Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Miscellaneous

Infrastrukturengpässe im Luftverkehr. Vergabe von Start- und Landerechten. Nationale, europäische und internationale Aspekte.

Title: Infrastrukturengpässe im Luftverkehr. Vergabe von Start- und Landerechten. Nationale, europäische und internationale Aspekte.

Seminar Paper , 2003 , 75 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Attila Tulit (Author), Diana Landgraf (Author)

Business economics - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Keine andere Verkehrsart wächst derart dynamisch wie der Flugverkehr. Etwa 1,7 Milliarden Passagiere nutzen weltweit pro Jahr ein Verkehrsflugzeug. Während der militärische Luftverkehr in den vergangenen Jahren immer mehr zurückgegangen ist, ist die zivile Nutzung des Luftraums dermaßen gestiegen, dass die bestehende Infrastruktur nicht mehr ausreicht. Die infrastrukturelle Überlastung im Luftverkehr spiegelt sich in massiven Flugverspätungen in Europa wieder, die zu Beeinträchtigungen im nationalen wie auch internationalen Luftverkehr und zu schweren finanziellen Einbußen für die Fluggesellschaften führen.
Die Infrastrukturpolitik im Luftverkehr basiert maßgeblich auf den kapazitätskritischen Komponenten Flughäfen und Flugsicherung. Ein Indikator für überlastete Flughäfen sind die knappen Start- und Landerechte sowie die Häufigkeit und Länge der Verspätungen von Flugankünften und -abflügen. Die Engpässe der 2. Säule der Infrastrukturpolitik –Flugsicherung– sind im Gegensatz zu den Flughäfen nicht genau messbar und werden auf die Verfahren der Flugsicherung, die Organisation und Verwaltung der Ressourcen zurückgeführt.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die 2 Säulen der Infrastrukturpolitik kurz zu beschreiben, Probleme und Engpässe aufzuzeigen und ausgewählte Maßnahmen zu ihrer Bewältigung und zur Verwirklichung eines freien Marktes am Himmel darzustellen.
Das Kernstück der Seminararbeit ist Kapitel 2, bestehend aus den infrastrukturellen Komponenten des Luftverkehrs, Flughäfen und Flugsicherung. Der Unterpunkt Flughäfen beschreibt zunächst die bodenseitige Infrastruktur des Luftverkehres und die daraus resultierenden Kapazitätsengpässe. Danach werden die verschiedenen Verfahren der administrativen Allokation von Start- und Landerechten aufgezeigt, welche sich im wesentlichen auf die deutsche und europäische Flugplankoordination beziehen. Um einem internationalen Vergleich gerecht zu werden, sollen kurz die verschiedenen Allokationsmechanismen der USA betrachtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. INFRASTRUKTURPOLITIK IM LUFTVERKEHR

2.1. Flughäfen

2.1.1. Infrastruktur eines Flughafens

2.1.2. Kapazitätsengpässe auf Flughäfen

2.1.2.1. Start- und Landebahnen

2.1.2.2. Koordinationseckwerte

2.1.3. Drehscheibenfunktion von Flughäfen

2.1.4. Slotpolitik

2.1.4.1. Definition und Arten von Slots

2.1.4.2. Flughafenkoordinator

2.1.4.3. Das Koordinationsverfahren und die Prioritätsregelung

2.1.4.4. Slotvergabe als Mittel der Verkehrslenkung

2.1.4.5. Slotpolitik in der EU

2.1.4.6. Slotvergabe in den USA

2.2. Die europäische Flugsicherung

2.2.1. Institutionen der Flugsicherung

2.2.1.1. Nationale Institutionen

2.2.1.2. Europäische Institutionen

2.2.1.3. Internationale Institutionen

2.2.2. Organisation des Luftraums in Europa

2.2.3. Entwicklung des Luftverkehrs

2.2.4. Single European Sky – Wege zur Harmonisierung der Flugsicherung

2.2.4.1. Ziviler und militärischer Luftverkehr

2.2.4.2. Programm zur Harmonisierung und Integration des europäischen Flugverkehrsmanagements (EATCHIP)

2.2.4.3. Programm zum Flugverkehrsmanagement in Europa (EATMP)

A) ATM – Strategie 2000+

B) EATMP – Struktur

C) Programm zur Reduzierung des Mindestwerts der Höhenstaffelung

3. LIBERALISIERUNG DES LUFTVERKEHRS IN EUROPA

3.1. Entwicklung der Deregulierung im europäischen Luftverkehr

3.2. Open-Sky-Abkommen

3.3. Liberalisierung aus Flughafensicht

4. KRITISCHE WÜRDIGUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die infrastrukturellen Engpässe im europäischen Luftverkehr und untersucht, wie die Kapazitätsauslastung durch Flughäfen und Flugsicherungssysteme optimiert werden kann, um den Anforderungen eines freien Marktes gerecht zu werden.

  • Infrastrukturelle Kapazitätsgrenzen von Flughäfen
  • Verfahren zur administrativen Slotvergabe und deren Wettbewerbseffekte
  • Harmonisierung und Integration der europäischen Flugsicherung
  • Einfluss der Liberalisierung auf die Marktstruktur und Fluggesellschaften

Auszug aus dem Buch

2.1.4.1. Definition und Arten von Slots

Entsprechend der beschriebenen Lage der knappen Flughafenkapazitäten wächst die Bedeutung der Koordination der An- und Abflugzeiten und somit die Zuteilung von Slots auf stark frequentierten und hochbelasteten Verkehrsflughäfen.

Die Start- und Landerechte auf einem Flughafen werden als Slots, Zeitnischen oder auch als Zeitfenster bezeichnet. Durch diese hoheitlich eingeräumten Rechte dürfen die Luftverkehrsgesellschaften auf bestimmten Flughäfen, an einem bestimmten Tag und zu einer genau festgelegten Zeit starten und landen.

In der EU-Verordnung wird die Zuweisung von Zeitnischen auf überbelasteten Flughäfen in der Gemeinschaft definiert als, „die flugplanmäßige Lande- oder Startzeit, die für eine Luftfahrzeugbewegung an einem bestimmten Tag auf einem ... koordinierten Flughafen zur Verfügung steht oder zugewiesen wird.“ Der einzelne Slot umfasst gemäß der EU-Verordnung nur einen einzigen Start oder eine einzige Landung, also immer nur eine Flugbewegung.

In der BRD sind Slots subjektive, öffentliche Rechte, die den Luftraumnutzern gewährt werden. Ob Luftverkehrsgesellschaften Eigentümer von Slots sind, hängt davon ab, in welchem Umfang Eigenleistungen der Luftraumnutzer einen Anspruch auf eine bestimmte Slotzuteilung rechtfertigen. Liegt keine Eigenleistung vor, so ist die Slotvergabe eine einseitige staatliche Vermögensgewährung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung skizziert das dynamische Wachstum des Flugverkehrs und die daraus resultierende infrastrukturelle Überlastung in Europa, die zu Verspätungen und finanziellen Einbußen führt.

2. INFRASTRUKTURPOLITIK IM LUFTVERKEHR: Dieses Kapitel untersucht die zwei zentralen Säulen der Infrastruktur: Flughäfen und Flugsicherung, wobei Engpässe sowie Mechanismen der Kapazitätssteuerung detailliert beleuchtet werden.

3. LIBERALISIERUNG DES LUFTVERKEHRS IN EUROPA: Der Fokus liegt hier auf dem historischen Deregulierungsprozess und den Auswirkungen der EU-Verordnungen sowie Open-Sky-Abkommen auf den Marktzugang und Wettbewerb.

4. KRITISCHE WÜRDIGUNG: Das Fazit kritisiert die Ineffizienz der derzeitigen Slotallokation und fordert eine Abkehr von starren Großvaterrechten sowie eine verstärkte politische Integration zur Effizienzsteigerung.

Schlüsselwörter

Luftverkehr, Infrastruktur, Flughäfen, Flugsicherung, Slotvergabe, Slotpolitik, Liberalisierung, Deregulierung, Kapazitätsengpässe, EU-Verordnungen, Open-Sky-Abkommen, Air Traffic Management, Großvaterrechte, Single European Sky, RVSM.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den infrastrukturellen Kapazitätsengpässen im europäischen Luftverkehr und den regulatorischen Maßnahmen zu deren Bewältigung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Kapazitätssituation an Flughäfen, der administrativen Zuteilung von Start- und Landerechten (Slots) sowie der Harmonisierung der europäischen Flugsicherung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, die beiden tragenden Säulen der Infrastrukturpolitik – Flughäfen und Flugsicherung – zu beschreiben, Engpässe zu identifizieren und Lösungsansätze zur Verwirklichung eines freien Marktes aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche, der Auswertung von EU-Verordnungen sowie auf Fachberichten von Institutionen wie EUROCONTROL und Flughafengesellschaften basiert.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die infrastrukturelle Analyse der Flughäfen, die Organisation der europäischen Flugsicherung und eine detaillierte Betrachtung des Liberalisierungsprozesses durch EU-Vorgaben.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe umfassen Slotpolitik, Großvaterrechte, Single European Sky, Kapazitätsengpässe und die Liberalisierung des europäischen Luftverkehrsmarktes.

Was genau sind "Großvaterrechte" im Kontext der Slotvergabe?

Dabei handelt es sich um das historische Vorrecht von etablierten Fluggesellschaften, ihre bereits zugeteilten Zeitnischen (Slots) in der Folgesaison zu behalten, solange diese zu mindestens 80 % genutzt werden.

Welche Rolle spielt die EU-Entscheidung vom 5. November 2002 für die Open-Sky-Abkommen?

Der EuGH erklärte diese Abkommen für unzulässig, da sie gegen das Prinzip der EU-weiten Niederlassungsfreiheit verstießen, was den exklusiven Marktzugang nationaler Carrier beendete.

Excerpt out of 75 pages  - scroll top

Details

Title
Infrastrukturengpässe im Luftverkehr. Vergabe von Start- und Landerechten. Nationale, europäische und internationale Aspekte.
College
University of Applied Sciences Worms  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Grade
1,3
Authors
Attila Tulit (Author), Diana Landgraf (Author)
Publication Year
2003
Pages
75
Catalog Number
V15195
ISBN (eBook)
9783638203838
ISBN (Book)
9783638723299
Language
German
Tags
Infrastrukturengpässe Luftverkehr Vergabe Start- Landerechten Flughäfen Aspekten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Attila Tulit (Author), Diana Landgraf (Author), 2003, Infrastrukturengpässe im Luftverkehr. Vergabe von Start- und Landerechten. Nationale, europäische und internationale Aspekte., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15195
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  75  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint