Buddha
- Leben und Lehre -
Hauptseminararbeit
Theologie – Grundlagenwahlfach-
im Anschluss an das Hauptseminar:
„Ökumene der Weltreligionen“
WS 2002/ 03
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Dajana Gleim
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung 1
II. Der Buddha 3
1. Zum Begriff Buddha 3
2. Das Wesen des Buddhas 3
3. Das Leben des historischen Buddha 4
a) Geburt und Kindheit
b) Weg zur Erleuchtung
c) Buddhas Lehr- und Wanderjahre
d) Lebensende und Nirwana
4. Die Lehre des Buddhas 7
a) Die vier edlen Wahrheiten
b) Der achtfache Pfad
5. Zentrale Begriffe des Buddhismus 12
a) Nirwana
b) Karma
6. Richtungen des Buddhismus 13
a) Hinayana
b) Mahayana
c) Vajrayana
III. Buddha und Jesus? Buddha oder Jesus? 17
1. Wer ist Jesus für Buddhisten? 17
2. Wer ist Buddha für Christen? 19
IV. Abschließende Überlegungen 20
V. Bibliographie 22
I. Einleitung
Unsere Welt ist eine Welt voller Widersprüche, eine Welt des Umbruchs. Geprägt vom wissenschaftlichen und technischen Fortschritt, hat sich vor allem in der westlichen Welt zunehmender Wohlstand entwickelt. Daneben werden einem aber deutlich die Schattenseiten dieser Entwicklung bewusst: Ungerechtigkeit, die Spaltung in Reiche und Arme, Kriege, Aggressionen, Machtstreben, Orientierungslosigkeit... . Die Frage des Menschen nach sich selbst, nach Sinn und Ziel seines Lebens, bleibt für viele unbeantwortet.
Doch was ist der Ausweg aus dieser Krise?
Die Religionen könnten einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Viele Menschen kehren jedoch der Religion und der Kirche den Rücken zu. Sie sehen keinen Zusammenhang zwischen ihrem Leben und den Lehren religiöser Traditionen. Religionen sollten nicht auf ihrem festgelegten Standpunkt oder ihren Lehren beharren, sondern vielmehr offen sein und sich befruchten lassen.
Sie müssen sich zum einen erneut darauf besinnen, dass ihre Antworten dem Lebenskontext der Menschen von heute entsprechen und damit wieder existentielle Relevanz erhalten.1
In dieser Arbeit soll ein besonderer Blick auf den Buddhismus geworfen werden, der nach Christentum, Islam und Hinduismus als viertgrößte Weltreligion einzuordnen ist. In der westlichen Welt hat er bereits einen erheblichen Einfluss ausgeübt. In Europa und Amerika ist ein vermehrtes Interesse am Studium des Buddhismus zu beobachten.2 Demnach scheinen sich im Buddhismus viele Dinge zu finden, die aus verschiedenen Gründen eine Anziehungskraft auf den Menschen ausüben. Es stellt sich die Frage:
Warum übt der Buddhismus eine solche Anziehungskraft aus?
Zum einen wäre das philosophische System des Buddhismus zu erwähnen, das in der intellektuellen Welt einen tiefen Eindruck hinterlassen hat. Nennenswert wäre hier Schopenhauer, der in seiner Philosophie viele Gemeinsamkeiten mit der Lehre Buddhas fand. Wahrscheinlich hat er den Buddhismus in die intellektuelle Welt des Westens eingeführt. Ein großes Interesse am Buddhismus ist bis heute auf akademischer Ebene feststellbar.3
Zum anderen verfügt der buddhistische Agnostizismus in der Gottesfrage über eine große Anziehungskraft. Der Buddhismus möchte eine „Kommt und seht“ -Lehre sein. Sie baut auf persönliche Erfahrung auf und nicht auf irgendeine Autorität. Besonders im Zeitalter der Säkularisierung ist dies ein nicht außer Acht zu lassender Aspekt.4 Die Gelassenheit und der Friede, den Buddha, der Erleuchtete, auf seinen Bildern ausstrahlt, versteht es ebenfalls eine positive Wirkung auf den Menschen auszuüben. Die Lehre vom Karma und von der Wiedergeburt spendet den Menschen –angesichts der Leidfrage- Trost.5
Nicht zuletzt die Offenheit und das freie Denken, welches vom Buddhismus vertreten wird, findet in unserem Zeitalter Zustimmung bei vielen Menschen.6 Natürlich soll jetzt nicht der Eindruck erweckt werden im Buddhismus sei alles gut. Auch dort gibt es Spannungen und Schwierigkeiten.
In dieser Arbeit jedoch soll der Buddhismus in seinen Grundzügen vorgestellt werden. Zunächst muss man einige Basiskenntnisse besitzen, um sich überhaupt tiefgreifender mit dem Buddhismus beschäftigen zu können. Deshalb soll sich zunächst mit Buddha als Person auseinandergesetzt werden, danach ausführlicher mit seiner Lehre, die im eigentlichen Zentrum seiner Verkündigung steht.
Im zweiten Teil soll ein Bezug zum Christentum hergestellt werden. Es soll danach gefragt werden, was Jesus für eine Bedeutung für Buddhisten hat. Zudem soll umgekehrt festgestellt werden bzw. Mutmaßungen geäußert werden, warum sich Christen für Buddha interessieren.
II. Der Buddha
1. Zum Begriff Buddha
[....]
1 De Silva, Lynn A.: Mit Buddha und Christus auf dem Weg, S. 8
2 nach Ebd. S. 43
3 nach Ebd.
4 Ebd.
5 Ebd. S. 44
6 Ebd.
Arbeit zitieren:
Dajana Gleim, 2003, Buddha - Leben und Werk, München, GRIN Verlag GmbH
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