Bei unserem Gemisch handelte es sich um Gemisch 6. Die einzelnen Positionen sind in Tab. 1 dargestellt.
Zur Gewinnung des Blutungssaftes wurden die Sprosse einer ca. 10cm großen Maispflanze 2cm oberhalb des Bodens dekaptiert. Anschließend wurde die Topfkultur in eine feuchte Kammer gestellt. Nach kurzer Zeit trat der Blutungssaft aus den Stümpfen aus und wurde mit einer Mikropipette abgenommen. Der Blutungssaft wurde, zusammen mit den Vergleichsaminosäuren, auf die jeweiligen Startpunkte (siehe Tab. 2) aufgetragen. Nach dem Auftragen wurden die Platten in die Kammern mit Laufmittel eingestellt und nach 2 Stunden trockengeföhnt. Anschließend wurde die Platten mit 0,3%iger Ninhydrinlösung besprüht und in einem Trockenschrank bei 105° C getrocknet.
2. Ergebnisse
Tab. 1
Laufmittelfront: 14cm
Tab. 2
Laufmittelfront: 14cm
Berechnung des R f -Wert:
R f -Wert = Enfernung der Substanz vom Start / Entfernung der Laufmittelfront vom Start
Bsp.: Alanin: 8,5cm / 14cm = 0,61
3. Diskussion
Aus den Werten aus Tab. 1 erkennt man, dass Gemisch 6 Alanin, Isoleucin sowie Asparagin enthalten haben muss.
Allerdings ist nicht ganz nachvollziehbar, welche Aminosäure polar ist und welche nicht. Dem Laufmittel zu urteilen, sollten polare Aminosäuren weiter gezogen werden, als unpolare. Vielleicht noch kleine Aminosäuren weiter als Größere, Verzweigte. Diese Logik wird aus den Werten jedoch nicht ersichtlich. Isoleucin als unpolare und ungeladene Aminosäure mit Seitenketten wanderte mit einem R f -Wert von 0,93 am weitesten. Asparagin als eine sehr polare Amisäure hingegen wanderte mit einem R f -Wert von 0,14 am wenigsten weit. Aus den Werten ergibt sich sogar die Tendenz, dass unpolare Aminosäuren wie Alanin und Isoleucin am weitesten
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wanderten und polare wie Asparagin und Threonin nur wenig bis mittelmäßg wanderten. Glutamin würde wiederum aus dieser Tendenz rausfallen, da es mit einem R f -Wert 0,68 relativ weit wanderte.
Wie auch immer sich die Polaritäteten gestalten, diese Methode reicht zum Indentifizieren von Aminosäuren in einem unbekannten Gemisch. Zur genaueren Auftrennung von Gemischen stellt die Säulenchromatographie in ihren verschiedenen Versionen mit anschließender massenspektrometrischer oder
kernspinresonanzspektroskopische Analyse die weitaus genauere, aber auch teurere Methode dar.
Alle als Vergleichsaminosäuren sind im Blutungssaft vorhanden. Dies sieht man an den übereinstimmenden R f -Werten.
Anlagen:
Anlage I: Dünnschichtchromatographie Aminosäuren mit Gemisch 6
Anlage II: Dünnschichtchromatographie des Maisextraktes mit
Vergleichsaminosäuren
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Arbeit zitieren:
Christoph Böhm, 2008, Versuchsprotokoll zum pflanzenphysiologischen Praktikum "Dünnschichtchromatographie", München, GRIN Verlag GmbH
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Versuchsprotokoll aus einem pflanzenphysiologischen Praktikum: Atmung
Praktikumsbericht / -arbeit, 9 Seiten
Versuchsprotokoll im flanzenphysiologischen Praktikum zu "Plasmol...
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