Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 3
1 Einleitung 4
2 Aktuelle Lage auf den Arbeitsmärkten 5
2.1 Kennzahlen im Vergleich BRD - Skandinavien 5
2.2 Arbeitsmarktmodell Skandinaviens insbesondere Dänemarks seit den 1990er
Jahren. 7
2.2.1 Soziale Sicherungssysteme. 7
2.2.2 Reformen in der Arbeitsmarktpolitik Dänemarks seit 1993. 9
2.2.3 Weitere Institutionen im Bezug mit Bezug zur Arbeitsmarktpolitik. 10
3 Die Übertragbarkeit des skandinavischen Arbeitsmarktmodells 12
3.1 Mögliche Gründe für die schlechtere Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes
12
3.2 Wahrscheinliche Gründe für die schlechtere Entwicklung des deutschen
Arbeitsmarktes. 13
3.3 Gründe die einer Übertragung entgegenstehen könnten. 17
4 Fazit 19
Anhang. 23
Literaturangaben 23
Gesetzliche Regelungen Arbeitsverträge betreffend 24
2
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung Art. Artikel BIP Bruttoinlandsprodukt DK Dänemark DKK Dänische Krone FIN Finnland GG Grundgesetz (der BRD) NOR Norwegen SGB Sozialgesetzbuch SWE Schweden
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Arbeitslosenquoten 1995 - 2006 ..................................................................... 5 Abbildung 2: Wahrscheinlichkeit von Arbeitslosigkeit nach Ausbildungsabschlüssen ....... 6 Abbildung 3: Anteil Langzeitarbeitsloser an Erwerbsbevölkerung in % 1995 - 2006.......... 6 Abbildung 4: Erwerbsquote in % Frauen 15 - 64 Jahre 1995 - 2006 .................................... 6 Abbildung 5: Erwerbsquote in % 55 - 64jährige 1995 - 2006 .............................................. 7 Abbildung 6: Erwerbsquote in % Männer 15-64 Jahre 1995 - 2006..................................... 7 Abbildung 7: Ausgewählte Arbeitslosenquoten in % 1990 - 2006 ..................................... 17 Abbildung 8: Bevölkerungsentwicklung BRD 2005 - 2050 in Tsd. ................................... 19
3
1 Einleitung
Gegenwärtig können in der BRD kann nach Jahren steigender Arbeitslosigkeit sinkende Arbeitslosenzahlen verzeichnet werden. Dies ist jedoch für den „Exportweltmeister“ angesichts der günstigen weltwirtschaftlichen Lage nichts Besonderes. Gleiches konnte bereits in vergangenen Aufschwungsphasen beobachtet werden. Allerdings stellt die Tatsache, dass die Arbeitslosenquote auch nach Ende von Rezessionsphasen nur sehr zögerlich sinkt und eine trendmäßige Erhöhung offenkundig ist, für Deutschland das derzeit größte makroökonomische Problem dar. 1 Die aktuell günstige Entwicklung vermag somit kaum die Probleme des deutschen Arbeitsmarktes zu verdecken. Dieser hat sich im Vergleich zu den skandinavischen Ländern seit Anfang der 1990er Jahre wesentlich ungünstiger entwickelt. Daraus resultieren hohe Belastungen des Staatshaushaltes und der sozialen Sicherungssysteme. Diese werden zunehmend an den Rand der Belastungsgrenze geführt und deren strukturelle Probleme schneller bzw. verstärkt aufgezeigt. In den 1970er und 1980er Jahren sahen die skandinavischen Länder hohe Budgetdefizite, steigende Staatsverschuldung sowie eine anhaltend hohe Arbeitslosigkeit. Sie zog auf Grund des hohen sozialstaatlichen Niveaus eben diese hohen Defizite und damit eine hohe Staatsverschuldung nach sich. Lange Zeit war es schwierig den gewohnt hohen Standard in geeigneter Weise zu verändern, war er doch ein Teil des Staatsverständnisses (etwa der Folkheimideologie in Schweden). Als die Lage zum Ende der 1980er Jahre zunehmend prekärer wurde, konnten teils heftig umstrittene und bekämpfte Reformen durchgesetzt werden. Der Erfolg der getroffenen Maßnahmen scheint ihnen Recht zu geben. Zuletzt setzen sich in Dänemark gar die Gewerkschaften für die beinahe komplette Flexibilisierung der Beschäftigungsverhältnisse ein. In Norwegen wurde die Lage durch in letzter Zeit erheblich gestiegene Rohstoffpreise, insbesondere für Erdgas und -öl, begünstigt. Es soll daher bei der Betrachtung weitestgehend außen vor gelassen werden. Dies geschieht in Übereinstimmung mit anderen Globalbetrachtungen, bei denen i.d.R. Erdöl exportierende Länder eine Sonderstellung einnehmen. Was genau in den skandinavischen Ländern unternommen wurde, welche Erfolge dies brachte und welche Möglichkeiten und vor allem Notwendigkeiten bestehen, solche Veränderungen in der BRD zu implementieren, soll Gegenstand der folgenden Betrachtung sein. Exemplarisch soll hierbei im Besonderen die dänische Arbeitsmarkpolitik beleuchtet werden. Dies geschieht zum Einen, weil Dänemark unmittelbarer Nachbar ist und zum
1 Vgl. Mankiw (2003): 7
4
Anderen, weil sich hier im Vergleich zu den anderen skandinavischen Staaten die Lage objektiv am günstigsten entwickelt hat.
2 Aktuelle Lage auf den Arbeitsmärkten 2.1 Kennzahlen im Vergleich BRD - Skandinavien
In 2006 betrug die Arbeitslosenquote in der BRD 8,4% (Eurostat). In allen skandinavischen Ländern war sie niedriger (Abb.1). Zu Beginn des Beobachtungszeitraumes lag sie in Schweden und besonders in Finnland noch über dem deutschen Stand. Inzwischen ist die BRD das Land mit der höchsten Arbeitslosenquote. Ein weiterer signifikanter Unterschied ist beim Trend der Quoten zu beobachten. In allen Vergleichsländern weißt er z.T. stark abwärts, nur in der BRD weißt er eher nach oben.
Auch im Vergleich der nächsten Kennzahlen fällt auf, dass die BRD hier fast überall schlechtere Zahlen aufweist. Besonders fallen die hohe Arbeitslosigkeit unter den Geringqualifizierten auf, die beispielsweise gegenüber Dänemark inzwischen fast siebenmal so hoch ist (Abb. 2), sowie der hohe Anteil Langzeitarbeitsloser (Abb. 3). Die Trends verhalten sich ähnlich wie bei der vorherigen Kennzahl. Es kann also zunächst zumindest vermutet werden, dass hier eine enge Korrelation besteht. 2
2 Vgl. hierzu u.a. Weimann (2006): 305 ff.
5
Abbildung 2: Wahrscheinlichkeit von Arbeitslosigkeit nach Ausbildungsabschlüssen
Abbildung 3: Anteil Langzeitarbeitsloser an Erwerbsbevölkerung in % 1995 - 2006
Bei den Erwerbsquoten ist allgemein eine steigende Tendenz zu beobachten, wobei das Niveau in den anderen Ländern in beinahe allen Bereichen höher als in der BRD ist. Gravierende Unterschiede lassen sich bei der Frauenerwerbsquote (Abb. 4) sowie jener der 55-64jährigen (Abb. 5) beobachten. Die Anteile sind, abgesehen von den Erwerbsquoten der Männer, in Skandinavien wesentlich höher. Interessant ist auch, dass Finnland von einer offensichtlich wesentlich ungünstigeren Basis aus die BRD einholen und schließlich überholen konnte. Auf diesen besonderen Umstand soll weiter unten noch einmal näher eingegangen werden.
Abbildung 4: Erwerbsquote in % Frauen 15 - 64 Jahre 1995 - 2006
Arbeit zitieren:
Bachelor of Arts Marco Seibold, 2007, Das skandinavische Arbeitsmarktmodell: Übertragbar auf Deutschland?, München, GRIN Verlag GmbH
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