2. Durchführung
V 2a Quantitative Bestimmung der Atmung
1. Material und Methode Es wurde folgende Apparatur aufgebaut:
Die Waschflaschen wurden wie in der Abbildung befüllt. Bei den gequollenen oder eben erst gekeimten Erbsen handelte es sich genau um hundert Stück. In der wichtigsten Waschflasche Nr.5 befanden sich 175ml einer frisch hergestellten Ba(OH) 2 -Lösung. Aus dem Ansatz wurden 75ml zurück behalten als Vergleich für später. Hierbei war mit allergrößter Vorsicht darauf zu achten, die Lösung so wenig wie möglich der Luft auszusetzten d.h. direkt zu verschließen, nicht schütteln, möglichst wenig umfüllen etc., da sonst das Ergebnis drastisch verändert werden kann!
Nachdem der Aufbau CO 2 frei war, wurde die eingestellte Bariumhydroxidlösung zwischengeschaltet und die Apparatur 60min laufen gelassen. Danach wurden durch Titration mit 0,1M HCl die Karbonatkonzentrationen der Atmungslösung und der Vergleichsprobe bestimmt.
Die Karbonatkonzentration entspricht dann der absorbierten CO 2 Menge.
2. Ergebnisse
Die Titrationen der Bariumhydroxidlösungen mit 0,1N HCl ergaben folgende Werte:
1. Blindtitration: 13ml
2. Blindtitration: 28ml
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1. Atmungstitration: 23,3ml
2. Atmungstitration: 23,3ml
Da der erste Wert der Blindtitration enorm schlecht ausgefallen war, haben wir ihn in unserer Rechnung entfernt und den 2. Wert der Blindtitration als Mittelwert angenommen, auch wenn wir von vornherein davon ausgehen mussten, dass das Ergebnis dadurch stark verfälscht wird.
Damit betrug der Minderverbrauch an 0,1N HCl 4,7ml. Darau ergab sich, das unsere 100 Erbsen eine Menge von 72,38mg CO 2 während der einen Stunde abgegeben haben. Eine Erbse hat also 0,7238mg CO 2 abgegeben.
3. Auswertung / Diskussion
Wenn man den ersten Blindtitrationswert vernachlässigt sind die Ergebnisse realistisch. Der erste Wert entstand durch ein Missverständnis am Labortisch, welches durch die Versuchsanleitung begünstigt wurde. Anstatt die Titrationsbürette mit der 0,1M HCl Lösung zu spülen, verwendeten wir eine am Labortisch vorhandene „HCl Spüllösung“ unbekannter Konzentration. Diese ist eigentlich zum reinigen der Waschflaschen gedacht. Nach den Ergebnissen zu Urteilen war diese recht hoch konzentriert, da der erste Wert mit 13ml sehr gering ausfiehl. Dies stellte eindeutig einen Fehler unsererseits dar, der jedoch durch bessere Beschriftung bzw. einen kleinen Hinweis hätte vermieden werden können (zwei andere Versuchsgruppen begingen den gleichen Fehler).
Verglichen zu den Werten im Skript, in welchem ein Wert von 0.55mg CO 2 pro Stunde und pro Erbse angegeben ist, ist unser Wert von 0,72mg CO 2 pro Erbse und Stunde etwas höher. Wir können vermuten, dass unsere Erbsen besonders aktiv waren. Sie befanden sich auch bereits in einem verhältnismäßig weiten Entwicklungsstadium, bei dem die Primärwurzel bereits zu sehen war. Vielleicht ist an diesem Punkt die Atmung des Keimlings besonders aktiv.
Diese Werte sind allerdings nicht als absolut zu sehen, da sie viele Fehlerquellen umfassen. Abgesehen davon dass jede Erbse gewisse Unregelmäßigkeiten in Größe, Gewicht und Aktivität zeigt gibt es noch diverse weitere Fehlerquellen. Das Ansetzen und Hantieren mit dem Bariumhydroxid erscheint uns nicht sehr genau, da die
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Lösung bereits vor dem Titrieren geringe Mengen an CO 2 aufnehmen kann. An dieser Stelle gilt es so sauber und schnell wie möglich zu arbeiten. Auch der Abwiegevorgang, sowie das Abmessen der Lösungen beinhaltet eine Fehlerquelle, die eine gewisse Ungenauigkeit schafft. Um präzisere Ergebnisse zu erzielen müsste man vielleicht eine genauere Versuchsmethode entwickeln, die die CO 2 auf anderem Wege automatisch misst.
Ein noch genaueres und repräsentativeres Ergebnis könnte man erreichen, wenn man die Stichprobe vergrößert und die Versuchsbedingungen wie Temperatur etc. standardisiert. Diese Ergebnisse ließen sich dann miteinander vergleichen. V 2b Sauerstoffverbrauch bei der aeroben Atmung
1. Material und Methode
Zunächst wurden 50 g gequollene Erbsen in einen Erlenmeyerkolben gefüllt. Auf die Erbsen wurde dann ein Schälchen mit 10ml 20%iger NaOH, in die ein Faltenfilter getaucht wurde, gestellt. Nach 5 Minuten wurde der Kolben mit dem Stopfen an die Apparatur angeschlossen und so mit dem mit Eosin gefüllten Glasrohr verbunden. Der Füllstand der Eosinlösung wurde 30 Minuten lang beobachtet.
2. Ergebnisse
Sofort nach dem Schließen des Hahns konnte man eine Zunahme der Füllhöhe des Eosins erkennen. Tab.: 1
Die Höhendifferenz des Füllstandes der Eosinlösung zwischen dem Beginn und dem Ende des Versuchs beträgt 7,5 cm. 3.Auswertung / Diskussion
Bei der aeroben Atmung wird Sauerstoff aus der Umgebung aufgenommen und Kohlendioxid an diese abgegeben. In diesem Versuch wurde das von den Erbsen ausgeschiedene Kohlendioxid von der Natronlauge gebunden: 2 NaOH + CO2 →
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Arbeit zitieren:
Christoph Böhm, 2008, Versuchsprotokoll aus einem pflanzenphysiologischen Praktikum: Atmung, München, GRIN Verlag GmbH
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