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Wie und mit welchem Erfolg steuern Krankenkassen das Gesundheitsverhalten mittels Sport?

Title: Wie und mit welchem Erfolg steuern Krankenkassen das Gesundheitsverhalten mittels Sport?

Term Paper , 2008 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Hagen-Ludwig Link (Author)

Sport - Sport Economics, Sport Management
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Das Gesundheitswesen der Bundes Republik Deutschland steckt in einem Dilemma. Auf der
einen Seite richtet dieser finanzstarke, mitteleuropäische Industriestaat die medizinische
Entwicklung und Nutzung von immer moderneren Technologien ein und erschafft somit
immer mehr Möglichkeiten in der Behandlungskompetenz von Krankheiten. Auf der
anderen Seite stehen den neu entwickelten Technologien weiter wachsende Ausgaben im
Gesundheitswesen gegenüber die zu einer unausweichlichen Kostenexplosion führen. Die
Gründe hierfür sind hinlänglich bekannt.
Die Mehrzahl der kostenintensiven Behandlungsverfahren gehen auf das Konto der
sogenannten „Zivilisationskrankheiten“, allen voran die Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Bereichs, des Stoffwechsels, der bösartigen Tumore und des Rückens. In der jüngsten Zeit
verzeichnen die Krankenkassen dazu verstärkt eine Zunahme an seelischen Erkrankungen.
All diese Krankheiten besitzen ein gemeinsames Merkmal.
Sie sind zum weitaus größten Teil lebensstilabhängig und damit grundsätzlich in ihrer
Entstehungsbedingung beeinflussbar. Ist „das Kind in den Brunnen gefallen“, sprich der
Herzinfarkt erlitten, die Diabeteserkrankung eingetreten oder der Bandscheibenvorfall
entstanden, dann wird eine Behandlung äußerst kostenintensiv, zu Lasten der
Solidargemeinschaft der Beitragszahler. Die Folge dessen ist unausweichlich die
Beitragserhöhung der zu leistenden Abtretungen an die GKV. Das Dilemma der
Gesundheitspolitik ist aus den täglichen Nachrichten von Presse, Funk und Fernsehen
hinlänglich bekannt. Letztendlich spürt der Steuerzahler die unausweichlichen Folgen. Was
kann also getan werden um dieser Entwicklung entgegen zu wirken? Wenn die oben
genannten Erkrankungen „lebensstilabhängig“ sind, dann müssten sie grundsätzlich auch
vermeidbar sein. Eine entsprechende Vorbeugung soll hier dazu führen das die
Beitragszahler grundlegend auf ihren Lebensstil achten und ihn im Sinne ihrer eigenen
Gesundheit zu ändern bereit sind. Dieser Präventionsgedanke nimmt die gesetzlichen
Krankenkassen in die Pflicht. Der §20 des fünften Sozialgesetzbuches (SGB V) schildert
klar terminiert in wieweit die Krankenkassen ihrer Präventionspflicht nachzukommen
haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Stellungnahme zur aktuellen Gesundheitsproblematik der BRD

2. Interpretation des § 20 SGB V

3. Übersicht der gesetzlichen Krankenkassen

4. Tarife und Kriterien zur Präventionsvergütung nach §20 SGB V

5. Das Bonus Punkte System

6. Die Bewertung nach Notwendigkeit sowie ökonomischen und gesundheitlichen Nutzen.

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie und mit welchem Erfolg gesetzliche Krankenkassen in Deutschland das Gesundheitsverhalten ihrer Versicherten durch die Förderung von sportlichen Präventionsmaßnahmen steuern. Dabei steht die Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, der konkreten Förderpraxis und der ökonomischen sowie gesundheitlichen Effektivität im Fokus.

  • Analyse der gesetzlichen Pflichten zur Primärprävention gemäß § 20 SGB V
  • Vergleich der unterschiedlichen Präventions- und Kurstarife der gesetzlichen Krankenkassen
  • Bewertung von Qualitätskriterien und Anbieterqualifikationen bei Sportangeboten
  • Untersuchung der gesundheitlichen und ökonomischen Auswirkungen von Präventionsmaßnahmen

Auszug aus dem Buch

4. Tarife und Kriterien zur Präventionsvergütung nach §20 SGB V

Daher stellt sich nun die Frage, was kann so ein Präventionskurs kosten und in wie weit wird er von den Krankenkasse finanziert? Wird er sogar voll finanziert oder beteiligen sich die Kassen nur prozentual an den Kosten. Wie viele Kurse darf ein Versicherter pro Jahr maximal besuchen? Gibt es hierbei Unterschiede von Krankenkasse zu Krankenkasse oder sind die Richtlinien einheitlich? Grundsätzlich gestaltet sich die Förderung durch die einzelnen Kassen unterschiedlich.

Durch den § 20 sind alle gesetzlichen Kassen zwar förderungsverpflichtet; in welcher Höhe, wie oft pro Jahr und welche Angebote genau, ist allerdings jeder einzelnen Kasse selbst überlassen. Hinzu kommt, dass einige Kassen bundesweit zentral organisiert sind ( z.B. die Ersatzkassen), andere wiederum regional autonom (z.B. die AOK). Das führt dazu, dass sogar einzelne Regionaldirektionen einer Kasse unterschiedliche Regelungen besitzen.

Ebenfalls besitzen Kassen, nicht selten aus werbestrategischen Zwecken die Ambitionen zu Sonderaktionen. So warb zum Beispiel die Barmer in einer Sonderaktion vom 31.12.2007 mit einem Gesamtbetrag für ein Gesundheitspaket im Wert von 430.00 EUR für Neukunden. In diesem Paket waren drei Bewegungskurse zur Prävention für je 75.00 EUR versprochen ( 3*75.00 EUR=225.00 EUR). Dazu ein Ernährungskurs für 75.00 EUR sowie einen Erfolgsbonus für gesundheitsbewusstes Verhalten in Höhe von 70.00 EUR. Desweitern gab es eine Bezuschussung in Höhe von 30.00 EUR für ein Hausarzt- und Hausapothekenprogramm sowie 30.00 EUR für das sammeln von „BARMER aktiv Pluspunkten“ .

Zusammenfassung der Kapitel

1. Stellungnahme zur aktuellen Gesundheitsproblematik der BRD: Beleuchtet das Dilemma steigender Kosten durch Zivilisationskrankheiten und die Notwendigkeit von Prävention als Gegenmaßnahme im Sinne des § 20 SGB V.

2. Interpretation des § 20 SGB V: Analysiert den gesetzlichen Auftrag der Krankenkassen zur Primärprävention, die Rahmenbedingungen der finanziellen Förderung und die Bedeutung von Leitfäden für die Leistungsgestaltung.

3. Übersicht der gesetzlichen Krankenkassen: Gibt einen Überblick über die Struktur der gesetzlichen Krankenversicherung und die verschiedenen Akteure auf dem Markt.

4. Tarife und Kriterien zur Präventionsvergütung nach §20 SGB V: Untersucht die konkreten Förderhöhen, Kursangebote und die qualitativen Anforderungen an Kursleiter und Trainingseinrichtungen.

5. Das Bonus Punkte System: Erläutert ergänzende Anreizstrukturen der Krankenkassen, um gesundheitsbewusstes Verhalten durch Bonuspunkte und Prämien zu fördern.

6. Die Bewertung nach Notwendigkeit sowie ökonomischen und gesundheitlichen Nutzen.: Evaluierte die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen anhand von Studiendaten und diskutiert die ökonomischen Vorteile durch vermiedene Krankheitskosten.

Schlüsselwörter

Gesundheitswesen, Krankenkassen, GKV, Prävention, Primärprävention, SGB V, Gesundheitsverhalten, Sport, Sportökonomie, Präventionskurs, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Bonus-Punkte-System, Gesundheitsförderung, Zivilisationskrankheiten, Qualifikationskriterien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle der gesetzlichen Krankenkassen bei der Steuerung des Gesundheitsverhaltens ihrer Versicherten durch die Förderung von Sport- und Präventionsangeboten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die gesetzlichen Grundlagen gemäß § 20 SGB V, die unterschiedlichen Förderangebote der verschiedenen Krankenkassen sowie die ökonomische und gesundheitliche Wirksamkeit dieser Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Krankenkassen ihre Präventionspflicht umsetzen, welche Qualitätsstandards dabei gelten und ob sich Prävention auch ökonomisch auszahlt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung von Statistiken der Krankenkassen sowie der Untersuchung von Richtlinien und Reports zum Thema Prävention.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die rechtliche Einordnung, die Marktanalyse der Krankenkassen, die Details zu Fördertarifen und Anbieterqualifikationen sowie die Diskussion über den Nutzen von Prävention.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Primärprävention, GKV, § 20 SGB V, Gesundheitsförderung, Präventionskurs und ökonomischer Nutzen.

Warum gibt es Unterschiede in den Förderungen der einzelnen Kassen?

Obwohl § 20 SGB V die Kassen zur Förderung verpflichtet, ist die konkrete Ausgestaltung der Angebote, wie Höhe und Anzahl der Kurse, den einzelnen Krankenkassen überlassen, was zu regionalen und anbieterspezifischen Unterschieden führt.

Welche Bedeutung haben die Anbieterqualifikationen?

Sie dienen der Qualitätssicherung, um sicherzustellen, dass nur fachlich qualifiziertes Personal, das wissenschaftlich fundierte Konzepte anwendet, von der Krankenkasse finanziell unterstützt wird.

Was ist der ökonomische Nutzen von Prävention im Betrieb?

Studien belegen, dass regelmäßige Gesundheitsprävention den Absentismus senkt und somit Fehlzeiten reduziert, was zu einer direkten Kostenersparnis für Betriebe führt.

Gibt es einen klaren Beleg für den Nutzen außerhalb von Betrieben?

Der Autor stellt fest, dass für den außerbetrieblichen Bereich weniger greifbare Daten vorliegen, argumentiert jedoch, dass Investitionen in Prävention auch hier langfristig zu einem gesundheitlichen und ökonomischen Nutzen führen können.

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Details

Title
Wie und mit welchem Erfolg steuern Krankenkassen das Gesundheitsverhalten mittels Sport?
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Insitut für Sportwissenschaften)
Course
Seminar Sportökomomie und Gesundheit
Grade
1,7
Author
Hagen-Ludwig Link (Author)
Publication Year
2008
Pages
22
Catalog Number
V151317
ISBN (eBook)
9783640628216
ISBN (Book)
9783640628445
Language
German
Tags
Erfolg Krankenkassen Gesundheitsverhalten Sport
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hagen-Ludwig Link (Author), 2008, Wie und mit welchem Erfolg steuern Krankenkassen das Gesundheitsverhalten mittels Sport? , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/151317
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