Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung. Seite 1
2. Was ist Konformität? Seite 1
3. Der Einfluß von Majoritäten. Seite 2
3.1. Informationseinfluß und normativer Einfluß. Seite 3
3.2. Die Wirkung von normativem Einfluß und Informationseinfluß. Seite 3
3.3. Zusammenfassung. Seite 5
4. Der Einfluß von Minoritäten. Seite 6
4.1. Konsistenz. Seite 6
4.2. Attributionserklärung. Seite 8
4.3. Zusammenfassung. Seite 8
5. Wie wirkt der Einfluß von Minoritäten und Majoritäten? Seite 9
5.1. Zusammenfassung. Seite 9
6. Literaturverzeichnis Seite 10
1. Einleitung
In manchen sozialen Gruppen tritt eine Gleichgestaltung des äußeren Erscheinungsbildes auf. So kann zum Beispiel das Aussehen der Kleidung von verschiedenen Mitgliedern in einer Freizeitclique ähnlich sein. Neben der „Gleichschaltung“ von Äußerlichkeiten besteht jedoch auch die Möglichkeit, daß sich die einzelnen Mitglieder der in der Gruppe herrschenden Meinung anpassen, obwohl ihre eigene Meinung eine ganz andere ist. 1 Warum läßt sich in sozialen Gruppen konformes Verhalten beobachten? Was ist Konformität und wie entsteht sie eigentlich? Welche Bedeutung spielt der Einfluß von Minoritäten und Majoritäten bei diesem Prozeß? Die aufgeworfenen Fragen sollen im Rahmen dieser Hausarbeit näher untersucht werden.
2. Was ist Konformität?
Nahezu alle Menschen ordnen sich selbst einer sozialen Gruppe zu, sei es der Freundeskreis oder der Sportverein. Diese soziale Gruppe ist die Bezugsgruppe für ihre Mitglieder und beeinflußt diese in ihrem jeweiligen Denken und Handeln. Die Bezugsgruppe wird also zum Maßstab für den einzelnen Menschen. 2
Neben der schon erwähnten Anpassung an die äußere Erscheinung der Gruppe, also im Falle der Clique durch das Tragen eines gleichfarbigen Basecaps oder im Falle der Sportgruppe durch das Tragen gleichartiger Trainingssachen, kommt es zu der Erscheinung, daß sich einzelne Gruppenmitglieder auch an die herrschende Gruppenmeinung anpassen. 3 Weicht die Meinung eines Mitgliedes von der Gruppenmeinung ab, so entsteht ein gewisser sozialer Druck für dieses Mitglied. Es ist nun bestrebt, diesem Druck nachzugeben. 4 Dieses „sich beugen“ aufgrund eines bestehenden sozialen Druckes bzw. die „Annäherung an die Mehrheitsmeinung wird als Konformität bezeichnet. 5
Die Übereinstimmung mit der Bezugsgruppe kann auch dann auftreten, wenn deren Handlungsstrategie nicht rational nachvollziehbar ist und sogar ethisch-moralisch als problematisch gilt, wie die Experimente zum Autoritätengehorsam von Stanley Milgram 1974 zeigten. 6
1 Bierhoff, H.W. (2002): Einführung in die Sozialpsychologie. (S.119). Weinheim und Basel: Beltz Verlag.
2 ebd. (S.119)
3 ebd. (S.119)
4 ebd. (S.119)
5 ebd. (S.119)
6 ebd. (S.119)
1
3. Der Einfluß von Majoritäten
Muzar Sherif zeigte 1935 in seinem Experiment über die Distanzschätzung, wobei er sich den autokinetischen Effekt zunutze machte, daß sich die Einzelbeurteilungen der Versuchsteilnehmer ohne Gruppeneinfluß relativ stabil verhielten. 7
Sollten später die Beurteilungen in der Gruppe abgegeben werden, glichen sich diese immer mehr aneinander an. In der umgekehrten Reihenfolge, die Schätzungen sollten also nun zuerst in der Gruppe abgegeben werden, pegelte sich anfangs eine Gruppenmeinung ein, von der dann später in den einzeln abzugebenden Beurteilungen nicht mehr oder nur unwesentlich abgewichen wurde. 8
Das Experiment zeigt also, daß bei der Beurteilungsäußerung eine starke Orientierung der einzelnen Teilnehmer an der Bezugsgruppe erfolgt ist.
Die Bezugsgruppe, die den Einfluß auf die Einzelbeurteilung ausübte, stellt in diesem Fall die Mehrheitsmeinung, die Majorität, dar.
Einen weiteren Beitrag zur Konformitätsforschung lieferte Solomon Asch (1951,1956). In einem Experiment sollten die Längen von verschiedenen Linien verglichen werden. Die Fehlerquote in der Kontrollgruppe lag erwartungsgemäß niedrig, bei 0,7%. In der Experimentsituation sollten Mitglieder einer Gruppe, von der nur ein einziges eine echte Versuchsperson war, ihre Schätzungen abgeben. Nach anfänglichen realistischen Beurteilungen wurden dann zunehmend falsche Äußerungen gemacht. Die echte Versuchsperson verhielt sich häufig konform und die Fehlerquote lag unter dem Einfluß der Mehrheitsmeinung bei 37%. 9
Die Frage die sich aus diesem Experiment ergibt ist: unter welchen Bedingungen geben Personen eine scheinbar falsche Beurteilung ab? Was verführt sie dazu, einer offensichtlich erkannten Unrichtigkeit nachzugeben und sich konform zu verhalten?
7 Stroebe et al. (1996). Sozialpsychologie. Eine Einführung. 3. Aufl. (S.505). Berlin: Springer
8 ebd. (S.506)
9 ebd. (S.507-508)
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Arbeit zitieren:
Ron Klug, 2003, Wie entsteht Konformität?, München, GRIN Verlag GmbH
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Auswirkungen von bestimmten Bedingungen auf die Gruppenarbeit und Ausw...
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