II
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS II
VERZEICHNIS ÜBER VERWENDETE ABKÜRZUNGEN V
VERZEICHNIS ÜBER VERWENDETE ABBILDUNGEN VII
EINLEITUNG 8
A ALLGEMEINER TEIL 10
I. UMBRUCH DER ZAHLUNGSLANDSCHAFT 10
1. Ausgangssituation USA 10
2. Das Internet fordert neue Zahlungssysteme 10
II. ÜBERBLICK ÜBER WESENTLICHE BEZAHLSYSTEME 12
1. Firstgate / click buy 12
2. T-Pay 17
3. PayPal 23
4. Synoptische Gegenüberstellung 27
III. PAYPAL-DER MARKTFÜHRER 28
1. Gründung und Aufbau 28
2. Übernahme durch eBay 29
3. Entwicklung in Deutschland 32
4. Funktionsweise von PayPal 34
5. Geld transferieren 35
6. Geld Empfangen 38
7. Sicherheit von PayPal-Transaktionen 39
8. Gebühren 39
9. Einsatzmöglichkeiten 41
10. Ausblick 44
11. Besonderheiten gegenüber Girokonten 45
B RECHTLICHE RAHMENGRUNDSÄTZE FÜR BEZAHLDIENSTE 47
I. DAS E-GELD GESCHÄFT 47
1. Differenzierung zwischen Netz- und Kartengeld 47
2. Die E-Geld-Richtlinie 47
II. PAYPAL ALS E-GELD-INSTITUT 48
III
1. Allgemein 48
2. Regulatorischer Grundsatz 48
C UMSATZSTEUERLICHE BETRACHTUNG 50
I. UMSATZSTEUERSYSTEMRICHTLINIE 50
1. Begriff 50
2. Inhalt und Funktion 50
3. Rechtsgrundlange 50
II. BESTIMMUNG DES ORTES DER SONSTIGEN LEISTUNGEN 51
1. Allgemein 51
2. Leistungsort bei sonstigen Leistungen 51
3. Der Leistungsort bei Finanzdienstleistungen 54
4. Besteuerung nach dem Ursprungsortprinzip 59
5. Änderungen des Umsatzsteuerrechts zum 01.01.2010 60
III. UNTERLIEGEN PAYPAL GEBÜHREN DER UMSATZSTEUER? 63
1. Grundsatz 63
2. Vergleich zwischen dem dt. UStG und der 6. EG-Richtline 63
3. Besteuerung des Zahlungsverkehrs 64
IV. OPTION ZUR STEUERPFLICHT 68
1. Allgemein 68
2. Voraussetzungen für die Option zur Steuerpflicht 68
3. Die Option zur Steuerpflicht bei Finanzdienstleistungen 71
4. Nachteile einer Umsatzversteuerung 76
5. Effekte aus der Umsatzsteuerpflicht. 78
6. Auswirkungen der Steuerpflicht 78
7. Fazit zu Optionsmöglichkeiten 80
8. Die Umsatzsteueroption in der Praxis 80
9. Fazit zur Umsatzsteueroption im Bezug auf PayPal 81
D ERTRAGSSTEUERLICHE PROBLEMSTELLUNGEN 84
I. ZEITPUNKT DER VEREINNAHMUNG VON ENTGELTEN 84
1. Allgemein 84
2. Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten 84
3. Bestimmung des Zeitpunkts der Vereinnahmung 85
II. BETRIEBSAUSGABENABZUG. 87
1. Allgemein 87
IV
2. Voraussetzungen im Falle der Option 89
3. Fazit zur Ertragssteuerlichen Behandlung 91
E SCHLUSSBETRACHTUNG 93
LITERATURVERZEICHNIS 95
Verzeichnis über verwendete Abkürzungen
AG ......................................................... Aktiengesellschaft AktG ....................................................... Aktiengesetz
BFG ........................................................ Bundesfinanzhof BIC ........................................................ Bank identifier code BiRiLiG ................................................... Bilanzrichtliniengesetz
EuGH ..................................................... Europäischer Gerichtshof EStG ....................................................... Einkommensteuergesetz
FA .......................................................... Finanzamt FG .......................................................... Finanzgericht FinVerw .................................................. Finanzverwaltung FSA ........................................................ Financial Service Authority
GmbH..................................................... Gesellschaft mit beschränkter Haftung GuV ........................................................ Gewinn- und Verlustrechnung
HGB ....................................................... Handelsgesetzbuch
InvG ....................................................... Investmentgesetz IBAN ...................................................... International Bank Account Number i.s.d........................................................ im Sinne des
KG ........................................................ Kommanditgesellschaft KgaA ...................................................... Kommanditgesellschaft auf Aktien KapKto ................................................... Kapitalkonto KWG ...................................................... Kreditwesengesetz
USt. ....................................................... Umsatzsteuer UStDV .................................................... Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung
USt.-IdNr. ............................................... Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
PublG ..................................................... Publizitätsgesetz
VAG ....................................................... Versicherungsaufsichts-Gesetz
WpHG .................................................... Wertpapierhandelsgesetz
VII
Verzeichnis über verwendete Abbildungen
Abbildung 1: Verwendete Zahlungsmöglichkeiten. Eigene Darstellung
Abbildung 2: Kriterien für die Auswahl einer Bezahl-Methode (Angaben in )
Abbildung 3: click buy Unternehmensdaten Stand Feb. 2010. Eigene Darstellung
Abbildung 4: Verfügbare Abrechnungsmodelle bei click buy. Eigene Darstellung
Abbildung 5: Transaktionsablauf bei click buy. Eigene Darstellung
Abbildung 6: T-Pay Unternehmensdaten Stand Feb. 2010. Eigene Darstellung
Abbildung 7: Verfügbare Abrechnungsmodelle bei T-Pay. Eigene Darstellung
Abbildung 8: Transaktionsablauf bei T-Pay. Eigene Darstellung
Abbildung 9: PayPal Unternehmensdaten Stand Feb. 2010. Eigene Darstellung.
Abbildung 10: Verfügbare Abrechnungsmodelle bei PayPal. Eigene Darstellung
Abbildung 11: Transaktionsablauf bei PayPal: Eigene Darstellung
Abbildung 12: Umsatzvergleich PayPal. Nach eigener Darstellung
Abbildung 13: Ablaufdiagramm einer Zahlung über PayPal
Abbildung 14: Senden einer Zahlung über PayPal.
Abbildung 15: Transaktionsgebühren von PayPal. Nach eigener Darstellung
Abbildung 16: Integrationsmöglichkeiten von PayPal in einen Webshop
Abbildung 17: Unterschiede zwischen Girokonten und Zahlungssystemen
Abbildung 18: Schema zu den Änderungen des UStR zum 01.01.2010
Abbildung 19 PayPal Kontoauszug. Eigene Darstellung
Abbildung 20: Inhaltsangaben für Rechnungen. Eigene Darstellung
Abbildung 21: Nutzen und Potenzial von Bezahlverfahren Eigene Darstellung
Einleitung 8
Einleitung
Das Einkaufen über das Internet wird immer beliebter.
Aktuellen Studien zufolge wird selbst im Jahr 2009, welches hauptsächlich durch die Weltwirtschaftkrise bestimmt war, der Online-Umsatz weiter steigen. So prognostiziert der Deutsche Bundesverband für Versandhandel einen Anstieg von 15 Prozent auf 15,4 Milliarden Euro. 1
Einen wichtigen Anteil an diesem Wachstum haben auch Anbieter von Bezahlverfahren. Laut einer Studie von EuPD Research haben im Jahr 2007 21,5 Prozent der befragen Shop-Betreiber ein neues Bezahlverfahren implementiert, von diesen wiederum hat jeder Zweite (49,5 Prozent) eine signifikante Umsatzveränderung bemerkt. 2
Die Bezahlung per Mausklick ist einfach und wird in Echtzeit ausgeführt 3 . Schnittstellen zwischen Händlern und Bezahldiensten sorgen für einen reibungslosen Datenaustausch, so dass für eine Geldtransaktion häufig die Eingabe eines Passworts genügt. Der größte Vorteil ist jedoch darin zu sehen, dass die Transaktion wesentlich schneller, häufig sogar in Echtzeit, durchgeführt wird und so der Käufer letztlich schneller in den Genuss seiner bestellten Ware gelangt.
1 Vgl.: Spiegel Online: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,638779,00.html, letzter Abruf 09.10.2009, 12:45
2 Vgl.: Ecommerce Magazin; http://www. e-comerce-magazin.de; Bezahlsystem entscheidet mit über den E-
Commerce-Erfolg, Clipping 26.05.2008
3 Vgl.: Höft, Marc: Zahlungssysteme im Electronic Commerce, ePayment im OnlineShop, Seite 7
Einleitung 9
Auf die Bezahlung im Web haben sich zahlreiche Anbieter spezialisiert - und setzen dabei auf unterschiedliche Systeme. User können je nach Anbieter anonym bleiben oder sogar ihr Handy einsetzen um weltweit auf Schnäppchenjagt zu gehen. 4
Das Implementieren von Online-Bezahldiensten in Web-Shops stellt auf Grund verfügbarer Schnittstellen meist kein größeres Problem dar. Jedoch fehlt es in der Praxis meist an grundlegenden Kenntnissen bezüglich der steuerlichen und buchhalterischen Behandlung von Online-Bezahldiensten und deren Abrechnung. Schlägt man in Google die Begriffe „PayPal Rechnung“ nach, so erhält man 6.490.000 Einträge. Ähnlich verhält es sich bei den Begriffen „PayPal Umsatzsteuer“ welche immerhin noch 5.400.000 Einträge liefert. 5
4 Vgl.: Focus Online: http://www.focus.de/digital/internet/tid-7045/online-shopping_aid_68985.html, letzter
Abruf 09.11.2009, 10:15
5 Abruf über die deutsche Website von Google (www.google.de); Stand 18.11.2009; 07:57 Uhr
Umbruch der Zahlungslandschaft 10
A Allgemeiner Teil
I. Umbruch der Zahlungslandschaft
1. Ausgangssituation USA
Mitte der Neunzigerjahre ist die Zahlungslandschaft in den USA geprägt durch den Gebrauch von Bargeld, Schecks und Kreditkarten. Diese stellen sich jedoch schnell als nur bedingt geeignet für den Handel im Internet heraus. Der Postversand von Bargeld und Schecks erfordert einen hohen Vertrauensvorschuss, der bei der hohen Intransparenz des Marktes und seiner Teilnehmer in den seltensten Fällen vorhanden ist. Auch die Verarbeitung der Kreditkarten bei Zahlungsvorgängen im Online-Handel erfordert viel Vertrauen auf Seiten der Käufer. 6 Ein weiteres Hindernis bestand darin, dass es in den USA lange Zeit nicht möglich war bargeldlose Transaktionen, wie Überweisungen, Scheckzahlungen oder Kreditkartenzahlungen bundesstaatenübergreifenden vorzunehmen 7 .
2. Das Internet fordert neue Zahlungssysteme
Der Boom des Online-Handel machte schließlich neue, dem Medium Internet entsprechende und den Ansprüchen der Nutzer angepasste Zahlungssystem erforderlich. Sicherheit und vor allem Geschwindigkeit und einfache Handhabung sind die entscheidenden Determinanten der Systeme, die den Erfolg des Online-Handels unterstützten. Insbesondere für die Abwicklung kleinerer Beträge und den Handel zwischen Privatpersonen erweisen sich die gängigen Zahlungsmittel als ungeeignet. Gleichzeitig entstehen Mitte der Neunziger Jahre Online-Marktplätze wie eBay, bei denen der Handel zwischen Privatpersonen im Mittelpunkt steht. Hier viel die Kreditkarte zudem als Zahlungsmittel weitgehend aus, denn Privatpersonen und kleine Händler erhalten von den Banken in der Regel nicht die Möglichkeit, Kreditkarten
6 Vgl.: Lammer, Thomas, Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment, Seite 237
7 Vgl.: Wikipedia Enzyklopädie: http://de.wikipedia.org/wiki/PayPal, letzter Abruf 05.11.2009, 9:35 Uhr
Umbruch der Zahlungslandschaft 11
direkt zu akzeptieren. Die Zahlungslandschaft in den USA stand vor einem Umbruch. 8 In der Regel werden Transaktionen über Bezahlsysteme innerhalb von Se-kunden ausgeführt ohne, Rücksicht auf Entfernungen und Ländergrenzen. 9
8 Vgl.: Lammer, Thomas, Handbuch E-Money, E-Payment & M-Payment, Seite 237
9 Vgl.: Höft, Marc: Zahlungssysteme im Electronic Commerce, ePayment im OnlineShop, Seite 7
10 Vgl.: Universität Karlsruhe: Internet-Zahlungssysteme aus Sicht der Verbraucher; http://www.deutsche-
fachpresse.de/fileadmin/allgemein/downloads/online06-2002_Anlage_2_Bezahlsysteme.ppt; Download 26. Feb-
ruar 2010
Überblick über wesentliche Bezahlsysteme 12
II. Überblick über wesentliche Bezahlsysteme
1. Firstgate / click&buy
a. Unternehmensporträt
Firstgate gehört mit seinem Bezahlsystem click&buy zu den bekanntesten Internet-Bezahlsystemen. Die Firma wurde 1999 gegründet und hatte ihren Sitz als Firstgate Internet AG in Köln. Heute ist die Firma click&buy International Limited in London ansässig, in Köln arbeitet lediglich das Service Team. Click&buy ist zertifiziert von der Britischen Finanzaufsichtsbehörde FSA als E-Geldinstitut zugelassen. Click&buy wird in allen europäischen Ländern, in den Vereinigten Staaten und in Asien eingesetzt. Zu den Anbietern zählen die Deutsche Post oder die Stiftung Warentest. 11
b. Unternehmensdaten
11 Vgl.: Dannenberg, Marius; Ulrich, Anja: E-Payment und E-Billing, Elektronische Bezahlsysteme für Mobilfunk
und Internet, Seite 185
Überblick über wesentliche B he Bezahlsysteme 13
c. Anwendungsmöglich glichkeiten
Click&buy bietet eine Reihe eihe von unterschiedlichen Abrechnungsvarian arianten an. Tarifänderungen sind jederzeit k eit kostenlos und ohne größere Verzögerung rung möglich. Der angebotene Content bleibt i ibt immer auf dem Server des Anbieters. Bei . Bei einer Anfrage durch einen Kunden werden rden die Inhalte durch das System vom Serve erver geladen und direkt ausgeliefert. 12
aa Click&Buy Transaktio aktion
Die Transaktion ist die gängi ängigste Abrechnungsart bei Click&Buy. Hier ü ier übermittelt der Kunde für jeden Kauf den Ka n Kaufpreis zusammen mit dem Warenkorb an rb an ClickandBuy. Nach Registrierung bzw. Log . Login stehen dem Kunden anschließend eine eine oder mehrere Bezahlmethoden zur Verfügu rfügung.
12 Vgl.: Koch, Wolfram, ePaymentsyst tsysteme, Bezahlen im Internet, Wiesbaden 2002, Seite 15
Überblick über wesentliche Bezahlsysteme 14
bb Abonnement
Beim Abonnement erfolgt die Abbuchung in vordefinierten, regelmäßigen Intervallen. Je nach Angebot kann sie jede Woche, jeden Monat oder jedes Quartal erfolgen. Dabei sind Abonnements vielseitig einsetzbar, zum Beispiel als Aktionsangebot mit automatischer Verlängerung.
Die Verwaltung der Abonnements und das Auslösen der Abonnementzahlungen übernimmt click&buy für den Anbieter. Der Anbieter hat Einblick in den Status der Zahlungen und der Abonnements.
cc Zeitbasierte Abrechnung
Dieses Abrechnungsmodul hat click&buy speziell für die Abrechnung digitaler Produkte entwickelt. Nur nach erfolgreich abgeschlossener Zahlung erlauben Sie dem Kunden den Zugriff auf Ihre Produkte. Außerdem können Sie dabei den Zeitraum des Zugriffs flexibel festlegen. So können digitale Produkte, wie z. B. Textfiles, Archive, Bilder, Videofiles oder Audiofiles, weltweit sicher und in Echtzeit erworben werden.
d. Zahlungsabwicklung
Bei der Anmeldung muss der Kunde lediglich (einmalig) die Kontonummer bzw. die Kreditkartennummer angeben. Die angegebene Bankverbindung wird verifiziert indem Firstgate einen Betrag von 0,01 Euro auf das Konto überweist. Die neue Firstgate -PIN erscheint dann im Verwendungszweck des Kontoauszugs. Nachdem der Kunde sie erhalten hat, muss er sich damit bei Firstgate einloggen, sonst kann das Benutzerkonto nicht vollständig freigeschaltet werden. 13
13 Vgl.: Koch, Wolfram, ePaymentsysteme, Bezahlen im Internet, Wiesbaden 2002, Seite 15
Überblick über wesentliche B he Bezahlsysteme 15
Kauft ein Kunde bei einem em Online-Shop ein, welcher click&buy biete bietet, wird er zunächst auf die click&buy Webseite weitergeleitet. Dort muss sich d ich der Kunde mit seinem Benutzernamen und und Passwort einloggen und kann daraufhi ufhin den Artikel, den Film, das Musikstück etc k etc. direkt downloaden. Beim Bezahlvorgang gang mit click&buy wird durch den Anbieter ein r ein Nachweis generiert, der sich aus den einz einzelnen Positionen des Einkaufs zusammen mensetzen. Dadurch entsteht eine eindeutige utige ID zur Kaufabwicklung. Dafür verwende endet click&buy folgende Merkmale: Anbieter, eter, Beschreibung des Inhalts/Produktes, Preis, reis, Datum, Uhrzeit und Dauer der Zugangsbe gsberechtigung. click&buy tritt als Inkassoste sostelle auf und sammelt alle Rechnungsbeträ beträge. click&buy zieht das Geld monatlich vom h vom angegebenen Konto per Lastschrift ein, t ein, oder belastet arte. 14 die angegebene Kreditkarte.
14 Vgl.: Koch, Wolfram, ePayments 02, Seite 15
Überblick über wesentliche Bezahlsysteme 16
Wer click&buy verwendet, zahlt derzeit im Endeffekt per Bankeinzug oder Kreditkarte. Der Unterschied: Diese Zahlungsmethode bucht nicht jeden Rechnungsbetrag einzeln ab. Es handelt sich um ein sogenanntes Billing-System, das alle Beträge sammelt und in der Regel einmal pro Monat gemeinsam abrechnet. 15 Dies ist sowohl für den Onlinehändler als auch für den Kunden übersichtlicher. Für ihn ist dieses Zahlungssystem komplett kostenlos. 16
e. Zahlungsverwaltung
Die Anbieter-Accounts sind ebenso übersichtlich wie die der Kunden gestaltet. Angebotsstatistiken und Nutzerlisten verraten hier mehr über den Erfolg einzelner Angebote, so dass man schnell reagieren kann. Die Abrechnung des ausgelieferten Contents erfolgt dann vollständig durch Firstgate. Die eingegebenen Zahlungen werden dem Anbieter in einer monatlichen Gutschrift abzüglich der Gebühren zugewiesen. Plausibilitäts- und Bonitätsprüfungen sind bei Firstgate im Service inbegrif-
15 Vgl.:Koch, Wolfram, ePaymentsysteme, Bezahlen im Internet, Wiesbaden 2002, Seite 15
16 Vgl.: Förderland Homepage: http://www.foerderland.de/2126.0.html, letzter Abruf 06.11.2009, 23:00 Uhr
Überblick über wesentliche Bezahlsysteme 17
fen. Das gleiche gilt für Kontoverifizierung und Online-Autorisierung von Kreditkartendaten. 17
f. Kostenstruktur
Click&buy teilt seine Gebührenstruktur nicht öffentlich mit. Hierzu ist eine Kontaktaufnahme mit dem click&buy Kundendienst notwendig, welcher dann individuell ein Gebührenmodell ermittelt. Einflussfaktoren sind unter anderem Umsatz und Transaktionsvolumen. Auch fließt die Kundenstruktur in das Gebührenmodell mit ein. Mit dem Risiko der Bezahlmöglichkeit steigt auch das Transaktionsentgelt.
Somit ist das klassische Lastschriftverfahren, bei welchem eine Stornierung der Lastschrift innerhalb von 4 Wochen möglich ist, teurer als eine klassische Überweisung.
Click&buy wird je nach Risikoeinschätzung, das Angebot an Zahlungsmöglichkeiten mit dem jeweiligen Online-Shopbetreiber abstimmen.
2. T-Pay
a. Unternehmensporträt
Die Deutsche Telekom AG (T-Com) stellt das umfassende Bezahlsystem T-Pay zur Verfügung. Als Servicedienst der Telekom werden Transaktionen vorzugsweise über die Telefon- bzw. Mobiltelefonrechnung abgewickelt. Sitz des Unternehmens ist in Bonn.
Im Gegensatz zu Konkurrenzanbieter ist T-Pay national ausgerichtet und mehr auf den Heimatmarkt fokussiert.
17 Vgl.: Dannenberg, Marius; Ulrich, Anja: E-Payment und E-Billing, Elektronische Bezahlsysteme für Mobilfunk
und Internet, Seite 188
Überblick über wesentliche Bezahlsysteme 18
b. Unternehmensdaten
c. Anwendungsmöglichkeiten
Die Transaktion ist die einzige Abrechnungsart bei T-Pay. Hier übermittelt der Kunde für jeden Kauf den Kaufpreis zusammen mit dem Warenkorb an T-Pay. Nach Registrierung bzw. Login bieten wir dem Kunden anschließend eine oder mehrere Bezahlmethoden an.
18 Vgl.: T-Pay Website; http://mwl.telekom.de/produkte/page.php?id=5246; letzter Aufruf: 15.11.2009, 17 Uhr
Überblick über wesentliche B he Bezahlsysteme 19
d. Zahlungsabwicklung klung
aa Log-In Prozess
Alle Bezahlvorgänge sind sc schnell durchzuführen, entweder mit Benu Benutzername und Kennwort, einem Anruf oder oder der Eingabe eines PIN-Codes wie bei der i der Guthabenkarte. Telekom-Kunden können nnen einfach über ihre Telefonrechnung beza bezahlen. Voraussetzung ist eine kostenlose A ose Anmeldung auf der T-Pay-Website und ein d eine Einwilligung zum Lastschriftverfahren für n für die Begleichung der Telefonrechnung. A g. Alle Transaktionen können jederzeit im Int Internet eingesehen werden und werden m n monatlich abgerechnet. Somit stellen die an angebotenen Services für den Kunden eine eine Vereinfachung dar. 19 der Zahlungsabwicklung dar
19 Vgl.: T-Pay Website; http://mwl.tel l.telekom.de/produkte/page.php?id=5246; letzter Aufruf: 15 f: 15.11.2009, 17 Uhr
Überblick über wesentliche Bezahlsysteme 20
bb Abrechnung
Die Nutzer haben die Wahl zwischen monatlicher Abrechnung der gesammelten Beträge über die Kreditkarte (Visa, MasterCard, Amex, Diners Club, JCB), Lastschrift oder Telefronrechnung und sie können mit der MicroMoney-Karte zahlen. Eine Auflistung
nach Einzelbeträgen können direkt im persönlichen T-Pay Servicebereich eingesehen werden. 20
Voraussetzung dafür ist eine Registrierung bei T-Pay. Zum Anmeldeformular gelangt man über die Website von T-Pay. Bei der Registrierung werden Benutzername und Passwort sowie die zukünftige Bezahlart festgelegt. Wird die Abrechnung via Telefonrechnung gewählt, muss der Kunde weniger persönliche Daten eingeben, da die Telekom bereits über die meisten Daten verfügt. Die große Datenbasis ist ein enormer Wettbewerbsvorteil, den die Telekom auch an ihre Geschäftskunden bzw. Shopping-Partner weitergeben kann. Das Zahlungsverhalten der Kunden muss nicht aufwendig recherchiert werden. 21
cc Technischer Hintergrund
Bei der Anmeldung wird ein Zertifikat (X.509-Standard) auf den PC des Neukunden installiert, welches ihn gegenüber T-Pay als berechtigen Nutzer ausweist. Das hat zur Folge, dass der Nutzer vorerst an den Computer gebunden ist, mit dem er sich angemeldet hat. Erst wenn er per Post einen Freischaltcode zugeschickt bekommen hat, den er im T-Pay-Administrationsbereich eingibt, kann er den Service auch von anderen Computern aus in Anspruch nehmen. Bis dahin können erste Spontankäufe mit dem installierten Zertifikat und Passwort durchgeführt werden. 22
20 Vgl.: T-Pay Website: http://mwl.telekom.de/produkte/page.php?id=5247, letzter Aufruf: 10.10.2009;
20:30 Uhr
21 Vgl.: Sicherbezahlen-Website: https://www.sicherbezahlen.t-pay.de/users/de/Menu.jsp, letzer Aufruf:
6:10. 2009, 15:14 Uhr
22 Vgl.: Dannenberg, Marius; Ulrich, Anja: E-Payment und E-Billing, Elektronische Bezahlsysteme für
Mobilfunk und Internet, Seite 188
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Dipl. Betriebsw. Alexander Schmidt, 2010, Die steuerliche Würdigung von Online-Bezahldiensten am Beispiel PayPal, München, GRIN Verlag GmbH
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