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Fremdspracherwerb und Fehleranalyse

Title: Fremdspracherwerb und Fehleranalyse

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: B.A. David Spitzl (Author)

German Studies - Linguistics
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Fremdsprachenkenntnisse werden schon seit langer Zeit gesellschaftlich gefordert und auch gefördert. Das Erlernen von Fremdsprachen untersteht einem ständigen Optimierungswillen und ist daher auch dauerhafter wissenschaftlicher Auseinandersetzung untergeordnet. Wie Sprache und Fremdsprachen erlernt werden und welche Schlüsse sich daraus für den Lerner und das Lernen selbst ergeben sind gewiss zentrale Fragen hierbei. Die Sprachwissenschaft ist in diesem Zusammenhang sicherlich die treibende Kraft, hat sie doch eine Reihe von Werkzeugen zur Analyse und Beschreibung von Sprachen in all ihren Facetten geleistet; in weiten Teilen ebenso interdisziplinär in der Verbindung mit anderen Wissenschaftsfeldern. Die Ergebnisse der Fremdspracherwerbsforschung boten lange Zeit Nährboden für kritische Auseinandersetzungen, was dazu beitrug, dass Konzepte verschiedenster Art hervorgebracht wurden. Der eben angesprochene Optimierungswille ist es auch, der dem Fehler in der Fremdsprachenlinguistik einen besonderen Stellenwert zu Teil werden lässt. Die Fehlerbeschreibung und -analyse kann in gewissem Sinne bereits auf eine lang währende Tradition zurückblicken, die bereits vor der Entwicklung der Kontrastiven Linguistik ihren Platz fand.
Um dem Lerner das Erlernen einer Fremdsprache zu vereinfachen und ihn möglichst schnell an das Ziel einer gesteigerten Fremdsprachenkompetenz zu bringen, muss verstanden werden, welche Ursachen Fehler hervorbringen und auf welche Art sie gelöst werden können.

Diese Arbeit wird über das Fundament der Allgemeinen Linguistik auf die wichtigsten linguistischen Disziplinen eingehen, die an einer Beschreibung für den Erwerb von Fremdsprachen beteiligt sind. Zusätzlich wird auf die am weitesten verbreiteten Fremdspracherwerbstheorien eingegangen und ihre Unterschiedlichkeiten, aber auch vorhandene Überschneidungen werden dargestellt. Dies ist insofern nötig, da an Hand der Theorien der Bereich der Fehleranalyse behandelt wird. So haben die unterschiedlichen Fremdspracherwerbstheorien Einfluss auf den Umgang mit Fehlern (oder Normabweichungen) in der Fehlerlinguistik. Durch ein Zusammenwirken der Theorien und ihrer Besonderheiten kann der Fehler bei Fremdsprachenlernern differenziert beschrieben werden und so zu einer umfassenden Beschreibung gelangt werden. Darauf aufbauend wird es möglich sein, die Vorgehensweisen vorzustellen, die bei einer fremdsprachenlinguistischen Fehleranalyse in Betracht gezogen werden müssen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Angewandte Linguistik und ihre Leistungen für den FSU

2.1 Angewandte Linguistik

2.2 Fremdsprachenunterrichtsrelevante Teilgebiete

2.2.1 Kontrastive Linguistik

2.2.2 Psycholinguistik

2.2.3 (Fremd-)Sprachermittlung und Spracherwerbstheorien

Die Kontrastivhypothese

Identitätshypothese

Die Interlanguage-Hypothese

3. Fehleranalyse und Zugang zu fremdsprachigen Fehlern

3.1 Fehleranalyse über Fremdspracherwerbstheorien

3.2 Angewandte Fehleranalyse

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das linguistische Fundament des Fremdspracherwerbs, um daraus fundierte Ansätze für eine moderne Fehleranalyse abzuleiten. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie verschiedene Spracherwerbstheorien den Umgang mit Fehlern und deren theoretische Einordnung sowie praktische Analyse beeinflussen können.

  • Grundlagen der Angewandten Linguistik im Kontext des Fremdsprachenunterrichts
  • Analyse relevanter Spracherwerbstheorien (Kontrastiv-, Identitäts- und Interlanguage-Hypothese)
  • Differenzierung zwischen systematischen Kompetenzfehlern und performanzbasierten Fehlern
  • Praktische Methoden und Schritte zur Identifikation und Auswertung von Lernerfehlern
  • Rolle von interkulturellen Faktoren und interlingualen Einflüssen

Auszug aus dem Buch

Die Interlanguage-Hypothese

Die Interlanguage-Hypothese verbindet im weitesten Sinne die bereits genannten Ansätze der Kontrastivhypothese und der Identitätshypothese. Sie besagt, dass Lerner einer Fremdsprache ein besonderes Sprachsystem entwickeln, das Ausgangs- und Zielsprache vereint. Es kommt hierbei zu Interimssprachen bzw. einer dynamischen Interlanguage (Krause 2006:224). Ausgehend von der Ausgangssprache nähert sich die Fremdsprachenkompetenz über verschiedene Stufen der Interlanguage an die Zielsprache an, vereint somit sowohl Erst- und Zweitsprache als auch eigenständige, unabhängige Merkmale.

Ausgangspunkt mag trotz allem die Muttersprache sein, darauf folgt ein langer und komplexer Weg zu Kompetenz in der Fremdsprache (Krause 2006:225).

So ist die Interlanguage auf eine Art weitestgehend unabhängig von Ausgangs- und Zielsprache und repräsentiert ein Stadium, das durch Einflussnahme veränderbar ist. Abhängig ist sie wiederum in so fern, als dass die Dynamik der Interlanguage zum Ziel hat, die Fremdsprache der Norm entsprechend anwenden zu können. Nach Harden (2006:85) ist Interlanguage etwas Vorübergehendes, bzw. ein ausbaufähiges System, das sich stets verbessern kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Fremdsprachenkompetenz in der Globalisierung und führt in den Wandel der Fehlerbewertung innerhalb der Sprachwissenschaft ein.

2. Angewandte Linguistik und ihre Leistungen für den FSU: Dieses Kapitel definiert die Angewandte Linguistik als interdisziplinäre Basis und stellt zentrale Teilgebiete wie Kontrastive Linguistik, Psycholinguistik und verschiedene Erwerbstheorien vor.

3. Fehleranalyse und Zugang zu fremdsprachigen Fehlern: Hier wird die Fehleranalyse als methodische Unterdisziplin hergeleitet und die praktische Durchführung der Fehleruntersuchung von der Datensammlung bis zur Auswertung beschrieben.

4. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Fehleranalyse weg von einer bloßen Fehlerfeindlichkeit hin zu einem tieferen Verständnis von Lernersystemen geführt hat, wobei der Optimierungswille in der Praxis noch hinter der akademischen Theorie zurückbleibt.

Schlüsselwörter

Angewandte Linguistik, Fremdspracherwerb, Fehleranalyse, Interlanguage, Kontrastivhypothese, Identitätshypothese, Sprachdidaktik, Fehlerdiagnose, Lernstrategien, Sprachkompetenz, Fehlerursachen, Zweitspracherwerb, Normabweichung, Psycholinguistik, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wissenschaftlichen Grundlagen und Methoden der Fehleranalyse im Fremdsprachenunterricht sowie deren theoretische Herleitung aus verschiedenen Spracherwerbsmodellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der Angewandten Linguistik, den Theorien zum Zweitspracherwerb (Kontrastiv-, Identitäts- und Interlanguage-Hypothese) und der systematischen Kategorisierung von Lernersprache.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine fundierte Fehleranalyse Rückschlüsse auf Erwerbsprozesse gezogen und so eine didaktisch optimierte Unterstützung für Fremdsprachenlerner entwickelt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur und vergleicht verschiedene linguistische Hypothesen, um ein valides Vorgehen für die Analyse von Fehlern in der Praxis zu erarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Angewandten Linguistik, die Vorstellung zentraler Erwerbstheorien sowie die detaillierte Beschreibung der praktischen Schritte zur Analyse von Sprachdaten und Fehlern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Angewandte Linguistik, Fehleranalyse, Interlanguage und Spracherwerbstheorien definiert.

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen „Errors“ und „Mistakes“?

Während „Errors“ auf einem systematischen Mangel an Regelkenntnis basieren und die Sprachkompetenz widerspiegeln, sind „Mistakes“ als Performanzphänomene zu verstehen, die auch bei Muttersprachlern auftreten können.

Warum ist die Interlanguage-Hypothese für die Fehleranalyse so bedeutsam?

Sie betrachtet den Lerner nicht mehr als defizitär, sondern als Konstrukteur eines eigenen, logischen Sprachsystems, das sich schrittweise an die Zielsprache annähert, was ein tieferes Verständnis von Lernprozessen ermöglicht.

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Details

Title
Fremdspracherwerb und Fehleranalyse
College
University of Potsdam  (Germanistik)
Course
Das Fremde und der Text
Grade
2,0
Author
B.A. David Spitzl (Author)
Publication Year
2009
Pages
19
Catalog Number
V150271
ISBN (eBook)
9783640618057
Language
German
Tags
Angewandte Linguistik Fremdspracherwerb Fehleranalyse FSU kontrastive Linguistik Spracherwerb Spracherwerbstheorien Kontrastivhypothese Identitätshypothese Interlanguage Fremdspracherwerbstheorien Angewandte Fehleranalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. David Spitzl (Author), 2009, Fremdspracherwerb und Fehleranalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/150271
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