1 INHALT
2 Einleitung 4
3 Bilanzanalyse 4
3.1 Allgemein 4
3.2 Aufbereitung der Bilanz 4
3.3 Kennzahlen der Bilanzanalyse 6
3.3.1 Vertikale Bilanzstruktur 7
3.3.2 Horizontale Bilanzstruktur. 9
3.3.3 Grenzen der Bilanzanalyse 12
3.4 Weitere Instrumente der Erfolgsanalyse 12
3.4.1 CASH-FLOW 12
3.4.2 EBIT und EBITDA 13
4 Unternehmensbewertung 14
4.1 Bewertungsverfahren 14
4.1.1 Einzelbewertungsverfahren 15
4.1.2 Mischverfahren 16
4.1.3 Gesamtbewertungsverfahren 18
4.1.4 Aktienanalyse - Beispiel Gewinn je Aktie, unverwässert 21
4.2 Bewertung der verschiedenen Methoden 22
5 Vergleichende Analyse von Geschäftsberichten aus der Biotechbranche 22
5.1 Ausgangslage und branchenspezifische besonderheiten 22
5.1.1 Allgemein. 22
5.1.2 Zahlungsströme im Rahmen von Kooperationen 23
5.1.3 Bilanz: Liquide Mittel und Verbindlichkeiten 24
5.2 Kurzprofile der Firmen 24
5.2.1 Medigene AG 24
5.2.2 Paion AG 25
5.2.3 Morphosys AG 25
5.3 Berechnung klassischer Kennzahlen 26
2
5.4 Berechnung branchenspezifischer Kennzahlen 26
5.5 Auswertung 27
6 Literaturverzeichnis 29
7 Quellenverzeichnis 31
8 Abbildungsverzeichnis 35
9 Abkürzungsverzeichnis 35
10 Anhang 36
3
Die Verwendung und die Interpretation von Kennzahlen gewinnt im täglichen Wirtschaftsleben immer mehr an Bedeutung. Investoren oder Kreditgeber, aber auch Aktionäre prüfen die Unternehmensentwicklung anhand von wichtigen zentralen Kennzahlen (z.B. EBIT, Working Capital oder Cash Flow) um schnell Investitionsentscheidungen treffen zu können.
Im Rahmen dieser Hausarbeit werden exemplarische Kennzahlen aus der Bilanzanalyse und verschiedene Verfahren zur Unternehmensbewertung skizziert. Anschließend erfolgt ein Vergleich von drei Biotechfirmen (Medigene AG, Martinsried, Morphosys AG, Martinsried und Paion AG, Aachen). Die Medigene AG und die Morphosys AG befinden sich im BioM® Cluster Martinsried bei München. BioM® (75) ist der Gewinner des BMBF1-Spitzencluster-Wettbewerbs 2010. Medigene setzt seine Schwerpunkte in der Erforschung, Entwicklung und Vermarktung innovativer Medikamente gegen Krebs- und Immunerkrankungen (81), während die Morphosys AG im Segment der Entwicklung von therapeutischen Antikörpern tätig ist und bereits mehrere Kooperationen mit führenden Pharmafirmen geschlossen hat (87).
Die Paion AG hat seinen Firmensitz in Aachen. Der Forschungsschwerpunkt liegt in den Bereichen Zentrales Nervensystem (ZNS) und thrombotische Erkrankungen/Herz-Kreislauf (82).
Bei der Bilanzanalyse handelt es sich um eine Methode zur Informationsverarbeitung. Dabei werden die Zahlen aus einem oder mehreren Jahresabschlüssen ausgewertet. Die Analyse stützt sich in erster Linie auf die Bilanz des Geschäftsberichtes. Je nachdem welche Ziele mit der Analyse verfolgt werden, werden unterschiedliche Bereiche ausgewertet.
Das zur Verfügung stehende Datenmaterial aus dem Geschäftsbericht wird aufbereitet und gruppiert. Anschließend werden aus den Geschäftszahlen Kennzahlen erstellt, die dann interpretiert werden können.
Durch das Instrument der Bilanzanalyse gewinnt man einen Einblick in die Vermögens- und Ertragslage eines Unternehmens bzw. Konzerns.
Die Basis für eine Bilanzanalyse bildet die Bilanz an sich. Sie stellt die Aktiva den Passiva des Unternehmens gegenüber.
Eine Bilanz, die nach § 243 des HGB nach den Grundätzen der ordnungsgemäßen Buchführung erstellt wird (1), setzt sich wie folgt zusammen (2):
1 BMBF = Bundesministerium für Bildung und Forschung, Berlin
4
BILANZ
Gesamtvermögen Gesamtkapital Abb. 1 Bilanz
Auf der Aktivseite werden das Anlage und das Umlaufvermögen erfasst, die in Summe das Vermögen des Unternehmens darstellen. Die Passivseite bietet eine Übersicht zur Kapitalzusammensetzung. Hier werden alle Verpflichtungen eines Unternehmens gegenüber den Eigentümern und Gläubigern gelistet. Es wird zwischen Fremd- und Eigenkapital, je nach Mittelherkunft, unterschieden. Die Reihenfolge der Anordnung erfolgt nach der Fälligkeit.
Die Summen der beiden Seiten sind identisch (Gesamtvermögen = Gesamtkapital). Passiva stellen die Mittelherkunft dar, während Aktiva die Mittelverwendung abbilden.
Damit die Bilanz analysiert werden kann, müssen einzelne Posten zusammengefasst werden, damit aussagekräftige und für die Kennzahlenbildung aussagekräftige Zahlen entstehen. Die Zusammenstellung dieser Kennzahlen wird als Strukturbilanz definiert, die sich wie folgt zusammensetzt (3): Strukturbilanz
Abb. 2 Strukturbilanz
Die zur Aufstellung dieser Strukturbilanz notwendigen Daten sind entweder in derBilanz (§ 268 HGB), der Gewinn- und Verlustrechnung (§ 275 HGB) direkt oder gemäß § 284 ff. HGB im Anhang des Jahresabschlusses zu finden.
Bei der Erstellung der Strukturbilanz ist zu beachten, dass Dividendenzahlungen aus dem Jahresüberschuss herauszurechnen und zu den kurzfristigen Fremdmitteln zu addieren sind. In der Strukturbilanz werden die folgenden Positionen dargestellt:
Finanzierung Aufbau des Vermögens Anlagendeckung Zahlungsfähigkeit des Unternehmens Das
monetäre Umlaufvermögen
(4) setzt sich zusammen aus:
x
Forderungen
x
Wertpapiere
x
flüssige Mittel
x
aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Im Gegensatz zur Strukturbilanz, die die vorhandenen Daten lediglich umordnet, bieten die Kennzahlen weitere und differenzierte Auswertungsmöglichkeiten über die aktuelle Situation und die mögliche Entwicklung eines Unternehmens. Die Kennzahlen bilden den Kern der Bilanzanalyse (5).
Kennzahlen werden unterschieden, ob sie zur horizontalen oder zur vertikalen Bilanzstruktur zugeordnet werden.
6
Abb. 3 Kennzahlen der Bilanzanalyse
Definition:
Bei der Analyse der vertikalen Bilanzstruktur werden die Positionen derselben Seite der Bilanz in Relation zueinander gesetzt und daraus entsprechende Kennzahlen errechnet (6).
Um die finanzielle Lage eines Unternehmens beurteilen zu können, wird die Kapitalstruktur (7) analysiert. Diese Analyse wird auch Finanzierungsanalyse genannt. Hierzu werden ausschließlich die auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesenen Kapitalposten beurteilt.
Aufgabe dieser Analyse ist es, Informationen zu den Quellen und zur Zusammensetzung des Kapitals nach Art, Fristigkeit und Sicherheit zu gewinnen. Damit können anschließend Aussagen zum finanziellen Risiko eines Unternehmens gemacht werden.
Eine wichtige Kennzahl in diesem Zusammenhang stellt die Eigenkapitalquote dar.
3.3.1.1.1 EIGENKAPITALQUOTE
Das Eigenkapital steht einem Unternehmen unkündbar und langfristig zur Verfügung. Die Eigenkapitalquote (8) stellt den Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital eines Unternehmens dar.
Arbeit zitieren:
Brunhilde Fellermeier, 2010, Kennzahlen zur Bilanzanalyse und zur Unternehmensbewertung, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Soziale und ökonomische Aspekte von Singlebörsen und Partnervermittlun...
Medien / Kommunikation - Forschung und Studien
Bachelorarbeit, 156 Seiten
Merkmale der bei PISA erfolgreichen Schulsysteme:Finnland, Kanada und ...
Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
Hausarbeit, 17 Seiten
Die Entwicklung einer marktorientierten Unternehmenskultur durch inter...
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit (Hauptseminar), 26 Seiten
Neuromarketing - Neuer Ansatz in der Konsumentenforschung
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Studienarbeit, 34 Seiten
Talent Management: Recruitment Methodologies - an Overview
BWL - Personal und Organisation
Studienarbeit, 29 Seiten
Bedeutung von Private Equity im Rahmen der Unternehmensnachfolge
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Seminararbeit, 27 Seiten
Brunhilde Fellermeier hat einen neuen Text hochgeladen
Unternehmensbewertung mittels Discounted Cash-Flow Analysen
Eine Betrachtung unter der Prä...
Jens Wingenfeld
Die Prognose von Ertragsteuern im Discounted Cash Flow-Verfahren
Eine Analyse der Decision Usef...
Wilhelm Schmundt
Value Based Management und Discounted Cash Flow - Ansätze
Eine verfahrens- und aufgabeno...
Thorsten Hagenloch
Stop the Cash Flow Roller Coaster, I Want to Get Off!: What Every Smal...
Caroline Grimm Jordan
0 Kommentare