Inhaltsverzeichnis
Einleitung 3
1. Reframing - Definition 3
2. Grundannahmen, Haltungen und Wirkungen 4
3. Methodische Grundlagen des Reframings 6
3.1 Grundzüge des „Six - Step - Reframings“ aus der Arbeit des NLP 6
3.2 Kontext- oder auch Verhaltensreframing 6
3.3 Bedeutungsreframing 7
4. Ziele 8
5. Bedeutung des Reframings für die praktische Arbeit
Bezug zur Praxis, bzw. zu Schlüsselkompetenzen 9
5.1 Methodische Kompetenz 9
5.2 Sozialkommunikative Kompetenz 10
5.3 Persönliche Kompetenz 10
6. Schlussbemerkung 11
Einleitung
Das Thema „Reframing“ begleitet und beschäftigt mich seit Studiumsbeginn. Ich habe es zum Thema dieser Hausarbeit gemacht um exemplarisch aufzuzeigen, wie elementar wichtig Schlüsselkompetenzen für die Soziale Arbeit sind.
Ich möchte noch darauf hinweisen, dass in dieser Arbeit die männliche Sprachform zur besseren Übersicht gewählt wurde. Dieses sollte die Frauen nicht vernachlässigen, sie sollten genauso berücksichtigt und angesprochen werden.
1. Reframing - Definition
Das Reframing basiert auf systemische Erkenntnisse und dem NLP (Neurolinguistisches Programmieren). Reframing findet oft Einsatz in Therapiezusammenhängen und Beratungen, es zeichnet sich aus durch eine lösungsorientierte Vorgehensweise. Insbesondere durch die amerikanische Familientherapeutin Virginia Satir 1 ist die Reframing - Methode populär geworden.
Walter Ötsch 2 definiert den obigen Begriff wie folgt:
„Die Bedeutung, die ein Ereignis, eine Aussage, ein Verhalten, ein Glaubenssatz, ein Auslöser, ein Reiz hat, hängt vom Kontext, vom Rahmen ab, in den wir es hineinstellen, den wir ihm geben. Frame ist der Rahmen. Reframing bedeutet, einen neuen Rahmen zu konstruieren, eine neue Bedeutung zu geben.“
Unter Reframing wird demnach nicht nur eine besondere Art der Fragestellung verstanden, sondern es beinhaltet ebenso bestimmte Vorgehens- und Denkweisen. Hervorstechend im systemischen Denken und Handeln ist vor allem die zirkuläre Sichtweise. Während die lineare Sichtweise statisch ist und zeitlich aufeinander aufbaut,
1 Virginia Satir (1916 - 1988) gilt als Begründerin der Systemischen Familientherapie.
2 Ötsch, Walter: Das Wörterbuch des NLP: Das NLP-Enzyklopädie-Projekt/Walter Ötsch, Thies Stahl. Paderborn: Junfermann, 1997, S. 163.
3
wird bei der zirkulären Sichtweise deutlich, dass eine wechselseitige Abhängigkeit und Beeinflussung der einzelnen Elemente besteht. 3
Ergänzend dazu wird beispielsweise im Konstruktivismus davon ausgegangen, dass es keine einheitliche Realität gibt, da sich jedes Individuum seine Welt selbst gestaltet. Gefühle und Gedanken werden stets subjektiv wahrgenommen und die Objektivität aufgehoben. Dadurch gibt es kein „richtig“ oder „falsch“ und somit entfällt die Wertung eines Problems.
„Worte mit ihren subjektiven Bedeutungen sind die Bausteine, mit denen wir die komplexe Konstruktion errichten, die wir als die Wirklichkeit bezeichnen.“ 4
Kommunikation, Konstruktivismus, systemisches Denken und Handeln soll alles mit-einander verbunden sein. Aus diesen Gründen ist es so schwer, es voneinander getrennt behandeln zu wollen.
2. Grundannahmen, Haltungen und Wirkungen
Ausgehend davon, dass jedes Verhalten eine Absicht beinhaltet, ein Ziel erreicht und eine Konsequenz erfolgen soll, ergäbe jedes Verhalten im entsprechenden Kontext einen Sinn. Folgerichtig ist Verhalten ausschließlich kontextbezogen zu betrachten. Auch sogenanntes unangemessenes oder unerwünscht erscheinendes Verhalten macht so betrachtet einen Sinn, denn dieses Verhalten hat sich beim Betroffenen selbst in seinem Leben einmal als wirksam erwiesen. Ein entsprechendes Verhalten wird solange ausgeübt, bis eine Alternative gefunden wird und eingesetzt werden kann. So spielt zum Beispiel die biologische Entwicklung des Einzelnen hierbei eine Rolle, genauso wie die familiären Hintergründe etc., da jedes Verhalten einen Ursprung hat und entsprechend als beste Reaktionsmöglichkeit betrachtet und eingesetzt wird. Dies geschieht so lange, bis eine neue Handlungsmöglichkeit entdeckt und angenommen wird.
3 Schwing Rainer, Andreas Fryszer, 2007: Systemisches Handwerk - Werkzeug für die Praxis, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2. Auflage.
4 Bamberger Günter G., 2001: Lösungsorientierte Kurzberatung - Praxishandbuch, Weinheim, Psychologie Verlagsunion, Verlagsgruppe Beltz, 2. Auflage S. 79.
4
Arbeit zitieren:
Cornelia Tillmann-Rogowski, 2009, "Reframing" als Methode in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag GmbH
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