Sommersemester 2003 Referentin: Daniela Welz
1. Geschichtlicher Abriss ................................................................................................2
2. Modelle zur Begründung von Literatur im EU ................................................................3
3. Lernziele.........................................................................................................................4
4. Auswahlkriterien ............................................................................................................5
5. Vor- und Nachteile authentischer und didaktischer (bzw. didaktisierter) Texte...............5
6. Kreative Verfahren im Umgang mit Literatur im EU.......................................................7
7. Früher Literaturunterricht..............................................................................................11 Literatur: ..............................................................................................................................12
Lektüre: längerer, zusammenhängender Text, der zusätzlich zum oder im Anschluss an das Lehrbuch gelesen wird.
• 19. Jahrhundert:
- literarische Texte spielen bereits große Rolle im EU, aber weitestgehend nur
- primär allgemeinbildende statt sprachdidaktische Ziele: Bsp.: Shakespeare im Original lesen, aber auf Deutsch besprechen
- Auffassung bis in die 70er-Jahre (20.Jh.): Das Lesen geistiger Tradition stellt
( → vgl. Gutschow (1979): „Literaturunterricht ist nicht Sprachunterricht“)
- G-Ü-Methode; kein Zusammenspiel zwischen Leser und Text, d.h.
• 20. Jahrhundert:
- 50er-/60er-Jahre: fester Lektürekanon
- ab Ende 60er-Jahre: auch systematische Einbeziehung von Sachtexten als
- seit Beginn der 70er-Jahre: Paradigmawechsel (NISSEN = theoretischer
- ab 80er-Jahre: Miteinander von literarischen Texten und Sachtexten; Hören und Lesen als Interaktion zwischen Lernendem und Text
2.1 Das interkulturelle Modell
• Literatur kann dazu dienen, das Fremdverstehen zu fördern.
• Gründe: Literarische Texte erlauben unterschiedliche Deutungen und ermöglichen es, sich in Charaktere hineinzuversetzen und fremde Perspektiven zu erfahren. Sie sind deshalb besonders geeignet, das Verhältnis von eigener und fremder Kultur zu überdenken und evtl. überkommene Vorstellungen zu revidieren und Vorurteile abzubauen.
2.2 Das Sprachmodell
• Literarische Texte können als Ausgangspunkt für sprachliche Aktivitäten dienen.
• Bsp.: Schüler sollen eine Kurzgeschichte komplettieren oder einen Zeitungsartikel auf der Basis einer gelesenen Geschichte schreiben etc.
2.3 Das Selbsterfahrungsmodell
• Literarische Texte dienen der Selbsterfahrung, Horizonterweiterung sowie der Schärfung der Urteilskraft und der Sensibilität der Schüler gegenüber eigenen und fremden Vorstellungen.
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• Diese Erfahrungen können zu einer positiven Einstellung gegenüber Literatur beitragen und Freude am (lebenslangen) Lesen wecken.
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• kognitiv:
- landeskundliche Kenntnisse erwerben
- Vermittlung literarischer Gattungen und Textcharakteristika
- Erweiterung des (passiven) Wortschatzes und Strukturerweiterung
• affektiv:
- fachspezifische Motivation fördern (Realitätsnähe des Englischen spüren)
- Freude am Lesen wecken
- Fremdverstehen und Toleranz fördern
- Empathiefähigkeit und Vorstellungskraft fördern
• pragmatisch:
- Kommunikative Kompetenz: Schulung des Lese- und Hörverstehens sowie des Sprechens und Schreibens (insbesondere Schulung von narrative skills)
- Lesetechniken (skimming; scanning usw.)
- Verfahren der Textanalyse
„Literarische Kompetenz“ nach Jane Spiro (1991) umfasst:
• Verstehen des Inhaltes
• Kenntnis des Kontextes (z.B. Autorenbiographie, kultureller, sozialer, historischer und geographischer Hintergrund)
• Fähigkeit zur Empathie (durch Hineinversetzen in Ereignisse und Charaktere)
• Fähigkeit zur intellektuellen Auseinandersetzung (mit Charakteren, Handlung, setting, Erzählperspektiven, Diktion, rhetorischen Figuren, Atmosphäre, Reim, Metrum usw.)
• Befähigung zur Kreativität (Gefühle ausdrücken, Ereignisse, settings und Charaktere beschreiben, poetische Sprache verwenden können)
• Kenntnis von verschiedenen Möglichkeiten der Interpretation (z.B. New Critcism, Rezeptionsästhetik, Dekonstruktion usw.
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Arbeit zitieren:
Daniela Kilper-Welz, 2003, Literatur / Lektüre im Englischunterricht, München, GRIN Verlag GmbH
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Leider nur wenig informativ. Stichpunktartig geschrieben. Nicht empfehlenswert!
am Tuesday, October 19, 2010-
Daniela Kilper-Welz
Sehr geehrter Herr Omoayere,
Die stichpunktartige Schreibweise ergibt sich aus dem Format des Textes, der schließlich angegeben ist (Referat - Handout) und ist auch am einsehbaren Textauszug zu erkennen.
(Daher auch der niedrige Preis.) Ganze Sätze daraus zu formen sollte für einen Studenten kein Problem sein. Dass der Text trotzdem sehr informativ und empfehlenswert ist und schon vielen Studenten weiter geholfen hat lässt sich an den hohen Verkaufszahlen erkennen.
am Tuesday, October 19, 2010-