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1Einleitung 4
1.1KontinenzförderungalsBeitragzurQualitätssicherung 4
1.2DarstellungdesProjektfelds5
1.3Projektablauf 5
2VorprojektphaseundPlanung7
2.1AGHBildung,Arbeitsauftrag 8
2.2Projektplanung 10
2.3DerExpertenstandardalsGrundlage 12
2.4DieKonsensuskonferenz 13
3Realisierung14
3.1Verfahrensanweisung,Miktionsprotokoll14
3.2Mitarbeiterschulungen 15
3.3AblaufschemaKontinenzförderung 16
3.4Integration 17
4Evaluation 19
4.1DerDNQPHWorkshop 20
4.2UmsetzungderEvaluation 21
4.2.1Dokumentenanalyse 21
4.2.2Personalbefragung 22
4.3Aufbereitung,InterpretationundPräsentationderErgebnisse 22
5Schlussfolgerungen,Ausblick 27
Literatur 29
2
Abbildungen
1 PhasendesProjektablaufs 8
2 Projektstrukturplan 12
3 Projektablaufplan 13
4 KontinenzprofilbeiAufnahme 24
5 VorliegeneinesMaßnahmenplans 25
TabellenSeite
1 OrganisationsmodelleundihreMerkmale 9
2 VergleichvonAufnahmeHundAngestrebtemKontinenzprofil 25
3 TeilnahmeanSchulungsH/Fortbildungsmaßnahmen 26
4 WeitererSchulungsH/Fortbildungsbedarf26
5 MaßnahmenbeiHarninkontinenz 27
AnlagenSeite
1 ExpertenstandardFörderungderHarnkontinenzinderPflege 33
2 Kontinenzprofile34
3
1Einleitung
Nachdem Qualitätssicherung in der Pflege bis zum Ende des vergangenen JahrH hundertsnurimweitestenSinneexistierteundauchdanneherintuitivalsorgaH nisierterfolgte,sindindenletztenJahrendeutlicheTendenzeneinerzunehmenH den Systematisierung und Strukturierung von Qualitätsentwicklung undsicherungzubeobachten.UrsächlichdafüristeinZusammenspielvonProfessioH nalisierungsbestrebungen, Marketingnotwendigkeiten und gesetzlichen VorgaH ben.DienachholendeAkademisierungderdeutschenPflegeschafftdieRahmenH bedingungenfüreinenWissenstransferzwischenTheorieundPraxis,derdieAnH sprüche und Lebenswelten von Pflegenden, aber auch zu Pflegenden grundleH gendbeeinflusst.ProminentestesBeispielfüreinezunehmendanwissenschaftliH chen(EvidenzH)KriterienorientiertePraxissinddieseit2002veröffentlichtennaH tionalenExpertenstandards(vgl.Kap.2.3).SiebearbeitenzentralepraxisrelevanH teThemenmitspezifischpflegerischemZugang.
1.1KontinenzförderungalsBeitragzurQualitätssicherung
Mit einem besonders defizitären Thema befasst sich der 2007 erschienene ExH pertenstandard Förderung der Harnkontinenz in der Pflege (Anlage 1) - muss dochderbisherigeUmgangmitdiesemPflegeprobleminsbesondereimKlinikallH tag eher als Förderung der Inkontinenz verstanden werden. Dies obwohl die HarninkontinenzfürvieleBetroffenezueinemzentralenLebensthemageworden ist, das die Lebensqualität entscheidend beeinflusst, und obwohl sich hier ein weites Feld pflegerischer Interventionen bietet, die zu überzeugenden Erfolgen führenkönnen 1 .DersensibleUmgangmitdiesemTabuthemaunddasAngebot angemessenerBeratungbzw.dieEinleitungperspektivengebenderMaßnahmen könnenfürdiesubjektiveBeurteilungeinesKlinikaufenthaltsebensobedeutsam odersogarentscheidenderseinalsdieBehandlungderbeiAufnahmeimVorderH grundstehendenErkrankung.
1 Vgl. dazu die referierten Studienergebnisse zu den verschiedenen aufgeführten Maßnahmen in HAYDER
2007,65ff.
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1.2DarstellungdesProjektfelds
Es handelt sich um ein Krankenhaus der GrundH und Regelversorgung mit 210 Betten. Der Schwerpunkt liegt in der Gefäßmedizin. Bettenführende FachabteiH lungensindAllgemeinHsowieGefäßchirurgie,InnereMedizinundGeriatrie. Sowohl im Leitbild als auch in der konkreten Qualitätspolitik des Hauses wird besonderer Wert auf eine permanente FortH und Weiterbildung der MitarbeiH terInnenundeineentsprechendeOrientierungdertäglichenArbeitanneuesten fachspezifischen, hier insbesondere pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen geH legt.
Auf spezielle Erfahrungen mit nationalen Expertenstandards und eine gewisse Vertrautheit der MitarbeiterInnen mit diesem Instrument konnte durch die beH reitsumgesetztenStandardszurDekubitusHundSturzprophylaxezurückgegriffen werden. 1.3Projektablauf
EinProjektistidealtypischinvierPhasengegliedert:
N „VorprojektHoderDefinitionsphase“, N „Planungsphase“, N „Realisierungsphase“und N „Abschlussphase“(HECHLER/ZINKAHN2006,14).
Diese Phasen sind wiederum durch sogenannte Meilensteine strukturiert. „Ein Meilenstein ist ein definiertes Arbeitsergebnis von erheblicher Bedeutung für den weiteren Projektverlauf, das zu einem festgelegten Zeitpunkt vorzuliegen hat“ (ebd., 15). Die Darstellung erfolgt im Weiteren anhand dieses PhasenmoH dells.
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Kap.2.1 Kap.2.2,2.4 Kap.3.1 Kap.3.2 Kap.3.3 ,3.4 Kap.4.2,4.2.1 Kap.4.2.2 Kap.4.3
a)Projektauftrag
b) Projektdetailplanungabgeschlossen c) Verfahrensanweisung,Miktionsprotokollentwickelt d) MitarbeiterschulungenIabgeschlossen e) Ablaufschemaentwickelt f) MitarbeiterschulungenIIabgeschlossen g) Dokumentenanalyseerfolgt h) StichtagPersonalbefragung i) Präsentation
Abb.1:PhasendesProjektablaufs.-Quelle:EigeneDarstellungnachHECHLER/ZINKAHN2006,15
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2VorprojektphaseundPlanung
Grundlage für die Entscheidung, ein Vorhaben als Projekt anzugehen, ist „eine Aufgabenstellung, die für das fachliche Profil oder für dieArbeitsweise des UnH ternehmensneuartigistundmitderRoutineinderLinienorganisationnichtbeH arbeitet werden kann“ (HECHLER/ ZINKAHN, 42). Damit verbunden ist ein „hoher Schwierigkeitsgrad und hohes Risiko“ (ebd., 10). Kriterien zur Zuschreibung der Projekteigenschaftsind N „zeitlicheBegrenzung“, N „finanziellerundpersonellerRahmen“, N „externeroderunternehmensinternerAuftraggeber“, N „eigeneOrganisationsform“,
N „fachübergreifende Zusammenarbeit mehrerer Mitarbeiter oder AbteiH lungen“,
N „ÜberwachungdurchKontrollinstanzen“, N „umfassendeProblemstellung“, N „formulierteZielsetzung“, N „innovativesZiel“(LITKE/KUNOW2006,8).
AnhandderArtundWeisederIntegrationeinesProjektsindiebestehendenUnH ternehmensstrukturen lassen sich verschiedene Organisationsmodelle unterH scheiden:
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Tab.1:OrganisationsmodelleundihreMerkmale.HQuelle:HECHLER/ZINKAHN2006,24
InunseremFallhandeltessichumeinKoordinationsmodell,daderProjektleiter beibegrenztenKompetenzenaufständigeUnterstützungdesAuftraggebersanH gewiesenist.
2.1AGHBildung,Arbeitsauftrag
DieInitiativezurBildungderAGKontinenzförderunggingvonderPflegedirektoH rinaus,dieimVorfeldderKonsensuskonferenz(vgl.Kap.2.4)denBedarfgeseH hen hatte, die Umsetzung des angekündigten Expertenstandards an eine kontiH nuierlich arbeitende Projektgruppe zu delegieren. Über die Pflegeleitungen der einzelnenStationenwurdenInteressiertegesucht,dieauchangebensollten,ob sie sich die Leitung eines ProjektHTeams vorstellen könnten. Auf diese Weise konnteeineGruppevonvierPflegefachkräftenausverschiedenenFachbereichen (Innere Medizin/ Gefäßchirurgie, Geriatrie, Intensivmedizin) mit einer Leitung undeinerstellvertretendenLeitunggebildetwerden.
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Der Projektauftrag wurde im geplanten Gespräch mit der Pflegedirektorin verH einbart.AlsZieldesProjektswurdedieandieGegebenheitendesKrankenhauses angepassteUmsetzungdesExpertenstandardsfestgelegt.DazusolltesichinhaltH lich mit den StandardHVorgaben befasst werden, um anschließend eine VerfahH rensanweisungzuentwickeln,indasbetriebsinterneQualitätshandbuchzuintegH rieren und durch Schulungen und Fortbildungsveranstaltungen den KollegInnen indenStationenbekanntzumachen.
DieExpertenstandardsdesDNQPdürfennicht„mitstandardisiertenHandlungsH abläufenoderHandlungsrichtlinienverwechseltwerden“(BARTHOLOMEYCZIK2005, 2).DennocheignensiesichdurchihreStruktur,MeilensteinefürdasVorgehenin derPraxisfestzulegen.InsbesonderefürdieImplementierungindenModelleinH richtungen(vgl.MOERSu.a.2007b,129)werdengenaueVorgabengemacht:„Das Implementierungsprojekt umfasst vier komplexe Schritte mit unterschiedlichen inhaltlichen und organisatorischen Anforderungen an die Projektbeteiligten in denPraxiseinrichtungen.EshandeltsichumdiePhasen N FortbildungderMitarbeiterInnen(Januar2006) N AnpassungdesExpertenstandardsandiebesonderenAnforderungender Zielgruppe/Pflegeeinheit(Februar,März2006) N Einführung/AnwendungdesExpertenstandards(April,Mai2006) N Datenerhebung mit standardisiertem AuditHInstrument (Juni 2006)“ (DNQP 2005,1)
Für das Projekt wurde eine an diese Phasen angelehnte Ablaufplanung vereinH bart. Die straffe und verbindlicheZeitplanung,die für eine ModellimplementieH rung gelten muss, wurde dabei nicht übernommen. Damit wurde in Rechnung gestellt, dass es sich bei der Kontinenzförderung um ein neues Thema handelt, daseinergewissenGewöhnungsHundRoutinisierungszeitbedarf.DieangegebeH nenZeiträumebeziehensichaufdietatsächlicherfolgteUmsetzung:
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Arbeit zitieren:
Martin Braun, 2008, Projekt Implementierung und Evaluation der Kontinenzförderung in einem Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung anhand des Expertenstandards, München, GRIN Verlag GmbH
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