metaphorisch: erblühte Blume] über wahre Liebe. Vor dem Sommer wurde die Liebesgeschichte/Geschichte vom Erwachsenwerden, die damit beginnt, dass ein unglücklicher Akihabara-Stil Otaku eine Frau, die von einem Trunkenbold bedrängt wird, rettet, zum großen Gesprächsthema. Es gibt auch Stimmen die sagen[, dass diese Geschichte] „ [Hits wie] ‚Wintersonate’ und ‚Im Zentrum der Welt’ [jap. Sekachû] übertroffen habe“. Im Wettstreit mehrerer Verlage [um die die Rechte] dominierte Shinchôsha und brachte im Oktober [2004] die Buchfassung heraus. […] Ein Wunder, das das Internet hervorgebracht hat oder ein [neuer] Trend? (aus GYKC 2007: 1078 Kolumne: „Trends und Wörter“)
3 jap. Densha Otoko電車男
4 „Überbegriff für eine Gruppe von Menschen, die subkulturellen Bereichen wie Comics, Anime, Pc/Videospiele, Computer, Tokusatsu [japanisches Live-Action Effekt Genre], Figuren, Light Novels [ein Roman mit Illustrationen im Anime- oder Manga-Stil] u.a. frönen“ (AZUMA 2003: 7). Otaku wird im weitesten Sinn als extremer Fan, Gamer, Geek bzw. Nerd mit Fokus auf subkulturelle Bereiche verstanden.
5 Ihm bezieht sich auf Forennutzer beider Geschlechter, obwohl das Forum explizit für männliche Singles ausgewiesen ist.
6 Die Arte und Weise, wie er an diesen Namen kommt, variiert zwischen den Medien.
7 『電車男 - The story of the Train Man who fell in love with the girl, Hermes.』„Densha Otoko - The story of the Train Man who fell in love with the girl, Hermes.“ Shinchôsha 2004. Analog zum englischen „Train Man“ wäre auch eine Getrenntschreibung im Titel denkbar.
8 Siehe dazu das Lemma Shosekika書籍化 in GYKC (2007: 1616) - zu Deutsch einen Blog als Buch publizieren.
4
lesbaren bearbeiteten Fassung online frei zugänglich war, erreichte das Buch nach zwei Monaten Auflagenzahlen von 500 000 Exemplaren und wurde letztendlich zu einem Millionenseller 9 . Dem Trend folgend Bestseller 10 zu einem groß angelegten Medienmix 11 zu erweitern, kam die wahre 12 Liebesgeschichte in die Kinos und wurde dort auch zum Hit 13 , den über 2 000 000 Menschen sahen. Fast zeitgleich starteten vier Mangareihen 14 , die in Länge und Leserschicht divergierten. Um den Medienmix zu komplettieren und noch eine breitere Zuschauerschaft anzusprechen, erfolgte eine Theateradaption und im Herbstquartal begann der japanische Fernsehsender Fuji (CX) schließlich mit der Ausstrahlung der Fernsehserie „Train Man“, die aus 11 Folgen bestand - mit einer durchschnittlichen Einschaltquote von 21% ein unerwarteter Erfolg. Den ursprünglich geplanten 11 Episoden folgten zwei Specials, die ebenfalls hohe Einschaltquoten erzielten.
Diese medialen Impulse, die über eine Zeitspanne von etwa drei Jahren auf die japanische Gesellschaft einwirkten, blieben nicht ohne eine gewisse Wirkung, die sich deutlich in neuen Diskursperspektiven manifestiert (u.a. KARASAWA/OKADA 2007: 122, 127 u. 279). Zu den am stärksten beeinflussten Diskursen 15 zählen der Liebesdiskurs, der wirtschaftliche Diskurs und speziell der Otaku-Diskurs, der mit den erstgenannten in Verbindung steht. Der Titel dieser Arbeit lautet „Das Phänomen Densha Otoko 16 - Das Bild der Otaku im Medienmix“. Das Wort Phänomen ist hier vor allem als Medienphänomen zu verstehen, das über eine längere Zeitspanne, durch verschiedenste Medienformen die Thematik Otaku in den Fokus des gesellschaftlichen Bewusstseins rückte. Das Bild, das dabei vermittelt wurde, gilt es mit Hilfe von medienwissenschaftlichen Methoden zu untersuchen und mit dem bis dato vorherrschenden Otaku-Diskurs zu vergleichen, um zu sehen, wo neue Standpunkte, Meinungen und Perspektiven entstanden sind (z.B. Roth 2006; Eng; MIKIYAMA 2005; KARASAWA/OKADA 2007 u. SUZUKI 2005).
9 Siehe Den (2007: 49, 264).
10 SUZUKI (2005: 68-69) zitiert die Zeitschrift „AERA“, die schrieb, dass in der dritten Verkaufswoche von „Densha Otoko“ 46% der Verkäufe an Frauen gingen. Da keine Leserkarten dem Buch beilagen, sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen.
11 Vgl. GYKC (2008: 718) Stichwort: „cross media“.
12 Siehe dazu u.a. SUZUKI (2005: 118-140), TAKARAJIMA (2005: 48-51), Hansen (2006: 25 u. 27), ANDÔ (2005) u. 2channeru purasu (2005: 27-53 u. 139-148).
13 Siehe Den (2007: 264).
14 Unter Manga versteht man allgemein japanische Comics. Näheres dazu u.a. bei TANAKA 2004: 55, Schodt 1996, Orenstein 2003 (DVD) und Kinsella 1996.
15 Diskurs wird im Sinne Foucaults verwendet. Vergleiche dazu Diaz-Bone (2007).
16 jap. Densha otoko genshô 電車男現象 z.B. bei TAKARAJIMA (2005: 51 u. 140).
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1.2 Ziel
Ziel dieser Arbeit wird es sein, zuerst den Otaku-Diskurs, wie er bis dato bestand, anhand einer Vielzahl von Quellen zu beschreiben. Bewusst wähle ich hier das Verb beschreiben, da es unmöglich ist eine soziale Gruppe zu definieren, die sich in den 60er Jahren formierte und fortwährend dem gesellschaftlichen und technischen Wandel unterlag. Auch soll damit einer Verallgemeinerung des Begriffs Otaku entgegengewirkt werden, wie sie in Arbeiten zur Kultur der Otaku zu finden ist - häufig ein Versuch sich mit dem Wesen des Otaku aus-einanderzusetzen 17 . Dass dies problematisch ist, zeigt schon der Ausdruck „the whole hundred million population of otaku“ (Ichiokusôotaku 一億総オタク; ISHIKAWA 2007: 52), der je nach Interpretation des Begriffs Otaku, schaut man sich die Bevölkerungszahlen (127 288 419 18 )von Japan an, als Nahe an der Wirklichkeit angesehen werden kann. Doch soll angemerkt sein, dass Stereotypen, die u.a. auf Verallgemeinerungen aufbauen, durchaus ihre Berechtigung haben und gerade in unserer modernen Gesellschaft, die mit Globalisierung und Informations- bzw. Reizüberflutung zu kämpfen hat, einen notwendigen Faktor darstellt. Die Verwendung des Begriffs Stereotyp und dessen Bewertung innerhalb dieser Arbeit begründet sich auf den folgenden Zitaten aus der Einführung „Interkulturelle Kommunikation“ von Heringer (2007: 198, 199).
“There is economy in this. For the attempt to see all things freshly and in detail, rather than as types and generalities, is exhausting […] There is neither time nor opportunity for intimate acquaintance. Instead we notice by means of the stereotypes we carry about in our heads.” (Lippmann 1922: 88)
„Ein Stereotyp ist der verbale Ausdruck einer auf sozialen Gruppen oder einzelne Personen als deren Mitglieder gerichteten Überzeugung. Es hat die logische Form einer Aussage, die in ungerechtfertigt vereinfachender und generalisierender Weise, mit emotional-wertender Tendenz, einer Klasse von Personen bestimmte Eigenschaften oder Verhaltensweisen zu- oder abspricht.“ (Quasthoff 1973: 31)
Diese wiederkehrenden Verhaltensmuster bzw. Codes, seien es nun z.B. Sprachcodes oder Kleidungscodes (nonverbale Kommunikation), gilt es im Folgenden, so weit vorhanden, im Medienmix des Phänomens Densha Otoko nachzuweisen und mit der Analyse des vor-handenen Diskursausschnitts zu vergleichen, so weit dies im Rahmen dieser Arbeit möglich ist. Das Kernziel besteht darin, eine breite Grundlage für weitere Forschung zu schaffen.
17 Diese Kritik findet sich bei AIDA (2005: 2).
18 Die Zahl ist aus dem „The World Factbook“ des CIA (2008) entnommen. In:
https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/ja.html Letzter Zugriff: 11.07.2008
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1.3 Vorgehensweise und Materialauswahl
Neben den Unterschieden, sollen bei der partiellen Diskursanalyse auch Gemeinsamkeiten herausgestellt werden, da man davon ausgehen kann, dass es sowohl konstante als auch flexible Elemente gibt, die die soziale Gruppe der Otaku beschreiben. Einfließen werden auch historische Entwicklungen und Ereignisse, die technische und damit gesellschaftliche Umbrüche mit sich führten, sei es nun die Markteinführung von Aufnahmegeräten wie VHS-Videorekordern oder das Stattfinden der ersten Comic Messe. Dies erschien mir wichtig, da in den meisten Arbeiten zur Thematik Otaku der soziokulturelle Hintergrund völlig ausgeblendet wird. Das Textkorpus wurde anhand eines Stichwortkataloges zusammengestellt, der folgende Schlüsselwörter umfasste: Medien, Otaku, Popkultur, Subkultur, Manga, Anime, MIYAZAKI und Train Man. Da Train Man ein Produkt der neuen Medien ist - zur digitalen Literatur gehört - gibt es nur wenige publizierte Materialen, die zugänglich sind. Eine Vielzahl der Quellen, die in diese Arbeit einflossen, ist aus dem Internet. Neben den Primärmaterialen zu „Densha Otoko“, wie Buchfassungen, Mangabänden, Kinofilm und Fernsehserie, wurden auch alle verfügbare Sekundärliteratur zu „Train Man“ rezipiert, wobei aus Gründen der Zugänglichkeit auf eine Erarbeitung von Fernsehzeitungen und anderen Zeitschriften verzichtet werden musste. Aufgrund der Komplexität des Themas konnte nicht die gesamte rezipierte Literatur eingearbeitet werden, doch wurde sie der Vollständigkeit halber komplett aufgeführt, um als Bibliographie für diesen Forschungsbereich dienen zu können. Die Verwendung von Internetmaterialien ist nicht unproblematisch, doch wurde darauf geachtet, dass vorwiegend wissenschaftliche Arbeiten, sowie eindeutig zuordnungsbare journalistische Schriften verwendet wurden. Auf das umstrittene Onlinelexikon Wikipedia wurde jedoch zugegriffen, da es im Gegensatz zu publizierten Nachschlagewerken eine Vielzahl an Verweisen zu populärkulturellen Themen aufweist und somit eine bibliographische Verwendungsweise zulässt. Alle verwendeten, dem Internet entnommen Materialien, liegen in digitaler Form vor, da es auch Ziel dieser Arbeit ist einen Grundstein für weitere Forschung in diesem Bereich zu erleichtern, wozu ein Textkorpus nur förderlich sein kann. Die digitale Sicherung erklärt sich aus dem Grund, dass Informationen im Internet meist schnelllebiger Natur sind und ohne jegliche Möglichkeit der Rekonstruktion für den normalen Nutzer, verschwinden. Um größtmögliche Portabilität zu gewährleisten wurden die digitalen Kopien im Pdf-Format gesichert, das mit den gängigsten Betriebssystemen kompatibel sein sollte. Die Quellen werden innerhalb ihrer Bearbeitung in dieser Arbeit, soweit es der zeitliche Rahmen zulässt bzw. für die Bearbeitung der Fragestellung wichtig erscheint, kritisch diskutiert werden. Zum Schluss soll auch noch eine kritische Auseinandersetzung mit der von mir getroffenen Materialauswahl
7
stattfinden, da durch die vorhandenen zeitlichen, lokalen als auch finanziellen Beschränkungen eine optimale Zusammenstellung kaum möglich war und daher bestimmte Aspekte keine bzw. nur hinzureichend Erwähnung finden.
Aufgrund des begrenzten zeitlichen Rahmens und der Primärmaterialfülle wird der Schwerpunkt auf dem Versuch einer Medienanalyse der Fernsehserie „Train Man“ liegen, da mit ihr ein audio-visuelles Medium vorliegt, das a) eine breite Zuschauerschaft erreichte, b) nicht wie das Genre Kinofilm an einen knappen zeitlichen Rahmen gebunden war und c) den gesichtslosen, anonymen Figuren der Buchvorlage einen Namen, ein soziales Umfeld, sprich eine Identität verleiht und somit die Identifikation mit der Fernsehfigur erleichtert (Kamp/Rüsel 2007: 106). Eine medienwissenschaftliche Diskussion des Kinofilms wird daher nicht erfolgen. Das vorliegende digitale Material ist ein Fernsehmitschnitt der Serie, der einen Vorteil zur DVD/Verkaufsversion aufweist, nämlich die Einblendung der Sponsoren, die durchaus Mitspracherecht bei der Gestaltung von Fernsehserien haben. Leider fehlen die Werbeeinblendungen, wodurch es nicht möglich ist weitere Aussagen über eine mögliche Einwirkung des Sponsors auf das Bild der Otaku zu machen. Trotz der Schwerpunktlegung auf die Fernsehserie werden die anderen Medienprodukte, sprich Zusammenfassungsseite, Buch, Film und Manga, soweit dies für die Analyse des Phänomens von Wichtigkeit erscheint, vorgestellt und mit einbezogen. Mit Rücksicht auf die gegebene Problemstellung, muss auf eine detaillierte Untersuchung der Manga verzichtet werden, da die abgeschlossenen Reihen mit ihren insgesamt 10 Bänden den Rahmen der Arbeit überschreiten würden. Anstelle einer Bearbeitung aller Bände steht eine Betrachtung der Exposition, in der die wichtigsten Informationen zu einem möglichen Bild der Otaku zu finden sind. Diese ist jeweils im ersten Band der jeweiligen Mangareihe situiert, wodurch der Schwerpunkt der Analyse dieses Mediums auf die ersten Bände entfällt. Auch auf ein näheres Eingehen auf die Originalforeneinträge wird verzichtet (vgl. ANDÔ 2005).
Neben der Beschäftigung mit den Medienprodukten wird auch das Genre Fernsehserie selbst im Kontext Japans besprochen, da gravierende Unterschiede zum deutschen Fernsehen vorliegen. Vorwiegend soll sich diese Arbeit mit dem Otaku-Diskurs beschäftigen, doch steht auch dieser Diskurs in einem größeren Kontext, der zum Abschluss der Arbeit Erwähnung finden wird. Darunter fallen, die im Vorfeld schon angedeutete Verbindung von Otaku-Diskurs zum wirtschaftlichen Diskurs, sowie dem Liebesdiskurs, der durch weitere Best-
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sellerverfilmungen wie „Aufschrei nach Liebe, im Zentrum der Welt“ 19 , „Ich komme gleich zu dir“ 20 und dem südkoreanischen „Wintersonate“ 21 viel Aufmerksamkeit auf sich zog (TAKARAJIMA 2005: 35; SUZUKI 2005: 84-85). Doch bevor wir zur eigentlichen Medienanalyse kommen, gilt es im ersten Schritt den medialen Hintergrund in Japan zu klären, der das Phänomen an sich, als auch die soziale Gruppe der Otaku im weitesten Sinne bestimmt. Im Anschluss daran soll anhand der Buchfassung, die in japanischer, englischer als auch deutscher Sprache vorliegt, die genauere Entstehung des Phänomens umrissen, die Hauptfiguren und Rahmenhandlung, der dem Medienmix zugrunde liegenden wahren Liebesgeschichte, gestellt werden, damit ein Grundwissen vorhanden ist, auf dessen Basis die Medienanalyse bzw. das Phänomen an sich eingeordnet werden kann.
2. Hintergründe für die Entstehung des „Train Man“ Medienmixes
2.1 Der mediale Hintergrund
Das Jahr 2004, 79 480 000 Japaner (62.3% der Gesamtbevölkerung) verwenden nach Hochrechnungen des Ministeriums für öffentliche Verwaltung, Inneres, Post und Telekommunikation das Internet (Sômushô 2007: 151).
Diagramm 1 Internernutzerzahlen und Verbreitung unter der Bevölkerung (aus Sômushô 2007: 151; vgl. Den 2007: 172-173)
19 “Sekai no chûshin de, ai wo sakebu“ 『世界の中心で、愛をさけぶ』(kurz Sekachû) ist 2001 bei Shôgakukan erschienen; 2004 wurde der Medienmix erweitert auf die Bereiche Manga, Kino und Fernsehen. Das Buch gilt als das Buch mit den größten Auflagenzahlen in Japan.
20 „Ima, ai ni yukimasu“『いま、会いにゆきます』Medienmix wie Sekachû, 2003 bei Shôgakukan erschienen.
21 „Fuyu no sonata“『冬のソナタ』südkoreniasche Fernsehdrama, das 2003 bei NHK ausgestrahlt wurde und zu einem Korea-Boom in Japan verantwortlich war.
9
2001 fasste die Regierung den Plan die Strategie „e-Japan“ (electronic-Japan) umzusetzen, um gegen die bevorstehenden vielfältigen Problemstellungen der Zukunft gewappnet zu sein. Es wurde vorausgesagt, dass „Japan neben einem Wandel des sozialwirtschaftlichen Umfelds, der mit dem Schwinden der Bevölkerungszahl, dem Rückgang der Geburtenrate und einer damit einhergehenden Überalterung der Gesellschaft begonnen hat, auf vielfältige Probleme in den Bereichen des gesellschaftliches Lebens und der Wirtschaftsaktivitäten treffen wird.“ (Sômushô 2007: vii)
Von dieser Vorstellung ausgehend schien es der Regierung wichtig, nicht bei einer reinen Verbesserung der Effizienz vorhandener Prozesse zu verbleiben, „sondern dass gesamte sozioökonomische System zu einem System von hoher Vielfältigkeit, Kreativität, Produktivität und Glaubwürdigkeit zu revolutionieren“ und dadurch Japan bis 2005 zu einem führenden IT-Staat der Welt zu machen. Im Laufe dieser Umwälzungsprozesse wurde vor allem die Entwicklung und Verbreitung der medialen Infrastruktur Japans vorangetrieben. Diesen Maßnahmen folgte 2004 die Orientierung hin zu dem so genannten Ubiquitous-Network 22 , das auf eine Allgegenwart (lat. ubique = überall, allgegenwärtig bzw. universell) der Computertechnik und somit von virtuellen Welten zielt. Das Motto der Regierung lautete „Jederzeit, Überall, Alles und Jedermann“ 23 und verweist somit auf das Endziel - die Ubiquitous-Society 24 , in der der freie Austausch von Informationen ohne Restriktionen durch Lokalität oder Bandbreite erfolgen können soll (Sômushô 2006: vii). Die zwei wichtigsten Schlagwörter in diesem Zusammenhang sind Mobilisierung im Sinne einer Erhöhung der Mobilität/Flexibilität 25 und Bandbreitenvergrößerung 26 , damit auch größere Datenmengen übertragbar werden (Sômushô 2006: 17). Welchen Stellenwert das Internet nun im Japan der heutigen Zeit hat, soll das folgenden Diagramm 2 verdeutlichen:
22 jap. Yubikitasu nettowâku ユビキタスネットワーク
23 jap. „Itsumo, dokodemo, nandemo, daredemo“「いつでも、どこでも、何でも、誰でも」
24 jap. Yubikitasu shakai ユビキタス社会
25 jap. Mobairukaモバイル化
26 jap. Brôdobandokaブロードバンド化
10
Diagramm 2 Vergleich der Wichtigkeit der Medien nach Zielsetzung (Sômushô 2007: 161)
Nicht die genauen Werte dieses Diagramms sind wichtig, sondern der innermediale Vergleich in den vier Bereichen (v.l.n.r.) Nachrichten, Entertainment, Einkaufsberatung und andere für den Lebensalltag wichtige Informationen. Die farbigen Balken spiegeln die Medien (v.l.n.r.) Internet, Fernsehen, Radio, Zeitung und Zeitschrift wider. Der Grenzwert 0.0 trennt den positiven Bereich „wichtig“ vom negativen Bereich „weniger wichtig“ ab. Aus diesem Diagramm ist klar ersichtlich, dass das Internet einen äußerst hohen Stellenwert zu besitzen scheint. In der Kategorie Nachrichten ist das Medium mit 0,01 Punkten hinter dem Medium Zeitung. Einzig im Bereich Entertainment hält das Fernsehen seine Vorreiterrolle. Das Radio, das im Erdbebenland Japan bis heute eine wichtige Rolle spielte, scheint immer mehr an Wichtigkeit zu verlieren. Anstelle dessen tritt das Internet, das vor allem durch Podcastsdigital aufgezeichnete (Radio)sendungen - in diesen Bereich eindringt 27 . Im Jahr 2004 besaß jeder Haushalt im Durchschnitt 2,5 Farbfernseher, 1,9 Mobiltelefone und 1,0 Computer. Im Durchschnitt wurden 3 Stunden und 55 Minuten Fernsehen pro Tag gesehen (Sômushô 2006: 211). Im Vergleich dazu, wurden im Januar 2004 im Durchschnitt 26 Minuten und 49 Sekunden zu Hause im Internet verbracht und dabei 49,7 Internetseiten angesehen - Tendenz steigend (Sômushô 2006: 22). Das Fernsehen ist und bleibt noch
27 Man könnte sogar vom Auftreten einer „I-Pod-Kultur“ sprechen.
11
das Massenmedium Nummer 1 in Japan 28 , vor allem da es durch seine Passivität (Fernsehen als Nebentätigkeit 29 ) und eine sehr breite Nutzerschicht, die von Kleinkindern bis zu alten Menschen reicht (vgl. Knobloch 2003: 24-25), wieder einen andere Stellenwert einnimmt als das Internet.
Diagramm 3 Länge des Fernsehkonsums pro Tag (unten der öffentlich rechtliche Sender NHK, oben die Privatsender in Sômushô 2007: 211)
Neuste Videospielkonsolen und Handhelds folgen diesem Trend und erreichen somit selbst jüngere Konsumentenschichten. So verfügen die Handhelds der letzten Generation über die Möglichkeit auf Funknetzwerke - so genannte W-LANs (Wireless Local Area Network oder zu Deutsch „drahtloses lokales Netzwerk“) - zuzugreifen und somit über das WorldWideWeb Updates und Informationen abzurufen. Im Falle des Nintendo DS ist sogar Fernsehempfang möglich. Nicht nur die Kleingeräte, sondern auch stationäre Systeme wie z.B. Microsofts X-Box 360, Sonys Playstation 3 oder Nintendos Wii kommen nicht mehr ohne eine Möglichkeit zum Internetzugang aus. Im Bereich der Pc-Spiele entwickelte sich seit 1998 ein schnell anwachsender Markt im Sektor Online-Gaming mit dem Fokus auf MMOG (Massive Multiplayer Online Game bzw. zu Deutsch Massen-Mehrspieler-Online-Gemeinschaftsspiel). Ein Erfolgsbeispiel ist „World of Warcraft“ (kurz WOW) ein Rollenspiel vom amerikanischen Spielehersteller Blizzard, indem man die Kontrolle über einen selbst generierten Charakter erhält und sich online alleine oder in Gruppen vorgegebenen
28 Nach einer Untersuchung der Firma Dentsû im Februar des Jahres 2008, fand man heraus, dass das Internet immer weiter in den Alltag eindringt. Auch wurde auf eine crossmediale Nutzung von Fernsehen und Computer hingewiesen, die sich u.a. darin zeigt, dass Informationen, die im Fernsehen gezeigt wurden, im Computer/Internet überprüft oder weiterverfolgt wurden. Trotz des Einflusses des Internets gaben außerdem 63.4% der Befragten an zu Hause Zeitung zu lesen. In: YahooJapanNews (2008)
29 jap. „nagara“ shichô 「ながら」視聴 (NHKHK 2006: 9)
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Missionen in einer fantastischen Welt (VR = Virtual Reality/Virtuelle Realität) stellt 30 . Diese Ausweitung der internetfähigen Endgeräte ermöglicht es immer mehr Menschen - vor allem auch immer mehr jungen Menschen - einen Zugang zum Internet zu finden. Die Entwicklung zeigt auch das folgende Diagramm 4, in dem die Internetnutzerschichten nach Altersklassen aufgeschlüsselt sind.
Diagramm 4 Internetnutzeranteile nach Generationen (links 2004, rechts 2007 in Sômushô 2007: 169)
Die Daten der Weißbücher zu den Informationsmedien sollten zwar nicht ohne kritisches Hinterfragen verwendet werden, doch kann dies an dieser Stelle nicht geleistet werden. Auf diesem Hintergrund der Wandlung Japans hin zu einer Informations- und Wissensgesellschaft, mit ihrem Fortschritt auf der einen Seite und ihren Problemen z.B. der Internetkriminalität, der Anonymität 31 , der „Freiheit“ des Internets auf der anderen, entstand das Phänomen Densha Otoko. Weitere Informationen zur Thematik Medien und Informationsgesellschaft sind in Den (2007) zu finden, das die Entwicklungen der Medien-landschaft bis und von 2007 anhand von einer Vielzahl von Übersichtsdarstellungen, Diagrammen und Tabellen nachzeichnet (Vgl. Sômushô 2006/2007; NHKHK 2006) 32 . Doch nun zum Ursprung des Phänomens.
2.2 Eine Welt namens 2Channel
Wie schon erwähnt wurde, entstammt „Train Man“ dem Internet, genauer gesagt dem 2Channel (kurz 2ch - gelesen Ni-channel), das als die größte Internetforenseite Japans
30 Zu Video-/Pc-Spiele in Japan und deren Wirkung auf den Aspekt Kommunikation siehe Grassmuck (1993; 1998; 2000).
31 Vgl. ASK (2008) jap. Gakkô urakei saito 学校裏系サイトInoffizielle Schulhomepages.
32 Übersichten zu den einzelnen Medienbreichen finden sich in Den (2007: 43, 124 u. 172).
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bekannt ist. Im Folgenden soll dargestellt werden, wie diese Internetseite aufgebaut ist und welche Besonderheiten sie aufweist.
2Channel 33 wurde von NISHIMURA Hiroyuki 34 am 30.05.1999 gegründet und erlangte an Popularität durch das Motto „Wir behandeln Themen vom Hacken bis zum Nachtimbiss“. Das BBS (Abk. für Bulletin Board System), wie diese Forenseiten auch genannte werden, lässt sich grob in drei Einheiten unterteilen: Kategorie, Forum (Brett - engl. Board), und Diskussionsstrang. Beiträge können dabei aber nur in den jeweiligen Diskussionssträngen eingegeben werden. Der Oberpunkt Kategorie umfasst die folgenden Unterpunkte: 2Channel, Gesellschaft - Ereignisse, Lehre - Erziehung, Lebensumstände & Lebensunterhalt, Hobby -Kultur, Unterhaltung & Rundfunk/Fernsehen, Computer, Plauderei & Neta 35 , Programme & Sonstiges 36 (SUZUKI 2005: 144; TAKARAJIMA 2005: 61; Hansen 2006: 11-16). Diese bilden einzelne Internetseiten, die auf der Hauptseite von 2Channel zusammenlaufen. Ein Beispiel für solch eine Hierarchie zeigt Darstellung 1.
2ch (Hauptseite, auf der die verschiedenen Foren verlinkt sind)
Gesellschaft (Oberkategorie)
Darstellung 1 Die Struktur des Forums 2ch anhand eines Beispiels (2ch Zugriff: 06.06.2008)
Nicht nur die Themenvielfalt der einzelnen Diskussionsstränge sind eine Besonderheit, sondern auch der von der Norm abweichende Sprachgebrauch, der die virtuelle Welt des 2ch mitdefiniert. Um die Charakteristika der 2ch Kommunikation aufzuzeigen ist es sinnvoll sich an einem Beispiel zu orientieren. Für die Erklärung soll ein Forenbeitrag aus „Train Man„ dienen, der diese Welt fast eins zu eins widerspiegelt und neben dem ungewöhnlichen Sprach-und Zeichenbild auch die äußere Form eines Beitrags, die sich immer wieder wiederholt, verdeutlicht. Aus Gründen der Verständlichkeit wird dem japanischen Original die deutsche Übersetzung gegenübergestellt.
33 jap. Nichanneru 2ちゃんねる
34 西村博之
35 Neta:
(1)Bezeichnet unwahre Einträge. Viele zielen nur darauf ab Popularität zu erlangen. Man spricht auch von Netaresu [Anmerkung des Verfassers: resu kommt vom englischen Wort Response] (2)Vorschlag für Gesprächsstoff. Gesprächsstoff. aus KEN (2003)
36 Siehe NISHIMURA (o. J.).
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811 Name: 731 Beitrag vom 14.03.04 23:40
Irgendwie hab ich heute nur ungewöhnliche Dinge gemacht, ich bin total fertig … _| ̄|○
tnx Leute, dass ihr meinen Schreibversuch gelesen habt Wenn sie sich melden sollte, berichte ich natürlich(`・ω・´) >>805
Hätte ich auch gerne gemacht, aber es saßen ja nur Frauen im Abteil … Aus meiner Sicht war der Businesstyp ein Held Wäre er nicht gewesen, hätte ich vermutlich eine erbärmliche Figur gemacht und ordentlich eins auf die Fresse bekommen … cu
(„Train Man“ deutsche Ausgabe 2007: 15)
811 名前:731 投稿日:04/03/14 23:40
なんか今日は慣れないことばっかやってどっと疲れたよ・・・_| ̄|○
こんな駄文読んでくれて、おまいらあらいがとう もしも連絡があったら、もちろん報告します(`・ω・´) >>805
俺もそうしたかったけど、乗ってたのは女性ばっかだったのよ・・・(´・ω・`) リーマンさんは俺から見たらネ申でした 彼がいなかったら普通にブチのめされて 醜態晒したと思う・・・ ではでは ノシ
(„Train Man“ japanische Ausgabe 2004: 11)
Der Beitrag beginnt mit einer festgelegten Kopfzeile, in die eine durchlaufende Beitragsnummer, der Name des Posters (Beitragschreibers), Datum und Uhrzeit der Einsendung vermerkt sind. Zum Namen ist zu sagen, dass es auf den meisten Foren des 2ch keine Registrierungspflicht gibt und somit meist ein Ersatzname automatisch vom System eingefügt wird. Dieser Ersatzname ist immer gleich und wird in der deutschen Übersetzung von
„Train Man“
einfach mit
anonym
(auf Japanisch wird der Begriff
Nanashi
37
kurz ohne Name zusammen mit der Anrede
san
38
, dem deutschen
Frau
bzw.
Herr
zu vergleichen, angezeigt) übersetzt. Möchte man auffallen oder die Lesbarkeit des Textflusses erhöhen, so ist es jedem freigestellt seinen richtigen Namen oder ein Pseudonym zu verwenden. Dies tritt aber häufiger in registrierungspflichtigen Foren auf. In diesem Beispiel hat Train Man, um sich kenntlich zu machen, die Kennnummer seines ersten Beitrags genommen. Dadurch kann man durch Suchfunktionen im Browser leichter dem Hauptdiskussionsfaden folgen. Da der Be-
37 名無し
38 さん
15
treiber einer Internetseite für den Inhalt haftet 39 , kommt es vor, dass in Foren, in denen besonders brisante Themen behandelt werden, vor dem Namen der Eintrag „Verantwortung für den Inhalt“ (Bunseki 文責) samt einer Identifikationsnummer angezeigt wird (Hansen 2006: 13, 16; SUZUKI 2005: 17-18 u. NISHIMURA o. J.).
Auffallend am visuellen Erscheinen des Beitrags ist mit Sicherheit die Verwendung von 2ch typischen Emotikons, deren Besonderheit unter anderem in der Ausnutzung des kompletten japanischen Jis-Zeichensatzes liegt, in dem u.a. griechische und russische Zeichen enthalten sind. Im Beispiel taucht als Repräsentation der Nase der griechische Buchstabe Omega auf. Diese Form der Emotikons nennt man im engeren Gesichtsbuchstaben (Kaomoji 顔文字) und in weiter Bedeutung Bildbuchstaben (Emoji 絵文字). Graphische Darstellungen, die vorwiegend mit dem standardisierten ASCII-Zeichensatz erstellt werden, heißen Ascii-Art (Ascii-Kunst) und finden sich nicht in diesem Beispiel, doch gehört auch dies zur Kultur des 2ch und sollte daher der Vollständigkeit halber aufgeführt werden. ASCII steht für „American Standard Code for Information Interchange“ 40 und besteht mit dem Leerzeichen beginnend aus den folgenden Zeichen:
!"#$%&'()*+,./0123456789:;<=>?@ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ[\]^_`abcdefghijkl mnopqrstuvwxyz{|}~
128 Zeichen sind es insgesamt, doch sind nur 95 druckbar. Die nicht druckbaren Zeichen wurden aus Gründen der Verständlichkeit nicht mit aufgelistet. Typisch ist z.B. die einfach gestaltete Katzenfigur Monâ oder eine komplexe Darstellung einer Szene aus der bekannten Managreihe „Dragonball“, wobei aus Gründen der Traffic (Datenvolumen, die vom Server her übertragen werden) und der Datenspeicherung komplexe Ascii-Art auch im weitesten Sinne als Spam 41 angesehen werden kann, insbesondere, wenn die Darstellungen in Form und Anzahl ausarten.
39 Gesetz zur Begrenzung der Verantwortung von Foren und Providern - jap. Denshikeijiban to purobaida sekinin seigen hô 電子掲示板とプロバイダ責任制限法
40 Siehe Wiki-D B
41 Arashi:
Personen, die absichtlich Foren und Diskussionsstränge stören. Bezeichnet ebenfalls die Handlung. Häufig geben sie bedeutungslose Beiträge ab oder kopieren bereits vorhandenes Material. Buragura (Browser Crasher) [...]. Es existieren auch Arashi, die Guro-Bilder (groteske Bilder von z.B. Leichen) posten. Wenn man es als Belästigung empfindet und sagt, dass sie aufhören sollen, führt es nur dazu, dass sie weiter zunehmen. Die wahren Arashi vergnügen sich an den Reaktionen der Leute. Daher ist es am besten sie zu ignorieren. Aus KEN (2003)
16
Illustration 1 Monâ aus Wiki-J T
Illustration 2 Figur aus der Mangareihe „Dragonball“ aus MARUHESO (2006)
Neben diesen graphischen Elementen, die die doch karge 2ch Landschaft zu dem machen, was sie ist, finden sich in dem Beitragsbeispiel auch mehrere sprachliche Elemente, die nicht mit der hochjapanischen Schreibung übereinstimmen. Diese Elemente fallen unter den Begriff der 2ch-Fachsprache 42 .
Häufig auftretende Ausdrücke sind Omaira (おまいら), Noshi (ノシ) und Neshin (ネ 申). In der Übersetzung finden wir die Worte, Leute, cu (englischer Internetslang für „see you“) und „Held“. Omaira ist eine phonetisch veränderte Form von Oma-e-ra einem eigentlich eher unhöflichen, männlichen Ihr, wobei das japanische System der Höflichkeitssprache, die sich nach sozialem Status, Alter, Bekanntschaftsgrad, Geschlecht etc. richtet, in diesem Kontext nicht greift, da durch Anonymität weder Geschlecht noch Alter bekannt sind und zumindest im 2ch auch nicht erwartet wird. Eine Zone sozusagen ohne gesellschaftlichen Druck. Noshi, auch wenn es in dieser Form nicht danach aussieht, ist die visuelle Repräsentation einer hochgehobenen Hand und wird in diesem Sinne häufig in Fällen verwendet in denen um Zustimmung gebeten wird bzw. als Ersatzform zu byebye 43 . In eine andere Richtung geht Neshin, das eine Komposition aus einem japanischen Silbenschriftzeichen NE (Radikal/Bedeutungsteil) und dem chinesischen Schriftzeichen (phonetischer
42 jap. 2ch Yôgo 2ch用語Siehe dazu das Online Wörterbuch 2tenPlus unter http://www.media-k.co.jp/jiten/ -KEN (2003).
43 Siehe KEN (2003).
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Teil) für Affe bzw. für eine höfliche Form des Verbs sagen darstellt und zusammengefügt im herkömmlichen Sinne Gott bedeutet. Da es in Japan nicht den einen Gott gibt, kann man die Wendung hier als „Retter in der Not“ begreifen. Für eine genauere Kategorisierung des Wortschatzes nach Entstehungsmuster und für weitere Beispiele siehe Hansen (2006: 13-15), TAKARAJIMA (2005: 63-72) und SUZUKI (2005: 18-26).
Es häuften sich im Laufe der Zeit so viele 2ch spezifische sprachliche Phänomene, dass eigens ein (Fachsprachen-)Wörterbuch konzipiert werden musste, um die Verständlichkeit/Leserlichkeit der Beiträge zu gewährleisten. Die Rede ist von dem Onlinewörterbuch „2tenPlus“, das am 30.07.2005 in dritter Auflage in Buchform erschienen ist.
2.3 Die Entstehung des Densha Otoko Phänomens
In dieser Umgebung, genauer im Forum für allein stehende Männer 44 (ANDÔ 2005: 14), unter dem Diskussionsstrang „Hier wird allein stehenden Männern in den Rücken geschossen“ 45 entstand die Geschichte um Train Man (ANDÔ 2005: 121). Man sagt, dass ein Diskussionsfaden in ein bis zwei Minuten die 1000 Einträgegrenze erreichen kann. Daher müssen immer wieder weitere Diskussionsfäden eröffnet werden. Wenn das Thema beliebt ist, kommt es auch zu Serienbildungen. Die Diskussionsstränge werden dann meist mit durchlaufenden Ziffern versehen. In diesem Fall ist es für neu Hinzugekommene schwierig der Unterhaltung zu folgen. Dafür müsste man eine enorme Menge an Informationen bewältigen. Daher kommt es manchmal vor, dass jemand aus dem Forum sich die Mühe macht und die Hauptpunkte aus der Diskussion heraus kopiert und daraus eine Übersichtsseite erstellt (Hansen 2006: 12 u. 16). Im Fall von „Train Man“ spricht ANDÔ Kenji 46 (2005: 71) davon, dass man etwa drei Wochen benötige, um die Originaltexte inhaltlich zu erfassen. Die Übersichtsseite hingegen, kann man in etwa vier Stunden lesen, wenn nicht sogar schneller 47 . Diese Sisyphusarbeit machte sich ein Mann, der sich selbst das Pseudonym „Naka no hito“ ( „中の人“ zu Deutsch „eine Person aus unserer Mitte“) gibt, womit er vermutlich andeuten möchte, dass er zur Gruppe der Forennutzer zählt - zum Kern gehört. Es ist davon auszugehen, dass mehrere Personen unter der Leitung von NAKANO
44 Dies schließt nicht aus, dass nicht auch Frauen oder nicht allein stehende Männer aktiv (lesen und schreiben) bzw. passiv (nur lesen) an der Diskussion teilgenommen haben. Es gibt nur wenige deutliche Textstellen, die die Teilnahme von Frauen belegen können (siehe „Train Man“ deutsche Ausgabe S. 43, 44, 51 und u.a. 60). Der japanische Forentitel lautet Dokushinotoko@2ch keijiban独身男@2ch掲示板.
45 jap. Dokuo ga ushiro kara utareru sure 毒男がうしろからうたれるスレ [Übersetzumgsansätze übernommen aus „Train Man“ deutsche Fassung]
46 安藤健二
47 basierend auf der eigenen Lese-Erfahrung des Verfassers dieser Arbeit
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Hito an der Arbeit beteiligt waren. Hinweise dazu finden sich in einem Beitrag von NAKANO Hito im Forum für allein stehende Männer. Seine Überarbeitung der Densha Otoko Diskussionsstränge innerhalb seiner Zusammenfassungsseite unter dem Namen „Hier wir einsamem Otaku 48 in den Rücken geschossen - Ruft die Sanitäter“ 49 diente als Vorlage für das Buch (u.a. TAKARAJIMA 2005: 54). Der dazugehörige Foreneintrag lautet:
367 Name: Nakano Hito Beitrag: vom 10.04.04 21:00
Here we go.
Ich habe den Thread >>Hier wir einsamem Otaku in den Rücken geschossen - Ruft die Sanitäter<< neu eingerichtet:
http://www.geocities.co.jp/Milkyway-Acquarius/7075/ Die verschiedenen Bombenangriffe sind in gestraffter Form darin enthalten. Diejenigen, die nicht immun sind, mögen bitte vorsichtig sein.
Ich habe ja bereits an verschiedener Stelle angekündigt, dass ich ein Buch aus den Threads machen möchte. Falls andere Folgethreads existieren, bitte ich um Erlaubnis, sie ebenfalls zu verwenden. Den Moderatoren vielen Dank für die Mitwirkung (Auszug aus der deutschen Ausgabe von „Train Man“ 2007: 143)
Der Autorenname NAKANO Hitori 50 , der das Buch mit dem Titel „Densha Otoko“ ( 『電車男』„Train Man“ 51 von 2004) ziert, wird als Anlehnung an NAKANO Hito angesehen, könnte aber auch als Pars pro toto für das Forum selbst gelten 52 . Auch vor der Buchadaption wurde Densha Otoko schon in verschieden Foren und Blogs (TAKARAJIMA 2005: 34), selbst in Zeitschriften zum Gesprächsthema. Viele Verlage bemühten sich darum die Rechte für Densha Otoko zu erlangen, doch war es Shinchôsha, die den Zuspruch von Seiten
48 Übersetzung aus der deutschen Ausgabe von „Train Man“ (2007) - eigentlich ist Doku-o 毒男 [das zweite Schriftzeichen wird in diesem Fall nicht otoko gelesen - In der Fernsehserie findet die Lesung Doku-otoko aber auch Verwendung] (wortwörtlich: Giftmänner) ein 2ch-Fachwort und bezeichnet allein stehende Männern bzw. das Forum für allen stehende bzw. Single-Männer (aus KEN 2003).
49 jap. Ushiro kara utareru sure eiseihei wo yobe 毒男が後ろから撃たれるスレ衛生兵を呼べ unter NAKANO 2004
50 jap. 中野独人“einer von uns“ (Übersetzung aus der deutschen Ausgabe von „Train Man“ von 2007)
51 Die Übersetzug Train Man findet sich auch auf dem Einband der Originalausgabe und gilt damit als beste Übersetzungsmöglichkeit für den Titel Man kann ihn vielleicht auch als Anlehnung an Superheldennamen, wie z.B. dem jap. Ultraman oder dem amerik. Superman, sehen. Leider gibt keine genaueren Ausführungen zur Benennung der Hauptfigur, nur eine direkte Verbindung des Vorkommnisses „Rettung im Zug“ und dem Geschlecht des Retters. Im Buch verwendet Train Man den Benutzernamen für sich selbst. In der deutschen Ausgabe das erste Mal im Beitrag 762 auf Seite 15 (Name: 731 alias Train Man - ab Beitrag 604 auf Seite 69 nur Train Man [mit einem Identifikationscode]).
52 Übersetzung aus der japanischen Ausgabe von „Train Man“ (2004):
NAKANO Hitori ist ein erfundener Name und bedeutet: „Singles, die sich im Internetforum treffen“ Dazu die englische Ausgabe:
NAKANO Hitori (meaning ´one of us´) was the name used by an anonymous messenger who first collected Train Man´s adventures into a single complete and magic thread. Since then Train Man has become a Japanese social phenomenon, generating a hit movie, a TV series, stage play, five manga realisations, a guidebook and three companion books. The true identity of Train Man remains a closely guarded secret.
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des Forenverwalters NISHIMURA Hiroyuki, Densha Otokos und des Verwalters der Übersichtsseite bekamen, da der Verlag einwilligte, das Forum soweit wie möglich in seiner ursprünglichen Form zu übernehmen. Bis auf das Wegfallen von Bildmaterial, das nur auf der Übersichtsseite zu finden ist, ist das auch geschehen. „Train Man“ ist eine über zwei Monate sich hinziehende Geschichte, die sich im Internetforum 2Channel abspielte, innerhalb dieses Prozesses auf einer Übersichtsseite zusammengefasst und letztendlich von einem Verlag publiziert wurde.
ANDÔ (2005: 5) führte eine quantitative Analyse der Densha Otoko Original-Diskussionsstränge [die in stark überarbeiteter Form veröffentlicht wurden] durch und verglich seine Ergebnisse mit dem Buch. Dabei fand er heraus, dass nur 6.4% der Beiträge in die Druckversion übernommen wurden. Diese doch überraschende Zahl ergibt sich aus dem einfachen Tatbestand, dass das Buch auf einer stark gekürzten Fassung der Diskussionsstränge, nämlich der Zusammenfassungsseite von NAKANO Hito basiert. Daher ist es seiner Meinung nach nicht gelungen die ursprüngliche Atmosphäre des Forums einzufangen und er geht sogar soweit zu sagen, dass dadurch eine gewisse Verfremdung des Originalgeschehens stattfand. Dabei relativiert er seine Meinung wie folgt:
„Würde man das Forenprotokoll von „Train Man“ in unveränderter Form publizieren, würden mit Leichtigkeit Seitenzahlen im Bereich von 5000 überschritten werden. Wer würde „Train Man“ kaufen, wenn es eine so lange Reihe wäre wie KICHIKAWA Eijis „Die Chroniken der drei
Reiche 53 “? Es ist normal es so zu bearbeiten, dass es so viele Leser wie möglich lesen können. Auch die bekannten Märchen der Gebrüder Grimm waren in ihrer Erstauflage sehr brutal, doch in der zweiten Auflage wurden diese Stellen gestrichen und dessen Resultat war es, dass die Märchen von vielen Kindern auf der Welt gelesen wurden.“ (ANDÔ 2005: 9)
Da man aufgrund der bloßen Informationsmenge des Originalthreads davon ausgehen kann, dass die meisten Leser diese gar nicht zur Kenntnis genommen haben, scheint dieser Punkt für die Diskussion nicht so wichtig zu sein. In diesem Zusammenhang sprach die zuständige Redakteurin für „Train Man“ GUNJI Yûko (郡司裕子) davon, dass sie das Forum nicht bis zum 16.05.2004 verfolgte und auch die Einträge des 17.05.2004 nicht las. Damit widerspricht sie den Gerüchten, dass absichtlich bestimmte Passagen für die Buchfassung gelöscht wurden 54 . Im Rahmen dieser Arbeit ist eine Vorstellung und Diskussion der Originalbeiträge vom reinen Aufwand her nicht zu leisten und es wird somit auf ein näheres Eingehen darauf verzichtet. Des Weiteren wurde viel und lange in den Medien diskutiert, ob „Train
53 Historischer Roman in 8 Bänden mit ca. 4000 Seiten Umfang (Angaben auf www.amazon.co.jp letzter Zugriff: 06.06.2008).
54 SAITÔ (2004d)
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Man“ nun eine wahre Geschichte ist oder nicht 55 . Zur Diskussion siehe Hansen (2006: 27), ANDÔ (2005), SUZUKI (2005) und TAKARAJIMA (2005: 16-23; 140-144). Angelehnt an der Zusammenfassungsseite von NAKANO Hito, stellt sich die Gliederung des Buchinhalts wie folgt dar:
Mission 1
Dringende Anfrage: Essen, wo? Hilfe! Mission 2 >>Ich halte mich doch gut fest<< Mission 3 Sie nahm sanft meine Hand Mission 4
Der Moment, die Teetassen einzuweihen, war gekommen Mission 5
>>Bitte führen Sie mich nicht in Versuchung<< Mission 6 Das letzte Kapitel eines Wunders Nachspiel
>>So sehr hast du dich angestrengt …<< (entnommen der deutschen Ausgabe von „Train Man“ 2007)
An dieser Stelle soll betont sein, dass die oben aufgeführte Gliederung im Nachhinein eingeführt wurde, um die Leserlichkeit zu erhöhen. Die Originaldiskussionsstränge sind, wird keine besondere Software vom Forennutzer eingesetzt, linear-chronologisch angeordnet und nicht in einer baumdiagrammähnlichen Struktur, wie sie die Software erstellt. Die Benennung der Kapitel mit dem Ausdruck Mission bedarf einer genaueren Diskussion, da die anderen Medien anderen Bezeichnungen verwenden und je nach Ausdruck andere Konnotationen/Assoziationen bzw. Wirkungen auf den Leser/Zuschauer anzunehmen sind (vgl. Hansen 2006: 20).
Die Einbände der japanischen Ausgabe 56 (22.10.2004 l. o.), der britischen Ausgabe 57 (27.07.2006 r. o.), der amerikanischen Ausgabe (April 2007 l. u.) und der deutschen Ausgabe (August 2007 u. r.) gestalten sich wie folgt:
55 HONDA (2005: 204) bezeichnet „Train Man“ als Densha otoko shinwa - als Train Man Mythe.
56 Eine Besprechung der Buchaufmachung findet sich bei Hansen (2006: 26-26).
57 Schon vorher entstand eine englische Übersetzung von Fans im Internet. Siehe rinji.tv (2006).
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Illustration 4 Cover der Buchausgabe von „Train Man“ (l.o. J, r.o. GB, l.u. US, r.u. G )
Zu den Einbänden ist zu sagen, dass bis auf den deutschen Einband sich die britische und die amerikanische Version weitestgehend am japanischen Original orientieren, wobei sie anstelle der schlichten schemenhaften, aber doch stilvollen Abbildung von Train Man und Hermes, mangaeske Zeichnungen in den übernommenen Hintergrund einbinden. Die deutsche Fassung hingegen setzt auf fotografische Darstellungen von Train Man und Hermes, als Blickfänger.
Fast zeitgleich erschienen 2004 vier verschiedene Mangareihen in Japan (Manga = japanische Comics 58 ) - alle unter dem Titel „Train Man“. Englische Übersetzungen gibt es zu drei der vier Reihen (ohne links unten), doch in Deutschland ist bist jetzt nur 2007 „Train Man: Train Man 01“ (Illustration 5 - Cover r.u.) erschienen. Französische Übersetzungen sind unter den Titeln „Le garçon du train“ und „Densha otoko - l'homme du train“ publiziert worden.
58 Siehe u.a. Kôdansha (1993: 917f) [Überblicksartikel],Kinsella (1998) [Fanzine], Schodt (1996) [Einführung] u. TANAKA (2004) [Wurzeln].
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Die unter Illustration 5 abgebildeten Illustrationen sind die Einbände der Manga. Rechts unten befindet sich das Cover des zuerst erschienen Comics, das beim Verlag Shôgakukan, nachdem es im hauseigenen Mangamagazin „Young Sunday weekly“ (YS) in Fortsetzung veröffentlicht wurde, in drei Bänden erschien. Die beiden Bände links oben und unten sind beim Verlag Akita Shoten gleichzeitig erschienen. Auch diese Reihen umfassen jeweils drei Bände und sind das Produkt einer fortsetzenden Veröffentlichung in den verlagseigenen Mangamagazinen „Champion Red“ (Champion Red Comics) und „Young Champion“ (YC). Dass sie zuerst in Mangamagazinen, die für eine männliche Leserschaft konzipiert ist, erschienen, unterscheidet sie von der letzten Ausgabe rechts oben, die in dem Mangamagazin „Dessert“ (Verlag: Kôdansha; Kodansha Comics kurz KDC) zuerst veröffentlicht und schließlich zu einem abgeschlossenen Manga zusammengestellt wurde 59 . Letzteres Magazin zielt auf eine weibliche Lesergruppe im Alter zwischen 10 und 20 Jahren ab, was sich in der Konzeption des Mangas, sprich Zeichenstil, Storyentwicklung und Sprache, zeigt.
Die Titel der Manga lauten „Train Man. Eine Liebesgeschichte einer hübschen Frau und einem naiven Otaku aus dem Netz“ (OCHA 2005 [KCD]), „Train Man. Eine Liebesgeschichte, die im Netz beginnt und an allen Bahnhöfen halt macht“ (HARA 2005 [YSC]), „Train Man. Trotzdem gehe ich auf Reisen“ (WATANABE 2005 [CRC]) und „Train Man. Weiter so männliche Singles!“ (DÔKE 2005 [YCC]) 60 .
59 Nähere Informationen sind unter den folgenden Seiten zu finden: http://www.youngsunday.com/index.html (YS) http://www.akitashoten.co.jp/index2.html (RC und YC) http://www.kodansha.co.jp/dessert/ (KDC)
60 Vgl. TAKARAJIMA (2005: 166-175).
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Illustration 5 Cover der Mangaausgaben von „Train Man“ (l.o. CRC, r.o. KCD, l.u. YCC und r.u. YSC )
Auffällig ist bei den Einbänden der Comicausgaben die Ähnlichkeit des Hintergrunddesigns von YSC (r.u.) zur japanischen Buchfassung und eine sehr stark divergierende Gestaltung des Covers unter den jeweiligen Ausgaben. Einen Einblick zu den Leserschaften der einzelnen Mangamagazine, denen die Comicfassungen entstammen, verschaffen die folgenden Cover (siehe unten):
Illustration 6 Cover der Mangamagazine v.l.n.r. und v.o.n.u. Young Sunday, Dessert, Champion Red, Young
Champion
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Besonders die Ausgaben, deren Titelblätter leicht bekleideten Frauen zieren (jap. Gurabia), sind eindeutig einer [jungen] männlichen Klientel zuzuordnen, wobei solche Magazine auch häufig von Salaryman aller Altersklassen auf dem Weg zur Arbeit konsumiert werden.
Nachdem 2004 vor allem Printmedien das Phänomen Densha Otoko vorantrieben, wurde der Medienmix am 04.06.2005 durch den gleichnamigen Film „Train Man“ erweitert. Zehn Tage nach Kinostart spielte der Film über sechs Millionen Euro bei einer Besucherzahl von 659 141 Menschen ein. Am 13.07.2005 stiegen die Besucherzahlen sogar über die Zahl von zwei Millionen und machte den Film zu einem Kassenschlager 61 . Die Illustration unten zeigt das Cover der DVD.
Illustration 7 Cover der Film-DVD
Das Phänomen wuchs weiter an. Am 07.07.2005, am Tag des als romantisch angesehenen Tanabata-Festes 62 , begann der japanische Sender Fuji (Abk. CX) mit der Ausstrahlung der 11-teiligen Fernsehserie von „Train Man“. Aufgrund der hohen Popularität die sich in den hohen Einschaltquoten widerspiegelt, entschied sich der Sender dazu noch zwei Specials zu senden. Auch diese erreichten hohe Einschaltquoten (siehe Tabelle 1).
61 Siehe u.a. Wiki-J A bzw. 2channel raiburarî (o. J.).
62 Tanabata Festival 七夕 (Tanabata). One of Japans’s traditional five festvals, or gosekku (see SEKKU), currently observed on 7 July, or, in some locals, 7 August. Its clebration originated in Chinese folk legend concerning two stars - the Weaver Star (Vega) and the Cowherd Star (Altair) - who were said to be lovers woh could meet only once a year on the seventh night of the seventh lunar month. […] Although the modern celebration of Tanabata varies according to locale, a common feature of this festival is the display of bamboo branches decorated with long narrow strips of colored paper and other small ornaments and talismans. The paper strips are inscribed with wishes and romantic aspirations. […] aus Kôdansha (1993: 1522)
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Tabelle 1 Video Research - Einschaltquoten der Fernsehserie „Densha Otoko“ (2005) in Wiki-J D
Erreicht wurde eine durchschnittliche Einschaltquote von 21,2%. Zur Einschätzung des Stellenwertes dieses Zahlenwerts vergleiche man die folgenden Einschaltquoten 63 von japanischen Fernsehserien des Jahres 2005: Gokusen (Nippon TV) 28,0%; Engine (Fuji TV) 22,5%; Lieber Klöße als Blumen (TBS) 19,6%; Rettungsstation 24 Uhr (Fuji TV) 19,2%; Scheidung im reifen Alter (TV Asahi) 19,1%; Die gefährliche große Schwester (Fuji TV) 18,7%; Das Klassenzimmer der Königin (Nippon TV) 17,2%, Slowdance (Fuji TV) 17,0% u.a. (ZakZak 2006). Nur wenige Werte befinden sich überhalb der 20%-Marke. Somit ist davon auszugehen, dass „Train Man“ 2004 ein Hit war. Interessant hierbei sind die vergleichsweise hohen Werte im Kansai-Gebiet, auf die aber nicht eingegangen werden kann. Die Sendezeiten der Serie sahen wie folgt aus:
(2005)
Donnerstag 22:00 - 23:09 Uhr (Folge 1)
Donnerstag 22:30 - 23:24 Uhr (Folge 2)
Donnerstag 22:15 - 23:09 Uhr (Folge 7)
Donnerstag 22:00 - 22:54 Uhr (Folge 3-7, 8-10)
Donnerstag 22:00 - 23:24 Uhr (letzte Folge und Special 1)
(2006)
Samstag 21:00 - 23:09 Uhr (Special 2)
(aus Wiki-J D)
63 Auf die Problematik von Einschaltquoten wird in einem späteren Kapitel eingegangen.
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Dieser Zeitrahmen, der um 19:00 Uhr beginnt und um 23:00 Uhr endet, wird auch als Prime Time bezeichnet (Wiki-J K). Man geht davon aus, dass die höchsten Einschaltquoten in der so genannten Golden Time erzielt werden, die sich von 19:00 bis 20:00 Uhr erstreckt (Wiki-J L). Diese Zeiten haben mit den alltäglichen Routinen der Japaner zu tun. Auf diesen Aspekt wird zu einem späteren Zeitpunkt eingegangen, da er für das Verständnis der japanischen Fernsehlandschaft wichtig ist.
Illustration 8 v.l.n.r. DVD Box der Fernsehserie, DVD des zweiten Specials (abschließende Folge) „Train Man Deluxe - Der letzte heilige Krieg“
Neben den „klassischen“ Massenmedien erschien ein Rezitationstheater sowie eine Bühnenfassung, die den Medienmix noch um weitere Perspektiven ergänzten und dadurch halfen weitere Zuschauerschichten zu erreichen. Aufgrund der Quellenlage wird auf eine Analyse dieser beiden Medienformen verzichtet. Eine Zeittafel, die die Entwicklung des Phänomens übersichtlich darstellt, findet sich im Anhang.
3. Vorstellung ausgewählter Bereiche des Otaku-Diskurses
3.1 Der Begriff Otaku im Wörterbuch
Wie wird nun der Begriff Otaku verstanden? Bevor wir uns dieser Frage stellen, möchte ich auf eine kleine quantitative Untersuchung des Wortes verweisen. In der romanisierten Form mag es nur eine Schreibung von Otaku geben, nämlich otaku (ungeachtet Groß/Kleinschreibung), doch finden sich im Japanischen insgesamt 11 Möglichkeiten das Wort Otaku zu verschriftlichen: 御宅、お宅、おたく、おタク、オタク、ヲタク、Otaku、お
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た、オタ undヲタ 64 . Um zu schauen, wie verbreitet diese jeweiligen Formen sind, wurden alle Begriffe in die Internetsuchmaschine des japanischen Anbieters Yahoo 65 eingegeben. Die erhaltenen Trefferzahlen können natürlich nicht als absolute Werte angesehen werden. Nichts desto trotz sind es Werte, die zumindest eine Tendenz zur Verbreitung vermitteln können.
Tabelle 2 Internetsuche zum Ausdruck Otaku und seinen Schreibungen. Durchgeführt am 10.06.2008.
64 Die Reihenfolge könnte eine mögliche historische Entwicklung widerspiegeln, was aber noch zu belegen wäre. Der Vollständigkeit halber müsste in dieser Reihe auch der Ausdruck Otaku-zokuおたく族 aufgenommen werden, da er von NAKAMORI Akio (NANBA 2005: 134) fast synonym zu Otaku verwendet wurde. Vgl. dazu NANBA(2005: 149) Wandel von zoku 族(etwa Stamm) nach kei 系 (etwa Richtung).
65 http://www.yahoo.co,jp
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Schaut man sich die Tabelle an, so fallen zwei Werte besonders auf - die Trefferzahlen für オタク und Otaku. Die Katakana-Form オタク ist mit 40 100 000 Treffern an der Spitze und man kann davon ausgehen, dass diese Form im Sinne der modernen Bedeutung des Wortes Otaku, die im nächsten Schritt erklärt wird, dominant ist. Die Zahl 23 900 000 für Otaku ist ein Hinweis auf die Internationalisierung der Otaku-Kultur, in dessen Kontext der Begriff selbst eine Schlüsselfunktion aufweist. Neben dieser Vielfältigkeit an Formen bestehen mehrere Bedeutungsebenen. Ein dem Duden vergleichbares japanisches [einsprachiges] Wörterbuch namens „Kôjien“ (1998) erläutert den Begriff Otaku wie folgt:
„1. Respektvolle Bezeichnung für das Haus des Gegenübers. 2. Respektvolle Bezeichnung für den Ehemann des Gegenübers. 3. Respektvolle Bezeichnung für das Gegenüber bzw. dessen Partei. 4. (Oft mit Katakana geschrieben) Jemand, der nur für ein spezielles Feld oder eine Sache/einen Gegenstand Interesse hat, und darüber sehr genau Bescheid weiß, aber dem es an gesellschaftlichem gesundem Menschenverstand mangelt. Die Bezeichnung legt das Hauptaugenmerk auf die Tendenz, unter Gleichgesinnten das Gegenüber mit ‚otaku’ anzusprechen.“ (Übersetzung Kôjien
1998 aus Roth 2006: 3) 66
Zum Inhalt des Wörterbuchartikels ist zu sagen, dass das Lemma Otaku in vier Bedeutungen unterteilt ist, wobei die ersten drei Bedeutungen demselben Feld der Höflichkeitssprache angehören und um einen grammatischen Terminus zu verwenden, auf ein Personalpronomen verweisen, also zu der Kategorie Anredeformen zählen. Der Unterschied liegt nur im Gegenüber, der eine Einzelperson bzw. häufiger einen ganzen Haushalt repräsentiert. Leider gibt der Artikel keine Auskunft zu den pragmatischen Bedingungen für die Verwendung dieses Ausdrucks, die eindeutig mehr Klarheit in die Abgrenzung zur vierten Bedeutung bringen würde. Darunter würde ich Angaben wie Situation, Alter des Sprechers/Angesprochenen und Geschlecht zählen. Erläuterung vier, die einen semantischen Mehrwert zur Grundbedeutung darstellt, verweist auf einen Überbegriff für eine Gruppe von Menschen, die einen begrenzten Interessenbereich haben und aufgrund des Grades ihrer Beschäftigung mit diesem, es ihnen an „social skills“ mangelt. Auf diesen Punkt würde ich gerne später noch einmal zu sprechen kommen 67 .
Bei Roth (2006: 3) findet sich eine Anmerkung, dass der Begriff Otaku erst mit der 5. Auflage von 1998 den Weg ins Wörterbuch gefunden hat. Roth (2006: 4) weist indes anhand
66 vgl. „Das Großwörterbuch Japanisch“ „Ninhongokokugodaijiten“ 『日本国語大辞典』2002 [mit Textbelegen]
67 „The name otaku in Japanese connotes "male nerd." Science fiction writer William Gibson calls them "passionate obsessives." But as any otaku would tell you, he's no social reject. […] "There's a lot of people that have the same interest as I do. We exchange a lot of information," says Maeda. "I also teach at a school once a week and it's for video-making on PCs," Hayashi adds. “ (aus Stout 2001)
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von zwei Jahrbüchern, dem „Grundwissen der heutigen Alltagsbegriffe“ 68 (abgekürzt GYKC) und „imidas“ (Innovative Multi-Information Dictionary, Annual Series), nach, dass schon 1990 Einträge zum Stichwort Otaku vorhanden waren und somit der Begriff zu diesem Zeitpunkt schon in den öffentlichen Sprachgebrauch übergegangen zu sein scheint.
Ein Artikel aus einem Fachsprachenwörterbuch für Otaku soll als Ergänzung zum allgemein sprachlichen Wörterbuch dienen. Es handelt sich dabei um einen Wörterbucheintrag in dem Buch „Grundwissen des Otaku-Wortschatzes“ 69 , das 2006 erschien. In diesem wird Otaku wie folgt definiert:
Otaku
[Bedeutung]
1. Menschen, die hauptsächlich Subkulturen wie Anime, Manga und Video-/Pc-Spiele mögen und studieren
2. Menschen, die sich neben den oben erwähnten Bereichen auch noch für andere Genre begeistern
3. abschätzige Benennung für junge Männer, die sich an den eigentlich für Kinder gemachten oben genannten Bereiche erfreuen
4. Personalpronomen 2. Person Singular, das innerhalb von SF-Kreisen und Fanzine-Communitys benutzt wird
(OYKC 2006: 40)
Die Erklärung unter viertens verweist auf den Hintergrund der Neuprägung des Wortes Otaku. Es gibt mehrere Erklärungsversuche für die ungewöhnliche Verwendung des Wortes Otaku unter Jugendlichen, doch OKADA (2000: 11) spricht davon, dass das Personalpronomen zuerst unter Jugendlichen reicher Eltern, die die Keio Gijuku Yochisha Primary School besuchten, Verwendung fand. Einige dieser Jugendlichen arbeiteten später bei dem Anime-Studio Nue, das mit dem Fernseh-Anime „The Super Dimension Fortress Macross“ 70 einen Hit landete 71 . Für Otaku, die häufig neue Leute kennen lernen, stellte der höfliche Ausdruck Otaku [im Sinne des Personalpronomens/der Anredeform] eine praktische Möglichkeit dar, ohne große Energie aufzuwenden, den richtigen Sprachduktus zu treffen und somit
68 jap. „Gendai yôgo no kiso chishiki“ 『現代用語の基礎知識』(kurz GYKC). Siehe dazu Roth (2006: 32). Weitere Übersetzungen aus zu Jahrbuchartikeln der Jahre 1990-2004 finden sich bei Roth (2006: 32-35)
69 Otaku yôgo no kiso chishiki (kurz OYKC)ist erschienen beim Verlag Magajin Faibu. Kritik an dem Spezialwörterbuch findet sich bei KARASAWA/OKADA (2007: 173), die bemängeln, dass das Wörterbuch zu viel 2ch -Slang/Fachwortschatz enthielte. Dies könnte zu der Annahme verleiten, dass 2ch Fachsprache ein Bestandteil des Fachwortschatzes der Otaku ist. Einzuräumen wäre die Möglichkeit, dass tendenziell Otaku durch ihr Konsumentenverhalten [auch von sprachlichen Mitteln] häufiger solche Formen anwenden.
70 Chôjikû yôsai makurosu超時空要塞マクロス (1982) produziert durch Studio Nue スタジオ・ぬえ
71 SF-Roboter-Anime mit insgesamt 36 Folgen, die im Zeitraum 03.10.1982 - 26.06.1983 beim Sender Mainichi (MBS) ausgestrahlt wurden (Wiki-J U).
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schnell mit dem Gegenüber Informationen austauschen zu können. Darüber hinaus fand der Begriff auch in dem gerade benannten Anime in einer Dialogstelle der jungen weiblichen Hauptfigur Einzug.
Minmei: „Sind Sie so ein Mensch?“
Minmei: „Otaku, sô iu hito?“
(Zitat aus „The Super Dimension Fortress Macross“ in OAKDA 2000: 12)
Diese Verwendung unter den jungen Figuren des Animes, beeinflusste die Fans, die wie ihre Idole des Studios Nue, anfingen sich gegenseitig mit Otaku anzusprechen, was sich bis in alle Otaku-Kreise, selbst bis zu den Neulingen ausweitete (OAKDA 2000: 12; OYKC 2006: 41) 72 . Diese Theorie gilt als weithin akzeptiert, da sie den sozialen Hintergrund, das Fantum, sowie den Aspekt des Verbreitungsmediums mit einschließt und sich somit eine durchaus schlüssige Argumentation ergibt. Widmen wir uns im Folgenden der etymologischen Herleitung des Begriffs in seiner neusten Bedeutung, als Bezeichnung einer sozialen Gruppe.
3.2 NAKAMORI Akio und „Manga Burikko“ - Stigmatisierung einer sozialen Gruppe
Die neuere Bedeutung des Begriffs Otaku wurde 1983 von NAKAMORI Akio geprägt (z.B. ÔTSUKA 2007: 27; AIDA 2005: 19; ISHIKAWA 2007: 39; Roth 2006: 10). NAKAMORI, von Haus aus Kolumnist, veröffentlichte ab Juni 1983 drei Ausgaben lang, seine Essays mit dem Titel „Otaku-Studien 73 “ in der Rubrik „Tokio Club der Erwachsenen Jr. 74 “ des Mangamagazins „Manga Burikko 75 “.
72 weitere Theorien finden sich u.a. bei Manfé (2005: 21)
73 Übersetzung des japanischen Titels „‚Otaku’ no kenkyû“ 『「おたく」の研究』 nach Roth 2006
74 jap. „Tôkyô otona kurabu Jr.“ 『東京おとなクラブJr.』- Ableger des Minikomishi (Zeitschrift mit geringer Auflage) „Tokio Club für Erwachsene“ „Tôkyô otona kurabu“ 『東京おとなクラブ』
75 ぶりっ子; ブリッ子 (鰤子) ぶりっこburik·ko {名} (übertr.) junge Mädchen und Frauen mit geziertsüßem Verhalten. aus Apel (2003)
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Illustration 9 Die Cover der Juni-, Juli und August-Ausgabe des Magazins „Manga Burikko“ (MBNS C)
Verlag und Herausgeber wechselten und das drittklassige Erotik-Comic-Roman-Magazin wandelte sich seit seinem Ersterscheinen 1982 auf dem Hintergrund eines neuen Szenetrends zu einem Lolita 76 -Mangamagazin (MBNS 77 ) und erzielte damit kurzzeitig Verkaufszahlen von 30 000 Exemplaren (MBNS; ÔTSUKA 2007: 27) 78 . NAKAMORIs Essayreihe wurde in Reaktion auf die heftige Kritik von Leserseite aus durch den damaligen Herausgeber ÔTSUKA Eiji gestoppt. Aufgrund des niedrigen Bekanntheitsgrades (AIDA 2005: 21) und der geringen Auflage ist es fast unmöglich an die Originaltexte NAKAMORIs zu kommen, um den Inhalt zu untersuchen. Seit 21.08.2000 entstand eine Internetseite mit dem Namen „Manga burikko no sekai“ (zu Deutsch „Die Welt des Magazins Manga burikko“), die sich besonders der geschichtlichen Entwicklung des Magazins und der Bereitstellung NAKAMORIs Essayreihe „Otaku-Studien“, Leserkritiken sowie Stellungnahmen, verschrieb. Auf dieser Seite liegen alle relevanten Texte vor. Leider sind es nur abgeschriebene Texte, die keine Rückschlüsse auf das Layout und somit bestimmt Intentionen [vielleicht Selbstironie? Provokation?] des Verfassers schließen lassen. In seinem ersten Artikel „Otaku-Studien (1) Die Stadt ist voller Otaku“ 79 (Juni-Ausgabe 1983) schreibt NAKAMORI über seine Eindrücke von einem Comic Markt in Tokio 1982, als er 23 Jahre alt war.
76 „…rori-kon bekam seinen Namen von einem Roman Vladimir Nabokovs. Es bedeutet die merkwürdige sexuelle Vorliebe für Teenager-Mädchen (Lolita Komplex)." Es ist so eng verwandt mit otaku, daß die Enzyklopädie ihn als ihr wichtigstes Charakteristikum bezeichnet: "Man nennt die otaku auch ein rorikonzoku [Generation von Lolita-Komplexigen]."“ Grassmuck 1993 (vgl. KARASAWA/OKADA 2007: 95)
77 vgl. MBNS C u. MBNS D
78 Trotz dieser Auflagenzahlen, muss das Magazin als Nischenmedium angesehen werden, das nur einen begrenzten Leserkreis erreichte. In diesem Sinne gilt „Manga Burikko“ als Ursprung, aber nicht als das Medium, dass zur Verbreitung des Begriffs beitrug (AIDA 2005: 19).
79 „‚Otaku’ no kenkyû (1) Machi ni wa otaku ga ippai“ 『おたく』の研究(1)街には『おたく』がい っぱい NAKAMORI A (6/1983)
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Illustration 10 Abbildung, die den ersten Artikel NAKAMORIs zierte
In diskriminierender Weise berichtet er über die Teilnehmer. Besonderen Anstoß fand er daran, dass sich Mittel-/Oberschüler 80 gegenseitig mit Otaku anredeten. Otaku als Personalpronomen gehört der japanischen Höflichkeitssprache an, die sich in vier Gruppen gliedert. Wichtig zu wissen ist in diesem Kontext, dass sozialer Status, Alter, Bekanntheitsgrad u.a. wichtige Faktoren darstellen, die die Sprache beeinflussen. Man kann eine Situation sprachlich neutral-höflich machen, das Gegenüber sprachlich erhöhen oder sich sprachlich niedriger Stellen, um somit dem Gegenüber Respekt zu zollen und Distanz zu waren. Noch heute findet man den Ausdruck Otaku z.B. in Routine Formeln, wenn man jemanden anruft:
Anrufer: „Bin ich hier richtig bei SUZUKI?“ / „SUZUKI-san no otaku deshô ka?“
In diesem Beispiel steht Otaku stellvertretend für das Haus/die Familie SUZUKI und gleichzeitig für den Familienvorstand, traditionell der Ehemann. Diesen Aspekt gilt es aber noch näher zu untersuchen, da die Forschung sich an solchen konkreten Beispielen ausschweigt. Am besten ist NAKAMORIs unangenehmes Gefühl mit einem ähnlichen Phänomen zu beschreiben. Die japanische Sprache weist im Gegensatz zur deutschen Sprache eine Fülle an Personalpronomen auf. Dazu sagt Grassmuck (1993):
„Bekanntlich gibt es im Japanischen 48 Weisen 'ich' zu sagen [15] und etwa so viele für die zweite Person. In den meisten Fällen wird 'ich' oder 'du/Sie' ganz gemieden, aber wenn man jemanden direkt ansprechen möchte, wählt man seinen Namen oder anata (zu einem sozial Gleich- oder Höherrangigen), kimi (zu einem Untergeordneten und in einigen Fällen zu einem Gleichrangigen), omae (zu einem engen Freund oder Untergeordneten) oder - otaku. Otaku ist eine höfliche Form, jemanden anzureden, dessen soziale Stellung einem selbst gegenüber man noch nicht einschätzen kann, und es erscheint häufiger in der Frauensprache. Es wahrt Distanz. Wenn es unter Gleichrangigen verwendet wird, kann es einen
80 Vgl. KARASAWA/OKADA (2007: 116)
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ironischen oder sarkastischen Beiklang haben, ist aber meistens im Sinne von 'bleib mir vom Leib' gemeint. Man stelle sich Teenager vor, die sich gegenseitig siezen.“
Auf diesem Hintergrund möchte ich mich noch einmal mit der Wörterbucherdefinition auseinandersetzen, die besagt, dass Otaku Menschen seien, denen „es an gesellschaftlichem gesundem Menschenverstand mangelt“ (Kôjien 1998). Gerade der Begriff Otaku zeugt von großer gesellschaftlicher Aktivität, da er dazu dient Bekanntschaft mit einer Vielzahl von Menschen bzw. im Falle der Otaku mit Clubs z.B. auf Comic Messen zu machen; er ist höflich und stellt eine Respektsbezeugung dar, durch die Distanz geschafft wird. Fasst man die obige Definition aber so auf, dass mit Mangel an „gesellschaftlich gesundem Menschen-verstand“ angedeutet wird, dass Otaku sich weniger für Menschen als für Dinge/Informationen interessieren, so gibt die Forschung dieser Aussage Recht, liefert aber keine empirischen Untersuchungen, um dies zu belegen (u.a. NANBA 2005, AIDA 2005).
Zurück nun zu NAKAMORIs Essays und damit zum zweiten Artikel „Otaku-Studien (2) Verlieben sich Otaku wie normale Menschen? 81 “, der im Juli 1983 erschien. Darin spricht er die Wortherkunft an, die er wie folgt ausführt:
Die Herkunft des Wortes, Ihr könnt es euch ja denken, kommt davon, dass sich Kiddies im Alter von Mittelschülern auf der Komike oder auf einer Anime Convention mit Sie ansprechen. Findest du das nicht auch unangenehm? (NAKAMORI A (6/1983))
Des Weiteren fragt sich NAKAMORI, ob Otakus es bei ihrem Aussehen und Verhalten je schaffen würden eine Freundin zu bekommen. Er kommt zu dem für ihn überraschenden Schluss, dass sie innerhalb ihrer Gruppe heiraten, sprich Otaku-Männer heiraten Otaku-Frauen.
81 „‚Otaku’ no kenkyû (2) ‚Otaku’ mo hitonami ni koi wo suru?“『おたく』の研究(2)『おたく』も人 並みに恋をする?NAKAMORI B (7/1983)
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Illustration 11 Abbildung, die den zweiten Artikel NAKAMORIs zierte
Der letzte Essay dieser Reihe erschien im August 1983 unter dem Titel „[Ich bin] in die Otaku-Zone hineingeraten“ 82 . Den Besuch einer Comic-Buchhandlung beschreibt er darin und lästert über eine Gruppe von Otaku, deren Witzen er nicht folgen kann.
Illustration 12 Abbildung, die den letzten Artikel NAKAMORIs unter dem Titel „Otaku-Studien“ zierte
Eine weiterführende Diskussion der Texte findet sich bei Roth (2006: 10), wobei er auf eine komplette Übersetzung der Texte verzichtet. Eine grobe Übersetzung der drei Haupttexte „Otaku-Studien“ habe ich daher als Orientierung dem Anhang beigefügt. Zusammenfassend ist zusagen, dass NAKAMORI, der zur Richtung der „Neuen Menschen“ 83 , auch als „Christal Kids“ („Snobs“) bezeichnet, gerechnet wird, Otakus als weibliche und [meist aber als] männliche Jungendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren sieht, die nach seinen Maßstäben ein ungepflegtes Äußeres aufweisen und sich ihren Hobbys in extremster Weise widmen. Dies könnte erklären, wieso er sich selbst als sozial höher eingestuft sieht und z.B. sich darüber auslässt, dass sich Otaku in „Hosen und Shirts [kleiden], die sie [die Otaku] im Durchschnitt für 980 bis 1980 Yen von ihren Müttern bei Itôyôkadô oder Seiyû gekauft bekommen“ (aus Otaku-Studien (1) Juni 1983). Itôyôkadô und Seiyû sind Namen von bekannten japanischen Kaufhausketten, die aber nicht unbedingt für teure Markenware stehen und somit für NAKAMORI, der sehr markenbewusst sein müsste, Ziel des Spottes wird. Es finden sich mehrere Textstellen in seinem ersten Essay, die diese Vermutung bestätigen. „Manga Burikko“ ist als Ursprung der neuen Bedeutung akzeptiert, einzig
82 „Otaku chitai ni mayoi konda de“おたく地帯に迷いこんだで NAKAMORI C (8/1983) [Anmerkung:
Der Betreiber der Seite sieht in der Formulierung „mayoi konda de“ einen Schreibfehler, doch vermute ich Dialekteinfluss auf Seiten NAKAMORIs, da er ursprünglich aus der Präfektur Mie stammt und seine Essays einen sehr lockeren, mündlichen Charakter haben].
83 Siehe Grassmuck (1993) Stichwort: Snob
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NANBA (2005: 135) verweist darauf, dass es noch einige Quellen gäbe, die man noch diskutieren müsste, um zu einem gesichertem Ergebnis zu kommen. Des Weiteren schreibt er über eine Aussage TAKEKUMA Kentarôs, dass sich „das Wort Otaku wie ein Lauffeuer verbreitete“ 84 , aber „nur innerhalb der Reihen der Otaku als Wort, das zur Diskriminierung eines Selbst“ und „als Instrument des Selbstspotts privilegiert verwendet wurde“ (NANBA 2005: 134) 85 .
Für die weite Verbreitung des Begriffs Otaku zeichnet sich MACHIYAMA Tomohiro (2004: 13) mit seinem Buch „Das Buch über Otaku“ 86 von 1989 verantwortlich, sechs Jahre nach den „Otaku-Studien“. In seinen Ausführungen zu Otaku, äußert er seine Vermutungen, dass die Verwendung der Anrede Otaku etwas mit der un-maskulinen Einstellung der Otakus zu tun haben könne, da ihnen andere maskuline Anredeformen zu brutal erscheint haben mögen (MACHIYAMA 2004: 14) 87 . Grassmuck (1999) definiert Otaku wie folgt:
„Als Otaku gilt jemand, der anderen nicht in die Augen sehen kann, der es vorzieht, alleine für sich zu sein und seinem Hobby nachzugehen, der keinen Wert auf sein Äußeres legt und seinem exklusiven Interessengebiet mit Besessenheit nachgeht. Der Gegenstand seiner Leidenschaft entstammt der Populärkultur. Anime oder Manga (Comics) gehören zu den Kernbereichen ebenso wie "Idole" (Teenie-Sänger und Sängerinnen aus der Retorte der Musikindustrie), Video-Spiele, Modellbausätze, Militaria, Technik im Allgemeinen und speziell Computer. Doch auch von Aquariums-, Fußball- oder Gesundheits-Otaku ist inzwischen die Rede. Das Otakutum hat nichts mit einem bestimmten Thema zu tun, es ist vielmehr eine Art und Weise sich darauf zu beziehen. [...]Nicht die soziale Abkapselung allein ist somit charakteristisch für den Otaku. Ein weiteres zentrales Element ist sein Informationsverhalten. Da sich die Menge der veröffentlichten Information in immer kürzeren Abständen vervielfacht, muß jeder seine Strategie finden, diese Flut zu bewältigen.“
Doch meinen die anderen Diskurs-Akteure, den Auslöser für die breite Rezeption in der Öffentlichkeit in etwas anderem zu sehen - dem Fall MIYAZAKI, der ebenfalls ins Jahr 1989 fällt. Diesen gilt es im nächsten Kapitel näher zu durchleuchten.
84 Siehe auch ÔTSUKA (6/1984) u. AIDA (2005: 20f)
85 Der Aspekt Alter, der hier von NAKAMORI aufgegriffen wird, findet meiner Meinung nach zu wenig Beachtung im Otaku-Diskurs und sollte näher untersucht werden.
86 „Otaku no hon“ 『おたくの本』1989 Takarajimasha
87 „Daher bevorzugen sie über-höfliche, defensive Redeformen, um keine Fehler zu machen, vor allem aber, um sich dahinter zu verstecken.“ (Grassmuck 1993) Grassmuck sagt weiter dazu, dass es sich dabei um eine Reaktion auf den männlichen Chauvinismus dieser Zeit handeln könnte, der sich auch in der Sexualität der Otaku, wie Grassmuck es bezeichnet - 2-D Sex - manifestiert. (Grassmuck 1999)
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3.3 Die dunkle Seite des Diskurses - Der Fall MIYAZAKI und die Medienwirkung
In den meisten Quellen begegnet uns ein Name - MIYAZAKI Tsutomu 宮崎勤 (kurz M.)der in den Jahren 1988 und 1989 im Gebiet in und um Tokio Morde an vier kleinen Mädchen beging. Neben einer Darlegung des Falles an sich, finden sich immer wieder Verweise darauf, dass dieser Fall eine große Bedeutung für die Verbreitung des Begriffs Otaku und auch ausschlaggebend für einen Wandel in der Rezeption der Otaku in der Öffentlichkeit sei (Eng 2002: 13; Kinsella 1998; NANBA 2005: 137; AIDA 2005: 22; OKADA 2000: 13; BEINEIX 2004 u.a.).
Zeitungsbild 1 - Bild des MIYAZAKI Tsutomu aus der Zeitung Sankei Shinbun online (2008)
Hier ist anzumerken, dass keine der rezipierten Quellen sich einer expliziten Untersuchung der Medien bedient, um ihre Aussagen zu belegen. Aus diesem Grund gilt es innerhalb dieses Kapitels die Glaubwürdigkeit dieser Aussagen anhand eines Versuchs einer ersten grundlegenden Medienanalyse zu belegen. Da besonders das Fernsehen als Träger des düsteren Otakubildes hervorgehoben wurde, wäre es angebracht und wünschenswert eine Untersuchung von so genannten Informationsprogrammen (Wide Shows, die sich seit Mitte der 80er großer Popularität erfreuten) aus dieser Zeit zu versuchen. Da dieses Material schwer zugänglich ist, wurde auf das Medium Zeitung ausgewichen, das im Gegensatz zum Fernsehen mit seinen sensationsjournalistischen Tendenzen, eher einer vorsichtigeren, wenn nicht objektiveren Berichterstattung folgt. Gegenstand der Analyse sind Stichproben aus der Kleindruckausgabe der Asahi Shinbun aus den Jahren 1989 und 2006. Neben einer qualitativen Betrachtung der ausgewählten Artikel soll auch eine quantitative Auswertung (mit Schwerpunkt auf die Zeiträume August bis Oktober 1989) stehen, die den Aspekt Medienpräsenz verdeutlichen soll. Nach einer allgemeinen Darstellung des Falls MIYAZAKI, folgt die erwähnte
37
quantitative Analyse, die auf einer Auswertung des Indexes der Sammelbände fußt. Im Anschluss daran gehe ich näher auf einzelne Artikel, in denen Aussagen zu MIYAZAKI Wohnsituation bzw. zu seiner Einordnung zu einer sozialen Gruppe zu finden sind, ein.
Der Fall MIYAZAKI, der auch unter den Namen der „Fall MIYAZAKI Tsutomu“, der „Fall M“, offizielle
Polizeibezeichnung „Großraum Fahndung Fall Nr. 117“ bzw. „Entführungs- und Mordserie an kleinen
Mädchen“ in die Medien einging, begann mit dem Verschwinden der kleinen KONNO Mari (4 Jahre) im August
1988. Im Oktober des gleichen Jahres verschwand YOSHIZAWA Masami (7 Jahre) und im Dezember NANBA
Erika (4 Jahre). Im Jahr 1989 folgte dann das Verschwinden seines vierten und letzten Opfers NOMOTO Ayako
(5 Jahre). Am 23.07.1989 wurde MIYAZAKI festgenommen, als er sich eines weiteren kleinen Mädchens be-
mächtigen wollte. Er wurde durch den Vater des Mädchens festgehalten, bis die Polizei ihn schließlich an Ort
und Stelle in Gewahrsam nahm. In der Zeit bis zur Festnahme terrorisierte MIYAZAKI (kurz M) die Familie
KONNO, indem er ihnen Päckchen zukommen lies, in denen die sterblichen Überreste (Zähne) ihrer Tochter 88 schrieb. lagen oder ihnen ein Bekennerschreiben unter dem fiktiven weiblichen Namen „IMADA Yûko“
Dieser extreme Fall von Entführung, Mord, Pädophilie, Nekrophilie und Kannibalismus schockte ganz Japan,
das sich bis dato selbst als sehr sicher einstufte. Dies erklärt vermutlich auch die verstärkte Medienpräsenz. Bei
der Untersuchung von Ms Zimmer fand man eine Unmenge an Videobändern, was immer wieder in den Medien
aufgegriffen wurde und dazu führte die Jugendfreigaben von z.B. Horrorfilmen zu verstärken bzw. die Inhalte zu
zensieren (u.a. Wiki-J S, Beineix 2004 u. Fels 1997a).
„Camera crews and reporters arriving at Miyazaki's home discovered that his bedroom was crammed with a large collection of girls' manga, Lolicom manga, animation videos, a variety of soft pornographic manga, and a smaller collection of academic analyses of contemporary youth and girls culture. Miyazaki was a fan of girls' manga and in particular Lolicom manga and animation, and it was revealed that he had written some animation reviews in dojinshi and had been to Comic Market“ (Kinsella 1998)
Über seinen sozialen Hintergrund wurde berichtet, dass er in einer wohlhabenden Familie aufwuchs. Durch seine Behinderung, die sich dermaßen äußerte, dass er seine Handflächen nicht nach oben richten konnte, fühlte er sich als Außenseiter (Asahi Shinbun 2006: 863). Einzig sein Großvater schien für ihn ein wichtiger Anker in der realen Welt zu sein. Der Tod des Großvaters wird als möglicher Auslöser für Ms Tat angesehen (Manfé 2005: 23; ÔTSUKA 2007: 251; Grassmuck 1993 u.a.). Nach einigen langwierigen psychologischen Untersuchungen, die Ms Verantwortlichkeit nachweisen sollten, wurde er 2006 zum Tode verurteilt. Am 17.06.2008 wurde MIYAZAKI schließlich mit zwei anderen zum Tode Verurteilten hingerichtet (Sankei Shinbun 2008).
Eine Auszählung der Einträge des Indexes des Sammelbandes August 1989 unter der Rubrik „Verbrechen“ ergab die Zahl von 209 Einträgen, wobei mehrere Einträge auf einen
88 今田勇子
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Artikel verweisen. Zieht man nun die Einträge mit der gleichen Seitenzahl zusammen, erhält man die Zahl der veröffentlichten Artikel, die 149 beträgt. Im September wurden 62 Einträge auf 47 Zeitungsberichte gezählt. Oktober 1989 waren es noch 12 Einträge auf 11 Artikel. Inwiefern diese Zählungen die wirkliche Artikelzahl (Verweis auf der Titelseite und vollständiger Artikel im Hauptteil) widerspiegeln ist auf Hintergrund des zeitlichen Rahmens nicht zu kontrollieren. Doch kann man schon allein die enormem Eintragszahlen als Hinweis für eine Medienkonzentration interpretieren und somit die Aussage treffen, dass der Fall MIYAZAKI in den Medien sehr präsent, wenn nicht sogar überpräsent war, was sich auch darin widerspiegelt, dass 13 von 40 untersuchten Artikeln die Titelseite zierten. Ein möglicher Grund wurde vorhin schon erwähnt - die Wähnung Japans in Sicherheit. Doch welches explizite Bild vermittelten die Medien? Welche Worte charakterisierten M? Welche Schlagwörter beherrschten die Titelzeilen? Schauen wir uns einige Zeitungsartikel, die alle aus der Kleindruckausgabe der Asahi Shinbun stammen, an. Übersetzt wurden nur die Haupt- sowie markante Nebenüberschriften, als auch Teile des Textes. Die Texte können an dieser Stelle nicht einzeln diskutiert werden, doch findet eine zusammenfassende Betrachtung statt.
11.08.1989 Titel: „Die Eigenartigkeit, die sich in der Isolation verbirgt“ Nebentitel: „Seine Freunde waren die Animevideos“ Auszug: „MIYAZAKI lebte mit seinen zwei jüngeren Schwestern und seinen Eltern zu fünft zusammen. Er und seine Schwestern hatten ihre Zimmer in dem Nebenhaus, das sich hinter dem Haupthaus befindet. Ein Raum von 6 Jô (gemessen in Tatamijapanischen Reismatten 6 Jô sind zwischen 9 und 9,3 m² je nach Region und Typ der Reismatte) waren sein Schloss/seine Burg. Drei seiner Wände waren verdeckt mit all den SF-, Animevideos u.a., die er aus dem Fernsehen aufgenommen hat. Auf dem Boden befinden sich Unmengen von Manga unter denen sich auch Zeitschriften, die sexuellen Sadismus an Kindern zum Thema haben. […] „Er sprach nicht viel und war ein ruhiger Typ.“ […] „Er führte ein Schattendasein.“ […] „Obwohl er dabei war seine Kontakte zu den Menschen in seinem Umfeld zu verlieren, verehrte er seine Welt aus Anime. ““
11.08.1989 Titel: „Ich möchte nach meiner Tochter fragen“ Nebentitel: Fragen wir einen gebildeten Menschen: Der Verdächtige des Falls, bei dem Kleinkinder zerstückelt worden, war ein allein stehenden einsamer jungen Mann von 26 Jahren. Ich habe einen gebildeten Menschen nach dem Motiv des Mörders gefragt. Die Unheimlichkeit eines Lustmords
„ […] die Tat wurde selbst zum Ziel der Bestätigung der eigenen Existenz […]“ An einer Kindlichkeit festhaltend erwachsen werden
„Ein normaler Jugendlicher hat mindestens ein oder zwei Freunde, mit denen er zum Baseball geht, reist oder zum Konzert geht. Doch nach den Aussagen seiner Bekannten hieß es „Er hatte keine Freunde“ […] was dazu führte, dass er ohne eine gewisse Kindlichkeit abzulegen Erwachsen wurde. Solche Jugendlichen haben die Schwäche, dass Manga und Film zu ihrem Hobby werden und sie dazu neigen zu fantasieren.“ Eine festzustellende Verbissenheit/Ausdauer
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„Als ich das Zimmer des Verdächtigen sah, waren alle Anime- und sonstigen Videos ordentlich weggestellt. Ein tüchtiger Sammler, bei dem man einen Hang zur Verbissenheit feststellen kann. Da er keinen gesellschaftlichen Umgang pflegte, war er eher ein introvertierter Typ, der als Ventil für seine Sexualität sich den Manga und Mädcheninhalten zuwandt. Die Fantasie nahm überhand und er fing an kleine Mädchen zu ärgern, was dann bis zum Mordfall eskalierte. Da er die zerstückelten Leichen nicht versteckte, kann man annehmen, dass er das ganze wie ein Spiel erlebte. […]“
Die Lebensweise eines Erwachsenen wird hinterfragt
„In der jetzigen Welt sammelt sich eine Unzufriedenheit, die nicht zu befriedigen ist. Man findet keine Vereinigung von Mann und Frau vor, die nach Sexualität und Lebenssinn suchen, sondern alles basiert auf dem Austausch von Geld. […] Man sollte dies nicht als Tat eines Einzelnen auslegen, sondern alle Erwachsenen werden nach ihrer Lebensweise gefragt und dazu gedrängt werden darüber zu reflektieren.“
15.08.1989 Titel: In der Nacht der Überstellung zur Staatsanwaltschaft „Ich war’s“ Nebentitel:
„Der Sammle 89 r MIYAZAKI - Videos sammeln, offene Präsentiersucht“ „Seltene Ware als Waffe für den Tausch […] „
15.08.1989 Titel: „Ausbruch an den Schwachen - eine verzerrte Psyche“ Nebentitel: „Eintauchen in Animes - Unreife […] “ Auszug: „Die Eigenartigkeit, dass ein 26 jähriger Mann sich in die Welt von Animes vertieft, ist ein Zeichen für den psychologischen Verfall der familiären Bande. […] Sein Gefährte war eine charakterlose „Maschine“, die er kontrollieren konnte und somit Freiheit erreichte. […] Gewaltverbrechen spiegeln nicht unbedingt die Gesellschaft wider, doch in diesem Fall, wo ein Jugendlicher sich vom Umfeld abspaltete, zeigt sich ein typisches Muster der heutigen Zeit.“
19.08.1989 Titel: „Verstecken sich darin Hinweise? Kampf mit den Videos“ Nebentitel: 5793 beschlagnahmte Videobänder - 20 Fernseher auf schneller Wiedergabe - an einem Fernseher zwei Fahnder - […] Alptraum in der Kampfsporthalle des Polizeireviers Fukagawa“ Auszug: […] „Horror bezeichnet doch Dinge, die in Wirklichkeit nicht geschehen können und genau deswegen fürchten wir uns ja auch, wenn wir einen Film sehen. MIYAZAKI war einfach zu kindlich, meint ein 21 jähriger Schüler aus der Präfektur Kanagawa.“
18.01.2006 Titel: „17 Jahre, die ich mich nach dem „Warum“ frage“ Nebentitel: „Die Welt des Täters, gleich dort“ Auszug: „[…] Durch die explosionshafte Verbreitung des Internets, ist der Alltag überschwemmt von Bildinformationen sexuellen Inhalts. Eine Welt, die MIYAZAKI im Geheimen genoss, findet sich heutzutage direkt neben dem Alltagtäglichen. Wenn wir nicht die Gesellschaft hinterfragen, die ein Ertrinken in Bildreizen und ein sich darin Abschließen beschleunigt, so haben wir aus dem Fall MIYAZAKI nichts gelernt.“ „[…] Unter den ca. 6000 Videos, die MIYAZAKI besaß, fand ich nur 1%, was ich mit Sex oder Brutalität in Verbindung bringen würde. Dies habe ich auch im obersten Gerichtshof ausgesagt. „Falls dieser Fall jetzt sich
jetzt ereignet hätte, würde man ihn wohl als „NEET 90 -Verbrechen“ hervorheben. Auch wenn man den Fall mit dem damaligen Trendwort Otaku besprechen würde, so wäre das nur ein haltloses Ankleben einer Etikette und nichts würde gelöst werden“
19.01.2006
Titel: „Die Schale des Desinteresses löst sich nicht“ Nebentitel: „Schlüsselwort - Der Fall einer Entführungs- und Mordserie an kleinen Mädchen“ Auszug: “Es wurde das Zimmer MIYAZAKIs
89 Vgl. Grassmuck (1999) Otaku-Archetypen: Der Sammler
90 Siehe Taylor (2006) Definition von NEET u. GYKC (2008: 662, 1060)
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gezeigt, indem er ca. 6000 Videobänder sammelte, Anlass zur Verbreitung des Wortes Otaku in der Bedeutung „sich in die Welt des eigenen Hobbys zurückziehen“.
Auffällig ist bei den Beiträgen der verstärkte Fokus auf MIYAZAKIs Medienkonsum - auf Menge 91 als auch Inhalt. Daneben tauchen wiederholt Textpassagen auf, in denen seine Isolation, seine Bedürfnisse und die Unreife 92 , die sich in seinen Gräueltaten widerspiegelt. Auf der anderen Seite gibt es auch einige Stimmen, die die Gründe für die Tat nicht in der einzelnen Person sehen, sondern in der Gesellschaft, die sie hervorgebracht hat und sich daher einer Selbstreflexion stellen solle. Als Ergebnis dieser Berichterstattung kam es zu, wie Kinsella (1998) es nennt, Otaku-Panic, denn viele Mütter machten sich Sorgen um ihre Kinder, besonders den Sohn, dessen Zimmer vielleicht Ähnlichkeiten mit dem MIYAZAKIs aufwies.
Zeitungsbild 2 - Bild des Zimmers von MIYAZAKI aus Sankei Shinbun online (2008)
Dies artete dermaßen aus, dass es zu Otaku-Bashing, teils sogar zu einer Jagd auf Otaku (jap. Otaku-gari in der ursprünglichen Bedeutung (siehe Kinsella 1998). Heutzutage bezeichnet der Begriff Verbrechen, bei denen die Täter es speziell auf die „schwachen“ Otakus abgesehen haben.) 93 , auch durch die Polizei kam. Auch wurden Jugendfreigaben und Zensurbestimmungen hinsichtlich des Inhalts von besonders Horrorfilmen verschärft. Durch
91 Kritiik am Aufbauschen der Videomenge findet sich bei AIDA (2005: 23).
92 Vgl. SAITÔ/GENDA 2005
93 Vgl. Wiki-J I
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die Tat MIYAZAKIs und die rege Berichterstattung 94 in den Medien wurde ein äußerst negatives Bild der Otaku 95 geprägt 96 . Man sprach gar von einer so genannten „Hanzaisha yobigun 97 “, einer „Reserve an Kriminellen“ (Roth 2006: 16) 98 . Den Kontext, in den der Fall MIYAZAKI hineingeriet fasste Kinsella (1998) wie folgt gesellschaftskritisch zusammen:
“Otaku came to represent a younger generation who were so intensely individualistic they had become dysfunctional. A generation of "isolated people who no longer have any sense of isolation." The dysfunctionality of otaku proved the unhealthy nature of individualistic lifestyles. Otaku represented new Japanese who lacked any remaining vestiges of social consciousness and were instead entirely preoccupied by their particularistic and specialist personal pastimes. Like generations of youth before them otaku were also diagnosed as suffering from Peter-pan syndrome, or the refusal to grow-up and take on adult social relations. Ueno Chizuko, the leading feminist theorist, pressed this theory that amateur manga genres reflect the infantilism of young people, asking "Do the yaoi girls and Lolicom boys really have a future?" Without social roles, otaku had no fixed identities, no fixed gender roles, and no fixed sexuality. Ultimately, otaku represented a youth who had become so literally anti-social they were unable to communicate or have social relationships with other people at all.[…] The otaku panic also reflects many of the contemporary concerns of social scientists about Japanese society. These are powerful concerns about social fragmentation and the contribution of the mass media and communications infrastructures to this change. Since the 1970s, intellectuals have linked their concerns about the decay of a close-knit civil society to the growth of individualism amongst younger generations of Japanese. Individualistic youth culture has been accurately associated with either the failure or the stubborn refusal of contemporary Japanese to adequately contribute to society, by carrying out their full obligations and duties to family, company and nation. The absorption of youth in amateur manga subculture in the late 1980s and 1990s was perceived by many intellectuals as a new extreme in the alienation of Japanese youth from the collective goals of society. Otaku became another rejuvanated and modernised version of the aging concept of 'youth'. […] Following the Miyazaki case, reporters and television documentary crews visited amateur manga conventions, and specialist manga shops. Amateur manga culture was repeatedly linked to Miyazaki, creating what became a new public perception, that young people involved with amateur manga are dangerous, psychologically-disturbed perverts. “
Auch wenn die zitierten Zeitungsartikel nur einen kleinen Einblick auf den Medienhype zulassen, so kann man anhand der ermittelten Daten durchaus bestätigen, dass der Fall MIYAZAKI Ende der 80er Jahre zu einem großen Medienereignis wurde und aufgrund der Intensität und Filterung (man könnte auch von Meinungslenkung sprechen 99 ) der Informationen ein Negativbild gezeichnet und [männliche] Otaku stigmatisiert wurden. Näheres zu diesem Fall kann bei Roth (2006: 4, 5) nachgelesen werden, der auch einige Artikel aus den Werken GYKC und imidas übersetzte.
94 1994 wurde in der Stadt Nara ein Verbrechen verübt. Den Hintergrund dazu sah der Journalist/Moderator ÔTANI Akihiro nach Analyse des Tathergangs im Otakutum. Er prägte den Begriff Figyuamoezoku, was soviel bedeutet wie „Otakugruppe, die Gefühle der Zuneigung für Figuren empfinden“. Doch stellte sich heraus, dass der Täter nichts mit Figuren zu tun hatte. Vgl. ÔTANI (2004) mit KARASAWA/OKADA (2007: 95)
95 Vgl. die Meinung TAKU Hachirôs, für den MIYAZAKI kein Otaku ist. (Greenfeld 1993)
96 Vgl. Kritik bei AIDA (2005: 7)
97 犯罪者予備軍
98 Vgl. MIKIYAMAs (2005: 37) Verweis auf das Vorurteil „Otaku = Perverser“.
99 SATÔ (1994: 104-109 u. 137-138)
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3.4 Otaku - Spezialisten des Informationszeitalters?
OKADA Toshio 100 , selbsternannter Otaking 101 („König der Otaku“) vertritt die Position, dass Otaku die Reaktion auf das Informationszeitalter sind (Vgl. Grassmuck). Sie sind Spezialisten, deren Perzeptionsfähigkeiten weit entwickelt sind und anhand von drei Sehmodi, man könnte sie auch Filter nennen, die Medien analysieren und sich an ihnen erfreuen (OKADA 2000: 14). Diese drei Modi lauten:
(Iki no me 粋の眼 102 ) das Auge der Feinheit das Auge des Handwerkes (Shô no me 匠の眼) das Auge des Experten (Tsû no me 通の眼)
Diese sind von ihm wie folgt definiert:
Auge der Feinheit
Die Perspektive, bei der man von einer eigenen Perspektive die Ästhetik innerhalb eines Werkes
entdeckt, die Entwicklung eines Verfassers verfolgt und sich daran erfreut. (OKADA 200: 119) 103
Auge des Handwerkes
Das „Auge des Handwerkers“, das ein Werk logisch analysiert und dessen Struktur aus der Sicht eines Wissenschaftlers durchschaut. Gleichzeitig ist es auch die Perspektive des Handwerkers der
versucht die Technik zu stehlen und zu durchschauen. (OKADA 2000: 123) 104
Auge des Experten
Das Auge, das einen Blick auf das Innere des Werkes erhaschen kann und die Umstände des Ver-
fassers sowie u.a. die Details des Werkes durchschaut. (OKADA 2000: 127) 105
Er betont weiter, dass Otaku sich nicht auf ein Feld spezialisieren sollen, sondern offen sein sollten für alles was kommt. „Wenn ein Otaku nur Animes sieht, ist er kein Otaku, sondern nur ein Animefan.“ Diesen Aspekt fasst er unter das Stichwort „crossover“ (OKADA 2000: 41). Wichtig erscheint ihm also ein breit gefächertes Wissen und ein naives 106 Interesse für alle Bereiche, die einem begegnen, denn ein weites Grundwissen hilft dabei
100 Zur Person OKADA Toshios siehe (AIDA 2004: 40; Roth 2006: 14)
101 „Ich bin ein Otaku (lacht) Wollen wir sagen, dass ich eher ein Fan von Otakus bin; ich habe nicht so viele otakutypische Werke gesehen und woran ich Interesse habe ist das, was Otakus mögen. Also sehe ich mich als jemand der Otakus mag, wenn man es so ausdrücken möchte (…) Daher werde ich Otaku-König genannt. König bedeutet, dass ich eine, die Otaku verteidigenden Position einnehme.“ (OKADA/TAKEKUMA 1996 in AIDA 2004: 93)
102 Könnte durchaus auch auf Japanisch Manako gelesen werden, was nicht überprüfbar ist. Die Lesung Me wurde vor allem verwendet, da sie kurz und verbreiteter ist.
103 z.B. die Ästhetik von Rauch, Licht, Wassertropfen im SF-Androiden-Film „Blade Runner“ (1982) von Ridley Scott (Regisseur).
104 Analyse der Zeitlinie und Storyentwicklung/Struktur des Films „Blade Runner“.
105 Aufnahmeverfahren der Schwebefahrzeuge der Polizei (engl. Spinner) in „Blade Runner“.
106 Hier im positiven Sinne zu verstehen (vgl. engl. Pure - rein).
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Intertextualität zu erkennen und Rückschlüsse auf andere Bereiche zu ziehen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Fernsehserie „Train Man“, indem die Stimme der Mutter von YAMADA Tsuyoshi (Train Man) und der Spitzname von AOYAMA Saori - Hermes - als eine Referenz unter vielen auf die Animeserie „Gundam“ aufgefasst werden kann.
Für OKADA sind Otaku…
1) Menschen, deren Sehsinn weiterentwickelt ist. (OKADA 2000: 14)
2) Menschen, die auf eine leistungsstarke Referenzfähigkeit besitzen. (OKADA 2000: 41)
3) Menschen, die ein immerwährendes Bedürfnis nach Verbesserung und Selbstpräsentation haben.
(OKADA 2000: 50)
Man könnte OKADAs Otaku als „Wissenselite“ begreifen oder wie er es nennt „Adel“ (OKADA 2008). Diesen Blickpunkt auf das Phänomen Otaku kann man als Reaktion auf den Fall MIYAZAKI 107 ansehen, der vor allem dazu dienen soll das Negativbild zu einem positiven zu verändern 108 . Der Standpunkt OKADAs ist alles in allem sehr speziell, denn er vertritt unter anderem auch die These, dass die Otaku-Kultur keine Subkultur sei (OKADA 2000: 243; Yurîka 2005), was darauf zurückzuführen ist, dass Subkultur erst als Endprodukt des Gegenkultur-Prozesses entsteht, Otaku-Kultur sich aber nicht gegen die Gesellschaft wände, sondern sich von ihr zurückziehe. Die dabei entstehende Abschottung heißt er aber nicht gut. Man könnte meiner Meinung nach OKADA, KARASAWA Junichirô und HONDA Tôru, auf den ich später noch separat eingehen werde, als Beispiele für OKADAs [Elite]Otakus ansehen. Wie wir im Laufe der Arbeit anhand der Marktforschungsergebnisse des Nomura Research Institute (NRI) feststellten werden, wird es immer mehr Otaku geben, da sich eine Verallgemeinerung des Begriffs vollzieht und Otaku mit einer breit gefächerten Konsumentenschicht gleichgesetzt werden. In einem Artikel der Zeitung Asahi spricht OKADA (2008) davon, dass die Otakus schon tot seien 109 . Geht man von seinen Richtlinien aus, so würde diese Aussage der Wahrheit entsprechen. Seine Vorstellung von Otaku ist ein Ideal, das meiner Meinung nach nur „Berufsotaku“ wie OKADA, KARASAWA und HONDA erreichten. In einer Gesprächsrunde unter dem Titel „Otaku Talk“ initiiert von der
107 Für OKADA ein Schock, der ihn bewegte seine Arbeit als Produzent von Animes aufzugeben (YAMADA 2007: 92).
108 OKADA brachte in Zusammenarbeit mit seinem damaligen Studio Gainax den „Otakuwerbefilm“ „Otaku no Video“ (1994) heraus, der vor allem im Ausland als Verbreitungsmedium für den Begriff Otaku angesehen wird (u.a. Eng 2001; 2002: 14f).
109 Dazu veröffentlichte er ein Buch mit dem Titel „Die Otaku sind schon tot“ „Otaku wa sude ni shinde iru“ 『オタクはすでに死んでいる』erschienen am 16.04.2008 beim Shinchôsha Verlag [sude ni könnte auch als „im Begriff sein“ interpretiert werden, dann würde der Titel „Die Otaku sind dabei zu sterben“ lauten].
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Japan Society 110 deutet er schon an, dass die Zahl der „wahren Otaku“ schwinden würde. Er äußert sich wie folgt:
Toshio Okada: Well, a few years ago, I declared, "I quit otaku studies," because I thought there were no longer any otaku to speak of. Back then [during the 1980s and early 1990s], there were a hundred thousand, or even one million people who were pure otaku---100-proof otaku, if you will. Now, we have close to ten million otaku, but they are no more than 10- or 20-proof otaku. Of course, some otaku are still very otaku, perhaps 80 or 90 proof. Still, we can't call the rest of them faux otaku. The otaku mentality and otaku tastes are so widespread and diverse today that otaku
no longer form what you might call a "tribe." 111
In seinem Redebeitrag deutet OKADA auch nochmals auf die Ausweitung des Otakubegriffs hin, die dazu führte, dass Otaku nicht mehr als eine soziale Gruppe bestimmt werden kann. Was den Aspekt angeht, dass Otaku postmoderne Menschen seien, findet OKADA in Grassmuck (1999) einen Forscher, der wie er, die Otakus als eine neue Lebens-form des multimedialen Informationszeitalters sieht. Er führt diesen Gedanken wie folgt aus 112 :
Otaku interessieren sich für geschlossene Systeme, für Bereiche, in denen man virtuell alles wissen kann. Sie mögen die Grenzen des von ihnen gewählten Systems ausloten, aber sie überschreiten sie nicht. Als hoch motivierte Spezialisten auf ihrem jeweiligen Gebiet können sie - z.B. als "Mikrosklaven" (Douglas Coupland) - zu idealen Arbeitskräften des Informationskapitalismus werden, allerdings sind sie gerade in die gruppenorientierten japanischen Arbeitsstrukturen schwer zu integrieren. (Grassmuck 1999)
Nicht unbedingt als neue Lebensform, aber als Spezialisten fasst MIYADAI (in AIDA 2005: 24) die Otaku auf. Nach einer von ihm durchgeführten Lifestyle-Untersuchung, deren Forschungsobjekt Studenten waren, fand er fünf Kategorien an Lebensstilen:
(1) Unausgeglichene Spezialisten
(2) Schlichte Normalmenschen
(3) Ultramoderne Menschen mit hoher Sensibilität
(4) Barbarisch erscheinende erfrischende Menschen
(5) düstere Nachzieher
Die Gruppe der Otakus zählt MIYADAI zur Gruppe (1), den unausgeglichenen Spezialisten über die er sagt, dass ihr markantestes Charakteristikum darin liegt, „ dass sie „extreme Fans“ von etwas sind. Musik, Anime, Foto, Computer, Manga.... Was diese Richtung anbetrifft, so handelt es sich dabei um hochempfängliche Menschen, doch durch die
110 Siehe MURAKAMI/OKADA/MORIKAWA (o. J.).
111 Vgl. FUJIOKA (1986).
112 Eine Aufschlüsselung der allgemein anerkannten Generationen in Japan ist zu finden bei Den (2007: 16-18) und eine spezielle Aufgliederung der Otaku-Genrationen bei Wiki-J N bzw. in OKADA (2000: 56-61).
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überaus intensive Vereinnahmung durch das schmale Interessenfeld, werden sie in anderen Bereichen zu „düsteren Nachziehern 113 “.“ (MIYADAI 1994: 155)
Er spricht weiter davon, dass ihre Interessen außerordentlich einseitig seien und die Welt nur noch durch den [subjektiven Interessen]Filter wahrgenommen würde.
„Im Großen und Ganzen weisen sie eine gewisse Nachlässigkeit auf, was ihr Alltagsleben betrifft und sind im Allgemeinen ungepflegt. Daher wird man sich von ihnen fernhalten. Eine ihrer Eigentümlichkeiten ist es, dass ihnen diese Punkte keine Sorgen bereitet. … Ihr Bekanntenkreis beschränkt sich auf Freunde aus diesem [geteilten Interessen]Bereich. Sie sind nur was diesen Bereich angeht sensibel, was andere Bereiche betrifft, sind sie in allen anderen Clustern unsensibel
[…]“ [MIYADAI 1994: 155-158] (in AIDA 2005: 24) 114
Mit anderen Worten, das Bild was MIYADAI von den Otakus gezeichnet hat ist Folgendes:
„Sie verkehren nur mit Menschen, mit denen sie ihr Hobby teilen können oder sie haben erst gar keinen Umgang. MIYADAI nannte diese Eigenschaft „Persönlichkeitstypus“. Wenn man auf die Terminologie MIYADAIs zurückgreifen würde, würde das heißen, dass der „Kulturtypus“, den Otakus haben, außerordentlich einseitig ist und abgesehen von ihrem speziellen „Kulturtypus“ ihnen alles andere gleichgültig ist. „ (AIDA 2005: 25)
Für diese Menschen bedeutet es ein Otaku zu sein so etwas wie eine Rettung, indem ihnen der Otakismus Kommunikationshilfsmittel zur Verfügung stellt (AIDA 2005: 26). Gerade dieser letzte Aspekt ist äußerst schwer zu bewerten, da MIYADAI polarisierend mit dem Paar „Neue Menschen“ und „Otaku“ arbeitet und es fraglich ist, ob die „Neuen Menschen“ stellvertretend für die damalige Allgemeinheit stehen können. Neu ist der Aspekt den Otakismus nicht als Flucht (vgl. Kinsella 1998), sondern explizit als Rettungsanker 115 anzusehen. Alles in allem finden wir hier eine positive Stellungnahme zum Thema Otakismus vor.
3.5 Die Entdeckung einer neuen Konsumentenschicht
Eine stark wirtschaftlich orientierte [wertungsfrei] Herangehensweise wählte das Nomura- Forschungsinstitut(NRI), das in ihren Studien zum Otaku-Markt 116 versuchte, die Konsumentenschicht der Otaku besonders anhand des Kriteriums Konsumverhalten in Archetypen einzuteilen. Nach Auffassung des Instituts scheint es folgendes Bild von Otakus zu geben:
113 „Die Fähigkeit mit anderen Menschen umzugehen ist auf einem niedrigen Level, einen Bereich, indem sie gut sind, besitzen sie nicht [im Gegensatz zum Otaku], sie sind introvertiert und wollen nicht auffallen. Sozusagen unausgeglichene Spezialisten, denen ihre Flügel rausgerissen wurden. Ragâdo [englische Schreibung nicht nachvollziehbar] bedeutet auf Englisch „zu spät Gekommener“ und wir von Vermarktern benutzt.“ (MIYADAI 1994: 159-160 in AIDA 2005: 24)
114 Dies steht in Kontrast zu OKADAs Aspekt des „Crossover-Lernens“.
115 Von MIYADAI (1994) in ADA (2005: 26) wird der Begriff Kyûsai kôdo (救済コード) verwendet - der Rettungs- bzw. Erlösungscode.
116 Vgl. HONDA (2005: 162-170).
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„Otakus sind Personen, die Dinge mit hohem Fantasiegehalt wie Anime und Manga mögen.“ (aus NRI 2005b: 2)
„Wie bei der Akiba-Richtung und Moe-Richtung vorzufinden, gibt es das Image, dass Otakus junge Männer sind, die Animefiguren, Idols u.a. gegenüber eine starke Anhänglichkeit aufweisen. Doch bis heute gibt es Gemeinsamkeiten hinsichtlich der psychischen Neigungen und den Konsummechanismen zwischen dieser Gruppe und den Gruppen, die Freaks, Maniacs u.a. ge-
nannt werden. „ (aus NRI 2006b) 117
Bei ihrer Marktanalyse 118 stellten sie heraus, dass Otakus anhand von drei Aspekten beschrieben werden können.
1. Leidenschaft (情熱 Jōnetsu)
Otakus sind auf der Suche nach dem ultimativen Produkt 119 . Sei es ein Computer, eine Animefigur oder eine Figur in ihrer Fantasie. „Nicht die Marktpreise, sondern die Leidenschaft einem Ideal hinterher zu jagen gilt als Antriebsmotor für den Konsum. Daher kaufen sie auch freizügig teure oder limitierte Waren. Dies ist ein Grund, wieso der Otaku-Markt 120 weniger wirtschaftlichen Schwankungen unterlegen ist.“ Eine weitere Untersuchung erbrachte das Ergebnis, dass Otakus hinsichtlich ihres Verhaltens folgende besondere Gemeinsamkeiten 121 aufweisen:
2. Sammelbedürfnis 3. Präsentationsbedürfnis 4. Autonomiebedürfnis 5. Bedürfnis nach kreativem Ausdruck 6. Zugehörigkeitsbedürfnis
Basierend auf diesen sechs Bedürfnissen 122 hat das NRI die Konsumentenschicht der Otaku in drei Klassen eingeteilt. Zuerst die Otaku, die Abhängigkeit und extremes Konsumverhalten aufweisen (Shôhisei otaku消費性オタク), dann die Otaku die von ihrem Verhalten und ihrer Psyche her den oben aufgezählten Otaku-Charakteristika entsprechen (Shinrisei
117 Vgl. Stout (2001), die den Fokus wie folgt setzt: “They're plugged in, wired up and totally into tech. They're also the connoisseurs of video games, animation and consumer electronics. And if they see something they like, they don't just buy it. They hoard it.”
118 Siehe OKADA Yuka (2004).
119 Vgl. GMC (2005: 30f)
120 jap. Otaku ichiba オタク市場
121 Vgl. OKADA Yuka (2005).
122 bzw. Otaku-Faktoren; jap. Otaku inshi (オタク因子)
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otaku 心理性オタク); und zum Schluss die Kombination der beiden Klassen, der Otaku (オ タク).
Diagramm 5 Aufteilung der Märkte nach Otakutypus - v.o.n.u. Comics, Anime, Stars/Sternchen, Games, zusammenbaubare PCs, Autos, Audio- u. Videogeräte, IT-Gadgets, Reise, Mode, Kamera u. Züge - v.l.n.r. Fan, Shôhisei otaku, Shinrisei otaku u. Otaku aus NRI (2005: 17)
Von diesen drei Klassen wird der Fan unterschieden, der als allgemeiner Konsument nicht weiter Erwähnung findet, obwohl er, wie Diagramm 5 verdeutlicht, den größten Anteil an den einzelnen Marktsegmenten einnimmt (hell graue Färbung). Nur in den traditionellen Otaku-Bereichen, wie Comic und Anime, zeigt es sich, dass die Klasse der Otaku (alle drei Klassen der Otaku zusammen) über 50% des Marktes beherrscht. Anhand der genannten sechs Otaku-Faktoren wurden fünf Archetypen entwickelt, die die Konsumentenschicht der Otaku bestimmen.
1. Kazokumochi otaku 家庭持ち仮面オタク(20%) („der versteckte Familienotaku“) Der Kazokumochi otaku, ist besonders in den Bereichen Pc-Eigenbau, Audio-Video-Geräte (AV-Geräte) vertreten. Mit seinem Taschengeld haushaltend gibt er sich heimlich seinem Hobby hin, das er vor seiner Familie versteckt. Sie weisen die Tendenz auf sich nicht zu outen. Auch im Bereich Reisen sind viele anzutreffen. Als typisches Beispiel gilt der Familienvater, der seine Kinder hierhin und dorthin schleppt und dies mit seinem Hobby verbindet.
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2. Wa ga michi wo yuku regashii otaku わが道を行くレガシーオタク(23%) („der My-way-Otaku“) Der Wa ga michi wo yuku regashii otaku, besitzt eine originäre Wertevorstellung, die sich aus dem Sammeln von Information und aus Kritik entwickelt. Viele Männer in den 20ern und 30ern zählen dazu. Man sagt, dass sie vorwiegend in den Bereichen PC, AV-Geräte, IT-Gadgets, Auto, Kamera u.a. technischen Bereichen vorkommen und auch im dem Bereich zu finden sind, der sich mit Stars und Sternchen beschäftigt.
3.Jōhōkoukando maruchiotaku 情報高感度マルチオタク(22%) („der informierte Multi-Hobby-Otaku“) Der Jōhōkoukando maruchiotaku, die eine hohe Sensibilität gegenüber Informationen aufweisen, sind sorglos, was ihre Fixierung auf ihr Hobby betrifft. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich outen ist hoch. Sie lassen sich leicht von Trends mitreißen und weisen die Tendenz auf sich um andere zu sorgen. Häufig sind es Frauen. Als Charakteristikum gilt, dass sie mehrere Bereiche überspannen. Sie lieben Internet-Communitiys und Internet-Auktionen und sie passen in das Bild des normalen 2Channel-Nutzers.
4. Shakōha tsuyogariotaku 社交派強がりオタク(18%) („der aufdringliche eskapistische Otaku“) Der Shakōha tsuyogariotaku besitzt eine sehr ausgeprägte Wertevorstellung. Er möchte, dass alle sie kennen und versucht daher andere (in seine Welt?) hineinzuziehen. Sie schleifen die Weltanschauung von „Gundam“[Anime] und „Dragon Quest“ [Videospiel] mit sich und eh sie sich versehen sind sie in den 30ern angelangt. Diese Erwachsenen gelten als typisch für diese Gruppe. 5. Dōjin joshikei otaku 同人女子オタク(12%) („der kreative weibliche Anime-Manga-Otaku“) Der Dōjin joshikei otaku hängt sehr an Figuren, die in Comics und Animes auftreten. Hierbei handelt es sich um eine Schicht, die verstärkt auch in kreativen/produktiven Bereichen, wie Erstellung von Fanzines, vertreten sind. Als Grundtyp gelten Fanzine-Freak-Frauen, die ihr Hobby vor ihren Freunden verbergen und es auch noch als Erwachsene fortführen. Man sagt, dass auch die Akiba-Richtung und die Moe-Richtung darin enthalten sind. (übernommen aus Hansen (2006: 8f); vgl. NSKJ (2005: 18-24); NRI (2004a); OKADA Yuka (2005b))
Weiterhin wurde der Otaku-Markt - bis dato nur als Nische kaum wahrgenommenum Bereiche wie Reisen, Autos u.a. erweitert. In diesem Sinne erhält der Begriff Otaku einen neuen Faktor - den Konsum. Außerdem durchstößt die Definition stereotype Definitionen wie „Anime = Otaku“ und zeichnet dazu sogar das Bild von Familienmenschen, was bis dato nicht bestand. Selbst die Formel „Otaku = ♂“ wurde dekonstruiert zugunsten einer weiteren Auffassung von Otaku, die auch das weibliche Geschlecht bewusst mit einbezieht. Des Weiteren könnte man den Ansatz, der Maniac und Otaku zusammenzieht und Fan, als einfachen Konsumenten auffasst, als Verallgemeinerung des Sprachgebrauchs sehen, der im Gegensatz zur engen Bedeutung, einer breiten Öffentlichkeit leichter zugänglich ist und sich zum Wort Maniac synonym verhält. NRI sieht die Konsumentenschicht der Otaku darüber hinaus vor allem im übertragenen Sinne als Versuchspersonen 123 an, die Impulse für neue Innovationen liefern können - eine Art Feedback-Funktion des Otaku-Marktes (u.a. NRI 2006c).
123 “Now there are hundreds of otaku Web sites and magazines -- even shopping zones. The Tokyo district of Akihabara is now nicknamed "Otaku Town." "The otaku are constantly seeking new functionality, new ways of using devices," says Tim Clark, a Tokyo-based analyst at Ion Global. "They are the ones that are the bell weather for each sector. They are the first buyers, the leading edge, the driving force behind the product development." (aus Stout 2001)
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Kritisiert wird die Untersuchung des NRI durch KARASAWA und OKADA (2007: 266), die darauf verweisen, dass es doch verwunderlich wäre, von einem Otaku-Markt zu sprechen, wo doch wichtige Bereiche, wie z.B. Cosplay 124 (コスプレー), Garagekits 125 (
ガレージキット)und Tradingcards(トレーディング・カード), nicht mit in die Rechnung aufgenommen wurden. Des Weiteren verglichen sie den Otaku-Markt mit dem Glücksspiel-Markt und machten dabei die Entdeckung, dass rein wirtschaftlich gesehen, der Otaku-Markt mit 410 Mrd. Yen nicht so eine große Rolle spielt, wie z.B. der Pachinko 126 -Markt(パチンコ), der mit 29 Billionen Yen geschätzt wird. Im Vergleich dazu. Das Budget des japanischen Staates betrug 2004 82 Billionen Yen 127 (KARASAWA/OKADA 2007: 173). Sie betonen aber, dass durch die Komike Klein- und Mittelbetriebe des Druckgewerbes gestützt würden (KARASAWA/OKADA 2007: 22) und verweisen zugleich darauf, dass der Otaku-Markt in gewissem Sinne ein System der Selbstversorgung darstelle - mit anderen Worten Otaku produzieren für Otaku, die von den erwirtschafteten Geldern wieder Otaku-Produkte konsumieren (KARASAWA/OKADA 2007: 120).
Deutliche Entwicklungen hinsichtlich der Wahrnehmung eines Otaku-Marktes bzw. einer „neuen“ Konsumentenschicht an Otakus, scheinen sich im Fernsehbereich zu zeigen. Seit der Ausstrahlung von „Train Man“ im japanischen Fernsehen, gab es immer mehr Fernsehserien, die entweder Elemente der Otakukultur mit einbezogen oder sich an eine ganz bestimmte Zuschauerschicht richteten, die dem subkulturellen Bereich verhaftet ist. Als Beispiele dafür könnten die Fernsehserien „Fujoshideka“ (TV Asahi), „RH Plus“(JAITS), „Tokyo Ghost Trip“ (MXTV), „Nodame Cantâbire“ (Fuji TV), „Rookies“ (TBS) u.a. angesehen werden. Es scheint sich besonders ein Trend hin zu Fernsehserien anzubahnen, die speziell für „Fujoshi 128 “ konzipiert sind 129 . Doch nur wenige dieser [meist] Mangaverfilmungen erreichen zweistellige Einschaltquoten - einzige Ausnahme der Hit „Nodame
124 Von dem englischen Ausdruck costume play. Cosplay(er) steht für Menschen, deren Hobby es ist, sich zu verkleiden (z.B. Anime-, Manga-, Videospielfiguren, etc.) und sich auch damit zu präsentieren (siehe AIDA 2004: 111; GYKC 2008: 1604)
125 allgemein als von Amateuren produzierte Plastikmodellsets zu verstehen (siehe AIDA 2004: 99)
126 japanisches flipperartiges Glücksspiel
127 in Euro umgerechnet, bei einem Kurs von 160 Yen zu einem Euro, ergeben sich folgende Werte: Pachinko: 181 250 000 000; Otaku: 256 500 000; Budget: 512 500 000 000
128 Frauen, die eine Untergruppe der Otaku bilden und sich vor allem für Geschichten mit homosexuellem Inhalt interessieren. Eine eingehendere Beschäftigung erfolgt im Laufe der Arbeit.
129 JAITS u. MXTV sind kleine [freie] Sender. Experimentelle Ausstrahlungen um Mitternacht, wie z.B. bei „RH Plus“ geschehen, wo die Folgen nur halb so lang sind wie normale Folgen, scheint charakteristisch für diesen Typus „Fujoshi“-Fernsehdrama zu sein.
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Cantâbire“(18,8%), der durch seinen musikalischen Hintergrund einen Klassikmusik-Boom in Japan auslöste.
3.6 Moe - Die Eroberung einer neuen Welt
Bis jetzt ging es vorwiegend um eine Beschreibung der Otaku selbst, doch macht dies nur einen Teil des Otaku-Diskurses aus. Ein Schlagwort, was in diesem Kontext nicht wegzudenken wäre ist Moe 130 (u.a. YOENEZAWA 2006: 146-150).
Moe ist nach der Definition des Fachwörterbuchs „Grundwissen des Otaku-Wortschatzes“ ein Ausruf im Otaku -Jargon, der eine ähnliche Nuance aufweist wie die Ausdrücke cute oder kawaii 131 , aber speziell als Gefühlsausdruck der Liebe/Zuneigung gegenüber einer Anime-, Manga- bzw. Videospielfigur verwendet wird (OYKC 2006: 175; TACK 2004). 2004 wurde er zusammen mit dem Wort Akiba-Stil 132 zusammen zum Trendwort des Jahres nominiert und hielt sich in den Top 10 des Jahres 2005 (OYKC 2006: 175; U-Can 2005) Die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs lautet blühen. Diese Verwendung findet sich schon in der ältesten japanischen Gedichtssammlung, dem „Manyôshû“ 133 .
Man geht davon aus, dass der Begriff in den 90er Jahren auftauchte. Eine klare zeitliche Einordnung gestaltet sich schwierig, doch gilt der Ursprung als relativ gesichert. Ausgegangen wird davon, dass Moe von einer falschen Eingabe im Computer (Homophones Paar brennen und blühen - beides moeru), die zur Folge hatte, dass die Ausdrücke „Moeru ze“ oder „MoeMoe“ (im Sinne von brennen; in übertragener Bedeutung soviel wie Feuer und Flamme sein, also ein Ausruf feuriger Begeisterung) sich vom Schriftbild her von 燃え(る) zu萌え(る) wandelte. Ein möglicher Quellenbeleg findet sich schon 1993 (OYKC 2006: 175; NSKJ 2005: 9). Eine weitere Theorie über die Herkunft des Wortes Moe lautet, dass es eine Ableitung des Vornamens Tomoe (jap. 土萠), einer Figur in dem bekannten Magical-Girl-Anime „Sailor Moon“ (Erstausstrahlung 1992), sei. Der zweite Bestandteil ihres Namens (萠 ) wurde zu 萌 134 (OYKC 2006: 176). Man könnte hierin die Wandlung eines Kosenamens für
130 jap. 萌え
131 jap. kyûtoキュート und kawaii 可愛い
132 oder auch Akiba-Richtung; jap. Akiba-kei アキバ系 - Akiba steht für den Bezirk Akihabara in Tokyo, der als „Electric Town“ bekannt ist. Genaueres dazu u.a. in GYKC (2006: 1614; 2005: 86).
133 万葉集etwa „Sammlung der 10 000 Blätter [Gedichte])“ - entstanden zwischen dem 7. und 8. Jahrhundert.
134 萠 ist das ältere „komplexere Schriftzeichen“ zu 萌(beides moe gelesen) (aus „Ursprung der Kanji [chinesische Schriftzeichen]“ Kanjigen 1993)
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ein süßes Mädchen hin zu einem allgemeinen Ausruf [der Entzückung] für süße Dinge/Personen sehen.
Über seine grundlegende Bedeutung hinaus, gibt es vier Moe-Grundtypen.
1. Ausdruck von Zuneigung gegenüber der jüngeren Schwester (Imôto-Moe 妹萌え) 135 2. Ausdruck von Zuneigung gegenüber der älteren Schwester (Ane-Moe姉萌え) 3. Ausdruck von Zuneigung gegenüber Puppen (Ningyô-Moe人形萌え) 4. Ausdruck von Zuneigung gegenüber Robotern (Robotto-Moeロボット萌え) (OYKC 2006: 176)
Zu klären wäre in diesem Zusammenhang, ob es sich dabei um platonische, romantische oder sexuelle Gefühle handelt oder um einen reinen Zustand der Entzückung, wobei die Nuance eher dem Begriff Entzückung verhaftet ist, da es Ähnlichkeiten zu den Begriffen kawaii, cute bzw. süß gibt.
OKADA versteht Moe in einem viel weiteren Kontext als eine Art fremde Kultur innerhalb der Otaku-Kultur, die dazu beiträgt, die Otaku-Kultur wieder zu beleben, zu aktivieren. Für einen Vergleich zieht er die homosexuelle Kultur in Amerika heran und sagt, dass wenn man über alle Amerikaner sagen würde, dass sie homosexuell seien, dann gäbe es Probleme. Ähnlich sieht er es mit der Moe-Kultur. KARASAWA ergänzt, dass es nicht die Homosexuellen selbst seien, die etwas bewegen würden, sondern die Menschen, die von ihnen ihre Inspiration erhalten. Kurz gesagt, OKADA stört sich an der verallgemeinernden Formel Otaku = Moe, die eine immer weitere Verbreitung findet und zusammen mit den Phänomenen der Otaku der Akiba-Richtung (jap. Akiba-kei 136 ) und der Dienstmädchen Cafés 137 (KARASAWA/OKADA 2007: 97; JAPANORAMA 14.09.2006).
KARASAWA/OKADA (2007) verweisen darauf, Akihabara-Otaku, Moe und Dienstmädchen Cafés. Diese drei Elemente könnten stellvertretend für eine neue Generation Otaku stehen, was aber noch zu untersuchen wäre (besonders hinsichtlich des Faktors Alter).
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135 Es bezieht sich auf den Typus „jüngere Schwester“ und daher nicht unbedingt auf die eigene.
136 アキバ系
137 Cafés, in denen die Kellnerinnen sich klassische Dienstmädchenkleidung tragen. Es gibt auch Läden, in denen die Kellnerinnen traditionelle japanische Kleidung, Schlafanzug oder Verkleidungen angelehnt an Tiere, Videospiele etc. tragen. - jap. Mêdo kafê (メード・カフェー) bzw. Mêdo kissa (メード喫茶) (u.a. SUZUKI 2005: 81; GYKC 2006: 1614, 1228).
138 http://www.bwy.jp/2f/ Letzter Zugriff am 29.04.2010
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Die deutlichsten Impulse in dieser Richtung sind der Diskursbeitrag „Denpa Otoko“ (Rundfunkmann) und „Train Man“ die Fernsehserie. HONDA Tôru begreift Moe in seinem Buch „Denpa Otoko“ nicht als Ausruf, sondern viel mehr als Liebe innerhalb des Gehirns 139 (HÔNDA 2005: 102, 115, 204-205, 218 u. 313; KARASAWA/OKADA 2007: 78), also als eine rein psychische Sache. Das Konzept, das sich dahinter verbirgt zu erklären würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen und auf eine philosophische Ebene führen. Doch versuche ich es in einigen Worten zu umreißen, damit wenigstens eine Ahnung vermittelt werden kann, wie komplex das Thema Moe im Kontext des Liebesdiskurses sein kann. Für die Menschheit war es schon immer wichtig in irgendeiner Form sich zu verewigen. In Japan geschah dies durch die Fortführung des Clans. Doch als das Ie (Haus bzw.„Clan“)-System unter der Leitung des Mannes aufgelöst wurde (HONDA 2005: 45f), mussten Alternativen gesucht werden. Diese Alternative fand sich in der Liebe [, die HONDA als westliches Gut sieht], genauer in der Ehe, die durch die Verbindung mit Gott Ewigkeit verhieß. Doch auch dieses Konzept viel zusammen, als Nietzsche proklamierte, dass Gott tot sei (HONDA 2005: 41). Die Menschen waren gezwungen ohne die Unterstützung Gottes die Liebe zu erhalten. HONDA prägte in diesem Kontext den Begriff Liebeskapitalismus (jap. Ren’ai shihon shugi 140 ) auf dessen Markt ein Otaku nichts zu bieten hätte, weder Aussehen noch Geld (HONDA 2005: 122). Für die Otaku bestand nun nur noch die Möglichkeit eine Alternative zu diesem Markt zu finden. Diese bestehe im Konzept von Moe, das durch die Verbindung zur zweidimensionalen Welt der Anime und Manga den Otaku einen [virtuellen] Raum biete, in dem die „realen“ Eigenschaften einer Person nicht zählen (HONDA 2005: 145). HONDA deklarierte in seinem Buch, dass er daher keine realen Frauen mehr brauche. Dieses Buch prägte das Bild der Hardcore Otaku - einer Art männliches Gegenstück zu den Feministen (KARASAWA/OKADA 2007: 84). Eine weitere komplexe Darstellung des Konzepts Moe findet sich bei ITÔ (in AZUMA 2003: 85-100), die aber in diesem Rahmen nicht erläutert werden kann. Moe ist ein vergleichsweise neues Phänomen in den Reihen der Otaku, gilt aber nun schon als wichtiges Definitionskriterium besonders für die Akihabara-Otaku, die dieses Moe u.a. auf den verschiedensten Events in Akihabara 141 und den Dienstmädchen Cafés ausleben.
139 jap. Nônai ren’ai 脳内恋愛 (Vgl. MIKIYAMA 2005: 58)
140 恋愛資本主義
141 Siehe AIDA 2005: 49-51.
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3.7 Auch Frauen sind Otakus oder etwa nicht?
Obwohl NAKAMORI in seiner Kolumne „Otaku-Studien (1)“ den Begriff nicht ausschließlich mit männlichen Jugendlichen verband, tendierten seine letzten zwei Artikel dazu das männliche Geschlecht hervorzuheben. Dies in Kombination mit dem Fall MIYAZAKI trug dazu bei, dass sich die Formel „Otaku = ♂“ als allgemeiner Stereotyp für die soziale Gruppe der Otaku in der öffentlichen Rezeption festsetzte. Doch was ist mit den „Otaku Frauen 142 “, die NAKAMORI erwähnte? Dies ist ein Teil des Otaku-Diskurses, dem nur wenig Beachtung geschenkt wurde. AIDA (2005: 40) zitiert NAKAJIMA Azusa (1991: 91), die ihre Probleme mit der Bennennung von Frauen darstellt, die zwar vergleichbaren Hobbys wie männliche Otaku nachgingen, sich aber in ihrer Bindung zur Umwelt unterscheiden würden. So seien Frauen viel mehr an ihren sozialen Bindungen, ihren Kontakten zum Freundeskreis interessiert, als männliche Otaku, die sich vorwiegend um das Objekt ihres Interesses kümmern würden. Daher würde sie dazu tendieren, diese Frauen nicht Otaku zu nennen, sondern Maniac 143 , obwohl dies nach ihrer Ansicht auch nur eine Notlösung sein kann. AIDA (2005: 40) kritisiert daran, dass dies keine wissenschaftliche Feststellung, sondern reiner Selbstschutz sei. Der Begriff Yaoi 144 sollte da Abhilfe schaffen.
Grassmuck (1993) geht davon aus, dass die Bezeichnung Yaoi 145 (OYKC 2006: 102), als Überbegriff für Frauen, die sich dem subkulturellen Bereich BL (Abkürzung von Boys Love - homosexuelle Liebe) verschrieben haben, im Laufe der 70er Jahre auftauchte, nennt aber keine genauen Daten oder Quellen. Der Begriff selbst gilt als Akronym der Wortkette „YAma-nashi (kein Klimax), Ochi-nashi (keine Pointe) und Imi-nashi (keine Bedeutung)“ (Grassmuck 1993; Manfé 2005: 53). In seinen Ausführungen zieht Grassmuck Parallelen zum Takarazuka (1913 gegründetes Variete - von Grassmuck als „Takarazuka Mädchen Oper“ beschrieben), zu dessen bekanntesten Stücken die Bühnenadaption des Manga „Die Rose von Versailles“ gehört - eine Geschichte über die französische Revolution. Neuerdings wird auch der Ausdruck „Fujoshi 146 “ (z.B. NANBA 2005: 140), was so viel bedeutet wie „verdorbene Frau“ und eine Anspielung auf das Homophon „Fujoshi“ mit der Bedeutung Frau/Dame ist,
142 jap. Onna Otaku 女おたく
143 jap. Mania マニア - Entlehnung von dem englischen Wort Maniac. Ein möglicher Ansatz zur Differenzierung von Otaku und Maniac erläutert MORIKAWA in OKADA/MURAKAMI/MORIKAWA (o. J.).
144 Als heilige Stätte der Yaoi/Fujoshi zählt die Otomoe rôdo (乙女ロード) - die „Jungfrauen Straße“ - im Tokioter Stadtteil Ikebukuro (vgl. Otaku und der Tokioter Bezirk Akihabara - kurz Akiba).
145 jap. やおい
146 jap. 腐女子 (jemand, der BL mag bzw. weibl. Otaku) nicht zu verwechseln mit 婦女子 (Frau, Dame) (u.a. GYKC 2006: 1212)
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verwendet. In dem Fachwörterbuch „Grundwissen des Otaku Wortschatzes“ findet sich folgender Eintrag:
Fujoshi
[Bedeutung]
1. Frauen, deren Geschmack in Richtung Yaoi geht.
2. Weibliche Otaku. 147
(OYKC 2006: 84)
Hier zeichnet sich schon die Tendenz ab, dass die Bedeutungsebene der Definition NAKAMORIs sich weitet. Auf den Einfluss der Otaku und im Speziellen der Fujoshi 148 habe ich schon im Kontext Otaku-Markt verwiesen, besonders hinsichtlich der Entwicklung der Fernsehlandschaft. Auf der Medienplattform YouTube finden sich zahlreiche Beiträge zum Thema Fujoshi. Darunter sind auch Nachrichtenmitschnitte aus den letzten zwei Jahren zu finden, die über das Phänomen Fujoshi berichten. Eine kleine Auswahl an Internetlinks zu Youtube befindet sich im Literaturverzeichnis (YT 2006)
Auf ein näheres Eingehen auf die Inhalte der einzelnen Beiträge wird an dieser Stelle verzichtet, obwohl es inhaltlich viele Punkte gibt, die einer Diskussion bedürften, da sie Tendenzen im Otaku-Diskurs aufweisen, denen bis jetzt kaum Beachtung geschenkt wurde. Die Videos sollen vor allem als Orientierungshilfe gelten, da nur wenig Material zu diesem Phänomen vorhanden ist.
Einen interessanten Versuch vagen KARASAWA und OKADA (2007: 176), die den Aspekt Moralvorstellung in die Diskussion mit einbringen und diesen als Ausgangspunkt verwendend, eine Trennlinie zwischen männlichen Otaku und weiblichen Otaku (u.a. Yayoi und Fujoshi) ziehen. OKADA behauptet, dass in den Herzen der Männer kein Vaterbewusstsein sei. Daher könnten sie sich als Otaku outen, ohne Gewissensbisse zu bekommen. Im Gegensatz dazu, besäßen Frauen ein Mutterbewusstsein, das sie fragt, ob sie damit zufrieden seien. Daher können sie sich nicht als Fujoshi outen. Wir finden hier also eine Unterscheidung in dem Vorhandensein bzw. nicht Vorhandensein eines „schlechten Gewissens“ [die Meinung der Öffentlichkeit betreffend]. Darin sieht OKADA den Grund dafür, dass es noch keinen wirklichen Fujoshi-Theorien von Seiten der Fujoshi gäbe, wie es bei den [männ-
lichen] Otaku der Fall sei. Sie wissen, dass ihr Hobby ein „notwendiges Übel“(KARASAWA/OKADA 2007: 177) ist und wollen daher allein gelassen werden. Wer
147 Siehe dazu den Filmbeitrag unter Nippon TV (2008).
148 „... of the 600,000 people who attend the Japanese Comic Market, 60% are actually female…” (IZAWA 2003 in Manfé 2005: 56 )
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sich outet untergräbt seine Moral und hört auf eine Fujoshi zu sein. Das fu in Fujoshi bedeutet verdorben im Sinne von faulen und könnte so interpretiert werden, dass sie im gewissen Sinne „Semi-Otaku“ sind. Diesen grundsätzlichen Aspekt sieht OKADA in der Ausprägung bzw. Festigkeit der eigenen Identität, die auf Seiten der Frauen, bei weitem gefestigter sei, als bei den Männern - sie stünden einfach mit beiden Beinen auf dem Boden (KARASAWA/OKADA 2007: 15). Dieser Aspekt wurde auch von NAKAJIMA (1991: 91 in AIDA 2005: 40) erwähnt. Leider handelt es sich hierbei nur um Überlegungen der jeweiligen Autoren, die nicht durch empirische Untersuchungen belegt sind.
3.8 Otaku als Objekt weiblicher Begierde
Einen ganz neuen Wind in den Otaku-Diskurs brachten Beiträge, die verstärkt auf den Liebes-Diskurs eingingen. Zu den repräsentativsten Werken zählen das Liebeshandbuch „Wahre Liebe Otaku“ (MIKIYAMA 2005) 149 und die Liebesgeschichte „Der 59ste Antrag [Heiratsantrag]“ (Aruteishia 2005) 150 , die wie „Densha Otoko“ aus dem Internet stammt (Shosekika 書籍化 151 ) [intentional geschriebener Blog im SNS Mixi], als deren Vorreiter ich „Train
Man“ sehe. Letzteres wird in den späteren Kapiteln näher besprochen.
SUZUKI (2005: 69-70) zitiert die Autorin SHIRAKAWA Momoko, die mit dem Liebesdiskurs in Japan vertraut ist. Sie begreift die Angebetete Train Mans - Hermes -als Makeinu 152 und kommentiert das Buch „Densha Otoko“ wie folgt:
„Umkehr“- Paare, bei denen die Frauen von ihrem Alter und Einkommen über dem des Mannes liegen nehmen zu. Zwei Schichten die bis jetzt darunter litten keine reale Liebe zu finden, überlappen sich nun. Soweit, dass man sagen möchte, dass „Train Man“ eine Maßnahme gegen späte Heirat ist und vom Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt konzipiert wurde.
Von diesem Hintergrund ausgehend geht SUZUKI (2005: 61) noch einen Schritt weiter. Er erläutert in seinen Ausführungen, dass Frauen sich Männer wie Haustiere „abrichten“ - im Fall Makeinu („Mürrische Verliererin“ 153 ) und Otaku sich die Geschlechterrollen gewissermaßen vertauschen würden. Er spricht in diesem Kontext von Männern als Ren’aijakusha (恋
149 jap. „Jun’ai Otaku“ 『純愛オタク』2005
150 jap. „Gojûkyûbanme no puropôzu“『59番目のプロポーズ』2005
151 In diesem Fall Burogu shuppan , Publizierung eines Blogs (GYKC 2007: 1617 u. 2006: 1194). Siehe dazu auch KAZUMA (2005) u. ITANO (2005).
152 Kompositum aus Niederlage Make und Hund Inu - wörtlich: Hund/Hündin der/die einen Kampf verloren hat. Seit 2004 wird Makeinu als Bezeichnung für unverheiratete Frauen über 30, die kinderlos sind, verwendet [das Konzept ist bei weitem komplexer, da es sich auch auf Männer beziehen kann u. auch Aspekte wie Weltsicht mit einbezieht]. (SAKAI 2004: 7; HONDA 2005: 32f). Vgl. Makeinu-Ansichten zu Otaku SAKAI (2004: 158f).
153 Übersetzung entnommen einer Broschüre der Zeitschrift „JapanMarkt“ (2005) der Industrie - und Handelskammer Deutschland in Japan.
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愛弱者) - Schwächlinge, was die Liebe angeht. Auch kann man davon ausgehen, dass Otakus als potentielle Partner (in einer Beziehung) in den Fokus der Frauen rücken.
„Weil mir bis jetzt nicht klar war, was Otakus denken, wusste ich nicht, dass sie so unverfälscht Liebesgefühle für reale Frauen hegen. In der Firma gibt es auch otakumäßige Typen, aber es gibt ja u.a. keine Gelegenheit sich zu unterhalten. Aber wenn es ein Otaku wie Train Man wäre, dann wäre er als möglicher Liebespartner nicht schlecht.“ (Eine weibliche Angestellte 34 Jahre alt, die in einer IT-Firma arbeitet) (Übersetzung von SUZUKI (2005: 69) aus Hansen (2006: 29))
Der Umgekehrte Fall ist natürlich auch denkbar, obwohl der Begriff Otaku eher den Männern und der Begriff Yaoi den Frauen zugeordnet wird. Als ein Beispiel dafür kann man das Buch „59banme no puropōzu“ („Der 59ste Antrag“) ansehen, in dem eine Karrierefrau (mit Einschränkung selbst Otaku) in ihrem Blog (Mixi 154 ) unverblümt über ihre Beziehung zu einem Otaku schreibt. Ergänzend könnte man noch hinzufügen, das Otakus als keep-kun (GYKC 2005a: 1069) angesehen werden könnten, als potentieller Freund, den man sich „warm hält“, falls man nichts Besseres finden sollte. Diese Idee findet sich in Ansätzen im Buch „Der 59ste Antrag“ wieder und überlappt mit dem Aspekt Männer als Haustiere - pet (SUZUKI 2005: 70-72).
Der neuste Beitrag zum Otaku-Diskurs in dieser Richtung ist das schon erwähnte Buch „Wahre Liebe Otaku“ (Vgl. TAKARAJIMA 2005: 36). Darin geht MIKIYAMA Shu auf Otaku als idealen Liebespartner ein, wenn man einen sehr treuen Mann suche. Auf dem Buchgürtel findet sich die provokante Frage „Wollen Sie es nicht einmal mit einer Liebe versuchen, die sie nicht hintergeht?“. Doch nicht alle Otaku sind als Partner geeignet, denn es gibt für ihn auch die so genannten Dame Otaku (MIKIYAMA 2005: 65f), die „unmöglichen“ Otaku, bei denen alle Mühe vergeblich ist, da sie sich zu stark zurückgezogen haben und auch keiner Arbeit nachgehen (MIKIYAMA 2005: 13). Dabei führt MIKIYAMA die folgenden Punkte als positive und negative Eigenschaften von Otaku auf (siehe MIKIYAMA 2005: Inhaltsverzeichnis):
Negative Eigenschaften (Ausführungen in MIKIYAMA 2005: 30-39)
-unkultiviert -ungepflegt -düster -Hang zum Monolog -manisch veranlagt -können nichts einstecken -fürchten sich vor Frauen
154 Mixi ist ein SNS (Social Network System) - eine geschlossene Community deren Kommunikation über Tagebücher/ Blogs, Foren und E-Mail-Austausch zustande kommt (GYKC 2007: 1616).
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-Selbsthass
Positive Eigenschaften (Ausführungen in MIKIYAMA 2005: 39-50) -ernst -romantisch -zielstrebig -bescheiden -ausdauernd -kindliches Gemüt
-pazifistisch veranlagt - können sich zügeln -freundlich - nett -unverfälscht - rein
- können sich mit aller Kraft um eine Angelegenheit kümmern
MIKIYAMA verweist damit zwar darauf, dass Otaku viele negative Seiten haben, diese mit Hilfe des Partners aber überwunden werden können (MIKIYAMA 2005: 52-53). Dieses Überwinden könnte man mit dem Begriff Datsuotaku 155 umschreiben, der für das Beenden des Otaku-Daseins im engeren Sinne hinweist, im weitesten Sinne aber auf eine Art Kompromiss hinausläuft, der auf einer Veränderung des Äußerlichen als auch des Kommunikationsverhaltens basiert und dabei die Kernidentität des Otaku nicht angreift. Solch eine positive Einstellung gegenüber Otakus hat es bis dato im Diskurs nicht gegeben. MIKIYAMA (2005: 153f) sieht den Wandel im Auftreten des Densha Otoko Phänomens. In diesem Zusammenhang zitiert MIKIYAMA (2005: 23f) einige Beiträge aus seinem Forum, in denen immer wieder „Train Man“ 156 genannt wird. Besonders interessant ist ein Beitrag, der darauf verweist, dass Otaku besser 157 für eine Beziehung seien als die „verspielten“ Männer, die gerne flirten und im äußersten Fall fremdgehen. Außerdem finden sich Äußerungen wieder, die Sehnsucht nach einer romantischen, schicksalhaften Liebe, wie sie in „Densha Otoko“ dargestellt wird, ausdrücken. Ein solches Bedürfnis scheint es auch auf Seiten der Otaku zu geben, wie MIKIYAMA (2005: 80) in einer [statistisch gesehen, nicht repräsentativen] Umfrage unter 30 männlichen Otaku, von denen 21 antworteten, dass sie sich verlieben möchten, darlegt. Eine zweite Umfrage (MIKIYAMA 2005: 59) zeigte aber dann, dass 17 von 30 Otaku nicht wüssten, wie sie reagieren sollten, falls sie sich verlieben. Dabei enthielten sich acht Otaku der Frage, was ein Hinweis dafür ist, dass Frauen sich direkter um eine Beziehung mit Otakus bemühen müssen.
Das Thema Liebe überhaupt wurde nicht diskutiert, seit NAKAMORI (8/1983) diesen Diskursbereich mit den Worten „Otaku-Männer heiraten Otaku-Frauen und gebären Otaku-Kinder“ von vornherein nicht aufkommen lies. Diese neue Perspektive auf die Gruppe der
155 jap. 脱オタクbzw. in der Kurzform Datsuwota脱ヲタ (GYKC 2007: 1554).
156 NANBA (2005: 141) zitiert die Zeitschrift „AERA“ vom 27.06.2005, in der es um die Erforschung des Train Man als Typ Mann, den die Frauen attraktiv finden. Darin steht, dass A-boy die Bezeichnung für Akiba-Richtung-Otakus, die sich durch eine gewisse Eleganz hervortun, sei.
157 Siehe MIKIYAMA (2005: 69ff).
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Otaku wird im Zusammenhang mit „Train Man“ im Laufe der Medienanalyse wieder aufgegriffen, da sich sicherlich der ein oder andere Punkt (negative/positive Eigenschaften/Seiten von Otaku) darin wieder finden wird.
3.9 Zwischenfazit
Versucht man die neuen Tendenzen im Otaku-Diskurs zusammenzufassen, so könnte man zum einen sagen, dass die Diskussion um das Phänomen Otaku sich von einer oberflächlichen, sehr subjektiven Herangehensweise losgelöst hat und jetzt von einer höheren Ebene aus betrachtet. Wie AIDA (2005: 53f) feststellte, könnte man den Diskurs in die Ebenen Wesen, Konsum und Produkt unterteilen, wobei AIDA keine Unterscheidung zwischen äußerlicher und innerlicher Betrachtung des Wesens der Otaku macht. Mit der Perspektive Otaku als idealer Partner in einer Liebesbeziehung hat sich der Fokus von einer von vornherein negativen Haltung zu einer positiven geändert. Gründe darin könnten in dem Phänomen Makeinu, dem Schwinden der Bevölkerung, COOL JAPAN 158 (McGray 2002; JETRO 2005; AZUMA [o. J.] u. ASO 2006) und dem Wandel des Begriffs Otaku selbst liegen. Viele Facetten des Otaku-Diskurses konnten an dieser Stelle nicht erörtert werden. Trotz dessen sollen einige wichtige Aspekte der Vollständigkeit halber aufgeführt werden. Ein Zitate von MORIKAWA (OKADA/MURAKAMI/MORIKAWA o. J.) soll uns dazu als Ausgangspunkt dienen:
Over time, the focus of otaku shifted from science fiction to anime to eroge [erotic games], as young boys once embraced the bright future promised by science saw this future gradually eroded by the increasingly grim reality around them. I think they needed an alternative.
In diesem Zitat wird eine wichtige Dimension, die den Otaku-Diskurs beeinflusst, angesprochen - der gesellschaftliche Wandel mit seiner einhergehenden Technisierung bzw. Medialisierung im Kontext des Weltgeschehens. Die folgende Tabelle kann nicht die Komplexität des Ganzen widerspiegeln, gibt aber nichts desto trotz einen ersten Überblick zur geschichtlichen Achse, auf der sich das Phänomen Otaku entwickelte (Vgl. Den 2007: 16).
158 kurz: „politische“ Maßnahmen zur Verbesserung des Japanbildes im Ausland - Popkultur als Vorreiter.
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Tabelle 3 - Otaku-Geschichte im Kontrast zur Japan-Geschichte (basiert teils auf NANBA (2005: 134f). Vgl. Wiki-J N)
Zu dieser eher sozial-historischen Perspektive sind in den letzten 15 Jahren neben Schlüsselbegriffen wie „Shinseiki Evangelion“ (Anime) und Virtuelle Realität (Vgl. Hollywoodfilm „Matrix“) Diskursperspektiven aufgetreten, die den ganzen Diskurs auf eine höhere, theoretischere Ebene tragen (Vgl. u.a. AZUMA, ÔTSUKA [kommunikationsphilosophisch] u. Manfé [psychologisch]), als auch Ansätze, die über den Tellerrand eines reinen Otaku-Diskurses schauen und damit Aspekte wie Alter, Kulturtransfer in und aus dem Aus-land, in die Diskussion mit einbringen (Vgl. u.a. SAITÔ/ISHIDA 2008, Eng u. Hill). Festzuhalten gilt, dass der Begriff Otaku nicht eindeutig bestimmbar scheint, da er sich in der öffentlichen Wahrnehmung, den Medien, der Technisierung, mit anderen Worten, in der Gesellschaft mit Bedeutung auflädt und somit stetigem Wandel unterliegt. Ich vermute, dass aufgrund des Generationenwechsels und der Veränderung in der Medienwelt, das Phänomen Otaku schon von der Hauptkultur schon so aufgesogen wurde, dass heutzutage nur noch Extreme wie HONDA Tôru als wahre Otaku wahrgenommen werden, denn eine
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Definition anhand der Örtlichkeit Akihabara wird immer schwieriger, da durch das Internet verbunden Otaku auf ganz Japan verteilt leben und Akihabara selbst von der heiligen Stätte der Otaku einen Wandel hin zu einem Touristenspot durchläuft (Wiki-J P), wo selbst Mittelschülerinnen Dienstmädchen Cafés besuchen, um die Exotik der Otaku-Kultur zu erleben. Schaut man sich die Medien der letzten Jahre an, scheinen zwei Ausdrücke den Begriff Otaku als Negativum verdrängt zu haben: NEET 159 und Hikikomori 160 (vgl. Taylor 2006; SAITÔ/GENDA 2005: 14-17; Larimer 2000; Eng 2001b u. Dziesinski 2003). Welche Elemente des Otaku-Diskurses das Densha Otoko Phänomen bestimmen, gilt es im Folgenden herauszuarbeiten.
4. Versuch einer Analyse des medialen Phänomens Densha Otoko
4.1 Die Buchfassung - eine genaue Textanalyse
In seiner Arbeit „Warum wurde das Buch „Densha Otoko“ zum Bestseller?“ hat sich Hansen (2006) schon eingehend mit der Liebesgeschichte befasst und ist dabei vor allem auf die verschiedenen Lesemöglichkeiten des Buches eingegangen. Aufgabe ist es nun das Bild der Otaku anhand von Textstellen herauszuarbeiten. Dafür wurde aus Gründen der Praktikabilität die deutsche Ausgabe „Train Man“ (2007) herangezogen. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass die Übersetzung durchaus gelungen ist, es haben sich bei einem groben Vergleich wichtiger Textstellen mit der Originalausgabe nur geringe Abweichungen gezeigt, auf die gegebenenfalls verwiesen wird. Da aufgrund der vorherrschenden Anonymität der Forennutzer es schier unmöglich ist zu beurteilen, welcher Beitrag von einem Otaku stammt und welcher nicht, wird die Analyse des Otakubildes durch die Charakterisierung der Hauptfigur des Train Mans vollzogen. Dabei werden Selbstdarstellungen sowie Fremddarstellungen Beachtung finden, die neben expliziten Aussagen auch implizite Informationen beinhalten können.
Vermutlich ist es für die Analyse hilfreich, wenn die Buchstruktur bzw. Erzählstruktur noch einmal dargestellt und die Inhalte der einzelnen Kapitel (hier Missionen) kurz beschrieben werden, damit die analysierten Textstellen in einen Kontext gestellt werden können. Das Buch gliedert sich in die folgenden Kapitel, die auf einer Einteilung von NAKANO Hito
159 Akronym des Ausdrucks „Not in Employment, Education or Training”, der Jugendliche bezeichnet, die u.a. aufgrund von Perspektivlosigkeit und Zukunftsängsten nicht am gesellschaftlichen Leben teilhaben (GYKC 2008: 662).
160 Zurückgezogene [meist] Jugendliche, die sich über einen längeren Zeitraum in ihr Zimmer zurückziehen und dies nur selten verlassen. Dieses Zurückziehen wird häufig als Ergebnis von Mobbing an der Schule und der daraus resultierenden Verweigerung des Schulbesuchs gesehen (GYKC 2008: 1060).
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basieren und Teile markanter Textstellen (diese sind mit Doppelpfeilen ( >><< ) markiert) aufgreifen.
Mission 1 (S. 6 - 75 = 69 Seiten)
Dringende Anfrage: Essen, wo? Hilfe! Mission 2 (S. 77-132 = 55 Seiten) >>Ich halte mich doch gut fest<< Mission 3 (S. 133-185 = 52 Seiten) Sie nahm sanft meine Hand Mission 4 (S. 187-261 = 74 Seiten) Der Moment, die Teetassen einzuweihen, war gekommen Mission 5 (S. 263-349 = 134 Seiten) >>Bitte führen Sie mich nicht in Versuchung<< Mission 6 (S. 352-407 = 55 Seiten) Das letzte Kapitel eines Wunders Nachspiel (S. 409-425 = 16 Seiten) >>So sehr hast du dich angestrengt …<< (entnommen der deutschen Ausgabe von „Train Man“ 2007)
Diese sieben Kapitel haben einen Seitenumfang von 435 Seiten (relative Angabe, da auch Leerseiten vorhanden sind). Schaut man sich die Kapitelbezeichnungen an, so fällt auf, dass keine Formulierungen auftauchen, die eine Krise, Probleme oder Ähnliches andeuten. Es handelt sich bei der Buchfassung von „Train Man“ um eine lineare Geschichte (Hansen 2006: 22). Kommen wir nun zum Inhalt.
Kapitel eins beschreibt die Ereignisse im Zug, die Train Man und Hermes schicksalhaft zusammenführen. Ausschlaggebend für den Fortgang der Geschichte waren zwei Tassen, die Hermes - benannt nach der Marke der Tassen - Train Man als Dankeschön zu kommen ließ. Bis zu diesem Punkt tauchen mehrere Textstellen auf, die Train Man durch seine Sprache als 2ch-Nutzer identifizieren (10/740) 161 , was aber in der deutschen Übersetzung nicht übertragbar war. Des Weiteren bezeichnet er sich selbst als Otaku. Er sagt über sich selbst: „… Ich bin ein ganz normaler Akihabara-Nerd = Otaku … Alter = Anzahl der Jahre ohne Freundin Natürlich noch Jungfrau … “ (16/777). Wir erfahren hier, dass er ein
161 Textstellen werden im Folgenden stets mit der Kennung (Seitenzahl/Beitragnummer) angegeben. Grafische Motive wie Emotikons werden nicht übernommen. Diese werden zum Schluss der Analyse zusammen besprochen. Vorkommende Rechtschreibfehler sind die exakte Kopie des Originaltexts. Internetsprache weist auf Seiten der Kommunikation aufgrund hoher Geschwindigkeit und des Aspekts der Anonymität höhere Rechtschreibfehlerraten auf. Eine Liste aller wichtigen Zitate [in gekürzter Form] findet sich im Anhang.
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Akihabara-Nerd 162 ist, ein Otaku, der sich vorwiegend in Akihabara (10/749) herumtreibt und auch eher den traditionellen Otaku-Bereichen Manga, Anime, Games (Überbegriff für Videou. Pc-Spiele) und Figuren verhaftet ist. In Train Mans Fall müssen wir auf die Originaltextstelle der japanischen Ausgabe zurückgreifen, da die Übersetzung an dieser Stelle etwas ungenau ist. Darin sagt Train Man über sich selbst aus, dass er ein normaler Anime- und Game-Otaku sei (vgl. 12/777 jap. Ausgabe). Weiter erfahren wir in Kapitel eins, dass er 22 Jahre alt ist (11/766), sich uncool findet, gar als Versager (12/779, 20/665 u. 25 782) und er vermutlich wenig gesellschaftlichen Umgang hat (14/789). Mit seinen 22 Jahren verdient er im Jahr umgerechnet ca. 25 000 Euro (durchschnittliches Einkommen), er besitzt kein Auto und seine Familienverhältnisse sind normal (21/665). „ … Aus meiner Sicht war der Businesstyp ein Held Wäre er nicht gewesen, hätte ich vermutlich eine erbärmliche Figur gemacht und ordentlich eins auf die Fresse bekommen … “ Obwohl er der Held der Geschichte ist, als erster den Mut hatte, etwas gegen den betrunkenen Alten zu unternehmen, ist er bescheiden bzw. ehrlich (15/811). Auch, wenn man meinen könnte, dass er wenig gesellschaftlichen Umgang hat, so ist er stets höflich und bedankt bzw. entschuldigt sich häufig (17/587, 27/927, 27/949, 36/432, 46/101). Was sein Aussehen anbelangt, bekommen wir die Information, dass er 1,72 m groß ist und 68 Kilo wiegt, also in Japan mittelgroß ist (48/198 u. 32/183). Eine weitere Stelle verweist darauf, dass er zumindest zu Frauen überhaupt keinen Kontakt hatte [Mutter ausgenommen, da er zu Hause wohnt u. vermutlich Kontakte auf dem Arbeitsplatz] (19/643). Sein Hilferuf im Forum lautete: „Ich weiß echt nicht, was ich machen soll! ...“ (19/650, siehe auch 39/519). Ein weiteres Zitat stützt diese Aussage: „Ich war noch nie mit einer Frau essen, darum habe ich nicht die geringste Ahnung, wohin ich sie einladen sollte…“ (55/581). Außerdem scheint er sehr vorsichtig zu sein, möchte keine Fehler machen, wenn es um [nicht-anonyme] Kommunikation geht (vgl. Grassmuck 1993), denn er schreibt, dass er erst einmal über die Meinungen bzw. Vorschläge der anderen Forennutzer gründlich nachdenken möchte, bevor er Hermes anruft (26/904), was sich auch in dem Fakt widerspiegelt, dass er das Forum nach allem fragt, was ihm Sorgen bereitet. Für die anderen Forennutzer ist er ein Held bzw. ein Vorbild für die Gesellschaft (15/812 u. 15/815). Zitat: „ … Ist das nicht eigentlich die Art, wie man sich in der Gesellschaft üblicherweise verhalten sollte?“ Durch den Beitrag „Es steht HERMES drauf. Weiß nicht, was das für ein Hersteller ist. …“ (30/115) outet er sich als Menschen, der wenig über Marken Bescheid weiß - fatal in einer Gesellschaft, die von diesem Markenbewusstsein lebt. Mit anderen Worten, er nimmt
162 Das englische Wort Nerd ist, wenn man sich die Quellen anschaut, vor Geek die häufigste Übersetzung für Otaku.
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nur Dinge wahr, die in seinem Interessengebiet liegen (vgl. MIYADAI 1994 in AIDA 2005: 24).
In dem Train Man gewidmeten Buch „Danke! Train Man“ (TAKARAJIMA 2005) findet sich eine Darstellung, wie Train Man aussehen könnte. Siehe dazu die Illustration unten.
Illustration 14 Train Mans äußeres Erscheinungsbild nach TAKARAJIMA (2005: 109-110)
Er möchte sich ändern, um mit Hermes in Kontakt treten zu können. Das Forum hilft ihm dabei sein Äußeres zu ändern: neue gepflegte Kleidung, einen neuen Haarschnitt und Kontaktlinsen (66/443, 67/464 u. 69/506). Dabei zeigt es sich, dass er noch viel zu lernen hat (68/481, 69/485 u. 69/493). Und nach einem Telefonanruf geht es zu seiner ersten Verabredung mit einer Frau [Hermes].
Wie Train Man nach seiner Verwandlung aussehen könnte verrät uns die untere Illustration.
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Illustration 15 Train Man nach seiner Verwandlung (TAKARAJIMA 2005: 111)
Kapitel zwei schildert den Verlauf der ersten zwei Verabredungen, bei denen klar wird, dass er noch nie in „gehobeneren“ Restaurants gespeist hat und daher nicht weiß, was er bestellen soll (92/663 u. 126/924). Er erwähnte schon in Kapitel eins, dass er Video-/PC-Spiele mag. Doch hier erfahren wir erst, dass er Adult-Spielen 163 , d.h. PC-Spielen mit erotischen Inhalten nicht abgeneigt ist. Zitat: „… Adult-Spiele spiel ich nicht so oft aber normale Spiele, ja aus Dragon Quest 5 wird jetzt wohl nichts …“ Diese Information ist für uns daher wichtig, da es in diesem Punkt markante Unterschiede zwischen den Medien gibt. Denn ansonsten ist Train Man als naiv/unbedarft, gar schüchtern gekennzeichnet (91/627, 129/185 u. 85/417). Außerdem erfahren wir, dass er noch bei seinen Eltern lebt (109/619),
163 Adult-Spiel bezeichnet, wie der Name schon sagt, ein Spiel für Erwachsene, meist mit erotischen Inhalten.
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was bei seinem Monatseinkommen von vermutlich durchschnittlich 2000 Euro doch ein wenig verwunderlich ist [Man nennt solche Erwachsene auch „Parasite Singles“ (Taylor 2006), da sie ihren Eltern salopp ausgedrückt, „auf der Tasche liegen“, obwohl sie ein eigenes Einkommen haben.]. Man kann davon ausgehen, dass das meiste Geld in sein Hobby fließt, was in den späteren Kapiteln klar wird, wenn es um Konsum und Hobby geht. Es zeichnet sich aber auch ein Bewusstseinswandel ab. Nicht nur sein Hobby bildet seine Welt, sondern auch Kleidung erscheint ihm langsam als „notwendiges Übel“, was einen Forennutzer erstaunt: „ … [über Kleidung] Ich glaub, der Style ist cut and sewn…“ (119/400) „Jetzt benutzt er schon Ausdrücke die wir gar nicht kennen…“ (119/402) Schließlich wird ihm auf einem Date, bei dem eine Freundin von Hermes zugegen ist, gesagt, dass er wie der Gitarrist einer bekannten japanischen Pop-Band (ELT = Every Little Thing 164 ) aussehe (siehe Bild unten) (128/120).
[Aus Copyrightgründen muss auf eine Illustration verzichtet werden - Folgen Sie bitte dem Link] Illustration 16 Die Band ELT (links ITÔ Ichirô 伊藤一朗)
In Kapitel drei kommen sich die beiden schon näher. Als Hermes von einem Grabscher (jap. Chikan 痴漢) belästigt wird, bietet Densha Otoko ihr an, sie auf ihrem Weg zur und von der Arbeit zu begleiten. Doch macht er sich Sorgen um Hermes: „Mit anderen Worten, wenn wir unbedingt zusammen fahren wollen, müssen wir beide früher aufstehen. Und mir graust davor in die Rushhour zu geraten, wenn wir früh fahren …“. Die Rushhour ist für Frauen daher ein großes Problem, da aufgrund der Menschenmassen, die sich in den Zug quetschen, es fast unvermeidlich ist, nicht jemanden in irgendeiner Weise zu berühren (Vgl. GYKC 2006: 1228 Josei senyô sharyô zu Deutsch „Zugabteil speziell für Frauen“). Des Weiteren scheint die Verwandlung Train Mans von einem Otaku zu einem feschen jungen Mann zu wirken, denn als er nach langer Zeit Akihabara (kurz Akiba) aufsucht, sagt ihm eine Verkäuferin, dass er nicht so aussähe, wie die typischen Leute, die normalerweise nach Akiba kommen (162/523). Außerdem wird im Forum eine Nachricht von NAKANO Hito gepostet, in der er schreibt, dass er Train Mans Geschichte zu einem Buch machen möchte, was Train Man Kraft gibt (143/390), denn er erhält Aufmerksamkeit, die er als, um es mit seinen Worten zu sagen, einsamer Otaku nicht bekommen hätte. Kapitel drei endet damit, dass er Hermes nach Hause bringt.
164 Offizielle Internetseite der Popgruppe ELT http://www.avexnet.or.jp/elt/index.html Letzter Zugriff: 06.06.2008
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Das Kapitel vier handelt von dem Besuch Train Mans bei Hermes und ihrer Abmachung gemeinsam einen Computer kaufen zu gehen. Es wird ihm immer bewusster, dass das Gefühl der Liebe nicht nur auf seiner Seite vorhanden, sondern beidseitiger Natur ist. Daher kommt es zu einem inneren Konflikt, der sich bis Kapitel fünf durchzieht. Dies zeigt sich in dem vermehrten aufkommen von Otaku bezogenen Beiträgen wie z.B. „Ärcks! Erst, wenn Keroro [Name eines Animes] vorbei ist …“ (254/98), „Keroro ist echt lustig. Vielleicht der Hit der Saison …“ (259/106) und der folgenden Selbsterkenntnis:
„Es stimmt tatsächlich: Vor einem Monat hatte ich noch lange Haare, trug eine Brille und irgendwelche ollen Klamotten, und mein Leben bestand daraus dreimal wöchentlich in Akiba zu stöbern, PC-Games zu spielen [Videospiele und PC-Spiele Dragon Quest ist z.B. kein PC-Spiel und in Akiba gibt es Spielautomaten], Animes zu gucken und bei 2ch rumzuhängen … Neuerdings bin ich jemand, der Spaß daran hat sich schick zu machen und auszugehen … „ (259/181)
Schaut man das Zitat genauer an, so könnte man meinen, dass seine Interessenbereiche sich einfach nur gewandelt haben, er innerlich aber immer noch ein Otaku zu sein scheint. Dessen mag er sich auch bewusst sein, da er selbst Bedenken äußert, dass er nicht zu Hermes passe (230/381).
Fraglich ist nur, wie folgendes Zitat zu deuten ist:
„… Ich erklärte ihr erst mal, was man mit dem PC alles machen kann. … [Train Man] >>Oh, kommen nicht demnächst Ihre Eltern zurück?<< [Hermes]>>Ja, bestimmt<< [Train Man]>>Dann sollte ich nicht hier sein<< [Hermes]>>Das ist kein Problem<< [Train Man]>>Staun<<“ (215/747)
Versteckt sich darin eine alte Auffassung, dass man eine Dame nicht besuchen darf, wenn die Eltern nicht da sind oder hat er einfach nur Angst auf sie zu treffen und Fehler zu machen bzw. schämt er sich immer noch für seine Person? Dazu gäbe es keinen Grund, da er der Retter von Hermes ist und sie ihn als Mann akzeptiert. Weiterhin erfahren wir, dass er sich zwar grundlegend mit Computern auskennt, aber kein Computer-Otaku ist, da er nicht die Fertigkeit besitzt einen PC aus gekauften Einzelteilen selbst zusammen zu bauen (230/377).
Kapitel fünf umfasst die längste Zeitspanne, da Hermes für eine Weile vereist. Dies wirft Train Man in eine Krise, denn ein Anime-Event (268/311) steht bevor und er würde doch zu gerne teilnehmen. Er fragt das Forum, was er machen soll und die Antwort ist klardas Otaku-Dasein beenden bzw. seine Auffassung von Otaku zu ändern. Zitat: „… Wenn wir zusammenkommen muss ich also aufhören, Otaku zu sein …? Hobbys: Hermes wird es dann
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wohl heißen …(X_X)“ (269/337) und „ ... Mein ihr nicht, sie würde Verständnis haben für Porno-Dojinshi [Erotik-Dôjinshi, Fanzines mit erotischen Inhalten] … Lolita-Sachen kauf ich mir nicht …“ (270/359) Damit outet er sich als „Porno-Dojin-Otaku“ (271/364 u. 271 365). Doch der Otaku in ihm ist hartnäckig - „ … Ich werde mein Bestes geben … Normale Games [Überbegriff für Video- und Pc-Spiele] sind aber doch wohl ok, oder …?“ (271 366). Ein Otaku schreibt dazu:
„… Du bist Otaku, genau wie ich, oder? Hast du nicht alles Mögliche über Sailor Moon erzählt? Na, und jetzt nimm einfach an, Hermes ist auch ein Otaku, wenn auch auf anderen Gebieten, zum Beispiel Tee oder Fremdsprachen. Wenn du deinen bisherige Leidenschaft für Sailor Moon mal versuchsweise auf Hermes umlenkst wirst du wissen was du zu tun hast, denke ich“
Andere Beiträge gehen da härter mit ihm ins Gericht. Zitat: „Wenn du eine ernsthafte Beziehung hast, vergisst du deine blöden Porno-Dojins Du hast dann weder die Zeit noch die Kraft“ (271/365) und „Na ja, wenn du erst eine echte Frau gehabt hast dann verstehst du auch, wie toll das ist Und Dass sich Dojin nicht damit vergleichen lassen. Wenn du danach immer noch findest, Dojin sind besser, dann empfehle ich dir, die Pornowelt nicht mehr zu verlassen“ (271/368)
Diese Standpauke schien geholfen zu haben, denn Train Man schreibt später:
„Ehrlich gesagt hab ich angefangen, mein Zimmer mal ein bisschen aufzuräumen. Meine Poster hab ich neulich alle an einen Freund verschenkt … Auch die Plastikmodelle und Figuren sind schon viel weniger geworden, weil ich sie weggepackt oder verschenkt habe, aber ich hab immer so viel Kram, dass ich wohl nicht drum herumkomme, was wegzuschmeißen …“ (282/485)
Trotz dessen lässt er sich nicht abbringen den Anime Keroro weiter im Fernsehen zu verfolgen - was spräche denn dagegen, denn nicht nur Otaku schauen diese Sendung. Das Kapitel endet mit dem lang erwarteten Happyend. Train Man gesteht in einem Park Hermes seine Liebe und sie werden schließlich ein Paar.
Das letzte Kapitel, das Nachspiel beinhaltet zwei wichtige Aspekte. Einmal zeigt Train Man Hermes das Forum und legt somit sein Innerstes bzw. seinen „Freundeskreis“ (er hat auch Freunde mit Namen) offen. Beim Lesen der Forenbeiträge wird deutlich, dass Hermes „selbst so was wie ein Otaku-Hobby“ (413/548) hat. Daher war es auch kein Problem, dass heraus kam, dass Train Man Otaku ist. Das Ende wird durch die Verabschiedung Train Mans vom Forum besiegelt, da er nun kein Dokuo/Dokuotoko (TAKARAJIMA 2005: 40-41), kein männlicher Single oder wie es in der deutschen Übersetzung heißt, einsamer Otaku mehr ist.
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Zusammenfassend kann man also sagen, dass Train Man, repräsentativ für die soziale Gruppe der Otaku steht, älter ist als NAKAMORI Otaku definiert hat, sich mit Games beschäftigt, die es zu NAKAMORIs Zeit noch nicht gab und einer anständigen geregelten Arbeit nachgeht (Vgl Grassmuck 1998). Er wohnt noch zu Hause und hat Probleme mit dem Umgang mit Frauen. Doch ist er ein ehrlicher Mensch, der sich um den anderen Gedanken macht und auch Opfer bringen kann. Gezeichnet wird das Bild eines Otaku, der mehr will als sein Otaku-Dasein, aber sein Hobby nicht als Schande ansieht. Gezeichnet ist eine Erfolgsgeschichte - [ugly] Boy meets [beautiful] girl, die einem Märchen gleicht (vgl. Ashcraft 2007). Ein Beitrag aus dem Inneren der Otakus, dem, was sie durch das Personalpronomen Otaku zu verstecken zu schützen gesuchten - ihr wahres Ich.
4.2 „Train Man“ der Manga - Aussehen, Arbeit und Örtlichkeit
Als Nächstes wird es darum gehen, das Bild der Otaku bzw. eines bestimmten Otaku in den vier verschiedenen Mangabänden herauszuarbeiten. Dafür ist es unvermeidlich Bildmaterial 165 aus den Bänden zu extrahieren und zu kommentieren. Auch wenn sich unter den Forennutzern, Otakus befinden mögen, möchte ich den Schwerpunkt auf Train Man belassen, dem durch die Visualisierung eine ausgefeilte Identität gegeben wird. Da nicht die vollständigen Bände auf ihre Visualisierung hin analysiert werden können, gilt es Kriterien zu finden, die eine objektive Bildwahl ermöglichen. Als sinnvoll anzusehen sind wohl Aspekte wie Örtlichkeit (Bezirk, Haus, Zimmer, Arbeitsplatz) und Aussehen (Kleidung, Haare etc.). Diese Aspekte sollten sich in einer Form in allen Mangareihen wieder finden. Von der Storyline mag es Unterschiede geben, doch ist dies nicht als Faktor anzusehen, der Einfluss auf das Bild der Otaku hat. Auch mögen die Zeichenstile aufgrund der unterschiedlichen Leserschaft (alters- und geschlechtsabhängig) divergieren, was ebenfalls keinen Einfluss haben dürfte, da es um Otaku-Elemente bzw. das soziale Umfeld geht, an denen ein Otaku-Bild nachzuweisen versucht wird. Alle Bände werden gemeinsam unter einem Aspekt besprochen werden, da es darum geht Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede festzustellen.
Beginnen wir mit dem Punkt Örtlichkeit, der sich in dem eigenen Zimmer, dem Haus der Eltern (bzw. das Haus in dem die Person lebt), Arbeitsplatz und Ausübungsort des
165 Das Bildmaterial ist in vergrößerter Form dem Anhang beigefügt.(aus Copyrightgründen entfernt)
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Hobbys (= Akihabara) gliedert. Schauen wir uns zuerst die Zimmer an. Das Bildmaterial wird in der Reihenfolge YSCKCDCRCYCC 166 angeordnet (nach Erscheinungsdatum).
Manga-Abbildung 1 Train Mans Zimmer - Übersicht (YSC 2005: 20)
In Manga-Abbildung 1 sehen wir wie Train Man vor einem Desktop-Pc sitzt. Die Wände seines Zimmers sind mit Postern zugehangen, auf denen weibliche Charaktere zu sehen sind. Auf dem Poster rechts erkennt man zwei Mädchen in Schuluniform, wobei das linke Mädchen Zöpfe trägt und das rechte ihre langen Haare offen. Unter dem Poster auf einem kleinen Regal befinden sich drei weibliche Figurinen. Die Figur ganz links hat Engelsflügel und die ganz recht steckt noch in der Verpackung. Im Vordergrund vor Train Man auf einem niedrigen Tisch sehen wir einen kleinen Stofftierbären und einen Laptop. Links im Bild sind ein großer Fernseher, ein Videorekorder und vermutlich ein DVD-Player in einem Regal untergebracht. Neben seinem Bett ist noch ein Stapel Bücher bzw. Mangas zu erkennen. Das Zimmer wirkt alles in allem etwas unordentlich, da die verschiedensten Dinge auf dem Boden verstreut zu liegen scheinen.
166 YSC = Young Sunday Comics, KCD = Kôdansha Comics Dessert, CRC = Champion Red Comics u. YCC = Young Champion Comics (Lehnwörter sind in ihrer Ursprungsform geschrieben.)
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Manga-Abbildung 2 Train Mans Zimmer - Dekor (KCD 2005: 28)
Aufgrund des detailarmen Zeichenstils, der typisch für die so genannten Shôjo-Manga (Mädchen-Comics) ist, bekommen wir nur wenige Informationen zur Umgebung, da der Fokus auf der Erzählebene liegt. Doch kann man auf Manga-Abbildung 2 zumindest Figuren an der Wand und auf dem Bücherregal im Hintergrund sehen. Eine Figur scheint aufgrund der Kleidung (Kleid) weiblich zu sein. Das Zimmer wirkt ansonsten aufgeräumt.
Manga-Abbildung 3 Train Mans Zimmer - Pc (KCD 2005: 6)
In seinem Zimmer steht des Weiteren noch ein Desktop Pc und ein weiteres Bücherregal ist zu erkennen. Mehr Information erhalten wir durch dieses Bild nicht.
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Manga-Abbildung 4 Train Mans Zimmer - Übersicht (CRC 2005: 4, 5)
Dieses Bild ist mit Abstand das detailreichste Bild der vier Mangareihen und gibt einen weiten Einblick in ein mögliches Otaku-Zimmer. Neben weiblichen Figuren, die ordentlich verpackt im Bücherregal links stehen, sehen wir auf der rechten Seite noch Figuren, die nach Monstern bzw. Robotern aussehen. Die roboterartige hohe Figur ganz rechts ist der Anime Serie „Neon Genesis Evangelion“ zuzuordnen, die auch als Teil des Otaku-Diskurses gilt. Die Figuren stehen auf einem kleinen Fernseher, auf dem Train Man gerade dabei zu sein scheint, ein Videospiel (Sony Playstation) zu spielen. Links neben Train Man ragt ein Stapel von Videospielen (zu erkennen ist das Cover einer Autorennensimulation) hervor und rechts von seinem Bücherregal sehen wir einen hohen Stapel Mangamagazine, was man aufgrund der Dicke der Bände beurteilen kann. Im Hintergrund sieht man einen Desktop Pc, mehrere Figuren und man findet drei Poster vor, die die Wand verzieren. Das Zimmer wirkt durchaus ordentlich.
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Manga-Abbildung 5 Train Man Zimmer - Übersicht (YCC 2005: 40)
Ein unordentliches Zimmer ist der Lebensraum von Train Man auf Manga-Abbildung 5 rechts. Auf dem Boden liegen verstreut Magazine bzw. Mangas, was nicht eindeutig zu bestimmen ist, doch erkennt man auf vielen Titelbildern Abbildungen von weiblichen Charakteren bzw. Fotos von jungen Frauen. An der Wand hängen Wimpel eines Sportvereins und einige Poster. Die Poster sind nicht einzuordnen. Rechts von Train Man, der vor seinem Desktop Pc sitzt, eine Videospielkonsole (nach der Form zu urteilen vermutlich Sony Playstation) und einige Videokassetten. Auf seinem Computertisch sind schemenhaft einige Figuren zu erkennen. Auf dem Bild links sehen wir Train Man in seinem Bett zusammengerollt. An der Wand hängt ein Poster mit zwei weiblichen Charakter (aus Anime, Manga bzw. Video-/Pc-Spiel)
Manga-Abbildung 6 Train Mans Zimmer Apple links - Dekor rechts(YCC 2005: 40)
Manga-Abbildung 6 zeigt, dass er einen Apple Macintosh verwendet und ihn somit als Computerkenner identifiziert. Auf dem Bild rechts sind einige Poster und eine Wanduhr zu sehen auf denen man weibliche Charaktere erkennen kann. Die Figur auf dem Poster links
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oben hat als besonderes Merkmal Hasenohren (so genannte Moe-Elemente; vgl. ITO 2003 in AZUMA 2003).
Vergleicht man nun alle Abbildungen hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten, erkennt man ein gewisses Muster. In allen Zimmern gab es weibliche Charakterfiguren und Bücherregale. Mit Ausnahme der Abbildungen 2 und 3 sind Poster in jedem Zimmer zu sehen und neben dem Fernseher und Pc mindestens ein weiteres elektronisches Gerät. Außerdem waren zwei der vier Zimmer unordentlich, wobei dieser Punkt sich nicht verallgemeinern lässt. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Computer ein zentrales Element des Zimmers darstellt und ein Raum geschaffen wurde, der von Elementen der Otaku-Kultur eingeschlossen ist. Die zugezogenen Vorhänge, die keine Erwähnung fanden, erklären sich daher, dass Train Man aufgrund seiner Arbeitszeiten meist nur früh morgens bzw. spät am Abend zu Hause ist und sollte nicht unreflektiert als Zeichen für die nachgesagte düstere Natur der Otaku angesehen werden.
Im Folgenden stellt sich die Frage, ob Train Man allein lebt oder noch bei seinen Eltern. Dies ist ein wichtiger Aspekt für die Formierung des Otaku-Bildes. Dazu schauen wir uns die Abbildungen zum Punkt Wohnhaus an.
Manga-Abbildung 7 Wohnhaus (YSC 2005: 25)
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Ausgehend von der Fassade und dem von der Sprechblase größtenteils verdecktem Namensschild, ist auf Manga-Abbildung 7 ein zweistöckiges Einfamilienhaus zu sehen. Dort lebt er vermutlich mit seinen Eltern zusammen. Einen eindeutigen Beweis dafür gibt es nicht, doch geht man davon aus, dass Train Man bei seinem Gehalt ein Haus wie dieses (in Tokio) nicht finanzieren könnte. Würde er allein leben, hätte er sich vermutlich ein Appartement gemietet. Einen Hinweis, dass er zumindest nicht allein lebt, findet sich in den Sprechblasen. Darin begrüßt die Mutter oder vielleicht die Oma ihn und sagt, dass für ihn ein Brief gekommen sei. Es ist aber anzunehmen, dass er noch bei seinen Eltern wohnt.
Manga-Abbildung 8 Wohnhaus (KCD 2005: 156)
Manga-Abbildung 8 gibt uns durch die Sicht auf den angeschlossenen Garten den Hinweis, dass Train Man nicht allein lebt. Dass es sich hierbei um das Haus der Eltern handelt, beweist Manga-Abbildung 9, die die Eltern am Frühstückstisch zeigt. Der Vater fragt seine Frau, ob Ikumi, so heißt Train Man in diesem Manga, nicht runter käme, um mit ihnen gemeinsam zu frühstücken. Mit einer abfälligen Geste deutet sie an, dass er am Computer sitze. Auch hier finden wir wieder ein zweistöckiges Einfamilienhaus vor.
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Manga-Abbildung 9 Eltern (KCD 2005: 3)
Manga-Abbildung 10 Fassade/Eingang (CRC 2005: 49)
Im Vergleich zu den anderen Bildern, erlaubt uns Manga-Abbildung 10 nur einen partiellen Einblick. Zu erkennen ist ein Eingangstor mit Namensschild, Klingel und Postschlitz. Darüber sieht man ein Fenster, das vermutlich im zweiten Stock liegt. Genauere Hinweise auf die Größe des Hauses oder die Bewohner sind nicht sichtbar. Doch kann man ein Mietshaus ausschließen und aufgrund des Namensschildes, auf dem kein Name steht, vermuten, dass es sich hierbei auch um das Haus der Eltern handelt - auch ein Einfamilienhaus.
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Manga-Abbildung 11 Wohnhaus (YCC 2005: 92)
Auf diese Abbildung ist die gleiche Beschreibung wie bei Abbildung 7 anwendbar. Auch in diesem Fall handelt es sich um ein Einfamilienhaus, in der Train Man mit großer Wahrscheinlichkeit mit seinen Eltern lebt. Als Zeichen dafür könnten die beleuchteten Fenster stehen, die darauf verweisen, dass in zwei Räumen des Hauses jemand ist. Auf allen Bildern sind Einfamilienhäuser abgebildet, die man als typisch für Japan bezeichnen kann. Eine Umzäunung bzw. Ummauerung samt Tor könnte ein Zeichen für eine alteingesessene Familie oder auch eine kleinreiche Familie sein, denn das Bild Tokios ist vor allem durch Appartmentwohnungen geprägt. Train Man lebt, so weit belegbar, mit seinen Eltern zusammen, obwohl er ein geregeltes Einkommen aufweist - eine mögliche Anspielung auf Otaku als Parasite Singles. Diesen Aspekt gilt es aber anhand des nächsten Punktes - der Arbeit - genauer zu untersuchen.
Manga-Abbildung 12 Büro (YSC 2005: 150)
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Manga-Abbildung 12 zeigt Train Man bei der Arbeit. Ein Gemeinschaftsarbeitsplatz, die Arbeit am Computer und die Kleidung, sprich Anzug und Krawatte, deuten auf eine Beschäftigung als Salaryman hin, wobei eine Spezifizierung nicht möglich ist.
Manga-Abbildung 13 Anzug (KCD 2005: 11)
Die obige Abbildung zeigt Train Man SASAKI Ikumi in Anzug und Krawatte - vermutlich auch ein Salaryman.
Manga-Abbildung 14 Buchhandlung (CRC 2005: 94)
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Ganz im Gegensatz zu den anderen Mangareihen, arbeitet dieser Train Man [vermutlich] nicht als fester Angestellter, sondern er jobbt in einer Buchhandlung bzw. in einem Gebrauchtbuchladen, was seine Schürze andeutet. Zu dem Aspekt Otaku und Arbeit äußerte sich Grassmuck (1999) wie folgt:
„Als sozialpsychologische Figur ist der Otaku erst möglich mit dem Versickern der Verbindlichkeit von Sozialisationsumgebungen. Selbst die hautnahen Wirklichkeitsproduktionsmaschinen wie die Familie und die Arbeit werden kontingent. Otaku leben z.T. bei ihren Eltern, aber kommunikationslos. Sie machen keine Karriere, sondern Jobs. Jede Zuordnung zu sozialen Zusammenhängen wird optional. Das 'operativ geschlossene System' als Endprodukt sozialer Desintegration lebt unter dem Motto "Allein aber nicht einsam". „
Manga-Abbildung 15 Salaryman (YCC 2005: 92, 42)
Was genau Train Man arbeitet ist nicht zu klären, doch verweisen auch hier Anzug, Aktenkoffer und Mantel darauf, dass er ein Salaryman (ein japanischer Geschäftsmann bzw. Büroangestellter) sein könnte.
Ausübungsort des Hobbys ist Akihabara oder kurz auch Akiba genannt. Akihabara gilt als die heilige Stätte der Otaku, wo Geschäfte zu allen wichtigen Otaku-Kulturbereichen vor-handen sind. Auf Manga-Abbildung 15 sieht man rechts unten im Bild auch ein Dienstmädchen, dass hier repräsentativ für die Dienstmädchen Cafés steht, für die Akihabara bekannt ist. Auf eine nähere Beschreibung der einzelnen Abbildungen wird an dieser Stelle verzichtet.
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Manga -Abbildung 17 Akihabara (YSC 2005: 5) Manga-Abbildung 18 Akihabara (KCD 2005: 11)
Manga -Abbildung 19 Akihabara (CRC 2005: 3) Manga-Abbildung 20 Akihabara (YCC 2005: 11)
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Die obigen Abbildungen spiegeln die Exposition der jeweiligen Mangabände wider, die die Hauptfigur in Zusammenhang mit Akihabara bringt und ihn somit als Akihabara-Otaku identifiziert. Akihabara ist dabei durch Elemente der Otaku-Kultur als durch Reklametafeln bekannter Elektronikgeschäfte dargestellt und zeichnet somit das Bild Akibas als Aus-übungsort für Otaku-Hobbys. Aufgrund des Mediums Manga finden sich kaum markante Figuren vor außer der Hauptfigur an sich.
Ein Aspekt ist im Otaku-Diskurs immer wieder aufgegriffen worden - das Aussehen. Wie schon durch die Charakterisierung des Train Mans in der Buchvorlage zu sehen war, scheint es bestimmte stereotype Muster hinsichtlich der Frisur, der Kleidung und den Accessoires zu geben. 2005 ist unter dem Namen „Schluss mit dem Otaku-Dasein Fashion Guide“ 167 ein Handbuch erschienen, das Otaku helfen soll, ihr Otaku-Dasein, zumindest was das Äußerliche betrifft, zu ändern. Dazu gibt es einen Manga, der mit allerlei Hintergrundwissen zum Thema Kleidung, Frisur, Körperpflege und Einkauf aufwartet. Die Informationen aus der Buchvorlage, ergänzt durch Angaben aus TAKARAJIMA (2005) in Kombination mit diesem Ratgeber, sollen die Basis für die Beurteilung der folgenden Abbildungen werden, die Train Man jeweils vor seiner Verwandlung zeigen 168 . Dabei war das vorherrschende Bild der Otakus bist jetzt hinsichtlich ihres Aussehens geprägt durch alte, ausgeleierte T-Shirts.
Train Man (TM):
(16/777) „… Ich bin ein ganz normaler Akihabara-Nerd…“
Forennutzer:
FD (49/201) „… Akiba-Nerd, meinst du damit Jeans und Flanellhemd oder so in der Art…“ TM:
(259/181) „Es stimmt tatsächlich: Vor einem Monat hatte ich noch lange Haare trug eine Brille und irgendwelche ollen Klamotten…“
Nach diesen Angaben hat TAKARAJIMA das folgende Bild von Train Man entworfen.
167 „Datsuotaku fasshon gaido“ 『脱オタクファッションガイド』 KUSE 2005. Vgl. KIKUCHI (2005).
168 Kritisch bzw. sehr subjektiv sind die gegebenen Kriterien in der Hinsicht, dass je nach Kombination einzelner Elemente (Kleidung, Haarstil etc.) eine Bewertung anders auffallen könnte.
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Illustration 17 Typischer Akihabara-Nerd (TAKARAJIMA 2005: 109; Zahlen wurden nachträglich hinzugefügt) (1) ungekämmt (2) kariertes Flanellhemd (3) praktische, aber hässliche Jacke (4) Tasche aus einem Mangageschäft (5) da größere Strecken zurückgelegt werden, keine Sneaker (6) Jeans oder Hosen, bei denen nicht auf die Mode geachtet wurde (7) Rucksack mit großem Volumen, bei dem nicht auf das Design geachtet wurde (8) Brille von der Stange
Hingegen zeigt sich im schon erwähnten Fashion Guide (KUSE 2006) folgende Vorstellung eines klischeehaften Otaku (siehe Illustration 18).
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Illustration 18 typische Otaku (links Akihabara-Nerds; rechts Otaku im Allgemeinen) aus KUSE (2006: 84, 54)
Ob solche Muster in den „Densha Otoko“ Mangabänden zur Anwendung kamen, gilt es im Folgenden zu prüfen. Vorweg ist zu sagen, dass sich Train Man während der Geschichte vor allem Äußerlich verändert und somit als Repräsentant der (Akihabara-)Otaku gelten kann, die erfolgreich ihr Otaku-Dasein, zumindest was Kleidung und Körperpflege (jap. Datsuwota) angeht, ändern konnten. Auf eine Darstellung der einzelnen Wandlungsstufen wird verzichtet, da der Schwerpunkt der Analyse vor allem auf dem stereotypen Bild der Otaku liegt.
Manga-Abbildung 21 Aussehen (YSC 2005: 7, 15)
Schaut man sich das Äußere Train Mans auf Manga-Abbildung 21 an, fällt das karierte Flanellhemd auf, das als typisch für Otakus gilt (vgl. Kuse 2005: 45, 65), dessen Muster als
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altmodisch bezeichnet werden könnte. Achtet man auf die Falten, die das Hemd schlägt, könnte man vielleicht sagen, dass es auch ein wenig zu groß ist. Hinzu kommt die einfache Brille und der Rucksack mit großem Fassvermögen, der vom Design her nicht zur Gesamtkombination der Kleidung passt. Auf dem rechten Bild ist noch zu erkennen, dass die Jeans(?)hose auch etwas zu lang ist und bis auf den Boden reicht. Des Weiteren sind die Haare ungekämmt und vielleicht auch etwas zu lang. Zu den Schuhen ist nichts zusagen.
Manga-Abbildung 22 Aussehen (KCD 2005: 46)
Die Abbildung oben zeigt Train Man, der ein kariertes Flanellhemd trägt. Auffällig sind auch das ungepflegte Haar und die einfache Brille. Eine Notiz im Bild verweist darauf, dass die Jeanshose schon ausgeleiert sei. Der linke Schriftzug nennt diesen Stil „Akihabara Casual“ kurz Kibakaji (vom jap. AKIhabara KAJuaru). Es war kein Bild mit Schuhen vorzufinden, da Train Man in diesem Mangaband vorwiegend in seiner Anzug und Krawatte oder in seinem Zimmer zu sehen ist. Dies beruht darauf, dass man in Japan normalerweise seine Schuhe im Eingangsbereich der Wohnung auszieht.
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Manga-Abbildung 23 Aussehen (CRC 2005: 7) Manga-Abbildung 24 Aussehen (YCC 2005: 148)
Auf Manga-Abbildung 23 finden wir wieder ein kariertes Flanellhemd vor. Auch hier bestimmen ungepflegte Haare und eine einfache Brille das Bild. Die Jacke besitzt links am Ärmel eine Tasche und wird vermutlich aus diesem funktionalen Grund heraus getragen. Die Größe der Jacke und die Länge der Hose sind nicht passend. Zu den Schuhen gibt es hier nichts zu sagen, außer das der Fashion Guide sie als optimale Lösung für alle möglichen Kleidungskombinationen ansieht (vgl. Kuse 2005: 86). Auch die Schultertasche ist aufgrund ihrer Größe eher eine gute Wahl (vgl. Kuse 2005: 44).
Manga-Abbildung 24 zeigt Train Man, dessen Stil im Vergleich zu den anderen Mangareihen als extrem bezeichnet werden könnte. Jacke und Hose sind viel zu lang, seine Haare wirken wie ein umherstreunender Samurai aus einem alten Film und neben einem Rucksack trägt er auch noch eine Gürteltasche und das Vorne. Den Rucksack benutzt er schon seit der Grundschule und es hängen einige Anime Badges daran. Außerdem ist sein Haar ungekämmt, er trägt eine Brille mit zwei Nasenbügeln, die Jacke, die seine Mutter ihm für 480 Yen [ca. 3 Euro] im Supermarkt gekauft ist in Größe XXL und weder die Marke der Hose
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noch der Schuhe ist bekannt (Erklärung nach YCC 2005: 148). Ein kariertes Flanellhemd trägt er aber nicht.
Vergleicht man nun alle Abbildungen mit einander, so kommt man zu dem Schluss, dass hier mit Absicht bestimmte Kleidercodes angewandt wurden, damit der Leser sofort erkennt, dass es sich bei der Hauptfigur um einen Otaku, genauer einen Akihabara-Otaku, handelt, für den das karierte Flanellhemd als repräsentativ angesehen werden kann (Vgl. GYKC 2008: 1338 u. 1497). Ein ungepflegtes Äußeres zeigt sich darin, dass die Haare weder einen Schnitt haben, noch gekämmt sind und in der Kleidung, die ausgeleiert bzw. nicht an die Körpergröße angepasst ist. Dies könnte als Zeichen dafür gedeutet werden, dass Otaku ihre Kleidung von der Stange kaufen und dabei mehr auf den günstigen Preis achten, als auf die Konfektionsgröße. Vielleicht ist darin auch eine gewisse Angst vor einem Gespräch mit dem meist vorhandenen Schneiderservice begründet. Ein Aspekt könnte natürlich sein, dass versucht wird an alltäglichen Dingen zu sparen, um umso mehr Geld in das Hobby investieren zu können. In den Mangabänden finden sich dazu jedoch keine expliziten Angaben. Einzig allein die Abbildungen sind als implizite Hinweise anzusehen. Für trendbewusste, markenbewusste Japaner ist solch ein Kleidungsstil vermutlich sehr auffallend.
4.3 Der Kinofilm
Der Film „Densha Otoko“ (Länge: 101 Minuten) lief am 04.06.2005 in den japanischen Kinos an und wurde in kürzester Zeit ein Millionenhit. Die Hauptfiguren Train Man und Hermes werden von den Schauspielern YAMADA Takayuki 169 (männliche Hauptrolledamals 22 Jahre alt) und NAKATANI Miki 170 (weibliche Hauptrolle - damals 29 Jahre alt) gespielt. Die Hermesrolle wurde nach Vorgaben Train Mans aus der Buchfassung gecastet, in der NAKATANI Miki als die Fusion der Schauspielerinnen YOU und KUNINAKA Ryôko 171 (Nebenrolle als Krankenschwester, die Train Man im Forum unterstützt) genannt wurde. „Train Man“ entstand unter der Leitung des Regisseurs MURAKAMI Shôsuke 172 und des Produzenten INADA Hideki 173 und wurde innerhalb eines Monats abgedreht 174 . Da der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit auf dem Versuch einer medienwissenschaftlichen Bearbeitung der Fernsehserie „Train Man“ liegt, wird auf eine derartige Analyse
169 山田孝之
170 中谷美紀
171 国仲涼子
172 村上正典
173 稲田秀樹
174 Siehe Gakken Mook (2006).
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des Kinofilms verzichtet. An dessen Stelle tritt eine einfache Bildanalyse, wie sie bei der Manga-Analyse zu tragen kam. Als Material dient dazu das „Offizielle Train Man Filmbuch“ (2006) 175 , das mit einer Vielzahl von Bildausschnitten samt Kommentaren aufwartet. Einzig die Aspekte Arbeitsplatz und Wohnhaus finden darin keine Erwähnung und werden durch von mir erstellte Bildmitschnitte des Films ergänzt. Eine Besprechung der Handlung wird nicht erfolgen, da der Hauptstrang eng an der Buchvorlage angelehnt ist. Im Vordergrund der Untersuchung stehen viel eher die Punkte Örtlichkeit und Aussehen, die sich bei der Manga-Analyse als hilfreich erwiesen haben. Zuerst gilt es also das Zimmer des hier auch namenlosen Train Man auf Besonderheiten hin zu betrachten.
Die folgenden Abbildungen sind einer Seite des Visualbooks entnommen, das sich speziell mit dem Zimmer von Train Man auseinandersetzt.
Film-Abbildung 1 - Train Mans Zimmer - oben rechte Wand (von der Zimmertür aus gesehen) unten Fenster (gegenüber der Tür) aus Gakken Mook (2006: 40f)
Auf den ersten zwei Abbildungen erkennt man unten einen Dektop Pc auf einem Computertisch. Rechts davon im Regal sieht man Pc-Zubehör: Kabel, Tastaturen, etc. Das Regal wirkt unaufgeräumt im Gegensatz zu den Bücherregalen, die auf dem oberen Bild zu sehen sind. Man erkennt einige Mangareihen, identifizierbar an dem roten Schriftzug auf dem
175 jap. „Eiga Densha Otoko - ofisharu bijuaru bukku“ 『映画電車男オフィシャル・ビジュアルブック』 2006
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Buchrücken. Auf den Regalen stehen einige Figuren, rechts sogar ein Roboterraumschiff namens Hermes (grün). Die Figuren scheinen vorwiegend männlich zu sein. Videospielkonsolen sind nicht zu sehen, doch hängt an dem Regal des unteren Bildes ein Ankaufs/Verkaufsliste für Spiele wie sie Gebrauchtspielehändler in ihren Läden ausliegen haben.
Film-Abbildung 2 o.l. Regal über dem Bett, o.r. Nahaufnahme Regal mit Computerzubehör, u.l. weite Aufnahme linke Zimmerhälfte, u r. Bücherregal links vom Fenster - aus Gakken Mook (2006: 40)
Auf dem Bild links oben sind eine Vielzahl von Figuren zu erkennen. Die obere Reihe besteht vorwiegend aus Figuren der Videospielreihe „Street Fighter“, die untere setzt sich aus „Star Wars“ Figuren und einer „Neon Genesis Evangelion“ Roboterfigur zusammen. Auf der Weitwinkelaufnahme des Bettbereichs sind noch einige Figuren mehr und viele Poster an der Wand zu erkennen. In dem Regal für Computerzubehör sieht man einige Laufwerke und Süßigkeiten (orange). Das Bücherregal rechts unten ist voller Manga und mit Postern beklebt.
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Film-Abbildung 3 l.o. Kleiderschrank (rechte Wand), r.o. Nahaufnahme Regal (rechte Seite), unten Weitaufnahme Türseite - aus Gakken Mook (2006: 41)
Schaut man sich den Inhalt des Kleiderschrankes an, stellt man fest, dass ein Großteil der Oberteile aus karierten Flanellhemden besteht, wobei Muster und Farbgebung altmodisch wirken. Ein Art Anzug hängt an einem Regal im unteren Bild links. Auf dem Bild links oben sieht man einige Figuren, unter denen mehrere weibliche Figuren sind. Des Weiteren sehen wir einige Schachteln von Plastikmodellen bzw. Figuren. Eine Auswahl an Hilfsmitteln zum Fertigen von Plastikmodellen/Modellbausätzen sehen wir auf dem unteren Bild in der linken unteren Bildecke. Dahinter stapeln sich Videos. Auch die Tür ist mit einem Poster (zum Verkaufsstart der DVD des Animes „Patlabor The Movie“) verhangen.
Typische Otaku-Elemente finden sich auch hier wieder. Angefangen vom karierten Flanellhemd, über Elektrogerätschaften zu Manga, Postern bis hin zu Figuren aller Art. Das
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Zimmer wirkt alles in allem aufgeräumt. Wie bei den Mangabänden ist der einzige Hinweis auf Train Mans Wohnsitz eine Fassadenansicht, die kaum Hinweise für eine eindeutige Ein-ordnung des sozialen Hintergrundes bereithält.
Film-Abbildung 4 Das Wohnhaus, in dem Train Man ein Zimmer bewohnt. - Bildmitschnitt aus dem Kinofilm „Train Man“ (2005)
Kommen wir zu seiner Arbeit. Die Frage ist nun, arbeitet er als Festangestellter in einer Firma oder jobbt er. Die folgenden zwei Bildausschnitte verraten uns, dass er vermutlich als IT-Spezialist in einer Firma arbeitet - als regulärer Angestellter. Da er keinen Anzug trägt stellt sich die Frage nach dem wieso. Ist es weil er ein Otaku ist und ihm deswegen kaum Beachtung geschenkt wird oder worin ist der Grund dafür zu suchen, denn alle tragen entweder Anzug oder eine Art Uniform. Interessant ist auch der Aspekt, dass er als einziger in einem abgetrennten Bereich arbeitet.
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Film-Abbildung 5 oben Train Mans Arbeitsplatz; unten Weitaufnahme eines Gemeinschaftsbüros - Bildmitschnitte aus dem Kinofilm „Train Man“ (2005)
Film-Abbildung 6 Akihabara - Bildmitschnitt aus dem Kinofilm „Train Man“ (2005)
Auch im Film, wie unter Abbildung 6 zu sehen ist, findet eine Situierung von Train Man durch die Präsentation des Tokioter Bezirks Akihabara statt - der heiligen Stätte der Otaku. Die Abbildung zeigt dabei die Skyline Akibas, die durch Reklametafeln bekannter Elektronikgeschäfte geprägt ist. Hinzu kommt, dass ein Zug im Mittelpunkt des Bildes steht, der Anfangs- und Endpunkt des Films markiert und zugleich Dreh- und Angelpunkt der Entwicklung der Dramaturgie hervorhebt.
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Im nächsten Schritt wird es darum gehen, das Äußerliche Train Mans zu beschreiben. Dazu betrachten wir Abbildung 7. Alle markanten Kleidungsstücke wurden markiert, da die Abbildung einer Seite entnommen wurde, die den Typus Otaku anhand des Aussehens vorstellt.
Film-Abbildung 7 Train Mans äußeres Erscheinungsbild - aus Gakken Mook (2006: 9)
Beginnend mit den Haaren ist zu sagen, dass sie zu lang sind, da sie sein Gesicht teilweise verdecken. Die beigefügte Erklärung weist darauf hin, dass er sich die Haare in keinster Weise gestylt hat. Die Brille, mit silbernem Gestell, die typisch für Otaku gilt, ist in dieser Darstellung nicht weiter in negativer Form kommentiert. Es wird nur beanstandet, dass Train Man keine Kontaktlinsen trägt. Zum Hemd wird hingegen gesagt, dass es auffällig sei, dass er das Hemd bis oben hin zugeknöpft und in die Hose gesteckt hat. Die Markierung darunter zeigt auf eine kleine Handygürteltasche, die längst schon aus der Mode sei. Die Hose ist wie
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man sehen kann viel zu lang bzw. insgesamt zu groß (siehe Gürtel), die Schuhe sind Hightechschuhe, mit denen man längere Zeit ohne Probleme Akihabara begehen kann. Über dem Hemd trägt er immer eine Windbreakerjacke, die ihm vor Wind und Wetter schützen soll. Das Flanellhemd ist nicht kommentiert, doch wird zum Rucksack gesagt, dass er ihm erlaubt beim Einkauf immer die Hände frei zu haben. Alle stereotypen Muster, die bis jetzt in den Analysen der Buchvorlage und der Mangabände zu Tage traten, finden sich hier wieder. Vorherrschend ist der Aspekt Funktionalität vor Stil, der sich auch im Finanziellen begründet.
Auch hier wird ein spezielles Otaku-Bild gezeichnet. Dies ist nicht einfach unter dem Label des Negativen abzutun, denn es vermittelt vielmehr den Eindruck, wie schon bei den Mangabänden, dass sich der Otaku in seinem Zimmer in einer eigenen Welt befindet - abgeschirmt durch Poster, Figuren, Magazine und Manga. Der Pc stellt dabei als Kommunikationsmittel das Zentrum dar und verbindet auch das eigene Zimmer mit dem Arbeitsplatz, der auch wiederum isoliert zu sein scheint - eine Nische für den Otaku, der diese, wie auf Film-Abbildung 4 zu erkennen ist, mit Figuren als seine Welt markiert. Würde nicht eine negative Bewertung des Otaku-Kleidungsstils vorliegen, würde eine Einordnung problematisch sein. Doch anhand des Fashion Guides und der Artikel zu den Lemmata Otaku und A-boy in GYKC kommt man zu dem Schluss, das auch hier das Bild eines Akihabara-Otakus gezeichnet wird, der keinen Wert auf seine äußere Erscheinung legt. Da der Film im Gegensatz zu den Mangas mit bewegten Bildern und Ton aufwartet, wäre eine genauere Untersuchung der Selbst- und Fremddarstellung des Train Mans bzw. der anderen Otaku sehr aufschlussreich und würde helfen ein genaueres Medienbild zu erstellen. Auch die Reaktionen der Umwelt auf sein Aussehen, sein Verhalten müssten dabei untersucht werden. Doch kann dies im Rahmen dieser Arbeit am Beispiel Film nicht geleistet werden. Ein Versuch einer solchen Analyse wird im Folgenden anhand der Fernsehserie „Train Man“ unternommen, da sie die in der Einleitung genannten Punkte aufweist und somit sich als optimalen Unter-suchungsgegenstand für die gegebene Fragestellung präsentiert. Doch bevor die eigentliche Analyse beginnen kann, gilt es auf die Besonderheiten des Genres Fernsehdrama und die Rolle des Mediums Fernsehen in Japan zu sprechen zu kommen. Dabei finden auch historische Entwicklungen der Fernsehkultur Erwähnung.
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4.4 Fernsehen in Japan - Entwicklungen und Eckdaten
Am 13.04.1940 wurde das erste japanische Fernsehdrama produziert und ausgestrahlt. Unter dem Titel „Vor dem Abendessen“ 176 wurde 12 Minuten lang der Alltag einer dreiköpfigen Familie gezeigt. Der 2. Weltkrieg führte schließlich dazu, dass die Fernsehforschung sich militärischen Bereichen widmen musste. 13 Jahre sollten vergehen bis der öffentlich rechtliche Sender NHK (jap. Nippon Hōsō Kyōkai日本放送協会, zu Deutsch Japanische Rundfunkgesellschaft), der schon zu Rundfunkzeiten sich formierte, den allgemeinen Sendebetrieb in schwarz-weiß aufnahm. Angaben von NHK zu urteilen waren zu diesem Zeitpunkt 866 Vertragsabschlüsse registriert 177 . Eine Registrierung war nötig, da NHK Rundfunkgebühren einforderte, um die Ausstrahlung zu finanzieren. Da sich das Fernsehen aufgrund der noch hohen Unkosten kaum verbreitet (1954 0.3% 178 ) wurden an öffentlich zugänglichen Orten wie Bahnhöfen, Parkanlagen und ähnlichen Orten des gemeinsamen Zusammenseins, Fernsehgeräte installiert. Doch schon in den 50er Jahren zählte das Fernsehen neben Waschmaschine und Kühlschrank zu den drei Geräten, die jeder Haushalt anschaffen wollte 179 . 1958 zählte NHK schon eine Millionen Vertragsabschlüsse 180 . Als ein Grund für die steigende Verbreitung des Fernsehens Ende der 50er Jahre gilt die Heirat des damaligen Kronprinzen Akihito (jetziger Kaiser) mit der bürgerlichen SHÔDA Michiko. In diesem Jahr wurden mehr als 2 Millionen Fernsehgeräte gezählt. Der Videorekorder führte 1959 zu einem Wandel, denn es wurde möglich kostengünstiger Sendungen für das Fernsehen zu produzieren, da man nicht mehr auf teure Filmrollen zurückgreifen musste - vorbei die Zeit, als Fernsehen Live-Fernsehen bedeutete und keine Aufzeichnungen möglich waren. 1960 begann man mit der Ausstrahlung erster Sendungen in Farbe, wobei schwarz-weiß noch den Großteil der Sendebeiträge ausmachte. Japan war nach Amerika und Kuba, die dritte Nation, die zu diesem Zeitpunkt Farbfernsehen sendete. 1962 wurde schon von einer Verbreitung des Mediums Fernsehen von 49,5% ausgegangen. Ein Jahr später erschütterte der tödliche Anschlag auf den damaligen amerikanischen Präsidenten J.F. Kennedy die Welt. Die Öffentlichkeit war nun über das Fernsehen über das Weltgeschehen informiert und das fast live; die Insel Japan ver-lor, so könnte man sagen, ihre „mediale Isolation“. Mit den olympischen Sommerspielen von
176 jap. „Yûgemae“ 『夕餉前』
177 Siehe NHK (2002).
178 Siehe Sengo shôwa-shi (o. J.).
179 jap. „Sanshu no Jingi“ 「三種の神器」dieser Begriff steht in Anlehnung an die japanischen Reichsinsignien „Spiegel, Schwert und Edelstein“. Am 31.01.2003 benannte der ehemalige Premierminister Japans, KOIZUMI Jun’ichirô Geschirrspülmaschine, Flachbildfernseher und Handys mit eingebauter Digitalkamera als die neuen drei „von den Göttern erhaltenen“ langlebigen Konsumgüter/Artikel des täglichen Bedarfs. Wiki-J F
180 Siehe Nagoya kêburu bijon (o. J.).
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Tokio 1964 kam, so könnte man sagen, eine zweite Verbreitungswelle, die dazu führte, dass fast in jedem Haushalt ein Gerät vorhanden war. Das Volleyballspiel der japanischen Frauenmannschaft gegen das Team der (ehemaligen) Sowjetunion erzielte die historische Einschaltquote von 95%. Fernsehen wurde zum Massenmedium. 1971 wurde der Sendebetrieb komplett auf Farbe umgestellt und b 1984 wurden die ersten Fernsehsatelliten ins All geschossen, damit auch die Gebiete, die aufgrund ihrer geographischen Lage keinen oder nur schlechten Empfang hatten, auch ausreichend versorgt wurden. 2000 begann Japan mit der Digitalisierung der Medien, die das Analogfernsehen bis 2011 ablösen soll 181 . Die Bilder unten verdeutlichen auch den Trend hin zu einer größeren Bilddiagonale, was zu dem so genannten Heimkino führt.
Illustration 18 Fernsehen früher und heute (Wiki-J B; Encarta 2008; NHK 2002)
Die Agentur Video Research, die sich unter anderem mit dem erfassen von Einschaltquoten beschäftigt, unterteilt die japanische Fernsehlandschaft in ihren Untersuchungen in die folgenden Kategorien: Nachrichten, Bildungsprogramme, Musik, Drama, Anime, Film, Sport und sonstige Unterhaltungsprogramme. Die Kategorie Drama gilt es nun genauer zu klassifizieren und ihre Eigenheiten im Vergleich zum deutschen Fernsehen herauszustellen. Auf die
181 u.a. NHK 2002; MSN Encarta 2008; Wiki-J B
95
Entstehung 182 der einzelnen Unterkategorien wird nicht eingegangen. Die Subkategorien
unterscheiden sich vorwiegend in Länge, Ausstrahlungsrahmen, Zuschauerschicht und
Inhalt 183 Beispiele für Unterklassen sind: Detektivdramen, Liebesdramen, Schuldramen,
zweist ündige Dramen, Mittagsdramen, Mitternachtsdramen, Morgendliche Fernseh-
Fortsetzungsromane u.a. (vgl. Knobloch 2003: 23-24 u. 27-28) Wie ist nun das Fernsehdrama
„Densha Otoko“ einzuordnen? Dieser Frage widmet sich das nächste Kapitel.
4.5 Das Gerne Fernsehdrama und „Train Man“
Der Begriff Fernsehdrama ist dem englischen Wort „television drama“ entlehnt und verweist
dadurch auf die Ursprünge der japanischen Fernsehdramen als Bühnenstücke, die live über-
tragen wurden, da zu Anfang keinerlei Aufzeichnungsmöglichkeiten bestanden (Knobloch
2003: 27 u. NHK 2002) Neben Mehrteilern mit geringer Folgenzahl (siehe Knobloch 2003:
27-28), zählt das Fortsetzungsdrama zu den populärsten Formen (Gössmann 1995: 10 in
Knobloch 2003: 28) Diese Fortsetzungsdramen sind durch eine mehrteilige Struktur gekenn-
zeichnet , die sich meist auf 11 bis 13 Folgen formiert. Eine solche abgeschlossene Struktur,
man könnte sie auch Staffel nennen, wird japanisch als wan kûru bezeichnet, wobei „eine
starke finale Ausrichtung“ charakteristisch für japanische Fortsetzungsdramen ist
(MATSUOKU 1994: 127 in Knobloch 2003: 28) Knobloch (2003: 29) zitiert in diesem Zu-
sammenhang Boll (1994: 48), der die folgenden Charakteristika für das Genre als typisch be-
zeichnet :
Es gibt viele zusammenfassende und weiterführende Inhaltsangaben per Dialogform bzw. per
Montage , weil die Handlung in einem relativ kurzen Zeitraum erzählt werden muss.
Dialoge werden im Schuss-Gegenschuss-Verfahren erzählt, wobei die Kamera in subjektiven
Sichten zwischen den Sprechenden hin und her springt. Es werden Nahaufnahmen bevorzugt, aber
auch gerne halbnahe und amerikanische Einstellungen eingesetzt.
Auf experimentelle Filmgestaltung wird in der Regel verzichtet. Kamerabewegung, Musik, Licht-
f ührung und Montage werden meist auf handlungsunterstützende Weise eingesetzt. Auf der Ebene
der Sequenzen überwiegen Szenen als Gestaltungsmittel, vereinzelt kommen auch Plansequenzen,
parallele und alternierende Syntagmen vor. Die filmische Sprache der Serien ist somit relativ ein-
fach.
Gro ße Action und Massenszenen - im Kinofilm häufig vertreten - kommen nicht vor. 184
Die Folgehandlungen haben feste Ablaufmuster.
Es gibt zwei Arten von Folgenenden: den Epilog, der die Hauptpersonen in entspannter
Atmosph äre zeigt, oder den Cliffhanger, der die Handlung in einem dramatischen Moment ab-
bricht und so die Spannung in die nächste Folge hinüberträgt.
182 Eine genaue Übersicht über die einzelnen Phasen der Entwicklung des Fernsehdramas in Japan samt
historischem Hintergrund (z.B. Konflikt Film- und Fernsehgesellschaften, Zensur, etc.) findet sich in dem
Buch „History of Japanese Television Drama“ von TORIYAMA Hiromu (1993)
183 Siehe Wiki-J C.
184
Hier spielt vermutlich die Wirkung einer geringen Bildschirmdiagonale des Fernsehers gegenüber einer
Kinoleinwand eine wichtige Rolle.
96
Das Auftreten von Identifikationsfiguren, deren Charakter für die Zuschauer sehr rasch ersichtlich sein muss.
Zur Darstellung der Hauptfiguren ist noch zu sagen, dass diese in übertriebener Weise 185 durch u.a. Mimik, Gestik, Kleidung, Sprache, Lichtführung und Verhalten charakterisiert werden, da eine unkomplizierte Einordnung der Figuren zu den jeweiligen Rollen eine Identifikation des Zuschauers mit den Figuren erleichtert. Mit anderen Worten, stereotype Codes bzw. Muster kommen zum Tragen.
Das Fernsehdrama „Train Man“ zählt zu der Kategorie der TV-Liebesdramen 186 (vgl. Knobloch 2003: 21-37), wobei es Elemente des Trendy Drama 187 aufweist. Trendy Drama, ein jetzt kaum noch verwendeter Ausdruck, kam als Überbegriff für Fernsehdramen, die Ende der 80er Jahre bis Anfang der 90er Jahre ausgestrahlt wurden, auf. Zu den Charakteristika von Trendy Dramen gehörte es, dass schöne Schauspieler und Schauspielerinnen, die in dieser Zeit im kommen waren, auftraten und einer feschen Arbeit nachgingen, wie z.B. in der Werbung oder als Designer. Die Story stellte nur leichte Kost dar und Kleidung, Drehorte, Accessoires als auch Lebensstil spiegelten die wichtigsten Themen der Zeit wider. Aus diesem Grund ging man von einer größtenteils weiblichen Zuschauerschaft aus - speziell die Schicht F1, die sich aus Frauen im Alter zwischen 20 und 34 zusammensetzt. F steht hierbei für den englischen Ausdruck female 188 .
Als ein weiteres wichtiges Element gilt, dass der Hauptdarsteller an einem Ort, an dem man bei Nacht eine wunderschöne Aussicht hat, seine Liebe gesteht. Mit dem Begriff Liebesdrama werden nach Knobloch (2003: 37) „alle Fernsehdramen bezeichnet, in deren Mittelpunkt die Beziehungen junger Männer und Frauen stehen“ unabhängig von ihrer zeitlichen Einordnung. Des Weiteren zählen Fernsehdramen allgemein zu den Sendungen, bei denen der Zuschauer wenig umschaltet und daher wird gesagt, dass die Rezeption in der Regel mit einem hohen Grad an Konzentration auf das jeweilige TV-Drama verliefe (KONDO 1993: 69 in Knobloch 2003: 25), was vermutlich zu einer starken Identifikation bzw. Wirkung seitens des Zuschauers führt. Ein Maßstab für das Zuschauerinteresse ist die Einschaltquote, die im
185 Knobloch verwendet den Ausdruck plakativ (Knobloch 2003: 32).
186 Als ein Hauptmerkmal für Liebesdramen gibt Knobloch (2003: 33) den Aspekt Konflikt an, der folgende Bereiche umfassen kann: „Der Grundkonflikt ist der zwischen Mann und Frau, die Handlung dreht sich um Zuneigung und Ablehnung zwischen den (fast ausschließlich) gegengeschlechtlichen Partner, um sich die entwickelnde Beziehung und erkaltende, um Vereinigungen und Trennungen. Ergänzend können dabei berufliche Belange zum Tragen kommen, Probleme der Identitätsfindung oder auch sozial motivierte Schwierigkeiten, etwa gesellschaftlicher oder familiärer Druck, der auf die Protagonisten ausgeübt wird.“
187 Siehe Knobloch (2003: 36-37) u. Wiki-J J
188 u.a. Knobloch (2003: 26) u. GYKC (2008: 719)
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Fall von „Train Man“ mit 21.0% hoch ausfiel. Vergleichswerte wurden schon im Kapitel Entstehung des Phänomens Densha Otoko geliefert. Knobloch verweist aber drauf, dass diese Werte als relativ anzusehen sind, da die Video Research Company die Einschaltquoten aus technischen Geräten ziehe, die direkt mit dem Fernseher verbunden seien und nur feststellen würden, „ob der Fernseher eine bestimmte Zeit auf einem bestimmten Kanal läuft („on-line meter system“)“ (Bideo resâchi 1993: 2ff in Knobloch 2003: 25 ). Dies ist besonders kritisch, da Fernsehen als „Nebenbeschäftigung“ 189 (NHKHK 2006: 9) einen hohen Stellenwert einnimmt. Insgesamt kann gesagt werden, dass sich Fernsehdramen mit ihrem Morgens-, Mittags-, Nachtsrhythmus den Lebensgewohnheiten und dem Alter der Japaner angepasst haben. Ein normaler Fernsehtag zeichnet sich statistisch durch drei Spitzen aus, die sich uhrzeitlich, wie in Tabelle 4 zu sehen ist, einordnen lassen. In allen drei Darstellungen, die sich jeweils auf die Tage in der Woche (von Mo bis Fr), Samstag und Sonntag beziehen, verändert sich das Muster nur unmerklich. Allein beim Sonntag (Tabelle 4 unten) fällt es auf, dass die Täler ihre Ausprägung verlieren, die Menschen nicht mehr durch ihre Arbeit, durch Schule oder Ähnliches an die Zeiten während der Woche gebunden sind 190 .
„Densha Otoko“ lief im Rahmen des so genannten „Donnerstagsdrama“ oder „Donnerstags-Theaters“ (jap. „Mokuyôgekijô“ 191 ) bei dem Sender Fuji (CX) zwischen 22:00 und 23:30 Uhr. Wenn man sich die Daten aus Tabelle 3 anschaut, sieht man, dass dieser Rahmen sich im Zeitfenster der Primetime (vgl. Knobloch 2003: 24) (19:00-23:00 Uhr) abspielt. Durch den späteren Ausstrahlungszeitpunkt kann man davon ausgehen, dass vorwiegend jüngere Zuschauerschichten einschalteten, wobei nicht unterschlagen werden sollte, dass gerade ausgehend von diesen späten Sendezeiten, nicht in Realzeit geschaut wurde, sondern wohlmöglich eine Aufnahme am nächsten Tag, wobei die Jahreszeit Sommer die Fernsehgewohnheiten durchaus beeinflussen mag. Diese Aspekte sind aufgrund von fehlenden Informationen nicht überprüfbar.
189 „Da kann auch nur die Katze zugucken, und es gilt trotzdem als Einschaltquote.“ (NHK-Äußerung in Knobloch 2003: 25)
190 Dazu Hickethier (1991) in Knobloch (2003: 23): „Durch ihre [Fernsehdramen] Situierung auf einem bestimmten Programmplatz, immer am gleichen Wochentag zur gleichen Sendezeit, sind die TV-Dramen für die Zuschauer leicht zugänglich, passen sich in den alltäglichen Lebensrhythmus ein und stellen eine Art festen Programmpunkt dar. Für die Sender wiederum bieten serielle Programmstrukturen die Möglichkeit einer langfristigen Planung von Programmstrukturen ebenso wie die Garantie einer dauerhaften Zuschauerbindung - unerlässlich besonders für die kommerziellen Anbieter, um Sponsoren und Werbekunden für sich zu gewinnen.“
191 木曜劇場
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Tabelle 4 Fernsehverhalten nach Tagesrhythmus/Uhrzeit v.o.n.u. in der Woche, Samstag und Sonntag (NHKHK 2006: 10)
Eine weitere Dimension hinsichtlich der Funktion von Fernsehdramen nennt Gössmann (1998: 147), die das Genre wie folgt beschreibt:
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Bei den japanischen Fortsetzungsdramen handelt es sich nicht um Endlos-Serien wie etwa die amerikanischen Seifenopern, sondern sie bestehen aus durchschnittlich zwölf Folgen, innerhalb derer die dargestellte Handlung einen Abschluss findet. Der Turnus dieser Serien entspricht den vier Jahreszeiten: Sie beginnen auf allen Kanälen jeweils im Januar, April, Juli und Oktober. Während einer Saison werden von den Privatsendern Nihon Terebi, TBS, Fuji Terebi und Terebi
Asahi pro Woche insgesamt durchschnittlich 12 Fortsetzungsdramen 192 gesendet. Ihre Thematik reicht von Kriminalfällen über den Schulalltag, die Lebenssituation junger Menschen und die Arbeit einer bestimmten Berufsgruppe wie z.B. Ärzte bis hin zu den besonders beleibten Serien, in denen es um eine Familie geht. Ein Charakteristikum von Fernsehserien in Japan wie in Deutsch-land ist die Verquickung von Realitätsspiegelung und Idealisierung. 193
Weiter sagt sie, dass es keine monokausalen Beziehungen zwischen Gesellschaft und Familienserien gäbe, sondern Fernsehserien als „Psychometer, das Auskunft gibt über gesellschaftliche und individuelle Befindlichkeiten“ (Rogge 1986: 202 in Gössmann 1998: 148), aufgefasst werden müsse. Eine weitere typische Eigenschaft der Fernsehserien sei dabei eine didaktische Tendenz, die sie mit Serien im englischsprachigen Raum verbinde. Lozano und Singhal (1993: 118 in Gössmann 1998: 148) beschreiben diese Tendenz als:
The dual force of the televisual melodramatic serial as a (mythical) storyteller and as an (mass) entertainer endows it with a special ability to provide a ground for educational learning. Such learning can inhibit or faciliate social change; that is, it could reaffirm traditional social structures, or legitimize social change.
Viele der genannten Charakteristika finden sich im Untersuchungsobjekt der Analyse wieder. Wichtig erscheint dabei der Aspekt des Konflikts der Identitätsfindung, der bis jetzt nur am Rande Erwähnung fand. Ob nun die Fernsehserie „Train Man“ ein bestimmtes Bild prägt bzw. idealisiert und damit Einfluss auf die Gesellschaft haben könnte, gilt es im nächsten Schritt nachzugehen. Doch zuerst bedarf es eines Überblicks zum Inhalt der 11 Hauptfolgen. Dieser findet sich in kompakter Form auf den nächsten Seiten präsentiert.
4.6 Inhaltsangaben der Fernsehserie „Densha Otoko“
Die folgenden Inhaltsangaben sind als kurze Überblicke zu den einzelnen Folgen zu sehen, die erst in Kombination mit den Sequenzprotokollen im Anhang sich der Vollständigkeit annähern. Um die Lesbarkeit zu erhöhen wurden die Namen der Figuren ausgeschrieben und nach mehrmaliger Erwähnung nur noch der Vorname genannt. Eine Auflistung aller Personennamen ist dem Anhang zu entnehmen.
192 jap. Renzoku terebi dorama 連続テレビドラマ
193 Weitere Informationen dazu finden sich bei Knobloch (2003: 23-33).
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Folge 1: Der Weg der Liebe, den 1 Millionen verfolgten
AOYAMA Saori und YAMADA Tsuyoshi stammen aus komplett verschiedenen Welten. Während sich Tsuyoshi sich mit seinen Otaku-Freunden MATSUNAGA Yûsaku und KAWAMOTO Shinji in Akihabara herumtreibt, feiert Saori gemeinsam mit ihren Freundinnen und Kolleginnen MIZUKI Yûko und SAWAZAKI Kaho glamourös den Geburtstag ihres Arbeitgebers. Die Otaku-Truppe besucht einen Otaku-Event und verbringt anschließend ihre Zeit in einem Dienstmädchen Café, wo ihnen ein Dienstmädchen Wunschzettel überreicht. Yûsaku und Shinji wünschen sich animebezogene Dinge und Tsuyoshi sagte, dass er sich eine Versetzung wünsche. Auf dem Weg zum Zug rennt Tsuyoshi in Kaho, die angewidert reagiert, als sie ihn anhand des Inhalts seiner Einkaufstasche als Otaku identifiziert. Der Abend endet und wie es das Schicksal an Tanabata will, treffen sich Saori und Tsuyoshi im Zug. Während der Fahrt kommt ein Trunkenbold randalierend in das Abteil und beginnt die Fahrgäste zu belästigen. Als dieser vor Saori halt macht und beginnt sie sexuell zu belästigen, fasst sich Tsuyoshi ein Herz und stoppt den Betrunkenen. In einem Bahnhofsbüro werden einige alte Frauen, Tsuyoshi und Saori gefragt, ob sie Anzeige erstatten möchten, was sie aber nicht tun. Neben den alten Frauen bittet auch Saori Tsuyoshi um seine Adresse, da sie sich bei ihm durch ein Geschenk erkenntlich zeigen möchte. Zu Hause angekommen berichtet er einem Forum, dass er regelmäßig sieht, seine Tat. Sein Geburtstag steht an, doch niemand erinnert sich daran. Der Tag angefangen mit seiner Familie, die ihm nicht einmal gratulieren bis hin zu seinem Arbeitsplatz, wo er immer vom Chef KUROKI Fumito drangsaliert wird („Power harassment“ 194 ), entwickelt sich zu einem Höllentrip. Allein zieht er sich mit einem Stück selbst gekauften Geburtstagskuchen zu seinem geheimen Zufluchtsort in Akihabara zurück, wo er von dem Gefühl getrieben von allen, ob Kind oder Erwachsener, Bekannter oder Fremder, Japaner oder Ausländer, Familie oder Kollegen, einfach allen gehasst zu werden, sich versucht das Leben zu nehmen, was er aber unter Tränen aufgibt. Vom Leben gebeutelt kehrt er gebrochen nach Hause zurück, wo er ein Paket vorfindet. In diesem findet er zwei Tassen der teuren Marke Hermes vor, die er angespornt durch die Forennutzer zum Anlass nimmt, den Absender - AOYAMA Saori - anzurufen. Saori ist mit ihrem jüngeren Bruder AOYAMA Keisuke in einer noblen Bar und unterhalten sich über die Zukunft. Als das Telefon klingt geht sie nicht dran, da sie die Telefonnummer nicht kennt und sich auf das Gespräch konzentrieren möchte.
194 Siehe Wiki-J H.
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Folge 2: Große Verwandlung für das erste Date
Folge zwei zeigt wie beide versuchen in Kontakt zu kommen, was sich für Tsuyoshi schwierig gestaltet, da dessen Handyakku leer ist und er gezwungen ist eine Möglichkeit zu finden diesen aufzuladen [Hierbei handelt es sich um Handywerbung des Sponsors KDDI zur Handymarke au.]. Nach erfolgloser Suche, die durch Hamsterkäufe, Polizeieinsätze u. ä. gekennzeichnet ist, findet ihn sein Chef (Abteilungsleiter), der ihn dazu verdonnert zu einem geschäftlichen Essen zu gehen (jap. Settai). Nach seiner späten Rückkehr schafft er es sein Handy mit Strom zu versorgen und erreicht nach einem langen Tag Saori. Durch das Forum angespornt gelingt es ihm sogar sie zu einer Verabredung zu bewegen. Von seiner Kollegin JINKAMA Misuzu wird er darauf hingewiesen, dass er wie ein Otaku wirke und das eher kontraproduktiv für eine Verabredung sei. Daraufhin sucht er sich im Forum Rat und die äußerliche Verwandlung beginnt. Da seine „Freunde“ es strikt ablehnen hippe Bezirke wie Shibuya zu besuchen, muss sich Tsuyoshi alleine durch Kleidergeschäfte, Brillenläden, Friseursalons und Restaurants quälen, bis seine Vorbereitungen für sein erstes „Date“ zum Abschluss kommen. Sein Vater YAMADA Kôki und seine jüngere Schwester YAMADA Aoi sind erst erschreckt doch Aoi, die ihren Bruder verabscheute zeigt ihm sogar, wie man sich richtig parfümiert. Die Folge endet mit einem in Schale geworfenem Tsuyoshi, wie er auf Saori wartet.
Folge 3: Krise beim ersten Date
In Folge drei sehen wir Saori und Tsuyoshi bei ihrer Verabredung, bei der Saori Tsuyoshi nach seinen Hobbys fragt und er „im Netz surfen“ antwortet, was Saori, die keine Ahnung von Technik hat, als surfen im Sinne von Wellenreiten versteht. Nach einem vergleichsweise ruhigen Date, schafft Tsuyoshi es wieder Saori zu einer Verabredung zu bewegen, da es ihr Hobby ist neue Restaurants auszuprobieren und sie niemanden hat, der sie begleitet, willigt sie sofort ein. Später ruft sie ihn nochmals zurück und fragt, ob es in Ordnung sei, wenn sie eine Freundin von ihr mitbringe, was Tsuyoshi, nicht wissend, dass er in der Klemme sitzt, erlaubt. Er fühlt sich unsicher. Er als Otaku, wie soll das gehen, dazu gibt es Streit im Forum, initiiert durch einen verletzten verzweifelten Basketballspieler, der seinen Frust auf das Forum lenkt. Auf dem Heimweg kommt er an dem Dienstmädchen Café aus Folge eins vorbei und sieht aus einem Mülleimer seinen Wunschzettel heraushängen. Auf der Vorderseite steht
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„Versetzung“, doch auf der Rückseite, der verborgenen Seite seines Inneren steht „ich möchte mich verlieben“. Diese Folge endet mit Tsuyoshi, der unter einem großen LOVE-Objekt auf seine Verabredung und deren Freundin wartet.
Folge 4: Sommer! Spezialsurfdrill
Die Freundin, die Saori mitbringt ist Kaho, die schon einmal auf Tsuyoshi traf, als er äußerlich noch dem typischen Otaku-Bild entsprach. Doch sie erkennt ihn nicht. Nach der Verabredung spricht sie mit Saori und sagt, dass Tsuyoshis bedarftes Verhalten während des Essens in ihr keinen guten Eindruck hinterlassen habe. Außerdem erfahren wir etwas über Saoris Vergangenheit, in der sie von einem Mann belogen und verlassen wurde, was zu einem Trauma führte. Eines Abends, als sich Tsuyoshi und Saori am Telefon über den kommenden Ausflug ans Meer unterhalten, tauschen sie im nächsten Schritt Handy E-Mailadressen aus. Da der Ausflug kurz bevor steht und er eigentlich nicht surfen kann, sucht er wieder Rat im Forum und stellt sich an erst autodidaktisch und dann durch Anleitung eines erfahrenen Surfers, seinen Kollegen und Sohn des Firmeninhabers OIKAWA Naoto, surfen zu lernen, was aber damit endet, dass er nicht einmal die Grundlagen meistern kann und somit unvorbereitet sich dem Meer stellen muss. Während seiner Trainingszeit besuchen ihn seine Otaku-Freunde zu Hause und Shinji trifft auf Aoi, die das von Shinji benutze Handtuch vor dem Haus später verbrennt. Von Angst und Schuldgefühlen geplagt, wendet er sich an das Forum, das ihm rät ehrlich zu sein. Außerdem kommt ein alter Bekannter von Saori, der coole, machohafte SAKURAI Kazuya nach Japan zurück, wo er eine Bar eröffnet. Der Ausflug endet damit, dass Tsuyoshi Saori die Wahrheit beichtet und sie ihm vergibt. Zum Schluss der Folge sieht man Misuzu, die aus purem Zufall auf die Seite des Forums gelangt, in dem Tsuyoshi über sich schreibt und erkennt anhand des Eintrags zum Thema surfen, dass es sich um ihren Kollegen YAMADA Tsuyoshi handeln muss.
Folge 5: Die große Stalkervertreibungsaktion
In Folge fünf stellt Misuzu Tsuyoshi zur Rede und fragt ihn, ob Saori denn überhaupt wüsste, dass er ein Otaku sei. Abends lädt Saori Tsuyoshi dann zu einer Dreierverabredung ein und bittet ihn zwei Freunde mitzubringen. Initiiert wurde diese Idee als Kaho und Yûko Tsuyoshi
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zusammen mit seinem gut aussehenden Kollegen OIKAWA Naoto sieht. Tsuyoshi lädt auch diesen ein, doch sagt er kurzfristig ab, wodurch Tsuyoshi gezwungen ist seine zwei Otaku-Freunde zum Kommen zu bewegen. Diese versuchen auch mit aller Kraft ihr Otaku-Sein zu verstecken, doch endet die Verabredung für die Freundinnen Saoris in einer Katastrophe, da sie solche „Freaks“ nicht erwarteten. Hingegen genossen Saori und Tsuyoshi den Abend. Währenddessen fällt Kazuya ein Link unter seinen Favoriten auf, den ein Arbeitskollege ihm in Shanghai hinzugefügt hatte. Dieser Link entpuppt sich als das Forum, in dem diese Geschichte spielt und Kazuya verliebt sich in Hermes. Er weiß zu diesem Zeitpunkt aber nicht, dass es sich bei Hermes um Saori handelt. Später teilt Saori Tsuyoshi mit, dass sie sich verfolgt fühle, worauf Tsuyoshi sich vornimmt sie zu beschützen - als Bodyguard. Des Weiteren nutzt er seine Freizeit, um alle wichtigen Informationen zum Thema „Wie schütze ich mich vor einem Stalker“ zusammenzutragen und leicht leserlich aufzubereiten. Diese übergibt er zusammen mit einigen nützlichen Dingen Saori. Bei seinen Untersuchungen findet er heraus wer der Stalker ist und stellt ihn, als er auf dem Weg zu Saori war. Da er als unsozialer, erfahrungsarmer, einsamer und hässlicher Otaku die Gefühle des Stalker nachvollziehen kann, stellt dieser sich freiwillig und Tsuyoshi hat es ein zweites Mal geschafft Saori zu retten. Der Stalker zeigt ihm, bevor er geht, noch ein Foto, das er mit den Worten „Von all den Bildern die ich gemacht habe, scheint sie auf diesem hier mit dir zusammen am glücklichsten zu sein“ kommentiert. Darauf hin bringt Tsuyoshi Saori nach Hause.
Folge 6: Die Liebeserklärung, ein turbulenter Auftakt
Folge sechs beginnt damit, dass ihn seine Otaku-Freunde zu einer Comic-Messe einladen, auf der sie, falls sie ausgelost werden sollten, einen Laden eröffnen wollen. Im Folgenden lädt Saori Tsuyoshi zu sich nach Hause ein, damit sie gemeinsam beim Film schauen, die zwei Tassen, die sie ihm schenkte, einweihen können. Aus versehen vertauscht Tsuyoshi die DVDs von „Matrix“ und dem japanischen traurigen Hundefilm „Quill“ (benannt nach dem Namen des Blindenhundes), den sie dann gemeinsam anschauen. Trotz Halluzinationen - er sieht schon überall die Forennutzer, die ihn zu einem Liebesgeständnis zwingen wollen - bringt er nicht den Mut auf seine Liebe zu gestehen. Saori bittet ihn bei der nächsten Gelegenheit zusammen einen neuen Pc kaufen zu gehen, da sie sich nicht mit Technik auskenne. Für diesen Tag fasst Tsuyoshi den Entschluss Saori seine Liebe zu gestehen. Außerdem lädt Saori Tsuyoshi zu einem Musical ein, doch liegt an diesem Tag schon seine Comic-Messe, was ihn
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veranlasst Saori anzulügen, indem er ihr sagt, dass er arbeiten müsse. Am folgenden Tag treffen zufälligerweise Saori und Tsuyoshi aufeinander, als Misuzu Tsuyoshi zu Kazuyas Bar schleppt. Es kommt zu einer kleinen Verwechslung, da Saori mit ihrem Bruder Keisuke zusammen am Tresen sitzt und Misuzu und Tsuyoshi sich in einer Ecke tummeln. Keisuke und Misuzu verlassen darauf hin gemeinsam die Bar. Gezwungenermaßen verlassen Saori und Tsuyoshi gemeinsam die Bar und Tsuyoshi bewahrt Saori auf der Straße davor von einem Auto angefahren zu werden. Hand in Hand verlassen sie dann den Ort. Am Samstag merkt Tsuyoshi dann, dass er den Zulassungsschein für die Comic-Messe verloren haben muss, da er diesen am Morgen in sein Jackett steckte und die Tasche nun leer ist. Er ruft in Kazuyas Bar an, doch Keisuke, der dort angefangen hat zu arbeiten, sagt, dass er keinen Umschlag gesehen habe. Trotz dessen rüstet er sich Otaku typisch für die Messe und begibt sich dorthin. Er und seine Freunde sind gezwungen ihren Laden außerhalb des Messegeländes aufzubauen. Kazuya findet beim Spielen mit seinem Funk ferngesteuertem Auto den Umschlag und gibt ihn Keisuke, der sich an Tsuyoshis Anruf erinnert. Da sie seine Nummer nicht haben, ruft Kazuya Saori an, die flugs vorbeikommt um den Umschlag abzuholen und ihn Tsuyoshi zu bringen. Während Saori sich auf dem Weg zum Messegelände befindet, erzählt Keisuke Kazuya von Saoris Rettung durch Tsuyoshi, wodurch Kazuya klar wird, dass er sich in Saori verliebt hat. Dort stellt sich heraus, dass Tsuyoshi gelogen hat und Saori sagt ihm, dass sie sich besser nicht mehr sehen sollten.
Folge 7: Schluss mit dem Otaku-Dasein!! Geburtstag unter Tränen
Folge sieben beginnt mit der Trennung von Saori und Tsuyoshi, die Kazuya per ferngesteuerte Autokamera belauscht und bietet Saori an sie zu fahren. Keisuke und Misuzu erfahren von der Trennung und versuchen eine List, um die beiden wieder zusammenzubekommen. Dabei erfährt Tsuyoshi von dem bald anstehenden Geburtstag Saoris, was er als Möglichkeit sieht sich ernsthaft zu entschuldigen. Als Zeichen seiner Reue ist er sogar bereit sein Otaku-Dasein aufzugeben. Dazu räumt er seine Ganzen Regale und Wände leer, die sein Zimmer danach sehr leblos/lieblos erscheinen lassen. Die Figuren versenkt er in einem Fluss, die Videospiele verkauft er. Doch wie das Glück so will, nimmt er bei einer Verlosung teil und gewinnt eine Videospielkonsole samt Spiele-Bundle. Hinzu kommt noch, dass seine Kiste mit Figuren zusammen mit einer ähnlichen Kiste von jemandem entdeckt und zu seinem Elternhaus gebracht wird. Darauf entschließt er sich die Sachen seinen zwei Freunden zu vermachen, die ihn dann in einem Dienstmädchen Café mit einer Urkunde und einigen
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Männer- und Frauenzeitschriften aus dem Otaku-Dasein entlassen. Für Saoris Geburtstag such Tsuyoshi passend zu den Tassen zwei Teller aus. An Saoris Geburtstag teilt er ihr mit, dass er in der Nähe von Kazuyas Bar warten würde. Misuzu, der klar wird, dass Tsuyoshi eigentlich ein sehr netter Mann ist, eine Art Mann, auf die sie noch nicht getroffen ist, ergreift für Tsuyoshi Partei und überredet Saori zu ihm zu gehen. Kazuya, der zum Mephistopheles dieser Serie wird, plante auf der Geburtstagsfeier Saori einen Antrag zu machen, doch ändert sich der Ort und seine Pläne sind dahin. Als er Saori abholt und sie zu seinem Lokal bringen möchte, sieht Saori Tsuyoshi und bittet Kazuya anzuhalten. Tsuyoshi vom Regen durchnässt bricht vor Fieber vor Saori zusammen. Kazuya ist gezwungen ihn daraufhin ins Krankenhaus zu fahren.
Folge 8: Auferstehung!! Outen als Otaku unter Tränen
Folge acht beginnt im Krankenhaus, wo Kazuya, Saori und Tsuyoshis Vater und Schwester ihn besuchen. Kazuya gibt Saori einen Strauß Blumen für Tsuyoshi und bittet sie eine Vase dafür zu besorgen. Diese Zeit nutzt der in Saori verliebte Kazuya um Tsuyoshi die Lüge aufzutischen, dass er der Verlobte von Saori sei. Tsuyoshis Schwester unterhält sich währenddessen mit Saori und bittet sie ihm nicht weiter weh zu tun. Kazuya und Saori verlassen daraufhin das Krankenhaus. Er bekommt neben seinen Arbeitskollegen und seinem Chef auch noch Besuch von seinen Otaku-Freunden, die ihm klar machen, dass er immer noch innerlich ein Otaku sei. Zu Hause schaut er in die leeren Regale und merkt, dass ein Teil seines Selbst fehlt. Nach einem klärenden Gespräch im Forum, über letzten Begebenheiten fasst Tsuyoshi, der jetzt weiß, dass er von Anfang an nichts zu verlieren hatte, wieder Mut und ruft bei Saori zu Hause an. Ihre Mutter geht an den Apparat und gibt ihm den Hinweis, dass für Saori eine Lüge das schlimmste auf der Welt sei - sie eine Art Trauma habe. Saori ist unterdessen mit dem liebestollen Kazuya unterwegs, der wieder kurz davor ist ihr einen Antrag zu machen, da ruft Saoris Mutter an und sagt, dass Tsuyoshi sie nicht erreichen könne. Sie sucht ihn dann sofort zu Hause auf, wo er sich in seinem wieder eingerichteten Zimmer in seiner Otaku-Kluft präsentiert und sein Otaku-Sein beichtet. Er macht Saori sogar ein Geschenk, sein wertvollstes Stück - die Figur Mîna, die im Vorspann zu sehen ist und immer neben seinem Computer stand. Man könnte sagen, die einzige Frau in seinem Otaku-Leben, die sich mit ihm abgab.
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Folge 9: Der letzte Kampf, Vorahnung einer Tragödie
In Folge neun lädt Saoris Mutter AOYAMA Yuki, ihren Sohn Keisuke, Saori und Tsuyoshi zum Essen ein. Vor dem großen Essen verbringen Saori und Tsuyoshi einen Tag in Akihabara, wo sie in einer Spielhalle (jap. Gêmusentâ - engl. Game center) Spiele spielen, Motiv-Fotos (jap. Purikura) machen und einen PC für Saori kaufen. Er zeigt ihr auch seinen geheimen Ort. Danach baut er den PC in ihrem Zimmer auf. Da erfährt er, dass Saori weder einen festen Freund noch einen Verlobten hat. Doch plagen ihn wieder Ängste, da er sich nicht mit Tischmanieren auskennt. Da wendet er sich wieder ans Forum und beginnt mit einem Spezialtraining. Was die beteiligten nicht wissen ist, dass einmal Kazuya diese Gelegenheit ausnutzen möchte um Tsuyoshi mit einem Double zu schaden und Saoris und Keisukes Vater AOYAMA Kengo, der von seiner Frau getrennt lebt, kommt, um die Scheidungspapiere unterschreiben zu lassen. Durch eine sehr menschliche Rede Tsuyoshis über Familie und Glück rührt er Yukis Herz. die es dadurch schafft einen Schritt in Richtung Zukunft zu machen und sich von ihrem Mann zu trennen. Sie sagt zu Saori, dass sie nun verstehe, was sie an ihm habe. Im Forum berichtet er wie immer über die Ereignisse und es kommen Tsuyoshi bedenken, dass Saori dieses Forum sehen könne. In der Zwischenzeit trifft Keisuke, der sich mit Misuzu in einem Hotel aufhält, zufällig auf das Forum, da Misuzu ihren Laptop aufgeklappte hatte. Er erkennt natürlich sofort den Ernst der Lage und macht sich auf den Weg nach Hause. Gleichzeitig entschließt sich Tsuyoshi von sich aus, das Forum, seine Freunde, sein Innerstes Saori offen zu legen und sich dafür zu entschuldigen, dass er ihre Privatssphäre verletzte.
Folge 10: Das letzte Kapitel! Wundersame Wendung
Die Folge beginnt damit, dass Keisuke Saori das Forum zeigt. Als Tsuyoshi klingelt kommt Keisuke angestürmt und schlägt ihn zu Boden. Saori sagt ihm, dass es aus sei. Am Boden zerstört teilt Tsuyoshi dem Forum den Vorfall mit und verabschiedet sich. Symbolisch schaltet er den Computer aus - er möchte allein sein, um alles zu verarbeiten. In Kazuyas Bar zwingt Misuzu Keisuke das Forum sich richtig anzuschauen und sich dann erst eine Meinung zu bilden, was auch Kaho tut. Schwer mitgenommen von der Sache, fehlt Tsuyoshi selbst die Kraft zur Arbeit zu gehen. Dies nimmt sein Chef direkt zum Anlass um den ungewollten Arbeiter zu feuern, was aber durch Naoto unterbunden wird. Misuzu, die sich Sorgen um
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Tsuyoshi macht, besucht ihn zu Hause und versucht sogar ihn zu verführen. Zum ersten Mal erhält sie eine Abfuhr, denn Tsuyoshi sagt, dass „Saori die Einzige für ihn sei“. Während Tsuyoshi Trübsal bläst, sind Kaho, Yûko und Saori auf Geschäftsreise in Italien. Tsuyoshi begibt sich nach Akihabara, wo er seine zwei Otaku-Freunde trifft. Was er zuerst nicht bemerkt, ist, dass überall in Akihabara Nachrichten aushängen und Events abgehalten werden, die Tsuyoshi zurück zum Forum bringen sollen, damit er seine Mission erfüllen kann. In Italien reden Kaho und Yûko Saori unterdessen gut zu, damit sie Tsuyoshi wenigstens die Chance gibt sich im Forum zu erklären. Tsuyoshis Entschluss steht fest. Er will Saori seine Liebe gestehen, egal was kommen mag. Selbstbewusst geht er sogar zu seinem Arbeitsplatz und bittet um seine Entlassung, da er unentschuldigt gefehlt hat. Naoto, der nun Abteilungsleiter und somit Tsuyoshis Chef ist, erlaubt ihm die Tage mit seinem Urlaub zu verrechnen. Aus dem Urlaub zurückgekehrt, sagt Yuki zu Saori, dass „wenn es Liebe gibt, alles über-wunden werden kann“. Tsuyoshi hat sich währenddessen auf dem Dach aus Folge eins, seinem geheimen Ort für eine lange Nacht vorbereitet, die er gewillt ist auf Saori zu warten. Saori hört zum Schluss der Folge ihre Mailbox ab, mit der Bitte Tsuyoshis auf die Forenseite zu gehen und sich die neuen Einträge anzuschauen.
Folge 11: Die größte Liebeserklärung in der Geschichte der Menschheit!! Abschluss unter Tränen
Folge elf beginnt mit Saori, wie sie beim Lesen der Foreneinträge in Erinnerungen schwelgt und Tränen vergießt, da sie Tsuyoshis tiefste Gefühle verstanden hat. Tsuyoshi erhält zuerst von Misuzu einen Anruf, indem sie ihn auffordert sich bei ihr im Büro zu melden, wie könne er denn frei machen, wo sie doch Überstunden machen müsse. Doch er hat den Schneid ihr aufzulegen, nachdem er sagte, dass eine sehr wichtige Angelegenheit auf ihn warte (- auch dies das erste Mal für Misuzu). Danach erhält er von seinen Freunden einen Anruf, dass er sich doch auch für den Verkauf der Mîna Anime-DVD-Box am nächsten Tag anstellen solle, doch er lehnt ab, da ihm Saori viel wichtiger ist. Als dritter in der Runde ruft Kazuya ihn an und sagt, dass Saori in ein Krankenhaus gebracht worden sei und er doch schnell zu ihr gehen sollte. Kazuya plant nämlich Saori an einem Bahnsteig ihr einen Antrag zu machen. Kazuya fährt Saori zu Tsuyoshis geheimem Platz und während sie sich dort umsieht und auf Tsuyoshis Sachen aufmerksam wird, startet Kazuya seinen Plan. Im Krankenhaus angekommen, erfährt Tsuyoshi von Keisuke, dass Saori gerade erst das Haus verlassen habe und
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nicht krank sei. Keisuke entschuldigt sich bei dieser Gelegenheit bei Tsuyoshi, dass er ihn geschlagen hat. Da Tsuyoshi nicht beim verabredeten Treffpunkt ist, macht sich Saori in Akihabara auf die Suche und trifft ihn schließlich schicksalhaft am Bahnhof, der die zwei auch schon zu Anfang zusammengeführt hat. Er führt sie wieder zu seinem geheimen Zu-fluchtsort, wo er ihr seine Liebe gesteht. Sie küssen sich. Den ganzen Ablauf berichtet er auch seinen Freunden im Forum, die sich der gewünschten Depression hingeben. Im Folgenden treffen Kazuya und Misuzu aufeinander, die ihre Liebe gefunden zu glauben. Außerdem taucht Tsuyoshis Mutter YAMADA Kasumi auf, die ihren Kindern mitteilt, dass sie schwanger sei. Des Weiteren überreicht Saori Tsuyoshi ein Halsband, das sie in Italien gekauft hat. Sie trägt dasselbe („Pairlook“). Zum Schluss fliegen Tsuyoshi und Saori, nachdem sich Tsuyoshi, der nun kein einsamer Single mehr ist, verabschiedet wurde, mit dem Zug in die Sterne. Das Tanabata-Märchen geht zu Ende.
Diese Inhaltsangaben sollen bei der Untersuchung der Fernsehserie dazu dienen, die zu analysierenden Szenen in einen dramaturgischen Zusammenhang zu bringen und zugleich eine Basis für einen innermedialen Vergleich zu schaffen, da der Kontext den Hauptfaktor darstellt, der die Ausprägung des Bildes bzw. die Wirkung der Rolle der Hauptfigur bestimmt 195 .
4.7 Wie könnte man „Train Man“ medienwissenschaftlich untersuchen?
Um das Bild der Otaku im Medium Fernsehdrama herauszustellen, werden medienwissenschaftliche Methoden zur Anwendung kommen, die es erst zu erläutern gilt. Mit der Fernsehserie „Train Man“ liegen 770 Minuten 196 (über 12 Stunden) Filmmaterial vor, die methodisch angelehnt an Film- und Fernsehanalyse, (z.B. Hickethier 1978; 1996, Mikos 2003, Korte 2004, Kamp/Rüsel 2007) hinsichtlich des Otakubildes zu untersuchen wären. Aus dem breiten und teils undurchsichtigen Repertoire der Fernsehanalyse wurde auf Methoden zurückgegriffen, die für diese Analyse nützlich erschienen. Zum einen wurde von allen
195 Exemplarisch kann man dazu die Rettungsszene, in der Train Man Hermes rettet, heranziehen. In der Buchfassung wird Hermes, die neben Train Man sitzt, unglücklicherweise von einem verirrten Schlag eines Trunkenbolds getroffen, worauf hin Train Man einschreitet. Im Gegensatz dazu ist nicht der Zufall ausschlaggebend für Train Mans Tat, sondern eine beabsichtigte sexuelle Belästigung von Hermes, die Train Man gegenüber sitzt, seitens des Trunkenbolds. Letztere Szene betont durch seine extreme Form die Rolle des Train Man als Ritter/Retter in scheinender Rüstung.
196 Die zwei Specials werden aufgrund der Tatsache, dass sie nichts mit der Buchvorlage zu tun haben und sich verstärkt mit den Nebenfiguren beschäftigen, nicht in die Medienanalyse miteinbezogen.
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Folgen ein Sequenzprotokoll 197 erstellt, das darauf abzielt, einen Überblick über die Handlung zu geben und zum anderen Einstellungsprotokolle 198 einer Auswahl an charakteristischen Szenen, in denen Hinweise auf das Otaku-Bild zu finden sind. Die Möglichkeiten ein Sequenzprotokoll zu gestalten sind zahlreich. Die Erstellung eines Sequenzprotokolls soll vor allem dem Analysten selbst dienen (Korte 2004: 51), um wie in diesem Fall die Einstellungsprotokolle leichter einordnen bzw. auf wichtige Textstellen verweisen zu können. Aufgrund des Materialumfangs und der eng gefassten Fragestellung, werden nur die Schlüsselstellen mit Schwerpunkt auf den Train Man YAMADA Tsuyoshi Niederschlag im Sequenzprotokoll finden, da u.a. besonders durch hohe Schnittfrequenzen (häufige Ortswechsel, Wechsel der Personenkonstellation, komplexe Kamerafahrten und Schnitte) eine Sequenzanalyse, wie sie Knobloch (2003: 253ff) angelehnt an Metz und Hickethier vorschlägt, im Rahmen dieser Arbeit zu aufwendig erscheint. Hingegen werden in den Einstellungsprotokollen genaue Angaben zu Einstellungsgrößen, Kamerabewegungen, Einstellungsverbindungen, Kameraperspektive, Ton, Zeit, Licht u.a. Aspekten notiert, die dann die Grundlage für eine Einschätzung des Bildes der Otaku darstellen. Die Sequenzprotokolle 199 werden des Weitern durch Bildausschnitte 200 ergänzt, um in späteren Untersuchungen Rückschlüsse auf Unterschiede zwischen der Buchvorlage und dem Medium Fernsehdrama, das dazu tendiert zu übertreiben und durch die Aufteilung auf über 11 Folgen Ergänzungen von Storyelementen für die Aufrechterhaltung des Spannungsbogens bedarf, ziehen zu können. Bei der Gestaltung der Einstellungsprotokolle 201 orientierte ich mich weitestgehend an Knobloch (2003: 287). Eine genaue Erklärung der in den Tabellen verwendeten Kürzel findet sich im Anhang. Des Weiteren möchte ich auf die Kategorien Faulstichs zurückgreifen, der zum Beschreiben des Fremdartigen die drei Konzepte Exotik, Heil und Horror in die Filmanalyse mit einbrachte (Faulstich 2000: 127-138). Er definiert dabei Fremdartigkeit wie folgt:
197 „Als Sequenz bezeichnet man den Teil des Films, dessen Einstellungen in einem örtlichen oder gedanklichen Zusammenhang miteinander bestehen. Malraux nennt die Sequenz eine "Handlungseinheit". Zur Unterscheidung verschiedenen Möglichkeiten der Sequenzen hat sich in der Filmliteratur die Klassifikation von Christian Metz als die brauchbarste eingebürgert. [...]Metz benutzt für die Bezeichnung der Handlungseinheit den Begriff „Syntagma" (in der Sprachwissenschaft: syntaktisch gefügte Wortgruppe -Satz).“ nach Hickethier (1978: 45-57) Letzter Zugriff: 10.06.2008
198 „Ein Film besteht aus einer Vielzahl von Einzelbildern, aus deren rascher Abfolge der Eindruck einer Bewegung entsteht. Bei der Film- und Fernsehanalyse gilt jedoch nicht das Einzelbild als kleinste Einheit, von der auszugehen ist, sondern die Einstellung.
Als Einstellung bezeichnen wir die Einheit, die durch zwei Schnitte begrenzt ist oder durch Blenden, und die einen einheitlichen Kamerablick hat.“ nach Hickethier (1978: 45-57)
199 Auf Sequenzprotokolle wird in der Form (SP/Folge/Zeitangabe) verwiesen.
200 Omni (2005) biete eine ausgewogene Auswahl an Bildmitschnitten, die er durch eine grobe Zusammenfassung der einzelnen Episoden ergänzt.
201 Auf Einstellungsprotokolle wird in der Form (EP/Folge/ Einstellungsnummer) verwiesen.
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„Grundsätzlich gilt dabei die Auffassung, daß Fremdheit keine Eigenschaft von Dingen und Personen ist, sondern ein Beziehungsmodus. Es geht mir also weniger um das Selbst oder das Andere, sonder um die unterschiedlichen Relationen zwischen dem Selbst und dem Anderen. Sie sind von einem dramatischen Paradoxon geprägt: von Abstoßung und Anziehung zugleich, von Bedrohung und Faszination, von Gefahr und Bereicherung. Das Andere in seiner Relation zum Selbst fasziniert, tröstet und ängstigt in einem. Das gilt es zu hinterfragen.“ (Faulstich 2000 in Fink 2000: 127)
Diese Kategorien sind in der Hinsicht besonders interessant, da sie sich gut dazu eignen Veränderungen zu beschreiben, die in unserem Fall die Hauptfigur YAMADA Tsuyoshi bzw. die Wahrnehmung der Hauptfigur durchläuft. Eine statistische Auswertung der gesammelten Daten z.B. der Häufigkeit bestimmter Örtlichkeiten wäre durchaus interessant, doch sind solche Arbeitsschritte sehr zeitintensiv und können nicht in diese Arbeit mit einfließen. Auf eine tiefer gehende medienwissenschaftliche Herangehensweise, wie sie z.B. bei Knobloch (2003: 39) zu finden ist, wird verzichtet. Anstelle dessen tritt einmal ein allgemeiner hermeneutischer Ansatz, der das Fernsehdrama als Text im weitesten Sinne auffasst und sich dementsprechend mit der Dialogseite besonders beschäftigt und auf der anderen Seite ein der Medienwissenschaft verhafteter, der zu Analyse der visuellen Ebene herangezogen wird. Dabei kommen die Analysepunkte aus den vorhergegangenen Medienanalysen wieder zur Anwendung, denn nur so ist eine einheitliche Vergleichbasis gewährleistet. Da wie schon erwähnt wurde, die Musik eher eine handlungsunterstützende Funktion hat und somit weniger dazu beiträgt das Bild der Otaku zu gestalten, als Handlungen der jeweiligen Haupt/Nebenfigur zu unterstreichen bzw. einzuleiten, wird der Fokus in der Analyse auf dem Anfangslied der ersten Folge 202 , das nur einmal Verwendung fand, liegen. Dabei handelt es sich um das Lied „Mr. Roboto“ (1983) der amerikanischen Rockgruppe Styx, das viel Spielraum für eine Interpretation [auf dem Hintergrund eines Japaner-Diskurses] lässt und mit dem ich die Analyse des Fernsehdramas beginnen möchte, da es die Exposition, auf die im Weiteren noch eingegangen wird, mit der Hauptfigur verknüpft. Obwohl sich die Erzählung um den jungen YAMADA Tsuyoshi und seine Angebetete AOYAMA Saori dreht, beginnt die Fernsehserie überraschend mit einem Raumschiff (UFO), das von Klischee-Außerirdischen gesteuert wird, begleitet durch das Lied „Mr. Roboto“ 203 ., wobei nur der erste Teil bis zum Refrain Verwendung findet. Der Text lautet wie folgt:
1 Domo arigato, Mr. Roboto,
2 Mata ah-oo hima de
202 Das Hauptanfangslied lautet „Twilight“ (1981) von dem Electric Light Orchestra. Die Liedtexte werden der Vollständigkeit halber im Anhang aufgeführt, da auch sie eigentlich einer Interpretation bedürfen.
203 Der Liedtext befindet sich in einer vollständigen Fassung im Anhang.
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3 Domo arigato, Mr. Roboto,
4 Himitsu wo shiri tai 204
5 You're wondering who I am-machine or mannequin
6 With parts made in Japan, I am the modren man
7 I've got a secret I've been hiding under my skin
8 My heart is human, my blood is boiling, my brain I.B.M. 9 So if you see me acting strangely, don't be surprised 10 I'm just a man who needed someone, and somewhere to hide 11 To keep me alive-just keep me alive 12 Somewhere to hide to keep me alive
(Refrain)
13 Domo arigato, Mr. Roboto, domo...domo
14 Domo arigato, Mr. Roboto, domo...domo
15 Domo arigato, Mr. Roboto, domo...domo 205
(Ausschnitt aus „Mr. Roboto“ (Styx 1983) - Zahlen wurden zu Verweiszwecken hinzugefügt)
Dieser Text bezieht sich ursprünglich auf die Rock-Revolution in Amerika, die verpackt in einer an Science-Fiction angelehnten Geschichte um den fiktiven Rocker Robert Orin Charles Kilroy (ROCK), eine Stimme fand und darin die rapide fortschreitende Technologisierung und damit einhergehende Verdrängung menschlicher Arbeitskraft anprangerte (Styxnet o. J.). Greift man diesen Hintergrund auf, könnte man sagen, dass mit der Fernsehserie „Densha Otoko“ die fortschreitende Informations- und Mediengesellschaft mit ihrer Technologisierung angeklagt wird. Sieht man dies aber als Verweis auf Kilroy, der sich durch seine Rockmusik der Konformität der Robotergesellschaft entgegenstellt (Zeile 5), könnte man behaupten, dass es sich hierbei um ein Plädoyer für die Gruppe der Otaku, der kein anderer Ausweg blieb (Zeile 11), als sich der modernen Gesellschaft anzupassen, indem sie sich der Technik und Information hingaben. Spinnt man diesen Gedankengang fort, so würde der Roboter hier symbolisch als Zeichen der Unsozialität, des Mangels an Kommunikation stehen. Zeile 10 könnte ein Verweis auf Akihabara sein, da das UFO der Aliens in Akihabara abstürzt und die Kamera schließlich Akihabara mit YAMDA Tsuyoshi verbindet und ihn damit als Akihabara-Otaku charakterisiert. Während der Musik stellt die Kamera in rasanter Geschwindigkeit Akihabara vor, bevor sie bei YAMADA Tsuyoshi zur Ruhe kommt. Diese Exposition, die das Lied, das man als Verweis auf den Otaku-Diskurs begreifen kann, mit Akihabara und letztendlich mit Train Man verbindet, gilt es genauer zu beleuchten, da sie den Kontext für das vermittelte Bild der Otakus liefert.
204 Übersetzung: „Vielen Dank Herr Roboter, bis zum Tag an dem wir uns wieder sehen. Vielen Dank Herr Roboter, ich möchte Ihr/das Geheimnis wissen.“
205 Der Refrain besteht nur aus der Wiederholung des Ausdrucks „Vielen Dank Herr Roboter“.
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Darstellung 2 - Darstellung der Personenkonstellation des Fernsehdramas „Train Man“ (entnommen der
offiziellen Internetseite von „Densha Otoko“ des Senders Fuji TV)
4.8 Analyse des Fernsehdramas
Die folgende Analyse des Fernsehdramas „Densha Otoko“ (2005/2006) beschäftigt sich mit der Einordnung der Geschichte durch die Exposition, den schon in der Analyse der anderen Medien zur Anwendung gekommenen Kriterien Aussehen, Arbeit und Örtlichkeit, weiteren Aspekten des Otaku-Bildes und schließlich mit den Typen der Fremdartigkeit Heil, Horror und Exotik von Faulstich (2000).
4.8.1 Exposition
Die Exposition 206 beginnt, obwohl die Fernsehserie von der Liebesgeschichte des Akihabara-Otakus YAMADA Tsuyoshi (Train Man) und der wunderschönen Büroangestellten AOYAMA Saori (Hermes) handelt, mit dem Flug eines UFOs durch die Milchstraße vorbei
206 „In der Literatur spielen die ersten Sätze, der erste Absatz, der erste Akt eines Textes eine sehr große Rolle. Die Exposition setzt die Grundstimmung, führt Personen und Situationen ein und gibt oft konkrete Hinweise auf eine mögliche Entwicklung, vielleicht schon auf das Ende. [...] Zuschauer und Zuschauerinnen erhalten zu Beginn eines Films viele Informationen.“ aus Kamp/Rüsel (2007:111f)
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an den verschiedensten Planeten und endet in einem Absturz des UFOs auf Akihabara. Die Explosion des UFOs leitet über zu einer Art Tour de France durch Akihabara, die in rasanter Folge den Facettenreichtum Akiahabaras versucht dem Zuschauer zu vermitteln. Neben dem reinen subjektiven Empfinden eines hohen Tempos, kann auch die Einstellungszahl als objektives Kriterium herangezogen werden, die in den ersten 2:29 min ca. 114 Einstellungen betrug. Im Vergleich dazu weisen andere untersuchte Sequenzen im Durchschnitt zwischen 18 und 29 Einstellungen pro Minuten auf. Nehmen wir den höchsten Wert von 29 Einstellungen pro Minute und rechnen ihn auf 2:30 min um, ergibt sich ein Wert von 73 Einstellungen. Umgerechnet finden sich 15 Einstellungen mehr pro Minute in der komplexen einleitenden Sequenz. Im wahrsten Sinne des Wortes ein schneller Abriss zum Thema Akihabara 207 . Obwohl die Kamera immer wieder für einen kurzen Moment inne hält und dadurch gerade Otaku (Aussehen gesamt u. das Gesicht im speziellen) oder Elemente der Otaku-Kultur hervorhebt, sind auch universelle Elemente vorzufinden. So sieht man Japaner aller Altersgruppen und allen Geschlechts durch Akihabara laufen.
Die Vorstellung Akihabaras gestaltet sich wie folgt:
Nachdem Absturz der Aliens auf Akihabara finden wir uns in einem Elektronikgeschäft wieder, in deren Fernsehabteilung sich eine Menschenmasse vor einer Fernsehwand gebildet zu haben scheint. Auf den Fernsehbildschirmen ist eine Nachricht zu lesen, die im Kontext des UFO-Absturzes doppeldeutige Züge aufweist. Der Ausdruck „Explosion in Akihabara“ ist ein Verweis auf besagten Absturz als auch Werbeslogan für die große Eröffnung eines Elektronikgeschäfts in Akihabara, vielleicht sogar des gezeigten Geschäfts. Dies ist der erste konkrete Hinweis auf den Kontext der Geschichte um Train Man, denn er legt den Handlungsort auf Akihabara und gibt mit den Besuchern des Elektronikgeschäfts einen Überblick über die Klientel, die Akihabara besucht, worunter sich auch Otaku befinden, die vor allem durch ihre extrem langes Haar und ihren stierenden Blick auffallen.
4.8.2 Die Kriterien Aussehen, Arbeit und Örtlichkeit
Wie sieht nun die Rolle des Train Mans im Genre Fernsehdrama aus? Neben der Manga-Ausgabe des Verlags Kôdansha, die auf einer Veröffentlichung in einem Mädchen-Manga-Magazin basiert, ist „Densha Otoko“ die Fernsehserie die zweite Quelle, die der Figur des Train Mans eine Identität verleiht. Konkret bedeutet dies, dass ein soziales Umfeld, sprich
207 Die schnelle Abfolge könnte man auch als ein Zeichen für hektisches Treiben in Akihabara auffassen.
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familiäres Umfeld, Arbeitsumfeld, Freundeskreis und vor allem eins, ein Gesicht verliehen wurde, das die Figur charakterisiert. YAMADA Tsuyoshi 208 ist ein 23-jähriger junger Akihabara-Otaku, der in seinen 23 Jahren noch keine Beziehung mit einer Frau hatte (SP/F1/52:19), außer im Sinne des Moe mit der Animefigur Mîna, die in Form einer Figurine und als Anime immer wieder in der Serie auftaucht, bis schließlich AOYAMA Saori YAMADA Tsuyoshis „reale“ Freundin wird 209 . Als Büroangestellter (Klasse der Salaryman) kümmert er sich in einer Zeitarbeitsfirma namens „Workaholic“ um
Personalahngelegenheiten, wodurch er ein Jahresgehalt von ca. 25 000 Euro erreicht. Er wohnt zu Hause in einem zweistöckigen Gebäude, wobei in einem Abschnitt der unteren Etage das Fahrradgeschäft seines Vaters YAMADA Kôkis integriert ist. Seine „normale“ Familie besteht aus seinem Vater, seiner Mutter YAMADA Kazumi, seiner jüngeren Schwester YAMADA Aoi und ihm. Nach eigener Aussage besitzt er kein Auto 210 (SP/F1/47:34). Sein anfänglicher Freundeskreis ist schwer zu beschreiben. Man könnte sagen, dass er zwei Freunde hat, zwei Otaku-Freunde namens MATSUNAGA Yûsaku, Sohn einer reichen Familie aus Nagoya, der der extremste von den drei Otakus ist und KAWAMOTO Shinji, der analytische Fan der Synchronsprecherin TAKEDA Karin, die die Animefigur Mîna spricht. Zwei Punkte legen den Verdacht Nahe, dass sie nicht seine Freunde, sondern sich rein auf der Ebene von Otaku-Beziehungen austauschen. Zuerst wäre in diesem Zusammenhang die Szene zu Anfang der ersten Folge zu nennen, wo YAMADA Tsuyoshi alleine seinen Geburtstag feiert, ohne das ein Glückwünschen durch seine „Freunde“ erfolgt. Hinzu kommt, dass Tsuyoshi seine „Freunde“ über den Vorfall im Zug in Kenntnis setzt bzw. bei ihnen Rat sucht. Indirekt könnte man noch die Unterhaltung von Shinji und Yûsaku aus Folge 1 nehmen (EP/F1c/E3-4), wo Yûsaku Shinji fragt, ob er Freunde hätte, was aufgrund der Art und Weise der Reaktion, zu verneinen wäre. Zurück zu seinem Familienumfeld. Tsuyoshis Eltern scheinen keine Probleme mit Tsuyoshis Lebensweise zu haben. Hingegen reagiert seine jüngere Schwester extrem abweisend (SP/F1/34:43). Sein Arbeitsumfeld wird innerhalb des folgenden Abschnitts, der die Kriterien Aussehen, Örtlichkeit und Arbeit umfasst näher besprochen.
Das Fernsehdrama „Densha Otoko“ bietet sehr Film Material, anhand dessen man ein detailliertes Profil der Otaku hinsichtlich ihres äußeren Erscheinungsbildes und dem Kontext,
208 Im Gegensatz zu AOYAMA Saori, dessen Namensbestandteil ori von Sa-ori (沙織)vermutlich ein Verweis auf die Weberprinzessin (jap. Orihime織姫) der Tanabata-Legende ist, scheint es keine Konnotation hinsichtlich seines Namens zu geben, obwohl beide Familiennamen das Schriftzeichen für Berg tragen.
209 YAMADA Tsuyoshi schenkt AOYAMA Saori zu ihrem Geburtstag das wertvollste Stück seiner Sammlung - die Figurine des Animecharakters Mîna (SP/F8/42:54).
210 Vgl. dt. Buchfassung „Train Man“ (2007) „… Ich bin ein ganz normaler Akihabara-Nerd = Otaku … Alter = Anzahl der Jahre ohne Freundin Natürlich noch Jungfrau … “ (16/777).
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in das es eingebettet ist, erstellten könnte. An dieser Stelle wollen wir uns mit YAMADA Tsuyoshi, also dem Erscheinungsbild des Train Man zuwenden, da er als repräsentativ für die Gruppe der Akihabara-Otaku gelten kann. Dazu wird vor allem wieder Bildmaterial 211 zu Tragen kommen, das im Folgenden ausgewertet wird. Schauen wir uns die Abbildungen 1 und 2 an. Darauf ist Train Man in seinem Standard-Akihabara-Outfit zu erkennen. Dies besteht aus einem grundsätzlich blauen Flanellhemd, das weiß-rot kariert ist. Anzumerken ist, dass er das Hemd in die Hose steckt und es bis oben hin zuknöpft. Die Jeanshose, die er trägt, ist eindeutig zu groß, was durch das Tragen eines Gürtels und vor allem durch die umgeschlagenen Hosenbeine deutlich wird. Die Farbe seine Strümpfe passt des Weiteren nicht zu seinem Gesamtoutfit. Dazu trägt er eine stilistisch einfach gehaltene Brille und einen großen Rucksack. Auf Abbildung-Serie 1 sieht man noch papierne Einkaufstaschen, die als markant für Otaku gelten. Zu seinen Haaren ist außerdem noch zu sagen, dass sie kraus sind, er sich somit nicht um eine Frisur bemüht. Als Schuhwerk wählt er Sportschuhe (Hightechschuhe), die es ihm erlauben, ohne größere Beschwerden durch Akihabara zu streifen.
Abbildung-Serie 1 - Train Man Aussehen - Bildmitschnitt aus „Train Man“ (TV)
211 Zum Erstellen der Bildmitschnitte wurde die Software VLC verwendet, die im Literaturverzeichnis unter dem Punk „Verwendete Software“ aufgeführt ist.
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Abbildung-Serie 2- Train Man Aussehen - Bildmitschnitt aus „Train Man“ (TV)
Hingegen finden wir auf dem unteren Bildmitschnitt einen YAMADA Tsuyoshi vor, der zwar anders gekleidet ist, aber durch seinen Kleidungsstil immer noch als Otaku zu identifizieren ist. Besonders auffällig sind die Gürteltasche, die er Vorne trägt und die hochgekrempelten Ärmel, seines kurzärmeligen T-Shirts. Beinkleidung, Haare, Rucksack und Brille sind unverändert. Man könnte daraus schließen, dass er keine größere Auswahl an Kleidungsstücken hat, da er vermutlich sein Verdienst in sein Hobby fließt.
Abbildung-Serie 3- Train Man Aussehen (Variation)- Bildmitschnitt aus „Train Man“ (TV)
Es stellt sich nun die Frage, welcher Arbeit er nachgeht, um sein Hobby zu finanzieren. Die Abbildungen 4 und 5 zeigen, dass er als Salaryman in einer kleinen Firma angestellt ist. Visuelle Anzeichen dafür sind Anzug und Krawatte. Abbildung 5 zeigt daneben noch, dass sein Arbeitsplatz sich in einem Gemeinschaftsbüro befindet. Die Fernsehserie verrät uns, dass es sich bei dieser Firma um eine Zeitarbeitsfirma handelt und sich YAMADA Tsuyoshi um Personalangelegenheiten kümmert. Genauer gesagt, ist er ver-antwortlich für die Vermittlung und Betreuung der Büroangestellten (OL = Office Lady) JINKAMA Misuzu. In Folge 1 (EP/F1b/E4) erfahren wir, dass er sich am liebsten versetzten
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lassen möchte. Die genaueren Gründe bleiben unbekannt, doch könnte die Beziehung zu dem Abteilungsleiter KUROKI (SP/F1/35:20) dafür verantwortlich sein („Power Harassment“). Da er nur verantwortlich für JINKAMA Misuzu ist und sonst keine Erfolge vorweisen kann (SP/F1/27:32), könnte man, obwohl sein Umgang mit den Angestellten der Auftragsfirmen keineswegs schlecht ist (SP/F1/29:35), meinen, dass er als Otaku nicht für diese Sorte von Beruf gemacht sein könnte (SP/F2/28:50).
Abbildung-Serie 4 - Train Man Arbeit (Front)- Bildmitschnitt aus „Train Man“ (TV)
Abbildung-Serie 5 - Train Man Arbeit (Büro) - Bildmitschnitt aus „Train Man“ (TV)
Kommen wir zu seinem Zuhause. Obwohl er die Möglichkeit hätte sich eine eigene Wohnung zu mieten, was nicht bedeutet, das dies eine Pflicht ist, tut bzw. kann er es schließlich nicht und lebt noch zu Hause bei seinen Eltern. Abbildung 6 zeigt uns das Einfamilienhaus der YAMADAs, in das ein Fahrradladen integriert ist, den YAMADA Kôki neben dem Haushalt betreibt.
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Abbildung-Serie 6 - Haus der YAMADAs - Bildmitschnitt aus „Train Man“ (TV)
Weit interessanter als das Wohnhaus gestaltet sich das Zimmer von YAMADA Tsuyoshi (SP/F8/38:24), das wie bei den anderen Train Mans eine Hochfeste der Otaku-Kultur gleicht. Die Wände sind voll gestellt mit Regalen und Ausstellungskästen, in denen Figuren stehen. An den Regalen sind des Weiteren noch verpackte Figuren befestigt und auch andere Otaku-Items, wie Masken von Animecharakteren, Uhren und Poster sind zu erkennen. Auf dem Regal, was auf diesem Bild nicht zu erkennen ist, stapeln sich Kartons von Modellbausätzen. Die Figuren setzten sich vorwiegend aus Charakteren der Animeserien „Neon Genesis Evangelion“, „Gundam“ und „Street Fighter“ zusammen (EP/F), wobei die Figuren Keroro (Froschsoldat) und Mîna für YAMADA Tsuyoshi eine besondere Rolle zu spielen scheinen, da sie des Öfteren über die ganze Spanne der Fernsehserie zu sehen sind. Auch in diesem Zimmer stellt der PC ein zentrales Element dar.
Abbildung-Serie 7 - YAMADA Tsuyoshis Zimmer (total) - Bildmitschnitt aus „Train Man“ (TV)
Einen Einblick in die Figurensammlung des Train Mans geben die folgenden drei Abbildungen:
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Abbildung-Serie 8 - YAMADA Tsuyoshis Zimmer (Ausschnitt) - Bildmitschnitt aus „Train Man“ (TV)
Abbildung-Serie 9 - YAMADA Tsuyoshis Zimmer (Ausschnitt) - Bildmitschnitt aus „Train Man“ (TV)
Abbildung-Serie 10 - YAMADA Tsuyoshis Zimmer (Ausschnitt) - Bildmitschnitt aus „Train Man“ (TV)
Zu guter letzt widmen wir uns dem Zentrum der Otaku-Kultur zu, über die sich YAMADA Tsuyoshi als Akihabara-Otaku identifiziert.
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Abbildung-Serie 11 - Akihabara - Bildmitschnitt aus „Train Man“ (TV)
Wie schon unter 4.8.1 dargelegt wurde, ist Akihabara und vor allem der Bahnhof in Akihabara als Dreh- und Angelpunkt zu verstehen. Dieses Übersichtsbild (Weitaufnahme bzw. Totale), das zu Anfang der ersten Folge auftaucht, beinhaltet drei charakteristische Merkmale für Akihabara. Zunächst wäre die Skyline zu nennen, die durch die großen Reklametafeln der Elektro- und Pachinkogeschäfte geprägt ist. Dazu kommt die Yamanote-Linie der japanischen Bahngesellschaft JR (Japan Railways), die sich mitten durch Akihabara zieht. Schließlich muss auch die Menschenmenge auf der Straße erwähnt werden, denn in Akiba finden vor allem während des Wochenendes viele Straßen-Events statt, was dadurch gefördert wird, dass an Wochenenden die Hauptstraße in Akiba zur Fußgängerzone wird. Dies ist der Ort, an dem YAMADA Tsuyoshi seinen Hobbys frönt, wozu der Besuch von Events, Dienstmädchen Cafés und Spielhallen genauso gehört, wie der Einkauf in den vor Ort vermehrt ansässigen Manga-, Figur-, Anime-, Pc- und Spielgeschäften. Diese bunte Welt der Sub- und Popkultur wird innerhalb der Exposition zwar kurz, aber doch vergleichsweise umfassend dargestellt (EP/F1/29, 30, 42, 56, 66, 75, 77, 81, 95, 97 u.a.).
4.8.3 Weitere Aspekte des Otaku-Bildes
Mit Hilfe der Begriffe Werte, Meinungen, Reaktionen und Wünsche wird versucht werden, ein genaueres Bild der Figur des YAMADA Tsuyoshis und somit eines Otakus zu beschreiben. Als praktisches Hilfsmittel dienen uns dabei die erarbeiteten Sequenz- und Einstellungsprotokolle, als auch einige ausgewählte Übersetzungen der Dialoge. Gleich zu Anfang der Serie zeigt sich die öffentliche Meinung zu Otaku in den Dialogen eines Verkäufers und den Reaktionen seiner weiblichen Kundschaft (meist ältere Damen). Dieser spricht YAMADA Tsuyoshi auf der Straße in Akihabara an, um ihm eine Multifunktionsreibe zu verkaufen (EP/F1a/3-4, 16-17). Die bezeichnenden Dialogstellen lauten wie folgt:
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Verkäufer: „Hey du, Junge.“
Verkäufer: „Der Junge dort, der so tut als wäre er ganz allein.“ Verkäufer: „Das kann ich euch kränklichen Typen wie dir nur empfehlen. Komm mal gerade hier rüber. Komm mal kurz.“ [...]
Verkäufer: „Dann kauf sie doch für deine Eltern. Die werden sich freuen.“ YT: „Naja, ... aber das Geld für Videospiele zu kaufen würde dafür ...[drauf gehen.] “ Verkäufer: „Durch zu viel Videospielen krank werden und damit den Eltern zur Last fallen. Wofür du dich entscheidest liegt an dir. Was machst du?“
Darin zeigt sich, dass die Otaku in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden. Die Meinung ist deutlich negativ geprägt. Indirekt wird hier eine Ebene angesprochen, die im Otaku-Diskurs keine Erwähnung fand - die Familie. Es wird angedeutet, dass Otaku eine Belastung für die Eltern seien und sich eher der kindlichen Pietät nach konfuzianischem Vorbild, verschreiben sollen. Diese komplexe Problematik wird auf eine einfache Gleichung gebracht. Kauft YAMADA Tsuyoshi das Küchengerät, so passt er sich der Gesellschaft an. Doch kauft er es nicht, ist er der Pfosten der hervorsticht und es stellt sich die Frage, wie die Gesellschaft darauf reagiert. Diese Thematik deutet an, dass Otaku nicht mehr nicht wahrgenommen werden in ihrer Kultur der Zurückziehung, sondern in das Blickfeld der Öffentlichkeit geraten sind. Doch Tsuyoshi wählt die Reibe und deutet damit an, dass er zumindest nicht zu den extremsten Otaku gehört, für die dies keine Option gewesen wäre. Eine weitere Charakterisierung findet in Rahmen eines Otaku-Events statt. Auf diesem Event ist Tsuyoshi zusammen mit seinen Otaku-Freunden MATSUNAGA Yûsaku und KAWAMOTO Shinji, um dem Verkaufsstart der neuen Mîna-DVD beizuwohnen und die Synchronsprecherin TAKEDA Karin zu sehen. Trotz des anfänglichen Grinsens (EP/F1d/1), das durch eine Großaufnahme betont wird, scheint es, dass sich Tsuyoshi irgendwie fehl am Platze fühlt bzw. nicht weiß, wie er auf gewisse Dinge reagieren soll. Dies äußert sich darin, dass er seine Freunde fragt, was die denn da täten (EP/F1d/4, 6) und in dem Punkt, dass er überhaupt nicht auf die Situation vorbereitet scheint, da er nur eine Wegwerfkamera mitbrachte (EP/F1d/12-17). Man könnte dies natürlich auch unter dem Aspekt abtun, dass Tsuyoshi sich nicht mit Kameras auskennt, da sein Spezialgebiet der Computer darstellt (SP/F1/7:30). Diese Ungereimtheit ist nicht zu bereinigen, da sich später in der Serie zeigt, dass Tsuyoshi doch irgendwie zu den eingefleischten Otakus gehört, da er AOYAMA Saori belügt (Notlüge), um an einer Comic-Messe teilzunehmen (SP/F6/39:30 u. 40:24). Eine genauere Medienanalyse könnte vermutlich Licht ins Dunkle bringen. Widmen wir uns nun den wahren Wünschen des Train Man. Wie schon erwähnt wurde, wünscht er sich eine Versetzung, doch zeigt uns eine Szene vor einem Dienstmädchen Café, wo Tsuyoshi zufällig seinen Wunschzettel, den er zum Tanabata-Fest schrieb (SP/F3/37:40). Auf der Vorderseite sieht man den Wunsch bezüglich
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der Versetzung, auf der Rückseite hingegen, verborgen, den Wunsch sich zu verlieben. In diesem Kontext ist Liebe nicht als Liebe zu einer 2dimensionalen Figur anzusehen, sondern als Liebe zu einer realen Frau. Man könnte sagen, dass Train Man das Bild des positiven Otakus darstellt, wohingegen MATSUNAGA Yûsaku, zumindest anfänglich, der Kategorie der Dame Otaku zuordnungsbar wäre. Zum Aspekt Meinung liefert Tsuyoshi durch eine Art Plädoyer eine Fülle von Informationen in kompakter Form. Die betreffende Dialogstelle sieht wie folgt aus:
YT: „Etwa zu der Zeit, als ich in der Oberschule war, mochte ich es Anime zu schauen. Danach begann ich Videospiele [auch Pc-Spiele] und Figuren zu sammeln. Als ich zur Fachhochschule ging, fing ich an nach Akihabara zu gehen. Ich nahm an Events von Synchronsprecherinnen teil und als ich einmal ein Poster wollte, dass es nur für die ersten Teilnehmer gab, machte ich drei Nächte durch. Aufgrund dessen kam es dazu, dass ich von meinem Umfeld mit Otaku betitelt wurde. Aber letztendlich liebe ich Videospiele und Anime über alles und konnte einfach nicht aufhören damit. So ein Mensch bin ich. Ich bin ein Otaku. Wenn jemand über mich sagt, dass ich hässlich und ekelhaft sei, dann kann ich nichts dagegen machen. Aber ich konnte nicht anders leben und daher wollte ich Sie nicht anlügen und obwohl es unheimlich peinlich ist, wollte ich, dass Sie mein wahres Ich sehen. Würden Sie sich mit einem Typen wie mir versöhnen?“
Wir erfahren hier, dass das Otaku-Phänomen ein Jugendphänomen zu sein scheint, da es im Falle von YAMADA Tsuyoshi, in der Oberschule begann. Man kommt nicht darum, in diesen Zeilen auch einen gewissen Hilferuf, einen Ruf nach Veränderung zu sehen. Besonders die Textstelle „.. ich konnte nicht anders leben...“ ist als Indiz dafür anzusehen. Durch die Liebe zu Hermes ist es ihm gelungen aus diesem medialen Bannkreis der Popkultur sich einen Zugang zu anderen Bereichen zu schaffen, was ihm letztendlich Freunde auch außerhalb der virtuellen Welt des Internets beschert (JINKAMA, OITA, YAMADA Aoi u.a.). Dies gelang vor allem dadurch, dass eine gewisse Wandlungsbereitschaft vorhanden war, die sich bei seinen Otaku-Freunden nicht zeigt, als sie ihn zu einem Dreierverabredung (SP/F5/6:29) bzw. nach Shibuya zum Einkauf (SP/F2/30:55) begleiten sollen (Datsuwota). Obwohl das Bild von asozialen Otaku besteht, lehrt uns Train Man eines Besseren (SP/F9/28:29). Bei einem Abendessen mit der Familie AOYAMA in einem noblen Restaurant, spricht er, da ihm die weinende AOYAMA Saori nahe geht, über seine Meinung zum Thema Heirat, Familie und Glück, die er wie folgt formuliert:
YT: „ [..]Ich denke, dass Heiraten etwas Außergewöhnliches ist. Für mich ist eine einfache Beziehung schon anstrengend. Dann noch um die Hand der Geliebten anhalten, sich gegenseitig den Eltern vorstellen, einen Ringe kaufen und eine Hochzeit abhalten. Ich sehe das als eine Verkettung von mutigen Taten an, die bestimmt mehr Mut beanspruchen, als ich es mit vorstelle.“ AKEN: „Was willst du damit sagen?“ AY: „Sei still!“
YT: „Um ehrlich zu sein, muss ich sagen, dass ich auch nicht ganz sicher bin, was ich hier von mir gebe. Aber, ich möchte einfach nicht mehr Frau AOYAMAs [Saoris]trauriges Gesicht sehen. Auch
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ich habe einen Vater und eine Mutter. Im Gegensatz zu Ihnen, kann ich nicht auf meinen Vater zählen und meine Mutter ist häufig nicht zu Hause, doch lachen sie oft. Selbst über blöde Sachen. Daher kann ich auch unbesorgt mitlachen. Kinder wünschen sich, dass ihre Eltern lachen. Bestimmt wünschen sie sich mehr als alles andere das Glück ihrer Eltern. Daher wünschen sie sich, dass sie immer lachen. Oh, es tut mir Leid.“
AY: „Hier die Scheidungspapiere, ich habe auch unterschrieben [Namensstempel].“ AKEN: „Yuki.“ AY: „Bis dann!“
Hier wird nicht das Bild eines Menschen gezeichnet, der sich nur um sich bzw. nur um die reine Information oder Dinge kümmert. Es wird das Bild eines Menschen dargestellt, der Empathie gegenüber anderen Menschen entwickeln kann, der ein eigenes Familienbild besitzt. Dies zeugt von einer gewissen Lebenserfahrung, die man an andere Stelle wieder vermisst (Vgl. SP/F1/29:35 u. 30:18). Ein anderer Aspekt, der innerhalb der Fernsehserie aufkommt, ist der otakische Eifer, der mit der Fertigkeit der Informationsbeschaffung undbearbeitung zu tun hat, was trotz des Adjektivs otakisch, als sehr positiv in der Serie Niederschlag findet. So stellt er für Hermes in Folge 5 eine Art Anti-Stalker Handbuch zusammen (SP/F5/14:27) und in Folge 9 (SP/F9/4:17) einen selbst erstellen Einkaufsberater zum Computerkauf.
Abschließen möchte ich diese ansatzweise medienwissenschaftliche Analyse mit dem Aspekt Otaku bzw. in diesem Fall YAMADA Tsuyoshi als Vertreter der Akihabara-Otaku und Romantik (dazu gehört auch der Aspekt der Treue). In Folge 10 (SP/F10/13:44) besucht JINKAMA Misuzu Tsuyoshi zu Hause und versucht ihn dabei zu verführen, doch wird sie abgewiesen. Obwohl sie Zuversicht in ihren Körper hatte, schafft sie es nicht Tsuyoshi zu betören. Folgendes Gespräch gibt Aufschluss über den Aspekt der Treue, der auch bei MIKIYAMA (2005) zu finden ist.
JM: „Man sagt doch, dass die beste Medizin gegen Liebeskummer eine neue Liebe sei!“ YT: „Was tun Sie da?“
JM: „Halt die Klappe und lass mich in Ruhe machen.“ YT: „Bitte lassen Sie das.“
JM: „Wie lange willst du ihr noch nachheulen? Auf der Welt gibt es mehr als 50 000 solcher Frauen.“
YT: „Gibt es nicht! So eine wundervolle Frau gibt es nur einmal.“ JM: „Ich bin also anders? Dann wird ich dich mit meinem Körper eines Besseren lehren.“ YT: „Lassen Sie das bitte!“
Darin zeigt sich auch der Romantiker, der mit den Worten „Ob ich wache oder träume, ich denke nur an sie“ schon die Herzen der Forennutzer berührte (SP/F3/41:23). Mit YAMADA Tsuyoshi finden wir eine vielschichtige Person vor, die bestimmten Stereotypen die soziale Gruppe der Otaku betreffend aufweist, diese aber auch relativiert bzw. durch seinen Wandel auch dekonstruiert. Innerhalb der Analyse konnte nur ein Teil des
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facettenreichen Charakters beschrieben werden, denn die Fernsehserie bietet eine Vielzahl an Hinweisen hinsichtlich des Otaku-Bildes, doch würde eine eingehende Untersuchung den Rahmen dieser Arbeit bei weitem überschreiten. Im Folgenden wird zum Abschluss dieser Arbeit noch eine Betrachtung der Rolle des Train Mans auf einer höheren, abstrakteren Ebene angeführt, die den Wandel der Figur im Ganzen versucht zu beschreiben.
4.8.4 Faulstichs Kategorien von Heil, Horror und Exotik
Eine Auswahl an Schablonen zur Einordnung des Fremdartigen hat Faulstich (2000) entwickelt. Diese lauten: Exotik, Horror und Heil. Eine genauere Beschreibung der Kategorien würde zu weit führen, doch kann man diese mit Schlüsselbegriffen In dieser Form semantisch eingegrenzt, sind sie ein ideales Werkzeug, um den Wandel der Figur bzw. der Wahrnehmung durch die Figuren in der Serie, als auch durch den Zuschauer, darzulegen. Exotik, um einen Begriff aus Faulstichs Aufsatz zu nehmen, kann mit dem Unbekannten gleichgesetzt werden, das sich in der Kultur der Otaku manifestiert. Dass diese als unbekannt angesehen wird, ist anhand der Exposition zu belegen, die es sonst vermutlich nicht in dieser Ausprägung gäbe. Im Laufe der Analyse wurde gezeigt, dass diese Exotik einerseits Neugierde wecken und dadurch Spaß bringen kann (SP/F9/5:41 u. SP/F8/38:24), andererseits in die zweite Kategorie Faulstichs, des Horrors umschlagen, die mit dem Ausdruck des Unheimlichen auf den Punkt gebracht werden kann (SP/F11/18:46, SP/F10/24:33 u. SP/F7/38:21 212 ). Zwar prägen diese Konzepte des Fremden weitestgehend das Bild der Serie, doch findet auch die Kategorie des Heils darin Anwendung, auf die es im Folgenden gilt, genauer einzugehen, da diese mitunter den Otaku-Diskurs stark beeinflusste. Da Heil als „Resonanzboden von Eigenheit, als Erlösendes, als zu Ersehnendes“ (Faulstich 2000: 129) spielt eine Große Rolle in der Fernsehserie „Densha Otoko“. Nach meiner Untersuchung des Filmmaterials ist YAMADA Tsuyoshi 11-Mal in einer Art von Heilsbringung verstrickt, sei es direkt oder indirekt. Dabei konnten drei große Bereiche identifiziert werden.
212 In den aufgezählten Sequenzen, zeigt es sich, dass AOYAMA Keisuke, SAWAZAKI Kaho und JINKAMA Misuzu, um nur einige Beispiele zu nennen, ihre Meinung zu YAMADA Tsuyoshi änderten. Ausschlaggebend dafür war das Lesen des Forums von Anfang bis Ende.
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Zu den in der Tabelle aufgeführten Fällen könnte man auch noch die Wirkung des Train Mans auf den Zuschauer bzw. die Nebenfiguren des Fernsehdramas zählen, denn durch die Geschichte des Train Mans, speziell die Reflektorfigur des YAMADA Tsuyoshi und dessen „Inneren Monologs“ in Form des Zwiegesprächs mit dem Internetforum A-Channel (A = Aladin) ist ein Element gegeben, dass zur Selbstreflektion und zum Überdenken von Stereotypen einlädt, was schließlich auch in der Sekundärliteratur in Form von Beiträgen zum Liebesdiskurs Niederschlag fand. Um es mit anderen Worten auszudrücken, es kam zu einem grundsätzlichen Verständnis des Fremdartigen. Dies wurde ermöglicht durch die stereotypen Figuren, die gerade durch überbetonte Charakterzüge und Darstellungsformen die Identifikation des Zuschauers mit den Figuren erleichterte und somit Empathie zu fördern vermochte. Darin liegt im gewissen Sinne auch die Message, die Botschaft der Fernsehserie. Man sollte Menschen kennen lernen, kommunizieren, versuchen das wirklich Wichtige, an
213 Siehe Dialogübersetzung im Anhang.
214 Siehe Dialogübersetzung im Anhang.
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den Kern des Menschen zu kommen und nicht nur anhand von Äußerlichkeiten ein übereiltes Urteil bilden.
5. Fazit und Ausblick
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurde das Phänomen Densha Otoko ausgehend von den Perspektiven des medialen Hintergrunds, der Entwicklung des Phänomens und dessen Beitrag zum Otaku-Diskurs besprochen. Dabei wurden verschiedenste Aspekte des Otaku-Diskurse erläutert, die die Komplexität des gesamten Otaku-Phänomens andeutet, wobei eine gezielte diachronische bzw. synchronische Untersuchung noch nicht vorgenommen wurde und vielleicht auch aufgrund der hohen Komplexität unmöglich zu sein scheint. Innerhalb der Analyse zeigte es sich, dass das Bild der Otaku sich im „Train Man“ Medienmix zu einer positiven Wahrnehmung führte, die Einblicke in das Innere speziell eines Typs der Otakuder Akiba-Otaku - gab und damit dem Otaku-Diskurs eine neue Ebene hinzufügt hat - die Ebene des Liebes-Diskurses, die seit der Prägung des Begriffs Otaku durch NAKAMORI Akio ausgeblendet schien bzw. in die Fantasie verlegt wurde (Stichwort: 2D-Komplex). Hinzu kommt das Konzept des Datsuwota, des Anpassens des Äußeren, um leichter soziale Kontakte knüpfen zu können bis hin zum Extrem - der Aufgabe des Otaku-Daseins. Die Wirkungskraft des Phänomens begründet sich meiner Meinung nach in der medialen Breite und vor allem darin, dass die Geschichte, auch wenn sie je nach Medium divergierende Ausprägungen aufweist, auf einer wahren Begebenheit basiert. Nicht unbedingt neu ist die Darstellung der Otaku aus Sicht eines Otakus (u.a. AZUMA 2003 u. ÔIZUMI 2007), doch tauchte bis zum Auftreten des Phänomens Densha Otoko keine Darstellung des Inneren der Otaku, ihrer Gefühle, Wünsche, Hoffnungen und Ängste auf, wie sie in „Train Man“, speziell der Fernsehserie zu sehen ist. Dadurch wurde ein Zugang geschaffen, der dem Rezipienten des medialen Phänomens die Möglichkeit anbot, durch die Identifikation, die durch die Thematik der Liebe gefördert wurde, dem Unbekannten, dem Fremden, der Kultur der Otaku und ihren Akteuren Näher zu kommen und Empathie zu entwickeln. Beim Umgang mit medienwissenschaftlichen Materialien, wie z.B. den Einstellungsbzw. Sequenzprotokollen, hat es sich gezeigt, dass eine Einarbeitung in eine wissenschaftliche Arbeit sich für einen Laien schwierig gestaltet und zugleich einen großen Zeitaufwand bedeutet. Ob anstelle dessen eine reine Untersuchung der Dialogtexte fruchtbarer gewesen wäre, ist zu bezweifeln, da wie die Arbeit zeigt, dass visuelles Material und dessen Einordnung in die gesamte Fernsehserie bzw. in den Zusammenhang des Phänomens Otaku durchaus Perspektiven aufwarf, die nur durch eine medienwissenschaftliche Herangehensweise zu Tage
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gefördert werden konnten. Daher wäre eine genauere Auseinandersetzung mit den vorliegenden Quellen und den erarbeiteten Materialen ein wichtiger Beitrag zum Otaku- bzw. Liebes-Diskurs, die sich wiederum mit dem Makeinu-Diskurs verbinden lassen. Zu der Materialauswahl, die sich weitestgehend in digitaler Form im Textkorpus befindet, ist zu sagen, dass diese natürlich durch den Filter meiner Subjektivität und durch den erschwerten Zugang zur Literatur an sich beeinflusst wurde. Viele Quellen, seien es nun Zeitungsartikel oder populärwissenschaftliche Aufsätze bedürfen einer näheren Untersuchung durch weitere Sekundärmaterialien. und somit kein vollkommen objektives Bild der Otaku gezeichnet werden konnte. Weitere Zeitungsbeiträge, die vor dem Fall MIYAZAKI zum Thema Jugendkultur bzw. Otaku zu finden sind und gegebenenfalls Nachrichtenmitschnitte dessen sollten unbedingt in die Analyse mit einfließen. Für die Untersuchung des Densha Otoko Phänomens ist eine Auseinandersetzung mit Fernsehzeitschriften und Zeitschriften im Allgemeinen unabdingbar.
Für eine genauere Betrachtung des Otaku-Bildes im Medienmix des Phänomens Densha Otoko bedarf es einer Ausweitung der Analyse auf alle vorhandenen Primärquellen. Erst wenn alle 11 Mangabände, der Kinofilm und auch die Fernsehserie in ihrer ganzen Länge und Komplexität untersucht wurden, kann man von einem konkreten Bild der Otaku innerhalb des Phänomens sprechen. Dabei müssten u.a. Aspekte wie das Bild der Medien, insbesondere des Internets und seine Bedeutung für das Leben der Figuren beleuchtet werden, wobei es in diesem Zusammenhang auch darum ginge, die ca. 40 Forennutzer nach ihrem Alter, Aussehen, Sprachduktus, Verhalten und Zimmer zu beschreiben, da sie Hinweise auf eine Verallgemeinerung des Begriffs Otaku liefern könnten. Ausgehend von den neuen Tendenzen im Otaku-Diskurs bestünde des Weiteren die Notwendigkeit, die Ausprägung des Konzepts Moe innerhalb der Medien herauszuarbeiten, um letztendlich zu einer medieninternen Definition [bzw. mehreren Definitionsansätzen] von Otaku zu kommen.
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Literaturverzeichnis
Aufbau des Literaturverzeichnisses
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Fuji TV (2005b). 5000 bangumi 10 man nin sôshutsuen ganbatta taishô. Moku10 Dorama Densha Otoko (Der 5000 Programme Gesamtdarstellerzahl von 100 000 Personen gut durchgehalten Preis). Ausgestrahlt am 19.09.2005. [Digitale Kopie]
Fuji TV (2005/2006). [Fernsehserie] Densha Otoko (Train Man). Drehbuch: MUTÔ Shôgo. Ausgestrahlt im Zeitraum 07.07.2005 bis 06.10.2005 plus das zweite Special am 23.09.2006. [Digitale Kopie]
MURAKAMI, Shôsuke (Regie). (2005). [Kinofilm] Densha otoko (Train Man). Drehbuch: KANEKO Arisa. Tôhô. [Digitale Kopie]
Nippon TV (2008). Oshareizumu (Eleganzismus). Ausgestrahlt am 29.06.2008. [Digitale Kopie]
Orenstein, Eduardo (2003). Manga The Drawn Japan. OVA Films. [DVD]
Ross, Jonathan (2006). Japanorama Series 2 Episode 2. Otaku (Nerd Culture). Ausgestrahlt am 14.09.2006. BBC Three. [Digitale Kopie]
TBS (2006). Akihabara@Deep. Search 6. Joshi ana VS Otaku. Media no bôsô wo seisai seyo. (Akihabara@Deep. Suche 6. Weibliche Moderatorin vs. Otaku. Bestraft den Amoklauf der Medien ein!). [Material liegt nicht vor.]
TV Asahi (2007a). DÔMOTO Tsuyoshi no shôjiki shindoi (DÔMOTO Tsuyoshis “wirklich anstrengend”). Ausgestrahlt am 10.10.2007. [Digitale Kopie]
TV Asahi (2007b). Sekaiichi kimyô na kuizu (Das seltsamste Quiz der Welt). Ausgestrahlt am 27.12.2007. [Digitale Kopie]
TV Tôkyô (2006). [Animationsserie] Gintama. Dai 34 wa ‚Koi ni manyuaru nante iranai’ (Silberseele. 34. Folge ‚Für Liebe braucht man kein Handbuch’). Ausgestrahlt am 07.12.2006. [Material liegt nicht vor.]
TV Tôkyô (2008). [Fernsehserie] Uyamiya honpo. Tokubetsuhen. Kazoku no yami. Monstâfamirî (Hauptgeschäft Hass. Special. Die Düsternis der Familie. Monster-Familie). Ausgestrahlt am 06.01.2008. [Digitale Kopie]
[online]
YouTube {YT}
YT (2006a). japan otaku. In: http://www.youtube.com/watch?v=dN-rM09JVnY Letzter Zugriff: 10.06.2008
YT (2006b). female otaku. In:
http://www.youtube.com/watch?v=s0Oot6HUGiY&feature=related Letzter Zugriff: 10.06.2008
YT (2006c). Onna otaku no seichi „Otome rôdo“ (Die heilige Stätte der Otaku-Frauen). In: http://www.youtube.com/watch?v=y_HcMY1UHTE Letzter Zugriff: 10.06.2008
YT (2006d). Fujoshi2 (Verdorbene Frauen 2). In:
http://www.youtube.com/watch?v=2e7_W9thgKY&feature=related Letzter Zugriff: 10.06.2008
YT (2007). Wotâjo otakushumi no OLtachi (Otaku-Frauen - weibliche Büroangestellte und ihr Otaku-Hobby). In: http://www.youtube.com/watch?v=1oUoFKF5AHw Letzter Zugriff: 10.06.2008
Verwendete Software
Virtual Dub (Freeware). Videobearbeitungssoftware. Version 1.6.19. Unter: http://www.virtualdub.org/ Letzter Zugriff: 07.07.2008
VLC Player (Freeware). Software zum Abspielen selbst von defekten digitalen Videoformaten (Funktion: Bildmitschnitt erzeugen). Version 0.8.6c. Unter: http://www.videolan.org/ Letzter Zugriff: 07.07.2008
Anhang
Aufbau des Anhangs
Verzeichnisse zu den verwendeten Diagrammen, Tabellen, Abbildungen etc. Chronologische Darstellung der Entstehung des Phänomens Densha Otoko Lister untersuchter Textstellen aus „Train Man“ (dt. Ausgabe 2007) Abkürzungen aus dem Bereich der Filmsprache Abkürzungen zu den Figuren der Fernsehserie „Train Man“ Übersetzungen der „Otaku-Studien“ Texte von NAKAMORI Liedtexte zu den Anfangsliedern der Fernsehserie „Train Man“ Auswahl an wichtigen Dialogstellen der Fernsehserie „Train Man“ Vergrößerte Bildmaterialien aus Manga, Film und Fernsehen Sequenzprotokolle der Fernsehserie „Densha Otoko“ Ausgewählte Einstellungsprotokolle der Fernsehserie „Densha Otoko“
Chronologie der Entstehung des „Densha Otoko Phänomens“
05.30.1999 die Geburt des „2channel“
04.01.2000 das „allein stehende Männer @ 2ch Forum“ wird eingerichtet 25.08.2003 der „Kopier Einträge aus dem Pärchen-Forum und werde melancholisch Diskussionsstrang“ beginnt 06.03.2004 der „allein stehende Männer werden von hinten erschossen Diskussionsstrang“ beginnt 14.03.2004 Train Man taucht das erste Mal in obigen Thread auf und berichtet von seiner Heldentat
15.3.2004 erste Aufzeichnungen über Train Man tauchen auf NAKANO Hitos
22.10.2004 die Buchfassung „Train Man“ erscheint bei Shinchôsha 04.2005 Manga „Train Man - eine Liebesgeschichte, die im Netz beginnt und an allen Bahnhöfen halt macht“ 20.05.2005 Manga: „Train Man - Weiter so männliche Single“ Manga: „Train Man - Trotzdem gehe ich auf Reisen.“ 04.06.2005 Kinofilm: „Train Man“
13.06.2005 Manga: „Train Man - Eine Liebesgeschichte einer hübschen Frau und einem naiven Otaku aus dem Netz“ 07.07.2005 Fernsehserie: „Train Man“ / Tanabata-Fest 23.09.2006 Fernsehserie: „Train Man Deluxe - Der letzte heilige Krieg“
nach ANDÔ 2005: 121 erweitert durch Marc Hansen
Liste der untersuchten Textstellen aus der Buchvorlage „Train Man“ deutsche Ausgabe (2007)
FD = Fremddarstellung
Unmarkierte Textstellen sind von DO (Densha Otoko/Train Man). FD durch DO sind Textstellen, in den DO die Aussagen anderer zitiert.
[ ] markieren Anmerkungen des Verfassers dieser Arbeit, die das Zitat kommentieren bzw. einordnen.
(Seitenzahl/Kennnummer des Beitrags)
(10/740) „…Ich war bis her ein reiner Lurker, darum…“
(10/749) „Ich war heute in Akihabara….“ (11/766) „…>>Ich bin 22!<<…“ (12/779) „… Ich bin so uncool…“
(14/789) „…>>Nein, schon gut, dass ist nicht nötig“<< sagte ich entsetzt und rannte mit einem >>Also dann, das Ganze tut mir wirklich leid<< davon, als wäre ich auf der Flucht. … Mir ist noch nie eine Frau für etwas dankbar gewesen, deshalb hatte ich echt Paaaaniiik …“ (15/811) „ … Aus meiner Sicht war der Businesstyp ein Held
Wäre er nicht gewesen, hätte ich vermutlich eine erbärmliche Figur gemacht und ordentlich eins auf die Fresse bekommen … “[ehrliches Wesen]
FD (15/812) „ … Ist das nicht eigentlich die Art, wie man sich in der Gesellschaft üblicherweise verhalten sollte?“ [Lob]
FD (15/815) „Gut gemacht, du hast mutig gehandelt, finde ich toll! ... “ (16/777) „… Ich bin ein ganz normaler Akihabara-Nerd [Nerd gilt unter Subkulturforschern als die best möglichste Übersetzung für Otaku] = Otaku … Alter = Anzahl der Jahre ohne Freundin Natürlich noch Jungfrau … “[Vgl. jap. Ausgabe 12 / 777普通のアニヲタ、ゲーヲ タの秋葉チャソ]
(17/587) [höflich - zurück schreiben]
(17/623) „.. Kuvert & Briefpapier & Schrift sind total süß! … Kommt mir vor, als würde es irgendwie auch gut duften … Verdammt, ich bin ganz rot geworden. sc [stay cool], Junge.“ (19/643) „… Ich KANN keine Frau anrufen…“ (19/650) „Ich weiß echt nicht, was ich machen soll! ...“ (20/665) „… Meine Daten? Mit einem Wort: orz [Kurzform des eigentlich verwendeten Emotikons]“
(21/665) „… Alter 22 Jahresgehalt ca. 3-4 Mio Yen [bei einem Umrechnungskurs von 160 Yen/ Euro ca. 25 000 Euro] Familie normal Auto keins Aussehen Akihabara-Nerd…“ (25/782) „…Ich bin eben doch ein Versager…“
(26/904) „… Bitte lasst mich noch mal gründlich alle eure Meinungen durchlesen und mich für morgen vorbereiten“ [Informationen, Angst Fehler zu machen, „keine Lebenserfahrung“] (27/927) [Danke] (27/949) [Entschuldigung; Looser]
(29/66) „…Aber ich werde die Tassen hüten wie einen Schatz…“ (30/115) „Es steht HERMES drauf. Weiß nicht, was das für ein Hersteller ist. …“ (32/183) „…Größe 1,72 Gewicht 68. Mein Gesicht … hat noch nie jemand gesagt dass ich irgendwem ähnlich sehe …“ (34/342) [22:13 lange arbeiten] (36/432) [Entschuldigung Hermes]
(39/519) „…Dranbleiben - wie macht man das? ...“ (46/101) [Danke Hermes]
FD (47/146) „Du bist zwar ein unansehnlicher Akihabara-Nerd, aber du ist mutig wie so ein richtig hipper Typ Escht coooel, Män …“
(48/198) „… Größe 1,72 Gewicht 68 Kleidung Akiba-Nerd [Akiba ist eine Abk. für Akihabara]“
FD (49/201) „… Akiba-Nerd, meinst du damit Jeans und Flanellhemd oder so in der Art…“ FD (50/269) „Ich schreib dir auf alle Fälle mal die Seiten, auf denen ich nachgesehen habe als ich mein Otaku-Dasein beendet habe. …“ (54/560)
FD (54/564) „…Das hier ist jetzt ein Thread, in dem Frauen und coole Typen Leute aus dem Morast der Otaku-Einsamkeit befreien“ (55/576) „… Einen Anzug muss ich mir erst machen lassen…“
(55/581) „Ich war noch nie mit einer Frau essen, darum habe ich nicht die geringste Ahnung, wohin ich sie einladen sollte…“
FD durch DO (55/608) „… >>Sie haben richtig gehandelt<< >>Ich bin Ihnen wirklich dankbar<< >>Sich selbst für völlig Fremde in Gefahr zu bringen, wer tut das schon? << ...“ [Vgl. Fuji TV 2005a]
(63/168) „.. >>Gibt es irgendetwas, das Sie gern mögen oder etwas, das Sie nicht mögen? << …“ (66/443) [Verwandlung]
(67/464) „… So kurz haben ich mir die Haare noch nie schneiden lassen …“ (68/481) [Kleidung, fehlende Ausdrucksmöglichkeiten] FD (69/485) [Kleidung, fehlende Ausdrucksmöglichkeiten]
(69/493) „… Ich wusste gar nicht, dass Klamottenläden neuerdings auch Schuhe verkaufen …“
(69/506) [Kleidung - Marken]
FD durch DO (70/622) „… >>Japanisches Essen passt irgendwie zu Ihnen<< … “ FD (72/660) „Train Man, du bist cool! Du bist kein Looser mehr. Sei einfach du selbst. …“ (74/150) „… Dass ich als einsamer Otaku unter vielen es bis hierher geschafft habe, hab ich euch zu erdanken Durch die Tipps und Aufmunterungen von allen Seiten habe ich mich weiterentwickelt“
(84/417) „… Für Frauen scheint Zug fahren ein wenig beängstigend zu sein. Vor allem im Berufsverkehr. “
(85/417) „… Vor lauter Überraschung zuckte ich leider richtig zusammen … Kann gut sein, dass es das erste Mal war, dass mich eine Frau berührte Wie unglaublich weich sie sind …“ (91/627) „… Ähm, müssen Sie zu einer bestimmten Zeit zu Hause sein [hier ist Mongen gemeint, was ursprünglich Sperrstunde bedeutet und in diesem Fall die von den Eltern festgelegte Uhrzeit, bis zu der normalerweise Jugendliche zu Hause sein müssen]?“ (92/663) „Sie bestellte Wein und einen Snack [Käseplatte]. Ich … fand nichts, was ich hätte bestellen können … Dann fiel mir ein, dass ich doch gar keine Starts kenne …“ (94/750) „Wir stiegen zusammen in die Keihin-Tohoku-Linie. Wir haben anscheinend dieselbe Richtung. …“
(107/474) „Hey, ich hab jetzt ihre Mail-Adresse“ Adult-Spiele spiel ich nicht so oft aber normale Spiele, ja Aus Dragon Quest 5 wird jetzt wohl nichts …“ (109/619) „Oh, ich lebe übrigens bei meinen Eltern“ (119/400) „ … [über Kleidung] Ich glaub, der Style ist cut and sewn…“ (119/402) „Jetzt benutzt er schon Ausdrücke wie wir gar nicht kennen…“ (126/924) „… Es war anscheinend eins von diesen Restaurants, in denen man sich die Speisen teilt… aber um ehrlich zu sein, wusste ich gar nicht, was was war, da es keine Abbildungen gab … “
FD (126/899) „… >Unwillkürlich hatte ich ihre Hand gefasst … ich nehme zwar an, du hast das ganz spontan gemacht, aber für einen einsamen Otaku ist das ein Ding der Unmöglichkeit …“ [falsche Farbe, Dokuo bedeutet nicht unbedingt Otaku!]
(128/120) „… Ach so, ELT hat also einen Gitarristen …? … An der Stelle übergab ich ihr Matrix 1-3 …“
FD durch DO (129/185) „>>Ähm … kann es sein, dass Sie ein wenig unbedarft sind?<< Immer das Gleiche … >>Das sagt man mir manchmal, ja … >>Wie, nur manchmal?<<“ (131/271) „Wir hatten werde Seks noch hab ich sie gexxt! ... “ (143/390) [NAKANO; Prinzip Hoffnung]
FD durch DO (144/399) „.. [bei einem Gespräch über Liebe] >>Ich habe keinerlei Erfahrung, deshalb kann ich das nicht beurteilen (bitteres Lachen)<< >>Was? Das ist doch gelogen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Frauen in Ihrer Umgebung Sie in Ruhe lassen lol [laugh out loud]<<…“
(157/294) „ [Hermes wurde angegrabscht, daher überlegen sie morgens gemeinsam mit dem Zug zur Arbeit zu fahren] Mit anderen Worten, wenn wir unbedingt zusammen fahren wollen, müssen wir beide früher aufstehen. Und mir graust davor in die Rushhour zu geraten, wenn wir früh fahren …“
(162/523) „…Ich hatte noch ziemlich viel Zeit, also ging ich seit Langem mal wieder nach Aihabara Wobei ich mit natürlich nichts mehr kaufen kann … Aber dass ein Mädchen, das Bilder verkaufte, zu mir sagte >>Du sieht gar nicht nach Akiba aus<<, buche ich als Erfolg … “
(215/747) „… Ich erklärte ihr erst mal, was man mit dem PC alles machen kann. … >>Oh, kommen nicht demnächst Ihre Eltern zurück?<< >>Ja, bestimmt<< >>Dann sollte ich nicht hier sein<< >>Das ist kein Problem<< >>Staun<<“
(230/377) „… ich glaube eher, dass wir den PC nicht in Akiba kaufen Selbst zusammenbauen kann ich eh nicht …“
(230/381) „… Schließlich passe ich doch überhaupt nicht zu ihr …“ (254/98) „Ärcks! Erst, wenn Keroro [Name eines Animes] vorbei ist …“ (259/106) „Keroro ist echt lustig. Vielleicht der Hit der Saison …“ (259/181) „Es stimmt tatsächlich: Vor einem Monat hatte ich noch lange Haare trug eine Brille und irgendwelche ollen Klamotten, und mein Leben bestand daraus dreimal wöchentlich in Akiba zu stöbern, PC-Games zu spielen [Videospiele und PC-Spiele Dragon Quest ist z.B. kein PC-Spiel und in Akiba gibt es Spielautomaten], Animes zu gucken und bei 2ch rumzuhängen … Neuerdings bin ich jemand, der Spaß daran hat sich schick zu machen und auszugehen … [Wandlung zum Kleidungs-Otaku?]“
(268/311) „Ich kann ihr doch nicht sagen, dass ich zu einem Event für Animefans gehe …“ (269/337) „… Wenn wir zusammenkommen muss ich also aufhören, Otaku zu sein …? Hobbys: Hermes wird es dann wohl heißen …(X_X)] “
(270/359) „.. Mein ihr nicht, sie würde Verständnis haben für Porno-Dojinshi [Erotik-Dôjinshi, Fanzines mit erotischen Inhalten] … Lolita-Sachen auf ich mir nicht …“ FD /271/364) „Du bist also ein Porno-Dojin-Otaku … ? … “
FD (271/365) „Wenn du eine ernsthafte Beziehung hast, vergisst du deine blöden Porno-Dojins Du hast dann weder die Zeit noch die Kraft“
(271/366) „… Ich werde mein Bestes geben … Normale Games sind aber doch wohl ok, oder …?“
FD (271/368) „Na ja, wenn du erst eine echte Frau gehabt hast dann verstehst du auch, wie toll das ist Und Dass sich Dojin nicht damit vergleichen lassen. Wenn du danach immer noch findest, Dojin sind besser, dann empfehle ich dir, die Pornowelt nicht mehr zu verlassen“ (273/914) „ … Ich war so stolz auf mich, dass ich zwar auf dem Event war, mir aber keine Heftchen gekauft habe, aber …. Was ist bitte schön so toll daran …? …“
FD (276/956) „… Du bist Otaku, genau wie ich, oder? Hast du nicht alles Mögliche über Sailor Moon erzählt? Na, und jetzt nimm einfach an, Hermes ist auch ein Otaku, wenn auch auf anderen Gebieten, zum Beispiel Tee oder Fremdsprachen. Wenn du deine bisherige Leidenschaft für Sailor Moon mal versuchsweise auf Hermes umlenkst wirst du wissen was du zu tun hast, denke ich“
(281/452) „… Zu Hause laufe ich ja mit zerwuselten Haaren, Brille und ausgeleiertem T-Shirt+Jogginghose rum …“
(282/485) „Ehrlich gesagt hab ich angefangen, mein Zimmer mal ein bisschen aufzuräumen. Meine Poster hab ich neulich alle an einen Freund verschenkt … Auch die Plastikmodelle und Figuren sidn schon viel weniger geworden, weil ich sie weggepackt oder verschenkt habe, aber ich hab immer so viel Kram, dass ich wohl nicht drum herumkomme, was wegzuschmeißen …“
(287/190) „Für die Vorbereitungen des heutigen Tages hab ich Sailor Moon sausenlassen … Aber Keroro muss ich sehen, plz [please]“ (339/218) „Wiederaufnahme nach Precure [Anime]“
Abkürzungen aus dem Bereich der Filmsprache
F= Folge
Frame = Einzelbild
E-Nr = Einstellungs-Nummer
E-Kon = Einstellungs-Konjunktion Üb = Überblendung Ab = Abblende Auf = Aufblende
E-Gr = Einstellungsgrößen
Det = Detailaufnahme GR = Großaufnahme N = Nahaufnahme bzw. Normalsicht HN = Halbnahe Aufnahme AM = Amerikanische Aufnahme TOT = Totale HAT = Halb-Totale
w = Weitaufnahme (Diese Form ist aufgrund des Bildformats in Fernsehdramen selten.)
E-P = Einstellungsperspektive
Us = Untersicht
As = Aufsicht sUs/As = starke Unter-/Aufsicht lUs/As = leichte Unter-/Aufsicht
K-Bew = Kamera-Bewegung
F = Fahrt Fr/Fl = Fahrt nach rechts/links Fh/Fv = Fahrt nach hinten/vorne Fo/Fu= Fahrt nach oben/unten Zin = Zoom in Zout = Zoom out S = Kameraschwenk
E-B = Einstellungs-Beschreibung
Off-Ton = Stimmen/Geräusche, ohne sichtbare Quelle
Insert = Texteinblendungen
Lk = Low Key = geringe Beleuchtung
Hk = High Key = starke Beleuchtung
in Anlehnung an Knobloch (2003: 285)
Abkürzungen zu den Figuren der Fernsehserie „Train Man“
Die Forennutzer sind unter dem Begriff Forum zusammengefasst.
Familie YAMADA
YAMADA Kôki = YKO
YAMADA Kasumi = YKA YAMADA Tsuyoshi = YT = Train Man YAMADA Aoi = YA
„Freunde„
MATSUNAGA Yûsaku = MAY
KAWAMOTO Shinji = KS Kakeru = K Mitsuru = M
Arbeit/Freunde
KUROKI Fumito = KF
OIKAWA Naoto = ON JIKAMA Miisuzu = JM
Familie AOYAMA
AOYAMA Kengo = AKEN
AOYAMA Yuki = AY AOYAMA Saori = AS =Hermes AOYAMA Keisuke = AKEI
Freunde/Kollegen
MIZUKI Yûko = MIY
SAWAZAKI Kaho = SAWK
SAKURAI Kazuya = SAKK
Sonstige
TAKEDA Karin = TK = Synchronsprecherin der Anime-Figur Mîna/Idol
Übersetzungen der „Otaku-Studien“ Texte von NAKAMORI Akio (1983)
[Artikel NAKAMORIs, indem der Begriff Otaku erstmals als Bezeichnung für eine soziale Gruppe Weverndung fand.]
„Otaku-Studien (1) Die Stadt ist voller Otaku“ 1 (Juni-Ausgabe 1983)
„Kennt Ihr die Komiketto (kurz Komike)? Nun ja, letztes Jahr bin auch zum ersten Mal dorthin gegangen und war total überrascht. Dabei handelt es sich kurz gesagt, um eine Art Fest für Mangafans - eine Verkaufsausstellung für Dôjinshi - [NAKAMORI verwendet hier ein und] Fanzines. Und was mich dabei nun überraschte, ist, abgesehen davon, dass aus ganz Tokio sich über 10 000 Jugendliche dort versammelten, ja, wie soll man das nun nennen, ihre Eigenartigkeit. Ihr wisst schon, es gibt doch in jeder Schulklasse solche Typen, die sportlich nichts draufhaben, sich während der Pause im Klassenzimmer einsperren und sich unsicher im Lichtschatten in japanisches Schach vertiefen. Da gibt’s schon einige von. Entweder haben sie ungekämmtes langes Haar [von 73 cm Länge] oder sie haben ihre Haare ganz kurz geschoren. Ihre Hosen und Shirts, die sie im Durchschnitt für 980 bis 1980 Yen [ca. 6-12 Euro] von ihren Müttern bei Itôyôkaô oder Seiyû [Verweis auf Kleidung von der Stange/vom Wühltisch] gekauft bekommen, wissen sie elegant zu tragen. Vor einigen Jahren trugen sie dazu noch gefälschte […] Sneaker, und kamen mit einer prall gefüllten Schultertasche daher geschlendert. Die Männer sahen aus wie Hungerhaken, bei denen es so schien, als seien keine Nährstoffe angekommen, oder es entstand der Eindruck als würde sich der Bügel der Brille mit silberner Einfassung beim Lachen tief in die Stirn der weißen Schweine schneiden. Frauen etwa hatten meistens einen Topfschnitt und waren dick und verpackten ihre Beine, die Baumstämmen anmuteten, in hohen weißen Socken. Normalerweise standen diese Kerle in einer Ecke des Klassenzimmers und machten einen düsteren Eindruck - so ohne einen einzigen Freund. Solche Typen findet man hier so zahlreich, dass man sich ganz ungläubig umschaut und sich fragt, woher die wohl alle gekommen sein könnten. Und während sie normalerweise furchtbar düster sind, scheinen sie hier vor Freude fast an die Decke zu springen 2 . Da gibt es Typen die Kleidung von Animefiguren nachmachen oder die bekannten
unheimlichen AZUMA-managaesken Typen, oder gar die aufdringlich fragenden Kerle, die grinsend Mädchen- und Lolita-Fanzines versuchen zu verkaufen, und sinnlos herumlaufende Typen. Ich hatte schon gedacht, mein Kopf würde gleich platzen. Das sind dann meist noch zehn- bis neunzehnjährige Schüler und Schülerinnen in der Mittel- und Oberschule. Wenn man darüber nachdenkt, dann merkt man, dass das nicht nur wie bei Mangafans u.a. begrenzt auf die Komike ist; auch die Typen, die schon lange vor Kinostart vor dem Kino auf Einlass warten, Typen, die alle Ausgaben eines SF-Magazins […] im Regal stehen haben, Typen, die den Bluetrain versuchen mit ihrer stolzen Kamera zu fotografieren und dabei fast angefahren werden, Naturwissenschaft mögende Jungen mit dicken Brillengläsern, die sich in Computershops herumtreiben, Typen, die früh aufstehen, um sich bei einer Idol- und Talent Signierstunde einen Platz zu sichern, […] Und solche Leutchen werden normalerweise Maniac, enthusiastischer Fan, höchstens Düster-Gruppe genannt, irgendwas passt da nicht so gut. Und ich denke, irgendwie scheint es keine Bezeichnung für diese Art von Leuten zu geben, keine umfassende Bezeichnung für das ganze Phänomen und da gab’s einen kleinen Grund dafür, dass ich sie auf den Namen „Otaku“ taufte und mir vornahm dies so weiterzugeben. […].
1 „‚Otaku’ no kenkyû (1) Machi ni wa otaku ga ippai“ NAKAMORI A (6/1983)
2 Die gepunktete Formulierung ist übernommen aus Roth (2006: 11).
『おたく』の研究(1)街には『おたく』がいっぱい
コミケット(略してコミケ)って知ってる?いやぁ僕も昨年、二十三才にして初め て行ったんだけど、驚いたねー。これはまぁ、つまりマンガマニアのためのお祭り みたいなもんで、早い話しマンガ同人誌やファンジンの即売会なのね。それで何に 驚いたっていうと、とにかく東京中から一万人以上もの少年少女が集まってくるん だけど、その彼らの異様さね。なんて言うんだろうねぇ、ほら、どこのクラスにも いるでしょ、運動が全くだめで、休み時間なんかも教室の中に閉じ込もって、日陰 でウジウジと将棋なんかに打ち興じてたりする奴らが。モロあれなんだよね。髪型 は七三の長髪でボサボサか、キョーフの刈り上げ坊っちゃん刈り。イトーヨーカド ーや西友でママに買ってきて貰った980円1980円均一のシャツやスラックスを小粋に 着こなし、数年前はやったRのマークのリーガルのニセ物スニーカーはいて、ショ ルダーバッグをパンパンにふくらませてヨタヨタやってくるんだよ、れが。それで 栄養のいき届いてないようなガリガリか、銀ブチメガネのつるを額に喰い込ませて 笑う白ブタかてな感じで、女なんかはオカッパでたいがいは太ってて、丸太ん棒み たいな太い足を白いハイソックスで包んでたりするんだよね。普段はクラスの片隅 でさぁ、目立たなく暗い目をして、友達の一人もいない、そんな奴らが、どこから わいてきたんだろうって首をひねるぐらいにゾロゾロゾロゾロ一万人!それも普段 メチャ暗いぶんだけ、ここぞとばかりに大ハシャギ。アニメキャラの衣装をマネて みる奴、ご存知吾妻まんがのブキミスタイルの奴、ただニタニタと少女にロリコン ファンジンを売りつけようとシツコク喰い下がる奴、わけもなく走り廻る奴、もー 頭が破裂しそうだったよ。それがだいたいが十代の中高生を中心とする少年少女た ちなんだよね。
考えてみれば、マンガファンとかコミケに限らずいるよね、アニメ映画の公開前 日に並んで待つ奴、ブルートレインを御自慢のカメラに収めようと線路で轢き殺さ れそうになる奴、本棚にビシーッとSFマガジンのバックナンバーと早川の金背銀 背のSFシリーズが並んでる奴とか、マイコンショップでたむろってる牛乳ビン底 メガネの理系少年、アイドルタレントのサイン会に朝早くから行って場所を確保し てる奴、有名進学塾に通ってて勉強取っちゃったら単にイワシ目の愚者になっちゃ うオドオドした態度のボクちゃん、オーディオにかけちゃちょっとうるさいお兄さ んとかね。それでこういった人達を、まあ普通、マニアだとか熱狂的ファンだとか 、せーぜーネクラ族だとかなんとか呼んでるわけだけど、どうもしっくりこない。 なにかこういった人々を、あるいはこういった現象総体を統合する適確な呼び名が いまだ確立してないのではないかなんて思うのだけれど、それでまぁチョイわけあ って我々は彼らを『おたく』と命名し、以後そう呼び伝えることにしたのだ。 どうして『おたく』って名づけられたのかとか、『おたく』とは何かなんて疑問 には次回からゆっくりと本格的に答えていくことにして、でもなんとなく感じつか めるでしょ、君の廻りを見廻してごらん、ホラいたいた、『お・た・く』が ―――― ところでおたく、『おたく』?
[Artikel NAKAMORIs zu dem Thema Otaku und Liebe.]
„Otaku-Studien (2) Verlieben sich Otaku wie normale Menschen? 3 “ (Juli-Ausgabe 1983)
„Nun, beim letzten Mal habe ich über die massenhaft ins Auge fallenden dekadenten vor sich her wimmelnden Nekura Maniac Jugendlichen gesprochen, die ich „Otaku“ nenne. Die Herkunft des Wortes, Ihr könnt es euch ja denken, kommt davon, dass sich Kiddies im Alter von Mittelschülern auf der Komike oder auf einer Anime Convention mit „Sie“ ansprechen. Findest du das nicht auch unangenehm? Und unter diesen Typen sind auch Kerle, wenn die erst einmal in der Pubertät sind, dann wird bei denen vermutlich auch der ein oder andere wollüstige Geist hervorkommen. Aber mit diesem [Kleidungs- und Haar]Stil, diesem Geschwätz, diesem Charakter, werden die nie im Leben eine Freundin bekommen. Und „Otaku“, denen fehlt es doch voll an maskulinen Anlagen. Außerdem stecken sie sich meist ausgeschnittene Bilder von „Minki Momo“ oder „Nanako“ oder anderen Animefiguren in die Hülle ihrer Schülerfahrkarte und grinsen sich dabei noch einen ab. Nennen wir es mal 2D-Komplex. Sie können nicht mit echten Frauen sprechen. Wenn das Ernst wird, richten sie ihren Blick auf zu Idolen erhobenen Sängerinnen, die ihre weibliche Existenz nicht betonen, brechen daran und bekommen einen Lolita-Komplex. Daher würden sie unter keinen Umständen ein Aktfoto einer reifen Frau annehmen. Unter den Kerlen, die ich kenne, gibt es einen, dem, wenn man ihm freundlicherweise ein Erotikheft zeigt, er „Lass das! So etwas Schmutziges!“ kreischt und verzweifelt versucht seinen Blick abzuwenden. Na ja, der Typ gibt jetzt das Magazin „COMIC BOX“ heraus. Das einzige, was sie sich selbst erlauben, sind die Aktbilder von [des Fotografen SHINOYAM] Kishin im Otaku-Männermagazin „GORO“. Ihr wisst schon, [die Rubrik] „Würden sie nicht auch gerne Kumiko einen Brief schreiben“, wo sie auf die Zusendungen antwortet, die ihr am besten gefallen haben. Schon allein bei dem Gedanken daran, bekomm ich Kopfweh; da kommen mehrere zehntausend Briefe von „Otaku“ bei der Redaktion an - bestimmt. Tatsächlich war in einem Beilagenheft zu den Bildern Kishins (jap. Gekisha) die Rubrik Leserzuschriften voll mit Otaku-Briefen. Die, die nicht auf die Auslieferung der Gekisha warten können und bis in die Buchhandlung der nächsten Stadt fahren, die, die die Bilder ihres liebsten Models ausschneiden und in einer Mappe abheften (das ist so otaku-typisch), die wähnen sich dann in Gefahr, wenn ihre Frau die Mappe entdeckt, z.B. solche 23 jährigen Firmenangestellten. Es gibt sogar Typen, Model XY ein Gedicht widmen. Andauernd nur so was. Ich hab Kopfweh bekommen. Und es gibt solche, die in ihrem 4,5 Tatami [Reismatten] großen dreckigen Zimmer zur Untermiete in einem Bücherregal alle Ausgaben von „GORO“ stehen haben, ohne das kleinste Eselsohr und solche, die Ausgaben zweifach haben, eine zur Aufbewahrung und eine zu Zwecken der Selbstbefriedigung. Hinzu kommt, dass sie, ob es daran liegt, dass es ihnen an Männlichkeit mangelt, irgendwie tuntig erscheinen. Ich denke schon, dass es mir unangenehm ist, wenn ein erwachsener Mann von 20 Jahren wie ein Kleinkind sich freut, wenn er es geschafft hat ein Poster seiner liebsten Animefigur in die Hände zu bekommen [...] und wenn er einen schweren Fehler begangen hat „schnief“ sagt und so tut als würde er weinen. Nie im Leben bekommen solche Typen eine Freundin. Aber schließlich wird, wie es halt so in der Welt geschieht, jeder einmal heiraten. Und da hab ich mich immer gewundert, wen sie denn heiraten, und dabei eine furchtbare Wahrheit erfahren. Ob Ihr es glaubt oder nicht, „Otaku“ heiraten „Otaku-Frauen“ und bringen „Otaku-Kinder“ zur Welt.„
3 „‚Otaku’ no kenkyû (2) ‚Otaku’ mo hitonami ni koi wo suru?“ NAKAMORI B (7/1983)
『おたく』の研究(2)『おたく』も人並みに恋をする?
さて前回は、この頃やたら目につく世紀末的ウジャウジャネクラマニア少年達を『 おたく』と名づけるってとこまで話したんだよね。『おたく』の由来については、 まぁみんなもさっしがつくと思うけど、たとえば中学生ぐらいのガキがコミケとか アニメ大会とかで友達に「おたくらさぁ」なんて呼びかけてるのってキモイと思わ ない。
そいでまぁきゃつらも男なんだから、思春期ともなればスケベ心のひとつも出て くるだろう。けどあのスタイルでしょ、あの喋りでしょ、あのセーカクでしょ、女 なんか出来るわきゃないんだよね。それに『おたく』ってさぁ、もう決定的に男性 的能力が欠除してんのよね。でたいがいはミンキーモモとかナナコとかアニメキャ ラの切り抜きなんか定期入れに入れてニタニタしてるんだけど、まぁ二次元コンプ レックスといおうか、実物の女とは話しも出来ないわけ。これがもうちょいマシに なると、女性的存在をあんましアピールしないアイドル歌手のほうへ行ったり、屈 折してロリコンしたりするってわけ。それで成熟した女のヌード写真なんか絶対受 けつけないんだよね。僕の知ってる男で、人が親切にビニ本見せてやろうってのに 、「よせ!キタナイッ」なんてわめいて必死で目をそらす奴がいたけど、まぁそい つは今『COMIC BOX』の編集やってるけどさ、そんな感じなんだよ。 でそういう奴らでも唯一許せるのが、あのおたく雑誌『GORO』でやってる紀 信の激写なのであった。ホラ、くみこクンにお手紙を書いてみませんか、気に入っ たお便りには彼女が返事をくれますっていうあれだよ。もう考えただけでゾッとす るけど、編集部には何万って『おたく』からの手紙がギッシリと届いてんだぜ、き っと。オエ~~。げんに最近出た激写の別冊のお便り欄、もうおたく手紙がいーっ ぱい。激写が出るの待ちかねて隣り町の書店まで行ったとか、気に入った女のコは 切り取ってファイルしてるんだけど(ここがいかにもおたく的ね)そのファイルを 女房にみつかっちゃってヤバイ!なんてゆってる26歳の会社員とかさ、○○子クンに 捧げる詩なんて作ってくる奴はいるわ、もうそんなのばっか、頭痛くなっちゃった よ。でもいるよね、四畳半の薄汚ない下宿の本棚にビシーッと『GORO』のバッ ク・ナンバー折り目ひとつつけずに保存してる奴が。中には保存用とナニ用に二冊 ずつ買ってるって奴もいるぐらいでさ。 それにさぁ、奴ら男性的能力が欠除してるせいか妙におカマっぽいんだよね。二 十歳越えた大の男がだよ、お気に入りのアニメキャラのポスターが手に入ったとか で、うれしさのあまり「わーい」なんちゃって両ひざそろえてL字型にうしろに曲 げ、ピョンって跳びはねてみせたりさ(この“両ひざそろえL字曲げぴょんハネ”が 奴らのフシギな特徴ね)ドジ踏んだ時なんか「ぐっすん」なんてゆって泣いたふり したりさ、キモチ悪いんだよホント。だいたいこんな奴らに女なんか出来るわけな いよな。
でもさぁ、結局世の中誰でも最後は結婚するんだよね。で『おたく』は誰と結婚 するのかなぁってずっと不思議だったんだけど、おそろしい事実に気づいたね。な んとこれが、『おたく』は『おたくおんな』と結婚して『おたくこども』を生むの であった。ジャンジャン。
[Artikel NAKAMORIs zu seiner Erfahrung mit Otakus in einem Mangageschäft.]
„[Ich bin] in die Otaku-Zone hineingeraten“ 4 (August-Ausgabe 1983)
Hey Leute! Seid Ihr am otakieren? Ich glaube, dass ich die Anführungszeichen langsam weglassen kann, da „Otaku“ sich ja schon ziemlich eingebürgert hat. Ich werde jetzt nicht jedes Mal darauf hinweisen. Mit Otaku meine ich ein normales Nomen und kein Personalpronomen, dass sich auf die zweite Person Singular bezieht. Daraus wurde sogar das Adjektiv „otakisch“ oder das Verb „otakieren“. Benutzt diese gerade wie Ihr sie braucht. Zur der Zeit, als ich das Wort Otaku erfand, kannte niemand dessen Bedeutung und damit habe ich viel rumgespielt. Im dritten Häuserblock Shinjukus gibt es eine Buchhandlung namens Freespace (jap. Furîsupêsu), die sogar Mangadôjinshis ausliegen hat. Diese wurde zum Treffpunkt für Otaku und dorthin habe ich meine Freundin Yumi (Oberschule zweites Schuljahr) mitgenommen, und dann die dortigen Otaku schonungslos mit den Worten „Guck mal, da sind auch Otaku, auch dort hinten und der Typ da ist jawohl der Über-Otaku“ beleidigt. Weil sie die Bedeutung von Otaku nicht verstanden, haben sie dann verblüfft wie “Oshin“ [Name der jungen Hauptdarstellerin des gleichnamigen Fernsehdramas] geguckt. Und wie Yumi so ist, war sie verzweifelt dabei ihr Lachen zu unterdrücken und sagte nur mit rotem Gesicht: „Ha ha ha, Hör auf damit Akio.“ Ein Teil des Geschäfts ist wie durch eine Türschwelle abgetrennt und ist eine Art Café, aus dem seltsames Gelächter zu hören war. Ich glaube, dass nur Leute, die das hörten, es verstehen können. So düster-hell, wenn Schnecken und Blutegel eine Stimme hätten, dann wäre sie bestimmt so wie das - eine unsäglich unangenehme Lachstimme. Als Yumi, die sich fragte, was da wohl vor sich ging, hineinschaute, stieß sie ein lautes „Iieehhh“, bog sich reflexartig nach hinten und fing an heftig zu zittern. Mich fragend, was mit ihr los sei, lugte ich auch ins Café und verstand. Dort tummelten sich 7-8 Typen, die man als die Otaku unter den Otaku bezeichnen würde. Auf dem Tisch vor ihnen waren Animemagazine und Poster ausgebreitet, über die sie sich gegenseitig Witze, die niemand außer ihnen versteht, erzählten und sich kaputt lachten. Dieser Furcht erregende Anblick, man könnte es als Fest der Hölle oder als die nationalen japanischen Otaku-Meisterschaften bezeichnen, brachte mich selbst zum erschaudern. Yumi bekam Gänsehaut, Nesselsucht und zitterte am ganzen Laib. „Wo kommen diese Leute denn her?“ regte ich mich auf.
Danach fragte ich einen der Freespace Angestellten [Beteiligten], der sich mit Otakus auskennt, dem zu Urteilen diese Typen bei Regen als auch bei Wind, fast jeden Tag, hierher kommen. Ich habe gehört, man habe, da diese Typen so lange dort abhängen, einen Aushang mit der Aufschrift „Kein Aufenthalt über zwei Stunden“ aufgehängt. Zuerst dachte er sich auch, was das für unangenehme Gesellen seien, doch neuerdings sagte er Dinge wie „Sie haben sonst keinen anderen Ort, zu dem sie gehen könnten und außerdem sind es gute Jungs.“ und beginnt mit ihnen zu sympathisieren. Nach der Schule kommen sie sofort hierhin. Da habe ich mich gefragt, wo sie sich vor der Eröffnung von Freespace herumtrieben. “Davor waren sie jeder einzelne von einander getrennt [also nicht in einer Gruppe].“ Yumi tröstend verließen wir fliehend den Laden und gingen in den Shinjukugyoen Park.“ Auf dem Rasen des Gyoen lachten wir über die Typen [aus dem Laden] während wir uns umarmten. Aber der Park ist kurz nach Mittag ein sonderlicher Ort, an dem es nur herumturtelnde Paare oder Otakus, die eine Safarijacke tragen, auf den Weg zum Freespace oder Tunten auf der Frühschicht anzutreffen sind.
4 „Otaku chitai ni mayoi konda de“ NAKAMORI C (8/1983) [Anmerkung: Der Betreiber der Seite sieht in der Formulierung „mayoi konda de“ einen Schreibfehler, doch vermute ich Dialekteinfluss auf Seiten NAKAMORIs, da er ursprünglich aus der Präfektur Mie stammt und seine Essays einen sehr lockeren, mündlichen Charakter haben]
おたく地帯に迷いこんだで
やぁみんな、おたくってるぅ?『おたく』って言葉も、もう随分定着しちゃって 、そろそろカギカッコはずしちゃおうと思うんだよ。で、これからはいちいち断ら ないけど、おたくっていったら2人称を表す人称代名詞じゃなくて、普通名詞のこ とね。「おたくっぽい」とか「おたくる」なんて形容詞や動詞になったりもするけ どさ。まぁそのへんはテキトーに使ってよ。おたくって言葉発明した当時は、誰も その意味知らないじゃん、で、それをいいことに随分遊んだもんだよ。新宿三丁目 にフリースペースっていうマンガ同人誌なんか置いてる本屋さんがあるんだけど、 それがおたく達のたまり場みたくなっててさ、そこへガールフレンドの高2のユミ を連れてったりしては「ホラ、そこにもおたく、あそこにもおたく、あっアイツな んか超おたくね」なんて、おたくを散々おたく呼ばわりしてたのね。奴らおたくの 意味なんかわかんなないもんだから、キョトンって感じで「おしん」の目をしちゃ ってんのよ。ユミの奴ったら、もう笑いこらえるのに必死でさ「キャハハ、やめて よアキオ」なんてまっ赤な顔してやんの。」(*) フリスペの一画が敷居みたいので 区切られてて、喫茶店まがいのことやってるんだけど、敷居の中から異様な笑い声 が聞こえてくるんだよね。あれは聞いた奴しかわかんないと思うけどさ、くらあか るーいっていうか、ナメクジとかヒルに鳴き声があるとしたら、たぶんあんなじゃ ないかなぁって感じの、たまんなく不快な笑い声なんだよ。なんだろうって敷居の むこう側覗きこんだユミの奴「ひっ」とか声あげて、ビクンッて条件反射的にのけ ぞっちゃってさ、ぶるぶる震えてんの。どうしたんだろうってオレも覗いてみてわ かったね、そこにはさ、おたくの中のおたくって感じの奴らが7~8人ウジゃって たんだよ。アニメ雑誌だとかポスターだとかテーブルに広げちゃってさ、それをネ タに自分達だけしか通じない冗談言いあってドヒャドヒャうちわで大受けしてんの 。そのおぞましい光景たるや地獄の祝祭というか、全日本おたく選手権関東地区大 会決勝っていうか、オレ自身おぞけ震っちゃったね。ユミの奴も、鳥肌立っちゃっ たとか、ジンマシンが出たーとか身震いしちゃってね、どっからわいてくんのよあ のヒトたち、なんて怒っちゃってんの。 その後、フリスペ関係者のおたくに詳しい奴に聞いたところによると、奴らって のは雨の日も風の日もほとんど毎日やっても(*)ては、あそこでウジャウジャやって んだってさ。あんまりずっといるもんだから二時間以上お断りなんて貼り紙したら しい。そいつも初めはなんてキモイ連中なんだって思ってたらしいけど、最近じゃ 「奴らもここしか来る場所がないんだよそれに一人一人はおとなしくていいコたち だしさ」なんておたくに同情示し始めてやんの。それでフシギに思ったんだけど奴 らってのは毎日学校が終るとワイワイ集まってきたりするんだけどさ、フリスペが できる前はいったいどこに棲息してたんだろうね。そいつによると「ああ、奴らは それまでは一人一人分断されていたんだよ」だってさ。 ユミをなだめながら逃げるようにフリスペを出て、新宿御苑へ行ったんだ。御苑 の芝生でゴ(*)ミと抱き合いながら、さっきのおたく連中のことタネに笑い合ったり してさ。でもお昼過ぎの新宿三丁目って変なとこだよな、御苑でイチャイチャする カップルか、フリスペを目指すサファリジャケットで暗い目をしたおたくか、早番 のオカマしか歩いてないんだもんな。
[Dikriminierender Beitrag NAKAMORIs zu seinen „Otaku-Studien“ nach ihrem Veröffentlichungsstopp. Vgl. Roth (2006: 10f)]
岡崎京子・桜沢エリカはなぜ『ブリッコ』でウケないのか
Wieso kommen OKAZAKI Kyôko und SAKURAZAWA Erika mit „Burikko“ nicht an?
中森明夫
NAKAMORI Akio
1984年1月号
Augabe 1/1984
非生産的な中森明夫です(笑)。イエ~イ!元気でやってるかい。5か月ぶりの 登場だぜえ。『ブリッコ』じゃ3回ほど「おた○の研究」ってのを連載して反響いち ぢるしかったんだけど、どうやらおた○ってのは差別用語に指定されちまったらしく 使えなくなってしまったのだ。でまぁこーゆー場合、言い換えとゆう手段があった のです。ホラ、口が不自由な人とか、目が不自由な人ってあるでしょ、そういう言 い換えでいくと、お○くってのは、現実感覚の不自由な人、ファッションセンスに不 自由な人、友達の不自由な人、明るさに不自由な人…ダメだ、なんかますます差別 っぽくなっちまった。身障者を笑う健常者の中森です(笑)。宝島少女、ポンプ少年と ともに女子大生もバカにする中森です(『東京おとなクラブ』3号買ってね)。 いけね、本題に移ろ。ハッキリ言ってぼく岡崎京子ちゃん桜沢エリカちゃんとも にダ~イスキ。彼女達のセンスあふれるシティ派感性キラキラまんがのどこをどう 突っつけば「おまえらなんか私についてけないだろー、どーせイモじゃねーかとい う姿勢」(12月号読者欄)なのだ!!被害妄想もいいとこだぜ、このおた…、おた…、 おたふく!!
でもね、たしかに『ブリッコ』読者が彼女達のまんがに反感持っちゃうってのも 分かるよーな気もする。11月号の岡崎京子ちゃんなんて「やっぱ不能・マザコン( 童貞をふくむ)ロリコンは少女達にはムッ!とくるぜ」だもんな。これは「ブリッ コ」誌上で行う発言としてはソートーにカゲキで、『おた○の研究』なんかよりよっ ぽどキツイぜ。だって中森明夫に嫌われるのなんてなんとも思わないだろーけど、 キョービの女子高生達に嫌われちゃったわ、やっぱおた○だって傷つくよな。人気投 票ワーストに輝く桜沢エリカちゃんのまんがだって、自らの意思でへーきでフリー セックスしちゃえるキョービの女子高生達のお話しなんだもの、おた○ってのはホン トこのテのまんがには反感持っちゃうのだね。それは彼女達の描く秀れて現実感覚 の供った感性キラキラ少女達の世界が、彼らが現実の少女達に抱く果てしないコン プレックスを想起させちゃうからだろう。二次元空間に描かれた少女なら、決して 自分を傷つけることも侮辱することもない。まして、そーいった弱い男のコ達の欲 望を充分に満足できるようにキャラクターやストーリーが設定されていれば、彼ら がそこに向かうのも必然といえる。 ところが京子ちゃんやエリカちゃんのまんがの登場人物達ときたら、それこそそ ういったおた○まんがと対極にある世界の女のコ達なんだよね。そしてそんな女のコ 達が現実に街にはいっぱい現れてるのだよ。ホント街ではキラキラピカピカ発光し た女のコ達が、それこそパソコンゲームの電子音さながらに、キュンキュン音をた てながら元気しちゃってるんだけど、そーゆーのってとてもわくわくすることだと 思わないかい?ちょっと触れるだけでポップコーンが弾けるみたいな反応を示す鋭
敏な感性を持った女のコ達、たとえばぼくは戸川純や刈野カオリや甲田益也子や根 本聖子やなんかが大好きなのだ。 そして、まともな服はこれしか持ってないとばかりに中学時代の制服を着ておと なクラブ編集室に遊びにくる岡崎京子ちゃんや、新宿駅の出口表示人形エッキー君 が撤去されたのに逆上して駅長室に押しかけた桜沢エリカちゃんの感覚とゆーもの にものすごく期待しているし、彼女達のまんがに接すると、もうすでに何かが起こ りつつあるのではないかとゆー予感、来るべきものへのある予感を感じてとてもわ くわくしてしまうのである。
[Kritische Leserzuschriften zu den „Otaku-Studien“ NAKAMORIs]
「おたくの研究」への反応と反論 「妥協の森」
Reaktionen und Widersprüche hinsichtlich der ‘Otaku-Studien’ - „Wald der Kompromisse“ [Zuschriftenspalte]
大塚英志(編集)
ÔTSUKA Eiji (hg)
1984年6月号
Ausgabe 6/1984
●拝啓中森明夫様
あなたの『おたく』シリーズは大変興味深く読ませていただいております。もし かしたらと思って、東京おとなクラブの1号、2号を調べてみると、宝島少女、ポ ンプ文通少年少女など、特定の傾向を持つ集団のことを誹謗する文章をお書きにな っていたのはやはりあなたでした。そうすると、何かの週刊誌でたまさか目にした 渋谷のマンガ専門店およびそこにたむろするマンガマニアたちのことを書いた文章 はあなたの手によるものではないでしょうか。まあ、これは推測にすぎませんが。 さて、この丸っこい字体からもおわかりかも知れませんが、私は『おたく』の1 人であります。自分ではコミケットやフリスペに行くのは、おもしろい絵を描く人 を探すため、アニメーションは立派な芸術の一形態と考え、私なりに真面目にこの 趣味を考えています。しかし私は銀ブチメガネのつるを額に喰い込ませる白ブタで ありますし、マンガマニアのアニメファンと、おたくの条件には完璧にあてはまっ ております。
私もその手の上映会等にくる人たちが、みんな同じ雰囲気を持っているのには気 ずいていました。とある上映会で開場を持って並んでいると、ああこいつは列の後 ろに並ぶな、こいつはただの通りすがりだなと一目でわかるのにはびっくりします 。気持ち悪いなーと思いつつ、自分の格好をみるとそいつらと全く同じであること に愕然するのでありました。 しかし、しかしであります。(何か変な文体になってきたな)我々は何かいけな いことをしたのでしょうか。あのように誹謗、中傷されるようなことを。我々『お たく』だけではありません。宝島少女、ポンプ少年はいったいどのような犯罪的、 反社会的な行為を行なったのでありましょうか。たしかに我々は気味悪い存在です 。ああ、あなたがたは「キモイ連中」と呼うのでしょうか。とにかく見苦しいこと は確かです。不快であるかもしれません。そして、不快であるというだけで、我々
は社会から排斥されなければならないのでしょうか。 あえて言わせていただくなら、あなたの文章は身体障害者のことを指して、いか にそれが不快な存在であるか述べ、自分は健常者だと胸をはっているようなもので す。
あなたも何らかの集団の一人だということに気がついでおられるでしょうか。そ うです、あなたのような言動を行なう人は他にもたくさんいます。そうして、その 集団は他の集団のことを蔑むことによって、相対的に自分たちの位置を高くし、そ うして自己満足のニヤニヤ笑いを浮べているのです。『おたく』たちを弁護するこ とは、ここではあえてしません。私もその一員であるから、私は『おたく』の痛み もよくわかるのですが…。私があなたにとって不快であるのと同様に、私もあなた がキモチワルイです。あ、それとも不快にされた分だけ不快にしかえそうというわ けなのかな。 (全文掲載) 東京都中野区新井 ×××× 「おたくの研究」に対する反論の文章は、実はケッコー沢山来てたのですが、感 情に流されて自己破綻をきたしているものばかりで、載せるには至らなかったので すが、多少論旨は不明快だけど、ようやく読むにたるものがきたので、ここに全文 掲載します。
さて、私の意見です、「おたく」の人間に対しては、私も不快感を抱くことがし ばしばあります。それは中森君の書いているように、無個性で、やたらと群れたが り、相手の気持ちを顧みない態度によるものです。これは十分にからかうに足るも のだと思います。からかってほしくないならば、自分たちの「痛み」というのを説 明して欲しいような気がします。まあそれでも同じような気はしますが。 一方中森君の方も困ったものだと思っておりました。××君のいうように、中森君 ももある意味で「おたく」の一員であるという自らの立場が分かっていないだろう からです。相手の立場をからかうなら、自分の立場をふまえてからでないと、単な る誹謗中傷に終わってしまいます。その意味で非生産的な中森君の文章は困ったも のだと思い、改善を彼らに求めておりました。 どちらにしても、この問題はなかなか面白いので、これからもあつかいたいと思 います。賛否両論、お手紙は「新宿マイナークラブ おたく係」迄。頭のいい文章 を待ってます。
なお私の意見は編集部の統一見解ではありません。それから今月号の「おたくの 研究」が休載したのは編集部とは無関係な、彼らの判断によるものです。
『おたくの研究』は結局すったもんだの末に1984年1月号で連載が終了してしまいま す。しかしながらこの言葉はその後もその影響力を増大し続けていたようで、大塚 氏は再度、「おたく」についての立場表明を行うことになります。
前回(1983年9月)より9ヶ月の間をおいた今回の文章では、「おたく」という語に 対して強い反感を持っていることが明言されています。
こ こでの着目点は、大塚氏が改めて「おたく差別」批判をせざるを得ないほど、差 別用語としての「おたく」という単語が(中森氏の最初のコラムからわずか1年で) 根付き始めていたということと、「おたく」差別批判と多少位相をずらしながら述 べられている「おたく内部での階級化」が既に発生しているという事実で す。
■最近、マンガ家・編集者のおたく攻撃が泥沼化してきました。最初は健全な批判だ
ったのが、今ではマンガのネタや罵詈雑言のさかなとなっていて非常に不快です。 同人誌ファンがエリを正すことも必要ですが、それに水を差すような中傷を繰り返 す同人誌の作り手にも問題があります。この問題に取り組んでください。
神奈川果/AHA413
[Artikel von ÔTSUKA Eiji, der die Problematik von NAKAMORIs Kolumne „Otaku- Studien“ vonverschiedenen Seiten her beleuchtet.]
◎この問題については一度キチンとしておかなくてはいけない…と思っていました 。まず、新しい読者には「おたく」という単語の意味が不明だと思うので説明しま すがこれは以前「ブリッコ」誌上で、東京おとなクラブの中森明夫氏がいわゆるロ リコンファンやアニメファンを指す蔑称として作りだした造語です。これほどあか らさまに差別することを目的として作られた<差別用語>も珍らしいと思います。 さて、中森氏の「おたくの研究」についてぼくは担当の緒方に対し毎回、『不快感 』を表明してきました。中森氏の文章は<健全な批判>ではなく<差別>を目的と したものと目に映ったからです。最終的には登場をご遠慮願うことになったのです が、意外だったのは中森氏の文章に読者を含めて、相当の支持者がいたことです。 たしかに感情的な文章と<おたく>という語の差別用語としての秀逸さ(?)は無責任 におもしろがるには充分のものだったといえます。結局のところ、<おたく>なる 語はすっかり定着してしまいました。413君の指摘するように、最近中森氏の「おた くの研究」と同じレベルのロリコンファン批判が増えてきました。<ロリコン>の 発生の地ともいえるコミケでさえ、コミックマーケット準備委員会による「コミケ ット・セレクション」にそのような主旨の企画ページがあったと記憶しています。 確かにアニメファンやマニア誌の読者の行動について首をかしげざるを得ないこ とも正直あります。
むろん常識ということばで物事を裁くのはぼくの好むところではないけれど、例え ば突然、仕事中の作家の許に”遊びに”押しかけ、あげくの果てに「今晩とめてくだ さい」(ちなみに作家は女性、ファンは男で初対面の相手)などと言ったりするの は、やはり非常識と言わざるを得ないのです。(これは実話です)また渋谷の某ま んが専門店にも<おたく>少年を揶揄するはり紙があり、これはかなり心ないもの ですが一方書店の立場に立てば、店内で数人が集まり本を買うでもなくさながら同 人誌の集会風に雑談を延々とされる…というのは歓迎できない行為だろうと思いま す。そのようなモラルに欠く行為は、当然キチンと諌められるべきものと思います 。
しかし、いわゆる一連の<おたく批判>は、彼らに対する根拠のない侮蔑という 印象を受けます。罵倒でしかないわけです。例えば創作系同人誌の<ロリコン>に 対する蔑視は、明らかに<創作系>の<ロリコン同人誌>に対する優越感がその背 後に見えかくれします。また、これら<おたく>批難は、彼らが絶対に反撃できな いだろう…という前提にたっているようにも見えます。最近、新聞などで見かける 、小学生の弱い者いじめ――クラス中で、一人の子を徹底的にいじめぬく。いじめ られる子は身体が弱かったりする弱者であることが多い――と同じふるまいのよう な気がします。ぼくが<おたく>批難に不快の念をいだくのは、前号でも書いた、 世の中には様々な価値があり、ひとつの価値を絶対としその立場から他を否定する ことは許されないというごくアタリマエの考えからです。ぼくにとっては<おたく >批難も「ブリッコ」を没収する教師も、中曽根内閣の<少年の性雑誌規制>とや
らも同じものとして映るわけです。 人は多分、自分の依る所の価値でしか物事を見れないのだと思います。それは仕 方のないことで、ただ、他にも様々な価値のあることを認め、時に、別の<価値> から自分の<価値>を計り直すことは可能です。<おたく>批判もその様な上に成 り立つものであってほしいし、一方、まんがファンの人たちも自分たちのふるまい を第3者の目から見つめることは決して無駄でないと思う。 かつて文学から差別されその結果、閉鎖的な社会を作り出してしまったSFファ ンの二の足はふんでほしくない。できることなら、ここをスタートラインに遠くに 行ってほしい。スタートラインが、<ロリコン誌>であることは恥ではない。問題 はどこまで駆けぬけて行けるかだ、と思う。(読者欄なのに長々とごめんね
Weitere Quellen zu dem Magazin „Manga Burikko“, indem die oben aufgeführten Artikel veröffentlicht wurden, sind im Literaturverzeichnis zu finden.
Liedtext des Anfangsliedes der ersten Folge der Fernsehserie „Train Man“
Styx: „Mr. Roboto” (1983)
Domo arigato, Mr. Roboto,
Mata ah-oo hima de Domo arigato, Mr. Roboto, Himitsu wo shiri tai
You're wondering who I am-machine or mannequin
With parts made in Japan, I am the modren man
I've got a secret I've been hiding under my skin
My heart is human, my blood is boiling, my brain I.B.M. So if you see me acting strangely, don't be surprised I'm just a man who needed someone, and somewhere to hide To keep me alive-just keep me alive Somewhere to hide to keep me alive
I'm not a robot without emotions-I'm not what you see
I've come to help you with your problems, so we can be free I'm not a hero, I'm not a saviour, forget what you know I'm just a man whose circumstances went beyond his control Beyond my control-we all need control I need control-we all need control
I am the modren man, who hides behind a mask
So no one else can see my true identity
Domo arigato, Mr. Roboto, domo...domo
Domo arigato, Mr. Roboto, domo...domo Domo arigato, Mr. Roboto, domo...domo Thank you very much, Mr. Roboto For doing the jobs that nobody wants to And thank you very much, Mr. Roboto For helping me escape just when I needed to Thank you-thank you, thank you I want to thank you, please, thank you
The problem's plain to see: too much technology
Machines to save our lives. Machines dehumanize.
The time has come at last
To throw away this mask So everyone can see My true identity... I'm Kilroy! Kilroy! Kilroy! Kilroy!
Liedtext des offiziellen Anfangsliedes der Folgen 2-11 der Fernsehserie „Train Man“
Electric Light Orchestra: „Twilight” (1981) 5
The visions dancing in my mind
The early dawn, the shades of time Twilight crawling through my windowpane Am I awake or do I dream? The strangest pictures I have seen Night is day and twilight's gone away
With your head held high and your scarlet lies
You came down to me from the open skies It's either real or it's a dream There's nothing that is in between...
[CHORUS:]
Twilight, I only meant to stay awhile Twilight, I gave you time to steal my mind Away from me.
Across the night I saw your face
You disappeared without a trace You brought me here, but can you take me back? Inside the image of your light That now is day and once was night You lead me here and then you go away.
[REPEAT CHORUS]
(You brought me here, but can you take me back again?)
With your head held high and your scarlet lies
You came down to me from the open skies
[REPEAT CHORUS]
Twilight, I only meant to stay awhile
Twilight, I only meant to stay awhile Twilight, twilight, twilight, twilight.
5 aus http://wiki.d-addicts.com/Twilight Letzter Zugriff: 07.07.2008
Auswahl an wichtigen Dialogstellen der Fernsehserie „Train Man“ in Japanisch mit deutscher Üversetzung
Folge 1 6
2:38
○秋葉原の街(以下、2日前の剛司の記憶)
実践販売している西澤。西澤の前には多くの女たちが群がっている。 西澤「 さあ、これさえあれば、あっという間にお料理上手、お陰でダンナの帰り も早くなる。よく見てってよー。タマネギの薄切り、オニオンスライスは美容と健 康に、これ、美しくなる・・・・・ 」 ゲームをしながら歩いてくる剛司。 西澤「 3日でクレオパトラ、一週間で清川虹子ってくらい、どんどん食べさせて あげてよー 」 剛司、西澤のうしろを通り過ぎる。 西澤「 (剛司に)おい、青年 」 剛司「 (ゲームに集中し、気づかず) 」 西澤「 そこでオンリーロンリーしてる青年だよ 」 剛司「 ・・・・・(気づく) 」 西澤「 あんたみたいな不健康な人にもおススメだから・・・・。ちょっとこっち 来て、ちょっと見て 」 西澤、剛司を引っ張ってくる。迷惑そうに引っ張られていく剛司。 西澤「 ちょっと見てってよ、どう、この切れ味(スライサーでキュウリを薄切り しながら)薄切り、おろし、いちょう切り、と何でもできちゃう優れもんだ。 (大 根をスライス)切り口にも注目、見て見て見て・・・・・(続いてキャベツの千切 り)これで値段が3800円ていうんだから驚きだ。ここまで使える野菜 の調理器 、あとは勇気と努力と決断力 」 剛司、スライサーを初めて見るらしく、驚いたような顔。 西澤「 どうだ、青年。(スライサーを勧める) 」 剛司「 すごいです・・・・・けど・・・・・ 」 西澤「 けど? 」 剛司「 使わないかなぁって・・・・・ 」 西澤「 だったら親に買ってあげればいいじゃない。喜ばれるよ 」 剛司「 (困って)いや・・・・・ゲームを買うお金が・・・・・ 」 西澤「 ゲームやりすぎて体調不良、それで迷惑かけて親不孝。どっちを選ぶかは 青年の自由だ。さっ、どうする? 」 女たち「 買っちゃえ、買っちゃえ 」 女たち「 お母さん、喜ぶよー 」 剛司「 いや・・・・・(断り切れない) 」
In Akihabara - 2 Tage zuvor
6 Das Skript von Folge 1 ist der Internetseite: http://www.ii-park.net/~nayrop/densya1-1.html entnommen. Letzter Zugriff: 09.07.2008
Ein Verkaufsstand in Akihabara, um den viele Frauen herumstehen. Verkäufer NISHISAWA/VERKÄUFER u. YT
NISHISAWA/VERKÄUFER: „Tja, wenn Sie das hier hätten, wären Sie im Nu gut im Kochen und Dank dessen käme ihr Ehemann auch früher nach Hause. Schauen Sie genau hin. Dünn geschnittene Zwiebeln, Zwiebelringe sind für Schönheit und Gesundheit. Damit werden sie schön... “
YT nähert sich, in ein Videospiel vertieft.
NISHISAWA/VERKÄUFER: „In drei Tagen Kleopatra, in einer Woche KIYOKAWA Nijiko [Komödiendarstellerin], füttern Sie [Ihren] Ehemann.“ YT kommt an NISHISAWA/VERKÄUFER vorbei. NISHISAWA: „Hey du, Junge.“ YT: (ist in sein Videospiel vertieft)
NISHISAWA/VERKÄUFER: „Der Junge dort, der so tut als wäre er ganz allein.“ YT: (Bemerkt den Verkäufer)
NISHISAWA/VERKÄUFER: „Das kann euch kränklichen Typen wie dir nur empfehlen. Komm mal gerade hier rüber.“
NISHISAWA/VERKÄUFER: „Schau mal wie die[Multifunktionsreibe]schneidet! (eine Gurke dünn schneidend) Dünn schneiden, reiben, vierteln... Schau dir diesen [sauberen] Schnitt an. Siehst du. Und für das alles nur 3800 Yen. Was für eine Überraschung. So ein praktisches Gerät zur Gemüseverarbeitung. Man braucht nur noch Mut, Ausdauer und Entscheidungskraft!“ YT: (macht ein erstauntes Gesicht) NISHISAWA/VERKÄUFER: „Na, was denkst du Junge?“ YT: „Die ist ja super, aber…“ NISHISAWA/VERKÄUFER: „Aber?“
YT: „Aber ich denke, dass ich sie nicht brauchen werde.“
NISHISAWA/VERKÄUFER: „Dann kauf sie doch für deine Eltern. Die werden sich freuen.“ YT: „Naja, ... aber das Geld für Videospiele zu kaufen würde dafür ... “ NISHISAWA/VERKÄUFER: „Durch zu viel Videospielen krank werden und damit den Eltern zur Last fallen. Wofür du dich entscheidest liegt an dir. Was machst du?“ einige Frauen: „Kauf sie endlich!“ einige Frauen: „Deine Mutter wird sich bestimmt freuen!“ YT: „Aber, aber ... (Kann nicht ablehnen)“
4:17
○秋葉原・ある電気店の前
ミーナのキックでのけぞるヲタク青年二人、松永勇作(30)と川本信二(27) 。 松永・川本「 おおっ!! 」 松永「 見ました? 今の 」 川本「 松永さん、ヨダレ垂れ流しですぞ 」 松永「 17話目にしてミーナの初のパンチラ、そしてあの絶妙なチラリズム 」 川本「 わたしは製作サイドの内情に絶望と限界を感じています 」 松永「 録画、ちゃんとできてるかなぁ? 」 川本「 内容の薄さをエロでフォローなど言語道断 」 松永「 川本氏、友達います? 」
川本「 その言葉、のし付けてお返しします 」 剛司の声「 すいません、遅れちゃって 」 剛司、来る。 松永「 山田氏、遅いです、どうしました? 」 剛司「 いろいろありまして・・・・・ 」 川本「 (剛司の荷物をのぞいて)今日はどんな悪の誘惑に屈したのですか? 」 剛司「 (紙袋からいろいろ出して)スライサーに、新機種のヒゲ剃り、それと、 自主制作CD・・・・あと・・・・これは・・・・ 」 プラスチックの船のオモチャ。そのオモチャの船が、豪華客船のカットへ移行する 。
Vor einem Elektronikgeschäft in Akihabara
Zwei Otakus, die von Mînas Tritt-Attacke begeistert sind. MAY u. KS: „Wooow!“ MAY: „Hast du das gerade gesehen?“ KS: „Herr MASTUNAGA, sieh sabbern.“
MAY: Das erste Mal, dass man ihr Höschen kurz sieht und dass in der 17ten Folge mit diesem unvergleichlichen Hang zum Voyeurismus.“
KS: „Ich spüre, dass auf Seiten der Produktion die Grenzen erreicht wurden.“ MAY: „Ob er wohl[der Anime]richtig aufgenommen wurde?“ KS: „Mit Erotik von der seichten Story abzulenken - ein Skandal!“ MAY: „Herr KAWAMOTO, haben sie Freunde?“ KS: „Das könnte ich Sie genauso fragen!“ YTs Stimme: „Tut mir Leid, dass ich zu spät komme.“ MAY: „Herr Yamada, Sie sind spät an, was war los?“ YT: „So einiges...“
KS: „(Schaut in YTs Einkaufstaschen) Welchen Verlockungen des Bösen haben Sie sich denn heute gebeugt?“
YT: Eine Reibe, ein neues Modell eines Rasierapparats und dazu diese selbst gemachte CD und noch hier das ... [Spielzeugschiff].“
5:48
○イベント会場
武田花梨のトークショー。
舞台上に武田花梨(17)と司会の男。会場には多くのファン。 花梨をうっとり見つめる剛司。 司会「 じゃあ、花梨ちゃんは、夜寝るときどんなカッコで寝てるんですか? 」 花梨「 花梨は、えっとー、あの、パジャマで寝てます 」 司会「 ウン、パジャマ。ウン、何色のパジャマですか? 」 剛司、松永、川本、一番前でかぶりつき状態。 花梨「 最近、あの、ピンクを買ったんですよ 」 司会「 おっ、ピンクのパジャマー! 想像してください、想像してください 」 川本、ノートに何やら書いている。 剛司「 (川本に)ちょっと・・・・何やってるんですかぁ? 」 川本「 お察しの通り速記です 」
剛司「 ・・・・・・ 」 剛司、松永に視線を移す。 松永、ミーナのセル画を見つめてニヤニヤ。 剛司「 (松永に)何やってるんですかぁ? 」 松永「 やっぱ、ミーナの声はミーナで聞かないと・・・・・萌えっ! 」 司会「 それではみなさん、お待たせしましたー。まもなく、撮影タイムに移らせ ていただきます! 」 ファンたち、一斉にカメラを構える。みんな、性能抜群のカメラだ。 剛司、出遅れる。リュックの中をゴソゴソし、取り出したのは・・・・バカチョン カメラ。
司会「 それでは行きましょう! 1分間撮影タイム、すたぁああーとっ!! 」 フラッシュの嵐。シャッターを切る音、鳴りやまず。 舞台上の花梨、ポーズをとってサービス。 松永「 こっちお願いします、花梨ちゃん! 」 司会「 花梨ちゃんの笑顔、1分間撮影タイムでーす!! 」 取りまくるファンたち。 剛司だけ、バカチョンカメラでまったりまったりパチリパチリと。 松永「 足首を! 足首を! 」 司会「 花梨ちゃんの笑顔を撮りましょうね! 」 松永「 もっと、足首を! 」 松永、花梨の足元ばかり撮っている。 司会「 お客さん、着席ですよっ、着席! 着席でお願いしますっ! 」 松永「 いや、ちゃんと座ってますけど 」 司会「 えっ、ギリギリ 」 松永「 足首を! ミーナ、足首を! 」 司会「 花梨ちゃんの笑顔を撮りましょうね! 」 剛司、自分の要領の悪さに焦り気味。
Eventhalle
Moderator: „Karin, was ziehst du denn zum Schlafen an?“ TK: „Karin trägt, hm, ich schlafe im Schlafanzug.“
Moderator: „Ah, im Schlafanzug also. Ja, und welche Farbe hat der Schlafanzug?“ TK: „Vor kurzem habe ich mir einen rosa gekauft.“
Moderator: „Stellen sie sich das bitte vor, Karin schläft in einem rosa Schlafanzug.“ YT: „Hey, was machen Sie denn da?“ (zu KS) KS: „Wie sie sehen, Steno“ YT: (Kein Kommentar) YT: „Was machen Sie denn?“ (zu MAY)
MAY: „Wenn man Mînas Stimme nicht mit Mîna zusammen hört. MOE!“ (zu einer Abbildung von Mîna)
Moderator: „Ich hab Sie warten lassen. In Kürze werden wir mit der Fotozeit beginnen.“
Alle Otaku packen gleichzeitig ihre Kameras aus, nur YT ist nicht so schnell.
Moderator: „Dann lasst uns beginnen. Eine Minutezeit Fotos zu schießen. Los geht’s!“ MAY: „Bitte hierüber, Karin!“
Moderator: „Eine Minute für Karins Lächeln zu fotografieren!!“ Alle Otaku schießen - wie wild - Fotos, nur YT ist mit seiner Einwegkamera langsam.
MAY: „Fersen, die Fersen!“
Moderator: „Lasst uns Karins Lächeln fotografieren!“ MAY: „Bitte mehr Ferse!“
Moderator: „Werter Gast, bleiben Sie bitte auf ihrem Platz!“ MAY: „Aber ich sitze doch drauf.“ Moderator: „Aber noch gerade so.“ MAY: „Die Fersen! Mîna, die Fersen!“ Moderator: „Lasst uns Karins Lächeln fotografieren!“ YT merkt, dass er an diesem Ort irgendwie fehl am Platz zu sein scheint.
9:05
○客船・船内(夜)In einem Passagierschiff
(...)
女の子「 お姉ちゃんは、何をお願いするの? 」 沙織「 お姉ちゃん? そうだなあ・・・・きっと・・・・ 」
kleines Mädchen: „Und was wünschst du dir?“
AS: „Ich? Hm, ... bestimmt...“
9:09
○秋葉原・街中(夜)
歩道を歩く剛司、松永、川本。
松永「 ミーナの映画化でしょう! それっきゃない! 」 川本「 無理無理無理。もっとリアリティー溢れる願いを書かなければ 」 松永「 そういう川本氏は? 」 川本「 (テレて)ミーナの続編 」 松永「 好きなんじゃないですかぁ、ミーナ! 」 川本「 いえ・・・・私個人としては、というよりも、ミーナもとい武田花梨のフ ァンの願いを・・・・ 」 松永「 山田氏の願いは? 」 剛司「 ボクは会社の異動願いを・・・・ 」 松永「 それ、短冊に書くことじゃないですよね 」 剛司「 まあ・・・・そうなんですけど・・・・ 」
Akihabara (Nacht)
YT, MAY u. KS gehen auf dem Bürgersteig.
MAY: „Doch wohl die Verfilmung von Mîna. Was gibt’s denn sonst noch?“ KS: „Keine Chance, dass das passieren wird. Man muss sich schon etwas Realistischeres wünschen.“
MAY: „Was wünschen Sie sich Herr KAWAMOTO?“ KS: „Eine Fortsetzung von Mîna.“ MAY: „Sie lieben also Mîna!“
KS: „Nein, ich für mich, bin eher ein Fan von TAKEDA Karin, also von Mîna.“
MAY: „Und was ist ihr Wunsch Herr YAMADA?“
YT: „Ich wünschte mir meine Versetzung zu einen anderen Arbeitsplatz.“ MAY: „So etwas schreibt man doch nicht auf einen Wunschzettel.“ YT: „Jaaa, dass mag zwar sein, aber...“
13:40
○同・階段(夜)
降りてくる果歩。
上がってくる剛司。 急いでいる剛司、すれ違いざまに果歩とぶつかる。 果歩「 あっ、きゃっ 」
二人の荷物が散らばる。
アニメ関係のゲームソフトがむき出しになる。 果歩「 (見て)・・・・・・ 」 剛司、果歩の財布を拾おうとする。 果歩、剛司より先に拾って、 果歩「 わたしの物は拾わなくていいから! 」 剛司「 でも 」 果歩「 触らないでっつってんの! 」 剛司「 あ・・・・はい・・・・ 」 果歩、去っていく。
剛司、ジーパンのすその折り込みにチークブラシがはさまっているのに気づく。 剛司「 あっ 」 剛司、果歩を追いかける。 剛司「 (追いついて)あああのー 」 果歩「 なにっ!? 」 剛司「 (剣幕にビビッて)こここの筆、あなたのです・・・・・あっ 」 ブラシの先端にホコリがついている。 剛司、それを手で払って、ついでに息を吹きかけて落とす。 果歩「 !! 」 剛司「 あ・・・・どうぞ(渡す) 」 果歩「 (半泣きになり)・・・・・・ 」 果歩、茫然としながらも、チークブラシをゴミ箱にたたきつけるようにして捨てる 。
果歩「 (剛司をにらみ、寒気がするというアクション) 」 去っていく果歩。 剛司「 !! (ショック) 」 しゅんとして階段を上がっていく剛司。 発車のベルが鳴る。 剛司、走って電車に乗り込む。
Im Bahnhof auf der Treppe zu den Gleisen (Nacht)
SAWK kommt vom Gleis die Treppe runter, YT begibt sich zum Gleis und stößt dabei mit SAWK zusammen. Seine Otaku-Sachen und SAWKs Tascheninhalt verteilen sich auf dem Boden. SAWK: (Schaut auf YTs Sachen) YT: (Versucht SAWKs Geldbörse aufzuheben.)
SAWK: (Hebt sie selbst auf.) „Meine Sachen brauchst du nicht aufzuheben.“ YT: „Aber“ SAWK: „Ich sagte, NICHT anfassen!“ YT: „O...ok...“ SAWK geht.
In der Umschlagsfalte seiner Jeans findet YT einen Wangenpinsel von SAWK. YT: (SAWK folgend)„Entschuldigen Sie bitte“ SAWK: „WAS?!?“
YT: „D d dieser Pinsel, müsste Ihrer sein. Ups.“
YT sieht, dass die Pinselquaste durch Dreck in seinem Hosenschlag schmutzig geworden ist. Er versucht den Pinsel mit der Hand und durch Blasen zu reinigen. SAWK: (entsetzt) YT: „Bitte“ (Überreicht den Pinsel SAWK) SAWK: (Kämpft mit den Tränen - Kein Kommentar) SAWK: (Noch unter Schock, wirft sie den Pinsel in den Mülleimer)
Kahi: (Sieht YT scharf an und deutet mit einer Geste an, dass ihr ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen ist)
YT: (sichtlich geschockt, begibt sich jetzt schleppend zum Gleis )
21:50
○山田家・表(夜)
「山田自転車店」のシャッターを閉めている、山田葵(17)。 そこへ恍惚の表情で歌を歌いながら帰ってくる剛司。 葵、腕組みして軽蔑の眼差しを兄に送る。 葵 「 100メートル先からでもわかる。その究極にダサいヲタクファッション やめてくれる? 存在が近所迷惑なの! 」 剛司「 (ニタッと笑う) 」 葵 「 うわっ、何かすっごいムカつく 」
Das Haus der YAMADAs (Nacht)
YA schließt die Läden des väterlichen Fahrradladens. Aus dem Zwielicht kommt singend YT. YA verschränkt ihre Arme und schenkt ihrem Bruder verachtungswürdige Blicke. YA: „Dich erkennt man schon aus 100 Metern Entfernung. Könntest du bitte mit diesem Otaku-Stil aufhören? Deine reine Existenz ist schon eine Belästigung für die Nachbarschaft!“ YT: (grinst) YA: „Ich glaub, mir wird schlecht.“
28:28
○レストラン・店内
昼食をとっている沙織、果歩、裕子。
裕子「 んっ、これ、美味しい 」 果歩「 あっ、そっか。沙織、あとでチークブラシ買うの付き合ってくんない? 」 沙織「 うん、いいけど 」 果歩「 実はさ、きのうすっごいイタイ男に会っちゃって 」 3人が食事しているレストランの窓から向かいの公園が見える。 そのベンチに座っている男。剛司である。
In einem Restaurant
AS, SAWK u. MIY essen zu Mittag. MIY: „Das ist aber lecker!“
SAWK: „Ach, genau. AS. Kannst du mich später noch beim Einkaufen begleiten? Ich brauche einen neuen Wangenpinsel. “ AS: „Ja, wieso nicht.“
SAWK: „Um die Wahrheit zu sagen. Gestern bin ich einen wirklich ätzenden Kerl gestoßen.“
Die Szenerie wechselt zum Park.
○公園
サンドイッチとコーヒー牛乳だけの簡素な食事。
剛司「 ・・・・・? 」 野バトが剛司をじっと見ている。 剛司「 (ハトと見つめ合って)・・・・・ 」 裕子の声「 でもさ、本人目の前にして捨てることないんじゃないの? 」
In einem Park
YT nimmt ein einfaches Mahl aus Milch und Sandwich zu sich. YT: „Hm?“
Wilde Tauben starren die ganze Zeit ihn an. YT: (schaut die Tauben an)
MIYs Stimme: „Aber es wäre doch nicht nötig gewesen, den Pinsel vor seinen Augen wegzuwerfen.“
○レストラン・店内
果歩「 いやいや、裕子さんだったらそいつに投げつけるぐらいはしてましたって 。だって、筆先にホコリやカビついた菓子が付いてるんですよ。どうしてそんな短 時間で老け込むんだよ、ブラシーみたいな 」 裕子「 それは、まさに、ヲタクマジック! 」
Im Restaurant
SAWK: „Oh doch. Wärst du das gewesen, dann hättest du ihm das Ding an den Kopf geworfen. Am Pinsel hingen verschimmelte Süßigkeitenreste und Staub. Wie kann denn ein Pinsel in so kurzer Zeit altern?“ MIY: „Genau das ist die Magie der Otaku!“
○公園
野バトにすっかりなつかれてしまった剛司。
In einem Park
Im Park sitzen Tauben schon auf YT.
○レストラン・店内
裕子「 ヲタクを好きになる子もいるんじゃない? こう、母性本能をくすぐられ るとかさ 」 果歩「 ありえないですよ、ねぇ、沙織 」 沙織「 ん? あたしは好きだけど 」 果歩・裕子「 えーーっ!! 」 沙織「 いや、だから、このランチ 」 果歩「 ああ、ランチね、焦った 」 沙織、ふと外を見る。剛司はもういない。
Im Restaurant
MIY: „Gibt es nicht auch welche [Frauen], die Otakus mögen? Der Mutterinstinkt könnte z.B. reagieren. “
SAWK: „Nie und nimmer. Nicht wahr, AS.“ AS: „Hm? Ich mag sie.“ SAWK u. MIY: „Hää!?!“ AS: „Damit mein ich die heutigen Gerichte.“ Sari schaut kurz aus dem Fenster, aber YT ist nicht mehr da.
Folge 2
0:52
YTs Zimmer
剛司「はぁ、留守電かぁ。」「もしかして」
妄想の中の沙織「ぅああ、電車男だ。キモーイ!」 剛司「あああああ!」(fasst sich an den Kopf) 妄想の中の沙織「」 外国人「出るなよ。今夜は俺だけのモノだ」 剛司「はっ、は、はぁ、はーぁ」 妄想の中の沙織「お願い、携帯に出させて。」 悪党「ピューフーヴー」
剛司「はーうぁああああ」(wälzt sich auf dem Bett)
YT: „Hach, nur die Mailbox. Vielleicht [war ist Folgendes passiert]“
Fantasie eins mit AS: (AS auf bei Nacht auf einem Fußweg, schaut auf die Anzeige des Handys) „Uhh, es ist Train Man. Ekelhaaaft!“
YT: „Ahhhhh“ (fasst sich an den Kopf)
Fantasie zwei mit AS: (AS mit einem Ausländer mit freiem Oberkörper beim Töpfern) Ausländer: „Geh nicht ran. Heute Abend bist du mein“ (Setzt zu Kuss an) YT: „Haaa haa haa ha ha.“
Fantasie drei mit AS: (typische Bösewichte aus japanischen Sentômono (vergleichbar mit „Power Rangers“) umkreisen die an einen Stuhl gebundene AS) AS: „Ich bitte euch, lasst mich ans Telefon“ Bösewichte: „HuuuHuuuu“ YT: „Uwaaaaaah“ (wälzt sich auf dem Bett)
3:42
Zwei junge Otakus warten vor einem Spielzeugladen.
カケル「新小岩、錦糸町、馬喰町、新日本橋、東京の順に停車いたします~」 カケル「(指差し確認)右よし、左よし・・・・(剛司に気づき)あー、また遅刻 かよ、長老!」
ミツル「(ゲーム機を剛司に見せ)ここからどこ行けばいいのか分からなくて・・ ・。」
剛司「 ほら、占い師に聞けば、魔物退治の話が出てくるよ。」 ミツル「本当だ。サンキュー!」 カケル「ねぇ、長老って彼女いるの?」 剛司「 えっ、・・・彼女?」 ミツル「だから、いるわけねーだろう」 カケル「だよなあ。」 ミツル「下手に傷つけたら、ゲーム教えてくれなくなるよ」 カケル「稲毛、津田沼、船橋、市川、新小岩、錦糸町」 剛司「彼女かぁ。いい響きだな。」
K: (Zählt Bahnhofsnamen auf und macht anschließend eine Schaffnergeste) „Schon wieder bist du zu spät, alter Weiser!“
M: (Zeigt YT sein Videospiel) „Von hier an, weiß ich nicht wie es weitergehen soll...“ YT: „Hier. Wenn du den Wahrsager fragst, kommt die Erzählung von einer Monstervertreibung.“ M: „Du hast Recht. Danke!“
K: „Hey alter Weise. Hast du eigentlich eine Freundin?“ YT: „Freundin?“ M: „Der hat doch nie im Leben eine.“ K: „Stimmt.“
M: „Wenn du seine Gefühle verletzt, wird er uns nicht mehr bei unseren Spielen weiterhelfen.“
K: (rezitiert wieder einige Bahnhofsnamen) YT: „Freundin. Was für ein schöner Klang.“
13:15
Geschäftsessen - Firmeninhaber, Abteilungsleiter und YT überschneidet sich mit einer Bar, in der AS, SAWK u. MIY sich unterhalten
黒木(笑っている)「(・・・)社長今の洒落は芸術です。」
社長「隣の家に囲いが出来たって、へ~(塀)」 黒木(笑っている)「(・・・)ところで社長、お孫さんはおいくつになられました」 社長「お、先月に五歳になったよ」「ミーナってアニメが大好きでね」 黒木「アーニメ」 剛司「えっ?」 社長「君知ってんのか?」 剛司「ええ、まぁ、・・・」 社長「そりゃ助かったぁ。実はね、娘の説明じゃあ・・・」 沙織「全然繋がらなくて、留守電にもならないし・・・」 裕子「ね、ね、ねぇ、格好いい?」 沙織「コンタクトしてなかったので、ぼんやりとしか見なかったけど、外見は」 剛司「マニア向けですね。ハイクオリティCGで有名なGONZO(?)があえて 八十年代テーストで作っているのが、逆に新鮮なんです。ストーリーも普遍で暗黒 の騎士はミーナを」 果歩「下心はあったから、助けようとしたのや、絶対そうだって」 裕子「違うって。どう考えたって勇敢なヒーローでしょ、ラスト侍でしょ、トム・ クルーズでしょう」 沙織「いや、日本人だったよ」 裕子「謙渡辺かぁ」 果歩「先輩、話ややこしくなるから、妄想は一人でお願いします」 裕子「にゃにょー?!?」 果歩「おー!」 沙織「でも、誠実そうな人だと思うけどなぁ」 剛司「そう、彼女の見る目は確かです。暗黒の騎士もミーナと接するうちに信じる 心を取り戻すんですから、はぁ、じゃなかったら、」 沙織「お礼の電話なんかしてこないと思うし」 果歩「そうやって、誠実だと思わせんてんの。深入りしないほうがみのためだって 」
裕子「あんたこそ、意外と妄想膨らみ過ぎないんじゃないの?」 果歩「先輩、男できてから、あたしに貸してください」 裕子「よーし、いい度胸だ、表でな」 剛司「しかし、ミーナは最後の敵と戦うために闇の世界に残ったのです。彼女はっ ・・・はぁ・・・はぁ・・・」
KF: (Lacht künstlich) „Chef, Ihr Witz gerade war ein Kunstwerk“
Chef: (reißt einen schlechten Witz)
KF: (Lacht künstlich) „Nebenbei. Wie alt ist Ihre Enkelin geworden?“ Chef: „Oh. Sie ist vorherigen Monat 5 Jahre alt geworden. Sie liebt diesen Anime Mîna über alles.“ KF: „Animee“ YT: „Hm?“
Chef: „Kennst du den etwa?“ YT: „Ja, ein wenig...“
Chef: „Ich bin gerettet. Um die Wahrheit zu sagen, hab ich es durch die Erklärung meiner Tochter ...“
AS: „überhaupt nicht verstanden, die Mailbox springt auch nicht an...“
MIY: „Sag mal, sah er denn gut aus?“
AS: „Ich trug keine Kontaktlinsen, daher konnte ich ihn nur verschwommen erkennen, doch sein Aussehen war...“
YT: „für Maniacs. [Studio] Gonzo, das für hochqualitative Computer Grafiken (CG) bekannt ist, hat es gewagt [den Anime] im Geschmack der 80er zu gestalten. Auf gewisse Weise ist das sogar neuer. Die Story ist universell und die Ritter der Finsternis haben Mîna...“ SAWK: „gerettet, weil sie [er] geheime Absichten hegen. Es ist 100% so! “ MIY: „Du irrst dich. Egal wie man es dreht und wendet, er ist und bleibt ein mutiger Held, der letzte Samurai, Tom Cruise!“ AS: „Nein, er war Japaner.“ MIY: „Ach WATANABE Ken also.“
SAWK: „Senior [Senpai] da unser Gespräch dadurch immer komplizierter wird, bitte ich Sie allein rum zu fantasieren.“ MIY: (Katzensprache) „Was soll das nun!?!“ SAWK: „Ohhhh“
AS: „Aber ich glaube, dass er eine aufrichtiger Mensch ist.“
YT: „Genau, sie irrt sich nicht. Während die Ritter der Finsternis mit Mîna in Kontakt kommen, schaffen sie es ihren Glauben wieder zurück zu gewinnen. Wenn dem nicht so sei...“
AS: „glaube ich, hätte er bestimmt nicht angerufen, um sich zu bedanken.“ SAWK: „Auf diese Art und Weise lässt er dich glauben, dass er aufrichtig sei. Lass dich besser nicht weiter darauf ein.“ MIY: „Du spinnst ja auch ganz schön rum!“ SAWK und MIY streiten
SAWK: „Senpai (zu MIY als ältere Kollegin), wenn du einen Kerl hast, leih ihn mir mal.“ MIY: „Du bist aber mutig. Komm mit vor die Tür.“
YT: „Doch Mîna bleibt in der Welt der Finsternis zurück, um mit dem ihrem letzten Feind zu kämpfen. Sie, sie... Oh ... ups ...“
18:24
Telefongespräch - ASs Zimmer/YTs Zimmer
沙織「もしもし」
剛司「はっはじめまして、あっああっじゃなかった、えーと、山田ですが、・・・ 」 沙織「山田さん、よかったぁ。やっと繋がった」 剛司「はぁ、すみません」 沙織「いいえ、いいえ」
剛司「あっ、けっかっぷ、あ、あ、あ、ありあり、ありがとうございました。あん なにいい物、本当すみません。」 沙織「いいえ、いいえ。」 剛司「昨日の留守電も途中で切れてしまって、すみません」
沙織「いいえ、いいえ。」 剛司「すぐに電話も折り返さなくて、すみません」 沙織「いいえ、いいえ。」 剛司「その上、連絡が遅くなってしまって、すみません」 沙織(笑っている) 剛司「どうかしましたか?」 沙織「ごめんなさい。山田さん謝ってばかりだから、こっちもいいえいいえばから いで」 剛司「すみません」
沙織「面白い方ですね。あぁ、そうだ。あの時はありがとうございました。」 剛司「むしろ、お時間を取らせてしまって」 沙織「あの後あたしたちもすぐ帰ってきたんですよ。おばさんたちと山田さんのこ とを話しながら」 剛司「えっ?どんな?」
沙織「見ず知らずの人のためにあんなに体を張って、すごく勇気のある青年だって 」 剛司(喜んでいる) 沙織「山田さん?」 剛司「はっ、すみません。なんか嬉しくて」 由紀「お風呂入ったよー」 沙織「後で入る」 由紀「冷めちゃうわよ~」 沙織「後で入るから」 剛司「あのう、・・・」 沙織「すみません、親がお風呂を入れってしつこくて」 剛司「いいですよ、別に」 沙織「あ、大丈夫ですよ。後で入りますから」 剛司「でも、悪いんで」
沙織「あぁ、そうですか。それじゃあ、お風呂から上がったら、掛けなおしてもい いですか?」 剛司「えっ?」 沙織「もちろん、迷惑でなければ」 剛司「全然平気です」 沙織「じゃあ、また後で」 剛司「はあい、待ってます、待ってます、はい。」
AS: „Hallo?“
YT: „Es freut mich sie kennen zu ler... wir kennen uns ja schon. Ähhh, ich bins YAMADA.“ AS: „Herr Yamada. Endlich konnte ich Sie erreichen.“ YT: „Entschuldigen sie bitte [die Unannehmlichkeiten].“ AS: „Ach was.“
YT: „T T Tassen, vielen Dank dafür und dann noch so gute. Es tut mir wirklich Leid [, dass ich Ihnen solche Umstände bereitet habe.]“ AS: „Ach was.“
YT: „Es tut mir Leid, dass meine Nachricht in Ihrer Mailbox auch plötzlich abbrach.“ AS: „Kein Problem.“
YT: „Und das ich nicht sofort zurückgerufen habe, tut mir auch Leid.“
AS: „Ach was.“
YT: „Und darüber hinaus hat es auch noch so lange gedauert, bis wir Kontakt aufnehmen konnten. Tut mir Leid.“ AS: (lacht) YT: „Ist irgendetwas?“
AS: „Es tut mit Leid. Herr YAMADA ist sich die ganze Zeit nur am entschuldigen und ich sage auch nur, dass es kein Problem sei.“ YT: „Entschuldigung.“
AS: „Sie sind ein interessanter Mensch. Ja, genau. Nochmals vielen Dank für damals [, als Sie mich gerettet haben].“
YT: „Ich habe Sie eher dazu gebracht, dass Sie sich Zeit nehmen mussten.“ AS: „Danach sind wie alle zusammen sofort nach Hause. Dabei habe ich mit den älteren Damen dann noch über Sie gesprochen.“ YT: „Was denn so?“
AS: „Sich so für einen unbekannten einzusetzen, ein Junge mit sehr viel Mumm.“ YT: (freut sich) AS: „Herr YAMADA?“
YT: „Entschuldigen Sie bitte, ich freue mich nur so...“ AY: „Das Wasser ist heiß.“ AS: „Ich geh später rein.“ AY: „Bis dahin ist es bestimmt schon abgekühlt.“ AS: „Später geh ich noch rein.“ YT: „Ähhhm...“
AS: „Tut mir Leid, meinen Eltern nerven mit geh ins Bad.“ YT: „Gehen Sie ruhig.“
AS: „Ach, kein Problem. Ich geh später ins Bad.“ YT: „Aber irgendwie ist das nicht gut.“
AS: „Meinen Sie. Dann rufe ich Sie an, wenn ich aus dem Bad komme, wenn das für Sie in Ordnung ist.“ YT: „Wie bitte?“
AS: „Natürlich nur, wenn Sie das nicht stört.“ YT: (überglücklich) „Das ist überhaupt kein Problem.“ AS: „Dann bis später.“ YT: „Ok. Ich warte [auf Ihren Anruf.].“
28:50
YT sitzt an einem Brunnen und liest einen Restaurantführer - JM kommt hinzu
美鈴「何似合わない物読んでんの」
剛司「陣釜さん」
美鈴「あんたさ、うちの会社員だったら、うちに挨拶するのは常識でしょう。(ま )ったく」 剛司「上司との一件は大丈夫だったんですか。」 美鈴「もうくっちゃったからさ。」 剛司「くっちゃっ、あっ、そ、食べると言えば、例えばの話なんですけど、陣釜さ んが行くなら、どこがいいですか?」 美鈴「誰と?」 剛司「僕と」
美鈴「ありえないでしょ。」 剛司「例えばの話ですよ」 美鈴「違うって、オタクのあんたとが普通の女と食事なんかに行くわけがないっつ うってんだよ」 剛司「えっ?」 美鈴「あんた、自覚ないの?どっからみても、オタクだよ。」 剛司「オタク?」 美鈴「上から下までぜーんぶ(クンクン)オタ臭充満してるし」 剛司「オタ臭?」 美鈴「そっ、それ消して、出直して(・・・)」 剛司「あああ」
JM: „Da liest du aber etwas, was nicht zu dir passt.“
YT: „Frau JINKAMA“
JM: „Du bist doch einer von unseren Angestellten. Da wäre es doch normal, dass du dich bei meiner [neuen] Firma vorstellst. Aber echt.“ YT: „War die Sache mit Ihrem Chef in Ordnung?“ JM: „Weil ich Ihn gegessen [vernascht] habe.“
YT: „Geges..., ach ja, wo wir gerade beim Essen sind. Rein hypothetisch, wenn Sie Essen gehen würden, wohin gingen Sie dann?“ JM: „Mit wem?“ YT: „Mit mir.“ JM: „Nie im Leben.“
YT: „Natürlich nur rein hypothetisch gesehen.“
JM: „So habe ich das nicht gemeint. Ich sagte, dass es keinen Grund gebe, dass eine normale Frau mit einem Otaku wie dir zum Essen gehen würde.“ YT: „Otaku?“
JM: „Von oben bis unten, einfach alles an dir.“ (Tut so als würde sie etwas riechen) Hier ist schon alles voller Otaku-Geruch.
YT: „Otaku-Geruch [Geruch im übertragenen Sinne als Ausstrahlung]?“ JM: „Komm wieder, wenn du den beseitigt hast.“ YT: „Haaa“
Folge 3
14:48
Eine Radiostation - Interview mit TK
けーすけ「(・・・)」
花梨「(・・・)」 剛司「すみません、遅れれちゃって」 勇作「会社なんか、早退すればいいのに、私なんか昨日の夜に名古屋を出て、徹夜 で先頭をキープしたんですから。」 剛司「すごいですね。」
けーすけ「はーい、いきまーす。それでは、まずは一人目の相談者。僕はアキバを 超えなくて愛するアニメオタクです。実は僕に好きな人がいるんですが、明らかに 釣り合っていません。僕みたいな男でも本当の恋人になれるのでしょうか?」
勇作「オタクに誇り持ってないなんて、情けない」 信二「松永さんのように開き直るのに時間が必要なんですよ。」 けーすけ「(・・・)なんですけれども」 花梨「あたしは趣味に没頭する人が好きですよ。」 けーすけ「そうさ、あの、家中がアニメとかフィギュアだらけでも大丈夫?」 花梨「あっ、それはちょっといやだなぁ。あっ、でもゲームならいいですよ。あた しも教えてもらいたいし。」 けーすけ「ええ、わかりました。じゃあ、花梨ちゃんにずばりききまーす。花梨ち ゃんはオタク君と恋人になれる?」 花梨「私の友達が、あくまで友達がですよ、言っていたのは・・・」 けーすけ「言っていたのはー・・・」 花梨「イタイ、キモイ、ウザ」 勇作「まだまだ」 花梨「、つうか無理」 勇作「(・・・)」 妄想の中の沙織「イタイ、キモイ、ウザイ、つうか無理」 けーすけ・花梨「また来週~」
Moderator Kêsuke und Synchronsprecherin TK in einem Radiostudio
YT: „Entschuldigen Sie bitte die Verspätung.“
MAY: „Sie hätten doch einfach früher gehen können [die Firma früher verlassen können]. Ich für meinen Teil, habe Nagoya gestern Nacht verlassen und halte über Nacht meine Position ganz vorne.“ YT: „Wow.“
Kêsuke: „Los geht’s. Kommen wir zu unserem ersten Ratsuchenden. Ich bin ein Animefan, der Akihabara über alles liebt. Tatsächlich habe ich jemanden, den ich mag, doch passen wir eindeutig nicht zusammen. Können Typen wie ich denn als richtiger Liebespartner akzeptiert werden?“
MAY: „Wie erbärmlich, nicht Stolz auf Otaku zu sein.“ KS: „Um sich wie Herr MATSUNAGA zu öffnen, braucht es schon seine Zeit.“ Kêsuke: (Gibt die Frage an TK weiter)
TK: „Ich mag Leute, die sich voll und ganz ihrem Hobby widmen.“ Kêsuke: „Ok und geht das für dich auch in Ordnung, wenn das ganze Haus übersät ist mit Anime, Figuren u. ä.?“
TK: „Hm, das mag ich nicht so. Doch wenn es Videospiele sind, ist das kein Problem, die möchte ich auch gezeigt bekommen.“
Kêsuke: „Ich habe verstanden. Dann frage dich direkt und unverblümt. Könntest du dir vorstellen einen Otaku als Freund [im Sinne von Liebespartner] zu haben?“ TK: „Was meine Freundin (?) sagte, ich möchte betonen meine Freundin...sagte...“ Kêsuke: „...sagte...“ TK: „Ätzend, ekelhaft, nervig...“
(Bei jedem einzelnen Wort fallen reihenweise Otaku um, die sich vor der Radistation sammelten) MAY: „Noch bin ich nicht am Ende!“ TK: „, um nicht zu sagen, keine Chance“ (Nur noch YT hält sich standhaft)
AS in seiner Fantasie: „Ätzend, ekelhaft, nervig, um nicht zu sagen, keine Chance!“
(YT bricht auch zusammen) Kêsuke und TK: „Bis zur nächsten Woche!“ Folge 5
14:26
ASs Arbeitsplatz - Treppenhaus - YT trifft auf den Stalker
剛司「いたたたたたいたい。は・・・・大丈夫ですか?すみません。僕が飛び出し たんだよね。本当すみませんでした。あのう、失礼ですけど、もしかして、青山さ んのストーカーさんですか?」 剛司「やめたほうがいいです!」 ストーカー「来るなー!」 ストーカー「すみませんでした。すみません。このことするつもりなかったんです 。僕、女の人とほとんど話したことがなくて、だからどうやって接したらいいか分 からなくて・・・ただ彼女に振り向いて欲しかっただけなのに」 剛司「分かります、その気持ち。」 ストーカー「嘘だ。僕の気持ち誰も。」 剛司「僕も女性と付き合ったことが一度もありません。だから相手の気持ちが全然 分からなくて、青山さんと釣り合う男になろうと思って背伸びしても、やっぱり釣 り合わなくて。青山さんと一緒にいると楽しい分だけ怖いんです。いつこの幸せが 消えちゃうんだろうって。本当の僕はどうしようもなく、情けない奴なんです。会 社ではいつも怒鳴られるし、家族にも馬鹿にされるし、何をやってもだめだめで。 青山さんに対してもそうです。電話掛ける時は、いつも手が震えるし、声が裏返る し、毎度同じ洋服だと思われたくなくて、毎回新しいの買っちゃうし、大してお酒 飲めないのに、余裕ですみたいな顔しちゃうし、本当は彼氏がいるかを聞きたいの に、答えを聞くのが怖いから、聞けないし・・・。だから、あなたの気持ちは痛い ほどよく分かるんです。僕もストーカーみたいなもんです。」 ストーカー「それは違います。」 剛司「えっ?」
ストーカー「僕はあの人を悲しませることしか出来なかった。だけど、あなたは( 写真を取り出す)・・・これが彼女のベストショットです。」 ストーカー「僕もあなたみたいになりたかった。」 剛司「僕一人の力じゃないんです。こんな僕を応援してくれて、叱ってくれて、励 ましてくれて、そして見守ってくれる仲間がいるんです。」 (掲示板の住人の言葉を思い出す・ 中略) ストーカー「覚悟が出来ました。警察でもどこでも連れててください。」 剛司「だったら、青山さんのところに行きましょう。」 ストーカー「えっ」 剛司「それで、青山さんに謝りましょう。僕も一緒に謝りますから。」
YT: „Aua tut das weh. Oh ... sind Sie in Ordnung? Es tut mir Leid. Ich bin so plötzlich vorgesprungen. Es tut mir wirklich Leid. (sieht einen Ausweis auf dem Boden liegen und erkennt, dass es sich dabei um die gesuchte Person handelt - den Stalker) Entschuldigen Sie bitte. Es mag zwar unhöflich erscheinen, doch könnte es sein, dass Sie der Stalker von Frau AOYAMA sind?“
Stalker: (weicht zurück und zieht ein Messer hervor)
YT: „Hören Sie besser auf damit.“
Stalker: „Komm nicht näher! ... Es tut mir Leid. Entschuldigung. Ich wollte doch nicht, dass es so weit kommt. Ich hatte kaum mit Frauen gesprochen und wusste einfach nicht, wie man in Kontakt kommt ... Ich wollte doch nur, dass sie sich nach mir umsieht. “ YT: „Das verstehe ich.“
Stalker: „Eine Lüge! Niemand verstehe meine Gefühle.“
YT: „Ich war auch noch nie mit einer Frau zusammen. Daher habe ich keine Ahnung, was mein Gegenüber denkt und wenn ich auch versuche mich so zu ändern, dass ich zu Frau AOYAMA passe, so passen wir letztendlich nicht zusammen. Wenn ich mit ihr zusammen bin habe ich gleichviel Spaß wie Angst. Ich frage mich, wann dieses Glück wohl verschwinden wird. Meine wahres ich ist total erbärmlich. In der Firma werde ich immer angeschrieen und zu Hause machen sie sich über mich lustig. Was Frau YAMADA angeht ist es auch so. Am Telefon zittern meine Hände, meine Stimme verändert sich, ich kaufe immer wieder neue Klamotten, da ich nicht möchte, dass Sie denkt, dass ich immer in den gleichen Klamotten komme und auch wenn ich eigentlich kaum etwas vertrage, tue ich so, als könnte ich noch mehr trinken. Eigentlich möchte ich sie fragen, ob sie einen Freund hat, doch habe ich Angst vor der Antwort und kann’s daher nicht... Daher kann ich deine Gefühle zutiefst verstehen. Ich bin auch eine Art Stalker.“ Stalker: „Da legen Sie falsch.“ YT: „Hä?“
Stalker: „Ich konnte nichts anderes außer sie unglücklich zu machen. Aber du.... (nimmt ein Foto hervor und drückt es YT in die Hand) Das ist das beste Bild von ihr. Ich wollte so werden wie du.“
YT: „ Ich war das nicht allein. Ich habe Freunde/Kameraden, die mich unterstützen, ausschimpfen, anfeuern und auf mich Acht geben.“ (YT erinnert sich an die Forennutzer)
Stalker: „Ich bin bereit. Bringen Sie mich zur Polizei oder wo auch immer Sie mich hinbringen wollen.“
YT: „Dann lassen Sie uns zu Frau AOYAMA gehen.“ Stalker: „Wie bitte?“
YT: „Und lassen Sie uns bei ihr entschuldigen. Ich werde mich mit Ihnen zusammen entschuldigen.“
Folge 8
36:23
Badezimmer der YAMADAs - YT
剛司「はぁ、これで25回目の話中。やっぱりもう無理だろうかな。」 (呼び鈴がなる) 恒生「これ辛―い?」 葵「辛いよ」 恒生「(・・・)」
剛司「どちらさまでっ?へ?夢だ。これは夢だ。ほっ。夢じゃないよ~。あっ、ど うしようどうしよう。あっ、とりあえずちゃんとした服・・・そうだ。よっし。」 沙織「突然お伺いしてすみません。」 剛司「あー、いいえ。電話が通じなかったので、会えないと思っていたんですが・ ・・」
沙織「啓介から電話があって。」 剛司「ああ、そうだったんですか。」 沙織「私に伝えたいことがあるって。」 剛司「はい。」 葵「こっちもしょっぱい。」 恒生「いや、そんなはずがないよ。食べてごらん。」 沙織「お邪魔します。」 剛司「あっ、どうぞ。」 恒生「かっかあさん、若くなっちゃったよ。」 葵「何言ってんの。」 恒生「母さんが・・・」 葵「そんなはずないじゃん」 恒生「えっ?」 剛司「すみません、もうちょっとですから。」 沙織「はい。」 剛司「どうぞ、開けてください。」 剛司「高校の頃にアニメを見るのが好きになって、それから、ゲームやフィギュア を集めるようになって、専門学生の時に秋葉原に通うようになって、声優アイドル のイベントに行ったり、初回限定のポスターが欲しくて、三日間徹夜するようにな りました。人と話すより、一人でゲームやアニメを見ているほうが楽しくて、その せいで、周りからオタクと呼ばれるようになって、でもやっぱりゲームもアニメも 大好きだから、やめられなくて、僕はこういう人間なんです。僕はオタクなんです 。ダサいとか、キモイとか言われても、しょうがないと思ってます。だけど、僕に はこういう生き方しか出来なくて、青山さんに嘘をつきたくなくて、だから本当は すごく恥ずかしいんですけど、ありのままの僕を見て欲しかったんです。こんな僕 でよかったら、仲直りしてください。」 沙織「山田さん?ずるいですよ。わたしが言ようとしたことを先にゆっちゃうんで すもん。」 剛司「えっ?」
沙織「素敵な部屋じゃないですか。個性的で。私は好きですよ。私と仲直りしても らえますか?」 剛司「はい。」
YT: „Hah, das ist jetzt schon das 25. Mal, dass die Mailbox angeht. Vermutlich ist es schon vorbei.“ (Es klingelt an der Tür) (YKO und YA im Esszimmer) YKO: Das hier soll scharf sein? YA: „Klar ist das scharf.“ (YT öffnet die Tür und erblickt AS)
YT: „Wer ist d? Hä? Ein Traum. Das hier ist ein Traum. Nein kein Traum! Ahhh, was soll ich nur tun. Stimmt, zuerst zieh ich mir anständige Klamotten an.... Ja, genau. So mach ich’s.“ AS: „Es tut mir Leid, dass ich so unangemeldet aufsuche.“
YT: „Das geht in Ordnung. Da ich Sie am Telefon nicht erreichen konnte, dachte ich schon, dass ich Sie nicht treffen kann.“ AS: „Keisuke hat mich angerufen.“ YT: „So war das also.“
AS: „Er sagte, dass Sie mit etwas mitzuteilen hätten.“ YT: „Ja.“ YA: „Das hier ist sehr salzig.“ YKO: „Das kann nicht sein. Probier das mal.“ AS: „Entschuldigen Sie bitte die Störung.“ YT: „Hier entlang bitte.“ YKO: „Mutter ist jünger geworden!“ YA: „Was redest du denn da.“ YKO: „Mutter ist...“ YA: „Wie soll das den gehen?“ YKO: „Hä?“
YT: „Entschuldigen Sie bitte, [es dauert] nur noch einen Moment.“ AS: „Ok.“ YT: „Bitte, öffnen Sie die Tür.“
(AS tritt in YTs Zimmer ein, das voller Otaku-Sachen steht)
YT: „Etwa zu der Zeit, als ich in der Oberschule war, mochte ich es Anime zu schauen. Danach begann ich Videospiele [auch Pc-Spiele] und Figuren zu sammeln. Als ich zur Fachhochschule ging, fing ich an nach Akihabara zu gehen. Ich nahm an Events von Synchronsprecherinnen teil und als ich einmal ein Poster wollte, dass es nur für die ersten Teilnehmer gab, machte ich drei Nächte durch. Aufgrund dessen kam es dazu, dass ich von meinem Umfeld mit Otaku betitelt wurde. Aber letztendlich liebe ich Videospiele und Anime über alles und konnte einfach nicht aufhören damit. So ein Mensch bin ich. Ich bin ein Otaku. Wenn jemand über mich sagt, dass ich hässlich und ekelhaft sei, dann kann ich nichts dagegen machen. Aber ich konnte nicht anders leben und daher wollte ich Sie nicht anlügen und obwohl es unheimlich peinlich ist, wollte ich, dass Sie mein wahres Ich sehen. Würden Sie sich mit einem Typen wie mir versöhnen?“
AS: „Herr YAMADA? Sie sind gemein. Sie sagen das, was ich sagen wollte.“ YT: „Was?“
AS: „Das ist doch ein schönes Zimmer, was sie haben - so individuell [voller Leben]. Ich mag so etwas. Würden Sie sich mit mir versöhnen? “ YT: (unter Tränen) „Ja.“
Folge 9
Restaurant - Familienessen der AOYAMAs
28:29
剛司「あのう?忘れ物しちゃいまして・・・」
啓介「帰るわ。」 健吾「早く持っていきなさい。」 剛司「はぁ、すみません。」 (沙織が泣いている) 健吾「まだ何か?」
剛司「えっ?ああ、いいえ。・・・結婚ってすごいことだと思います。付き合うっ てだけでも、僕の中ではもう大変なことなのに、さらにプロポーズして、お互いの 両親に挨拶して、指輪買って、結婚式挙げて、きっと想像以上の勇気振り絞ること の連続だと思うんです。」 健吾「君が何を言いたいんだ。」
由紀「黙ってて!」
剛司「実は自分でも何言っているんだがよく分からないんです。ただ、青山さんの 悲しい顔を見たくないんです。僕にも父と母がいます。青山さんちと違って、父は 頼りないし、母もいないことが多くて、だけど、よく笑ってます。くだらないこと で馬鹿みたいに。だから僕も安心して一緒に笑ってます。子供は親に、笑っていて 欲しいんです。きっと誰よりも親の幸せを願っているから。だから、いつでも笑っ ていて欲しいんです。・・・あっなんか、すみません。」 由紀「はいっ、離婚届、ちゃんと判子も押してあるわよ。」 健吾「由紀。」 由紀「じゃあね!」
YT: „Entschuldigen Sie bitte. Ich habe etwas vergessen...“
Keisuke: „Ich geh nach Hause.“ AKEN: „Dann nimm es schnell und geh.“ YT: „Tut mir Leid.“
(YT sieht AS weinen und hält einen Moment inne) AKEN: „Gibt es sonst noch etwas?“
YT: „Wie bitte? A, nein. ... Ich denke, dass Heiraten etwas Außergewöhnliches ist. Für mich ist eine einfache Beziehung schon anstrengend. Dann noch um die Hand der Geliebten anhalten, sich gegenseitig den Eltern vorstellen, einen Ringe kaufen und eine Hochzeit abhalten. Ich sehe das als eine Verkettung von mutigen Taten an, die bestimmt mehr Mut beanspruchen, als ich es mit vorstelle.“ AKEN: „Was willst du damit sagen?“ AY: „Sei still!“
YT: „Um ehrlich zu sein, muss ich sagen, dass ich auch nicht ganz sicher bin, was ich hier von mir gebe. Aber, ich möchte einfach nicht mehr Frau AOYAMAs trauriges Gesicht sehen.“ Auch ich habe einen Vater und eine Mutter. Im Gegensatz zu Ihnen, kann ich nicht auf meinen Vater zählen und meine Mutter ist häufig nicht zu Hause, doch lachen sie oft. Selbst über blöde Sachen. Daher kann ich auch unbesorgt mitlachen. Kinder wünschen sich, dass ihre Eltern lachen. Bestimmt wünschen sie sich mehr als alles andere das Glück ihrer Eltern. Daher wünschen sie sich, dass sie immer lachen. Oh, es tut mir Leid.“ AY: „Hier die Scheidungspapiere, ich habe auch unterschrieben [Namensstempel].“ AKEN: „Yuki.“ AY: „Bis dann!“
Folge 10
13:53
YTs Zimmer: YT u. JM
美鈴:「振られたんだって。」
剛司:「どうしてそれを?」 美鈴:「あ、いえ、風邪の噂でさ。」 剛司:「あぁ、そうでしたか。」 美鈴:「まぁでも、元々あんたみたいなやつが付き合える相手じゃなかったんだっ て。」 剛司:(ため息)
美鈴:「ほら、オタクとお嬢様だよ。美女と野獣より有り得ないでしょう。」 剛司:(ため息) 美鈴:「あー、もうだめなんだよね、こういう湿っぽいの。脱ぎな!」 剛司:「へっ?」
美鈴:「ほら、あたしにも責任があるわけだし・・・・・・しょうがない」 JM schmeißt YT auf das Bett 剛司:「はっ?」 美鈴:「失恋には新しい恋っていうでしょう。」 剛司:「何するんですか?」 JM reißt YT das Flanellhemd auf 美鈴:「あんただってうるさいんだよ。とっととやらせるよ!」 剛司:「勘弁してくださいよ」 美鈴:「あんたいつまで引きずってんだよ!あんな女世の中に五万といるって」 剛司:「いないです!あんな素敵な人他にはいないです。」 美鈴:「あたしは違うってわけ?だったら、身体で教えてやるよ」 剛司:「勘弁してください」 美鈴:「お邪魔してます。」
YA u. YKO fallen ins Zimmer, als sie die Szene belauschen 葵:「こちらこそ。」 恒生:「お邪魔しました。」
JM: „Ich hab gehört du hättest einen Korb bekommen.“
YT: „Woher wissen Sie davon?“ JM: „Nur so ein Gerücht...“ YT: „Ach so.“
JM: „Tja, was soll man sagen. Sie war von vornherein nicht die richtige für einen Typen wie dich.“ YT: (seufz)
JM: „Na du weißt schon, Otaku und ‚Prinzessin’. Das ist ja noch unmöglicher als die Schöne und das Biest.“ YT: (seufz)
JM: „Dieses weinerliche Getue geht mir auf die Nerven. Zieh dich aus!“ YT: „Wie?“
JM: „Ich bin ja auch verantwortlich daran ... da bleibt mit wohl nichts anderes übrig.“ YT: „Was?“
JM: „Man sagt doch, dass die beste Medizin gegen Liebeskummer eine neue Liebe sei!“ YT: „Was tun Sie da?“
JM: „Halt die Klappe und lass mich in Ruhe machen.“ YT: „Bitte lassen Sie das.“
JM: „Wie lange willst du ihr noch nachheulen? Auf der Welt gibt es mehr als 50 000 solcher Frauen.“
YT: „Gibt es nicht! So eine wundervolle Frau gibt es nur einmal.“ JM: „Ich bin also anders? Dann wird ich dich mit meinem Körper eines Besseren lehren.“ YT: „Lassen Sie das bitte!“ JM: „Es tut mir Leid, dass ich störe.“ YA: „Meinerseits.“
YKO: „Es tut mir Leid, dass ich gestört habe.“
Train Man Folge 1 - Untertitel: „Der Weg der Liebe, den 1 Mio. verfolgten“ Zeit Handlung Anmerkungen [Verbindung] Exposition - Ein Märchen beginnt
00:00 Milchstraße: Raumschiff stürzt auf die Erde ab (Styx „Mr. Exposition [Explosion] Roboto“)
00:39 Akihabara (Tag => Nacht): Explosion; Elektronikgeschäft;
Hauptstraße; Bahnhof; Reklametafeln; Straßen-Events; Mangaladen; Pc-Spieleladen; Dienstmädchen Café; Fachgeschäfte für Elektronik; Figurenladen; Hauptstraße 01:56 Akihabara (Nacht): YT Selbstmordversuch (Geburtstag)
02:29 Akihabara: Verkaufsstand Verkäufer u. YT (Verkaufsgespräch) 03:47 Akihabara/Fernseher: Anime Mîna; MAY u. KS; YT kommt hinzu
04:39 Rainbowbridge/Schiff (Nacht): AS, SAWK u. MIY 60.
Geburtstag Chef 05:49 Akihabara/Event (Nacht): YT, MAY u. KS 07:09 Rainbow Bridge/Schiff (Nacht): AS u. SAWK 07:30 Akihabara/Dienstmädchen Café (Nacht): YT, MAY u. KS (Fotobesprechung/Tanabata)
08:00 Rainbow Bridge/Schiff (Nacht): Ansprache Chef; AS u. kleines [Tanabata] Mädchen (Was ist Tanabata?)
08:22 Akihabara/Dienstmädchen Café/Rainbow Bridge/Schiff (Nacht; [Tanabata-Wunsch] Tanabata-Erklärung)
09:10 Akihabara/Straße (Nacht): YT, MAY u. KS (Wunsch) 09:36 Rainbow Bridge/Schiff (Nacht): AS, SAWK u. MIY Feuerwerk Countdown
09:50 Akihabara/Straße (Nacht): YT, MAY u. KS 09:57 Rainbow Bridge/Schiff (Nacht): AS, SAWK u. MIY Feuerwerk [Feuerwerk] Countdown
10:16 Akihabara/Straße (Nacht): YT, MAY u. KS (Sommer)
10:32 Rainbow Bridge/Schiff (Nacht): AS / Akihabara/Straße: YT 11:17 Vorspann: Gleise Titel „Train Man“, Anime Mîna u. Sponsoreneinblendung
12:27 Akihabara/Unterführung (Nacht): YT, MAY u. KS (Moe); Pärchen
13:18 Akihabara/Bahnhof/Zug (Nacht): YS u. SAWK 13:36 Akihabara/Bahnhof/Treppe (Nacht): YT u. SAWK Otaku-Shock (Zusammenstoß)
Retter im Flanellhemd - Train Man trifft Hermes
14:56 Zug (Nacht): YT rettet AS vor einem Trunkenbold
20:56 Bahnhofsbüro (Nacht): YT, AS u. einige ältere Damen aus dem Zug (Adresse; Dankeschön)
21:52 Vor dem Haus der YAMADAs (Nacht): YA u. YT (Otaku-Otaku u. Familie Fashion)
22:26 Haus der YAMADAs/Esszimmer/Küche (Nacht): YK, YT u. YA (Reibe)
22:54 YTs Zimmer (Nacht): YT bericht dem Forum 26:13 Auf dem Weg zur Arbeit/vor einem Spielzeugladen: YT, K u. M Jung-Otaku
26:53 Auf dem Weg zur Arbeit/Allee: AS u. SAWK 27:07 YTs Arbeitsplatz/ASs Arbeitsplatz: YT/AS u. SAWK
27:32 YTs Arbeitsplatz: YT, KF u. ON
28:16 Restaurant/Park: AS, SAWK u. MIY/YT
29:35 JMs Arbeitsplatz/Gang: YT 30:18 JMs Arbeitsplatz/Raucherecke: YT u. JM
31:24 Straße: YT
31:47 Haus der YAMADAs/Esszimmer: YT u. YKO (Paket)
32:00 YTs Zimmer: YT berichtet Forum (Geburtstag)
Geburtstag als Höllentrip
34:43 Haus der YAMADAs/Esszimmer: YT, YKO u. YA (Kuchen)
35:20 YTs Arbeitsplatz: YT u. KF
35:51 Brücke: YT, kleines Mädchen u. Ausländerin; Mädchen wirft Papiere in den Kanal
37:04 Im Kanal: YT fischt Papiere aus dem Wasser 38:20 Straße: YT versucht ein Taxi zu bekommen; alte Frau 38:24 Straße: YT auf dem Weg zu JMs Arbeitsplatz 38:29 Straße: YT auf dem Weg zu JMs Arbeitsplatz 38:34 Straße: YT auf dem Weg zu JMs Arbeitsplatz 38:43 Vor JMs Arbeitsplatz: YT u. JM 40:26 Akihabara (siehe 00:39): YT Selbstmordversuch 42:25 Sponsoreneinblendung Zwei Tassen von Hermes 42:39 Haus der YAMADAs/Esszimmer: YT Paket 43:00 YTs Zimmer: YT Forum
52:19 Forum: ASCII Art Zug mit Aufschrift „Train Man“; (54:27) Angaben zu YAMADA Tsuyoshi
Frau, die unter der DV des Ehemanns leidet, wehrt sich verbal 55:00 Noble Bar: AKEI u. AS (Zukunft/Heirat) 55:17 YTs Zimmer: YT ruft AS an 55:47 Noble Bar: AKEI u. AS; AS greift nach ihrem Handy 56:00 Abspann (Sambo Master „Sekai wa sore wo ai to yobunda ze”) 57:34 Vorschau Folge 2 57:49 Gesamtzeit
Train Man Folge 2 - Untertitel:
„Große Verwandlung für erste Date“
Zeit Handlung
Kontaktprobleme - Handywerbung
00:00 noble Bar (Nacht): AS u. AKEI; AS greift zum Handy
00:13 YTs Zimmer/Otaku-Fantasien (Nacht): YT am Telefon (Anrufbeantworter)
02:04 noble Bar (Nacht): AS u. AKEI (AS nimmt nicht ab; unbekannte Nummer)
02:18 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum (Benutzername 731 alias
Train Man) 03:28 Taxi (Nacht): AS u. AKEI
03:41 Auf dem Weg zur Arbeit/vor einem Spielzeugladen: YT, K u. M Jung-Otaku (Freundin?)
04:29 ASs Arbeitsplatz: AS, MIY u. SAWK; AS Anruf von AY; Mailbox 04:59 YTs Arbeitsplatz: YT, KF u. ON („Geschäftsessen“; jap. Settai; AS Rückruf)
05:43 YTs Arbeitsplatz/Toilette/JMs Arbeitsplatz/ASs Arbeitsplatz/Toilette/YTs [Handy-Werbung]
Arbeitsplatz/Terrasse: YT (Anruf: JM; Anruf: AS; Handy Akku leer) 08:48 Vorspann: Titel CG; Anime (Titelsong der Folgen 2-11; Electric Light Sponsor: KDDI
Orchestra „Twilight“ 1981); Sponsoreneinblendung 09:58 YTs Arbeitsplatz/24-Stunden-Laden: YT sucht nach einer
Auflademöglichkeit für sein Handy
12:25 Vor dem Billigdiscounter Don Quixote (Nacht): YT u. KF 12:55 Japanisches Restaurant (Nacht): KF, YT u. Chef einer Kundenfirma/ noble Bar (Nacht): AS, SAWK u. MIY Einladung zum Essen
14:51 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum; ruft AS an (ASs Stimme ist zu vernehmen)
16:13 Forum(Gibt es niemand, der Sorgen/Kummer hat?) 17:33 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum vom Telefongespräch mit AS
18:24 YTs Zimmer /ASs Zimmer (Nacht): Telefongespräch YT u. AS (5 Mutiger junger Mann Minuten zuvor)
20:58 YTs Zimmer (Nacht; Jetztzeit): Gespräch mit dem Forum („Was
soll ich
nun machen?“ - „Einladung zum Essen zum Dank für die Tassen“) 21:33 Haus der AOYAMAs/Bad (Nacht): AS duscht; AY 21:43 YTs Zimmer (Nacht): Gespräch mit Forum 22:10 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer (Nacht): AS u. AY (Omiai„arrangierte Heirat“)
22:33 YTs Zimmer/ASs Zimmer (Nacht): YT Übung mit
Keroro-Maske;
Rückruf von AS; YT berichtet live dem Forum; YT lädt AS zum Essen ein (Getrennte Kasse; Wann? WO?) 28:02 Forum: ASCII Art Glückwunsch 28:29 Vor einem Restaurant: AS, SAWK u. MIY
28:50 Park mit Brunnen: YT liest einen Restaurantführer; Gespräch mit JM [Otaku-Bewusstmachung] Die Verwandlung
29:49 YTs Zimmer (Nacht): YT berät sich mit dem Forum (Otaku-Aussehen) [Otaku-Tuning-Plan] (Titelsong: „Pretty Woman“)
30:55 Akihabara/Dienstmädchen Café: YT, MAY u. KS (Shibuya) 31:10 Shibuya/Frauenfrisör/Brillengeschäft/Kleidergeschäft/Restaurant: YT 33:59 Haus der YAMADAs/Esszimmer (Nacht): YT; YKO u. YA Abendessen
(überrascht)
34:32 YTs Zimmer: YT berichtet dem Forum; YT ruft AS an 34:56 ASs Zimmer: Handy klingelt; (Foto:
Omiai-Partner);
AS geht ans Telefon 35:12 YTs Zimmer/Ass Zimmer: Telefongespräch (Verabredung zum Essen)
36:27 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer: AS u. AY (Omiai Absage) 37:07 YTs Zimmer: YT berichtet dem Forum von dem Gespräch; Danksagung YT ist verliebt
ans Forum; Forennutzer ruft seine Frau an (siehe 16:13); YT verneigt sich vor dem Bildschirm Bereit für die erste Verabredung
40:36 Haus der YAMADAs/davor/Bad/YTs Zimmer: YT Vorbereitung zum
Date; YA hilft YT (Parfum); gibt dem Forum Bescheid 42:53 Treffpunkt: YT wartet auf AS (eine Stunde zu früh) 44:04 Treffpunkt: YT findet vierblättriges Kleeblatt; AS kommt Negativdenken; Pechvogel 44:34 Abspann 46:16 Vorschau Folge 3 46:49 Gesamtzeit
Train Man Folge 3 - Untertitel: „Krise beim ersten Date“ Zeit Handlung Anmerkungen [Verbindung] Die erste Verabredung 00:00 Treffpunkt (Nacht): YT u. AS Insert: Môna 3. Folge 01:12 Forum
02:08 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum 02:15 Vorspann: CG 02:19 Forum: Bericht
02:24 Erinnerung/Straße/YT s Zimmer (Nacht): AS u. YT 03:31 Erinnerung/Straße/Forum (Nacht): AS u. YT („Ich halte mich fest.“) 04:13 Sponsoreneinblendungen
04:27 Erinnerung/Restaurant/Forum (Siehe 31:10; Nacht): YT u. AS Einladung nicht bemerkt (Hobby: Restaurantsuche)
07:06 Erinnerung/Restaurant (Nacht): YT u. AS Gespräch über YTs Hobby
(Vorstellung: Dienstmädchen Café, PC-Spieleladen, [im Internet] surfen)
08:23 Forum/ YTs Zimmer/Erinnerung/Verabredung (Nacht): Fragt das Forum („Was soll ich nun tun?“); berichtet weiter 09:32 Erinnerung/Zug (Nacht): YT u. AS Gespräch über den Zwischenfall Negativdenken im Zug (Ich rufe Sie an.)
12:20 Forum/YTs Zimmer (Jetztzeit; Nacht): YT berät sich mit dem Forum Negativdenken
13:48 ASs Arbeitsplatz: AS, SAWK u. MIY (Verabredung)
14:24 YTs Arbeitsplatz: YT füllt Papiere aus; ON am Telefon; KF gängelt YT
14:49 Vor einer Radiostation/ YTs Vorstellung: YT, KS u. MAY 16:28 Haus der YAMADAs/Küche (Nacht): YKO, YT u. YA (Wie seid ihr zusammen gekommen?)
17:42 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer (Nacht): AY u. AS (AKEN; Heirat)
18:46 ASs Zimmer (Nacht): AS nimmt Handy in die Hand 19:08 YTs Zimmer (Nacht): YT spricht mit dem Forum Einladung zur zweiten Verabredung
20:36 YTs Zimmer/ASs Zimmer (Nacht): YT ruft AS an (Freund); YT berichtet dem Forum 23:00 Forum Reaktionen
23:30 Forum: ASCII Art („Train Man auf zur nächsten Etappe“) 24:11 ASs Zimmer (Nacht): schaut Restaurantführer 24:26 YTs Zimmer/Forum (Nacht): Forennutzer Kritik an YT 25:02 Shanghai (Nacht): SAKK u. Kollege; Kollege verlinkt Forum auf Zusammenfassung Forum SAKKs Laptop
25:48 JMs Arbeitsplatz: YT u. JM; JM erkennt YT zuerst nicht 26:17 Imbiss: YT u. JM (faszinierendes Hobby) Missverständnis Liebe/Essen
27:27 Bar: AS, MIY u. SAWK („Ich möchte ihn einmal treffen“) Planänderung - Verabredung zu dritt
27:58 YTs Zimmer/AS vor einer Bar (Nacht): YT Surftraining; YA; Anruf von AS; berichtet dem Forum; Forennutzer (Basketballspieler) Kritik an YT u. Forum („Ich werde allein darüber nachdenken, was ich will.“); YT schaltet PC aus 34:17 Bar: AS, SAWK u. MIY (AKEI) 35:24 Flughafen (Nacht): SAKK 35:41 Zug: YT [Keroro]
36:15 YTs Zimmer (Nacht): YT ist kurz davor den PC anzuschalten 36:40 Akihabara/Bahnhof/Brücke: YT Erinnerungen (Otaku u. Saori) 37:21 YTs Zimmer (Nacht): YT ist kurz davor den PC anzuschalten 37:40 Akihabara/vor einem Dienstmädchen Café: YT findet seinen Wunschzettel im Müll (Rückseite: „Ich möchte mich verlieben“)
38:46 Forum
39:29 YTs Zimmer (Nacht): berichtet dem Forum von seinen Plänen („Ich
mag/liebe AS.”; Forennutzer (Basketballspieler) Mut zur Reha ) 43:09 Haus der YAMADAs: YT bereit zum Date 43:20 Treffpunkt (LOVE-Objekt): YT, SAWK u. AS; YT erinnert sich an AS (siehe Folge 1 - 16:36) 44:44 Abspann 46:17 Vorschau Folge 4 46:49 Gesamtzeit
Train Man Folge 4 - Untertitel:
„Sommer! Spezialsurfdrill“
Zeit Handlung
Verabredung mit Hindernissen
00:00 Treffpunkt: YT, SAWK u. AS
00:55 nobles Restaurant (Nacht): YT, SAWK u. AS 03:47 Straße (Nacht): YT, SAWK u. AS 05:00 Vorspann: CG; Anime; Sponsoreneinblendung 6:10 YTs Zimmer (Nacht): berichtet dem Forum / Café (Nacht): AS u. SAWK; Forum
(hat sie einen Freund ja/nein; Handy-E-Mailadresse) 08:05 Übergang (Nacht)/ASs Erinnerung: AS u. SAWK (Pet?)
10:42 ASs Zimmer/YTs Zimmer (Nacht): Anruf von YT (Meer; E-Mailadresse des Handys); YT berichtet Forum (E-Mail; Surfen) Surftraining
14:13 YTs Zimmer: YT Surftraining (Poster)/ YTs Arbeitsplatz: YT Skateboard (Lob) („Surfing California”)
15:36 YTs Arbeitsplatz/Terasse: YT Training Skateboard u. ON 17:04 ASs Arbeitsplatz: AS, SAWK u. MIY (YT=NG)
17:45 Imbiss: YT u. JM
18:52 JMs Arbeitsplatz: sieht zufällig Forum 19:14 SAKKs Bar: AS u. AKEI 19:57 Vor SAKKs Bar: AS u. SAKK
20:45 YTs Zimmer/Bad/vor dem Haus (Nacht): YT, KS u. MAY; Aoi (Otaku-live) 22:45 SAKKs Bar (Nacht): SAKK schaut zum ersten Mal ins Forum 23:08 YTs Zimmer: YT Surftraining; berichtet Forum (entschuldigen; Lüge); YT schickt
AS E-Mail 26:47 YTs Arbeitsplatz/Terrasse: YT bittet ON um Hilfe (Surf-Drill) 27:08 Strand/YTs Zimmer (Tag und Nacht): YT u. ON 28:20 SAKKs Bar: AKEI, SAWK, MIY, SAKK u. AS (Eröffnungsparty) 29:18 Brücke/Telefonzelle (Nacht): SAKK u. AS (Seelenheil durch den „großen Bruder“) 33:56 Strand: YT u. ON (Surf-Drill Ende)
34:25 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum; Rat von einem Forennutzer (ASs
Ex-Freund) 36:16 Bahnhof/Meer: YT u. AS (auf zum Meer; Unwetter)
43:52 JMs Arbeitsplatz: JM u. YT; JM liest Forum u. erkennt, dass YT Train Man ist 44:23 JMs Arbeitsplatz/Empfangshalle: YT u. JM; JM stellt YT 44:44 Abspann 46:17 Vorschau 46:32 Sponsoreneinblendung
46:49 Gesamtzeit
Train Man Folge 5 - Untertitel: „Die große Stalkervertreibungsaktion“ Zeit Handlung Anmerkungen [Verbindung] Sie weiß nicht, dass du ein Otaku bist, oder? 00:00 JMs Arbeitsplatz/Empfangshalle: YT u. JM Insert: Wotaku 01:00 ASs Arbeitsplatz: AS, SAWK u. MIY 01:23 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer/vor dem Haus (Nacht): AS, AY u. Freundin von AY 02:17 Vorspann: CG; Anime; Sponsoreneinblendung 03:26 Straße: MIY u. SAWK sehen YT u. ON 04:05 YTs Arbeitsplatz/ASs Arbeitsplatz: YT, KF (Dreifachverabredung). YT telefoniert mit AS 04:28 Haus der YAMADAs/YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum
05:40 SAKKs Bar (Nacht): SAKK liest Forum 05:55 YTs Arbeitsplatz: YT, KF u. ON; YT lädt ON ein (Einladung zur Dreifachverabredung) 06:29 Restaurant (Nacht): AS, SAWK, MIY, YT, MAY u. KS 07:19 Straße (Nacht): MAY u. KS 07:39 Straße (Nacht): SAWK u. MIY
Train Man vs. Stalker
07:54 Zug (Nacht): AS u. YT
09:32 Bahnhof (Nacht): AS zieht YT aus dem Zug 10:33 SAKKs Bar (Nacht): SAKK u. AKEI; SAKK hat sich in Hermes verliebt
11:24 Straße/Haus der AOYAMAs (Nacht): YT bringt AS nach
Hause 12:11 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum; E-Mail von AS (Stalker)
14:27 Straße/ASs Arbeitsplatz/Empfangshalle: YT gibt AS selbst
gemachtes Anti-Stalker-Manual u. Schutzausrüstung (Bodyguard)
16:59 Straße (Nacht): AS u. YT; Gespräch über Film 18:02 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum 18:21 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer (Nacht): AS u.AY 19:33 Forum/ YTs Zimmer (Nacht): Ratschläge zur Stalkersuche 20:37 Vor dem Haus der AOYAMAs: AS gibt YT Stalker-Fotos 21:05 YTs Arbeitsplatz: YT u. KF; Anruf von AS, KF nimmt ab 22:01 Haus der YAMADAs/Esszimmer (Nacht): YT, YA u. YKO 22:14 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum 23:39 Kichijôji-Bahnhof/Park/Straße (Nacht): YT auf der Suche nach dem Stalker
24:32 SAKKs Bar (Nacht): AS u. AKEI (Scheidung); Anruf aus der Firma von AS
25:30 Straße/Mietshaus/Wohnung (Nacht): YT sucht Stalker; IMURA Shunpei = Stalker Polizist
27:01 SAKKs Bar (Nacht): AS u. AKEI; AS am Telefon (Kurierdienst)
27:44 Stalker Wohnung (Nacht): YT u. Polizist 28:31 SAKKs Bar/ Stalker Wohnung (Nacht): AKEI geht an ASs Handy, das sie vergessen hat; sagt YT, dass sie in der Firma ist
29:06 ASs Arbeitsplatz (Nacht): AS findet Paket von Stalker 29:25 ASs Arbeitsplatz /Irgendwo im Gebäude (Nacht): Stalker stellt den Strom ab
29:42 Vor ASs Arbeitsplatz/Im Gebäude/Treppenhaus (Nacht): YT auf dem Weg; stößt auf das Fahrrad des Stalkers 30:17 ASs Arbeitsplatz /Irgendwo im Gebäude (Nacht): Stalker wandelt durch die Gänge
30:34 ASs Arbeitsplatz /Treppenhaus (Nacht): YT ruft nach AS;
Reaktion des Stalkers auf das Rufen von YT 30:53 ASs Arbeitsplatz /Treppenhaus (Nacht): YT läuft in den Erfahrung mit Frauen
Stalker; Gespräch YT u. Stalker; AS kommt hinzu 38:38 Forum: Gespräch über die Beziehung untereinander 40:02 Forum: ASCII Art Express-Zug („Wir sind bei dir!“); Forennutzer (Patientin)
40:38 Zug (Nacht): YT u. AS (2. Rettung); Gespräch über Handy Bescheiden, Empathie! (Mann war am Telefon = AKEI = jüngerer Bruder) 42:07 Vor dem Haus der AOYAMAs (Nacht): AY u. AKEI; AKEI gibt Handy ab
43:03 Bahnhof (Nacht): AS u. YT; YT steigt aus (Darf ich Sie nach Hause bringen?) 44:34 Abspann 46:17 Vorschau 46:32 Sponsoreneinblendung 46:49 Gesamtzeit
Train Man Folge 6 - Untertitel:
„Die Liebeserklärung, ein turbulenter Auftakt“
Zeit Handlung
Comic-Messe oder Musical?
00:00 YTs Zimmer/Straße (Nacht): Anruf von MAY u. KS (Comic-Messe) 00:38 ASs Zimmer/YTs Zimmer/Forum (Nacht): Telefongespräch (2. Rettung; Tassen); Besuch bei AS (Forum: „Gesteh ihr deine Liebe!“) 04:05 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer (Nacht): AS, AKEI u. AY 05:06 ASs Zimmer (Nacht): AS blättert in YTs Anti-Stalker-Manual; weint mit aller Kraft
06:30 YTs Zimmer/Forum (Nacht): Liebeserklärungen 07:06 YTs Zimmer: YT müde, packt Tassen ein 07:20 Haus der YAMADAs/Esszimmer/Küche: YA, YKO u. YT; YKO übt einen [Überblendung Môna] Trick
08:03 Vor dem Haus der YAMADAs: YT, K u. M salutieren; Postbote bringt [Überblendung Môna] Zulassung zu Comic-Messe
08:32 Haus der AOAYAMAs/Küche: AS backt Muffins; AY
08:54 Kichijôji-Bahnhof: Straße: YT übt mit Puppe; AKEI u. AY sehen zu 09:26 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer: AS Muffins sind fertig 09:32 Vor dem Haus der AOYAMAs: YT klingelt; AS öffnet das Tor 10:18 Vorspann: CG; Anime; Sponsoreneinblendung 11:28 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer: AS u. YT; Hund; alter Computer; YT Insert: 6.Folge
berichtet dem Forum aus dem Haus der AOYAMAs; Benoist; DVD 17:12 SAKKs bar: SAKK liest Forum 17:20 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer: AS u. YT 18:09 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum 18:27 Erinnerung/Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer: YT u. AS (Musical)
18:40 Forum/YTs Zimmer (Nacht): Forum drängt zur Liebeserklärung; YA 19:52 Haus der YAMADAs/Esszimmer (Nacht): Anruf von MAY u. KS (Comic-Wollte absagen! Messe u. Musical am gleichen Tag)
21:09 YTs Zimmer (Nacht): YT berät sich mit dem Forum (Musical oder Comic-Messe); YT umarmt Zulassung u. Foto mit AS 22:24 Internet Café (Nacht): JM liest Forum
22:30 ASs Zimmer/Terrasse/YTs Zimmer (Nacht): Anruf Musical-Ticket; Anruf von YT (Lüge: Arbeit/Comic-Messe; AS: Sonntag PC kaufen) 24:00 ASs Arbeitsplatz: AS, MAY u. SAWK (SAWK: „Du liebst ihn bestimmt nicht“)
24:53 SAKKs Bar (Nacht): AKEI u. AS; AS seufzt 25:09 Kauhaus/Teeladen/-café: SAKK u. Forennutzer Zeit Handlung
25:47 SAKKS Bar: YT, JM, AKEI u. AS (verliert Zulassung) 27:51 Straße (Nacht): YT u. AS (YT: bei der nächsten Gelegenheit „Liebeserklärung“) YT „rettet“ AS vor einem scharf abbiegendem Auto (3. Rettung); AS nimmt YTs Hand 31:05 Forum/YTs Zimmer (Nacht): 32:47 Messegelände (Nacht): MAY u. KS 33:03 Haus der YAMADAs/YTs Zimmer: YT in Otaku-Outfit kann Zulassung nicht finden; ruft AKEI in SAKKS Bar an (Lüge: Zulassungspapiere => wichtige Formulare für die Arbeit) 34:00 SAKKs Bar: SAKK spielt mit einem ferngesteuerten Auto; findet Zulassungspapier; fragt AKEI danach 34:25 Messegelände: YT
34:37 SAKKs Bar/ASs Zimmer: AKEI informiert AS über die Fundsache 34:43 Messegelände: YT, MAY u. KS bitte um Einlass; YT bemerkt nicht, dass sein Handy klingelt (Anruf von AS) 35:36 SAKKs Bar: SAKK, AKEI u. AS; AS holt Papiere ab 35:56 Messegelände: YT, MAY u. KS versuchen unbemerkt ins
Messegebäude zu kommen
36:25 Taxi: AS sieht Notiz auf dem Umschlag (jap. Aiaigasa; Zwei [Liebende] unter Schirm)
36:37 SAKKs Bar: AKEI erzählt SAKK von AS Rettung durch YT Taxi/Straße: AS lächelt / Forum Reaktionen 38:44 Event-Halle/Backstage: Karin sieht ASCII Animation im Forum 39:09 SAKKs Bar: AKEI u. SAKK; SAKK versteht, dass AS Hermes sein muss; SAKK macht sich auf den Weg zur Messe 39:30 Messegelände: YT u. MAY; AS zeigt dem Wachpersonal den Umschlag
40:07 Platz: AKEI u. JM (Verabredung: Musical)
Die Lüge tritt zu Tage - Otaku-Schock?
40:24 Messegelände: YT, MAY u. KS; AS sieht YT (Lüge); YT
zerdrückt Dôjinshi 44:44 Abspann 46:17 Vorschau 46:31 Sponsoreneinblendung 46:49
Gesamtzeit
Train Man Folge 7 - Untertitel:
„Schluss mit dem Otaku-Sein!! Geburtstag unter Tränen“
Zeit Handlung
Am Boden zerstört
00:00 Messegelände: YT u. AS (Trennung); SAKK beobachtet Trennung per Rivale
Autokamera; SAKK fängt AS mit dem Auto ab 02:39 Messegelände (Nacht): YT niedergeschlagen 02:52 SAKKs Bar: SAKK u. AS trinken Wein; AS schläft ein [Alkohol]
03:26 Haus der YAMADAs/Esszimmer (Nacht): YKO zieht BH an; YT niedergeschlagen, trinkt Bier aus der Flasche
03:57 YTs Zimmer (Nacht): YT versucht AS eine E-Mail zu schreiben, sieht ins Forum
04:41 SAKKs Bar (Nacht): AS u. SAKK (Engel u. Teufel), SAKK versucht ihr einen Kuss zu stehlen
05:48 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum; Forum (Otaku oder Lüge?) Missverständnis: Grund für die Trennung = Otaku 07:04 Internet Café (Nacht): JM liest Forum
07:07 Forum/YTs Zimmer (Nacht): Forum feuert YT an; Karin (Austausch); YT weint (Liebeskummer)
08:41 Vorspann: CG; Anime; Sponsoreneinblendung 09:51 YTs Arbeitsplatz: JM, KF, ON u. YT Insert: 7.Folge
10:43 ASs Arbeitsplatz: AS, SAWK u. MIY (Lüge; bleib ihm gegenüber kalt) 11:28 Vor JMs Arbeitsplatz (Nacht): JM, YT, AS u. AKEI (List) 12:07 Restaurant (Nacht): JM, YT, AS u. AKEI (bald ASs Geburtstag 21.08.); AKEI u. JM verschwinden
13:13 Straße (Nacht): AS u. YT; YT entschuldigt sich bei AS (AS bleibt kalt); AS
fährt mit Taxi weg
Schluss mit dem Otaku-Sein 15:04 YTs Zimmer (Nacht):YT trägt ASs Geburtstag in seinen Kalender ein Forennutzer Otaku?
(schöne Erinnerungen); YT schreibt dem Forum (werde nicht aufgeben; Grund = Otaku?) ; Forennutzer Pc defekt; gibt Otaku-Dasein auf 18:50 Event-Halle: Karin liest Forum (Mut durch Train Man) 19:22 SAKKs Auto/vor ASs Arbeitsplatz: SAKK liest Forum; AS, SAWK u. MIY; SAKK holt AS ab
20:09 YTs Zimmer/Spieleladen/am Fluss/Brücke: YT versucht Figuren kaputt zu machen, verkauft Videospiele (PS2); YT wirft Kiste mit Figuren in den Fluss; Gundam-Otaku wirft auch eine Kiste in den Fluss 22:54 Haus der YAMADAs/Esszimmer: YA u. YT (zwei Kisten); YT öffnet Kiste (Mathilda Figur - Gundam)
23:28 Akihabara/Dienstmädchen Café: Abschluss vom Otaku-Dasein; YT schenkt MAY u. KS seine Figuren; MAY überreicht YT eine Urkunde; KS Männermagazine
24:17 Restaurant: AS u. SAKK (Geburtstagsfeier bei SAKK?) 24:45 Geschirrgeschäft: YT kauft Geburtstagsgeschenk 24:59 YTs Zimmer (Nacht): YT packt
Mîna
u.
Keroro-Handpuppe
für eine
Auktion ein (Zimmer wirkt leer u. kalt); berichtet dem Forum 27:04 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer/ASs Zimmer/YTs Zimmer (Nacht): Anruf von YT (Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag) 28:56 SAKKs Bar/SAKKs Fantasie (Nacht): SAKK baut Überraschung für AS (Liebeserklärung)
30:30 Haus der AOYAMAs/Veranda: AY verbrennt Scheidungspapiere; AS kommt hinzu (AY: Du hast dich bestimmt von ihm getrennt. Daher glitzerst du nicht mehr.)
31:20 Straße: AS schaut auf die Uhr (18 Uhr) 31:39 YTs Zimmer/Haus der YAMADAs: YT schaltet PC aus (YT: Sie kommt Zeit-Empfinden
vielleicht nicht, aber werde trotzdem warten.) 32:40 Geburtstagsfeier: AS
Zwei Teller für Hermes
32:49 Straße/Forum: YT geht zum Treffpunkt (Freundschaft) 34:13 Internetcafé: JM liest Forum 34:22 Event-Halle: Karin ist weg 35:00 Forum: ASCII Art (Happy Birthday) [Bild]
35:06 Treffpunkt (Nacht): YT wartet (19:00 Uhr)
35:20 Geburtstagsparty (Nacht): AS schaut auf die Uhr; SAWK fragt nach SAKK; AKEI ruft ihn an u. teilt ihm die Ortsänderung mit 36:35 Treffpunkt/SAKKs Auto (Nacht): Regen Musik: CCB
37:04 Geburtstagsparty (Nacht): AS schaut auf die Uhr; MIY, AKEI u. SAWK; JM kommt zu AKEI
38:04 Treffpunkt (Nacht): YT wartet im Regen
38:21 Geburtstagsfeier (Nacht): JM erzählt AS von YTs Zeit-Empfinden; SAKK kommt hinzu (SAKK: „AS komm mit, ich muss dir etwas zeigen”) 40:32 Treffpunkt (Nacht): YT wartet im Regen, schaut auf die Uhr (22:10 Uhr) 40:47 SAKKs Auto (Nacht): SAKK u. AS (AS: „Halt an! Du wolltest mich Mephistopheles
hierhin bringen, oder... Um mich mit Herrn YAMADA zusammenzubringen?”)
41:44 Treffpunkt (Nacht): YT durchnässt, AS kommt zu ihm; YT: „Ich habe mein Otaku-Dasein aufgegeben, um ein besserer Mann für sie zu werden.” AS: „An mir liegt es. Ich konnte Ihre Lüge nicht vergeben. Ich möchte Sie nicht verletzen, daher…“; YT will Geschenk überreichen u. bricht zusammen (Fieber) 44:47 Abspann 46:17 Vorschau 46:32 Sponsoreneinblendung 46:49 Gesamtzeit
Train Man Folge 8 - Untertitel:
„Auferstehung!! Outen als Otaku unter Tränen“
Zeit Handlung
Train Man bricht zusammen
00:00 Treffpunkt (Nacht): AS u. YT; YT bricht zusammen; SAKK bringt YT ins
Krankenhaus 00:55 Krankenhaus: YT 01:04 SAKKs Bar/Forum: SAKK tut im Forum so, als wäre er YT
03:13 Forum: Forenverwalter (Huhn)
03:22 Krankenhaus: YT, AS u. SAKK; SAKK lügt YT an (Verlobter); AS u. SAKK gehen 04:58 Vorspann: CG; Anime; Sponsoreneinblendungen
06:08 Krankenhaus/vor dem Raucherzimmer: SAKK im Raucherzimmer raucht, AS u. YA
unterhalten sich (Geschenk; nicht mit der Liebe des Bruders spielen)
07:42 Forum: Forenverwalter (Huhn)
09:09 Krankenhaus: YT, JM, KF u. ON
11:35 ASs Arbeitsplatz: AS, MIY u. SAWK (MIY: „AS hat sich also nicht verändert“) 12:16 Forum (Huhn)
13:06 Forum Freundin des Forenverwalters (Huhn); Gespräch
16:37 Krankenhaus: YT
16:47 SAKKs Bar: SAKK liest Forum (Huhn) 17:20 Krankenhaus: YT, MAY u. KS (Otaku-Wiederbelebung) 18:50 ASs Arbeitsplatz: AS
19:10 YTs Zimmer (Nacht): YT spürt Leere; berichtet dem Forum (Krankenhausaufenthalt u. Verlobter); umarmen Bildschirm; YT ruft AS an
24:35 SAKKs Bar: SAKK blockiert auf ASs Handy YTs Nummer; AS kommt von der O-Zone Toilette
25:07 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer/YTs Zimmer (Nacht): AY geht ans Haustelefon; Anruf von YT (Hinweis: Lüge) Otaku-Coming-out
27:22 Forum/YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum davon (Bleib du selbst); YT:
„Ich werde AS zeigen, dass ich ein Otaku bin“ 29:59 Akihabara/Game Center/YTs Zimmer: MAY Anruf von YT 30:16 Akihabara/Dienstmädchen Café: YT, MAY u. KS (Abschluss rückgängig); MAY Katzenohren versteckt Figuren
31:13 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer: AS denkt an die Worte von MIY („Von sich aus Probleme überwinden“); Gespräch mit AY (AY: „Auf dieser Welt gibt es keinen Mann, der nicht einmal lügt.“) 32:42 Am Meer: AS u. SAKK 32:56 YTs Zimmer: YT stellt Figuren wieder auf
33:18 Am Meer: AS u. SAKK; SAKK fantasier (Heiratsantrag); Bikerinnen; Anruf von AKEI (YT kann dich nicht am Handy erreichen); Bikerinnen stehlen SAKKs Auto 36:23 Haus der YAMADAs/Bad/Esszimmer (Nacht): YT versucht bei AS anzurufen; As an der Tür
38:24 YTs Zimmer (Nacht): YT u. AS; Otaku Coming-out
42:54 YTs Zimmer/ASs Zimmer (Nacht)/Forum Reaktionen - ASCII Art (Mîna - Danke für den Mut): YT bekommt Anruf von AS (Geburtstagsgeschenk: Mîna Figur) 44:22 Flughafen (Nacht): AKEN 44:34 Abspann 46:17 Vorschau 46:32 Sponsoreneinblendungen
46:49 Gesamtzeit
Train Man Folge 9 - Untertitel: „Der letzte Kampf, Vorahnung einer Tragödie“ Zeit Handlung Anmerkungen [Verbindung] Ruhe vor dem Sturm 00:00 Flughafen (Nacht): AKEN
00:13 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum (Verabredung mit AS in Akihabara)
00:47 ASs Zimmer/YTs Zimmer/Forum (Nacht): Telefongespräch (PC-Kauf; AS: Ich möchte dahin gehen, wo Herr YAMADA immer hingeht.)
02:35 SAKKs Bar: SAKK liest Forum; AKEI
03:01 YTs Zimmer: stellt sich AS mit Zöpfen vor; googelt nach PCs 03:11 Vorspann: CG; Anime
03:30 Akihabara/Bahnhof/Brücke: YT u. AS Hand in Hand 04:04 Sponsoreneinblendungen
04:17 Akihabara/Elektronikladen: YT u. AS; YT gibt AS einen selbst
zusammengestellten PC-Einkaufsratgeber 04:54 Akihabara/Einkaufsstraße: YT u. AS; YT trägt PC; machen gestaltbare Fotos (jap. Purikura)
05:41 Akihabara/Spielhalle: YT, AS, MAY u. KS; AS: „Es macht Spaß [Überblendung Môna] [mit Otakus etwas zu unternehmen]“; MOE
07:22 Akihabara/YTs geheimer Zufluchtsort (Nacht): YT u. AS; Forum Kommentare
08:43 Forum/YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum (Du
entscheidest); Anruf von AS; Foto-E-Mail AS im Schlafanzug;
„Wie stellt ihr euch AS vor? “
12:10 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer: AS, YT u. AY 13:20 ASs Zimmer/Wohnzimmer: AS u. YT; AS u. AY (ASs Aussehen u.
kein Freund/kein Verlobter); Forum Reaktionen; AS lädt YT zu einem Familienessen ein
17:07 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet Forum (Familienessen; Anzug; Train-Man-Tuning-Plan 2 Etikette)
18:21 YTs Arbeitsplatz: YT, KF u. ON (Anzug) 19:20 JMs Arbeitsplatz/Raucherzimmer: JM u. YT (loben) Zeitungsartikel
20:15 Haus der YAMADAs/Esszimmer: YT, YA u. YKO (Training -Etikette)
21:08 SAKKs Bar (Nacht): SAWK, AS, MIY u. SAKK (Familienessen;
Restaurant; MIY: „Kennst du A-Channel?”) 21:50 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer (Nacht): AY (Scheidungspapiere) Train Man als Heil
22:07 Nobles Restaurant/Küche (Nacht): AY, AS, AKEI, YT u. AKEN Otaku sozial/Familie (Scheidung; Glück); SAKK u. falscher YT 32:35 Taxi/Straße (Nacht): AY u. AS; AKEN; YT; SAKK
34:27 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum (Angst, dass AS von dem Forum erfährt; Verrat)
36:50 Hotelzimmer (Nacht): JM u. AKEI; AKEI erfährt von dem Forum; liest Forum
37:25 Forum/YTs Zimmer (Nacht): Gespräch über das Forum; AS gestehen/erklären
38:12 Forum: Forennutzer (Baseball-Fan) Pc-Defekt 38:47 Hotelzimmer (Nacht): AKEI u. JM (Forum u. YT) Train Man möchte Hermes das Forum zeigen 39:31 Haus der YAMADAs/YTs Zimmer (Nacht/Tag): YT immer noch am nachdenken (Forenverwalter: „Du musst ihr sagen, was das Forum für dich bedeutet“; Stolz/Freunde); YT schreibt, dass er es AS sagt u.
läuft zu AS
43:45 Vor dem Haus der AOYAMAs/ASs Zimmer: YT, AKEI u. AS (AKEI: „YT hat dich hintergangen.“) 44:56 Abspann 46:30 Vorschau 46:36 Sponsoreneinblendungen 46:49 Gesamtzeit
Train Man Folge 9 - Untertitel: „Der letzte Kampf, Vorahnung einer Tragödie“ Zeit Handlung Anmerkungen [Verbindung] Ruhe vor dem Sturm 00:00 Flughafen (Nacht): AKEN
00:13 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum (Verabredung mit AS in Akihabara)
00:47 ASs Zimmer/YTs Zimmer/Forum (Nacht): Telefongespräch (PC-Kauf; AS: Ich möchte dahin gehen, wo Herr YAMADA immer hingeht.)
02:35 SAKKs Bar: SAKK liest Forum; AKEI
03:01 YTs Zimmer: stellt sich AS mit Zöpfen vor; googelt nach PCs 03:11 Vorspann: CG; Anime
03:30 Akihabara/Bahnhof/Brücke: YT u. AS Hand in Hand 04:04 Sponsoreneinblendungen
04:17 Akihabara/Elektronikladen: YT u. AS; YT gibt AS einen selbst
zusammengestellten PC-Einkaufsratgeber 04:54 Akihabara/Einkaufsstraße: YT u. AS; YT trägt PC; machen gestaltbare Fotos (jap. Purikura)
05:41 Akihabara/Spielhalle: YT, AS, MAY u. KS; AS: „Es macht Spaß [Überblendung Môna] [mit Otakus etwas zu unternehmen]“; MOE
07:22 Akihabara/YTs geheimer Zufluchtsort (Nacht): YT u. AS; Forum Kommentare
08:43 Forum/YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum (Du
entscheidest); Anruf von AS; Foto-E-Mail AS im Schlafanzug;
„Wie stellt ihr euch AS vor? “
12:10 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer: AS, YT u. AY 13:20 ASs Zimmer/Wohnzimmer: AS u. YT; AS u. AY (ASs Aussehen u.
kein Freund/kein Verlobter); Forum Reaktionen; AS lädt YT zu einem Familienessen ein
17:07 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet Forum (Familienessen; Anzug; Train-Man-Tuning-Plan 2 Etikette)
18:21 YTs Arbeitsplatz: YT, KF u. ON (Anzug) 19:20 JMs Arbeitsplatz/Raucherzimmer: JM u. YT (loben) Zeitungsartikel
20:15 Haus der YAMADAs/Esszimmer: YT, YA u. YKO (Training -Etikette)
21:08 SAKKs Bar (Nacht): SAWK, AS, MIY u. SAKK (Familienessen;
Restaurant; MIY: „Kennst du A-Channel?”) 21:50 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer (Nacht): AY (Scheidungspapiere) Train Man als Heil
22:07 Nobles Restaurant/Küche (Nacht): AY, AS, AKEI, YT u. AKEN Otaku sozial/Familie (Scheidung; Glück); SAKK u. falscher YT 32:35 Taxi/Straße (Nacht): AY u. AS; AKEN; YT; SAKK
34:27 YTs Zimmer (Nacht): YT berichtet dem Forum (Angst, dass AS von dem Forum erfährt; Verrat)
36:50 Hotelzimmer (Nacht): JM u. AKEI; AKEI erfährt von dem Forum; liest Forum
37:25 Forum/YTs Zimmer (Nacht): Gespräch über das Forum; AS gestehen/erklären
38:12 Forum: Forennutzer (Baseball-Fan) Pc-Defekt 38:47 Hotelzimmer (Nacht): AKEI u. JM (Forum u. YT) Train Man möchte Hermes das Forum zeigen 39:31 Haus der YAMADAs/YTs Zimmer (Nacht/Tag): YT immer noch am nachdenken (Forenverwalter: „Du musst ihr sagen, was das Forum für dich bedeutet“; Stolz/Freunde); YT schreibt, dass er es AS sagt u.
läuft zu AS
43:45 Vor dem Haus der AOYAMAs/ASs Zimmer: YT, AKEI u. AS (AKEI: „YT hat dich hintergangen.“) 44:56 Abspann 46:30 Vorschau 46:36 Sponsoreneinblendungen 46:49 Gesamtzeit
Train Man Folge 10 - Untertitel:
„Das letzte Kapitel! Wundersame Wendung“
Zeit Handlung
Forum führt zum Missverständnis
00:00 ASs Zimmer: AS u. AKEI (Forum); AY: „Saori, Herr YAMDA ist da.“ Insert: 10.Folge
00:50 Vor dem Haus der AOYAMAs: YT, AKEI u. AS; AKEI schlägt YT nieder (AS: „Kommen Sie mir nie wieder vor die Augen.“; AKEI: „Die Welt in der meine große Schwester lebt ist anders als deine.“) 02:33 Haus der YAMADAs/Esszimmer: YKO, YKA, YA u. YT (YA: „Bist du in Ordnung?“)
02:54 Forum: Forennutzer (Baseball-Fan) repariert PC; liest Forum (YT: „Es ist endgültig vorbei“)
03:34 Vorspann: CG; Anime, Sponsoreneinblendungen 03:57 Forum/YTs Zimmer/JMs Arbeitsplatz: Gespräch über Trennung (YT:
„Anstrengungen nicht gehasst zu werden, keine Anstrengungen, um geliebt zu werden“); YT schaltet PC aus u. legt Bilderahmen um
10:02 ASs Arbeitsplatz: SAWK u. MIY (Italienreise; MIY u. MAY); AS (verspätet; Trennung)
11:02 SAKKs Bar (Nacht):AKEI, SAWK u. SAKK (ASs u. YTs Trennung); JM O-Zone
(JM zu AKEI: „Lies das Forum von Anfang bis Ende!“) 12:50 Flughafen: AS, MIY u. SAWK (Geschäftsreise nach Italien) 13:08 YTs Arbeitsplatz: YT ist unentschuldigt abwesend; ON stoppt KF, der YT feuern will
13:44 Haus der YAMADAs/YTs Zimmer (Nacht): JM besucht YT (Trennung; Otaku sind treu
Verführung; YT: „Es gibt nur die Eine für mich“); YA u. YKO lauschen 15:16 Italien/Restaurant: AS, MIY u. SAWK (SAWK liest Forum) 15:43 Forum: Forennutzer (Baseball-Fan) hat alle ungelesenen Beiträge gelesen; „Wir müssen uns verändern, ihn zum Forum bringen.“ Wir-dringen-in-Akihabara-ein-Plan; Forennutzer (Hikikomori/Zurückgezogener; „Wir sind auch dein Freund“)
19:53 YTs Zimmer (Nacht): YT versucht PC anzuschalten 20:22 Akihabara/Bahnhof/Brücke/Elektronikgeschäft: Forennutzer treffen auf YT; YT bekommt nichts von ihren Anstrengungen mit; MAY u. KS 23:11 SAKKs Bar/Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer: SAKK liest Forum; AY liest Omiai-Mappe; SAKKs Fantasie (Plan läuft schief) 24:33 Italien/Hotelzimmer: SAWK liest Forum; AS sieht sie dabei; SAWK hat ihre Meinung geändert
25:20 Akihabara/Radiostation: YT, MAY u. KS; Karin öffnet YT die Augen (MAYs Taschentuch); MAY u. KS lästern über Train Man; YT läuft durch Akihabara u. bemerkt die Nachrichten des Forums 30:00 Italien/Bar: AS u. MIY (YTs Gefühle)
31:02 YTs Zimmer (Nacht): YT schaltet PC ein; Forennutzer sprechen über ihre Veränderung, hervorgerufen durch Train Mans Mut; YT: „Werde AS meine Liebe erklären“ 35:26 Flughafen: AS, SAWK u. MIY
35:40 YTs Arbeitsplatz: YT reicht Kündigung ein; ON hat sich zum Abteilungsleiter gemacht u. nimmt sie nicht an (Resturlaub) Auf zur Liebeserklärung
36:20 YTs Zimmer/ASs Zimmer: Vorbereitung auf das Warten; spricht mit dem Forum; ruft AS an; AS stellt Handy auf Mailbox 39:28 Haus der YAMADAs/YTs Zimmer: YT spricht mit dem Forum; YT ist 3 Monate
bereit; ASCII Art Zug „Die Welt gehört euch“ 42:39 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer: AS u. AY (AY: „Saori. Solange man sich liebt, kann man alles überwinden“)
43:08 Akihabara/YTs geheimer Zufluchtsort: YT richtet sich ein für die Nacht 43:44 Japanisches Hotel: SAKK u. AY (Omiai-Verwechselung)
44:31 ASs Zimmer: AS hört Mailbox ab, liest Forum
45:17 Abspann/Vorschau
46:27 Sponsoreneinblendungen
46:49 Gesamtzeit
Train Man Folge 11 (Ende) - Untertitel:
„Die größte Liebeserklärung in der Geschichte der Menschheit!! Abschluss unter Tränen“
Zeit Handlung Anmerkungen [Verbindung]
Die letzte Prüfung in Akihabara
00:00 Akihabara/YTs geheimer Zufluchtsort: YT bereitet sich für die Nacht vor 00:12 ASs Zimmer: AS hört Mailbox ab, liest Forum
(Rückblenden) 05:10 Akihabara/YTs geheimer Zufluchtsort (Nacht): YT hält Taschentücher in der Hand („Erklär ihr deine Liebe“) 05:37 ASs Zimmer: AS liest weiter im Forum (Rückblenden); AS lächelt 06:52 Akihabara/YTs geheimer Zufluchtsort (Nacht): Anruf von MAY u. KS 07:34 ASs Zimmer: AS liest weiter im Forum (Rückblenden) 10:01 Akihabara/YTs geheimer Zufluchtsort (Nacht): YT isst zu JM Handy Kreuz Abend; Anruf von JM 10:35 ASs Zimmer (Nacht): AS liest weiter im Forum Insert: Letzte Folge
(Rückblenden); AS weint (22:47); SAKK beobachtet AS mit einem ferngesteuertem Hubschrauber 14:53 Akihabara/YTs geheimer Zufluchtsort/SAKKs Auto (Nacht):
YT erhält Anruf von SAKK (AS ist im Krankenhaus); SAKK nimmt AS im Auto mit 15:51 Taxi/SAKKs Auto (Nacht): YT auf dem Weg ins Krankenhaus; AS u. SAKK auf dem Weg nach Akihabara; Sambo Master „Sekai
wa sore wo ai to yobunda ze“;
Taxi u. SAKKs Auto fahren aneinander vorbei; Forennutzer hören auch zu 18:17 Akihabara/YTs geheimer Zufluchtsort (Nacht): AS erkennt [Handy] YTs Sachen; YT ist nicht da 18:46 Vor dem Krankenhaus/Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer (Nacht): YT ruft AKEI an; AKEI entschuldigt sich 19:53 Akihabara/YTs geheimer Zufluchtsort (Nacht): AS u. SAKK 20:22 Akihabara (Nacht): AS sucht nach YT; AS sieht alte Nachrichten des Forums; Anruf von SAKK: „Komm zum Bahnhof. Ich habe YT gefunden.“ 21:52 Akihabara/Banhof (Nacht): SAKKs Fantasie SAKK u. AS;
SAKK ruft AS zu sich; AS entdeckt YT; Bikerinnen stehlen SAKKs Ring 24:36 Akihabara/Bahnhof (Nacht): YT u. AS (AS: „Endlich haben wir uns getroffen, Herr Train Man.“) 24:59 Forum/YTs Zimmer: Forennutzer warten auf YTs Nachricht; YT berichtet dem Forum
Liebeserklärung
27:10 Erinnerung/Akihabara/YTs geheime Zuflucht (Nacht): AS u.
YT (Liebeserklärung) AS: „Bleiben Sie für immer bei mir?“; AS küsst YT 37:20 YTs Zimmer/ Forum: YT:
„Mîna fängt gleich an, daher werde ich später weiter schreiben.“;
YT schaut Mîna 38:31 Allee: SAKK u. JM treffen aufeinander (gestelltes Train-Man-Szenario); JM schlägt Trunkenbold zusammen 39:31 YTs Zimmer: YT berichtet dem Forum 39:57 Erinnerung/Park (Nacht): AS u. YT; AS gibt YT
Mitbringsel/Geschenk aus Italien (Halsband - Partnerlook); Forum Reaktionen (Depression); Kuss (von YT aus); YT schläft am PC ein 46:34 Akihabara/vor einem Dienstmädchen Café: MIY u. MAY
47:00 Café: SAWK u. AS 47:51 Haus der YAMADAs/Esszimmer: YKA, YKO, YA u. YT [Mathilda-Figur] (schwanger) Abschied vom Forum 48:47 YTs Zimmer: YT schreibt ins Forum; Abschied vom Forum (kein einsamer Single mehr); YT hat Nachrichten in einer Mappe gesammelt
01:02:09 Forum: ASCII Art „Herzlichen Glückwunsch zum Abschluss“ Das Märchen geht zu Ende
01:03:43 Fiktion/Akihabara/Bahnhof/Dampflok: Forennutzer, AS u. YT fliegen zu den Sternen; Forennutzer gehen wieder ihrem Leben nach
01:06:52 Haus der AOYAMAs/Wohnzimmer: AS u. AY (neuer Hund?)
01:07:16 Restaurant „Unglückliche Liebe“: ON, KF, AKEI u. SAKK („Wir-sind-Jinkama Misuzus-Opfer-Verein“) 01:08:48 Tokio/Bahnhof: Reise (Zug - Train Man); Trunkenbold
01:10:04 Gesamtzeit
Arbeit zitieren:
MA Marc Hansen, 2008, Das Phänomen Densha Otoko, München, GRIN Verlag GmbH
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