Inhalt
1 Legitimation des Themas 1
1.1 Lehrplan 1
1.2. Curriculum 2000 1
1.3 Nationale Bildungsstandards 2
2 Sachanalyse 3
3 Stoffverteilung über die 8 Stunden 4
4 Feinplanung der Einführungsstunde 6
5 Materialien 8
6 Reflexion 8
1 Legitimation des Themas
Um ein Unterrichtsthema zu legitimieren dienen der Thüringer Lehrplan des Kultusministeriums von 1999, die Bildungsstandards und das Curriculum 2000+.
1.1 Lehrplan
Der Thüringer Lehrplan des Faches Geographie sieht in der Klassenstufe 10 den Themenkomplex „Der Mensch im Spannungsfeld zwischen Zerstören und Bewahren der Natur“ vor. Hierfür eignet sich besonders gut das Land Australien zu wählen, in welchem es seit dessen Besiedlung durch die Kolonialisten einem ständigen Konflikt mit den Ureinwohnern (Aborigines) gibt. Die Ureinwohner wurden vertrieben und zurückgedrängt. Ziel ist es, den Schülern diesen Konflikt zu verdeutlichen. Dabei soll ein objektiver Standpunkt über beide Seiten der Akteure vermittelt werden. Die Geschichte der Aborigines und die Besiedlung durch die Kolonialisten, sowie die heutige Lebensweise derer sollen Gegenstand der Unterrichtseinheit werden. Auch die Frage inwiefern Wirtschaft, gesetzliche Grundlagen und Rohstoffknappheit die Aborigines beeinflussen soll untersucht werden. Nicht zu vergessen sind auch die Lebensweise der Aborigines heute und andere Veränderungen der Natur durch den Menschen. Die Schüler sollen zu den jeweiligen Themen selbständig Information finden und im Laufe der Gruppenarbeit lernen, ein Problem zu analysieren und die Ergebnisse der Arbeitsphase in geeigneter Variante festzuhalten und zu präsentieren.
1.2. Curriculum 2000+
Das Schulfach Geographie spricht laut Curriculum 2000+ die inhaltliche, personelle und soziale, sowie die methodische Kompetenz an. Dabei sollen die Schüler die Welt als ein komplexes System verstehen, Probleme mit diversen Methoden bearbeiten und sich in verschiede Standpunkte hineinversetzen können.
Die inhaltliche Kompetenz beinhaltet sowohl die Definition von den Ureinwohnern, als auch die Besiedlung, die natürlichen Ressourcen, gesetzliche Grundlagen und die Wirtschaft Australiens.
Die personelle und soziale Kompetenz widmet sich dem Interesse, der Respektierung und der Sensibilisierung. Im Fallbeispiel soll der Interessenkonflikt zwischen den verschiedenen Kulturen (Ureinwohner <-> Siedler) verdeutlicht werden. Dabei ist es wichtig, dass die Schüler die unterschiedlichen Kulturen kennenlernen und respektieren. Sie sollen ebenso eine Verantwortung über die Bewahrung unserer Natur entwickeln.
1
Als methodische Kompetenzen lernen die Schüler sich Information zu ihrem Thema aus verschiedenen Quellen (Internet, Lehrbücher, Zeitungsartikel,.. ) zu beschaffen und diese selbstständig zu bearbeiten. Hierbei ist es wichtig, dass die Informationen selbst erkannt und ausgewertet werden. Zum Beispiel kann ein Atlas nicht nur Informationen über die Größe eines Landes liefern, sondern beispielweise auch über dessen Bodenschätze.
1.3 Nationale Bildungsstandards
Für die Unterrichtseinheit eignen sich laut BILDUNGSSTANDARDS 2005 die folgenden Kompetenzbereiche:
Fachwissen: Hier sollen die Schüler die Erde als ein wechselseitiges System verstehen und die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt erfassen. Sie werden nicht nur mit den Folgen menschlicher Eingriffe auf die Natur konfrontiert, sondern auch auf die eventuell entstehenden Konflikte mit anderen Bevölkerungsgruppen (Aborigines). Erkenntnisgewinnung: Die Schüler müssen selbstständig Information suchen, ausarbeiten und bewerten. In welcher Art und Weise (Methode) sie das machen, bleibt ihnen überlassen. Sie müssen die Informationen sorgfältig überprüfen und nur relevante und korrekte Fakten verwenden. Da sie mit den verschiedensten Medien arbeiten können und am Ende ein Ergebnis präsentieren sollen, ist der Erkenntnisgewinn sehr hoch. Kommunikation: Da die Gruppen am Ende ein Ergebnis festhalten und es präsentieren sollen, wird auch dieser Kompetenzbereich sehr gefördert.
Beurteilung und Bewertung: Dieser Bereich steht in enger Verbindung zum vorherigen. Die Schüler müssen sich ein eigenes Bild vom Konflikt machen und den Konflikt für sich beurteilen.
Räumliche Orientierung: Dieser Kompetenzbereich tritt nur am Rande auf. Da die Schüler über die Besiedlung und Verbreitung der Aborigines und die australischen Rohstoffe informiert werden, erhalten sie auch ein indirektes topographisches Wissen.
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Arbeit zitieren:
David Kirsch, 2008, Unterrichtsplanung: Der Mensch im Spannungsfeld zwischen Zerstören und Bewahren der Natur Beispiel: Die Aborigines in Australien, München, GRIN Verlag GmbH
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