Inhaltsverzeichnis
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1. Einleitung 4
2. Die Entwicklung der Armenfürsorge in Deutschland vom Mittelalter bis zum Ende
des Deutschen Reiches 4
2.1 Die Armenpflege im Mittelalter 4
2.2 Das Armenwesen im Absolutismus und Merkantilismus. 5
2.3 Die Armenfürsorge während der Industrialisierung - Soziale Frage
und sozialer Wandel 6
2.3.1 Gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland - Der Pauperismus
und die soziale Frage 6
2.3.2 Vom Elberfelder System bis zum Straßburger System 7
2.3.3 Kirchliche Armenpflege und soziale Frage. 8
2.3.4 Industrielle Armut und die Anfänge der Arbeiterbewegung. 9
2.3.5 Erziehung zum bürgerlichen Humanismus. 9
2.3.6 Der Einfluß der Industrialisierung auf die Familie. 10
2.4 Staatliche Sozialpolitik im Deutschen Kaiserreich 11
2.4.1 Der Gründerkrach. 11
2.4.2 Sozialdemokratie und Sozialistengesetz. 11
2.4.3 Die soziale Profession der Frau. 12
3. Die Fürsorgeentwicklung vom Ersten Weltkrieg bis zum Ende der Weimarer
Republik 13
3.1 Armenpflege und Fürsorge im Ersten Weltkrieg 13
3.2 Die Fürsorgeentwicklung in der Weimarer Republik 13
3.2.1 Die Fürsorge nach dem Ersten Weltkrieg 13
3.2.2 Der Ausbau der Fürsorge 14
2
4. Die Fürsorge im Dritten Reich - Die öffentliche Fürsorge / Die National-
sozialistische Volkswohlfahrt (NSV) 15
5. Die Entwicklung der „sozialen Berufe“ nach 1945 16
6. Schlußbetrachtung 17
Literaturverzeichnis. 19
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1. Einleitung
Seit gut zweihundert Jahren zieht man gesellschaftliche Angelegenheiten ins öffentliche Gespräch. Seitdem findet ein Austausch über soziale Fragen statt und eine Praxis, welche sie lösen wollte. Soziale Probleme bilden den Gegenstand langwährender Auseinandersetzungen, theoretischer Erörterungen und politischer Maßnahmen. Soziale Arbeit meint, daß Leistungen erbracht werden, die anders als die wirtschaftlichen, jedoch ebenso mit Mühe und Fleiß, aus sozialer Verantwortung geschehen und in wachsendem Maße unter den herrschenden Bedingungen notwendig sind. Es gibt zum einen berufliche Sozialarbeit und zum anderen ein formenreiches freitätiges Engagement in der sozialen Hilfe. In der Öffentlichkeit wirken Politiker, Publizisten für soziale Ziele. Andere helfende Berufe weisen auf ihre humanitären Aufgaben hin. Historisch wiederholt und auch gegenwärtig kommen breite Bewegungen in der Gesellschaft vor, wie die christliche Erneuerung, die Arbeiterbewegung mit ihren verschiedenen Richtungen, Frauen- und Jugendbewegungen. Durch diese verschiedenen Bewegungen wurde das Streben gesellschaftlicher Gruppen nach einer Veränderung ihrer Lebensverhältnisse wirksam. Der Prozeß der sozialen Arbeit in der Gesellschaft schließt diese Aktivitäten alle ein. In einem einführenden Überblick werden die Grundlinien Historischer Sozialarbeit markiert, die in den folgenden Abschnitten dann differenzierte Gestalt gewinnen.
2. Die Entwicklung der Armenfürsorge in Deutschland vom Mittelalter bis zum Deutschen Reich
2.1 Die Armenpflege im Mittelalter
Weltverständnis und Lebensgefühl der Menschen im Mittelalter unterscheiden sich tiefgreifend von dem des heutigen „modernen“ Betrachters. Die Menschen im Mittelalter sahen sich in einen göttlichen Welt- und Heilsplan eingeordnet, den niemand grundsätzlich in Frage stellte. Erst mit Luthers Reformation und dem Aufkommen naturwissenschaftlichen Denkens fand die mittelalterliche Einheit der Kirche und Einheit von Reich und Kirche ihr Ende. Der Astronom, Nikolaus Kopernikus, gab die ptolemäische These „die Welt sei als Scheibe zu betrachten“ auf, und löste somit das bisher geozentrische Weltbild durch die heliozentrische Wende (kopernikanische Wende) ab. Demnach war die Erde nicht mehr der Mittelpunkt bzw. Fixpunkt. Diese Tatsache konnte die Kirche nicht verkraften, was zur Zerstörung des christlichen Weltbildes führte. 1
Zur sozialen Arbeit in der modernen Geschichte gibt es eine Vorgeschichte. Bevor sich soziale Fragen an das Elend von Menschen knüpften, suchte man ihre Dürftigkeit schon auf ver-
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schiedene Weise abzuhelfen. In vorindustrieller Zeit war Soziale Arbeit Armenfürsorge. Menschen, die nicht in der Lage waren sich selbst zu versorgen, arbeitsunfähig, machtlos und schutzbedürftig waren, waren somit auf fremde Hilfe, wie auf Familie, Verwandte oder sogar Nachbarn, zur Beschaffung ihres Lebensunterhaltes, angewiesen. Jedoch in schwerwiegenden Fällen, wie bei Mißernten oder Kriegen, war der Familienverband überfordert, was demnach zur Folge hatte, daß die Pflicht des Lehnsherrn im Mittelalter darin bestand, seinen Leibeigenen, oder seinen auf ihn angewiesenen Bauern und Handwerkern über schlechte Zeit hinwegzuhelfen. Diejenigen, welche nun ihren Herrn aufgrunddessen verloren oder verlassen hatten, gehörten daher, falls sie kein neues Auskommen bei einem anderen Herrn finden konnten, dem Stand der Armen an. Armut war im Mittelalter in zweifacher Hinsicht ein Objekt der Aufmerksamkeit und der Betätigung. Zum einen als ein gottgewollter und im Grunde seliger Zustand, und zum anderen als ein Ordnungsproblem, soweit die Einbindung besitzloser Leute in das ländliche sowie städtische Gemeindeleben nicht funktionierte und umherziehende Bettler zur Plage wurden. Schafften es in diesen Fällen die vorhandenen klösterlichen und kommunalen Hospitäler und frommen Stiftungen nicht, die Notleidenden zu versorgen, mußte sich die Obrigkeit mit diesem Problem befassen. 2
2.2 Das Armenwesen im Absolutismus und Merkantilismus
Durch Reformation, Gegenreformation und damit verbundene langjährige Kriege, kam es zur Auseinanderentwicklung von Stadt und Land, was somit zur Auflösung der feudalen Gesell-schaftsordnung führte und die Städte dadurch wirtschaftliche und soziale Anziehungskraft gewinnen. Immer mehr landlose Bauern, herrenlose Landarbeiter, elternlose Kinder und Jugendliche wollen in den wachsenden Städten ihr Unterkommen finden. Es wurde jedoch immer schwieriger diese besitz- und herrenlose Schicht aus den Städten fernzuhalten. Die Stadtbürger versuchten zunächst, stadtfremde Vagabunden durch peinliche Strafen zu verteilen. Aufgrund von Veränderung der Wirtschaftsstrukturen, d. h. mit der Herausbildung des Kapitalismus, Verarmung des Adels, Niedergang des Handels und Kriegen vermehrte sich der Pauperismus in den Städten und die kommunale und staatliche Instanzen sahen sich zum Einschreiten gezwungen. Unter den zeitgenössischen Humanisten wurde über den Umgang mit Bettlern und die richtige Fürsorge für arbeitsunfähige Arme rege diskutiert. Demnach ent-standen in wirtschaftlicher sowie politischer Hinsicht die ersten Systeme der Armenversorgung. Nun war nicht mehr wie bisher die Kirche für die Vergabe von Almosen tätig, sondern
1 Vgl. Vorlesung im Grundlagenseminar „Staat“ vom 07.11.1997
2 Vgl. Baron, Rüdeger; Landwehr, Rolf: Geschichte der Sozialarbeit, S. 5f; und Vgl. Erler, Michael: Soziale
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Arbeit zitieren:
Gerlinde Weinzierl, 1998, Skizzieren Sie die wichtigsten ökonomischen, politischen und sozialen Entwicklungen, die zur Entstehung der sozialen Berufe geführt haben., München, GRIN Verlag GmbH
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