Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis. I
Abbildungsverzeichnis II
1. EINLEITUNG UND METHODIK. II
2. HAUSBOCK (HYLOTRUPES BAJULUS) 1
2.1 Systematik und Morphologie 1
2.2 Lebensbedingungen und Lebensweise. 2
2.3 Larvenfraß. 3
2.4 Relevante Holzbestandteile bezüglich Ernährungsphysiologie und deren Verteilung im Holz 3
2.4.1 Kohlenhydrate 3
2.4.2 Proteine 4
2.4.3 Vitamine und Sterole. 4
2.4.4 Harze, ätherische Öle, phenolische Verbindungen. 5
3. FLOßHOLZ. 5
3.1 Ursprünge der Annahme einer Resistenz gegen Hausbockbefall 5
3.2 Veränderungen des Rohholzes durch Flößen. 7
4. RELEVANZ UND MÖGLICHE VERIFIZIERUNG 9
5. ZUSAMMENFASSUNG 9
6. LITERATUR 10
I
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: schematische Darstellung von Larve und Imago des Hausbockkäfers
Abb. 2: Gewichtsverteilung bei Fichte
Abb. 3: Gewichtsverteilung bei Kiefer
II
1. Einleitung und Methodik
Mit dieser Arbeit soll die vorliegende Annahme gewertet werden, inwieweit und in welchem Ausmaß das Flößen eine Resistenz des Rohholzes gegenüber dem Hausbockkäferbefall bewirkt.
Dazu musste sich eingehend mit der Biologie des Hausbockkäfers (Hylotrupes bajulus) und der Besonderheit von geflößtem Rohholz beschäftigt werden.
Bezüglich Hylotrupes bajulus waren insbesondere die Betrachtung von Lebensbedingungen, Lebensweise, sowie der essentiellen Nahrungsbestandteile im Holz von großer Bedeutung. Ebenso wichtig war eine Charakterisierung von Floßholz und inwieweit dieses speziellere Rohholz strukturellen oder chemischen Veränderungen unterliegt, welche eine Resistenz letztendlich bewirken könnten.
Um einen ausreichenden Überblick über die Thematik zu erlangen, war das durchforsten einiger Monographien notwendig und insbesondere, bedingt durch die recht spezielle Thematik, dies wissenschaftlicher Publikationen aus Fachzeitschriften. Nach Schaffung des Grundlagenwissens konnte mit einer gedanklichen Konstruktion, Gliederung und anschließenden Ausarbeitung begonnen werden. Dazu insbesondere welche Ursprünge diese Annahme hat, welche Relevanz sie spielt und ob diese letztendlich einer Verifizierung stand halten kann.
2. Hausbock (Hylotrupes bajulus)
2.1 Systematik und Morphologie
Hier soll nur auf den Imago und die Larve eingegangen werden, da diese die relevanten Erscheinungsformen bezüglich der Thematik sind. Ei und Puppe werden außen vor gelassen. Der Hausbock gehört zur Ordnung der Käfer (Coleoptera) und innerhalb der Familie der Bockkäfer (Cerymbycidae) zur Gattung Hylotrupes.
Der Körper und die Flügeldecken der Imagines sind schwarz, bis schwarzbraun oder auch braun gefärbt (s. Abb. 1). Die Körperlänge schwankt zwischen 8 und 25 mm, wobei das Weibchen etwas größer ist als das Männchen.
Besondere Erkennungsmerkmale des Hausbockkäfers sind die zwei sich auf dem dicht behaarten Halsschild befindlichen schwarz glänzenden Wölbungen. Ebenso sind die ein bis zwei gelblichweißen bis grauweißen haarigen unterbrochenen Querbinden auf den Flügeldecken charakteristisch. Die Beine sind schlank mit verdickten Schenkeln, die Fühler sind dünn und erreichen etwa halbe Körperlänge.
1
Die gelblichweißen Larven von Hylotrupes bajulus (s. Abb. 1) sind im ausgewachsenen Zustand ca. 15 bis 30 mm groß. Der langgestreckte, segmentierte Körper ist im Querschnitt oval und kaum erkennbar behaart. Am vorderen Brustsegment befinden sich drei rudimentäre Beinpaare. Der Kopf ist neben den Fühlerbasen jeweils durch drei senkrechte Punktaugen gekennzeichnet.
Abb. 1: schematische Darstellung von Larve und Imago des Hausbockkäfers (GROSSER, 1985)
2.2 Lebensbedingungen und Lebensweise
Der Hausbockkäfer hat von den anthropogenen Veränderungen in der Umwelt stark profitiert. So wurde ihm das Totholz im Wald zwar größtenteils als Lebensraum genommen, aber gleichzeitig mit der massiven Verwendung von Holz, insbesondere im Innenbereich, exzellente Biotope geschaffen. Das Paradebeispiel eines solchen Biotops sind trockene und warme Dachstühle. Dabei unterliegt ausschließlich Nadelholz, vorrangig Kiefer, Fichte, Lärche, Tanne und Douglasie einem Befall (GROSSER, 1985). Hinzu kommt, dass fast nur das Splintholz von den Hylotrupes bajulus Larven zerfressen wird, dass Kernholz oder Reifholz bleibt weitgehend verschont (GROSSER, 1985).
Die Larven gelangen über Eier, welche vom befruchteten Hausbockkäfer-Weibchen mit einer Legeröhre in kleine Risse oder Spalten (Trockenrisse) an der unberindeten Holzoberfläche eingebracht werden, ins Holzinnere (SCHMIDT, 1951).
Die optimale Umgebungstemperatur für die Entwicklung der Larven liegt hier bei 28° bis 30° C, das Holzfeuchte-Optimum bei 28 bis 30%, bei dauerhafter Holzfeuchte unter 8 bis 10% sterben diese schließlich ab (GROSSER, 1985). Somit kommt für die Käfer als Eiablagebasis neben den Nadelhölzern nur Trockenholz in Betracht (Trockenholzinsekten). Die Entwicklungszeit des Bockkäfers vom Ei bis zum Imago, schwankt sehr stark und korreliert mit verschiedenen Faktoren (Nahrungsbestandteile im Holz, Temperatur, Feuchte, etc.). So liegt die Entwicklungszeit meist bei 3 bis 5 oder 6 Jahren, kann aber auch bis 12 oder
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Arbeit zitieren:
Michael Scholz, 2009, Einfluss des Flößens von Rundholz auf dessen Resistenz gegen Hausbock, München, GRIN Verlag GmbH
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