II
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Benutzeroberfläche von Google Earth.
Abb. 2: Einstellungen in Google Earth
Abb. 3: Ebenenenfenster Google Earth
Abb. 4: Import von GPS-Daten Google Earth
Abb. 5: Echtzeit GPS Google Earth
Abb. 6: Overlay durch Koordinateneingabe in Google Earth
Abb. 7: Overlay durch Verschiebung des Orthobildes in Google Earth
Abb. 8: Google Sketch Up Benutzeroberfläche mit Modell
Abb. 9: Luftbild vom späteren Standort des Modells in Google Earth
Abb. 10: Google Ansicht unter Modell in Google Sketch Up
Abb. 11: Modell auf Bild referenziert
Abb. 12: Modell in Google Earth importiert
Abb. 13: Höhenmodell Gronau erzeugt aus Luftbildern
Abb. 14: 3D Ansicht Höhenmodell Gronau in PCI Geomatica FLY
Abb. 15: Höhenmodell Gronau als Bild Overlay in Google Earth
Abb. 13: Benutzeroberfläche NASA World Wind 1.4
Abb. 14: Layer Manager in NASA World Wind
Abb. 15: I-Cubed ESAT World Landsat 7 Bild von New York
Abb. 16: NLT Landsat 7 links Visible Color und rechts Pseudo Color Bilder
Abb. 17: On Earth Landsat 7 links Visible Color und rechts Pseudo Color
Abb. 18: Geocover Landsat 7 links Geocover 1990 und rechts Geocover
Abb. 19: USGS Orthobild, links s/w 1 m/Pixel, rechts Farbe 0,25 m/Pixel
Abb. 20: USGS Topo Map in Nasa World Wind
Abb. 21: Waldbrände in Kalifornien 22.10.2007, 21:00 UTC, Aqua
Abb. 22: Fenster GPSTracker in Nasa World Wind
Abb. 23: Overlay in NASA World Wind
Abb. 24: Verschiebungen an Bildübergängen in Virtual Earth
Abb. 25: Benutzeroberfläche Virtual Earth 3D
Abb. 26: Benutzeroberfläche Microsoft Virtual Earth 3DVIA
Abb. 27: 3D Modell in Virtual Earth
Abb. 28: Benutzeroberfläche Microsoft MapCruncher
Abb 29: Überlagerung durch Orthobild in Microsoft Virtual Earth
III
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Koordinatentransformation………………………………………………… 19 Abkürzungsverzeichnis HTML Hyper Text Markup Language DEM Digital Elevation Model GCP Ground Control Point GLOBE Global Learning and Observations to Benefit the Environment GPS Global Positioning System GSFC Goddard Space Flight Center KML Keyhole Markup Language MODIS Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer NASA National Aeronautics and Space Administration NLT NASA Learning Technologies WFS Web Feature Service WGS84 World Geodetic System 1984 WMS Web Mapping Service SDK Software Development Kit SDSS Sloan Radar Sky Survey SRTM Shuttle Radar Topography Mission SVS Scientific Visualization Studio USGS United States Geologically Survey UTM Universal Transversal Mercator URL Uniform Resource Locator XML Extensible Markup Language
IV
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis II
Tabellenverzeichnis III
Abk ürzungsverzeichnis. III
1 Einleitung 1
2 Earth Viewer 2
3 Google Earth 3
3.1 Entwicklung 3
3.2 Datengrundlage 4
3.3 Systemvoraussetzungen 5
3.4 Geodätische Gesichtspunkte 5
3.5 Überblick 7
3.6 Grundfunktionen 8
3.6.1 Benutzeroberfläche 8
3.6.2 Einstellungen 10
3.6.3 Arbeiten mit Orten 11
3.6.4 Arbeiten mit Ebenen 12
3.7 Spezielle Funktionen 13
3.7.1 Overlays 13
3.7.2 Integration von 3D Modellen 14
3.7.3 Verwendung von GPS Geräten 15
3.7.4 Implementierung eigener Daten 18
3.8 Anwendungen 19
3.8.1 Erzeugen eines Bild Overlays 19
3.8.2 Erstellen und Implementieren eines 3D Modells mittels Sketch Up. 21
3.8.3 Implementieren eines aus Luftbildern erzeugten Höhenmodells 24
3.9 Vor- und Nachteile 26
4 Nasa World Wind 27
4.1 Entwicklung. 27
4.2 Datengrundlage 27
4.3 Systemvoraussetzungen. 28
4.4 Geodätische Gesichtspunkte 28
V
4.5 Überblick 29
4.6 Funktionen 30
4.6.1 Benutzeroberfläche 30
4.6.2 Suchfunktion und Ebenen 31
4.6.3 Satellitenbilder, Karten und Luftbilder 33
4.7 Spezielle Funktionen 37
4.7.1 Einbindung von Daten 37
4.7.2 Funktionserweiterungen 39
4.8 Anwendungen 40
4.8.1 Erzeugen von Overlays 40
4.9 Vor- und Nachteile 41
5 Microsoft Virtual Earth 42
5.1 Entwicklung 42
5.2 Datengrundlage 42
5.3 Systemvoraussetzungen 43
5.4 Geodätische Gesichtspunkte 44
5.5 Überblick 45
5.6 Grundfunktionen 46
5.6.1 Benutzeroberfläche 46
5.6.2 Suchfunktion, Wegbeschreibungen und Sammlungen 47
5.7 Spezielle Funktionen 48
5.7.1 Pfade und Polygone 48
5.7.2 Kartenüberlagerung und 3D Objekte 49
5.8 Anwendungen 50
5.8.1 Erstellen und implementieren eines 3D Modells 50
5.8.2 Kartenüberlagerung 52
5.9 Vor- und Nachteile 53
6 Zusammenfassung 54
7 Literaturverzeichnis 56
1
1 Einleitung
Die Erde aus dem Weltall sehen oder jeden Ort der Welt anfliegen und aus der Luft beobachten, all dies ist heutzutage, zumindest virtuell, für die Nutzer von Satelliten Software oder so genannten Earth Viewern (Erd Beobachtern) möglich. In dieser Beziehung hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Spätestens seit der Veröffentlichung von Google Earth im Jahre 2005 begann ein regelrechter Wettlauf in Sachen Erdbeobachtungssoftware. Die Geoinformationsbranche wurde für die Masse zugänglich gemacht und entwickelt sich seitdem mit sehr hoher Geschwindigkeit. Geodaten können nun von jedem und von überall her über das Internet kostenlos genutzt werden. Innerhalb kürzester Zeit schritt die Entwicklung von verschiedenen Systemen voran, so dass es heute eine Vielzahl von Anbietern solcher Earth Viewer gibt. Ob Client Systeme oder Web Mapping Systeme, die unterschiedlichen Systeme bieten jede Menge Möglichkeiten für die verschiedensten Anwendungen.
Im Internet werden viele verschiedene Earth Viewer kostenlos angeboten und die Entwicklung geht ständig weiter. Die wohl bekanntesten dieser Earth Viewer sind Google Earth, NASA World Wind und Microsoft Virtual Earth. Alle drei haben etwas gemeinsam, sie bieten Bilddaten der Erde an und ermöglichen es dem Nutzer per Mausklick auf dem virtuellen Globus zu navigieren und somit jeden Ort der Welt zu erkunden, sofern es die Auflösung der Bilddaten zulässt. Sie bieten ihren Nutzern Informationen mit einem Ortsbezug, so genannte Geoinformationen. Aber jeder dieser Earth Viewer bietet verschiedene Funktionen und Datengrundlagen und es lassen sich unterschiedliche Anwendungen mit jedem von ihnen durchführen, so dass es gewisse Unterschiede zwischen ihnen gibt.
Im Rahmen dieser Studienarbeit sollen Google Earth, NASA World Wind und Microsoft Virtual Earth miteinander verglichen werden. Dabei wird auf die Datengrundlage, die verschiedensten Funktionen und die Anwendungsmöglichkeiten der einzelnen Earth Viewer eingegangen. Die einzelnen Funktionen werden zunächst beschrieben und einige davon später praktisch angewandt, so dass ein direkter Vergleich zustande kommt.
2
2 Earth Viewer
So genannte Earth Viewer, was soviel heißt wie Erd- oder Planetenbeobachter, sind computergestützte Programme und webbasierte Dienste, welche die Erdoberfläche mittels verschiedener Geodaten global visualisieren. Man unterscheidet die Earth Viewer in zwei verschiedene Systemtypen. Einmal die Web Mapping Systeme, welche die Betrachtung der räumlichen Daten mit einem aktuellen Webbrowser ermöglichen ohne ein zusätzliches Programm zu installieren. Und zum anderen die Client Systeme, für welche die Installation eines Software Clients auf dem Rechner erforderlich ist. Google Earth und NASA World Wind sind solche clientbasierten Earth Viewer, während Microsoft Virtual Earth eine Web Mapping Anwendung ist. Das heißt um Google Earth und NASA World Wind nutzen zu können, muss erst die entsprechende Software, welche in der Regel kostenlos zu Verfügung gestellt wird, herunter geladen und installiert werden. Microsoft Virtual Earth hingegen kann direkt genutzt werden indem man die Adresse http://maps.live.com/ in die Adresszeile eines Webbrowsers eingibt und auf diese Seite wechselt. Jeder dieser Earth Viewer visualisiert Satellitenbilder, Luftbilder, Straßendaten und einiges mehr, also einen globalen Datenbestand über das Internet. Web Mapping Systeme haben den Vorteil, dass man sie an jedem Rechner, welcher über eine Internetverbindung verfügt, nutzen kann ohne etwas installieren zu müssen. Client Systeme setzen zwar die Installation der Client Software voraus, jedoch verfügen sie in der Regel über zusätzliche Funktionen welche die Web Mapping Anwendungen nicht anbieten.
3
3 Google Earth
3.1 Entwicklung
Der Ursprung von Google Earth liegt in dem Unternehmen Keyhole Corp. welches 1996 von Michael T. Jones gegründet wurde. Dieses Unternehmen hatte eine Software mit dem Namen „Keyhole“ (Schlüsselloch) entwickelt. Das Programm Keyhole 2, welches ab 2004 für 70 $ pro Jahr genutzt werden konnte, nutzte Satellitenbilder der US-amerikanischen Spionagesatelliten Keyhole als
Datengrundlage. Im Jahr 2004 kaufte Google Inc. die Firma Keyhole auf und entwickelte auf dem Grundgerüst der Keyhole Software schließlich Google Earth. Zunächst wurden die Kosten für das Programm gesenkt und seit Ende Juni 2005 ist die Software von Google Earth für den privaten Gebrauch kostenfrei zugänglich.
Mittlerweile bietet Google verschiedene Versionen dieses Earth Viewers an. Zum einen die derzeitige Basisversion Google Earth 4.2 beta welche kostenlos zugänglich ist und keine Registrierung erfordert. Mit ihr wird die Reise auf dem virtuellen Globus ermöglicht, man kann navigieren, suchen und Entfernungen ausmessen. Es lassen sich auch verschiedene Karteschichten ein- und ausblenden und Punktkoordinaten abspeichern. Auch die Darstellung von 3D Modellen wird unterstützt. Des Weiteren gibt es die Version Google Earth Plus, welche für 20$ pro Jahr genutzt werden kann und über zusätzliche Funktionen gegenüber der Basisversion verfügt. Diese Version bietet einen verbesserten Netzwerkzugang und dadurch höhere Arbeitsgeschwindigkeiten, sie ermöglicht das anschließen von GPS Geräten, so dass eine Positionsbestimmung in Echtzeit möglich wird, oder die Einbindung von bereits vorhandenen GPS Daten. Weiterhin ermöglicht diese Version das Einbinden von Tabellen, womit es möglich ist bis zu 100 Koordinaten aus CSV-Dateien zu importieren. Und Ausdrucke lassen sich mit einer höheren Auflösung, als der Bildschirmauflösung ermöglichen. Die Druckauflösung beträgt 1400 Pixel während die Bildschirmauflösung nur 1000 Pixel beträgt.
Die leistungsfähigste Version ist die Version Google Earth Pro, diese kann für 400$ pro Jahr genutzt werden und ist für den professionellen Einsatz gedacht. Google Earth Pro ermöglicht den Import von bis zu 2500 Koordinaten und Adressen aus CSV-Dateien, die Druckauflösung und der Export von Bildern liegt bei 4800 Pixeln.
4
Es sind Tools für Flächen und Kreismessungen integriert und zusätzliche Module können für je 200$ dazu gekauft werden. Wie zum Beispiel das GIS-Daten-Import-Modul welches den Import von shapefiles oder TAB - Formaten ermöglicht oder das Movie Making Module mit welchem man Videos im wmv-Format exportieren kann. Die Version Google Earth Enteprise wurde ausschließlich für Geschäftskunden entwickelt, sie besitzt einen umfangreichen Datenbestand und besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten. Einmal aus Google Earth Fusion, welche Raster-, GIS-, Punkt-, und Geländedaten in den wichtigsten Formaten integriert. Dann aus Google Earth Client, welche die Daten an die Client Software überträgt. Und aus Google Earth Enteprise Client welche das Betrachten, Drucken und Austauschen der Daten ermöglicht.
3.2 Datengrundlage
Google Earth basiert auf dem Format Keyhole Markup Language (KML), dieses entspricht dem XML-Format, welches ein Standard für die Erstellung von maschinen-und menschenlesbaren Dokumenten in Form einer Baumstruktur ist (Metadaten). Das KML-Format ermöglicht die Erfassung von verschiedenen georeferenzierten Informationen und den Austausch zwischen seinen Nutzern. Da KML eine Markupsprache ist wie HTML (Hyper Text Markup Language), steuert diese lediglich die Bildschirmausgabe. Google Earth dient dabei als Browser für KML-Dateien, so wie der Internet Explorer als Browser für HTML-Dateien dient. Google Earth verwendet sowohl Rasterdaten als auch Vektordaten. Rasterdaten werden in Form von Pixeln verwaltet. Die Satellitenbilder und Luftaufnahmen in Google Earth sind also Rasterdaten, während Vektordaten zur Definition von Punkten, Linien und Polygonen verwendet werden. Vektordaten sind zum Beispiel das Verkehrsnetz, die Ortschaften und die Ländergrenzen. Die Vektordaten können in Google Earth mit den Rasterdaten verknüpft werden. Für seine Bilddatenbank verwendet Google Earth eine einfache Zylinderprojektion (Plattkarte) mit dem globalen Bezugssystem WGS84. Die einfache Zylinderprojektion ist eine einfache Kartenprojektion, hierbei sind Längen- und Breitengrade abstandstreue, gerade parallele Linien, die sich jeweils im rechten Winkel kreuzen. Man schätzt den Umfang der Google Earth Datenbank auf 150 Terrabyte, wobei den größten Anteil an diesen Daten die Bilddaten einnehmen und den geringeren Anteil die dazugehörigen
5
Indexdateien. Die Satellitenbilddaten stammen hauptsächlich von der NASA und vor
allem von dem 1999 gestarteten Satelliten Landsat 7. Blendet man im Ebenenfenster
im Ordner „Mehr“ die DigitalGlobe-Abdeckung ein werden die Bildausschnitte mit
ihrem Aufnahmedatum im 3D Viewer angezeigt. Die hochaufgelösten Bilder in
Google Earth sind Luftbilddaten. Diese werden für Deutschland von der Firma
Geocontent GmbH im Auftrag von Google hergestellt.
Weiterhin stellt Google Earth ein digitales Höhenmodell zur Verfügung, dieses wird
auch als DEM (Data Elevation Model) bezeichnet. Es wird durch die Einblendung der
Gel ändeebenen aktiviert. Hierbei werden jedem Pixel drei Koordinaten zugeordnet,
einmal der Rechtswert, dann der Hochwert und die Höhe. Das Geländemodel
welches von Google Earth verwendet wird, arbeitet mit einer Genauigkeit von
ungef ähr 30 m.
3.3 Systemvoraussetzungen
Google Earth lässt sich auf Windows PC’s, Mac’s und Linux Computern installieren
und lässt sich auf der Seite http://earth.google.com kostenlos downloaden. Die
Installationsdatei der aktuellen Version hat eine Größe von 12,7 MB. Neuere
Versionen können einfach über ältere Versionen installiert werden, so bleiben die
eigenen Daten erhalten. Jedoch müssen für die neueste Version Google Earth 4.2
folgende Systemvoraussetzungen für die einzelnen Betriebssysteme erfüllt sein.
Verwendung auf einem Windows PC:
- Betriebsystem: Windows 2000, Windows XP, Windows Vista
- CPU: 500 MHz, Pentium 3
- Systemarbeitsspeicher (RAM): 128 MB RAM
- Festplatte: 400 MB frei
- Netzwerkgeschwindigkeit: 128 Kb/s
- Grafikkarte: 3D-fähige Videokarte mit 16 MB VRAM
- Bildschirm: 1024x768, 16-Bit-High-Color-Bildschirm
6
Verwendung auf einem Mac: - Betriebssystem: Mac OS X 10.4 oder höher - CPU: G3 500 MHz - Systemarbeitsspeicher (RAM): 256 MB RAM - Festplatte: 400 MB frei - Netzwerkgeschwindigkeit: 128 Kb/s - Grafikkarte: 3D-fähige Videokarte mit 16 MB VRAM - Bildschirm: 1024 x 768, "Tausende Farben" Verwendung auf einem Linux Computer: - Kernel 2.4 oder höher - glibc 2.3.2 mit NPTL oder höher - XFree86-4.0 oder x.org R6.7 oder höher - CPU: 500 MHz, Pentium 3 - Systemarbeitsspeicher (RAM): 128 MB RAM - Festplatte: 400 MB frei - Netzwerkgeschwindigkeit: 128 Kb/s - Grafikkarte: 3D-fähige Videokarte mit 16 MB VRAM - Bildschirm: 1024x768, 16-Bit-High-Color-Bildschirm Diese Systemvoraussetzungen sind die Mindestvoraussetzungen um mit Google Earth arbeiten zu können. Bessere Voraussetzungen ermöglichen schnelleres arbeiten und eine höhere Qualität in Google Earth.
3.4 Geodätische Gesichtspunkte
Google Earth verwendet eine einfache Zylinderprojektion für seine Bilddatenbank mit dem Bezugssystem WGS 84 (World Geodetic System 1984). Längen- und Breitengrade sind dabei abstandstreue, gerade parallele Linien. Diese kreuzen sich jeweils im rechten Winkel. WGS 84 ist dabei das Datum und Referenzellipsoid. Bei der Zylinderprojektion handelt es sich um eine Mercatorprojektion, d.h. eine Zylinderprojektion entlang des Äquators. Dabei werden die abgebildeten Flächen mit zunehmendem Abstand vom Äquator größer. Google löst dieses Problem mit einer dynamischen Anpassung des Maßstabes.
Die Bilddaten in Google Earth sind Sattelitenbilddaten des Landsat 7 Projektes mit einer Auflösung von 15 m/Pixel und Luftbilder welche durch überfliegen der Gebiete
7
erzeugt wurden. Dabei werden so genannte True Orthofotos erzeugt, diese haben in Google Earth eine maximale Auflösung von 0,1 m/Pixel. Das digitale Geländemodell in Google Earth ist nur gering aufgelöst und hat eine Genauigkeit von ca. 30 m. Dadurch kommt auch keine genaue Verschneidung mit 3D Objekten, welche man implementieren kann, zustande. Die Bilddaten besitzen unterschiedliche Qualitäten und beim Übergang von unterschiedlichen Bilddaten kann man teilweise Verschiebungen feststellen. So weisen die Bilddaten Lageungenauigkeiten auf, die bis zu 150 m betragen können.
3.5 Überblick
Google Earth ist ein Earth Viewer mit zahlreichen Funktionen. Vor der Benutzung muss man jedoch die Software installieren, da Google Earth ein Client System ist. Nach der Installation wird die freie Navigation auf dem virtuellen Globus ermöglicht und somit kann jede Stelle der Erde betrachtet werden. Der Benutzer kann Karten, Satelliten- und Luftbilder betrachten, außerdem wird ein digitales Geländemodell geboten und das Betrachten von 3D-Objekten ermöglicht. Position und Höhe werden angegeben und über Ebenen lassen sich zahlreiche Kartenelemente oder interessante Punkte einblenden. Über eine Suchfunktion lassen sich Adressen und Branchen suchen und anzeigen, Routenplanungen durchführen und anschließend virtuell abfliegen. In der neuesten Version von Google Earth wurde nun auch der Blick in die Sterne ermöglicht. Als spezielle Funktionen werden die Speicherung von Orten und Wegbeschreibungen und das Markieren und Veröffentlichen von Punkten geboten. Die Satelliten- und Luftbilder lassen sich in allen gängigen Formaten speichern und das Bild, die aktuelle Ansicht oder eine selbst erstellte Ortsmarke direkt per E-Mail versenden. Auch das Messen einer Strecke oder eines Pfades ist in Google Earth möglich. Man kann auch eigene Daten implementieren, beispielsweise Karten oder Bilder als Overlays oder über Web Mapping Services (WMS) einfügen und Daten von GPS Geräten implementieren. 3D Objekte lassen sich über das Google Warehouse herunterladen oder über Google Sketch Up erzeugen und dann direkt in Google integrieren. Google Earth überzeugt durch eine einfache Bedienbarkeit und schnelles laden der Daten.
8
3.6 Grundfunktionen
3.6.1 Benutzeroberfläche
Startet man Google Earth, so hat man die in Abbildung 1 dargestellte Benutzeroberfläche vor sich über welche man die verschiedensten Funktionen ausführen kann.
Abb. 1: Benutzeroberfläche von Google Earth [Google Earth]
Im Hauptfenster dem so genannten 3D Viewer sieht man den virtuellen Globus auf dem man nach Belieben navigieren kann. Weiterhin befindet sich in der linken oberen Ecke des 3D Viewers die Übersichtskarte welche weitere Perspektiven der Erde zeigt. Oben rechts befinden sich die Navigationsbedienelemente mit welchen sich das Bild verschieben, neigen, zoomen und um den Ansichtspunkt drehen lässt. Die Navigation kann jedoch auch über die Maus oder die Tastatur erfolgen. Unten im 3D Viewer befindet sich die Statusleiste, diese zeigt die Koordinaten, die Geländehöhe, die aktuelle Sichthöhe und Statusinformationen zur Bildübertragung
Arbeit zitieren:
Tobias Höppner, 2008, Google Earth – NASA World Wind – MS Virtual Earth: Ein wissenschaftlicher Vergleich aus Sicht der Geodäsie und Geoinformatik, München, GRIN Verlag GmbH
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