Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. Empirismus und Rationalismus. 4
2.1 Empirismus. 4
2.2 Rationalismus. 5
3.3 Konflikt und Vereinbarkeit. 5
3. Die Erkenntnis allgemeiner Prinzipien. 6
4. Die Erkenntnis der Erfahrung. 10
5. Zusammenfassung und Schluss. 11
2
1. Einleitung
Gegenstand dieser Hausarbeit ist im wesentlichen das 7. Kapitel „Unsere Erkenntnis allgemeiner Prinzipien“ aus Bertrand Russells Werk „Probleme der Philosophie“ und die voraus bzw. darüber hinaus gehenden Gedanken. Meine Ausführungen beginnen zunächst, nach einer kurzen historischen Einführung, mit einer Darstellung der Strömungen des Empirismus sowie des Rationalismus und deren wichtigsten Vertreter. In kritischem Bezug auf Russell, werde ich dann auf den Konflikt, aber auch die Vereinbarkeit dieser beiden Positionen eingehen, um von dort aus Russells Auffassung zur Erkenntnis allgemeiner Prinzipien zu erörtern. Dabei werde ich zunächst darstellen was allgemeine Prinzipien nach Russell sind, um dann exemplarisch die Prinzipien der Induktion und Deduktion zu erläutern. Anschließend wird sich die Frage stellen wie wir uns dieser Prinzipien bewusst werden und welche Rolle sie im Prozess der Erkenntnis zusammen mit der Erfahrung spielen. So werden ihre Möglichkeiten aber auch Grenzen aufgezeigt. Näher werde ich mich mit den von Russell angeführten Beispielen der Mathematik und der Ethik auseinandersetzen, denen er beiden einen apriorischen Charakter zu spricht. Diese Ansicht sowie die Argumente die zu ihr führen werden kritisch hinterfragt. Nach der Behandlung der allgemeinen Prinzipien, die wie gezeigt wird unbezweifelbar einen Teil der Erkenntnis ausmachen, folgt eine Darstellung des anderen Teils der Erkenntnis, der Erfahrung, mit einem Augenmerk auf die von Russell seinem Werk „Human Knowledge“ dargestellte Problematik der Subjektivität in Zeit und Raum.
Abschließend werden die gesammelten Erkenntnisse und die daraus resultierenden weitergehen Probleme und Fragen zusammenfassend dargestellt.
3
2. Empirismus und Rationalismus 2.1. Rationalismus
Die Zeit des ausklingenden 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts steht im Zeichen des Aufschwungs und Fortschritts der Naturwissenschaften (Höffe 2001:149). Dadurch ausgelöst entsteht eine Debatte über den richtigen Weg zu neuer Erkenntnis. Der Zusammenhang dieser beiden Entwicklungen wird deutlich, wenn man die weiteren oder zum Teil ursprünglichen Tätigkeitsfelder der bedeutendsten Philosophen dieser Zeit betrachtet. Sie sind Mathematiker und Naturwissenschaftler. Beachtenswert ist außerdem, dass niemand von ihnen als Universitätslehrer tätig ist (Höffe 2001:150). Diese Faktoren tragen zu einer Pragmatisierung der Philosophie bei.
Auf der Suche nach „zweifelsfreien Wissen“ (Höffe 2001:154) bilden sich die beiden Denkschulen des Rationalismus und Empirismus heraus. Die Rationalisten sind hauptsächlich Mathematiker des kontinentalen Europas. Als Begründer des neuzeitlichen Rationalismus gilt der Franzose René Descartes (1596 - 1650). Von der Mathematik und Metaphysik kommend ist für ihn die Mathematik das methodische Vorbild jeglicher Erkenntnis (ebd.). In Überwindung des Skeptizismus entwickelt er die Methode von den „einfachsten, unbezweifelbaren Elementen“ (ebd.) ausgehend ein „System des gesamten Wissens aufzubauen“(ebd.). In einem Gedankenexperiment entdeckt er dieses kleinste, unbezweifelbare Elemente im res cogitans, im denkenden Wesen. Denn wer an allem zweifelt, erkennt sich selbst als zweifelndes Wesen an. Dies ist meiner Erachtens nach jedoch problematisch, da wer an allem zweifelt, zweifelt auch an der Notwendigkeit der Kausalität. Somit könnte er die Person, die zweifelt, als Illusion erachten und ein reines Zweifeln könnte einfach unabhängig von Person, Raum und Zeit sein. Die Rationalisten des 17. Jahrhunderts gehen also vom Vorhandensein eines unbezweifelbaren Wissens aus. Dieses Wissen liegt in den angeborenen Ideen und Prinzipien, welche für die Rationalisten unabhängig von jeglicher Erfahrung sind (Russell 2007:66).
4
Arbeit zitieren:
Roy Huschenbeth, 2010, Die Epistemologie Russells anhand der Erkenntnis allgemeiner Prinzipien in „Probleme der Philosophie“, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Roy Huschenbeth hat einen neuen Text hochgeladen
Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis
Worin die Hauptursachen der Ir...
George Berkeley, Günter Gawlick, Lothar Kreimendahl
Vorlesungen und Vorträge zu philosophischen Problemen der Wissenschaft...
Ernst Cassirer, Jörg Fingerhut, Gerald Hartung, Rüdiger Kramme
The Collected Papers of Bertrand Russell, Volume 8: The Philosophy of ...
Bertrand Russell, John G. Slater
0 Kommentare