INHALTSVERZEICHNIS
1. Einleitung 3
1.1 Einführung in die Thematik 3
1.2 Fragestellungen 3
1.3 Aufbau der Arbeit 4
2. Politische Kommunikation im Internet 5
2.1 Begriffsbestimmungen 5
2.2 Vom Mythos der „Amerikanisierung“ 6
2.3 Formen politischer Online-Kommunikation 7
2.3.1 Virtuelle Parteizentralen 7
2.3.2 E-Mail und Newsletter 7
2.3.3 Weblogs 8
2.3.4 Diskussionsforen 8
2.3.5 Chat 9
3. Wahlkampf im Internet 9
3.1 Voraussetzungen 9
3.1.1 Kriterien für Öffentlichkeit 9
3.1.2 Nutzerstruktur 10
3.2 Kommunikationspotenziale 12
3.2.1 Technisches Potenzial 12
3.2.2 Politisches Potenzial 12
3.2.3 Stimmenpotenzial 13
3.3 Nationalratswahlkampf 2002 und 2006 14
3.3.1 Online-Campaigning der Parteien 15
3.3.2 Angekommen im digitalen Zeitalter? 16
3.3.3 Nach der Wahl ist vor der Wahl 16
4. Konklusion 17
4.1 Resümee und Interpretation der Ergebnisse 17
4.2 Ausblick 19
Literaturverzeichnis 20
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1. Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
(Rainer Rilling) „Das Netz ist unpolitisch.“
Diese These verblasst angesichts der rasch fortschreitenden Entwicklung des Internet in den letzten 15 Jahren. Es hat sich gezeigt, dass die Politik sehr wohl im Internet präsent ist. Kaum jemand würde dies heute noch leugnen (vgl. Birkenmaier 2004: 203). Wir treten mittels Internet in Kontakt mit Behörden, beteiligen uns an politischen Diskussionen in verschiedenen Foren, informieren uns über den neuesten Stand der Dinge und stolpern gelegentlich über Partei-Websites, die besonders dann interessant sind, wenn gerade Wahlkampfzeit ist. Die politischen Parteien haben mittlerweile verstanden, das Internet als Wahlkampfmedium einzusetzen. Brisantestes Beispiel ist der US-Wahlkampf um die Nachfolge von George Bush. Fast täglich überschlagen sich hier die Meldungen über neue Spendenrekorde im Zuge der Internet-Wahlkampagne. Selbst das Fernsehen, bisher wichtigstes Medium in den Wahlauseinandersetzungen, wird 2007 durch YouTube, dem bekanntesten Videoportal, ersetzt (vgl. ORF 2007: o.S.). Im neuen Jahrtausend angelangt, vergrößert sich der Einfluss des Internet, auch für die Politik. Das Netz ist politisch.
Ich beschäftige mich in dieser Proseminar-Arbeit mit dem Internet im österreichischen Wahlkampf und versuche dabei, meines Wissens ein weitgehend unerforschtes Thema zu beleuchten, von dem ich mit Recht behaupte, dass es ein Thema von großer Relevanz ist. Gemessen an der Offenheit des Netzes für alle Bürger ergibt sich ein großes und vor allem breites Publikum, das über das Medium Internet erreicht und womöglich auch mobilisiert werden kann.
1.2 Fragestellungen
Die Frage, die sich im Zusammenhang mit einem neuen Medium und seinem Einsatz im Wahlkampf unweigerlich stellt, ist, welchen Einfluss dieses Medium hierbei nimmt. Um diese Frage so detailliert wie möglich zu beantworten, müssen wir vor allem Antworten finden auf Fragen wie:
Inwieweit tritt das Internet die Nachfolge der Parteizeitungen an? - WelcheVoraussetzungen müssen gegeben sein, dass sich ein Wähler auf die - Homepageeiner wahlwerbenden Partei begibt? Wie viele Personen und welche Zielgruppe kann man mit politischer - Kommunikationüber das Internet erreichen?
Über welches technische und politische Potenzial verfügt das Medium Internet und - wieverhalten sich diese Indikatoren bezogen auf die Wählerstimmen? Was passiert tatsächlich im Wahlkampf und woher kommt die Idee, das Internet - gezieltim Wahlkampf einzusetzen?
Diese Detailfragen sollen dabei helfen, zum Ziel dieser Arbeit zu kommen - die Forschungsfragen zu beantworten:
In welcher Weise beeinflusst das Internet den Wahlkampf in Österreich? - Inwiefernist eine Wählermobilisierung durch den Einfluss des Internet möglich? - 1.3Aufbau der Arbeit
Im nächsten Kapitel meiner Arbeit gehe ich auf die Politische Kommunikation im Allgemeinen ein. Die Begriffe Politische Kommunikation, Internet, Wahlkampf und Mobilisierung sollen in diesem Zusammenhang definiert werden. Des Weiteren beschäftige ich mich in diesem Kapitel mit den Ursprüngen des Internet im Wahlkampf, mit der so genannten Amerikanisierungsthese und mit den verschiedenen Formen politischer Online-Kommunikation. In Kapitel drei beschäftige ich mich konkret mit dem Internet im Wahlkampf und gehe spezifischer auf die Möglichkeiten dieses Mediums im Bereich Kommunikation ein. Eine abschließende Betrachtung der beiden Nationalratswahlkämpfe 2002 und 2006 in Österreich wird diese Arbeit komplementieren. Zum Abschluss sollte es möglich sein, die vorangegangenen Forschungsfragen ausführlich zu beantworten.
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2. Politische Kommunikation im Internet
2.1 Begriffsbestimmungen
S Politische Kommunikation
Dieser Begriff, der eine zentrale Bedeutung in dieser Arbeit hat, umschreibt „alle Prozesse der Informationsvermittlung, die Politik zum Gegenstand haben.“ (Eilders 2006: 283) Der Terminus Kommunikation zielt hier vor allem auf öffentliche Kommunikation ab, die sich der Massenmedien wie Fernsehen, Radio und/oder der Presse bedient (vgl. Holtmann 1994: 478). Auf den Wahlkampf bezogen sprechen wir von einer so genannten „top-down“ Informationsvermittlung, da die politischen Eliten die Informationen von oben an die Wähler nach unten weitergeben (vgl. Eilders 2006: 283ff.).
S Internet
Der Begriff Internet bezeichnet „das weltweit größte Computernetzwerk, das aus vielen miteinander verbundenen Netzwerken und Computern besteht und vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet.“ (Laudien 2006: 159) Das Internet bietet unterschiedliche Dienste an, wobei E-Mail und World Wide Web (WWW) am häufigsten zur Anwendung kommen und fälschlicherweise synonym gebraucht werden. Zur Übertragung der Daten wurde das Transmission Control Protocol/Internet Protocol, kurz TCP/IP eingerichtet. Seinen Ursprung fand das Internet in den USA, wobei es hier noch um militärische Nutzung ging. Spätestens seit das Internet Eingang in die Haushalte gefunden hat, steigen die Nutzerzahlen rasant an (vgl. Laudien 2006: 159f.).
S Wahlkampf
Erhard Busek, ehemaliger Vizekanzler und Bundesminister, bezeichnet den Wahlkampf als den „Versuch, eine möglichst große Anzahl von Stimmbürgern für bestimmte Ziele zu gewinnen.“ (Busek 2002: 215). Wahlkämpfe sind für den ehemaligen Spitzenpolitiker eine spezielles Ritual, sich auf das wichtigste demokratiepolitische Element vorzubereitenden Wahlgang an sich (vgl. Busek 2002: 215).
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S Mobilisierung
Ein erklärtes Ziel im Wahlkampf ist es, die Wählermassen zu mobilisieren. Bezogen auf das Internet sprechen wir von Mobilisierung, wenn es zu einer Steigerung der politischen Aktivitäten der Bürgerinnen und Bürger kommt. Konkret hieße das, kommt es zu einer quantitativen Steigerung der politisch aktiven Personen in der Gesellschaft oder zu einer qualitativen Verstärkung derjenigen, die bereits politisch aktiv sind, dann sprechen wir von Mobilisierung (vgl.Emmer/Vowe 2004: 194f.).
2.2 Vom Mythos der „Amerikanisierung“
Seit den achtziger Jahren wird in Europa zusehends von einer Amerikanisierung der Wahlkämpfe gesprochen (vgl. Plasser 2000: 49). Konkret ist damit die Übernahme von Wahlkampftaktiken und -strategien aus den USA gemeint (vgl. Schulz 1997: 186f.). Die folgenden Merkmale werden als typisch amerikanisch betrachtet:
S Personalisierung: Die Aufmerksamkeit fällt weniger auf die Inhalte des Wahlkampfs, denn auf den Spitzenkandidaten der Partei.
S Negative Campaigning: Häufig kommen Strategien zum Einsatz, die den politischen Mitstreiter in ein negatives Licht rücken sollen um die eigene Partei als gut zu deklarieren.
S Professionalisierung: Zur Durchführung von Kampagnen bedienen sich viele Spitzenpolitiker bereits der Hilfe von Experten, so genannten Spin Doctoren.
S Sportliche Dramatisierung (horse race): Mittels Meinungsumfragen wird aus einem Wahlkampf ein sportlicher Wettstreit der Kandidaten gemacht und mitunter als Kopf-an-Kopf Rennen propagiert.
S Ereignismanagement: Um die größte mediale Aufmerksamkeit zu erlangen bedienen sich Parteien und KandidatInnen einer Vielzahl von konstruierten Ereignissen, so genannten Pseudo-Ereignissen.
S Politisches Marketing: Das Führen der Wahlkampf-Kampagne nach dem Vorbild der Werbung unter Einsatz konkreter Zielgruppenansprache, repräsentativer Meinungsforschung und Vereinheitlichung aller Wahlkampfkomponenten (vgl. Schulz 1997: 186f.).
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Arbeit zitieren:
BA Bakk.Komm. Heidi Huber, 2007, Das Internet im österreichischen Wahlkampf, München, GRIN Verlag GmbH
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Leseprotokoll des Buches von Andrè Gorz: Arbeit zwischen Misere und Ut...
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