Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. 3
2. Emile Durkheims Grundlagen der Soziologie 3
3. Gesellschaftsanalytik des Emile Durkheim 5
3.1 Segmentäre Gesellschaften. 6
3.2 Arbeitsteilige Gesellschaften 7
3.3. Die anomische Arbeitsteilung 9
4. Conclusio. 11
Literaturverzeichnis 13
2
1. Einleitung
Im Jahre 1893 erschien Emile Durkheims Dissertation mit dem Titel „Über die Teilung der sozialen Arbeit“. Inhaltlich stellt Durkheim darin fest, dass eine arbeitsteilige Gesellschaft eines veränderten gesellschaftlichen Zusammenhaltes bedarf bzw. aus sich heraus produziert.
Folgen der Arbeitsteilung sind nach Durkheim, die Errichtung einer neuen Sozialbzw. Moralordnung, die Individuen aneinander bindet. Ohne die Arbeitsteilung wären die Individuen weit gehend unabhängig voneinander. Aus dem Bemühen die Produktivkraft zu erhöhen, entspringt Solidarität. Diese Ausarbeitung zum Referat, das im Rahmen des Seminars „Durkheim und seine Schule“ gehalten wurde; möchte ein kurzes Gedankenpanorama Durkheims skizzieren, welches er in seiner Dissertation „Über die Teilung der sozialen Arbeit“ behandelt.
2. Emile Durkheims Grundlagen der Soziologie
Jede Darstellung eines Gedankenpanoramas ist gebunden an die historischen Geschehnisse, daher kann man die Grundlagen Emile Durkheims Soziologie, nur im historischen Kontext betrachten.
In den Jahren 1789 bis 1871 befindet sich Frankreich in einer sozialen Krise; deren Natur Durkheim „epochal und national“ nennt. 1 Das Frankreich des 18.- und 19.Jahrhunderts, die Schwingungen der französischen Revolution und die damit einhergehende soziale Diskrepanz auf der nationalen, gesellschaftlichen Ebene konnte „(...) den Werten von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit keine stabile politische Heimat bieten.“ 2 Den Einfluss der katholischen Kirche mit ihrer konservativ-dogmatischen Ausrichtung der Moral in einer immer komplexer werden Umwelt, behindert laut Durkheim den „(...) Aufbau eines demokratischen Bewusstseins, die Schaffung eines solidarischen Zusammenhalts und die Entwicklung einer säkularen,
1 MÜLLER; H.-P.: Gesellschaft, Moral und Individualismus. Emile Durkheims Moraltheorie.
2 Ebd.
3
Moral.“ 3 individualistischen Für die differenzierte Analyse der
Gesellschaftszustände muss sich die Soziologie als „Real- und Moralwissenschaft“ 4 verstehen. 5
Durkheim bezieht sich in den „Regeln der soziologischen Methode“ 6 auf die Erkenntnisse Montesquieus und definiert die Soziologie als „Wissenschaft von Institutionen, deren Entstehung und Wirkungsart.“ 7 Emile Durkheim grenzt sich gegen Montesquieu ab, indem er in der Soziologie alle sozialen Tatbestände zusammen, die dem Individuum einerseits äußerlich und unabhängig sind und andererseits mit zwingender Gewalt ausgestattet, Kraft derer sie sich ihm aufdrängen. Soziale Tatbestände seien nichts genuin menschliches, sondern lediglich in dem Sinne genuin menschlich, als das sie anerzogen seien. Soziale Tatbestände haben zwanghaften Charakter, da Druck auf den Willen des Einzelnen ausgeübt wird. Sie sind allgemein, da sie nicht mit der Natur des Menschen a priori verbunden sind. Ferner sind sie unabhängig von Verhalten und Praxis des Individuums. 8
Die sozialen Tatbestände beschreibt Emile Durkheim anhand dreier Institutionen: „Der Sprache, die Verständigung ermöglicht. Dem Geld, das zum Austausch dient und den Produktionsmethoden, die zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit notwendig sind.“ 9
Zentrales Anliegen Emile Durkheims ist die Erfassung und Klärung des gesellschaftlichen Einflusses, den die zuvor beschriebenen sozialen Tatbestände auf das Handeln der Individuen haben. Für Durkheim stellt das Soziale einen eigenen Wirklichkeitsbereich in der Realität dar. Das Soziale definiert also die Realität mit. Daraus folgert er, dass sich „Soziales nur durch Soziales“ erklären lasse. 10 „(...) denn, die bestimmt Ursache eines soziologischen Tatbestandes muss in den sozialen Phänomenen, die ihm zeitlich vorangehen, und nicht in den
3 Ebd.
4 Ebd.
5 Vgl. Ebd.
6 Ebd.
7 Ebd., S.157f. Vgl. Heisterberg 1980, S.75f.
8 Vgl. Müller 2000, S.154. Vgl. May 1980, S.72.
9 Müller 2000, S.154.
10 May 1985, S.72.
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Dennis Scholze, 2008, Zu Emile Durkheims Dissertation "Über die Teilung der sozialen Arbeit", München, GRIN Verlag GmbH
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