II. Abkürzungsverzeichnis Bank Bankmanagement BBA Bachelor of Arts in Business Administration BIF Bachelor of Arts in Insurance and Finance Contr. Controlling Eng Englisch FDL-Branche Finanzdienstleistungsbranche Finanz Finanzmanagement H Stunde M männlich Meth. Methodik Pflicht Pflichtwahlmodul RL Rechnungslegung RM Risikomanagement Str. Mark. strategisches Marketing VM Versicherungsmanagement W weiblich WM Wissensmanagement
II
III. Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Wie schätzt ihr die Lerninhalte eures Studiengangs ein?
Abbildung 2: Was versteht ihr unter einem spezialisierten Studiengang?
Abbildung 3: Praktika in der FDL-Branche während des Studiums.
Abbildung 4: Beurteilung des persönlichen Engagements.
Abbildung 5: Durchschnittlicher Zeitaufwand für die tägl. Klausurvorbereitung
Abbildung 6: Gewichtung der Kernmodule
Abbildung 7: Angemessene Vorbereitung auf die Praxis in der FDL-Branche.
III
1. Einleitung
Unter dem Begriff Studium oder Studieren versteht man das wissenschaftliche Lernen an einer Hochschule, in dem man sich mit bestimmten Themen wissenschaftlich beschäftigt und diese ausführlich erforscht. 1
Man kann hierbei unterscheiden zwischen einem allgemeinen Studium und einem spezialisierten Studium. Letzteres ist am Beispiel des Studiengangs Bachelor of Arts in Insurance and Finance (BIF) Untersuchungsgegenstand im Rahmen dieser Arbeit. Das Studium fokussiert sich auf spezifische Fachgebiete, das heißt „arteigene und kennzeichnende“ 2 Themen werden eingehender behandelt.
In Zeiten, in denen die Lage am Arbeitsplatz schwierig ist und es immer wichtiger wird sich selbst finanziell absichern zu können, ist die Wahl des Studiengangs ein wichtiger Grundstein für die persönliche Zukunft und sollte wohlüberlegt getroffen werden. Die Frage ist nun, inwiefern sich ein allgemeines von einem spezialisierten Studium unterscheidet, beziehungsweise welche Vor- oder auch Nachteile eine Spezialisierung bringen kann. Ein möglicher Vorteil ist, dass man in einem spezialisierten Studium eine höhere Motivation hat Neues zu Erlernen, somit die Idee „Je spezialisierter ein Studiengang desto höher die Lernmotivation“. Doch die Spezialisierung kann nicht nur Vorteile bringen. Der Studiengang vertieft sich im Hauptstudium auf einzelne Kernmodule. Das wirft die Frage auf, ob diese Vertiefung auch in diesem Maße von Studenten angestrebt wird oder doch eher als zu stark empfunden wird, somit wäre die These „BIF-Studenten schätzen die Vertiefung im Hauptstudium als zu spezialisiert ein“ genauer zu erforschen.
Zur Untersuchung der aufgestellten Thesen wurde eine Primärstatistik verwendet. Hierbei handelt es sich um ein „statistisches Erhebungsprinzip, nach dem die zu beobachtenden Objekte direkt nach den interessierenden Tatbeständen befragt werden“ 3 . Es wurden insgesamt 115 Fragenbögen verteilt, davon 81 an Studenten aus dem Hauptstudium des Studiengangs BIF und 34 an Studenten aus dem Hauptstudium des Studiengangs Bachelor of Arts in Business Administration (BBA). Unterschieden nach Geschlecht wurden 57 Männer und 58 Frauen befragt.
1 Vgl. Hermann, Ursula (1982) , S. 461.
2 Lexikonredaktionen des Bibliographischen Instituts (1984), S. 661.
3 Hohlstein, Michael/ Pflugmann, Barbara (2009), S. 564.
1
2. Spezialisiertes Studium
2.1 These 1: Je spezialisierter ein Studiengang desto höher die Lernmotivation
2.1.1 Grundgedanke
Die Überlegung hinter dieser These ist, dass Studenten, die sich für ein spezialisiertes Studium entscheiden ein ernsthafteres und tiefgehenderes Interesse an der Materie haben. Dies generiert somit eine stärkere Motivation Neues zu erlenen und sich mit verschiedenen Fachthemen auseinanderzusetzen. Um diese These zu messen wurden mit Hilfe des Fragebogens die beiden Kernelemente, die Spezialisierung und die Lernmotivation, hinterfragt.
2.1.2 Spezialisierung
Der Studiengang BIF ist ein spezialisierter Studiengang. Doch ob diese Tatsache auch von Studenten so wahrgenommen wird, musste zu allererst hinterfragt werden. Im Fragebogen wurde zur Orientierung die Definition vorgegeben, dass sich ein spezialisiertes Studium auf bestimmte Fachgebiete bezieht.
Die BIF-Studenten sollten anhand von vier Kategorien den Spezialisierungsgrad ihres Studiums einschätzen. Diese reichten von „oberflächlich“, „ausreichend“ über „tiefgehend“ bis hin zu „sehr spezifisch“. Die Auswertung zeigt, dass die Mehrheit der Befragten den Studiengang als tiefgehend einschätzt, 18,29% empfinden ihr Studium sogar als sehr spezifisch, rund ¼ (26,83%) als ausreichend und nur 4,88% als oberflächlich.
Eine Differenzierung nach Geschlecht liefert die Erkenntnis, dass die Spezialisierung von Frauen tendenziell stärker wahrgenommen wird als von Männern. 55,81% der weiblichen Befragten empfinden BIF als tiefgehend und 18,6% als sehr spezifisch. Von nur 2,33% wird das Studium als oberflächlich und von 23,26% als ausreichend wahrgenommen. Zieht man nun die durchschnittliche Einschätzung der männlichen Befragten zum Vergleich heran, schätzen nur 43,59% BIF als tiefgehend ein, 17,95% als sehr spezifisch. 30,77% empfinden ihr Studium als sehr spezifisch und 7,69% als oberflächlich. Im Rahmen der Fragebogenauswertung wurde nun nach Fachsemestern unterschieden, um zu prüfen, ob sich die Einschätzung der Lerninhalte des Studiengangs im Verlauf des Studiums ändert.
2
Quelle: Eigene Darstellung
Die Auswertung zeigt, dass im vierten, fünften und achten Semester eine große Einigkeit bei der Kategorien „tiefgehend“ herrscht. Ansonsten kann man sagen, dass die Spezialisierung tendenziell anfangs stärker wahrgenommen wird als zum Ende des Studiums. Ein Ausreißer ist jedoch das sechste Semester, dass offensichtlich im Vergleich zu den anderen Fachsemestern eine komplett andere Einschätzung seines Studiums hat. Hier empfindet nur ein relativ geringer Teil das Studium als tiefgehend (15,79%), immerhin 21,05% halten es für sehr spezifisch. Allerdings wird es von der Mehrzahl (52,63%) als nur noch ausreichend wahrgenommen und von 10,53% sogar als oberflächlich. An dieser Stelle besteht ein Anreiz im Rahmen einer weiteren wissenschaftlichen Arbeit genauer zu erforschen, worin die veränderte Wahrnehmung des sechsten Semesters begründet liegt. Für diese Arbeit gilt jedoch zu bemerken, dass natürlich die verzerrte Wahrnehmung zu einer erheblichen Beeinflussung des Gesamtschnittes führt.
Es wurde ebenfalls eine Unterscheidung nach Altersklassen durchgeführt, hierbei konnten jedoch keine Abweichungen oder Auffälligkeiten festgestellt werden. Als nächsten Schritt wurden die BIF-Studenten danach gefragt, was sie unter einem spezialisierten Studiengang verstehen. Hierbei gab es vier Kategorien: • 1. Kategorie: „Eine genaue Fachrichtung ist vorgegeben“
• 2. Kategorie: „Vermittlung tiefgehender Lerninhalte statt einem breiten Wissensspektrum“
• 3. Kategorie: „Während des Studiums können Studenten zwischen einer Auswahl von Pflichtwahlfächern je nach Interessenlage wählen“ • 4. Kategorie: „Sonstige“
3
Arbeit zitieren:
Sina Krenzer, 2009, Spezialisierungsgrad des Studiums, München, GRIN Verlag GmbH
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