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Basel II und seine Auswirkungen für Banken und Kreditnehmer

Title: Basel II und seine Auswirkungen für Banken und Kreditnehmer

Term Paper , 2003 , 10 Pages , Grade: Vorleistung - bestanden

Autor:in: Andreas Mellenthin (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Basel-II-Abkommen und seinen Auswirkungen für Banken und Kreditnehmer.

Seit den Siebzigerjahren bemüht sich das Basel Committee vor allem um die Schaffung adäquater Standards sowie deren Beaufsichtigung. Mitte der Achtziger Jahre kam es zu einem Konkurrenzkampf zwischen den weltweit größten Banken. Daraufhin sank die Eigenmittelausstattung dieser Banken bedrohlich, da zu viele Kredite, meist viel zu großzügig, vergeben wurden. Daher sah sich das Basel Committee zur Handlung gezwungen. Resultierend daraus, kam es zur Herausgabe einer Eigenmittelempfehlung, des Basel Capital Accord (Basel I), der für die international tätigen Banken der G10 gelten sollte. Dieser verlangte von der Bank eine Mindestkapitalausstattung von 8% für ihre Kreditpositionen und implizierte somit auch das andere Risiken abgedeckt werden, da die Banken Kredite nun effektiver vergeben mussten. Obwohl Basel I nur für international tätige Banken vorgesehen war, entwickelte er sich in den 90ziger Jahren zum Standard und gilt mittlerweile in über 100 Ländern.

1.2. Definition Basel II

Da sich die Bankenwelt mit zunehmender Zeit jedoch stark veränderte, das Angebot immer weiter ausgebaut wurde und neue Finanzinstrumente und Methoden der Risikostreuung hinzukamen, wurden die nunmehr 11 Jahre alten Basel I-Richtlinien zunehmend den gegebenen Vorraussetzungen, in ihrer Komplexität, nicht mehr gerecht. Aus diesem Grund entschloss sich der Basler Ausschuss 1999 zu einem neuen, modernen Rahmenwerk. Das "Erste Konsultationspapier" bildete die Grundlage der neuen Basel II-Richtlinien. Neben der Mindestkapitalanforderung an die Banken, wurde nun ein aufsichtliches Überprüfungsverfahren sowie Regeln zur Veröffentlichung von Unternehmensinformationen, die so genannte Marktdisziplin,
hinzugefügt. Dies bildet nun die 3-Säulen der Basel II-Richtlinien.
Darüber hinaus wird den Banken die Verwendung von Einstufungen der Risikoklassen , von Staaten, Unternehmen sowie Banken, durch zugelassene externe Ratingagenturen erlaubt. Auch interne Rankings der Banken, zur Evaluierung von Kreditrisiken, sind nun zugelassen.
Im Januar 2001 sowie im März 2003 folgten dann weitere Konkretisierungen, in form der 2. und 3. Konsultationspapiere.
Der endgültige Neue Basler Akkord soll Ende 2003 veröffentlicht werden und zu Beginn 2006, mit eine Übergangsphase von einem Jahr, in Kraft treten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Definition Basel I

1.2. Definition Basel II

1.3. Zeitplan der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung

2. Die drei Säulen der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung

2.1. Mindesteigenkapitalerfordernis

2.1.1. Das Kreditrisiko

2.1.1.1. Der Standardansatz

2.1.1.2. Die IRB - Methode

2.1.2. Marktrisiko und operationelles Risiko

2.1.2.1 Ansätze zur Erfassung der operationellen Risiken

2.1.2.1.1 Der Basisindikatoransatz

2.1.2.1.2 Der Standardansatz

2.1.2.1.3 interner Bemessungsansatz

2.1.2.1.4 Verlustverteilungsansatz

2.2. Bankaufsichtliches Überprüfungsverfahren

2.3. Marktdisziplin

3. Auswirkungen auf Banken und Kreditnehmer

3.1. Auswirkungen auf die Banken

3.2. Auswirkungen auf die Kreditnehmer

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den regulatorischen Veränderungen durch das neue Basel II-Rahmenwerk und analysiert, welche Auswirkungen diese auf Banken sowie deren Kreditnehmer haben, insbesondere im Hinblick auf Eigenkapitalanforderungen und Kreditkosten.

  • Grundlagen und Evolution der Basler Eigenkapitalvereinbarungen
  • Die drei Säulen von Basel II: Mindesteigenkapital, Bankenaufsicht und Marktdisziplin
  • Methodische Ansätze zur Bemessung von Kredit- und operationellen Risiken
  • Strategische Implikationen für die Banksteuerung und interne Rating-Verfahren
  • Konsequenzen der Rating-basierten Kreditvergabe für Unternehmenskredite

Auszug aus dem Buch

2.1.1.2. Die IRB - Methode

Da jedoch wie schon erwähnt, gerade kleine und mittelständische Unternehmen kaum über externe Ratings verfügen, ist der Standardansatz für die Banken meist nicht sehr hilfreich. Aus diesem Grund werden in den neuen Basel II-Richtlinien auch bankinterne Ratings, die so genannten IRB-Ansätze, zugelassen. Dabei vergibt die Bank an jedem Kreditnehmer, eine Maßzahl die den Risikogehalt eines zu vergebenen Kredits wiedergibt. Dieses Rating ist, im Gegensatz zur bilanzbasierten Bonitätsanalyse, einerseits zukunftsorientierter und zum anderem werden qualitative Faktoren viel stärker berücksichtigt. Aufgrund dieser Maßzahl wird der Kunde dann einer von mindestens acht Ratingklassen zugeordnet. Für diese Ratingklassen wird dann eine durchschnittliche Ausfallwahrscheinlichkeit ermittelt. Diese Ausfallwahrscheinlichkeit wiederum bestimmt die Eigenkapitalunterlegung des Kredites durch die Bank. Eine geringe Ausfallwahrscheinlichkeit bindet danach weniger Mittel als ein Engagement mit hoher Ausfallwahrscheinlichkeit.

Alle übrigen Komponenten die für die Bestimmung des Kreditrisikos wichtig sind, werden von der Bankenaufsicht vorgegeben. Sollte ein Kreditinstitut jedoch in der Lage sein, auch diese selbst zu bestimmen, kann es zum fortgeschrittenen IRB Ansatz übergehen. Zu den Komponenten, welche die Bank dann selbst schätzen muss, zählt zum einem die Verlustquote, die Restlaufzeit des Kredites sowie die Höhe des Engagements wenn der Kreditnehmer ausfällt. Durch all diese Komponenten wird letztendlich das Kreditrisiko ermittelt. Um die Banken letztendlich dortin zuführen, wird die Eigenkapitalunterlegung bei dem fortgeschrittenen IRB Ansatz noch geringer sein als beim einfachen IRB-Ansatz, welche ohnehin schon geringer ist als beim Standardansatz.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Entstehungsgeschichte von Basel I und beschreibt die Notwendigkeit sowie die Rahmenbedingungen für die Einführung von Basel II.

2. Die drei Säulen der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung: Dieses Kapitel detailliert die drei zentralen Säulen, bestehend aus Mindesteigenkapitalerfordernissen, aufsichtlichem Überprüfungsverfahren und Marktdisziplin.

3. Auswirkungen auf Banken und Kreditnehmer: Hier werden die ökonomischen Konsequenzen der neuen Regulierungen für Kreditinstitute und deren Kunden sowie die veränderte Risikoprämienkalkulation diskutiert.

Schlüsselwörter

Basel II, Kreditrisiko, Eigenkapital, IRB-Ansatz, Bankenaufsicht, Marktdisziplin, Ausfallwahrscheinlichkeit, Rating, Risikomanagement, Finanzregulierung, Standardansatz, Operationelles Risiko, Bonitätsanalyse, Banken, Kreditnehmer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die regulatorischen Neuerungen des Basler Ausschusses und deren Bedeutung für den Bankensektor sowie die Kreditnehmer.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die drei Säulen von Basel II, die verschiedenen Methoden der Risikoerfassung und die direkten Auswirkungen auf die Kreditvergabe.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Untersuchung der ökonomischen Konsequenzen von Basel II, insbesondere wie die geänderten Eigenkapitalregeln das Kreditgeschäft beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische theoretische Aufarbeitung der Regulierungsvorgaben unter Einbeziehung von Konsultationspapieren und Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung des neuen Drei-Säulen-Modells und die anschließende kritische Betrachtung der Auswirkungen auf Banken und Kreditkunden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Basel II, Kreditrisiko, IRB-Ansatz, Eigenkapitalunterlegung und Rating.

Wie verändert sich die Kreditvergabe für KMU unter Basel II?

Kleine und mittelständische Unternehmen müssen verstärkt mit einer bonitätsabhängigen Kreditprüfung rechnen, was für Firmen mit schlechterem Rating höhere Zinskosten bedeuten kann.

Welchen Einfluss haben interne Ratings auf die Eigenkapitalanforderungen der Banken?

Durch die IRB-Ansätze können Banken ihr Eigenkapital effizienter einsetzen, indem sie das Risiko präziser bewerten, was wiederum geringere Anforderungen bei einer niedrigen Ausfallwahrscheinlichkeit ermöglicht.

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Details

Title
Basel II und seine Auswirkungen für Banken und Kreditnehmer
College
Stralsund University of Applied Sciences  (FB BWL)
Course
Projektfinanzierung
Grade
Vorleistung - bestanden
Author
Andreas Mellenthin (Author)
Publication Year
2003
Pages
10
Catalog Number
V15113
ISBN (eBook)
9783638203289
ISBN (Book)
9783638758291
Language
German
Tags
Basel Auswirkungen Banken Kreditnehmer Projektfinanzierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Mellenthin (Author), 2003, Basel II und seine Auswirkungen für Banken und Kreditnehmer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15113
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