Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis : 3
Tabellenverzeichnis: 3
Einleitung : 4
1. Der Naturraum des Aralseebeckens 5
1.1 Lage und Grenzen 5
1.2 Relief 5
1.3 Klima 6
1.4 Vegetationszonen und Böden 8
1.5 Die Wasserressourcen 9
1.6 Der Aralsee 10
2. Der Mensch im Aralseebecken 11
2.1 Landnutzung 11
2.2 Der Rückgang des Aralsees 13
2.3 Die zunehmende Salinität im Aralsee 17
2.4 Rückkopplungseffekte 18
3. Wassermanagement als ein Weg aus der Krise? 22
3.1 Wasserbeschaffungsmanagement (Water Supply Management) 23
3.2 Wasserbedarfsmanagement (Water Demand Management) 23
3.3 Was bringt die Zukunft? 24
Schluss : 26
Literaturverzeichnis : 27
Seite 2
Abbildungsverzeichnis:
Abbildung 1: Durchschnittliche Lufttemperatur im Januar und Juli (UNEP, 2005, S. 19). ...... 7
Abbildung 2: Entwicklung des Zuflusses und der Wasserfläche des Aralsees, sowie der
Bewässerungsfläche von 1910 bis heute (nach Gebhardt et al., 2007, S. 1004). ..................... 14
Abbildung 3: Veränderung der Oberfläche des Aralsees (nach UNEP, 2002). ....................... 15
Abbildung 4: Veränderung des Volumens, der Oberfläche, des Pegelstandes und des
Mineralgehaltes des Aralsees zwischen 1960 und 1995 (nach FAO, Aquastat - The Aral Sea
basin - Irrigation development in the basin and the drying up of the Aral Sea). ..................... 17
Abbildung 5: Entwicklung der Bevölkerung, der bewässerten Flächen und der
Wasserentnahme im ASB (nach FAO, Aquastat - The Arals Sea basin - Irrigation
development in the basin and the drying up of the Aral Sea). ................................................. 24
Tabellenverzeichnis:
Tabelle 1: Landressourcen des ASB (nach UNEP, 2005). «««««««««««««««.12
Einleitung:
Der Aralsee war 1960 mit einer Ausdehnung von 66.000 km² der viertgrößte See auf der Erde. Bewässerungsprojekte, die mit der Entnahme von Wasser aus den Zuflüssen des Sees bewerkstelligt wurden, stellten einen großen Eingriff in seinen Wasserhaushalt dar. Dies ließ den Aralsee zwischen 1960 und 2007 auf etwa ein Viertel seiner einstigen Fläche zurückgehen. Der Salzgehalt im See erhöhte sich um das Vierfache (Mauser, 2007). Das Ökosystem Aralsee, dass sich einst als Erholungsgebiet Zentralasiens mit seiner Vielzahl an Feuchtbiotopen, Tierarten und reichen Fischbeständen auszeichnete, wurde dadurch immer mehr zerstört. Zudem brachten Rückkopplungseffekte, die sich aufgrund der Veränderungen des Sees und der intensiven großflächigen Bewässerung einstellten, weitere Probleme mit sich (Grambow, 2007; Mauser, 2007).
Im Rahmen dieser Hauptseminararbeit wird die Wirkungskette aufzeigt, die zu den oben beschriebenen Problemen in der Aralseeregion geführt haben.
Ausgehend von den natürlichen Gegebenheiten des Aralseebeckens (Aral Sea Basin ASB), wird im Folgenden auf die Nutzung dieses Großraums durch die dort lebenden Menschen, sowie auf die Folgen für den Aralsee und die Region eingegangen. Am Ende zeigt diese Arbeit Handlungsmöglichkeiten auf, wie man im Sinne eines nachhaltigen Wassermanagements den Problemen im ASB begegnen könnte.
1. Der Naturraum des Aralseebeckens
Dieses Kapitel befasst sich mit den naturräumlichen Gegebenheiten der Aralseeregion. Dabei wird die geographische Lage der Region, deren Ausdehnung und Grenzen, das Relief, sowie das vorherrschende Klima, die Böden und die Vegetation beschrieben. Abschließend werden die Wasserressourcen und der Aralsee behandelt.
1.1 Lage und Grenzen
Die Aralseeregion liegt im Herzen von Eurasien. Sie setzt sich aus dem gesamten Staatsgebiet von Tadschikistan und Usbekistan, einem Großteil von Turkmenistan, drei Provinzen von Kirgisistan (Osh, Jalalabad und Naryn), sowie dem südlichen Teil von Kasachstan (Provinzen Kyzil-Orda und Süd Kazakh), als auch den nördlichen Gebieten des Iran und Afghanistan zusammen. Das ASB erstreckt sich von 55°00´ bis 78°20´ östlicher Länge und 33°45´ bis 51°45´ nördlicher Breite und hat eine Fläche von 2,7 Millionen km², von denen 2,4 Millionen km² innerhalb der Grenzen fünf ehemaliger Staaten der UdSSR liegen (UNEP, 2005). Das Aralseebecken überschneidet sich damit auch fast gänzlich mit der Fläche Zentralasiens (CAWATERinfo ± Location, Geomorphology, Landscape). Die Bundesrepublik Deutschland hat zum Vergleich eine Fläche von etwa 357.000 km² (Statistisches Bundesamt Deutschland).
1.2 Relief
Das Relief im ASB besteht aus Flachland und Gebirgen. Flachlandgebiete sind das Kazakh Tafelland und das turanische Tiefland. Ersteres befindet sich im nördlichen Teil der Ebene und ist ein hügeliges, zum Teil mit kleineren Bergen versehenes, Gebiet mit Höhen zwischen 200-500 m. Das turanische Tiefland ist im turanischen Plateau gelegen und erstreckt sich über die südlichen Gebiete der Ebene mit Höhen von 43 m unterhalb Normalnull (NN) in der Sary-Kamysch Senke bis etwa 200 m überhalb NN. Innerhalb des Flachlands gibt es weitere Wüsten. Zu nennen sind hier die Karakum-, Kyzilkum- und die Muyunkumwüste, die durch Dünen aus Quarzsand charakterisiert sind. Im Süden der Region erstreckt sich noch das höher gelegene Plateau Usturt. An das turanische Tiefland grenzt das Hügelland der Kopet-Dag-Berge und Parapamize in Turkmenistan.
Im Südwesten befindet sich ein Gebiet, dass teils aus Hügelland, teils aus hohen Bergen des Pamirs, Pamiro-Alai und Tien Shan besteht und mehr als 800 Gebirgsgletscher enthält (UNEP, 2005). Kirgisistan und Tadschikistan sind zu 90 % mit Bergen bedeckt, was beiden Länder zwar ein Monopol auf die Wasseransammlungen innerhalb des ASB verleiht, aber auf der anderen Seite wenig landwirtschaftlich nutzbares Land übrig lässt. In Kasachstan, Turkmenistan und Usbekistan dagegen sind mehr als 50 % der Fläche von Wüsten bedeckt und weniger als 10 % machen Gebirge aus (CAWATERinfo ± Location, Geomorphology, Landscape). Es gibt im Aralseebecken sehr hohe Berge. Der Höchste ist mit 7495 m sogar sehr hoch und befindet sich im nördlichen Bereich des Pamir-Gebirges in Tadschikistan (FAO, Aquastat ± Geography, Climate, Population ± Central Asia).
1.3 Klima
Die Region Zentralasien ist durch seine geographische Einordnung aus Abschnitt 1.1 einem kontinentalen Trockenklima zuzuordnen. Solche Gebiete liegen in einer Breitenlage von 35° und 55° N und werden meist durch eine Lage im Regenschatten von Gebirgen, die Niederschlage aus Richtung der Meere abhalten, gekennzeichnet. Generell lassen sich hohe Schwankungen im Jahresgang der Temperatur feststellen. So bestimmen im Winter vorwiegend kontinentale polare Luftmassen und im Sommer lokal entstandene trockene kontinentale Luftmassen das Klima (Strahler A., Strahler A., 2005).
Es herrschen zudem durchschnittlich geringe und unregelmäßige Niederschläge, große Unterschiede zwischen den Temperaturen innerhalb eines Tages und auch zwischen den Jahreszeiten, hohe solare Einstrahlung und eine niedrige relative Luftfeuchtigkeit (CAWATERinfo ± Climate).
Abbildung 1 zeigt die durchschnittlichen Lufttemperaturen im ASB für die Monate Januar und Juli.
Abbildung 1: Durchschnittliche Lufttemperatur im Januar und Juli (UNEP, 2005, S. 19).
Die durchschnittliche Julitemperatur liegt im gesamten Tiefland bei etwa +30 °C. In den höheren Lagen kühlt sich die Luft ab, ist mit etwa +10 °C in den Hochlagen aber immer noch recht warm. Besonders heiße Gebiete sind die Steppen und Wüsten. Die durchschnittlichen Januartemperaturen reichen im Tiefland von -10 °C im Norden bis +10 °C im Süden. Die kältesten Regionen sind die hohen Gebirgszüge, wo die Temperaturen auf -30 °C und tiefer fallen. Im Tiefland gibt es Temperaturunterschiede zwischen Januar und Juli von etwa 50 °C. Dieser Effekt mildert sich von Norden nach Süden etwas ab. Im Iran sind die Unterschiede weitaus geringer und liegen nur noch bei etwa 20 °C über das Jahr. Im Gebirge ändert sich die Temperatur, je nach Höhenlage, um etwa 30 °C im Jahr (siehe Abbildung 1).
Arbeit zitieren:
Franz Maximilian Hummel, 2009, Beispiel Wassermanagement - Der Aralsee, München, GRIN Verlag GmbH
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