Seminar-Referat: Versuchsplanung und Stichproben,
Grundstudium Diplom-Psychologie, TU-Dresden
21.05.2003
Wissenschaftliche Erklärung
Henning Petrat
1. Was ist eine wissenschaftliche Erklärung?
2. Deduktiv-Nomologische Erklärung nach Hempel-Oppenheim
3. Induktiv-Statistische Erklärung
4. Dispositionelle + Genetische Erklärung
5. Unvollständige Erklärungen
6. Zusammenfassung
Wissenschaftliche Erklärung
1. Was ist eine wissenschaftliche Erklärung?
= Beantwortung einer Warum-Frage, indem der zu erklärende Sachverhalt als logische/kausale Folge auf bestimmte Ursachen bzw. diesbezügliche Aussagen zurückgeführt wird
Erklärung: Voraussetzung + Folge bereits eingetreten
Vorhersage: Voraussetzung unabhängig ob eingetr./nicht eingetr. + Folge nicht eintreten
- Man unterscheidet deduktiv nomologische und statistische Erklärungen.
2. Deduktiv-nomologische Erklärung nach Hempel-Oppenheim (1948)
(klassische Grundkonzeption, auch D-N-Erklärung bzw. H-O-Schema)
EXPLANANS a) allgem. deterministische(s) Gesetz(e) / Theorie(n)
(„Warum-Antwort“) b) Einzelfall / spezieller Sachverhalt / Randbedingung
EXPLANANDUM c) zu erklärendes Phänomen (folgt logisch aus dem Explanans)
(„Warum-Frage“)
- das zu erklärende Phänomen (Explanandum) wird über logische Deduktion aus einem allgemeinen Gesetz (-nomos-) abgeleitet
Konstruiertes Beispiel:
EXPLANANS
a) Wenn die Arbeitslosigkeit steigt, nimmt der Stimmenanteil extremistischer Parteien zu.
b) In der BRD ist im Jahr 1980 die Arbeitslosigkeit gestiegen.
EXPLANANDUM
c) Der Stimmenanteil extremistischer Parteien ist 1980 in der BRD gestiegen.
Hempel und Oppenheim (1948) führen vier Adäquatheitskriterien für eine wissenschaftliche Erklärung an:
Praktische Probleme mit der deduktiv-nomologischen Erklärung
3. Induktiv-statistische Erklärung (auf der Basis statistischer Gesetze)
[....]
Arbeit zitieren:
Henning Petrat, 2003, Wissenschaftliche Erklärung, München, GRIN Verlag GmbH
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