Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Was ist Philosophie? 3
3 Was ist die Geschichte der Philosophie? 5
4 Diotima (Antike) 5
5 Hildegard von Bingen (Mittelalter) 6
6 Tullia D´Aragona (Renaissance) 8
7 Mary Wollstonecraft (Aufklärung) 9
8 Hedwig Dohm (19. Jahrhundert) 10
9 Hannah Arendt (20. Jahrhundert) 12
10 Fazit 15
11 Literaturverzeichnis. 17
2
1 Einleitung
Die Geschichte der Philosophie. Ein Titel und eine bestimmte Assoziation. Es scheint sich hier wirklich um eine reine Männersache zu handeln, denn es werden immer hauptsächlich Männer im philosophischen Kontext erwähnt. Philosophieren Frauen anders und gibt es überhaupt erfolgreiche Philosophinnen? So könnten gängigen Fragen zu diesem Themenfeld aussehen, denn Frauen waren in der Philosophie schon immer unterrepräsentiert. Außerdem sind Originaltexte von bedeutenden Philosophinnen selten erhalten, manchmal bewusst gefälscht oder zum Verschwinden gebracht worden 1 .
Diese Hausarbeit, zum Seminar „ Die Geschichte der Philosophie. Zur Entstehung einer philosophischen Disziplin“, soll eine kurze Einführung in die Philosophie und ihre bedeutenden weiblichen Vertreter geben. Hierbei kann, aufgrund des begrenzten Seitenumfangs, nur auf sechs ausgewählte Philosophinnen verschiedener Epochen eingegangen werden. So werden zuerst einmal die Grundlagen erläutert und danach erfolgt die Beschreibung der Geschichte der Philosophinnen.
2 Was ist Philosophie?
Im Brockhaus heißte es, Philosophie ist das Streben des menschlichen Geistes, die Zusammenhänge des Seins und die Grundsätze der Lebensführung und Daseinsgestaltung zu erkennen 2 . Doch was genau bedeutet Philosophie, wann und wozu philosophiert man und wie hilft diese Tätigkeit uns im Leben weiter? Diese Frage beschäftigt die Menschen schon seit Jahrhunderten von Jahren und verliert auch in der heutigen Zeit nicht an Wichtigkeit. Wenn wir uns die oben vom Brockhaus angegebene Definition anschauen, dann müssen wir uns erst einmal klar machen, was das Wort „Philosophie“ überhaupt bedeutet. Philosophie leitet sich von dem griechischen Wort „philosophia“ ab und bedeutet „ Liebe zur Weisheit“ 3 . Jeder Mensch ist befähigt (angestrengt) nachzudenken, solange der die Sprache, das Selbstbewusstsein und ein menschliches Gehirn, also das Denken beherrscht. So ist der Mensch schon immer bestrebt Weisheit zu erlangen und sich ständig weiter zu bilden. Doch für jedes Individuum gestaltet sich diese zu erlangende Vollkommenheit anderes und so ist es nicht verwunderlich, dass jeder Mensch auf anderem Wege zu seiner individuellen Erkenntnis gelangt. So sind dem philosophischen Denken keine Grenzen gesetzt, denn alle denkbaren Themen bieten Ansatz zum philosophieren. So untersucht der Philosoph die Welt und ihre
1 vgl. Gleichauf 2005: S. 8.
2 vgl. Brockhaus 2006: S. 685.
3 vgl. Bertelsmann Lexikon 1991: S. 696.
3
Beziehungen zu ihr und fragt eigenständig nach dem „Warum“. So müssen im Zentrum des Philosophierens immer die Fragen stehen. Ein Mensch philosophiert, indem er fragt, argumentiert, bestimmte Gedanken ausprobiert und mögliche Argumente gegen sie erwägt, und darüber nachdenkt, wie unsere Welt wirklich beschaffen ist 4 . Dabei gibt es keine bestimmten festgelegten Gegenstände über die philosophiert werden kann/ darf, sondern alle alltäglichen (Lebens-) Fragen können Grundlage sein. Es gibt eigentlich nichts, was nicht Gegenstand der Pilosophie sein könnte. „Vom Größten bis zum Kleinsten und Unbedeutendsten, von Entstehung und Aufbau der Welt bis zum richtigen Verhalten im täglichen Leben, von den höchsten Fragen nach Freiheit, Tod und Unsterblichkeit bis zum Essen und Trinken- alles kann Gegenstand philosophischer Reflexion sein.“ (Störing 2006: S. 25.). Charakteristisches Merkmal ist der Gebrauch logischer Argumente. So erfinden Philosophen Argumente und kritisieren diese. Durch diese beschriebene
Argumentationsstruktur lassen sich Begriffe klären und verstehen. Dabei kann Philosophisches Denken ebenso anregend wie verwirrend sein, denn es heißt „Denken ohne Sicherheitsnetz“ 5 . Denn Philosophie unterscheidet sich von anderen Disziplinen. So stützt sich die Philosophie, im Gegensatz zu den Naturwissenschaften, nicht auf Experimente und Beobachtungen, sondern alleine auf das Denken. Außerdem kennt sie, im Gegensatz zur Mathematik, keine formalen Beweisverfahren. So gibt es auf jede philosophische Frage mehrere mögliche Antworten. Doch viele Fragen können erst gar nicht gelöst werden und werden die Menschheit noch lange beschäftigen. So muss sich ein Mensch der philosophiert klar machen, dass er auf bestimmte Fragen keine Antworten finden wird. Eine endgültige Lösung gibt es also nicht, nur eine Annäherung an die Wahrheit. Genau deshalb gibt es so viel verschiedene Thesen und Definitionen, um noch einmal auf die oben genannte Definition zurück zukommen, für den sich ständig verändernden Begriff der Philosophie. So kann man sagen, dass es so viele Definitionen für Philosophie gibt, wie es auch Philosophen gibt. So ist es unmöglich diesen Begriff in ein paar Sätzen „einzuengen“, denn alleine schon das Nachdenken über diese Thematik erfordert einen geistigen Anspruch, den man wiederrum auch als philosophischen Akt bezeichnen kann. So muss man sich intensiver mit diesem Thema auseinander setzten, um sich der Komplexität dieses „Begriffs“ klar zu werden. „Der Umkreis ihrer Probleme ist nicht fest umrissen. Obenan stehen das Sein selbst und seine allgemeinen Bestimmungen (Metaphysik, Ontologie), die Grundsätze und Formen der Erkenntnis (Erkenntnistheorie) sowie die allgemeinen Gesetzlichkeiten des Wahren (Logik), des Guten (Ethik), des Schönen (Ästhetik). Dazu kommen Sonderfächer wie Natur- 4 vgl.Nagel 1987: S. 6.
5 vgl. Law 2008: S. 15.
4
Philosophie, Geschichts-Philosophie, Sprach-Philosophie, Kultur-Philosophie usw.“ (Brockhaus 2006: S.685.).
3 Was ist die Geschichte der Philosophie?
„Die Geschichte der Philosophie beschreibt die Entwicklung der philosophischen Strömungen vom Beginn der europäischen Philosophie im Griechenland des 6. Jahrhunderts v. Chr. bis zur Gegenwart.“ (Wikipedia 2008.). Jede ernsthafte Beschäftigung mit Philosophie stellt eine Mischung aus historischem und thematischem Studium dar, da man die Argumente und Irrtürmer früherer Philosophen kennen muss, um fundiert argumentieren zu können. Ohne diese Kenntnis der Geschichte hätten Philosophen niemals „Fortschritte“ gemacht. So hätten sie Fehler der Vorgänger nicht wahrgenommen und selbst wiederholt. Jedoch müssen sie aus den Fehlern und Irrtümern früherer Philosophen lernen um diese kritisieren und/ oder weiterentwickeln zu können. So entwickelte sich die Pilosophie immer weiter und es war die Aufgabe der Philosophen sich dementsprechend anzupassen und so eine eigene fundierte und kritische Theorien aufzustellen.
4 Diotima (Antike)
In den zahlreichen Philosophieschulen dieser Zeit treten Frauen praktisch nicht in Erscheinung. Da sie nicht am Unterricht teilnehmen durften, erhielten sie auch keine philosophische Bildung. In den platonischen Dialogen tauchen nur zwei Philosophinnen als Rednerinnen auf: Aspasia (*460, † 401) und Diotima (um 400 v.Chr.) 6 . Ich werde im Folgenden speziell auf Diotima eingehen. Diese Philosophin ist in der Forschung sehr umstritten, da sie als historische Person an keiner Stelle belegt ist 7 . Die Philosophien von Sokrates (Platons Lehrer) und Diotima wurden nur durch Dialoge Platons überliefert. In seinem berühmtesten Dialog „Symposion“ spricht Sokrates von einer weisen Frau, wobei es sich um Diotima handelt. Dieser Dialog handelt von der Liebe und so leitet Diotima Sokrates zur Erkenntnis des wahren Eros an. Sie beschreibt Eros nicht als richtigen Gott, sondern als Dämon. So steht dieses Wesen zwischen Gott und den Menschen und zwischen Eigenschaften wie gut und böse, schön und hässlich usw.. So ist Eros ein Mittelwesen, bedingt durch seine Herkunft. Von seiner Mutter Penia (Personifikation der Armut) habe er das Ärmliche und Hässliche geerbt und von seinem Vater Poros (Gott des Überflusses) das Streben nach Weisheit und Schönheit sowie Wahrheitsliebe 8 . So ist Eros das Symbol für das Streben nach
6 vgl. Gleichauf 2005: S. 13ff.
7 vgl. Meyer 2007: S. 25.
8 vgl. Meyer 2007: S. 26.
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Arbeit zitieren:
Kim Jasmin Gamlien, 2009, Geschichte der Philosophinnen, München, GRIN Verlag GmbH
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