Gliederung
1. Problemstellung 3
2. Wechselkurssysteme und -risiko. 3
3. Instrumente zur Begrenzung von Währungsrisiken 5
3.1. Überblick 5
3.2. Unbedingte Termingeschäfte 6
3.2.1 Devisentermingeschäfte 6
3.2.2 Devisen-Futures 7
3.2.3 Währungsswaps 7
3.3 Bedingte Termingeschäfte 8
3.3.1 Devisenoptionen 8
3.3.2 Prämiengeschäfte 9
4. Fazit 10
Literaturverzeichnis 11
2
1. Problemstellung
Sowohl Exporteure als auch Importeure haben trotz ihrer unterschiedlichen Geschäftsausrichtungen ein gemeinsames Ziel. Sie möchten den größtmöglichen Schutz vor negativen Risiken bei der Abwicklung ihrer Auslandstransaktionen. Von Auftragsannahme bzw. Kaufbestätigung, bis zur Lieferung und vor allem bis zur endgültigen Begleichung der Rechnung, kann sich der umgerechnete Euro-Wert einer jeweiligen Rechnung ändern. Dieses Kursrisiko kann der Exporteur im Außenhandel völlig vermeiden, wenn in deutscher Währung fakturiert wird, also auf einen in Euro lautenden Betrag. 1
2. Wechselkurssysteme und -risiko
Der Handel mit fremden Währungen ist eines der ältesten Finanzgeschäfte. Der Wechselkurs gibt das Umtauschverhältnis zweier Währungen wieder und kann als Mengen- oder Preiswechselkurs angegeben werden. Früher war die Preisnotierung in Deutschland vorherrschend (d.h. Einheiten an Inlandswährung je Einheit Auslandswährung, z.B. Euro/Dollar), wurde jedoch spätestens mit der Einführung des Euro als Mengennotierung (d.h. Einheiten an Auslandswährung je Einheit Inlandswährung) angegeben. 2
Im Wechselkurssystem wird festgelegt wie sich Wechselkurse bilden und ob und in welcher Weise sie sich im Zeitablauf ändern können. Grundsätzlich wird zwischen festen und flexiblen Wechselkursen unterschieden, wobei in einem System fester Wechselkurse diese autonom von einer Währungsbehörde festgelegt werden und - bei entsprechendem Bedarf - von dieser gegebenenfalls verändert werden. In einem System flexibler Wechselkurse bilden sich diese dagegen im freien Spiel von Angebot und Nachfrage auf dem Devisenmarkt. 3
1 Vgl. dazu Selowsky, Außenhandelsfinanzierung, in: Finanzierungs-Handbuch, Christians (Hrsg.), Wiesbaden 1980, S.228
2 Vgl. dazu Perridon/Steiner, Finanzwirtschaft der Unternehmung, 14. Aufl., München 2007, S. 308
3 Vgl. dazu Meyer-Thoms, Wechselkurssysteme, zur Verfügung gestellte Unterlagen für Studenten an der Fachhochschule Regensburg
3
In das flexible Wechselkurssystem sind die meisten wichtigen Wechselkurse eingebunden. Konsequenterweise werden Instrumente zur Absicherung von Wechselkursrisiken stark nachgefragt. 4
Dem Risiko der Wechselkursänderung sind im weitesten Sinne sowohl Unternehmen als auch Privatpersonen ausgesetzt, die
• bereits eine fremde Währung in ihrem Bestand halten,
• in der Zukunft einen Geldeingang in fremder Währung erwarten oder
• zukünftig eine Verbindlichkeit in Fremdwährung begleichen müssen. 5
Im Allgemeinen versteht man unter „Risiko“ die Gefahr, das erwartete Ergebnis in ungünstiger Weise zu verfehlen. Währungskursrisiko bedeutet, dass sich der Wechselkurs zwischen Abgabe eines Angebotes oder zwischen Abschluss eines Kaufvertrages und der Transferierung des Kaufpreises ändert. Somit würden Wechselkursschwankungen nach beiden Seiten dann ausschließlich zu Lasten oder zu Gunsten des ausländischen Kunden gehen. Dies wäre jedoch nur eine kurzfristige Betrachtung, da die Abwälzung des tatsächlich entstandenen Verlustes nur bei Einmalgeschäften auf den ausländischen Abnehmer möglich sein wird. Bei allen Geschäftsverbindungen, die auf Dauer angelegt sind, werden die Außenhandelspartner die Verluste gemeinsam tragen müssen, dies war auch in der Vergangenheit zu beobachten, dass deutsche Unternehmen auf entsprechende Wünsche der ausländischen Partner in hohem Maße eingegangen sind, denn letztlich spielt auch die Abhängigkeit eines Unternehmens von seinem Abnehmer eine wichtige Rolle.
Unbekannt bleibt jedoch, wie viele Geschäfte aufgrund der Forderung nach Abschluss in deutscher Währung nicht zustande kamen und inwieweit die deutschen Exporteure nur unter Inkaufnahme von Preiszugeständnissen die Fakturierung in Euro durchsetzen konnten. 6
4 Vgl. Perridon/Steiner, Finanzwirtschaft der Unternehmung, 14. Aufl., München 2007, S. 306 f
5 Vgl. Beike/ Köhler, Risk-Management mit Finanzderivaten, 1. Auflage, München 1997, S. 89
6 Vgl. dazu Selowsky, Außenhandelsfinanzierung, in: Finanzierungs-Handbuch, Christians (Hrsg.), Wiesbaden 1980, S.228
4
Arbeit zitieren:
Artur Wieczorek, 2008, Devisentermingeschäft als Währungsrisikomanagementinstrument, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Horvàth, Ödön von - Jugend ohne Gott - Charakteristik der Eva
Referat / Aufsatz (Schule), 5 Seiten
Horváth, Ödön von - Jugend ohne Gott - Schule unter einem faschistisch...
Referat / Aufsatz (Schule), 22 Seiten
Zentralisierung von Benutzer-IT-Systemen durch Server-Based-Computing ...
Alternativen, Anwendungsfälle ...
Informatik - Wirtschaftsinformatik
Diplomarbeit, 95 Seiten
Arten und Aufgaben von Optionen und Futures des Effektenmarktes
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Hausarbeit, 30 Seiten
Horváth, Ödön von - Jugend ohne Gott - Die männliche Jugend
Referat / Aufsatz (Schule), 3 Seiten
Horvàth, Ödön von - Jugend ohne Gott - Charakteristik des T
Referat / Aufsatz (Schule), 5 Seiten
Artur Wieczorek hat einen neuen Text hochgeladen
0 Kommentare