Inhaltsverzeichnis
1) Zielstellung. 1
2) Begriffsklärung 1
3) Zur Geschichte Londons 2
4) Allgemeines. 3
5) Die Verwaltung Londons 4
6) Die Wirtschaft Londons 5
7) Entwicklung der Bevölkerung Londons. 10
8) Die Ghettobildung. 11
9) Probleme der Metropole London 12
10) Stadterneuerung am Beispiel Docklands. 13
11) Zusammenfassung. 15
Literaturnachweis 16
1) Zielstellung
Es geht um die Entwicklung von Metropolen am Beispiel London. Dabei werde ich einen Überblick über die historische Entwicklung Londons bis zur Gegenwart erarbeiten. Ich werde versuchen, die Entwicklung Londons und seine nationale als auch internationale Stellung und Bedeutung durch die Betrachtung der
Wirtschaftsverhältnisse und Bevölkerungssituation zu beschreiben. In meinen Darstellungen werde ich mich auf Fachliteratur, wie zum Beispiel die Fachzeitschriften „Praxis Geographie“ und „Geographische Rundschau“ und Informationen aus dem Internet beziehen.
2) Begriffsklärung
Als Metropole wird im Allgemeinen die Hauptstadt oder ein anderes wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum eines Landes bezeichnet. Vor allem in überwiegend zentralistisch regierten Staaten und Entwicklungsländern kommt es zur Herausbildung von Städten, die andere Großstädte an Bedeutung überragen. Man bezeichnet diese als Metropolen. 1
Unter Metropolisierung versteht man den Prozeß, der zur Ausprägung einer die anderen Städte eines Landes an Größe und Bedeutung überragenden Metropole führt. Dabei entwickeln sich meist begünstigte Städte, wie zum Beispiel die Hauptstadt oder eine Hafenstadt eines Landes, zu einer Metropole. Ein wesentliches Merkmal dieses Prozesses ist die Vergrößerung des Abstandes bezüglich Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft im Vergleich zu anderen Städten dieses Landes.
1 Diercke: Wörterbuch Allgemeine Geographie. (2001)
1
3) Zur Geschichte Londons
London war dem Ursprung nach eine Festung der Kelten gelegen, an dem Fluß, der heute als Themse bezeichnet wird. Die erstmalige Eroberung dieser Festung erfolgte durch die Römer, die sie dann „Londinium“ nannten und auch besiedelten. Im Jahre 50 n.Chr. wurde die erste Brücke über den Fluß gebaut, da bis zu diesem Zeitpunkt der Durchgang durch den Fluß nur aus einer Furt bestand. Das war eine erste, frühe Voraussetzung, die London in seiner wirtschaftlichen Bedeutung aufsteigen ließ, denn jetzt stellte London einen Handels- und Verkehrsknotenpunkt dar. Daraufhin entwickelte sich die Stadt auch relativ schnell zu einem Wirtschafts- und Verwaltungszentrum.
Im 5. Jhd. begann der Abzug der Römer und England wurde nach und nach von den Angeln und Sachsen erobert. Gleichzeitig sank die Bedeutung Londons als Stadt. Das sollte sich auch nicht durch die Besiedelung der Dänen ändern, die viele Teile der Stadt ungenutzt ließen. Im Jahr 886 wurden die Dänen vertrieben und London wurde vollständig von den Sachsen erobert.
Die Bedeutung Londons stieg erst wieder mit der Eroberung durch Normannen 1066. Wilhelm der Eroberer bestätigte der Stadt erstmals besondere Rechte und schon gegen Ende des 12. Jhd. wählten die Bewohner ihren eigenen Bürgermeister. Bereits seit dem 11. Jhd. hatte London eine gewisse Hauptstadtfunktion inne. 1351 wurde erstmals ein eigener Stadtrat gewählt, doch die Führung der Stadt lag weiterhin in den Händen einer Oberschicht von reichen Kaufleuten. 1348 wurde auch London von der Pest heimgesucht, die wie überall verheerende Auswirkungen hatte. Ca. 50% der damaligen Bevölkerung fiel ihr zum Opfer, aber die Stadt erholte sich relativ schnell wieder.
Im 16. Jhd. kam es zu einem größeren Entwicklungsschub und einer Reihe damit verbundener Veränderungen in London. Es begann die Zeit der Eroberung der Weltmeere und England sandte zahlreiche Handelsschiffe nach Amerika und Indien aus. Diese Handelsbeziehungen stärkten London und der Hafen gewann zunehmend an Bedeutung. London entwickelte sich dadurch zu einer wichtigen Hafenstadt. 1665 wurde London abermals durch eine Pestwelle und einen großen Stadtbrand verwüstet. Im Zuge des Wiederaufbaus der Stadt wurden viele Wohnviertel Richtung
2
Westen verlagert. Es erfolgte der Bau von neuen Brücken über den Fluß, große Plätze wurden errichtet, Wasser- und Kanalisationsanlagen wurden angelegt und die Straßen erhielten eine Pflasterung.
Das 19. Jhd. ist durch einen starken Anstieg der Bevölkerungszahl gekennzeichnet. Es gab viele Zuwanderungen aus den Kolonien, von den britischen Inseln und vom europäischen Kontinent. Die Bevölkerungszahl versechsfacht sich in kurzer Zeit und die sozialen Probleme der Stadt wie Arbeitsplatzmangel, Armut und Wohnungsnot steigen. Der 1. Weltkrieg hatte nur geringe Auswirkungen auf London. Die Schäden durch den 2. Weltkrieg waren jedoch um ein Vielfaches höher. Es gab 10.000 Tote und schwere Verwüstungen durch Luftangriffe. Die Hafenanlagen wurden so schwer beschädigt, dass eine Rekonstruktion unmöglich erschien.
Erstaunlicherweise konnte die Stadt ihre wirtschaftliche Bedeutung trotz Kriegsschäden beibehalten und der Wiederaufbau begann. Bis Ende der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts waren die Schäden größtenteils beseitigt. 2
4) Allgemeines
London ist die Hauptstadt von Großbritannien und England. Die Stadt ist gelegen im Südosten Englands, westlich der Themsemündung. Sie erstreckt sich ca. 40 km entlang des Flußlaufes, wobei der größere Teil der Stadt nördlich des Flusses liegt. 3 1997 zählte London 7.074.000 Einwohner mit einer Bevölkerungsdichte von 4477 Einwohner pro km². 4
London wird in Greater London (auch als Outer London bezeichnet) mit einer Fläche von 1580 km² und die City of London mit einer Fläche von 2,7 km² gegliedert. 5
2 www.morten.via.t-online.de
3 www.morten.via.t-online.de
4 Klett-Perthes: Taschenatlas Erde. (2000)
5 www.morten.via.t-online.de
6 Quelle: Hall, J. in: Geographische Rundschau. Heft 03/1985. S. 149
7 www.morten.via.t-online.de
8 www.morten.via.t-online.de
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Arbeit zitieren:
Ron Klug, 2003, Struktur und Entwicklung von Metropolen - Das Beispiel London, München, GRIN Verlag GmbH
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