2. UNTERRICHTSBESUCH AM 16.10.2006
1 Bedingungsanalyse 1.1 Kurzbeschreibung der Lerngruppe
Die Klasse GA5 ist eine Mittelstufe mit 17 Schülern 1 , die eine staatlich anerkannte Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten absolvieren wollen und zugleich die Fachhochschulreife anstreben. Schwerpunkt dieser angehenden Gestaltungstechnischen Assistenten ist „Medien/Kommunikation“. Von den 17 Schülern sind 6 männlich und folglich 11 weiblich. Hinsichtlich der Altersstruktur ist die GA5 recht homogen. Obwohl für alle Schüler als Eingangsvoraussetzung die Fachoberschulreife vorgegeben ist, lassen sich in Bezug auf vorhergehende Schulen und Bildungsabschlüsse der Schüler Heterogenitäten finden: Abgebende Schule Gesamtschule Realschule Gymnasium Schüleranzahl 5 6 3 Abgebende Schule Berufsfachschule Fachoberschule Schüleranzahl 2 1 Abschluss FOR o.Q. FOR m.Q. FHR Schüleranzahl 8 6 3 1.2 Lernbedingungen
Das Fach Bild-/Textgestaltung unterrichte ich unter Anleitung seit Beginn des Schuljahres 2006/2007. Der Unterricht erfolgt montags in der Zeit von 12.45 bis 15.10 Uhr. In der Lerngruppe erweist sich diese Unterrichtszeit als günstig. Sie beginnen ihren Berufsschultag montags stets erst um diese Zeit, so dass die meisten Schüler im Unterricht ausgeruht und konzentriert agieren.
Was den Lernstand anbelangt, so lässt sich feststellen, dass die meisten Schüler mit gängigen Applikationen (wie Adobe Photoshop und InDesign) propädeutisch umgehen können und eine Grundlage an Wissen und Können mitbringen. Werden allerdings technische Raffinessen oder tiefergehende Tricks und Tipps im Umgang mit den professionellen Layout- und Bildbearbeitungsprogrammen gefordert, hat ein Großteil der Schüler Probleme. Abgesehen vom semiprofessionellen Umgang mit dem Macintosh haben die Schüler grundlegende Erfahrungen mit Gestaltungsaufträgen. Hierauf bezogen fällt besonders ein Schüler auf, der wenig Gefühl und Verständnis für „gute“ Gestaltung mitbringt.
Die Lernbereitschaft ist prinzipiell gut. Insgesamt beobachte ich die Tendenz, dass sich mehrere Schüler vom Arbeitsverhalten her zurückhalten und dem Unterricht lediglich in Form ihrer physischen Anwesenheit folgen. Demgegenüber sind allerdings auch mehrere Schüler sehr motiviert und kontinuierlich am Unterrichtsgeschehen aktiv beteiligt. Bezogen auf die Methodenkompetenz ist zu konstatieren, dass einige Schüler etwas schüchtern sind und ungern vor der gesamten Lerngruppe präsentieren. Ein Schüler zeigt sich bei Gruppenarbeiten weniger kooperativ, indem er nicht oder nur ungern mitarbeitet. Der Unterrichtsbesuch am 16.10.2006 findet im Klassenraum statt, da die Rechner nicht genutzt werden müssen. Der Klassenraum hat den Nachteil, dass die Projektionsfläche für Beamer-Präsentationen und Folien recht klein ist. Für Gruppenarbeiten, die nicht am Rechner durchgeführt werden, bietet sich der Klassenraum dagegen wegen der Möglichkeit, Gruppenarbeitstische zu bilden, sehr gut an.
1 Aus stilistischen Gründen verzichte ich im Folgenden auf die Differenzierung SEITE 1
von männlichen und weiblichen Schülern.
2. UNTERRICHTSBESUCH AM 16.10.2006
2 Didaktische Entscheidungen 2.1 Thematischer Zusammenhang und Richtlinienbezug
Die didaktischen und methodischen Entscheidungen basieren auf dem Lehrplan zur Erprobung für die Berufsfachschule des Bildungsganges „Staatlich geprüfter Gestaltungstechnischer Assistent“ 2 . Darüber hinaus ergeben sich die Themen in diesem Fach aus dem Stoffverteilungsplan des Bildungsganges.
In bisherigen Unterrichtsstunden stand das Thema „Gestaltungsraster“ im Vordergrund. Die Schüler haben sowohl Printprodukte hinsichtlich der zugrunde liegenden Gestaltungsraster analysiert als auch eine eigene Gestaltungsarbeit unter Verwendung eines Gestaltungsrasters angefertigt und präsentiert. Mit der heutigen Unterrichtseinheit beginnt eine neue Reihe, in der der Fokus auf das Erlernen satztechnischer Grundlagen (Einrichtung und Verwendung von Stilvorlagen und Formaten, insbesondere professioneller Einsatz von Tabulatoren) in InDesign gerichtet wird. Außerdem setzen sich die Schüler mit einem vektororientierten Programm (FreeHand) auseinander, um eine Illustration anzufertigen. Die genannten Kompetenzen sollen erworben werden, indem die Schüler eine Speisekarte für ein Restaurant gestalten. Dieses Restaurant ist den meisten Schülern bekannt aus der Fernsehsoap „Verbotene Liebe“. Es handelt sich hierbei um ein Restaurant gehobener Klasse namens „Schneiders“. In der Einstiegsstunde dieser Reihe wird allen Schülern das Restaurant vorgestellt, indem einige Szenen der Soap als Videomitschnitte gezeigt werden. Die Schüler erhalten den Arbeitsauftrag, eine Speisekarte für dieses Restaurant zu gestalten. Der erste Arbeitsschritt, der in dieser Stunde stattfindet, ist zu überlegen, welche Kriterien bei der Gestaltung einer Speisekarte zu berücksichtigen sind.
2 Herausgegeben vom Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes SEITE 2
Nordrhein-Westfalen, Völklinger Straße 49, 40221 Düsseldorf, 40309/2005.
2. UNTERRICHTSBESUCH AM 16.10.2006
2.2 Angestrebte Kompetenzen
Die Schüler legen gemeinschaftlich Kriterien für die Gestaltung einer Speisekarte fest. Ziele zur Fachkompetenz Die Schüler können... ... für das Printprodukt „Speisekarte“ allgemeine gestalterische Anforderungen erarbeiten und festlegen. Ziele zur Sozialkompetenz Die Schüler können... ... sich im Plenum über eigene Erfahrungen austauschen. ... sich in Teams auf bestimmte Kriterien für die Gestaltung einer Speisekarte unter Einhaltung kommunikativer Regeln einigen. ... verantwortungsbewusst eine Rolle im Team annehmen und ausführen. Ziele zur Lernkompetenz Die Schüler können ... ... aus einer E-Mail einen konkreten Arbeitsauftrag ableiten. ... das Medium Placemat als Hilfe für Teamarbeit nutzen.
2. UNTERRICHTSBESUCH AM 16.10.2006
2.3 Verlaufsplanung
3 R = Referendarin, S = Schüler, AL = Ausbildungslehrerin SEITE 4
Arbeit zitieren:
Tina Schröder, 2006, Gestaltung einer Speisekarte für das Restaurant „Schneiders” aus der Daily Soap „Verbotene Liebe”, München, GRIN Verlag GmbH
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