II
Inhaltsverzeichnis
Abk ürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
1 Einleitung. 1
2 Arbeitsweise des Gehirns 2
2.1 Die Gehirnzellen 2
2.2 Aufbau des Gehirns 2
2.3 Informationsspeicherung 4
2.4 Wie funktioniert Lernen 5
2.5 Unterschiede zwischen Computer und Gehirn 7
3 Was ist Mind Mapping 8
3.1 Definition 9
3.2 Entwicklung 10
3.3 Abgrenzung zum Cluster 11
3.4 Handgezeichnete versus computergenerierter Mind Maps 11
4 Einsatzmöglichkeiten von Mind Maps 12
4.1 Mind Mapping fürs Lernen 13
4.2 Mind Mapping für den Beruf 14
5 Besonderheiten bei der Erstellung von Mind Maps 14
6 Schlussbemerkung 15
Anhangsverzeichnis V
Literaturverzeichnis XII
IV
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Beispiel einer Mind Map
V
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1 Übersicht Aufgabenbereiche der Gehirnhälften 4
Tabelle 2 Grundbedingungen des Gehirns für die Entdeckung von Neuem 6
1
1 Einleitung
'HU DQJHEOLFK YRQ +HQU\ )RUG VWDPPHQGH 6SUXFK Ä$XWRV NDXIHQ NHLQH $XWRV³ macht deutlich, dass Autos für Menschen gebaut werden. Bei der Bearbeitung des Themas Mind Mapping stellte ich mir die Frage: Warum setze ich Mind Mapping ein, wenn wir uns in der Informationsgesellschaft befinden und das Internet ein rie- VLJHVÄ*HKLUQ³ LVW 0LW +LOIH der Informations- und Kommunikationstechnologien können wir über dieses Wissen sofort verfügen. Ist dann das Mind Mapping nicht überflüssig?
Auf der Suche nach der Frage Ä(rsetzt der Computer den Menschen³ stellte sich vorwiegend heraus, dass dies immer dann nicht möglich ist, wenn es um Emotionen, Gefühle, Intelligenz, Kreativität und freie Entscheidungen geht. Neuesten Forschungen zur Folge, könnten alle dem Menschen zugeschriebenen Eigenschaften nachgebildet werden, da sie Änur³ auf biochemischen Vorgängen beruhen. Es lässt sich daher in der Endkonsequenz keine Eigenschaft finden, an der sich für alle Zeiten ein zwischen Mensch und Maschine beruhenden Unterschied festmachen ließe. 1 Doch bis der Computer alle menschlichen Eigenschaften beherrscht und den Mensch ablöst, ist es noch ein sehr langer Weg. Daher werden Techniken, die den Menschen betreffen wichtig sein und an Bedeutung gewinnen.
Der Mensch neigt dazu, entgegen der natürlichen Arbeitsweise des Gehirns, komplexe Themen auf einem Blatt Papier sequenziell nacheinander zu entwickeln. Unser Gehirn jedoch arbeitet in einer kreativen Phase so schnell, das nicht alle Gedanken, Verknüpfungen und Bilder in Echtzeit festgehalten werden können. Statt in komplexen Formulierungen denkt das Gehirn in assoziierten Stichwörtern und Bildern. 2 Von den verschiedenen Kreativitätsmethoden verspricht die Methode des Mind Mappings am ehesten, die Lücke zwischen dem Denkprozess und der ihm entsprechenden Visualisierung von Problemen zu schliessen. Die Methode des Mind Mappings soll in dieser Hausarbeit betrachtet und deren erfolgsversprechende Wirkungsweise näher beleuchtet werden. Die Technik, wie Mind Maps erstellt werden, ist nicht Gegenstand dieser Hausarbeit.
1 Vgl. http://www.uni-protokolle.de/foren/viewt/96163,0.html, Stand 06.03.2010; http://www.e-tivity.de/webquest/computer/material/1.htm, Stand 06.03.2010;
http://transhumanismus.wordpress.com/2009/07/29/unterschied-mensch-maschine-oder-was-
ist-der-mensch/, Stand 06.03.2010
2 Vgl. Backerra, H.; Malorny, C.; Schwarz, W. (2007), S. 61 f.
2
2 Arbeitsweise des Gehirns
Dass die Methode des Mind Mappings funktioniert, zeigt eindeutig die Fülle an Literatur, die sich dieser Thematik widmet. Um die Wirkungsweise des Mind Mappings besser zu verstehen, ist ein Verständnis über die Funktionsweise des Gehirns im Bezug auf das Lernen unabdingbar. Die erstaunlichen Potenziale des Gehirns (siehe Anhang 1), die für das Lernen wichtig sind, sollen in den nächsten Kapiteln durch die Betrachtungen zum menschlichen Gehirn detailliert und allgemeinverständlich unterlegt werden. Die Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich dazu, das Funktionieren des Lernens mit Mind Maps zu verstehen.
2.1 Die Gehirnzellen
Bevor die einzelnen für das Lernen wichtigen Organe im Gehirn aufgezeigt werden, müssen zuerst die Zellen, aus denen das menschliche Gehirn aufgebaut ist, betrachtet werden. Das Gehirn besteht aus vielen winzig kleinen Zellen, die als Neuronen bezeichnet werden 3 .
Die Form eines Neurons ist mit einem Oktopus und seinen Tentakeln vergleichbar. Verbindungen zu anderen Neuronen werden über die Dendriten (Tentakel der Neuronen) hergestellt. Ein besonderer Ast, der sehr groß und lang ist, wird Axon genannt. Das Axon bildet den Hauptausgang für die Informationen des Neurons (siehe Anhang 2). Zwischen den Neuronen besteht ein Spalt (Synapse) und keine direkte Verbindung. Die Informationsübertragung an dem Spalt erfolgt durch 53 verschiedene chemische Botenstoffe (Neurotransmittern). Die sendende Gehirnzelle schüttet über die Synapse die Transmitter auf die angrenzende Zelle aus, um den Informationsimpuls zu übermitteln. 4
2.2 Aufbau des Gehirns
Für die Lernprozesse sind im menschlichen Gehirn die Amygdala, der Hippocampus und die Großhirnrinde von Bedeutung (siehe Anhang 3).
Die Amygdala hat die Größe und Form einer Mandel und wird auch als Mandelkern bezeichnet. Sie befindet sich etwa in der Mitte des Kopfes und gehört zum limbi-
3 Vgl.Buzan, T.; Buzan, B. (2002) S. 27
4 Vgl. Buzan, T.; Buzan, B. (2002) S. 27 f.; Buzan, T. (2009) S. 26 f.; http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEHIRN/Gehirn-Neuronen.shtml, Stand 08.03.2010
3
schen System, welches im Zusammenwirken mit anderen Regionen des Gehirns, unter anderen für die Entstehung und Verarbeitung von Emotionen zuständig ist. Eine Amygdala besitzen nicht nur Menschen sondern auch Ratten und Fische. Es ist aus der Evolutionsgeschichte gesehen, ein sehr altes Organ. Die Amygdala lässt uns bei Gefahr entsprechend reagieren lässt und ist für die Angst zuständig. Beim Menschen, anders als bei Tieren, ist sie mit fast allen Gehirnregionen ver-bunden. Für die Speicherung der Informationen im Gedächtnis hat sie eine zentrale Bedeutung, da sie eingehende Informationen emotional bewertet. Je mehr die Amygdala der Information eine Stellenwert beimisst, egal ob positiver oder negativer Art, umso mehr hat diese Information Erfolg dauerhaft gespeichert zu werden. 5
Der Hippocampus, auch Seepferdchen genannt, ist die Schnittstelle zwischen dem Kurz- und Langzeitgedächtnis, auch er ist wie die Amygdala evolutionär sehr alt und gehört ebenfalls zum limbischen System. Alle Informationen der sensorischen Systeme laufen im Hippocampus zusammen. Die sensorischen Systeme umfassen z.B. den Geschmack, den Geruch, das Fühlen, das Sehen und das Hören. Durch die immense an das Gehirn gesendete Datenfülle muss der Hippocampus nach Neuigkeit, Wichtigkeit und Dringlichkeit eine Auswahl zur Auswahl an die Großhirnrinde treffen. Nicht benötigte Informationen werden vom Hippocampus verworfen. 6
Die Großhirnrinde, die lateinische Bezeichnung dafür ist Cortex, ist für das Lernen, das Denken, das Gedächtnis, die Wahrnehmung und die Sprache zuständig. Evolutionär gesehen ist es ein sehr junges Organ. Die Großhirnrinde ist der größte Gehirnbereich. Es unterteilt sich in vier Hirnlappen. Das Ultrakurzzeit-, das Kurzzeit-und das Langzeitgedächtnis befinden sich in der Großhirnrinde. 7
Nach dem relativ knapp die Aufgaben der Amygdala, des Hippocampus und der Großhirnrinde beschrieben wurden, hat man ansatzweise einen Einblick in die Aufgabenteilung des Gehirns. In der der aktuellen Literatur zu Kreativitätstechniken und dem Lernen sind aber auch allgemeingehaltene Übersichten über die Aufteilung der Aufgaben des Gehirns, ohne eine Zuordnung zu den Organen zu finden.
5 Vgl. http://www.stern.de/wissenschaft/gesund_leben/koerperhelden/helden-des-koerpers-die-amygdala-513716.html, Stand 02.03.2010
6 Vgl. http://www.brain-fit.com/html/hippocampus.html, Stand 02.03.2010
7 Vgl. http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEHIRN/GehirnAufbau.shtml, Stand 02.03.2010; Buzan, T. (2009), S. 33 f.; http://arbeitsblaetter.stangl-
taller.at/GEDAECHTNIS/ModelleSpeicher.shtml, Stand 02.03.2010
Arbeit zitieren:
Marko Filler, 2010, Kreativitätstechnik "Mind Mapping", München, GRIN Verlag GmbH
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