Inhaltsverzeichnis
1 Einführung 3
2 Die Krise in der Schweiz 5
2.1 Die wichtigsten Eckdaten 5
3 Die Angestellten. 6
3.1 Entstehung der Sparte der Angestellten 6
3.2 Die kaufmännischen Angestellten. 6
3.3 Der Schweizerische Kaufmännische Verein (SKV) 6
1931 - Bankenkrise in der Schweiz 7
4 1934/35 - starker Rückgang der Schweizerischen Löhne 9
4.1 Zwischenbilanz: Krise 1929 - 1935 11
5 1936/37 - Frankenabwertung, Wehranleihe, Richtlinienbewegung - Aufwind12
5.1 Der SKV und die Richtlinienbewegung 13
5.2 Der wirtschaftliche Aufschwung und die Folgen für die Angestellten 13
6 Schlusswort 15
7 Literatur. 17
7.1 Quellen 17
7.1.1 Unveröffentlichte Quellen. 17
7.1.2 Veröffentlichte Quellen. 17
7.2 Forschungsliteratur 18
Nicolas Hunziker: Die Angestellten der 2
Schweiz in der Krisenzeit 1929 - 1937
1 Einführung
Die Weltwirtschaftskrise - der New Yorker Börsenkrach vom 24., sowie 29.10.1929 verbunden mit einer internationalen Depression. Obwohl die Wirtschaft in der Schweiz ursprünglich weniger einbrach als in anderen Ländern, schneidet sie rückblickend gesehen im Internationalen Vergleich, bedingt durch den schwächeren Aufschwung, schlechter ab als in anderen Staaten.
Gestützt durch die anfänglich trotz Krise starke Binnenwirtschaft, bekam die Schweiz die Krise erst ab 1931 zu spüren. Hohe Arbeitslosigkeit war die Folge. 1 Die Wirtschaftskrise löste in der Schweiz grosse politische Spannungen aus. Dies gipfelte darin, dass die Richtlinienbewegung entstand, ein Forum für überparteiliche und ideologische Diskussionen. Damit wurden Parteien und Verbände gegenüber Bundesrat und Parlament gestärkt. 2
Mit dieser Arbeit möchte ich den Einfluss der Krise auf die Angestellten der Schweiz während der Krise, mit Fokus auf die Jahre 1931, 1934/35 und 1936/37 porträtieren. Diese Jahre habe ich ausgewählt, da sie in meinen Augen jeweils einen wichtigen Einschnitt in die Schweizer Krisenwirtschaft beinhalten: 1931 machte sich die Krise in der Schweiz bemerkbar, 1934 erlebte die Schweiz einen starken Rückgang der Löhne und 1936/37 erlebte die Schweizer Wirtschaft durch die Abwertung des Schweizer Frankens, die Wehranleihe erstmals wieder einen Aufschwung, in den selben beiden Jahren entstand die Richtlinienbewegung.
Was für Auswirkungen hatte die Wirtschaftskrise auf die Angestellten bezüglich Lohn und Alltag? Wie reagierten diese und ihre Verbände darauf? Welche Massnahmen wurden getroffen, um die Angestellten zu stärken?
Als Grundlage dazu dienen mir die Dossiers des Kaufmännischen Verbands Aarau, in den Dossiers NL.A 0239 0050 - 0051, NL.A 0239 0010 und NL.A 0239 - 0050. Es handelt sich um einen Quellenkorpus mit sämtlichen noch vorhandenen schriftlichen Zeitdokumenten, welche ursprünglich von der Aarauer Sektion des Kaufmännischen Verbandes archiviert wurden. Darin enthalten sind verbandsinterne sowie externe Korrespondenz, Zeitungsberichte, Entwürfe für Arbeitsverträge, Richtlinien, Gesetze, Gewerbliche Schiedsgerichte Protokolle und verschriftlichte Reden von Verbandsleuten, sowie Politikern. Für diese Arbeit wurden sämtliche darin enthaltenen Dokumente berücksichtigt, welche im untersuchten Zeitrahmen anzusiedeln sind und deren Verfasser und Adressat klar auszumachen war. Diese sind im Quellenverzeichnis aufgeliestet. Um meine Aussagen klar zu begründen, habe ich auf Quellen mit unklarem Hintergrund verzichtet. Grundsätzlich stammen alle Schreiben aus dem Umkreis des SKV. Beachtet muss werden, dass diese Quellen die Sichtweise der Angestellten widerspiegeln, sie sind keine Objektiven Berichte über politische Verhältnisse während
1 Degen,Bernhard, http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D26894.php
2 Degen, Bernhard, http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D17395.php
der Krise, sondern subjektive Erzählungen einer Berufsschicht. Somit geht es mir in dieser Arbeit auch nicht darum, die Krise an sich zu behandeln, sondern vielmehr die Krise aus Sicht der Angestellten, wie sie diese erlebten und wie sie darauf reagierten.
Bei der Bearbeitung des Themas bin ich wie folgt vorgegangen: Aus verschiedenen Publikationen (siehe Literaturverzeichnis) habe ich mir ein Hintergrundwissen über die Krise Weltweit und der Schweiz verschafft. Mit diesen Kenntnissen stieg ich ins Staatsarchiv und studierte dort die Dossiers des Kaufmännischen Verbands Aarau. Meine Erkenntnisse habe ich in dieser Arbeit durch Zitate oder Paraphrasierung begründet. Dieses Vorgehen erschien mir als geeignet für diese Arbeit, da ich die Krisenzeit aus der Perspektive der Angestellten schildern wollte.
Zur Krise in der Schweiz existieren verschiedene Arbeiten und Texte. Deren Ablauf und Auswirkung wurde bereits mehrfach bearbeitet (siehe unter Anderem
Literaturverzeichnis). Zu den Schweizern Angestellten gibt es ein empfehlenswertes Buch „Warten und Aufrücken - die Angestellten in der Schweiz 1870 - 1950“, von Mario König et al., welches einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Angestellten der Schweiz bietet. Dieses Werk war für das Erstellen meiner Arbeit von Nutzen, weil hier bereits viele Aspekte der Angestellten, beispielsweise deren soziale Lage während der Krise untersucht wurden.
Im Gegensatz zur Arbeit von König et al. will ich mit dieser Arbeit nicht die Geschichte der Angestellten der Schweiz aufrollen und erzählen. Meine Arbeit soll, wie erwähnt, einen Einblick in den Umgang der Angestellten mit der Krisensituation ermöglichen. Aufgebaut habe ich die Arbeit folgendermassen: Als Voraussetzung für das Verständnis meiner Forschungen brauchen die Leserinnen und Leser einen knappen Überblick über den Verlauf der Krise in der Schweiz, sowie ein Verständnis für die Definition von Angestellten. Diese beiden Aspekte möchte ich mit den Kapiteln 2 und 3 behandeln. Danach wird das Thema Angestellte in der Schweiz währen der Krise chronologisch aufgerollt und an den erwähnten Schlüsseljahren aufgehängt. Dieses Schema wähle ich um ein paar Ankerpunkte zu schaffen. In diesen einzelnen Krisenkapiteln wird jeweils die Lage der Schweiz im behandelten Jahr kurz geschildert, um dann die Lage der Angestellten zu erläutern. Zum Schluss wird das ganze mit einer zusammenfassenden Diskussion und einem Schlusswort abgerundet.
Die Krise in der Schweiz - oft erzählt, hier nun aus der Sicht der Angestellten.
Arbeit zitieren:
Nicolas Hunziker, 2009, Kampf um Anerkennung, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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