Change Management
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
2 Hauptteil 2
2.1 Paradigmen zum Change Management 2
2.1.1 Der Begriff „Veränderung“ 2
2.1.2 Unterschiedliche Sichtweisen zum Change Management 4
2.1.3 Phasen- und Stufenmodelle zum Ablauf von Veränderungsprozessen 6
2.1.3.1 Organisationsentwicklung nach LEWIN 7
2.1.3.2 Acht Phasen Modell nach SIEVERS 8
2.1.3.3 Acht Stufen Modell nach KOTTER 10
2.2 Ziele des Change Managements 12
2.2.1 Organisatorischer Umbau 13
2.2.2 Abbau von Widerständen 14
2.3 Instrumente des Change Managements 15
2.4 Treiber von Veränderungen 17
2.4.1 Externe Treiber 18
2.4.2 Interne Treiber 19
2.4.3 Megatrends 20
2.4.4 Exkurs: Technischer Wandel 21
2.5 Change Management in der Praxis: Deutsche Post DHL 24
3 Zusammenfassung 27
Literaturverzeichnis III
I
Change Management
Abbildungsverzeichnis
1 Definitionsansätze des Begriffes „Veränderung“ 3
2 Drei Phasen Modell nach Lewin 7
3 Acht Phasen Modell nach Sievers 9
4 Acht Stufen Modell nach Kotter 11
5 Bekanntheitsgrad von Change-Management-Instrumenten 16
6 Regelmäßiger Einsatz von Change-Management-Instrumenten 16
7 Megatrends 2008 - Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Technologie 21
8 Entwicklungsstufen des Technischen Wandels von Filmspeichermedien 23
9 Entwicklungsstufen der Deutschen Post DHL 26
II
Change Management
1 Einleitung
Die Bedeutung von „Change Management“ und der Umgang mit „Veränderungen“ nimmt seit Anfang der 1990er Jahre, in der wissenschaftlichen und betrieblichen Betrachtung, einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Dies liegt in der Tatsache begründet, dass sich die Umwelt um uns herum „radikal verändert“ (Doppler / Lauterburg, 2008, S. 23) und die damit ausgelösten Veränderungen, in vielfältiger Art und Weise, Organisationen betreffen. Hierfür seien nur einige wenige, von einer endlichen Vielzahl, wichtiger Veränderungen genannt: zunehmende Globalisierung, Planungsunsicherheiten, Innovationssprünge, Verknappung von Ressourcen, Steigerung der Komplexität, et cetera. Dabei ist heute schon klar, dass nur Organisationen, die sich den dynamischen Rahmenbedingungen der Umwelt stellen und flexibel anpassen können, künftig überlebens- und wettbewerbsfähig sein werden (vgl. Doppler / Lauterburg, 2008, S. 5.; Schaecke / Müller, 2003, S. 6).
Dabei gehen Veränderungen von Rahmenbedingungen zum Teil mit einer enormen Geschwindigkeit von statten, wodurch die Fähigkeit sich anzupassen und auf Veränderungen zu reagieren zu einer wichtigen Kompetenz, wenn nicht sogar zu einer Kernkompetenz, in Organisationen geworden ist. Change Management stellt somit eine Daueraufgabe im täglichen Managementalltag dar.
Ziel dieser Seminararbeit ist es, in Hinblick auf eine spätere Abschlussarbeit, einen Überblick über den aktuellen Stand der Diskussionen zum Themenkomplex Change Management zu geben. Hierzu werden zunächst unterschiedliche Sichtweisen zum allgemeinen Verständnis der Begriffe „Veränderung“ und „Change Management“ gegeben. Wie Veränderungsprozesse ablaufen, soll anhand einer Auswahl von möglichen theoretischen Modellen anschließend dargestellt werden. Im weiteren Gang der Arbeit wird auf die Ziele, Instrumente und Treiber von Veränderungen näher eingegangen. Als Exkurs folgt ein Beispiel zur Technologieveränderung in der Filmindustrie, als Treiber von organisationalen Veränderungen. Abschließend soll am Fallbeispiel der Deutschen Post DHL beschrieben werden, wie der Einsatz von Change Management erfolgen und wie mit Veränderungen in Organisationen umgegangen werden kann.
1
Change Management
2 Hauptteil
2.1 Paradigmen zum Change Management
Schaecke und Müller (2003, S. 7) kritisieren die Verwendung des Begriffes Change Management als „Modewort“ oder „Container-Begriff“, sowie Autoren, die den Begriff Change Management “undifferenziert für verschiedenste Sicht- und Vorgehensweisen verwenden, die in irgendeiner Weise mit Veränderung zu tun haben“.
Aus dieser Meinung heraus beschäftigt sich dieser erste Teil der Arbeit mit den unterschiedlichen Paradigmen zum Thema Change Management. Er dient der Definition und Abgrenzung zentraler Begriffe, sowie der Darstellung von ausgewählten Sichtweisen im Bereich des Ablaufes von Veränderungen.
Wie sich im Folgenden zeigen wird, gibt es bis zum heutigen Zeitpunkt keine einheitliche Definition des Begriffes Change Management. Vielmehr gibt es zahlreiche und unterschiedliche Facetten der Betrachtungsweise und damit einhergehend Unschärfen bei der Definition (vgl. Claßen, 2008, S. 38; Schaecke / Müller, 2003, S. 7). Auf diese Aspekte soll im Folgenden näher eingegangen werden.
2.1.1 Der Begriff „Veränderung“
Langenscheidts Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache nennt allgemein und disziplinunabhängig drei mögliche Beschreibungen und Definitionen des Begriffes „Veränderung“. Diese Beschreibungen sind die folgenden:
• Veränderung ist „eine Handlung, durch die etwas anders wird“. Bei dieser Beschreibung steht die Tätigkeit, die einen Sachverhalt verändert, im Vorder-grund.
• Veränderung ist „der Vorgang, der Prozess, durch den etwas anders wird“ bzw. „eine Veränderung tritt ein, geht in jemanden/etwas vor“. Diese Beschreibung rückt den Veränderungsprozess, also den Durchführungsaspekt einer Veränderung, in den Vordergrund.
• „das Ergebnis einer Veränderung“. In dieser letzten Beschreibung liegt der Schwerpunkt auf dem Ergebnis und damit auf dem Resultat oder Folge einer Veränderung. (Langenscheidt, 2009)
Neben diesen Beschreibungen kann weiterhin zwischen einem „passiven“ oder einem „aktiven“ Gebrauch des Verbs „verändern“ unterschieden werden. Hierbei kann etwas oder jemand verändert werden oder etwas oder jemand verändert (vgl. Baumöl, 2008, S. 70).
2
Change Management
Im Zusammenhang mit dem Begriff „Veränderung“ wird häufig die Bezeichnung „Wandel“ genutzt. Dabei erfolgt, nach Meinung Baumöls, nur in den wenigsten Quellen eine klare und eindeutige Differenzierung zwischen diesen Begriffen. Vielmehr werden diese Bezeichnungen in der Literatur gegeneinander ausgetauscht und als gegenseitige Synonyme verwendet. Allgemein versteht man unter dem Begriff Wandel den „Übergang von einem Zustand in einen anderen“ (Langenscheidt, 2009). Wandel ist nach Langenscheidts Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache mit dem Begriff „Veränderung“ gleichzusetzen. Beide Begriffe, sowohl Veränderung, als auch Wandel können durch den englischen Begriff „change“ übersetzt werden (Leo, 2009) (vgl. Baumöl, 2008, S. 69).
Für die nachfolgende Arbeit soll die Bezeichnung „Veränderung“, als eine stringente Subsumtion aller damit in Verbindung stehenden Begriffen, verstanden werden. Ausgehend von einer allgemeinen und umgangssprachlichen Verwendung des Begriffes Veränderung, soll nachfolgend für die beiden wissenschaftlichen Disziplinen Betriebswirtschaftslehre und Ingenieurwissenschaften das Verständnis des Begriffes in den Teildisziplinen dargestellt werden. Zentraler Unterschied dieser Disziplinen ist das zu untersuchende Gestaltungs-oder Erkenntnisobjekt. Die Betriebswirtschaftslehre untersucht das Erkenntnisobjekt „Unternehmen“, währenddessen sich die Ingenieurwissenschaften mit mechanischen, elektrischen und naturwissenschaftlichen Systemen beschäftigen. Aus diesen unterschiedlich zugrundeliegenden Erkenntnisobjekten und das Setzen von bestimmten Schwerpunkten, innerhalb der Teildisziplinen, ergeben sich verschiedene und autorenspezifische Verständnisse zum Veränderungsbegriff (vgl. Baumöl, 2008, S. 70 ff.).
Abbildung 1 stellt verkürzt die beiden Definitionsansätze des Begriffes Veränderung für die Disziplinen Betriebswirtschaftslehre und Ingenieurwissenschaften gegenüber.
Change Management
Einführend zeigt sich, dass der Begriff „Veränderung“ auf unterschiedliche Art und Weise belegt und definiert ist. Dies trifft auch für den Begriff „Change Management“ und dessen Verständnis zu. Im nächsten Abschnitt sollen verschiedene Sichtweisen und mögliche Definitionen dieses Begriffes dargestellt und beschrieben werden.
2.1.2 Unterschiedliche Sichtweisen zum Change Management
Nach Claßen (2008, S. 38) ist Change Management „ein bereits klassischer Begriff aus der Managementlehre, im Beraterjargon und in der Medienlandschaft“ und erfreut sich „ungebrochener Aktualität und Relevanz“. Claßen macht diese These anhand der gestiegenen Suchanfragen zwischen 2005 und 2008 fest. In dieser Zeit kam es zur Verfünffachung der Suchanfragen des Begriffes „Change Management“ bei der Internetsuchmaschine Google. Dieser Fakt zeigt, wie groß die Menge an zur Verfügung stehenden Informationen ist und wie unterschiedlich die vertretenden Sichtweisen zu diesem Themengebiet sind. Dies drückt sich beispielhaft an der Fülle an zur Verfügung stehenden Definitionen des Begriffes Change Management aus.
Im Folgenden soll sich auf zwei Wegen den möglichen Definitionen des Begriffes Change Management angenähert werden. Zum einen sollen mögliche Definitionen aus Sicht einzelner Au-toren wiedergegeben werden, zum anderen sollen aber auch die unterschiedlichen Auffassungen (Definition) der betrieblichen Praxis, dargestellt werden. In Hinblick auf den Umfang dieser Arbeit soll die Vielzahl an möglichen Definitionen zum Begriff Change Management, auf einige wesentliche reduziert bleiben.
Bergmann und Garrecht (2008, S. 187) definieren den Begriff Change Management wie folgt: „Change Management ist der Überbegriff für das professionelle Management von Veränderungen“, sowie „Change Management ist der Umgang mit geplantem und systematischem Wandel, der durch die Beeinflussung der Organisationsstruktur, Unternehmenskultur und individuellem Verhalten der Organisationsmitglieder zu Stande kommt.“
Unternehmen sind dabei ständig mit wechselnden Situationen und Veränderungen konfrontiert. Das heißt eine Veränderung muss nicht sogleich das gesamte Unternehmen betreffen, sondern kann sich auch auf Teilbereiche und kleinere Projekte des Unternehmens beziehen (vgl. Bergmann / Garrecht, 2008, S. 187).
Die Autoren Becker-Kolle, Fischer und Kraus (2004, S. 15) verstehen Change Management als „Überbegriff für professionelles Management von Veränderungen“. Dieser Teil ist damit deckungsgleich zur ersten Definition von Bergmann und Garrecht.
4
Arbeit zitieren:
B. Sc. Jan-Henrik Koßmann, B. Sc. Thomas Schmidt, 2009, Change Management , München, GRIN Verlag GmbH
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