Inhaltsverzeichnis
1 Geographische Lage. 2
2 Physisch geographische Bertrachtung. 2
2.1 Gestein 2
2.2 Vergetscherung. 3
2.3 Vegetation 4
2.4 Klima 4
2.5 Böden. 5
3 Humangeographische Betrachtung. 5
3.1 Erstbesteigung 5
3.2 Touristische Nutzung. 6
3.2.1 Watzmann und Jenner als Sportgebiete. 6
3.2.2 Hütten und Routen. 6
4 Mythos Watzmann. 7
5 Literaturverzeichnis 11
1. Geographische Lage
Der Watzmann wie auch der Jenner sind Teil der Berchtesgadener Alpen und liegen im Nationalpark Berchtesgaden im äussersten Südosten der Bundesrepublick Deutschland. Der Watzmann ist mit seinen 2713 m (ü.NN) (vgl. STATISTISCHES BUNDESAMT: 2005) zweithöchster Berg Deutschland und steht als imposanter Einzelberg für den Gesamten Nationalpark Berchtesgaden. Der Hauptkamm des Watzmann besteht aus drei Hauptgipfeln (Hocheck 2651 m, Mittelspitze 2713 m und Südspitze 2712 m) welche östlich durch die Watzmannkinder und den kleinen Watzmann (auch Watzmannfrau genannt) abgeschlossen weden (vgl. ECKERT 1992).
Am nordöstlichen Ende des Königssee erhebt sich mit 1874 m (ü.NN) der Jenner. Er gehört zum Göllstock im Nordosten und ist aufgrund seiner touristischen Erschließung nicht Teil des Nationalparks Berchtesgaden. Bergrenzt ist die Watzmann-Jenner Region im Nord-Osten vom Göllstock, dem sich im Süden das Hagengebirge anschließt. Im Süden des Watzmann steht die Gebirgskette des Steinernen Meers welches wiederum nördlich vom Hochkaltermassiv begrenzt ist.
2. Physisch geographische Betrachtung
2.1. Gestein
Der Watzmann wie auch der Jenner sind , geologisch gesehen, Teil der nödlichen Kaltkalpen. Durch Gletscherbewegungen entstandene Trogtäler (Königsseetal und Wimbachtal) trennen die Hauptkämme (Hochkalter, Watzmann und Göllstock) der Berchdesgadener Aplen. Der Prozess der Alpenbildung begann vor ca. 210 Mio. Jahren durch die Ablagerung von Kalk der von Coelenteraten wie Quallen aber auch von Molluscen wie Schnecken und Muscheln gebildet wurde. Eine Überlagerung der Kalksedimente verfestigte diese und schuf eine über 1500 m dicke Kalkschicht. Die anschließenden tektonischen Hebungen führten in über 100 Mio. Jahren zu Orogenese der Alpen. Die schon angesprochenen Gleschterbewegungen in den 5 Eiszeiten der letzten 2 Mio. Jahre gestalteten das Relief der Alpen zum heutigen Zustand.
Der dem Trias entstammende Dachsteinkalt bildet die Oberflächen der Berchtesgadener Alpen und ist meist in den Gipfelregionen und in den weiten Flanken sichtbar (vgl. NATIONALPARK BERCHDESGADEN: 2001). Die auffallende „Bänderstruktur“ der Watzmann Ostwand war einst Horizontal und wurde durch tektonische Kippungsprozesse zum heutigen Winkel von 30° - 40° verschoben. Die Strucktur ist die Folge eines Wechsels in der Ablagerungshistorie zwischen dolomitischen Stromatolithlagen und mächtigen Megalodonten-Bänken. „Diese Bänke können, manchmal in Rythmen über hunderte von Metern, mit dolomitschen Stromatolithlagen abwechseln.“(BÖGEL: 1976). Die heute noch gut zu erkennenden Fossilieneinlagerungen (Muschelreste wie Kuhtritt) sind Zeugen dieser Ablagerungen (vgl. BÖGEL: 1976).
2.2. Vergletscherung
Die Gletscherflächen am Watzmann sind begrenzt auf den Watzmanngletscher und die Eiskapelle.
Die Eiskapelle ist das wohl am tiefsten gelegene Schneefeld der Alpen. Der tiefste Punkt liegt bei ca 930 m (ü.NN). Es speist sich aus den Lawinen die in den Frühjahrsmonaten aus der Ostwand abgehen.
Der eigentliche Watzmanngletscher befindet sich in der Nordwand unterhalb der Mittelspitze. Er liegt in einer Höhe von 2000 m (ü.NN) bis 2200 m (ü.NN). Seine bezeichnung als Gletscher ist unter Glaziologen allerdings umstritten da er keine große Fließgeschwindigkeit aufweist. Der Gletscher hat sich, in Bezug auf seine Größe, innerhalb des letzten Jahrhunderts stark verändert. (siehe Abb. 1). So nahm in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts seine Gesamtfläche um fast 2/3 auf 10 ha ab. In der zweiten Hälfte nahm sie dann wieder zu und pendelte sich in den letzten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts auf 18 ha ein (vgl. Tab 1). Die heutige Ausdehnung des Watzmanngletschers liegt immernoch über der des Jahres 1959 (vgl. HAGG: 2006).
Arbeit zitieren:
Christoph Böhm, 2007, Watzmann und Jenner, München, GRIN Verlag GmbH
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